Nach fast einem Jahr provisorischer Unterkunft zog Papst Leo XIV. am 14. März 2026 offiziell in den Apostolischen Palast zurück. Damit endet die ungewöhnliche Phase seines Vorgängers, Papst Franziskus, der sich bewußt für ein Dauerprovisorium im vatikanischen Gästehaus Santa Marta entschieden hatte.
Die frisch renovierte Wohnung im dritten Stock ist nicht nur ein Arbeitsplatz und Wohnsitz, sondern ein Symbol für die Kontinuität der päpstlichen Tradition. Arbeitszimmer, Bibliothek, Kapelle und die restaurierten „Soffittoni“ im Dachgeschoß sind nun fertiggestellt. Sogar ein kleines Fitnessstudio wurde auf Leos Wunsch eingerichtet, um den Alltag des Papstes zu unterstützen.
Beobachter sehen in der Rückkehr mehr als einen Wohnungswechsel: Die Rückkehr in den historischen Palast markiert äußerlich ein klares Ende des „bergoglianischen Zwischenspiels“ und stellt die gewohnte Präsenz des Papstes im Herzen des Vatikans wieder her – sichtbar vom Petersplatz und für die Gläubigen als Zeichen der Kontinuität. Es bleibt die Frage, ob Leo XIV. auch inhaltlich die Bergoglio-Ära hinter sich lassen will.
Text: Giuseppe Nardi
Bild: VaticanMedia (Screenshot)
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