Vatikansprecher: Papst Franziskus „weiß nicht, wohin es geht. Er vertraut auf den Heiligen Geist“

Vatikansprecher Lombardi über Papst Franziskus
Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di über Papst Franziskus

(Rom) Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di aus dem Jesui­ten­or­den wie Papst Fran­zis­kus, die Pro­gramm­di­rek­to­ren von Radio Vati­kan und die Redak­ti­on der Zeit­schrift La Civil­tà  Cat­to­li­ca wur­de von der Jesui­ten­zeit­schrift Popo­li inter­viewt. Der Lei­ter des vati­ka­ni­schen Pres­se­am­tes sag­te dar­in: Papst Fran­zis­kus „beab­sich­tigt nicht, die Insti­tu­tio­nen der Kir­che demon­tie­ren“, son­dern von einer „zen­tra­li­sti­schen Kir­che“ zu einer Kir­che über­zu­ge­hen, „in der die ver­schie­de­nen Tei­le gehört wer­den und eine wich­ti­ge­re Rol­le spielen“.

„Ich wür­de nicht sagen, daß es einen Wil­len zum Abbau der Insti­tu­tio­nen gibt. Papst Fran­zis­kus sagt häu­fig, daß er gemäß den Anwei­sun­gen han­delt, die ihm die Kar­di­nä­le wäh­rend der Vor­be­rei­tung des Kon­kla­ves gege­ben haben: von einer als zen­tra­li­stisch wahr­ge­nom­me­nen Kir­che, in der es ein gewis­ses Gewicht der Kurie in vie­len Berei­chen (Dis­zi­plin, Glau­bens­leh­re, usw.) gab, zu einer Kir­che, in der die ver­schie­de­nen Tei­le mehr gehört wer­den und ein grö­ße­res Gewicht haben bei der Fest­le­gung der Lini­en, auf denen das Pon­ti­fi­kat sich bewegt. In die­sem Kon­text ist beson­ders die Schaf­fung des Kar­di­nal­s­rats von Bedeu­tung, der der Welt­kir­che mehr Raum in der Kir­chen­lei­tung gibt“, so Pater Lombardi.

Papst Franziskus „versucht, Synode wichtigere Rolle zurückzugeben“

Der Vati­kan­spre­cher sieht im Vor­ge­hen von Papst Fran­zis­kus gro­ße Ähn­lich­kei­ten zum Jesui­ten­or­den und dem Ver­hält­nis zwi­schen dem Gene­ral­obe­ren und sei­nen Bera­tern. „Inter­es­san­ter und wich­ti­ger“ fin­det er jedoch das Bemü­hen des Pap­stes, „die Syn­ode zum Ort des Nach­den­kens und der pasto­ra­len Füh­rung der Kir­che zu gebrau­chen“, indem er auch „sehr wich­ti­ge The­men auf par­ti­zi­pa­ti­ve Wei­se“ behan­deln läßt. „Die Syn­ode wur­de ja nicht von Papst Fran­zis­kus erfun­den, er aber ver­sucht, ihr eine wich­ti­ge­re Rol­le zurück­zu­ge­ben“, so Lombardi.

Gleich­zei­tig legt der Spre­cher des Hei­li­gen Stuhls jedoch Wert auf die Fest­stel­lung, daß „Fran­zis­kus kein alter­na­ti­ves orga­ni­sches Modell“ ver­fol­ge. Es sei viel­mehr so, daß er „eine kom­ple­xe Rea­li­tät wie die Kir­che in Bewe­gung setzt. Es ist eine Kir­che, die auf­bricht. Er zwingt nicht sei­ne Sicht­wei­se und sei­ne Art zu han­deln auf. Er bit­tet um die ver­schie­de­nen Mei­nun­gen und hört sie an“.

