Will Obama die Kirche provozieren? Unerwünschte Gäste beim Empfang für Papst Franziskus

Die neue Ideologie Das Weiße Haus in Homo-Farben
Die neue Ideo­lo­gie? Das Wei­ße Haus in Homo-Farben

(Washing­ton) Der Prä­si­dent der USA „hat mit einer Geste der schlech­ten Erzie­hung und mit wenig diplo­ma­ti­schem Stil einen homo­se­xu­el­len pro­te­stan­ti­schen ‚Bischof‘, einen ‚trans­se­xu­el­len‘ LGBT-Akti­vi­sten und eine Ordens­frau, die den Kin­der­mord von Plan­ned Paren­t­hood ver­tei­digt, zum Emp­fang für Papst Fran­zis­kus ein­ge­la­den“, so Info­Va­ti­ca­na.

US-Prä­si­dent Barack Oba­mas Ver­hal­ten zeu­ge „von einer schlech­ten Kin­der­stu­be“. Der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent will mit sei­ner Ein­la­dung, ganz undi­plo­ma­tisch, den Papst und die katho­li­sche Kir­che pro­vo­zie­ren. Und das gleich bei der ersten Begeg­nung mit dem katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt auf US-ame­ri­ka­ni­schem Boden. Das Tref­fen wird am kom­men­den Mitt­woch im Wei­ßen Haus, dem Amts­sitz des Prä­si­den­ten stattfinden.

Sr. Simone Campell, die Ordensfrau, die für ein „Recht“ auf Abtreibung kämpft

Wie auf diplo­ma­ti­scher Ebe­ne üblich, wur­de dem Hei­li­gen Stuhl vor­ab die Liste mit den Namen aller über­mit­telt, die der Prä­si­dent zum Emp­fang für sei­nen Gast ein­la­den will. Gegen eini­ge Ein­ge­la­de­ne, ganz im Rah­men der diplo­ma­ti­schen Gepflo­gen­hei­ten, mach­te das vati­ka­ni­sche Staats­se­kre­ta­ri­at Vor­be­hal­te gel­tend. Dazu gehö­ren ein „trans­se­xu­el­ler“ Homo-Akti­vist, der erste beken­nen­de homo­se­xu­el­le pro­te­stan­ti­sche Bischof der USA und eine katho­li­sche Ordens­frau, die den Hei­li­gen Stuhl wegen sei­ner Ableh­nung der Abtrei­bung und sei­ner Ver­tei­di­gung des Lebens­rechts unge­bo­re­ner Kin­der und wegen der katho­li­schen Ableh­nung der Eutha­na­sie kritisierte.

Sr. Simone Campbell, die "Abtreibungsnonne"
Sr. Simo­ne Camp­bell, die „Abtrei­bungs­non­ne“

Es han­delt sich um Simo­ne Camp­bell, in den USA auch bekannt als „Libe­ral Acti­vist Nun“ (zu deutsch: Lin­ke Akti­vi­sten­non­ne). Sie gehört den Sisters of Social Ser­vice (SSS) an, einem katho­li­schen Frau­en­or­den päpst­li­chen Rechts, der 1908 in Ungarn gegrün­det wur­de. Als nach dem Zwei­ten Welt­krieg in Ungarn die Kom­mu­ni­sten die Macht an sich ris­sen, wur­de die katho­li­sche Kir­che schwer ver­folgt. Zahl­rei­che Schwe­stern muß­ten ins Aus­land flie­hen. So ent­schied sich der Orden, sein Mut­ter­haus 1950 in die USA zu ver­le­gen, wo es bereits seit 1926 in Kali­for­ni­en eine Nie­der­las­sung gab. Das führ­te zur Spal­tung des Ordens. Das kali­for­ni­sche Haus mach­te sich selb­stän­dig und wur­de vom Erz­bi­schof von Los Ange­les aner­kannt. Wäh­rend das Mut­ter­haus des unga­ri­schen Zwei­ges nach dem Zusam­men­bruch der kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­tur nach Buda­pest zurück­ver­legt wur­de, blieb der kali­for­ni­sche Zweig in den USA. Letz­te­rem gehört Simo­ne Camp­bell an. Die Schwe­stern sind vor allem in katho­li­schen Ver­bän­den und öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen tätig, vor allem als Leh­re­rin­nen und Sozi­al­as­si­sten­ten. Der kali­for­ni­sche Zweig zählt heu­te rund 70 Schwe­stern in 15 Häusern.

