Eine päpstliche Verneigung, die noch keine Einheit schafft

Verneigung des Papstes
Ver­nei­gung des Papstes

(Kon­stan­ti­no­pel) Der neue­ste und ori­gi­nell­ste Aspekt der Begeg­nung zwi­schen dem öku­me­ni­schen Patri­ar­chen von Kon­stan­ti­no­pel war mit Sicher­heit nicht die Ver­nei­gung von Papst Fran­zis­kus vor Bar­tho­lo­mä­us I. mit der Bit­te, ihn zu seg­nen und für ihn zu beten. Eine päpst­li­che Ver­nei­gung, zudem befremd­lich, schafft noch kei­ne Ein­heit. Auch nicht zwi­schen der Katho­li­schen Kir­che und der Ortho­do­xie, obwohl letz­te­re der Kir­che Chri­sti am näch­sten steht.

Für Jor­ge Mario Ber­go­glio gehört eine sol­che Geste zum Stan­dard­pro­gramm, wie seit dem Abend sei­ner Wahl zum katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt nicht nur die Argen­ti­ni­er wis­sen, son­dern die gan­ze Welt weiß. Er tut es vor allen, vor hoch­ge­stell­ten Per­sön­lich­kei­ten und eben­so vor gro­ßen Mas­sen. Eine Geste, die Ber­go­glio sym­pa­thisch erschei­nen läßt, doch auch den Bei­geschmack einer Rela­ti­vie­rung von Fran­zis­kus und des Petrusam­tes in sich birgt. Die Mas­sen wie die Per­sön­lich­kei­ten kom­men zu ihm, um Petrus und des­sen Gna­den­fluß zu begeg­nen. Die Zeit undif­fe­ren­zier­ter Gleich­ma­che­rei, wie sie anthro­po­zen­tri­sche Gedan­ken­ge­bäu­de wie die frei­mau­re­ri­sche Brü­der­lich­keit oder der nivel­lie­ren­de Mar­xis­mus ver­tre­ten, soll­te eigent­lich abge­kaut sein. Ein gläu­bi­ger Mensch will von Petrus geseg­net wer­den und erhofft sich das Gebet des Men­schen­fi­schers für sich. Dies umge­kehrt zu tun, ist nett, aber nicht normativ.

Nützen sympathische Gesten Jorge Mario Bergoglios auch Franziskus und der Kirche?

Zuletzt setz­te Jor­ge Mario Ber­go­glio die­se Geste am ver­gan­ge­nen 1. Juni im römi­schen Olym­pia­sta­di­on vor meh­re­ren Zehn­tau­send cha­ris­ma­ti­schen Katho­li­ken und auch Pro­te­stan­ten. Am 16. Juni ließ er sich, immer im Gewand des Petrus, vom angli­ka­ni­schen Pri­mas Justin Wel­by seg­nen, wohl wis­send, daß Wel­by drauf und dran ist, sich mit der angli­ka­ni­schen Kir­che von Eng­land von Rom zu ent­fer­nen, anstatt anzu­nä­hern, indem er die Ernen­nung von Bischö­fin­nen unter­stützt und wegen die­ser Unter­stüt­zung zum Pri­mas gewählt wurde.

Umge­kehrt ver­mit­telt die meist demon­stra­tiv öffent­lich voll­zo­ge­ne Geste dem Gegen­über, im kon­kre­ten Fall Pri­mas Wel­by den Ein­druck einer Auf­wer­tung. Die Detail­fra­gen die­ser insze­nier­ten Gna­den­um­kehr sind von Theo­lo­gen zu ergrün­den. Hier soll der Hin­weis dar­auf genü­gen, daß hin­ter der sym­pa­thi­schen Geste einer Ein­zel­per­son ein theo­lo­gi­scher Defekt für Petrus ste­hen kann.

