Katholische Schulen Schottlands werden LGBTI-Schülern „sichere Räume“ schaffen

(Edin­burgh) Katho­li­sche Schu­len der Sekun­dar­stu­fe sol­len auf der einen Sei­te ihren Schü­lern christ­li­che Wer­te und Grund­sät­ze ver­mit­teln und gleich­zei­tig den „LGBTI-Schü­lern“ eige­ne Räu­me schaf­fen, in denen sich die Jugend­li­chen „sicher und respek­tiert“ füh­len.

Die Gen­der-Ideo­lo­gie, mit denen die poli­ti­sche Lin­ke seit Jah­ren die Bevöl­ke­rung nervt, ver­sucht sich in Schott­land ein­mal mehr Zutritt zum Bil­dungs­we­sen zu ver­schaf­fen. Wie The Sunday Herald am 26. Janu­ar berich­te­te, müs­sen katho­li­sche Bil­dungs­ein­rich­tun­gen der Sekun­dar­stu­fe auf Druck des schot­ti­schen Staa­tes „siche­re Räu­me“ für homo- und anders­se­xu­el­le Schü­ler schaf­fen.

Laut der schot­ti­schen Zei­tung ver­si­cher­te Chri­sti­na McKel­vie, Abge­ord­ne­te der regie­ren­den Schot­ti­schen Natio­nal­par­tei (SNP) und Vor­sit­zen­de der Men­schen­rechts- und Gleich­stel­lungs­kom­mis­si­on des Par­la­ments, daß „vie­le Jugend­li­che mir schreck­li­che Geschich­ten erzählt haben, wie es in den Klas­sen zugeht, beson­ders an Schu­len, wo einer mora­li­sti­schen Linie gefolgt wird, wo Jugend­li­che sich in die Enge getrie­ben füh­len und glau­ben, daß ihr Den­ken und ihre Gefüh­le nicht respek­tiert wer­den.“

Mit „Schu­len, wo einer mora­li­sti­schen Linie gefolgt wird“, mein­te die Abge­ord­ne­te McKel­vie, selbst Mut­ter von zwei Kin­dern, katho­li­sche Schu­len.

Laut McKel­vie sei­en zudem Leh­rer an katho­li­schen Schu­len „nicht aus­ge­bil­det, um die ent­spre­chen­den The­men der LGBTI-Wirk­lich­keit zu behan­deln“.

Mit staatlichem Druck Homosexualisierung katholischer Schulen

Gleich­zei­tig erklär­te die Abge­ord­ne­te, es gebe unter den katho­li­schen Schu­len Schott­lands auch „posi­ti­ve und sogar bril­lan­te Bei­spie­le“. Die Regie­rung, so der Wink mit dem Zaun­pfahl, habe die Pflicht, „sicher­zu­stel­len, daß sich die Schü­ler sicher füh­len“. Auf­grund der „Hate crimes“-Änderung des Straf­rechts gilt Homo­se­xua­li­tät als sol­che, als straf­recht­lich beson­ders schüt­zens­wert.

Mit die­ser Begrün­dung wird durch staat­li­chen Druck auch an katho­li­schen Schu­len Homo­se­xua­li­tät geför­dert.

Die zustän­di­ge Lei­te­rin des katho­li­schen Bil­dungs­we­sens in Schott­land, Bar­ba­ra Cou­par, ver­tei­dig­te sich gegen die Vor­wür­fe McKel­vies mit den Wor­ten: „Aus die­sem Grund ergrei­fen wir den Weg, daß an allen unse­ren katho­li­schen Schu­len eine erwach­se­ne Ver­trau­ens­per­son als Ansprech­part­ner da sein und ein siche­rer Raum inner­halb der Schu­len geschaf­fen wird. Wo jemand da sein wird, der dafür aus­ge­bil­det ist, um den Bedürf­nis­sen der Jugend­li­chen in ihrer Obhut gerecht zu wer­den.“

Cou­par beug­te sich der der SNP-Regie­rung zudem mit der Erklä­rung, daß katho­li­sche Schu­len „das Evan­ge­li­um anbie­ten, nicht auf­zwin­gen“ und die Richt­li­ni­en gegen Haß­ver­bre­chen über­nom­men hät­ten.

„Hate crimes“ — die politische Achsenverschiebung seit den 90er Jahren

Der Begriff Haß­ver­bre­chen, der auch im deut­schen Sprach­raum immer mehr durch­ge­setzt wird, (das Wort „Haß“ gehört zu den häß­lich­sten Wör­tern, die in jüng­ster Zeit infla­tio­när in den all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch über­nom­men wur­den) wur­de seit 1985 in den USA von der Homo-Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal LGBTQ Task For­ce, der Anti-Defa­ma­ti­on League (ADL), einer jüdi­schen Orga­ni­sa­ti­on gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Dif­fa­mie­rung von Juden, und dem weit links ste­hen­den Sou­thern Pover­ty Law Cen­ter in die öffent­li­che Dis­kus­si­on ein­ge­führt und weit­ge­hend durch­ge­setzt.

Seit den 90er Jah­ren, zunächst in den USA, haben die mei­sten west­li­chen Staa­ten die­se Dik­ti­on nicht nur in den öffent­li­chen Dis­kurs, son­dern auch in die Rechts­ord­nung über­nom­men durch Ein­füh­rung neu­er Straf­tat­be­stän­de oder die Ver­schär­fung des Straf­ma­ßes bestehen­der Straf­tat­be­stän­de. Das Bei­spiel der katho­li­schen Schu­len Schott­lands zeigt, wel­che The­men­ho­heit bestimm­te Krei­se erlangt haben und wel­che poli­tisch-ideo­lo­gi­sche Ach­sen­ver­schie­bung nach dem Zusam­men­bruch des kom­mu­ni­sti­schen Ost­blocks im Westen durch die neue Alli­anz links der Mit­te aus Sozi­al­de­mo­kra­ten, Grü­nen und Links­li­be­ra­len ent­stan­den ist.

Text: Andre­as Becker
Bild: The Sunday Herald (Screen­shot)