Camp­bell, Jahr­gang 1945, erwarb 1977 ein Dok­to­rat in Rechts­wis­sen­schaf­ten und grün­de­te das Com­mu­ni­ty Law Cen­ter in Oak­land (Kali­for­ni­en), wo sie 18 Jah­re als Rechts­an­wäl­tin praktizierte.

Linksliberale Rebellen-Schwestern

Seit 2004 ist Camp­bell Geschäfts­füh­re­rin von NETWORK, einer 1971 von libe­ra­len katho­li­schen Ordens­frau­en gegrün­de­ten Ver­ei­ni­gung femi­ni­sti­scher Prä­gung zur „Umset­zung der Refor­men des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils“. Die Ziel­set­zun­gen waren weit von dem ent­fernt, was das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil in sei­nen Doku­men­ten aus­ge­sagt hat­te. Sie ähnel­ten dafür um so mehr der lin­ken Bürgerrechts‑, Frau­en- und Frie­dens­be­we­gung. Die Grup­pe ver­netz­te sich eng mit der Demo­kra­ti­schen Par­tei der USA und konn­te Polit­pro­mi­nenz wie Ted Ken­ne­dy, Wal­ter Mon­da­le und Joseph Biden bei ihren Tagun­gen begrü­ßen. 2001 ver­lieh US-Prä­si­dent Bill Clin­ton einer Grün­de­rin von NETWORK, der Ordens­frau Carol Coston die zweit­höch­ste Aus­zeich­nung der USA, die Pre­si­den­ti­al Citi­zens Medal.

Camp­bell und die SSS stell­ten sich begei­stert hin­ter Oba­mas Gesund­heits­re­form und ver­tei­di­gen die Abtrei­bungs­po­li­tik des Prä­si­den­ten. Oba­ma lud Simo­ne Camp­bell zum Fest­akt, als er die Gesund­heits­re­form unter­zeich­ne­te, gegen die die katho­li­sche Kir­che wegen der Abtrei­bungs­ver­strickung hef­ti­gen Wider­stand lei­ste­te. NETWORK spon­sert Camp­bells Akti­on „Nuns on the Bus“, mit dem sie zusam­men mit ande­ren libe­ra­len Ordens­frau­en durch die USA reist, um sich für „sozia­le Gerech­tig­keit“ ein­zu­set­zen. Zur „sozia­len Gerech­tig­keit“ gehört, laut Camp­bell auch die „Ent­schei­dungs­frei­heit“ der Frau, ihr unge­bo­re­nes Kind töten zu las­sen. 2013 star­te­te Camp­bell die „Nuns on the Border“-Bus-Tour, um sich für freie Ein­wan­de­rung in die USA und für die „Rech­te“ von ille­ga­len Ein­wan­de­rern ein­zu­set­zen. Net­work beschreibt sich selbst als „Lob­by-Ver­ei­ni­gung für sozia­le Gerech­tig­keit“. „In Wirk­lich­keit han­delt es sich um eine Orga­ni­sa­ti­on, die den Kin­der­mord ver­tei­digt und von einer angeb­li­chen katho­li­schen Ordens­frau gelei­tet wird“, so Info­Va­ti­ca­na.