„Sonst wird es ein im Dunkeln tappen und man fühlt sich verloren“

Indi­rekt ant­wor­te­te Pater Lom­bar­di auf die häu­fig gestell­te Fra­ge, wohin Papst Fran­zis­kus die Kir­che füh­ren will: „Er weiß nicht, wohin es geht: er ver­traut sich dem Hei­li­gen Geist an.“

Und wei­ter: „Aus die­ser Sicht der Kir­chen­lei­tung hal­te ich die Dimen­si­on des Auf dem Weg­seins im Glau­ben und im Ver­trau­en auf den Bei­stand des Hei­li­gen Gei­stes für sehr wich­tig. Die­ser Aspekt ist wich­tig, denn sonst wird es ein im Dun­keln tap­pen und man fühlt sich verloren.“

In Kür­ze ver­öf­fent­licht Katholisches.info das voll­stän­di­ge Lom­bar­di-Inter­view in deut­scher Übersetzung.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Popoli

40 Kommentare

  1. wie kön­nen Kar­di­nä­le einem gleich­ge­stell­ten Kol­le­gen vor einem Kon­kla­ve Anwei­sun­gen gege­ben haben???

    Ent­we­der schlam­pig über­setzt oder Lom­bar­di hat­te ein Vier­te­le zuviel oder es wird lang­sam wirk­lich kriminell…

    • Das Vier­te­le ist ihm wahr­haft zu gön­nen. C.G.Jung sagt ein­mal: gewis­se Din­ge kön­ne man nur im Suff ertra­gen. Wenn ich der­art wider­sprüch­li­che Aus­sa­gen offi­zi­ell ver­kün­den müss­te — ich weiss nicht, ob ich nicht in den Wald gehen müss­te mich zu erschiessen.
      Nein Sar­kas­mus bei­sei­te, beten wir für den guten P. Lom­bar­di, dass er das aus­hält und dabei den Glau­ben nicht ver­liert. Und dass doch die­se Sache ein schnel­les Ende nimmt.

    • Lom­bar­di:
      „Papst Fran­zis­kus sagt häu­fig, daß er gemäß den Anwei­sun­gen han­delt, die ihm die Kar­di­nä­le wäh­rend der Vor­be­rei­tung des Kon­kla­ves gege­ben haben.“

      Ver­ste­he ich recht:
      Han­deln nach Anwei­sun­gen von Kardinälen?
      … wäh­rend der Vor­be­rei­tung des Konklaves?
      Wel­che Anwei­sun­gen von wel­chen Kar­di­nä­len befolgt Papst Franziskus?
      Die Schil­de­run­gen des Autors Austen Ive­r­eigh in sei­ner Papst-Bio­gra­phie schei­nen also gar nicht so abwe­gig, neh­men sogar Gestalt an.
      Ist Lom­bar­di die­ser Satz jetzt unge­wollt her­aus­ge­rutscht und er wird ihn bald bereuen?
      Oder sagt er total unge­niert, wie es wirk­lich läuft hin­ter den Kulissen?

    • wenn er das wirk­lich so gesagt hat und das stimmt.… ja, dann ist das doch noch­mal ein Indiz (kein Beweis), dass es uner­laub­te Abspra­chen gab …

      … und wenn es stimm­te wäre die Wahl vom Franzl ungültig 🙂

    • „wie kön­nen Kar­di­nä­le einem gleich­ge­stell­ten Kol­le­gen vor einem Kon­kla­ve Anwei­sun­gen gege­ben haben???“

      Hört sich sehr nach KPdSU an nicht wahr? 😉

    • genau dies habe ich mich auch sofort gefragt. Wie konn­ten ihm vor dem Kon­kla­ve Anwei­sun­gen gege­ben wer­den, da angeb­lich noch kei­ner wuß­te, wer Papst wird?

