Oberst Graf: „Schweizergarde auf jede Bedrohung, auch terroristische, vorbereitet“

Schweizergarde in Luzern
Schweizergarde in Luzern

(Rom) Die Schwei­zer­gar­de ver­si­chert, auf jede Bedro­hung, auch ter­ro­ri­sti­sche, vor­be­rei­tet zu sein.

Dies sag­te der Kom­man­dant der päpst­li­chen Leib­gar­de im Rah­men eines Tref­fens im schwei­ze­ri­schen Solo­thurn. Am 19./20. August ver­sam­mel­ten sich dort 450 ehe­ma­li­ge Gar­di­sten mit ihren Ange­hö­ri­gen zur 27. Gene­ral­ver­samm­lung.

Bei die­ser Gele­gen­heit sprach Oberst Chri­stoph Graf, der amtie­ren­de Kom­man­dant der Schwei­zer­gar­de, davon, daß die­se „gut vor­be­rei­tet“ sei, auch „ter­ro­ri­sti­sche Bedro­hun­gen“ abzu­weh­ren.

Die Gene­ral­ver­samm­lung Solo­thurn war auch eine Gele­gen­heit für Oberst Graf, mit sei­nen bei­den Vor­gän­gern, Pius Seg­mül­ler und Elmar Mäder zusam­men­zu­tref­fen. Pius Seg­mül­ler kom­man­dier­te von 1998 – 2002 die Schwei­zer­gar­de. Anschlie­ßend war er von 2007 – 2011 Abge­ord­ne­ter der Christ­li­chen Volks­par­tei (CVP) zum Schwei­zer Natio­nal­rat und ist heu­te Chef für den Bereich Schieß­we­sen und außer­dienst­li­che Tätig­kei­ten der Schwei­zer Armee. Elmar Mäder war von 2002 – 2008 Kom­man­dant der Schwei­zer­gar­de. Seit­her ist er Geschäfts­füh­rer der Medi­cal Visi­on AG, die sich mit Betei­li­gun­gen an Unter­neh­men der Medi­zi­nal­tech­nik, Phar­ma und Augen­heil­kun­de befaßt.

Chri­stoph Graf führt seit 2015 die Schwei­zer­gar­de als deren 35. Kom­man­dant. Von sei­nem Vor­gän­ger Dani­el Anrig hat­te sich Papst Fran­zis­kus getrennt.

Oberst Graf sag­te in Luzern, laut Cath.ch, zur Ter­ror­ge­fahr:

„Es kann nur eine Fra­ge der Zeit sein, bevor ein sol­cher Angriff in Rom statt­fin­det. Aber wir sind dar­auf vor­be­rei­tet.“

Der Oberst lob­te die Qua­li­tät sei­ner Gar­di­sten:

„Die Schwei­zer­gar­de paßt ihre Aus­bil­dung stän­dig an die Her­aus­for­de­run­gen von heu­te an.“

Die Aus­bil­dung der neu­en Rekru­ten wur­de von zwei auf vier Mona­te erhöht und erfolgt in Zusam­men­ar­beit mit der Poli­zei des Kan­tons Tes­sin.

2017 wur­den 40 Rekru­ten der Schwei­zer­gar­de ver­ei­digt: 23 Deutsch­schwei­zer, 13 Welsch­schwei­zer und vier aus der ita­lie­ni­schen Schweiz. Die Ver­ei­di­gung erfolgt jedes Jahr am 6. Mai zum Geden­ken an die Gar­di­sten, die am 6. Mai 1527 beim „Sac­co di Roma“ durch maro­die­ren­de deut­sche Lands­knech­te, meist Luthe­ra­ner, bei der Ver­tei­di­gung des Pap­stes gefal­len sind.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cath.ch (Screen­shot)