Protestantischer Homo-Bischof und „transsexueller“ LGBT-Aktivist

Homo-Bischof Gene Robinson
Homo-Bischof (2003–2013) Gene Robinson

Einer der von Oba­ma Gela­de­nen, gegen den der Hei­li­ge Stuhl Vor­be­hal­te gel­tend mach­te, ist Gene Robin­son, der ehe­ma­li­ge Bischof der Epi­skopal­kir­che (Angli­ka­ner in den USA). Robin­son wur­de 2003 als erster beken­nen­der homo­se­xu­el­ler Bischof der Epi­skopal­kir­che bekannt, 2008 als erster Bischof, der eine ein­ge­tra­ge­ne Homo-Part­ner­schaft ein­ging und 2014, ein Jahr nach dem Ende sei­nes Bischofs­man­dats als erster (Ex-)Bischof, der sich von sei­nem Homo-Part­ner schei­den ließ. Robin­son nahm an einer Rei­he von Ver­an­stal­tun­gen der Regie­rung Oba­ma teil. 2009 hielt er eine Rede zur Amts­ein­füh­rung des Präsidenten.

Vor­be­hal­te brach­te der Hei­li­ge Stuhl auch gegen Matt Wil­liam­son vor, einen Homo-Akti­vi­sten. Im Vati­kan besteht die Sor­ge, even­tu­el­le Fotos, die den Papst mit eini­gen Gela­de­nen zei­gen, könn­ten miß­ver­stan­den und als Unter­stüt­zung der Homo-Ver­bän­de aus­ge­legt werden.

Einen Tag nach der Ankunft in den USA wird Fran­zis­kus mit allen pro­to­kol­la­ri­schen Ehren von Prä­si­dent Oba­ma im Wei­ßen Haus emp­fan­gen. Dabei wird es auch zu einem pri­va­ten Gespräch zwi­schen dem Prä­si­den­ten und dem Kir­chen­ober­haupt kommen.

Das „Problem“ mit unerwünschten Fotos

Das Pro­blem sind aller­dings nicht nur unge­be­te­ne Gäste, son­dern der Gast­ge­ber selbst. Oba­ma, ein ent­schie­de­ner Unter­stüt­zer der skan­dal­träch­ti­gen Abtrei­bungs­or­ga­ni­sa­ti­on Plan­ned Paren­t­hood, „wird das Foto mit dem Papst aus­nüt­zen, um eine angeb­li­che Unter­stüt­zung von Fran­zis­kus für sei­ne zer­stö­re­ri­schen Ideen“ zu sug­ge­rie­ren, so Info­Va­ti­ca­na.

Prä­si­den­ten­spre­cher Josh Ear­nest, auf die Vor­be­hal­te des vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­ta­ri­ats gegen eini­ge Gäste ange­spro­chen, bemüh­te sich die Fra­ge her­un­ter­zu­spie­len: „Ich emp­feh­len Ihnen, nicht zu vie­le Rück­schlüs­se wegen einer, zwei oder viel­leicht drei Per­so­nen auf der Gäste­li­ste zu zie­hen, weil 15.000 Men­schen dasein werden.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: InfoVaticana/Wikicommons

30 Kommentare

    • Seh‘ ich ganz genau so. Die bei­den ver­ste­hen sich bestens!
      Schaut euch das Video an und ihr wer­det ver­ste­hen wel­che Stun­de geschla­gen hat!

      you­tube: Isaak New­ton warnt: Der 23.September 2015

  1. Es ist an der Zeit, dass Fran­zis­kus end­lich Rück­grat zeigt und die­sen pro­vo­zie­ren­den Emp­fang boy­kot­tiert. Es kann nicht ange­hen, dass das Ober­haupt einer welt­wei­ten Reli­gi­ons­ge­sell­schaft von Oba­ma lächer­lich gemacht wird. Durch die Ein­la­dung eines evan­ge­li­schen Homo-Bischofs, und den Ver­tre­ter der trans­se­xu­el­len-Akti­vi­sten und der sich katho­lisch nen­nen­den Ordens­frau, die sich für die Abtrei­bung ein­setzt, ist der Bogen weit über­spannt und belei­di­gend. Oba­ma ist bekannt für sei­ne kir­chen­feind­li­che Ein­stel­lung, so dass ein Jour­na­list ihn als “ Anti­christ “ bezeich­net hat. Zu der soge­nann­ten “ katho­li­schen Ordens­frau „ist fest­zu­stel­len, dass Fran­zis­kus ein Zei­chen setz­ten muss und sie aus dem Orden entlässt.