  2. „Papst Fran­zis­kus sagt häu­fig, daß er gemäß den Anwei­sun­gen han­delt, die ihm die Kar­di­nä­le wäh­rend der Vor­be­rei­tung des Kon­kla­ves gege­ben haben“ Seit wann geben die Kar­di­nä­le bei den Vor­be­rei­tun­gen für das Kon­kla­ve auch noch Anwei­sun­gen? Da ent­steht jetzt wirk­lich der Ein­druck eines „abge­kar­te­ten“ Kon­kla­ves. Soll­ten doch eini­ge Kar­di­nä­le eine Abspra­che mit Ber­go­glio gemacht haben, dann hät­te der Satz auch einen Sinn, von Anwei­sun­gen der Kar­di­nä­le wäh­rend der Vor­be­rei­tung des Kon­kla­ves. Aber damit ist die Wahl mit einem sehr faden Bei­geschmack erfolgt. Was will Fran­zis­kus noch alles so ändern. Er weiss nicht wohin der Weg geht, aber er ver­traut auf den Hei­li­gen Geist. Der Hei­li­ge Geist hat zwar die Kir­che bis­her geführt und gelei­tet, aber seit dem Kon­zil sind ja die Wege des Hei­li­gen Gei­stes schein­bar etwas ver­schlun­gen und nicht mehr allein der Hei­li­gen Kir­che zuge­dacht. Das Den­ken des Pap­stes ist fast so, als wür­de ein Bau­er ein­fach mal in eine Kiste grei­fen und die dort gefun­de­ne Saat aus­streu­en, ver­trau­end dar­auf das es Getrei­de ist. Wenn dann aber nur Unkraut auf sei­nem Acker wächst braucht er sich nicht wun­dern. Der Hei­li­ge Geist ist der Geist der Wahr­heit und der Erkennt­nis und das scheint aber unser Papst nicht ganz zu ver­ste­hen, denn er hält ja nichts von einer unver­än­der­li­chen Wahrheit.….

  3. ###Vati­kan­spre­cher: Papst Fran­zis­kus „weiß nicht, wohin es geht. Er ver­traut auf den Hei­li­gen Geist“###

    Von die­sem Papst darf man sich nicht erwar­ten, dass er wüß­te, „wohin es geht“. Bei bestimm­ten The­men jedoch (Homo­se­xua­li­tät, Ehe­bruch etc.) hat er schon eine Ten­denz. Es geht in Rich­tung Spaltung.

  4. Ich fin­de den Bei­trag sehr gut!
    Beson­ders den Satz. „Er weiß nicht, wohin es geht: er ver­traut sich dem Hei­li­gen Geist an.“
    Was wären wir für eine Chri­sten, wenn wir nicht auf Gott ver­trau­en wür­den und vor allem nicht hin­hö­ren wol­len was Gott von uns wirk­lich will!

    • Klappt aber nur wen man die Unter­schei­dung der Gei­ster hat.!!!
      Ist das bei Papst Fran­zis­kus der Fall??? Ich fürch­te nein!
      Hät­te er sonst da Kas­per- Thea­ter zuge­las­sen? Mir blieb jeden Falls bei die­ser bil­li­gen Schmie­ren­ko­mö­die das Lachen im Hals Stecken.
      Brü­der seid nüch­tern wach­sam, denn der Teu­fel geht umher wie ein brül­len­der Löwe, suchend wenn er ver­schlin­ge! Ich aber wider­steht ihm im Glauben!
      Immer schön katho­lisch bleiben!

      • Ich fin­de es nicht in Ord­nung, wie sich man­che Chri­sten ver­hal­ten, nur weil sie glau­ben den allen selig machen­den Glau­ben haben.
        Ich sehe sehr wohl bei Fran­zis­kus, dass es sich vom hei­li­gen Geist lei­ten lässt. Aber das hier zu dis­ku­tie­ren ist nicht möglich.

  5. Nichts illu­striert das erschrecken­de Aus­maß des Ver­falls der Kon­zils­kir­che bes­ser, als die­ses Inter­view. Grausam!

    • Genau so ist es.
      Aus­hilfs-Franz braucht die Insti­tu­tio­nen auch gar nicht mehr aus­zu­höh­len, nein das haben Theo­lo­gen, Bischö­fe und Kar­di­nä­le und auch Päp­ste vor ihm geschafft.
      Vor allem ist der Glau­ben ver­schwun­den und durch ein Wort­ge­schwall von Sozia­lem, Cari­ta­ti­vem, Dia­lo­gi­sie­ren und und und ersetzt worden.
      Als hät­te man damals beim Schreckenskon­zil gesagt, kommt her Frei­mau­rer und Pro­te­stan­ten, dien­Tra­di­ti­on ist kaputt, wir bau­en uns die Kir­che so wie wir alle uns das vorstellen.
      Und so ein Augi­as­stall ist es eben auch geworden.
      Der hl. Geist hält noch das Weni­ge zusam­men, was aus den Trüm­mern der Lit­ur­gie noch steht, der Rest ver­sinkt im Zeit­geist Müll.

