„Jesu Name sei gepriesen“ — Neuerscheinung zur Verehrung des heiligsten Namens Jesu

Der heiligste Namen Jesu. Neues Buch des Theologen und Juristen Markus Büning befaßt sich mit seinem Geheimnis und seiner Verehrung. Christogramm in der Sonne wies es vom heiligen Bernhard von Siena (1380-1444) entworfen wurde.
Der heiligste Namen Jesu. Neues Buch des Theologen und Juristen Markus Büning befaßt sich mit seinem Geheimnis und seiner Verehrung. Christogramm in der Sonne wies es vom heiligen Bernhard von Siena (1380-1444) entworfen wurde.

„Jesu Name sei geprie­sen! Zugän­ge zum Geheim­nis des hei­lig­sten Namens Jesu“, heißt ein neu­es Buch, mit dem der Theo­lo­ge und Jurist Mar­kus Büning ein zen­tra­les The­ma katho­li­scher Fröm­mig­keit auf­greift: die Ver­eh­rung des hei­lig­sten Namens Jesu. Gegen­stand der Neu­erschei­nung ist dabei nicht nur der hagio­gra­phi­sche Zugang zum The­ma. Der Autor stellt zunächst die bibli­schen Grund­la­gen die­ses Glau­bens­ge­heim­nis­ses dar. Zudem nimmt er die Ver­eh­rung des Jesus­na­mens in der Lit­ur­gie der Kir­che in den Blick.

"Jesu Name sei gepriesen"
„Jesu Name sei geprie­sen“

Mit einem öku­me­ni­scher Sei­ten­blick auf die evan­ge­li­sche Fröm­mig­keit des Namens Jesu ver­sucht er neue Per­spek­ti­ven zu erschlie­ßen. Sei­ne Über­le­gun­gen schließt der Autor mit einem Gebets­teil. Der Über­gang vom Lesen zum Beten ist dabei bewußt inten­diert: „Alle Ehre sei dem hei­lig­sten Namen Jesu!“, so der Autor.

„Nomen est omen!“ – Die­se latei­ni­sche Redens­art, die ursprüng­lich vom römi­schen Komö­di­en­dich­ter Plau­tus (um 250–184 v. Chr.) stammt, stellt Büning an den Beginn sei­ner Gedan­ken über den hei­lig­sten Namen Jesu und des­sen Ver­eh­rung. Frei über­setzt besagt die­ser Sinn­spruch: „Der Name ist Pro­gramm!“ Genau das ist der Name „Jesus“, ein Pro­gramm, ja das Heils­pro­gramm des Vaters für alle Men­schen: „Gott ret­tet! Gott will euch erlö­sen! Gott ist euer Hei­land! Dar­um sei geprie­sen der Name Jesu!“

Der Autor schreibt: „Ja, der Name Jesu ist ein sol­cher Pro­gramm­na­me: Er kün­digt uns an, was Jesus letzt­lich für uns will: Unser Heil! Dar­um ist die­ser Name an sich auch unend­lich wirk­mäch­tig, ver­mag er doch die Mäch­te der Fin­ster­nis zu ver­trei­ben. Gera­de in einer Zeit, in der es in der Welt und in der Kir­che fin­ster gewor­den ist, bedarf es wie­der der Gewiss­heit um die Mit­tel, die uns im Kampf gegen das Böse zur Sei­te ste­hen. Hier kommt der Anru­fung des Namens Jesu eine ent­schei­den­de Bedeu­tung zu. Nicht umsonst hat Johan­na von Orlé­ans auf ihr Ban­ner, wel­ches sie in den Schlach­ten gegen die Eng­län­der bei sich führ­te, den Namen „Jesus“ sticken las­sen. In die­sem Namen konn­te sie die lang andau­ern­de und unge­rech­te Besat­zungs­macht aus ihrer Hei­mat, übri­gens im Auf­trag Got­tes, ver­trei­ben. Auch wir, ein jeder von uns, soll­te dar­um wis­sen, wel­che frem­den Mäch­te ver­su­chen, unse­re See­len zu beset­zen. Fol­gen­de Bei­spie­le sei­en hier genannt: die Angst vor Ein­sam­keit, das Miss­trau­en gegen­über unse­ren Mit­men­schen, die Angst vor Gott und das hem­mungs- und rück­sichts­lo­se Stre­ben nach Kar­rie­re, Luxus, Essen, Trin­ken und Sex. All dies sind bedroh­li­che Besat­zungs­mäch­te, die jeden von uns in Beschlag neh­men kön­nen, ja unser Leben in den Abgrund füh­ren kön­nen. Das sind Mäch­te, denen wir von uns aus oft nichts mehr ent­ge­gen­zu­set­zen haben. Hier gilt es zu erken­nen, dass es eine Macht gibt, die uns bei unse­rem Befrei­ungs­kampf zu hel­fen ver­mag: Jesus! Sein hei­li­ger und herr­li­cher Name, der uns ‚Son­ne und Schild‘ (Ps 84,12) in all unse­ren Lebens­kämp­fen sein will.“