    • Ber­go­glio und Rück­grat? Das sind zwei völ­lig unver­ein­ba­re Begrif­fe, die dia­me­tral zuein­an­der stehen.

    • War­um soll er das „boy­kot­tie­ren“??? Er tele­pho­niert, kor­re­spon­diert oft mit sol­cher­art Leu­ten. Auch trift er sie per­sön­lich. Er wird sich bei die­sem Emp­fang sehr wohl fühlen.
      Zwi­schen ihm und ihnen einen Spalt zu sehen ist sehr sehr naiv.

  2. F. kann man nicht pro­vo­zie­ren, das soll­te doch mitt­ler­wei­le allen klar sein.

    Es gibt aber Situa­tio­nen, wo er sich wirk­lich recht unwohl fühlt (da habe ich meh­re­re viel­sa­gen­de Fotos dazu gese­hen): Und zwar immer dann, wenn er inmit­ten katho­lisch-treu­er Prie­ster ist…

  3. Ich fin­de es ziem­lich egal, ob der groess­te Waf­fenha­end­ler der Welt den Bischof von Rom pro­vo­zie­ren will, oder nicht, ob Franz das gut­heisst oder nicht.
    Nein, viel arla­mie­ren­der fin­de ich die Tat­sa­che, auf wel­chen beschaemen­den Stel­len­wert, in Rich­tung Gos­se, die kath. Kir­che gerutscht ist.
    Haet­te sich der Waf­fenha­end­ler getraut einem wich­ti­gen Iman oder Rab­bi ja sogar dem Dalai Lama die­se „Gae­steli­ste“ zuzumuten ?
    Nein natu­er­lich nicht, denn Anstand und Respekt haet­ten ihn davon abgehalten.
    Da die Kir­che aber seit 50 Jah­ren sich aber selbst ver­leug­net und immer mehr ver­pro­le­ta­ri­siert wor­den ist, darf einen nichts mehr wundern.
    Und auch eines ist extrem bemer­kens­wert, der sog. „Aggior­na­men­to“ Pro­zess des unse­li­gen Joh 23, naem­lich die Annae­he­rung an die Welt ist total gescheitert.
    Die „Welt“ akzep­tiert allen­falls noch Men­schen, die fel­sen­fest zu ihrer Ideo­lo­gie bzw. Reli­gi­on ste­hen, die Katho­li­schen Hans­wur­ste, die uns in der Oef­fent­lich­keit reprae­sen­tie­ren, wer­den nur noch mit Spott und Haeme ueberzogen.
    Wae­re der Bischof von Rom ein rich­ti­ger Papst, er wuer­de es bei den Begru­es­sungs­flos­keln fuer das Prot­zo­koll belas­sen und in einem Klo­ster Per­so­nen sei­ner Wahl begru­es­sen, auf jeden Fall, sich nicht im Zen­trum Satans, auch noch zur Witz­fi­gur machen.
    Aber wie gesagt, die­ser komi­sche Bischof ist in mei­nen Augen gar kein Papst mehr, inso­fern ist das was er tut lieb und nett, oder auch nicht, in jedem Fal­le hal­te ich es mit Kohe­let der das tref­fen­de Wort vom „WInd­hauch“ verwendete.