  6. Es haben schon vie­le den eige­nen Vogel für den hei­li­gen Geist gehal­ten, das zum ersten.
    Zum ande­ren, wer wirk­lich ver­sucht dem Hei­li­gen Geist zu fol­gen muss sich streng an das hal­ten was sel­bi­ger hei­li­ger Geist der Kir­che bis­lang an Nor­men und Regeln gege­ben hat, das zum zweiten!
    Da macht man was man will, ist total spon­tan oder auch nicht, hält sich an uner­laub­te Abspra­chen, als sei­en die­se Got­tes gebot und wenn es dann schief geht, schiebt man die Schuld dem hei­li­gen Geist in die Schuhe!!!
    Typisch Adams­sohn „die Frau die du mir gege­ben hast, hat.….!“ Sub­text du (Gott) und die Frau sind schuld, ich doch nicht!

  7. Die Kon­zils­kir­che löst sich auf, und Ber­go­glio ist ihr Reprä­sen­tant. Der gna­den­los ern­tet, was in den Jah­ren 1962 — 1965 gesät wur­de, wäh­rend des 2. Vati­ka­ni­schen Konzils.

    Es war immer so und wird so blei­ben: Wenn bei einer Revo­lu­ti­on zuerst noch die Giron­di­sten das Heft in der Hand haben, es wird ihnen bru­tal von den Jako­bi­nern entrissen.
    Die Kir­che Jesu Chri­sti wird die­se Revo­lu­ti­on über­le­ben. Doch in wel­cher Form und wie, wis­sen wir nicht. Ent­schei­dend ist nur noch die Treue zu einer katho­li­schen Kir­che, die unse­re Vor­fah­ren nicht mehr wie­der erken­nen könnten.

  8. Der demü­ti­gen Knecht Got­tes Franz weiß nichts! Er ist qua­si ein lee­res Gefäß. Nun soll der Hl . Geist der Lee­re abhel­fen. So ist in Zukunft das Wir­ken des Pap­stes völ­lig vom Hl . Geist gelei­tet. Da sage mal einer was dage­gen. Was für eine drei­ste Milchmaedchenrechnung.

  9. Jeder hat den HL. Geist und daher das Chaos„„warum haben wir einen Papst? Zum Zuhö­ren, war­um hört er nicht auf die Schrift und das Wort Got­tes, war­um ver­schwin­den die Kreu­ze, das Zei­chen des Sohnes.

    genug, es ist alles gesagt.

    • catholicus@:
      Ja,so ist es lei­der. Bleibt noch zu erwäh­nen, dass bei Bergoglio’s Hirn die Auf­nah­me­fä­hig­keit für gei­sti­ge Din­ge, inklu­si­ve einesHl.Geistes, doch sehr beschränkt scheint. Im Gegen­satz zu des­sen Cor­pus, der offen­sicht­lich ziem­lich zuge­setzt hat. Das­sel­be gilt auch für sei­ne Kum­pel in der Kurie und ande­rer Provenienz…

  10. Ber­go­gli­os Papst­tum ist eine Heim­su­chung. Ein mani­scher Des­pot, der mit sei­ner Schwatz­haf­tig­keit nichts aus­lässt um Ver­wir­rung zu stif­ten und die ‑man muß sie wohl mitt­ler­wei­le „Alt­gläu­bi­ge“ nen­nen- Glau­bens­treu­en ohne Unter­las­sen mit schimpf­li­chen Schelt­wor­ten denun­ziert. Sein Evan­ge­li­um ist das der Volks­gunst und des Ehrgeizes.
    Er zer­wühlt mit Ver­ve den Wein­berg, des­sen Kel­ter der Hei­land allein getre­ten hat.
    Man könn­te bei­na­he mei­nen in Ber­go­glio ist Por­phy­ri­os neu erstanden.

    • Wie wahr! Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen. Der hei­li­ge Geist hat die­sen Franz nie erreicht, und er kann ihn auch nicht füh­ren. Die sind in Rom von allen guten Gei­stern ver­las­sen, schon gar vom Hei­li­gen Geist.