Der Name Jesu Christi, Normannenkathedrale von Cefal๠(Sizilien): "Ego sum lux mundi"
Der Name Jesu Chri­sti, Nor­man­nen­ka­the­dra­le von Cefa­l๠(Sizi­li­en): „Ego sum lux mun­di“

Der Teu­fel habe schon immer dann gesiegt, wenn die Kir­che Gefahr läuft, ihre wert­vol­len und durch die Zei­ten bewähr­ten For­men der Fröm­mig­keit abzu­strei­fen und sich neu zu erfin­den. „Wir dür­fen uns die­ses rei­chen Erbes nicht ent­zie­hen. In der Tra­di­ti­on der Ver­eh­rung der Mensch­heit Jesu kön­nen wir uns auf drei Pfei­ler stüt­zen: Zum einen das Herz Jesu((M. Büning, Alles dem Her­zen Jesu. Leben und Fröm­mig­keit der seli­gen Maria Dro­ste zu Vische­ring, 2. Aufl., Kisslegg-Immen­ried 2016.)), dann des­sen Frucht, das kost­ba­re Blut((M. Büning, Kauf­preis unse­res Heils. Zugän­ge zum Geheim­nis des kost­ba­ren Blu­tes Jesu Chri­sti, Kisslegg-Immen­ried 2017.)) und schließ­lich sei­nen hei­lig­sten Namen ‚Jesus‘. Mit die­sen drei Pfei­len wah­rer Chri­stus­fröm­mig­keit im Köcher kön­nen wir unse­ren Pil­ger­weg als Kir­che getrost gehen, kom­me, was da wol­le. Denn wir schau­en vol­ler Erge­bung und Ver­trau­en auf unse­ren Erlö­ser, von dem wir alle Hil­fe erwar­ten dür­fen.“

Die­ses Buch schließt gleich­sam eine Rei­he ab, die sich die­ser Devo­ti­ons­for­men beson­ders annimmt. Nach dem Her­zen Jesu und dem kost­ba­ren Blut soll „nun die­ser ‚drit­te Pfeil‘ im Köcher genau­er in Augen­schein genom­men wer­den“. Büning dazu:

„Die­se Tri­lo­gie soll uns hel­fen, unse­re geist­li­che Auf­rü­stung für den zuvor beschrie­be­nen Kampf mit Erfolg durch­füh­ren zu kön­nen. Wir sind im Kampf! Wer das noch nicht gemerkt hat, soll­te schnell­stens dafür Sor­ge tra­gen, wach zu wer­den. Es gibt nichts Schlim­me­res als die schla­fen­de Chri­sten­heit! Mahnt doch unser Herr selbst die schla­fen­den Jün­ger im Gar­ten Get­se­ma­ni: ‚Konn­tet ihr nicht ein­mal eine Stun­de mit mir wachen?‘ (Mt 26,40). Es geht um eine neue Wach­sam­keit: die Ver­su­chun­gen zu erken­nen und sie im Namen Jesu abzu­weh­ren. Das ist ein Weg, der uns allen hel­fen kann, unse­ren irdi­schen Pil­ger­weg in Rich­tung Him­mel zu gehen.“

Das Vor­wort zum Buch stammt vom bekann­ten Salz­bur­ger Weih­bi­schof Andre­as Laun. Dar­in heißt es:

„Im Namen ‚Jesus‘ ist nicht nur die Erin­ne­rung an den fleisch­ge­wor­de­nen Sohn Got­tes ent­hal­ten, son­dern natür­lich auch die­je­ni­ge an die Wort­be­deu­tung ‚Erlö­ser und Ret­ter‘; dar­um auch die vie­len Segens- und Wei­he­hand­lun­gen der kirch­li­chen Lit­ur­gie ‚im Namen Jesu‘. Es gehört wohl blei­bend zur ars mori­en­di (Kunst des Ster­bens) eines Chri­sten, sein ‚Es ist voll­bracht!‘ am Ende sei­nes Lebens aus­klin­gen zu las­sen in die Anru­fung des Namens Jesu; eben­so, wie schon unzäh­lig vie­le Chri­sten vor uns gestor­ben sind.“

Mar­kus Büning: Jesu Name sei geprie­sen! Zugän­ge zum Geheim­nis des hei­lig­sten Namens Jesu, Chri­stia­na-Ver­lag im Fe-Medi­en­ver­lag, Kisslegg-Immen­ried 2017, 144 Sei­ten, 7,95 Euro, ISBN-13: 978–377112846

Text: Giu­sep­pe Nardi/Buchankündigung
Bild: Wiki­com­mon­s/­Fe-Ver­lag