Jugendsynode: Schlußdokument unter Verschluß

„Überraschender“ Besuch des Papstes












Jugendsynode: Franziskus, der zuhörende Papst - aber nicht nur.
Jugendsynode: Franziskus, der zuhörende Papst - aber nicht nur.

(Rom ) Heute wurde der Entwurf für das Schlußdokument der Jugendsynode vorgestellt. Gestern hatte Papst Franziskus „überraschend“ an der Sitzung des Redaktionskomitees für das Schlußdokument teilgenommen.

Heute vormittag erhielten die Synodenväter den Entwurf des Schlußdokuments erklärt und ausgehändigt. Für die Öffentlichkeit bleibt der Inhalt vorerst unter Verschluß. Die heute öffentlich gebotenen Auskünfte erlauben keine wirklichen Rückschlüsse.

Am kommenden Samstag werden die Synodenväter jeden Paragraphen einzeln abstimmen. Damit er angenommen ist, müssen zwei Drittel der Synodalen dafür stimmen.

Vor drei Jahren, zum Abschluß der Familiensynode, wurde die Erstfassung von den Synodalen verworfen. Selbst in der korrigierten Endfassung erhielten die umstrittenen Paragraphen nur knappe Mehrheiten. Ein Paragraph wurde nur mit einer Stimme Mehrheit angenommen. Beobachter halten solche Überraschungen für den Papst bei dieser Synode nicht für wahrscheinlich. Die Zusammensetzung der Synode wurde gründlicher vorbereitet.

Mit Samstag schließen die Synodenarbeiten. Am kommenden Sonntag wird die Synode offiziell mit der Messe abgeschlossen.

Laut Twitter-Eintrag von Erzbischof Peter Comensoli von Melbourne, der Papst Franziskus nahesteht, habe der Papst den „ernsten“ Diskussionen zugehört und „sich Notizen“ gemacht. Erzbischof Comensoli zeigte sich begeistert über einen „zuhörenden“ Papst und schrieb:

„Wath a Show!“

Das Zuhören bei solchen Anläße bedeute aber nicht, daß Franziskus seinen Einfluß nicht geltend mache, nur eben über andere Kanäle. Die Kommissionen sind durch handverlesene Vertraute besetzt, die dafür zuständig sind. Abseits jeder Öffentlichkeit.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Twitter (Screenshot)

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