Ius primae noctis - Le Nozze di figaro
Hintergrund

Die Mär vom Ius primae noctis

(Köln) Wer erin­nert sich nicht an die dra­ma­ti­sche Sze­ne im Kino­film „Bra­ve­he­art“ von Mel Gib­son, in der ein eng­li­scher Feu­dal­herr auf einer schot­ti­schen Hoch­zeit das Ius pri­mae noc­tis ein­for­dert und die soeben ange­trau­te Braut fort­schleppt? Der Zuschau­er fühlt und lei­det mit. Doch nichts dar­an ist wahr. Ein „Recht der ersten Nacht“ hat es nie gege­ben,
Katholischer Widerstand
Christenverfolgung

Katholischer Widerstand gegen Revolution, Jakobiner und Napoleon

von Giu­sep­pe Nar­di Der katho­li­sche Wider­stand gegen die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on und spä­ter Napo­le­on Bona­par­te fin­det in der all­ge­mei­nen Geschichts­schrei­bung wenig Beach­tung oder ver­schwin­det hin­ter ande­rer Wider­stands­mo­ti­va­ti­on. Dabei durch­zog eben die­ser Wider­stand wei­te Tei­le des katho­li­schen Euro­pas als Volks- und Mas­sen­be­we­gung und war auf der psy­cho­lo­gi­schen Ebe­ne wirk­mäch­ti­ger als der Wider­stand der Staaten.
C9-Kardinalsrat: Plant Papst Franziskus einen massiven Umbau? Gleich vier von neun Mitgliedern könnten ersetzt werden.
Hintergrund

Papst Franziskus plant den C9-Kardinalsrat umzubauen

(Rom) Papst Fran­zis­kus will erst­mals seit des­sen Errich­tung die Zusam­men­set­zung des C9-Kar­­di­nal­s­ra­tes ändern. Gerüch­te dazu gibt es schon län­ger. In den ver­gan­ge­nen Tagen häuf­ten sie sich jedoch. Bis zu vier der neun Kar­di­nä­le könn­ten dem­nach ersetzt wer­den, weil das Gre­mi­um ange­schla­gen ist, und daher auch das Pon­ti­fi­kat ange­schla­gen ist.
Anna Katharina Emmerick
Hintergrund

Zwei Päpste und die Protestantisierung der katholischen Kirche

(Coesfeld/​​Rom) Am 3. Okto­ber 2004 erhob Papst Johan­nes Paul II. durch Selig­spre­chung die deut­sche Ordens­frau Anna Katha­ri­na Emme­rich zu den Altä­ren. Die Seli­ge wur­de 1774 in Coes­feld im Mün­ster­land gebo­ren und starb 1824 im Klo­ster Agne­ten­berg in Dül­men. Die aus einer Bau­ern­fa­mi­lie stam­men­de Non­ne wird von der Welt­kir­che als Mysti­ke­rin und stig­ma­ti­sier­te Sehe­rin ver­ehrt. Dank
Luther
Hintergrund

Dieser Türke von einem Luther

Mit dem Tod Selims I. des Grau­sa­men (des Schreck­li­chen, des Gestren­gen) wur­de 1520 Süley­man I. der Präch­ti­ge Sul­tan des Osma­ni­schen Reichs und Kalif der Mos­lems. 1521 drang er in das christ­li­che Euro­pa vor und erober­te Bel­grad, die Haupt­stadt der ortho­do­xen Ser­ben. Nach­dem er die Johan­ni­ter von Rho­dos ver­trie­ben hat­te, schlug er 1526 bei Mohacs das
Kardinal Giuseppe Siri mit Papst Pius XII.
Hintergrund

„Progressismus ist mit dem Relativismus deckungsgleich“

(Genua) 1975 ver­öf­fent­lich­te Giu­sep­pe Kar­di­nal Siri, der Erz­bi­schof von Genua (1946–1987) in der Kir­chen­zei­tung sei­ner Diö­ze­se eini­ge Gedan­ken zur kirch­li­chen Ent­wick­lung. Der damals 52jährige Kar­di­nal galt 1958 als Favo­rit und Wunsch­nach­fol­ger Pius XII. auf dem Papst­thron. Im Kon­kla­ve von 1963 war er der Gegen­spie­ler von Kar­di­nal Mon­ti­ni, dem spä­te­ren Papst Paul VI., dem er unterlag.
Inquisition
Hintergrund

Blutigste Hexenjagd im protestantischen Deutschland

(Rom) Eine ein­fa­che Umfra­ge unter Deut­schen nach Inqui­si­ti­on und Hexen­jagd wür­de wenig über­ra­schen­de Ergeb­nis­se an den Tag brin­gen. Bei­de Phä­no­me­ne gel­ten als blut­rün­stig, als fin­ster­stes Mit­tel­al­ter und wer­den mit reli­giö­sem Fana­tis­mus, Spa­ni­en und dem päpst­li­chen Rom, auf alle Fäl­le jeden­falls mit der katho­li­schen Kir­che in Ver­bin­dung gebracht. Im 19. Jahr­hun­dert wur­de die anti­ka­tho­li­sche Ankla­ge häu­fig
Pius X.
Hintergrund

Ein Danktelegramm der Osmanen an den Papst

(Rom) In den von euro­päi­schen Mäch­ten geführ­ten Kolo­ni­al­krie­gen des 19. und 20. Jahr­hun­derts wur­de auch die Reli­gi­on als poli­ti­sches Instru­ment ein­ge­setzt, um die ein­hei­mi­schen Völ­ker von der „histo­ri­schen Not­wen­dig­keit“ des Kolo­nia­lis­mus zu über­zeu­gen oder auch zur Recht­fer­ti­gung kolo­nia­ler Erobe­run­gen. Der bekann­te Histo­ri­ker Pater Gio­van­ni Sale befaß­te mit einem Kapi­tel die­ser Geschich­te: der ita­lie­ni­schen Mili­tär­ex­pe­di­ti­on zur
Risiko-Ökumene
Hintergrund

Die Risiko-Ökumene von Papst Franziskus

(Rom) Auch im Bereich der Öku­me­ne geht Papst Fran­zis­kus neue Wege. Von „Brü­dern und Mes­sern“ spricht der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster und bezeich­net die neu­en Wege als „ris­kan­te Ökumene“.
Papst Franziskus und die Diktatoren Lateinamerikas
Hintergrund

„Staatsstreich im Namen des Papstes“

(Bue­nos Aires) Die Soli­da­ri­täts­be­kun­dung von Papst Fran­zis­kus für den in Bra­si­li­en wegen Kor­rup­ti­on inhaf­tier­ten Ex-Staats­­prä­­si­­den­ten Luiz Iná­cio Lula da Sil­va schlägt in Latein­ame­ri­ka hohe Wel­len. Ein Teil der Medi­en ver­sucht den Vor­fall klein­zu­re­den oder zu recht­fer­ti­gen. Ein ande­rer Teil sieht dar­in eine Ein­mi­schung in die inner­staat­li­chen Ange­le­gen­hei­ten aller Staa­ten eines gan­zen Halb­kon­ti­nents. Gemeint ist nicht