Ettore Gotti-Tedeschi: Brief an eine Enkelin — nach der Familiensynode

(Rom) Der inter­na­tio­nal bekann­te Ban­kier und Finanzethi­ker Etto­re Got­ti-Tede­schi, von 2009–2012 Prä­si­dent der Vati­kan­bank IOR, ver­faß­te eini­ge Tage nach dem Ende der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie einen Brief an sei­ne soeben zur Welt gekom­me­ne Enke­lin. In die­sem Brief drückt er sein Unbe­ha­gen über die aktu­el­le Situa­ti­on aus, über die gei­sti­ge Ver­faßt­heit der sich glo­ba­li­sie­ren­den Welt und der uni­ver­sa­len Kir­che sowie die Grund­la­gen ihres Han­delns. Eine Kri­tik, die weit über die Fami­li­en­syn­ode hin­aus­reicht.

Der Brief ist ein fik­ti­ver Blick in die Zukunft: klar, nüch­tern und scharf­sin­nig. Und das alles mit einem Schuß Pro­vo­ka­ti­on, denn Aus­druck der von ihm erkann­ten Fehl­ent­wick­lung sei­en fal­sche Prä­mis­sen, irri­ge Schwer­punkt­set­zun­gen und fehl­ge­lei­te­te Bedeu­tungs- und Gewichts­ver­la­ge­rung. Der unter­schwel­li­ge Tenor: die Mensch­heit bedarf einer Auf­rütt­lung, will sie den anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen gewach­sen sein. Das gel­te vor allem für die katho­li­sche Kir­che, beson­ders und in erster Linie für ihre Ober­hir­ten, denn ihnen fal­le eine Haupt­ver­ant­wor­tung für die Welt und die Mensch­heit zu..

Brief an meine Enkelin über die Familiensynode

Brief an meine Enkelin - von Ettore Gotti-Tedeschi
Brief an mei­ne Enke­lin — von Etto­re Got­ti-Tede­schi

von Etto­re Got­ti-Tede­schi

Die­sen Brief schrei­be ich an mei­ne Enke­lin Oli­via, die vor einem Monat gebo­ren wur­de, damit sie in 20 Jah­ren, wenn sie ihn liest, die Welt bes­ser ver­ste­hen kann, in der sie leben wird.

Liebe Olivia,

in 20 Jah­ren könn­test Du den Wunsch ver­spü­ren, hei­ra­ten zu wol­len. Was aber die sakra­men­ta­le Ehe in 20 Jah­ren sein wird, hängt von uns heu­te ab, oder bes­ser gesagt, scheint es, mit­tels Refe­ren­dum, von der Ver­samm­lung der Gläu­bi­gen abzu­hän­gen …
Eine Syn­ode über die Ehe ist vor weni­gen Tagen zu Ende gegan­gen und wenn man die Zei­tun­gen liest, könn­te man zum Schluß kom­men, daß alle tri­um­phiert haben (Pro­gres­si­ve und Kon­ser­va­ti­ve), gera­de so wie wir es nach poli­ti­schen Wah­len gewohnt sind. Liest man den Brief des Syn­oden­se­kre­tärs Kar­di­nal Loren­zo Bal­dis­se­ri an den Cor­rie­re del­la Sera vom 27. Okto­ber, könn­te man den Ein­druck gewin­nen, daß der Betrof­fe­ne (das Volk Got­tes) selbst ent­schei­det, mit­tels Fra­ge­bo­gen befragt, um den Sen­sus fidei her­aus­zu­fin­den. Denn die Her­de ver­fü­ge über den rich­ti­gen „Geruchs­sinn“, um unter­schei­den zu kön­nen, was die Kir­che in den Din­gen zu tun habe, die sie betrifft. Und schließ­lich fin­det der Hei­li­ge Geist auch in der Stim­me der Gläu­bi­gen Wider­hall – natür­lich. Damit aber, so fürch­te ich, wer­den wir, um zu wis­sen, wel­ches Sakra­ment Dich erwar­tet, die Ent­schei­dung der Ver­samm­lung der an der Sache inter­es­sier­ten Gläu­bi­gen abwar­ten müs­sen …