Nicht zuletzt ist dar­an zu erin­nern, daß der dama­li­ge Erz­bi­schof Ber­go­glio sich von den 2006 im Luna Park von Bue­nos Aires ver­sam­mel­ten Cha­ris­ma­ti­kern aller Kon­fes­sio­nen seg­nen ließ. Im Publi­kum ließ er sich von einem jun­gen Pro­te­stan­ten in etwas exta­ti­scher Situa­ti­on seg­nen, auf der Büh­ne knie­te er vor ver­sam­mel­tem Publi­kum nie­der und ließ sich von den Füh­rungs­ge­stal­ten, dar­un­ter Pater Can­tala­mes­sa, aber auch ver­schie­de­nen pro­te­stan­ti­schen Cha­ris­ma­ti­kern seg­nen. Unter ihnen befand sich damals auch der Evan­ge­li­ka­le Gio­van­ni Tra­et­ti­no, den Fran­zis­kus im ver­gan­ge­nen Juli in Caser­ta besuchte.

Bartholomäus betonte orthodoxen Standpunkt, der Primat zur Kernfrage macht

Der Höhe­punkt der Begeg­nung von Petrus und Andre­as, der bei­den Apo­stel­brü­der, die in der ortho­do­xen Iko­no­gra­phie in jeder Kir­che dar­ge­stellt sind, wie sie sich umar­men und die Ein­heit von West- und Ost­kir­che sym­bo­li­sie­ren, war ein ande­rer. Eine Iko­no­gra­phie, die aller­dings auch eine Gleich­ran­gig­keit signa­li­sie­ren will, die den Vor­rang des Petrus ein­eb­nen möch­te. Doch Chri­stus hat nicht den Andre­as zum Ersten beru­fen, auch nicht zum Zwei­ten. Er hat Petrus beru­fen, dem alle Apo­stel glei­cher­ma­ßen zuge­ord­net sind. Eben Papst und Bischöfe.

„Der Höhe­punkt war am Ende der ‚gött­li­chen Lit­ur­gie‘ in der St. Georgs­kir­che des Pha­nar am Gedenk­tag des hei­li­gen Apo­stels Andre­as, das gegen­sei­ti­ge Ver­spre­chen der Kir­chen­ein­heit“, so der Vati­ka­nist San­dro Magister.

Patri­arch Bar­tho­lo­mä­us erkann­te dem Ober­haupt der Kir­che von Rom das Ver­dienst zu, hof­fen zu las­sen, „daß die Annä­he­rung unse­rer bei­den gro­ßen alten Kir­chen wei­ter­hin auf den festen Fun­da­men­ten unse­rer gemein­sa­men Tra­di­ti­on auf­bau­en wird, die immer im Leib der Kir­che den Lie­bes­pri­mat, den Ehren­pri­mat und den Dienst­pri­mat im Rah­men der Syn­oda­li­tät respek­tier­te und aner­kann­te, damit mit einem Mund und einem Her­zen der Drei­ei­ne Gott bekannt wer­de und sich Sei­ne Lie­be über die Welt ergieße“.

Papst und Bischöfe oder Bischöfe ohne Papst?

Eine Ver­tei­di­gungs­re­de für die ortho­do­xe Aus­le­gung des römi­schen Pri­mats, dem nur ein Ehren­vor­rang ein­ge­räumt wird. „Lie­bes­pri­mat“ steht als Chif­fre für die Ableh­nung des Juris­dik­ti­ons­pri­mats und letzt­lich eine Her­ab­stu­fung des Petrus auf die Ebe­ne der Apo­stel. Kein Papst, nur Bischöfe.

