Papst Leo XIV. im Krankenhaus: Ein Lungenknoten soll entfernt werden

Tarcisius Kikuchi

Papst Leo XIV. befindet sich in der Gemelli-Klinik in Rom
Papst Leo XIV. befindet sich in der Gemelli-Klinik in Rom

Papst Leo XIV. ist heu­te in die römi­sche Gemel­li-Kli­nik ein­ge­lie­fert wor­den. Am Nach­mit­tag soll er sich einem Ein­griff zur Ent­fer­nung eines Lun­gen­kno­tens unter­zie­hen. Nach den bis­her bekann­ten Infor­ma­tio­nen wur­de die Ver­än­de­rung bei einer rou­ti­ne­mä­ßi­gen medi­zi­ni­schen Unter­su­chung ent­deckt und in einem frü­hen Sta­di­um fest­ge­stellt. Über ihre genaue Beschaf­fen­heit ist bis­lang nichts bekannt.

Der Papst hat­te die Öffent­lich­keit am Sonn­tag nach dem Ange­lus selbst über den Befund infor­miert. Er bezeich­ne­te den Kno­ten als ört­lich begrenzt und erklär­te, daß die Ärz­te zu einer Ent­fer­nung gera­ten hät­ten. Die Ent­schei­dung für den Ein­griff sei auf medi­zi­ni­schen Rat hin gefallen.

Die vati­ka­ni­sche Pres­se­stel­le bestä­tig­te am Diens­tag den Auf­ent­halt in der Gemel­li-Kli­nik und kün­dig­te die Ope­ra­ti­on durch ein chir­ur­gi­sches Team unter Lei­tung von Pro­fes­sor Ste­fa­no Mar­ga­ri­to­ra an. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sol­len im Lau­fe des Abends fol­gen. Sämt­li­che öffent­li­chen Ter­mi­ne des Pap­stes wur­den vor­erst bis zum 20. Okto­ber abgesagt.

Noch keine gesicherte Diagnose

Ob die Ver­än­de­rung gut­ar­tig oder bös­ar­tig ist, läßt sich erst nach ent­spre­chen­der dia­gno­sti­scher Unter­su­chung bezie­hungs­wei­se der Ana­ly­se des ent­nom­me­nen Gewe­bes zuver­läs­sig beur­tei­len. Der­zeit wäre es völ­lig ver­früht, von einer Krebs­er­kran­kung oder einer schwe­ren Lun­gen­er­kran­kung zu sprechen.

Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin berich­te­te nach einem Gespräch mit Leo XIV., der Papst habe ruhig gewirkt. Auch Kar­di­nal Isao Kiku­chi, der ihn kurz vor dem Kran­ken­haus­auf­ent­halt getrof­fen hat­te, beschrieb ihn als gelas­sen und erklär­te, Leo habe den Ein­griff als klei­ne­ren medi­zi­ni­schen Schritt dargestellt.

Die bis­her bekann­ten Infor­ma­tio­nen geben somit Anlaß zu vor­sich­ti­ger Zuver­sicht, erlau­ben aber noch kei­ne abschlie­ßen­de Beur­tei­lung des Gesund­heits­zu­stands. Ent­schei­dend wer­den der Ver­lauf der Ope­ra­ti­on und die anschlie­ßen­den Unter­su­chungs­er­geb­nis­se sein. 

Es wird erwar­tet, daß das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt nach erfolg­ter Ope­ra­ti­on eine Erklä­rung abge­ben wird, die wahr­schein­lich aus medi­zi­ni­scher Sicht von Prof. Mar­ga­ri­to­ra selbst kom­men­tiert wer­den könnte.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati​can​.va (Screen­shot)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*