Liebe Olivia,

jede Epo­che hat­te immer ihr Elend, ihre Tra­gö­di­en und auch ihre Grö­ßen. So ist es, seit der Mensch sei­nem Leben und sei­nen Taten einen Sinn zu geben ver­sucht. Und das geschieht schon immer, seit die mora­li­schen Auto­ri­tä­ten der ver­schie­de­nen Reli­gio­nen ver­su­chen, die Grün­de für Gut und Böse zu erklä­ren. Dei­ne Epo­che läuft aber Gefahr, daß die mora­li­schen Auto­ri­tä­ten ver­schwin­den, daß sie in einer glo­ba­len Welt rela­ti­viert und gleich­ge­schal­tet wer­den unter dem Vor­wand, glo­ba­le Kon­flik­te ver­mei­den zu wol­len, die durch Dog­men und Fun­da­men­ta­lis­men ver­schul­det sei­en, die vor allem im Zuge der Evan­ge­li­sie­rung Ver­brei­tung fän­den. Ich fürch­te, daß die mora­li­schen Auto­ri­tä­ten nicht mehr die­sel­ben sein wer­den und das zum Scha­den für die Kennt­nis der Wahr­heit und die Errun­gen­schaft des Glau­bens. Du wirst es selbst fest­stel­len, wenn Du in eini­gen Jah­ren Reli­gi­ons­un­ter­richt erhal­ten wirst.

Wem ande­ren soll­te man die Ver­ant­wor­tung für all das zuschrei­ben, wenn nicht der Gno­sis, die über­all siegt? In der Phi­lo­so­phie ist es ihr gelun­gen, selbst das zu rela­ti­vie­ren, was abso­lut ist. In der Anthro­po­lo­gie ist es ihr gelun­gen, den Men­schen sich selbst zu einem mehr oder weni­ger intel­li­gen­ten Tier zurück­zu­stu­fen, das ein Krebs­ge­schwür für die Natur ist. In der Wirt­schaft ist es ihr gelun­gen, glau­ben zu machen, daß das wirt­schaft­li­che Elend die Moral her­vor­ge­bracht hat. In Wis­sen­schaft und Tech­nik ist es ihr gelun­gen, glau­ben zu machen, daß bei­de über eine mora­li­sche Auto­no­mie ver­fü­gen müs­sen.

Die mora­li­schen Auto­ri­tä­ten (der ver­schie­de­nen Reli­gio­nen) reagie­ren auf unter­schied­li­che Wei­se auf die­se Zurück­drän­gung. In eini­gen Krei­sen und Kul­tu­ren reagie­ren sie mit Gewalt. In ande­ren las­sen sie sich ein­schüch­tern aus Angst, aus­ge­grenzt zu wer­den. Und um nicht als Fun­da­men­ta­li­sten zu gel­ten, gehen sie sogar soweit, die Sün­de, den Irr­tum und die Unord­nung zu recht­fer­ti­gen und geschickt zu ver­schlei­ern.

Liebe Olivia,

die Welt, in der Du groß wirst, wird die Evo­lu­ti­ons­theo­rie behaup­ten, doch in Wirk­lich­keit evol­viert sich der Men­schen, das Geschöpf Got­tes, wild. In die­ser Welt, in der Du auf­wächst, wirst Du eini­gen Gefah­ren begeg­nen. Um in die­sen Gefah­ren bestehen zu kön­nen, wirst Du gut vor­be­rei­tet sein müs­sen.
Die erste Gefahr wird dar­in bestehen, nicht zu ver­ste­hen, ob die Wahr­heit vor oder nach der Frei­heit kommt, sie zu suchen, und ob sie nur aus dem Dia­log mit ande­ren Wahr­hei­ten ent­steht oder unab­hän­gig davon exi­stiert.
Die zwei­te Gefahr wird dar­in bestehen, nicht ver­ste­hen zu kön­nen, was die Ursa­che der Übel ist, die den Men­schen quä­len, ob es wirk­lich die wirt­schaft­li­che Unge­rech­tig­keit ist oder doch die mora­li­sche Unge­rech­tig­keit.
Eine wei­te­re Gefahr wird in der Anstren­gung lie­gen, die sub­ti­le Schwie­rig­keit in der Ent­schei­dung zwi­schen Barm­her­zig­keit und Gerech­tig­keit zu ver­ste­hen, wenn die­se im Kon­flikt mit­ein­an­der schei­nen.
Die­se und vie­le ande­re Gefah­ren wer­den um so grö­ßer, wenn die mora­li­schen Auto­ri­tä­ten die Was­ser trü­ben, indem sie es auf­ge­ben, den Ideen und den Ver­hal­tens­wei­sen des Men­schen Ori­en­tie­rung zu geben und die­se zu kor­ri­gie­ren; wenn sie statt des­sen sich die­sen anpas­sen, indem sie sie ent­schul­di­gen und anneh­men, anstatt sie umzu­wan­deln. Mit ande­ren Wor­ten gesagt: indem sie sich der Zeit anpas­sen, die eine evo­lu­ti­ve Dyna­mik im Ver­ständ­nis der Natur­ge­set­ze ver­lan­ge.