  11. „Ich wür­de nicht sagen, daß es einen Wil­len zum Abbau der Insti­tu­tio­nen gibt. Papst Fran­zis­kus sagt häu­fig, daß er gemäß den Anwei­sun­gen han­delt, die ihm die Kar­di­nä­le wäh­rend der Vor­be­rei­tung des Kon­kla­ves gege­ben haben“
    Mit die­sem Satz bestä­tigt Pater Lom­bar­di als offi­zi­el­ler Spre­cher des Hei­li­gen Stuhls, daß es die von Ive­r­eigh beschrie­be­nen Abspra­chen im Prä­kon­kla­ve gege­ben hat. Das „Team Ber­go­glio“ (wir erin­nern uns Murphy‑O´Connor, Leh­mann, Kas­per, Daneels) hat die Anwei­sun­gen gege­ben, der dann gewähl­te Kan­di­dat führt sie aus. Die Kon­se­quen­zen sind klar. Wer jetzt noch zwei­fetl, lese „Uni­ver­sis Domi­ni­ci Gre­gis“ Nr. 81 und 82.
    Und Soc­ci hat Recht. „Non e Francesco“.

  12. Immer Weni­ger ken­nen ange­sichts der aktu­el­len Tur­bu­len­zen inner­halb der Kir­che noch deren wah­res Wesen ! 

    Der hl. Josef­ma­ria Escriva:
    -
    „Aber was ist die Kirche? 
    Wo ist die Kirche? 
    Benom­men und ver­wirrt erhal­ten vie­le Chri­sten kei­ne siche­re Ant­wort auf die­se Fragen 
    und ver­fal­len viel­leicht auf den Gedanken, 
    daß die Ant­wor­ten, die das Lehr­amt Jahr­hun­der­te hin­durch gege­ben hat 
    — und die die guten Kate­chis­men mit einer das Wesent­li­che erfas­sen­den Genau­ig­keit und Ein­fach­heit wiedergaben -, 
    über­holt sind und durch neue ersetzt wer­den müssen. 
    Es scheint, daß ver­schie­de­ne Ereig­nis­se und Schwie­rig­kei­ten zusam­men­ge­trof­fen sind 
    und das rei­ne Ant­litz der Kir­che ent­stellt haben. 
    Eini­ge behaupten: 
    Hier ist die Kir­che — im Eifer, sich an die soge­nann­te moder­ne Zeit anzupassen. 
    Ande­re schreien: 
    Die Kir­che ist nichts ande­res als das Stre­ben der Men­schen nach Solidarität; 
    wir müs­sen sie umge­stal­ten, wie es die heu­ti­ge Situa­ti­on erfordert.

    Sie irren sich. 
    +
    „Die Kir­che ist heu­te dieselbe, 
    die Chri­stus gestif­tet hat, und sie kann kei­ne ande­re sein. 
    Die Apo­stel und ihre Nach­fol­ger sind 
    Stell­ver­tre­ter Got­tes für die Regie­rung der Kir­che, die auf den Glau­ben und auf die Sakra­men­te des Glau­bens gegrün­det ist. 
    Und so wie es ihnen nicht gestat­tet ist, 
    eine ande­re Kir­che zu stiften,
    dür­fen sie auch keinen 
    ande­ren Glau­ben ver­kün­den oder ande­re Sakra­men­te einsetzen;
    denn es heißt, daß die Kir­che durch die Sakramente, 
    die aus der Sei­te des am Kreuz hän­gen­den Chri­stus geflos­sen sind, 
    gebil­det wor­den ist“ 
    (Tho­mas von Aquin, S.Th. III, q 64, a 2, ad 3). 

    -

  13. Aber alle die Kom­men­ta­to­ren hier, die so ent­schlos­sen schm­imp­fen, blei­ben den­noch brav in der elen­den Kon­zils­kir­che, denn bei einem „Aus­tritt“ mei­nen sie ja, dass sie wegen Sakra­men­ten­ent­zug des ewi­gen Heils ver­lu­sig gehen wür­den. Damit stär­ken sie den Anti­chri­sten in Rom — und das wis­sen sie auch. Ihr gutes Gewis­sen gho­len sie sich, indem sie hier ein biss­chen rum­schimp­fen. Kostet ja nix.