Bar­tho­lo­mä­us beton­te, daß „die gött­li­che Vor­se­hung durch die von den hei­li­gen öku­me­ni­schen Kon­zi­len errich­te­te Ord­nung die Ver­ant­wor­tung für die Koor­di­nie­rung und den Aus­druck der Homo­pho­nie der Aller­hei­lig­sten ortho­do­xen Orts­kir­chen“ ihm, dem öku­me­ni­schen Patri­ar­chen von Kon­stan­ti­no­pel über­tra­gen habe. Als sol­cher berei­te er, so Bar­tho­lo­mä­us gegen­über Fran­zis­kus, die „hei­li­ge und öku­me­ni­sche Syn­ode der ortho­do­xen Kir­che“ vor, die 2016 nach einem hal­ben Jahr­hun­dert der Vor­be­rei­tun­gen statt­fin­den wer­de. Die­se gesamt­or­tho­do­xe Syn­ode erwar­te sich, so Bar­tho­lo­mä­us, die Teil­nah­me der Katho­li­schen Kir­che durch Beobachter.

Papst Fran­zis­kus berief sich auf das Dekret des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils über die Ein­heit der Kir­chen, das genau vor einem hal­ben Jahr­hun­dert ver­ab­schie­det wur­de. „Mit die­sem Dekret erkennt die katho­li­sche Kir­che an, daß die ortho­do­xen Kir­chen wah­re Sakra­men­te haben und vor allem kraft der apo­sto­li­schen Suk­zes­si­on das Prie­ster­tum und die Eucha­ri­stie, durch die sie noch durch sehr enge Ban­de mit uns ver­bun­den sind“.

Macht sich der „Bischof von Rom“ Chiffre „Liebesprimat“ zu eigen?

Wört­lich sag­te der Papst: „(…) die Wie­der­her­stel­lung der vol­len Gemein­schaft zu beto­nen, die weder bedeu­tet, ein­an­der zu unter­wer­fen noch ein­zu­ver­lei­ben, son­dern viel­mehr alle Gaben anzu­neh­men, die Gott jedem gege­ben hat.“

Und wei­ter: „Jedem von euch möch­te ich ver­si­chern, dass die katho­li­sche Kir­che, um das ersehn­te Ziel der vol­len Ein­heit zu errei­chen, nicht beab­sich­tigt, irgend­ei­ne For­de­rung auf­zu­er­le­gen als die, den gemein­sa­men Glau­ben zu beken­nen, und dass wir bereit sind, im Licht der Leh­re der Schrift und der Erfah­rung des ersten Jahr­tau­sends gemein­sam die Bedin­gun­gen zu suchen, um mit die­sen die not­wen­di­ge Ein­heit der Kir­che unter den gegen­wär­ti­gen Umstän­den zu gewährleisten“.

Bemer­kens­wer­ter ist, daß der Papst von sich nur als „Bischof von Rom“ sprach und sich die ortho­do­xe Sprach­re­ge­lung der „Kir­che, die den Vor­sitz in der Lie­be führt“, gemeint ist damit die Diö­ze­se von Rom, zu eigen machte.

Die Lesart der „Ultrabergoglianer“

Aus der gemein­sa­men Erklä­rung von Fran­zis­kus und Bar­tho­lo­mä­us schloß die „ultra­ber­go­glia­ni­sche Inter­net­sei­te Vati­can Insi­der“ (San­dro Magi­ster), „daß für den der­zei­ti­gen Nach­fol­ger des Petrus die Wie­der­her­stel­lung der vol­len Ein­heit zwi­schen Katho­li­ken und Ortho­do­xen bereits heu­te mög­lich wäre, ohne den ortho­do­xen Brü­dern theo­lo­gi­sche oder juris­dik­tio­nel­le Vor­be­din­gun­gen zu stellen“.