Die Hei­li­ge Kir­che wuß­te durch die Zei­ten, dank der Hei­li­gen, Ver­än­de­run­gen zu wir­ken, um die Feh­ler der Men­schen zurecht­zu­bie­gen: man den­ke an die Häre­si­en, an den Pro­te­stan­tis­mus, an den Moder­nis­mus.

Heu­te aber gelingt es der Gno­sis, sogar dort die Wahr­heit zu leug­nen, wo die­se ist, und selbst dort die Gewis­sens­frei­heit hin­zu­set­zen, wo die­se nicht hin­ge­hört. Der Gno­sis gelingt es heu­te, der Kir­che das Recht abzu­spre­chen, zu evan­ge­li­sie­ren (aus Respekt vor ande­ren Kul­tu­ren) und von ihr zu for­dern, dem (so schlecht wie kaum je gebil­de­ten) Gewis­sen die Ent­schei­dung zu über­las­sen, was Gut und was Böse ist. Das ist, als wür­de man einen Blin­den auf­for­dern, ohne jede Hil­fe eine stark befah­re­ne Stra­ßen­kreu­zung zu über­que­ren, und ihn damit der Gefahr aus­zu­set­zen, nie­der­ge­fah­ren zu wer­den. Man ver­langt von der Kir­che, dem Men­schen die Frei­heit zu las­sen, nach sei­nem Gewis­sen zu bestim­men, was für ihn gut ist, ohne dar­über nach­zu­den­ken, daß das gleich­be­deu­tend ist, eine Maus vor einen wohl­rie­chen­den Käse zu set­zen, der mit einer gut­ge­tarn­ten, töd­li­chen Fal­le ver­bun­den ist. Man ver­langt von der Kir­che, den Gläu­bi­gen die Ent­schei­dung über die Rei­fe ihres Gewis­sens zu über­las­sen, um zur Her­de zurück­zu­keh­ren.

Das alles erlaubt es mir, Dir, lie­be Oli­via, gleich­zei­tig zu erklä­ren, war­um es die glo­ba­le Erd­er­wär­mung gibt. Es gibt sie, weil die Zahl der See­len so groß ist, die auf dem Weg sind, in der Höl­le zu bren­nen, wegen der sich aus­brei­ten­den Ver­wir­rung in der Leh­re.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Scol­pict

12 Kommentare

  1. So weit sind wir gekom­men, dass ein besorg­ter GROSS­va­ter sei­ner Enke­lin schrei­ben muss,
    wel­che Gefah­ren ihr in der Welt und beson­ders von der Kir­che dro­hen. Alles bezo­gen auf die Sy-
    node und den abseh­ba­ren Ergeb­nis­sen, vor allem ihren Aus­wir­kun­gen für die Zukunft. Deut­lich
    spürt Etto­re Got­ti Tede­schi die Gefahr die für die Kir­che der Zukunft besteht, so wie vie­le Mit­chris-
    ten es auch emp­fin­den. Es wird viel­leicht Wirk­lich­keit für die Enke­lin, dass sie in zwan­zig Jah­ren
    kei­nen Glau­ben mehr vor­fin­det. Die katho­li­sche Kir­che wird eine ande­re sein, viel­leicht ohne Sa-
    kra­men­te. Jesus sel­ber fragt im Evan­ge­li­um, ob er noch Glau­ben vor­fin­den wird ! Wenn man be-
    denkt, wie sich die katho­li­sche Kir­che ent­wickelt hat, ohne Reli­gi­ons­un­ter­richt, ohne Mis­sio­nie­rung,
    mit Anti-Wei­he­prie­ster­tum, Aller­lö­sung, Lai­en­tum und damit Entsa­kra­li­sie­rung, kann man schon
    mut­los wer­den. Aber Gott sei Dank ist Gott immer noch HERR der Geschich­te und alles kann an-
    ders kom­men, als wir uns das vor­stel­len kön­nen.

