Beim Anblick der Götzenbilder „wurde sein Geist von heftigem Zorn erfasst“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

generalaudienz

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

in der heu­ti­gen Kate­che­se betrach­ten wir das Wir­ken des Apo­stels Pau­lus in Athen, der Haupt­stadt der anti­ken Kul­tur. Beim Anblick der zahl­rei­chen Göt­zen­bil­der „wur­de sein Geist von hef­ti­gem Zorn erfasst“.

Die­ser Zusam­men­stoß mit dem Hei­den­tum jedoch treibt ihn nicht zur Flucht, son­dern zum Dia­log mit jener Kul­tur: Er macht sich mit der Stadt ver­traut und sucht ihre wich­tig­sten Orte und Plät­ze auf, wo er Juden, stoi­schen und epi­kurei­schen Phi­lo­so­phen sowie vie­len ande­ren begeg­net. So begibt er sich in den Mit­tel­punkt einer der berühm­te­sten Insti­tu­tio­nen der anti­ken Welt, auf den Areo­pag, wo er Jesus Chri­stus ver­kün­det. Aus­ge­hend von einem „dem unbe­kann­ten Gott“ geweih­ten Altar, erklärt er sei­nen Zuhö­rern ein­fühl­sam, dass Gott unter den Men­schen wohnt und sich vor denen nicht ver­birgt, die ihn suchen. So kann Pau­lus über die christ­li­che Offen­ba­rung spre­chen, über den Schöp­fer, über die Erlö­sung und das Gericht. Zwar stößt er beim The­ma der Auf­er­ste­hung Chri­sti auf Spott und Hohn, doch bleibt sei­ne Mis­si­on nicht ohne Frucht: Eini­ge Men­schen öff­nen sich für den Glau­ben, so dass das Evan­ge­li­um auch in Athen Wur­zel schla­gen kann. Möge auch heu­te das Licht Chri­sti die Her­zen derer, die ihn noch nicht ken­nen, erleuch­ten und erwär­men.

Von Her­zen grü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che. Der Hei­li­ge Geist las­se euch bestän­dig in der Erkennt­nis Got­tes wach­sen, so dass ihr sei­ne Lie­be und sei­ne Wahr­heit in der Welt ver­brei­ten könnt.

Bild: Vatican.va (Screen­shot)




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