„Die Wirk­lich­keit sieht jedoch anders aus“, so Magi­ster. Der Weg zur Ein­heit zwi­schen Katho­li­ken und Ortho­do­xen bleibt unweg­sam und hat aus ortho­do­xer Sicht im Pri­mat des Petrus sein größ­tes unge­lö­stes Pro­blem. Für die Katho­li­ken stel­len sich neben der Pri­mats­fra­ge noch eine Rei­he theo­lo­gi­scher Fra­gen, wo die Ortho­do­xie im Lau­fe der Jahr­hun­der­te unter ver­schie­dent­li­chem Ein­fluß, auch poli­ti­scher Ein­grif­fe, die Wahr­heit nur in der Theo­rie, nicht aber in der Pra­xis rein bewah­ren konn­te. Ein Aspekt ist das Ehe­sa­kra­ment, wie durch die Dis­kus­si­on in der Katho­li­schen Kir­che über die The­sen von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per zur Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner zur Kom­mu­ni­on deut­lich wur­de. Glei­ches gilt für das Wei­he­sa­kra­ment, wo die Ost­kir­chen den Zöli­bat für das Mönchs­tum und die Bischö­fe, nicht aber für den Weltk­le­rus bewah­ren konnten.

Im Zusam­men­hang mit dem Pri­mat und der kirch­li­chen Ord­nung steht die ost­kirch­li­che Syn­oda­li­tät, die von der latei­ni­schen Kir­che so nicht gekannt wird. Bar­tho­lo­mä­us beton­te die­sen Aspekt, den der Osten somit bei­be­hal­ten möchte.

Orthodoxe Sakramente zwischen Theorie und Praxis

Der Ver­weis auf „die Erfah­rung des ersten Jahr­tau­sends“, in dem West und Ost noch ver­eint waren, genügt jedoch nicht, um auch für das Heu­te die For­men auf­zu­zei­gen, die für eine neue Ein­heit ange­mes­sen sind und von bei­den Sei­ten aner­kannt wer­den. Zudem war das Ver­hält­nis im ersten Jahr­tau­send mehr­fach schwer erschüt­tert. Das Gro­ße Schis­ma fällt zwar in den Beginn des zwei­ten Jahr­tau­sends, geht aber auf Brü­che des ersten Jahr­tau­sends zurück.

Seit Jah­ren befaßt sich eine gemisch­te Theo­lo­gen­kom­mis­si­on aus Katho­li­ken und Ortho­do­xen mit den offe­nen Fra­gen ohne sub­stan­ti­el­le Fort­schrit­te zu erzie­len. Die ortho­do­xen Kir­chen sind unter­ein­an­der uneins — uneins auch dar­in, und das in erheb­li­chem Maße, wel­che Pri­mats­rol­le sie über­haupt dem öku­me­ni­schen Patri­ar­chen von Kon­stan­ti­no­pel zuge­ste­hen, geschwei­ge denn dem Papst in Rom.

Die Reden von Bar­tho­lo­mä­us beim Tref­fen mit dem „Bischof von Rom“ sind daher vor allem auch inner­or­tho­dox zu lesen. Er ver­such­te mit Nach­druck die­se Zuer­ken­nung eines Vor­ran­ges durch das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt zu nüt­zen, um gegen­über den ande­ren ortho­do­xen Patri­ar­chen und Natio­nal­kir­chen sei­ne Stel­lung zu beto­nen und zu festigen.

Die Ansprachen des Papstes im christlichen Konstantinopel

Der Papst nahm Ter­mi­ne im mos­le­mi­schen Istan­bul mit den tür­ki­schen Staats- und Reli­gi­ons­ver­tre­tern wahr, ein­schließ­lich eines Moschee­be­su­ches, der wie bereits bei sei­nen Vor­gän­gern Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. umstrit­ten ist. Anbei alle Anspra­chen des Pap­stes im christ­li­chen Kon­stan­ti­no­pel. Die gemein­sa­me Erklä­rung des Pap­stes und des öku­me­ni­schen Patri­ar­chen Bar­tho­lo­mä­us I. wird auch an die­ser Stel­le veröffentlicht.