  2. Ins­be­son­de­re zum Schluss die­ses Brie­fes wird deut­lich, dass die Beru­fung auf das Gewis­sen, die von den Befür­wor­tern einer „pasto­ra­len Pra­xis“ im Umgang mit den wG pro­pa­giert wird, eine Erklä­rung des­sen, was sie unter „Gewis­sen“ ver­steht, schul­dig bleibt.

    Im Grun­de mei­nen die­se Leu­te nicht das „Gewis­sen“, son­dern eine Lizenz dazu, sich ohne wei­te­re Gewis­sens­prü­fung Trie­ben und Gelü­sten, schein­ba­ren All­tags­zwän­gen und sozia­len Erwar­tun­gen mit einer gro­ßen Träg­heit zu erge­ben.

    Wie es einst Kar­di­nal New­man in Oppo­si­ti­on zu den durch die Maxi­ma­li­sten gepusch­ten Vor­gän­gen auf dem Vati­ca­num I so inten­siv durch­dach­te, ist in der Kir­che immer schon NATÜRLICH das per­sön­li­che Gewis­sen die letz­te Instanz gewe­sen und bleibt das auch.
    Andern­falls wäre der Mensch ja nicht in der Lage, Gott mehr zu gehor­chen als den Men­schen. Und dass gera­de der Kle­rus aufs Erbärm­lich­ste von Anfang immer wie­der ver­sagt hat und fast alle Miss­stän­de in der Kir­che von Anfang an auf untreue oder fei­ge oder unklu­ge Hir­ten zurück­geht, ist eine Tat­sa­che.
    Es wäre abso­lu­ter Wahn­sinn, den Gläu­bi­gen die­sem wan­kel­mü­ti­gen Kle­rus im Gewis­sen aus­zu­set­zen und zu ver­pflich­ten.
    Der Gläu­bi­ge weiß, dass ein­mal gesetz­te Leh­ren der Kir­che wahr sind. Aber des­we­gen ist die Art und Wei­se, wie dies ver­tre­ten wird durch den Kle­rus, nicht zwangs­läu­fig wahr. Allei­ne schon des­halb nicht, weil der Kle­rus sich seit Jahr­tau­sen­den strei­tet über die­se Art und Wei­se.
    Wem soll man glau­ben?
    Auch wenn der Katho­lik sich immer an der regu­la pro­xi­ma (also dem aktu­el­len Lehr­amt), ori­en­tiert, kann er das nicht in dem skla­vi­schen Sin­ne tun, wie sich die Maxi­ma­li­sten dies vor­ge­stellt haben. Sie haben die Gläu­bi­gen damit dem Wolf aus­ge­lie­fert.
    Wir sehen das heu­te erst in aller Schär­fe.

    Was stün­de also an?

    Eine Gewis­sens­bil­dung des Gläu­bi­gen — das ist es, was fehlt.
    Eine Klä­rung des­sen, was Gewis­sen über­haupt ist.
    Gewis­sen ent­steht auf­grund des „WIs­sens“, das man zuerst erwer­ben muss. Ein rein gefühls­mä­ßi­ges, unge­bil­de­tes Gewis­sen ist unmög­lich. Dabei kommt nur Per­ver­si­on und Hoch­mut her­aus.
    Das Ver­säum­nis liegt her aller­dings auf allen Sei­ten, denn auch die soge­nann­ten „Glau­bens­treu­en“ haben alles getan, um die Gewis­sen nicht zu bil­den, son­dern unter ihre Knu­te zu bekom­men. Dabei ist auch nur Res­sen­ti­ment, Dün­kel gegen alle ande­ren und Repres­si­on des frei­en Den­kens und Prü­fens her­aus­ge­kom­men.
    Wie vie­le sol­cher eif­ri­gen „kon­ser­va­ti­ven“ Gläu­bi­gen sind irgend­wann aus die­ser Dop­pel­mo­ral abge­stürzt? David Ber­ger ist da nur die Spit­ze des Eis­bergs…

    Wir sind laut hl. Pau­lus zur Frei­heit beru­fen und nicht zum Zwang. Wir sol­len nicht heu­cheln und uns nicht gei­stig beset­zen las­sen, auch nicht von schein­bar from­men Leu­ten.