    • Die Kon­zils­kir­che is dege­niert zu einer dritt­klas­si­gen „NGO“ mit einer lächer­li­chen bon­hom­me Bot­schaft, wel­che Dok­trin und Tra­di­ti­on sub­sti­tu­iert hat. Päp­ste wie Joh. XIII und alle sei­ne Nach­fol­ger bis heu­te nimmt doch kei­ne Macht noch ernst. Man kann anhand der Kör­pers­spra­che und den „Gesten“ die­ser Päp­ste bes. bei den Ame­ri­ka­vi­si­ten und UN-Anspra­chen die Dekon­struk­ti­on des Papst­tums sehr gut ablesen.
      Bes. die von Ihnen ange­spro­che­ne Pro­le­ta­ri­sie­rung ist sehr vor­an­ge­schrit­ten mitt­ler­wei­le. Und Ber­go­glio inkar­niert die­se wie kein zweiter.

      • Ihre dezen­te Ana­lo­gie der „NGO“ ist sehr aus­sa­ge­kräf­tig, eine Punkt­la­dung. Man sieht wie alle Resorts welt­lich die mal der Kir­che zustan­den über NGO’s pri­va­ti­siert wur­den, sogar der Glau­be wird im seku­la­ren After­sy­stem pri­va­ti­siert, die Spu­ren die der ego­isti­sche Zeit­geist hin­ter­lässt kann man sehr gut bis in die höch­sten Instan­zen der Kir­che hin­ein ver­fol­gen und sehen. Alles was kirch­lich war, wie Sie andeu­ten wur­de in die Man­tel­ta­sche gesteckt, alles was man weg­stecken konn­te. Dar­aus resul­tiert auch die Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit die­ses Wirr­warr im Glau­ben, wo die Kir­che zum Kom­pass für die Des­ori­en­tier­ten sein soll­te da magne­ti­siert man ein­fach den Kom­pass das die Nadel wild im Kreis tanzt, der Sit­ten-und Glau­bens­ver­fall sind glas­kla­re Bekennt­nis­se des­sen, die Göt­zen tra­ten an die Stel­le der Kir­che. Die­se Kon­zils­kir­che hat sich selbst abge­schafft ohne es zu mer­ken, das ist das Gute, der Neben­ef­fekt ist es wohl es wird wie mit einer Geburt das es nicht ohne Schmerz neu­es Leben gibt.

  4. Auf jeden Fall sind die Ein­la­dun­gen an die Viel­falts-Gäste nicht gegen den Wil­len von Fran­zis­kus ergan­gen. Er hat in der Ver­gan­gen­heit schon mehr­fach gezeigt, dass er den Kon­takt in die­se Rich­tung sucht.

  5. Die Kir­che könn­te damit wohl pro­vo­ziert wor­den sein, aber ganz sicher nicht die „Kon­zils­kir­che“! Und der Papst hat sich ganz sicher pudel­wohl gefühlt in die­ser „illu­stren“ Gesell­schaft. Der hät­te sich nur pro­vo­ziert gefühlt, wenn Oba­ma evtl. Bischof Fel­lay von der FSPPX als Gast gela­den hät­te, oder den von ihm so schmäh­lich behan­del­ten Kar­di­nal Burke.
    Leu­te, ihr habt die Zei­chen der Zeit noch immer nicht erkannt. Die­ser Mann Ber­go­glio, der sich — zuwei­len — Papst nen­nen läßt, ist der letz­te Sarg­na­gel für die ster­ben­de Kirche.

    • @siri — ster­ben­de Kirche !
      Alles dac­cord was Sie sagen, aber die Kir­che stirbt nur hier und in den Laen­dern west­li­cher Deka­denz Praegung.
      In Afri­ka und Asi­en zb. lebt die Kir­che wie eh und je, die­se gross­ar­ti­gen Men­schen haet­ten eine bes­se­re Fueh­rung als die­sen „Elfer­rat“ in Rom verdient.
      Aber kommt Zeit, kommt Tat, die Prophzei­ung sagt den Unter­gang Roms seit lan­gem vor­aus, das NEUE Rom steht wahr­schein­lich in Tai­peh-Seo­ul-Addis Abe­ba, wer weiss was der hl. Geist vorhat ?
      Rom bleibt evtl. noch der Sta­tus eines Muse­ums mit ein paar Aufpassern.
      Von dort geht nichts mehr aus.