Pre­digt des Hei­li­gen Vaters in der katho­li­schen Hei­lig-Geist-Kathe­dra­le von Konstantinopel
Sams­tag, 29. Novem­ber 2014

Anspra­che des Hei­li­gen Vaters beim Öku­me­ni­schen Gebet in der ortho­do­xen Patri­ar­chal­kir­che St Georg von Konstantinopel
Sams­tag, den 29. Novem­ber 2014

Anspra­che des Hei­li­gen Vaters im Anschluß an die Gött­li­che Lit­ur­gie in der ortho­do­xen Patri­ar­chal­kir­che St. Georg in Konstantinopel
Sonn­tag, den 30. Novem­ber 2014

Öku­me­ni­scher Segen und Unter­zeich­nung der gemein­sa­men Erklä­rung in Konstantinopel
Sonn­tag, den 30. Novem­ber 2014

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Set­ti­mo Cielo

50 Kommentare

  1. Die­se Gesten von Papst Ber­go­glio sind nichts mehr Unge­wöhn­li­ches und die Bot­schaf­ten, die er damit ver­mit­teln will, wer­den immer scha­ler. Et iss halt der Ber­go­glio. Es ist ihm auch nicht zu helfen.
    Aber der Ber­go­glio ist ein Über­zeu­gungs­tä­ter: den Evan­ge­li­ka­len ist er ein Evan­ge­li­ka­ler, den Ortho­do­xen ein Ortho­do­xer, den Mar­xi­sten ein Mar­xist, den Juden ein Jude und dann setzt er sich noch ins isla­mi­sche Boot: nein, er hat da kei­ne Probleme.
    Pro­ble­me hat er nur mit den Leh­ren der Kir­che, weil die ja lästig sind. Nur die Leh­ren stö­ren — und ohne sie wäre alles gut. Kaum oder nie erin­nert er sei­ne Gesprächs­part­ner an die Wahr­heit und Wahr­hei­ten des Kate­chis­mus und vie­ler Dog­men. Und bös‚ wird er nur, wenn Kar­di­nä­le und Ordens­ge­mein­schaf­ten die Wahr­heit ernst neh­men und sich danach rich­ten und leben.

  2. Ber­go­gliac­cio, der sich vor Häre­ti­kern und Schis­ma­ti­kern ver­neigt, nie­der­wirft und ihnen die Füße küßt um ihren „Segen“ zu empfangen, 

    gleich­zei­tig Katho­li­ken ver­folgt, Prie­ster ver­spot­tet, dem HERRN die anbe­ten­de Knie­beu­ge verweigert,
    in Moscheen „Anbe­tung“ Rich­tung Mek­ka hält, wäh­rend weni­ge Kilo­me­ter wei­ter von sei­nen gelieb­ten Moham­me­da­nern Chri­sten die Köp­fe abge­met­zelt werden.

    Die­ser Mann ist der per­so­ni­fi­zier­te Greu­el der Ver­wü­stung an hei­li­ger Stätte!

    • catho­li­cus
      Wenn Papst Fran­zis­kus die Bibel kennt, dann weiß er, dass der Höher­ge­stell­te den Nied­ri­ger­ge­stell­ten seg­net und der Nied­ri­ger­ge­stell­te vom Höher­ge­stell­ten den Segen emp­fängt, und zwar laut Hebrä­er­brief, der das im Hin­blick auf den Segen erklärt, den Abra­ham von Mel­chise­dek empfing.
      Aber ehr­lich gesagt glau­be ich Papst Fran­zis­kus sei­ne Geste nicht. Es ist alles Poli­tik. Gera­de die­ser Papst wird Macht­po­li­tik wie ein Gre­gor oder Inno­zenz trei­ben wenn nötig.

  3. Der Patri­arch mit lan­ger Schlep­pe und Dia­kon als Schlep­pen­trä­ger und der Papst in Sou­ta­ne (fran­zö­sisch: Unterrock).

  4. Die­se Gestik ist ein­fach nur pein­lich und wirkt krie­che­risch, nicht demü­tig, was es wahr­schein­lich sein soll.
    Bei einem wahr­haft Demü­ti­gen, wie etwa Bene­dikt XVI., wür­de es NICHT pein­lich wir­ken, das ist der klei­ne, aber fei­ne Unter­schied, der einem B. aber mit Sicher­heit entgeht.