    Jeder Katho­lik, auch der klein­ste, wäre gehal­ten, alles dar­an zu set­zen, sein „Wis­sen“ um den Glau­ben zu ver­tie­fen, damit sich über­haupt so etwas wie ein per­sön­li­ches Gewis­sen („Con-sci­en­tia“= Mit-Wis­sen) bil­den kann.

    Allein, die Pho­bie gera­de der Frömm­sten dage­gen ist Legi­on…

  3. In 20 Jah­ren wird die­ser Brief hin­fäl­lig sein, da bis dahin die Welt ent­we­der nicht mehr sein wird, oder wir in das blü­hend­ste Zeit­al­ter von Reli­gi­on und Kir­che ein­ge­tre­ten sind. Ein dazwi­schen wird es dann nicht mehr geben.
    SEIN oder NICHTSEIN — das ist hier die Fra­ge!

  4. Der Begriff „Gewis­sen“ ist ein schwe­res Wort. Es ist ein erfun­de­nes Wort und von Beginn an war es bedeu­tungs­schwan­ger nega­tiv auf­ge­la­den. Der Begriff wur­de benutzt, um sich von vorn­her­ein grund­sätz­lich gegen die Gebo­te Got­tes und die Leh­ren der Kir­che und die Anfor­de­run­gen christ­li­chen Lebens zu stel­len.
    An jeman­des Gewis­sen zu appel­lie­ren ist ein Unding an und für sich. „Ich appel­lie­re an dein Gewis­sen“. — Hey, was soll das! Und sonst gehts dir gut. Oder:„Sire, ich for­de­re Gewis­sens­frei­heit!“- So etwas sag(t)en Über­zi­vi­li­sier­te, Gelang­weil­te. Bes­ser wäre es für die­je­ni­gen, Holz zu sägen, mit der Hand­sä­ge, oder den Gar­ten umzu­gra­ben. Das sind erprob­te Mit­tel gegen dum­me, über­flüs­si­ge Gedan­ken.

    Man soll­te so etwas nie­mals tun, an jeman­des „Gewis­sen“ appel­lie­ren, selbst wenn man es noch so gut und rich­tig meint und es tat­säch­lich noch so gut und rich­tig ist. Man appel­lie­re mal an die „Gewis­sen“ der Ärz­te, die abtrei­ben. Den „Hokus­po­kus“ kann man sich spa­ren. Man kann sagen: hören Sie auf mit ihrem blu­ti­gen Hand­werk. Das ver­ste­hen sie eher.

    Weil der Begriff Gewis­sen in sich ver­kehrt ist und etwas ein­for­dert, was unmög­lich ist, des­we­gen soll­te nie­mand mit die­sem Begriff ope­rie­ren m. Er. Die Ergeb­nis­se sieht man ja: da wird dann mit dem Begriff „auto­no­mes Gewis­sen“ ope­riert; irgend­wie nicht zu Unrecht.
    Man begibt sich bei Ver­wen­dung des Begriffs Gewis­sen in einen Kreis­ver­kehr und kommt da nicht her­aus, selbst nicht mit dem besten Scharf­sinn.

    • Das ist sach­lich falsch.
      Der Gewis­sens­be­griff ist älter, kommt auch in der Scho­la­stik vor als con­sci­en­tia.
      Es geht dabei um die Not­wen­dig­keit, dass jeder nur dem wirk­lich fol­gen darf, wovon er im Ernst über­zeugt ist.

      „Die Über­zeu­gung, die du selbst hast, sollst du vor Gott haben. Wohl dem, der sich nicht zu ver­ur­tei­len braucht bei dem, was er für recht hält.“ (Röm 14, 22)

      Die­se Ein­schrän­kung ist enorm wich­tig, weil ein Mensch sonst völ­lig unge­schützt dem Gewis­sens­zu­griff eines ande­ren Men­schen aus­ge­setzt wäre.