  14. Fran­zis­kus „beab­sich­tigt nicht, die Insti­tu­tio­nen der Kir­che zu demon­tie­ren“, ver­kün­det Pater Lom­bar­di. Die­ser Satz erin­nert fatal an : „nie­mand beab­sich­tigt, eine Mau­er zu bauen“ .
    Ob nach dem 6. Gebot ( zur Unter­stüt­zung der Kas­per-The­se) im Vatcan nun auch das 8. Gebot abge­schafft wur­de? Vom „Gro­ßen Refor­mer“ als nicht mehr zeit­ge­mäß und zu „rigi­de“ weg­re­for­miert und weg­mo­der­ni­siert? Das wür­de man­ches erklä­ren, was an Unge­reimt­hei­ten vom vati­ca­ni­schen Hügel zu uns kommt,

  15. Der „Hei­li­ge Geist“ steht hier für die die ihn an die Macht gebracht haben, die­se wis­sen wo es hin­ge­hen wird. Der Bischof ist ein wil­li­ges Instru­ment das „Dank“ schul­det. In einem gewis­sen Umfang (kur­zen Lei­ne) darf er auch Bischof spielen.
    Jesus, und von Ihm und dem Vater geht der Hei­li­ge Geist aus, hat Ber­go­glio nicht geru­fen sei­ne Kir­che zu zer­stö­ren oder ins Dun­kel zu tappen.

  16. Die stän­di­gen „Bemü­hun­gen des Hl.Geistes“ in den „Per­len des Tages“ und ande­rer komi­schen und welt­frem­den State­ments des Herrn Ber­go­glio — ali­as Bischof von Rom,zeugen davon wes­sen Gei­stes Kind der Mann eigen­lich ist.Ein Pfingst­le­ri­scher Schwärmgeist!

    • mit pero­ni­sti­schem Ein­schlag und dem Hang zur Belei­di­gung der Prie­ster sei­ner Kir­che ( Holz­wür­mer, geschmink­te Lei­chen, Fle­der­mäu­se etc.etc.)

  17. War­um wagt es kei­ner aus­zu­spre­chen was jedem eigent­lich klar sein müss­te, der die Reden des Aus­hilfs-Franz hört ?

    • @Michael:
      Weil wohl erst das berühm­te Kind kom­men muss,um zu sagen: „aber er ist doch nackt“.…..
      Und das kann dauern.

    • Weil man Angst vor der nicht mehr zu leug­nen­den Rea­li­tät hat und vor den Konsequenzen.
      Statt­des­sen ver­drängt man lie­ber alles.
      Eine kur­ze ober­fläch­li­che Beru­hi­gung der Angst­ge­füh­len, bes­sern tut sich nichts- statt­des­sen reift der Abszess noch mehr um dann unter gro­ßem Geze­ter und Lärm zu platzen.

      „Die Hüt­te brennt“

      • In die­ser Situa­ti­on Angst zu ver­spü­ren ist verständlich.
        Denn das Wis­sen, dass man sich auf­grund der depri­mie­ren­den Lage eigent­lich klar ent­schei­den müss­te, löst Angst aus.
        Aber wie entscheiden?
        Wohin gehen? Die katho­li­sche Kir­che verlassen?
        Immer wie­der tref­fe ich hier und dort auf Prie­ster, die für eine wür­di­ge Fei­er der hl. Mes­se Sor­ge tra­gen und die für mich glaub­wür­dig sind.
        Soll ich sie im Stich lassen?
        Und so ver­drän­ge ich eine fast nicht aus­zu­hal­ten­de Situa­ti­on und hof­fe auf bes­se­re Zeiten.
        Naiv? Ja!
        Mei­ne inni­ge Got­tes­be­zie­hung hilft mir über vie­les hinweg.
        Das Wis­sen um den Schatz, den ich in mir tra­ge, hilft mir, die­se schwie­ri­ge Zeit durchzustehen.

      • Lie­be® Marienzweig

        Extra eccle­si­am salus non est

        Die Kir­che steht mit ihrer bis­her nicht ver­än­der­ten Leh­re für die Wahr­heit Chri­sti. Auch wenn der­zeit ein unkla­rer Zustand besteht, es ist die Kir­che Chri­sti, und aktu­ell rei­nigt sie der Herr und hei­ligt sie. Sie­he das Jeru­sa­lem der Apo­ka­lyp­se — vie­le ihrer Bewoh­ner wer­den durch ein­stür­zen­de Mau­ern erschlagen.