    • Die Kir­che Chri­sti kann nicht ster­ben, sie kann nicht unter­ge­hen, sie ist nicht Men­schen­werk, son­dern eine gei­sti­ge Reli­tät, die nie­mand auf die­ser Erde direkt angrei­fen kann.

      Was sicher gesche­hen wird, ist eine Abspal­tung der Untreu­en: Wohl gemerkt, es wer­den die Untreu­en sein, die sich von der einen, offen­bar­ten Wahr­heit abspal­ten wer­den. Und es könn­te sogar die Mehr­heit sein, aber das zählt ja nicht vor Gott.

      Das aus­er­wähl­te Volk Got­tes, Isra­el, war ja auch sehr klein in der Geschich­te des Ersten Bun­des, und hat immer über­lebt, auch gegen feind­li­che Übermacht.

      Wer hier im nega­ti­ven Sinn über die Kir­che Chri­sti schreibt, ohne dabei zu erwäh­nen, dass die­se abso­lut u n b e s i e g b a r (weil gei­sti­ger, unzer­stör­ba­rer Natur) ist, der soll­te sich fra­gen, was für eine Art Glau­ben er hat! (Man­che Gläu­bi­ge schei­nen lei­der mehr an das Böse als an das Gute zu glau­ben, ohne dass es ihnen bewusst ist.)

      Die erneu­er­te und hei­li­ge Kir­che Jesu Chri­sti wird (nach der erlit­te­nen, schein­bar tod­brin­gen­den Prü­fung, so wie Jesus am Kreuz) in solch strah­len­dem Glanz wie­der­erste­hen, dass sich das nie­mand von uns vor­stel­len kann!

      Gelobt sei Jesus Christus!!

      • @polos
        Natu­er­lich haben Sie Recht, aber bit­te geste­hen Sie vie­len Men­schen auch ihre inner­ste Ver­zweif­lung zu, mit der sie tag­tae­g­lich den Raub­bau an der Wahr­heit erle­ben muessen.
        Ver­zweif­lung ist ein schlech­ter Rat­ge­ber, aber lei­der exi­stent, die Hoff­nung ist eben, das es nach dem Kreuz auf Erden wei­ter­geht, in die ein­zi­ge bes­se­re Zukunft, aber wer lehrt das heu­te noch ?
        Man ist allei­ne gelas­sen mit sich selbst und sei­nem Glau­ben, wird aus­ge­grenzt, beschimpft und bald auch verfolgt !
        Ich kann die Ver­zwei­fel­ten gut verstehen.

  6. „Schwe­ster“ Camp­bells gei­sti­ge Umnach­tung drängt sie zu fol­gen­der absur­den Einschätzung:
    -
    „Wir wol­len das Gesicht der katho­li­schen Non­nen in der Öffent­lich­keit sein“
    -

    Gleich­sam als Ant­wort auf die­se Absur­di­tät kön­nen fol­gen­de — bereits vor eini­gen Jah­ren getä­tig­ten — Aus­sa­gen von Mut­ter Ange­li­ca, Grün­de­rin des Fern­seh­sen­ders EWTN, gese­hen werden:
    -
    „Ich habe die Nase voll von eurer libe­ra­len Kirche, 
    … eurem ich­be­zo­ge­nen Gebet, eurer erd­haf­ten Spiritualität. 
    Ich habe die Nase voll von euren „Auf­brü­chen“, denn das erste, was von einem sol­chen Auf-Bruch zurück­bleibt, ist ein Loch, in das wir alle hineinfallen. 

