Das Griechisch-Orthodoxe Patriarchat von Jerusalem und die Kustodie des Heiligen Landes kündigten am vergangenen Samstag den baldigen Beginn von Restaurierungsarbeiten an der Geburtsgrotte in Bethlehem an, die in der gesamten Christenheit als Stätte der Menschwerdung Christi verehrt wird.
Diese gemeinsame Initiative erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Apostolisch-Armenischen Orthodoxen Patriarchat und steht „unter der Schirmherrschaft der Präsidentschaft des Staates Palästina“, so die Mitteilung auf der Internetseite der Kustodie.
Die Restaurierung wird von dem italienischen Unternehmen ausgeführt werden, von dem bereits die jüngste Instandsetzung der Basilika von Bethlehem durchgeführt wurde, „wodurch Kontinuität in Methodik, Handwerkskunst und künstlerischer Sensibilität gewährleistet ist“, so die Kustodie. Darauf werde besonderer Wert gelegt an einem Ort von so unvergleichlicher sakraler Symbolkraft. Die vorbereitenden Arbeiten sind abgeschlossen, und die eigentlichen Restaurierungsmaßnahmen stehen unmittelbar bevor. Neben den Arbeiten an der Grotte umfaßt das Projekt auch technische Verstärkungen in angrenzenden Bereichen, um sowohl die architektonische Einheit des Heiligtums als auch den Geist der Kooperation zwischen der lateinischen und den östlichen Kirchen zu wahren, der diesen Ort für die gesamte Welt schützt.
Dieses Projekt will die Heilige Grotte für kommende Generationen bewahren und die Würde jenes Ortes sichern, an dem Jesus Christus, der Gottessohn, geboren wurde und wo sich seit zweitausend Jahren Gläubige aller Nationen als Pilger versammeln.

Während der Restaurierungsarbeiten kann die Geburtsgrotte zeitweise ganz oder teilweise geschlossen sein, was bedeutet, daß Pilger sie nicht betreten können. Pilger müssen sich auf Einschränkungen oder Umleitungen einstellen und Geduld oder Flexibilität mitbringen, wenn sie zur eigentlichen Geburtsstätte Jesu hinabsteigen möchten.
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Kustodie des Heiligen Landes (Screenshot)
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