        Wenn die Wahl ungül­tig war, wird es Hir­ten, auch Kar­di­nä­le geben, die auf­ste­hen und dage­gen ankämp­fen; wenn die Leh­re geän­dert und häre­ti­siert wird, eben­falls. Auch unser Eme­ri­tus ver­folgt das Gesche­hen mit wachem Auge, davon bin ich über­zeugt. Also, gehen wir den Kreuz­weg mit, war­nen wir unse­re Zeit­ge­nos­sen und rufen sie zur Wach­sam­keit auf und lei­den wir mit der Kir­che, mit Sei­ner Kir­che und mit Ihm.

        Totus tuus

      • @140968, vom 6. Dezem­ber 2014 um 21:01

        Vie­len Dank für Ihre Ermutigung!
        Es gibt immer wie­der Momen­te der tie­fen Ver­zagt­heit und dann tun sol­che Wor­te gut.
        Sie ver­trau­en dar­auf, dass es dann, wenn es drin­gend nötig ist, es wirk­lich Kar­di­nä­le geben wird, die sich nicht scheu­en, den Mund auf­zu­tun und für die Wahr­heit zu streiten.
        Die­ses Ver­trau­en möge auch auf mich und ande­re übergehen.
        „Fürch­tet Euch nicht!“, so spricht uns der Herr zu.
        Machen wir uns also auf den „Kreuz“-Weg!
        Dan­ke noch einmal!

  18. In den Kon­si­sto­ri­en im Vor­kon­kla­ve haben die Kar­di­nä­le ihre Vor­stel­lun­gen geäu­ßert, was der neue Papst — wer immer es sein moch­te — zur Reform der Kurie, der Vati­kan­bank usw. tun SOLLTE.

    Mehr nicht!

    • So habe ich das auch in Erin­ne­rung. Irgend­wann sind die­se Wunsch­vor­stel­lun­gen zu Anwei­sun­gen mutiert. Es ist müßig, dar­über nach­zu­den­ken. Es ist alles so wirr.
      ‚O, Herr lass uns nicht elend und irre werden‘

  19. Es ist schwie­rig heu­te in der Kir­che einen Durch­blick zu halten.
    Grund­sätz­lich gibt es kei­ne „Kon­zils­kir­che“, son­dern die Kir­che bleibt ‑nach dem wei­ter gül­ti­gem Glau­bens­be­kennt­nis — die Gemein­schaft der Hei­li­gen. Dazu bekennt sich erkenn­bar die Mehr­zahl die­ses Forums. Die Hir­ten, die ver­kün­den und leh­ren, dass die Kir­che erst nach dem Kon­zil rich­tig defi­niert wur­de, müs­sen sie sich fra­gen las­sen, wie sie die Leh­re Chri­sti selbst , die ein­deu­tig vor­kon­zi­li­ar war und mit der die Offen­ba­rung abge­schlos­sen war, denn ein­ord­nen. Kurz­um, die Leh­re der Kir­che kann nur in der Ver­bind­lich­keit der Tra­di­ti­on geglaubt wer­den. Ohne die Tra­di­ti­on ver­liert die kirch­li­che Leh­re ihre gro­ße Stär­ke, die Logik. Sie wir beliebig.
    Das ist das Pro­blem, das in die­sem Pon­ti­fi­kat so schmerz­voll evi­dent wir. Wer sich als Hilfs­mit­tel für sei­ne Argu­men­ta­ti­on — wie wir es immer wie­der hören müs­sen — auf den hei­li­gen Geist beruft, soll­te zunächst ein­mal nach dem Vor­bild der Got­tes­mut­ter Demut lernen.

  20. Es hilft weder uns noch der Hl. Kir­che, wenn hier jede Hand­lung und jeder Satz von
    Papst Fran­zis­kus kri­ti­siert wird.
    Beten wir lie­ber für ihn, dass er sich noch bekehrt wie wir es für einen alten kranken
    Vater tun würden.

    • Ja beten wir ohne Unterlass!
      Denn es könn­te sein, daß das ver­här­te­te Herz eines alten Man­nes ver­här­tet bleibt.
      Sie­he der Pha­rao in Ägyp­ten, der sich wei­gert auf Gott zu hören.

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