      Die des­po­ti­sche Ver­ur­tei­lung des Gewis­sens, wie Sie sie vor­tra­gen, ist in sich selbst ein­deu­tig dem Schrift­wort ent­ge­gen.

      • Ihr letz­ter Satz stimmt über­haupt nicht. Man muß/sollte immer auf dem Tep­pich blei­ben und die Din­ge mit prak­ti­scher Ver­nunft ange­hen und nicht wie ein Stu­ben­ge­lehr­ter es viel­leicht tut. Vie­len Stu­ben­ge­lehr­ten hät­te kör­per­li­che Arbeit sehr viel genutzt mei­ner Ansicht nach, weil kör­per­li­che Arbeit, im Gei­ste Chri­sti ver­rich­tet, demü­tig und auch wis­send macht. Bei­spiel: der hl. Apo­stel Pau­lus und ande­re Apo­stel. So ist das.

        Da wer­den oder wur­den Begrif­fe in die Welt gesetzt, die nicht ohne Grund strei­tig sind. Das ist dann der Stoff, der man­chen Theo­lo­gen ihren Job über die Jahr­hun­der­te soz. sichert, also von einer Theo­lo­gen­ge­nera­ti­on zur näch­sten.
        Das sog. Gewis­sen ist jeden­falls nicht die „Instanz“, die über gut und böse ent­schei­det. Es ist das Herz, das von Gott beur­teilt und gerich­tet wird.

        Es gibt kei­ne Gewis­sens­fra­gen. Ent­we­der ist eine Sache, ein Pro­blem usw. mit prak­ti­scher, „sach­li­cher“ und natür­li­cher Ver­nunft zu beur­tei­len oder wenns wirk­lich um soz. letz­te Din­ge geht mit dem Her­zen, das sich auf Gott, Jesus Chri­stus hin aus­rich­tet und um Erleuch­tung bit­tet. Oft aber auch wirkt bei­des zusam­men. So auch beim hl. Apo­stel Pau­lus, den Sie hier zu Wor­te kom­men las­sen.

  5. Lie­be Oli­via,
    Dein Opa hat zwar recht, soll­te die Ent­wick­lung so wei­ter­ge­hen, wäre Dei­ne Zukunft sehr sehr düster. Doch ich gebe Dir Hoff­nung, daß aller Vor­aus­sicht nach bis dahin die Zeit des Frie­dens gekom­men sein wird. Es ist gut, daß Dir die Zeit vor­her ver­bor­gen sein wird, denn sie ist sehr schau­rig. Böse Men­schen kämp­fen mit ihren Waf­fen und sie kämp­fen gegen den lie­ben Gott. Doch dann wird es auf unse­rem Pla­ne­ten Erde auf ein­mal ganz fin­ster — drei Tage lang. Die Bösen, die die Welt so bös gemacht haben, wird Gott dann aus­lö­schen. Er wird Sei­ne Erde rei­ni­gen — mit Feu­er! Danach wird die Son­ne wie­der schei­nen und ER hat die Erde wie­der ganz schön gemacht. Dein Schutz­en­gel ersehnt sich die­se Zeit instän­dig her­bei. Denn die hei­li­gen Engel wer­den dann die Men­schen zu gro­ßer Got­tes­furcht anlei­ten. Dann wirst Du es fer­tig­brin­gen, Dein Tauf­kleid unbe­fleckt zum Trau­al­tar zu brin­gen und Du darfst mit Freu­de ein schö­nes wei­ßes Braut­kleid anzie­hen, wenn Du das Sakra­ment der Ehe emp­fängst.

    Es gab vor über 150 Jah­ren einen sehr from­men Prie­ster, der in die Zukunft blicken durf­te. Nach all dem Schlim­men, was er gese­hen hat, sah er aber auch den von der Mut­ter­got­tes ver­hei­ße­nen Frie­den. Der Prie­ster hieß Hand­wer­cher. Er schrieb alles Geschau­te auf und faß­te es in Vers­form. Einen klei­nen Teil — den schö­nen — will ich Dir ver­ra­ten. Er sah näm­lich, wie es sein wird, wenn Gott der Welt Sei­nen Frie­den schen­ken wird:

    Herr­lich wölbt sich das Gebäu­de
    Wie ein kla­rer Regen­bo­gen
    Offen sind die wei­ten Pfor­ten
    Dass hin­ein die Völ­ker wogen.

