Christus ist gleichsam Priester, Altar und Opferlamm

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

die hei­li­ge Mes­se ist ein ein­zi­ger Akt der Got­tes­ver­eh­rung, der aus ver­schie­de­nen Tei­len besteht. In der heu­ti­gen Kate­che­se wol­len wir die Ein­gangs­ri­ten betrach­ten. Wenn der Prie­ster wäh­rend des Eröff­nungs­ge­sangs an den Altar tritt, ver­neigt er sich, küsst ihn und inzen­siert ihn mit Weih­rauch zum Zei­chen der Ver­eh­rung.

Die­se Riten zei­gen uns, dass die hei­li­ge Mes­se die lie­ben­de Begeg­nung mit Chri­stus ist, der sich dar­ge­bracht hat zu unse­rem Heil und gleich­sam Prie­ster, Altar und Opfer­lamm ist (vgl. 5. Oster­präf­a­ti­on). Der Altar als Zei­chen für Chri­stus ist daher das Zen­trum der Eucha­ri­stie­fei­er. Der Zele­brant eröff­net das gemein­sa­me Beten mit dem Kreuz­zei­chen, da die Lit­ur­gie immer ein Han­deln „im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Gei­stes“ ist, der Lie­be des drei­fal­ti­gen Got­tes, der sich uns im gekreu­zig­ten Chri­stus offen­bart. Mit dem lit­ur­gi­schen Gruß des Prie­sters „Der Herr sei mit euch“ und der Ant­wort des Vol­kes „Und mit dei­nem Gei­ste“ drückt die gan­ze ver­sam­mel­te Gemein­de ihre Ein­heit im Glau­ben und ihre Lie­be zum Herrn aus. Im Buß­akt beken­nen wir vor Gott und den Men­schen, dass wir Sün­der sind, um durch den Tod und die Auf­er­ste­hung des Erlö­sers zum Leben der Gna­de geführt zu wer­den.

Herz­lich hei­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che will­kom­men. In weni­gen Tagen fei­ern wir die Geburt des Herrn. Ich wün­sche euch, dass ihr die Gegen­wart und Nähe des mensch­ge­wor­de­nen Got­tes erfahrt, die uns Freu­de und Frie­den schenkt. Gott seg­ne euch alle.