    Ich habe die Nase voll von euren Theo­lo­gen, die nichts ande­res tun, als spal­ten und zerstören… 
    Sie wis­sen, wie schreck­lich schweig­sam wir loya­len Katho­li­ken in all die­sen Jah­ren gewe­sen sind…wir haben eure Ansich­ten über Gott nun drei­ßig Jah­re lang runtergeschluckt. 
    Ihr habt kei­nen Gott, kein Dog­ma, kei­ne Glau­bens­leh­re und kei­ne Autorität. 
    Ich empö­re mich über eure Ver­su­che, den Katho­li­zis­mus der Klei­nen, Armen und Älte­ren zu zerstören. 
    Eure Kate­chis­men sind so ver­wäs­sert, dass sie nichts ande­res mehr besa­gen, als „lie­be dei­nen Nächsten“. 
    Nein, zuerst muss man Gott lieben! “

    • Wie kann einer sei­nen Näch­sten lie­ben, wenn er ihm per­ma­nent auf den Zehen her­um­tram­pelt. Es geht um ideo­lo­gi­sche Ver­blen­dung! (B XVI ?) ich nen­ne das ideo­lo­gi­sche Ver­trot­te­lung, weil kla­res, ver­nünf­ti­ges Den­ken nicht mehr mög­lich ist.

  7. Franz hat doch auch einem Trans­greu­el die Füße gewa­schen und die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen erlaubt. Er lobt die­se Leu­te oft und kri­ti­siert sie kaum. Wel­che Pro­vo­ka­ti­on also? Die Katho­li­sche Kir­che war, ist sedevacant.

    • @keiname
      Es ist eines Chri­sten unwür­dig so über Men­schen zu reden, die Jesus auch nicht abge­wie­sen hätte!
      Um den hl. Augu­sti­nus zu zitie­ren: „Man muss die Sün­de has­sen, den Sün­der aber muss man lieben!“
      Wir kön­nen die Sün­de als sol­che ver­ur­tei­len, aber nicht die Men­schen, die sie bege­hen und schon gar nicht in obi­ger Manier!
      Maria sag­te in Fati­ma am 13.7.1917, als sie den drei Seher­kin­dern die Höl­le zeigte:
      „Es kom­men so vie­le Men­schen in die Höl­le, weil nie­mand für sie betet und opfert!“
      Folg­lich hängt die Bekeh­rung derer, die Got­tes Lie­be noch nicht erfah­ren haben, allein von unse­rem Gebet ab! Fan­gen wir damit an!

  8. Da fällt mir die Regens­bur­ger Rede von Papst Bene­dikt XVI. ein, sie scheint zeit­los wie die Wahr­heit über welt­li­ches Elend zu schweben:
    „Zeig mir doch, was der Ame­ri­ka­ner Neu­es gebracht hat, und da wirst du nur Schlech­tes und Inhu­ma­nes fin­den wie dies, dass er vor­ge­schrie­ben hat, den Glau­ben, den er pre­dig­te, durch das Schwert zu verbreiten‘.“

    „Spieg­lein, Spieg­lein an der Wand“ den­ke ich mir immer wenn ich so eini­ge Herr­schaf­ten wie die­sen Oba­ma und sei­nen Mob von Freun­den sehe, man belügt sich selbst und alle ande­ren auch, man sieht im Spie­gel eine schö­ne Prin­zes­sin mit wal­len­dem lan­gen Haar und lieb­li­chen roten Lip­pen, die nur dar­auf war­ten geküsst zu wer­den. In Wahr­heit ist es der Tod der in den Spie­gel schaut, ein fleisch­lo­ses, fah­les Kno­chen­ge­sicht mit lee­ren, dunk­len Augen­höh­len. Weh‘ dem der sich zum Tode gesellt. Und Nar­cis­sus starb als das Blatt durch gött­li­chen Hauch ins Was­ser fiel und es in Bewe­gung ver­setz­te, so Gott das Spie­gel­bild schwin­den liess… .