    Arm sind alle Erden­schät­ze
    Vor dem Wun­der­werk der Zei­ten
    Nichts Salo­mo­nis Tem­pel gegen
    Die­ses Bau­es Herr­lich­kei­ten.

    Und ich dach­te hoch­ent­zücket:
    Wel­che Kir­che wird dies wer­den
    Ach, ist die­se Woh­nung Got­tes
    Nicht zu herr­lich für die Erden?

    Von dem­sel­ben Tem­pel­baue
    Den ich sah zum ersten Male
    Unver­gleich­lich herr­lich strah­lend
    Sah ich wie­der das Por­ta­le.

    Durch die off’nen Flü­gel­to­re
    Sah ich jetzt zum Hoch­al­ta­re
    Dor­ten aus­ge­spannt am Kreu­ze
    Hing das Opfer­lamm, das wah­re.

    In dem Him­mel wie auf Erden
    Ihm die Knie alles bie­get
    Und ich hör­te eine Stim­me:
    „JESUS CHRISTUS hat gesie­get.“

    Zur Mon­stran­ze wählt die Jugend
    Sich des Wal­des schön­ste Fich­te
    Und es strahlt im grü­nen Zel­te
    JESU HERZ in mil­dem Lich­te.

    Hoch­ent­zückt von dem Gesich­te
    Sank ich auf die Tem­pel­stu­fen
    Und in Preis und Dank ergos­sen
    Hat mein Herz zu GOTT geru­fen:

    O wie fromm ist die­se Jugend
    O wie fromm die gan­ze Her­de!

  6. Lie­be Oli­via, die Hei­li­gen sagen noch mehr:
    „O KÄME DOCH SCHON DIESE FLUT DES REINEN LIEBESFEUERS, DAS DER HEILIGE GEIST AUF DER GANZEN ERDE SO GEWALTIG ENTZÜNDEN WIRD

    Vor­her aber muß die Erde gerei­nigt wer­den von den bösen Men­schen.
    Die­ses Lie­bes­feu­er wird so gewal­tig sein, daß sol­ches auf Erden nie­mals gese­hen wur­de. Herr­lich, sieg­reich und erlö­send wird es sein, doch nur für jene, die nach der Rei­ni­gung der Erde noch übrig blei­ben. Vie­le Fein­de Got­tes wer­den dann nicht mehr sein!

    DER TRIUMPH DER EINEN HEILIGEN KATHOLISCHEN KIRCHE WIRD KOMMEN
    und wird alles Vor­an­ge­gan­ge­ne, allen vor­he­ri­gen Tri­umph, über­tref­fen.“

    Bemer­kens­wert sind die Wor­te des PAPSTES PIUS‘ IX., die er in einem Bre­ve am 6.1.1873 an den Prie­ster Jakob Mar­got­ti, Turin, gerich­tet hat. Zunächst weist der Papst dar­auf hin, daß von den Mäch­ten der Erde nicht nur die Rech­te der Kir­che bedroht wer­den wie in frü­he­ren Zei­ten, son­dern auch die kirch­li­che Gewalt selbst. Er fährt fort: „Aus der Wild­heit des so gro­ßen und dop­pel­sei­ti­gen Kamp­fes, der durch Got­tes Zulas­sung gegen die Kir­che ent­brannt ist, kön­nen die Gläu­bi­gen leicht erken­nen, daß nach der unwi­der­ruf­li­chen gött­li­chen Pro­phe­zei­ung der Kir­che selbst ein Tri­umph berei­te­tet wer­den wird, der alle vor­her­ge­hen­den an Voll­kom­men­heit und Glanz über­tref­fen wird.“

    GOTT schen­ke Dir die Freu­de die­ser Zeit.

    • Laut Visio­nen ver­schie­de­ner Hei­li­ger und Sehern wird es in 20 Jah­ren kei­nen Islam mehr geben, son­dern nur noch EINEN HIRTEN und EINE HERDE !!

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