  9. Matt 9:9–13
    In illo témpore: Vidit Iesus hómi­nem sedéntem in teló­nio, Matthae­um nómi­ne. Et ait illi: Séquere me. Et sur­gens, secú­tus est eum. Et fac­tum est, discumbénte eo in domo, ecce, mul­ti publi­cá­ni et pec­ca­tó­res veniéntes discumbébant cum Iesu et discípulis eius. Et vidéntes pha­ri­sa­ei, dicébant discípulis eius: Qua­re cum publi­cá­nis et pec­ca­tó­ri­bus mán­du­cat Magíster vester? At Iesus áudiens,ait: Non est opus valéntibus médicus, sed male habéntibus. Eún­tes autem díscite, quid est: Mise­ricór­diam volo, et non sacrifícium. Non enim veni vocá­re ius­tos, sed peccatóres.

  10. Ent­schei­dend ist für mich, wel­che Ent­schei­dun­gen der Papst trifft. Mag er tref­fen, wen er will, solan­ge er die Leh­re nicht ändert und solan­ge er kei­ne Häre­sie begeht, soll er zu den Sün­dern gehen, viel­leicht hilft es den Sün­dern, sich zu bekehren..
    Erst wenn die tat gesche­hen ist, kann sich der Rich­ter (das sind wir alle!!!) ein Urteil erlau­ben. Sobald das vor der Tat geschieht, ist es ein Vor­ur­teil. Und das ist laut Kate­chis­mus eben eine Sün­de. So man­cher Pro­vo­ka­teur hat sich im Ange­sicht des Hei­li­gen Vaters bekehrt, man erin­ne­re sich an Eusebius!

  11. Lie­ber Defendor.
    Sie haben recht mit Ihren Zitaten.Den Aus­sa­gen von Schwe­ster Ange­li­ka ist nichts hinzuzufügen.Danke für due Zusammenfassung.
    @ Chri­stoph Rhein: Reden wir über die Per­len, Inter­views und Enzy­kli­ken, die die­ser Papst uns bis­her gebracht hat und wir erken­nen unse­ren Glau­ben nicht wie­der. Sie schrei­ben, solan­ge er die Leh­re nicht ändert. Ich selbst erken­ne die Leh­re nicht wie­der, ich erken­ne sie allen­falls im Zerr­spie­gel. Die Grund­la­gen sieht man, aber alles ist ver­än­dert, ver­zerrt. Die Ter­mi­no­lo­gie ist eine ande­re, zwar flüs­sig wie Öl, aber nicht mehr biblisch und christ­lich. Fran­zis­kus spricht z.B.von der Zärt­lich­keit des Vaters als Lieb­lings­wort, aber in den bibli­schen Schrif­ten gibt es das Wort Zärt­lich­keit nicht. Der Kern des bibli­schen Gesche­hens, wie der Tod Chri­sti am Kreuz geben uns wenig Anlass von Zärt­lich­keit zu spre­chen. Ich möch­te hier nur her­aus­stel­len, dass wir mit einer Ände­rung der Ter­mi­no­lo­gie über­zo­gen wer­den, die zwar ange­nehm klingt, die aber die Bot­schaft Chri­sti nicht mehr ver­kün­det. Sie schrei­ben zu recht, solan­ge er (Fran­zis­kus) kei­ne Hae­re­sie begeht. Aber tut er das wirk­lich? Hae­re­sie besteht aus zwei Tatbeständen:
    1. Die Leh­re wird falsch verkündet
    2. Es wer­den Tei­le der Leh­re nicht ver­kün­det und ver­schwie­gen und dadurch die Lehr ver­än­dert. Rah­ner nann­te dies die kryp­to­ga­me Hae­re­sie. Die­se Hae­re­sie erken­ne ich heu­te. Dafür gibt es vie­le Bei­spie­le. Sie ist natür­lich raf­fi­nier­ter und schwe­rer nach­zu­wei­sen, als die fal­sche Lehrverkündigung.

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