      • Ja, aber die beschwich­ti­gen­den neo-con Block­war­te Schlegl, Pyt­lik u co. ste­hen bereits parat mit ihren Scheltworten.
        Ent­we­der „Wis­sen Sie es bes­ser als der Hl. Vater“ oder Sie sind „Fun­da­men­ta­list“.

      • @J.G. Rat­kaj
        Was haben wir für die­se von Ihnen benann­ten Pati­en­ten in mei­ner Diagnosekiste:
        Psy­cho­se. Das ist der Ober­be­griff für psy­chi­sche Erkran­kun­gen mit einem Rea­li­täts­ver­lust. Schi­zo­phre­nie. Das ist eine häu­fi­ge und schwe­re Form der psy­cho­ti­schen Erkrankung.
        Schi­zo­phre­ne Pati­en­ten lei­den unter einem Rea­li­täts­ver­lust. Also nicht ärgern. Was erwar­ten Sie, daß ein psy­chisch Kran­ker die psy­chi­sche Krank­heit sei­nes Gurus erkennt? 😉

      • Schle­gel ist der Bur­ner… bestimmt ali­as Fran­zis­kus, ali­as Kas­per, ali­as Marx, ali­as Alien…

      • @Sabine F.

        Auweia, das wäre dann aller­dings eine dis­so­zia­ti­ve Iden­ti­täts­stö­rung (DIS) oder mul­ti­ple Per­sön­lich­keits­stö­rung (MPS). Sol­che Pati­en­ten bil­den zahl­rei­che unter­schied­li­che Per­sön­lich­kei­ten, die abwech­selnd die Kon­trol­le über ihr Ver­hal­ten über­neh­men. Fol­ge­stö­run­gen sind u. a. Selbst­ver­let­zun­gen und Bezie­hungs­pro­ble­me. In solch einem Fall kann man auch als The­ra­peut kaum ver­hin­dern, daß der Kan­di­dat sich mit sei­nem Schlegl einen überzieht.

  5. Ber­go­glio ver­tritt nicht die Katho­li­sche Religion.er zer­kaut die ewi­ge Wahr­heit ‚die­se .„kriegt er nicht ùber die Lippen„in Namen der Bescheidenheit.zerstôrt er die 2000jàhri­ge Ver­herr­li­chung Jesu Chri­sti.… in unserem.katholischem.Glauben,Er ver­neigt sich„,bescheiden“,wo irgend­ei­ne Religion,oder ein­fluss­rei­che Organisation,gerade sitzt.In Namen der Brù­der­lich­keit ‚Barmherzigkeit,Einheit,die, er und die seinen,bestimmen.Es ist doch Diktat,im Namen eines „Dialoges“.Ein Dik­tat der poli­tisch kor­rek­ten Begrif­fe in einer „Breireligion“,die kein Angehôriger irgend­ei­ner alten Religion,will.Wir wer­den alle Brùder,geschlechtsneutrale Brùder?Und ein gro­sser Kumpel,Bruder,passt auf unser Glùck und Frie­den auf,.…in tota­lem Friedenunfrieden,mit eine diktierter,im ste­ti­gem Aufbruch.sich bewegender„,Wertekatalog„und neu­er „spannender“„Wahrheiten“.Der Erleuch­te­te Fachmann,der macht es schon.! Der Fach­mann ist fùr die Iden­ti­tàt zustàndig,..Jedoch,der Àlmàchti­ger Gott,Der entscheidet.Gelobt sei Jesus Kristus.

  6. Beschei­den­heit — gezielt ein­ge­setzt- ist kei­ne Beschei­den­heit mehr.
    Sie irri­tiert, ist unecht, soll die Per­son ins rech­te Licht rücken, wirkt kal­ku­liert, mani­pu­lie­rend und stößt ab.
    Eine Tugend wird dadurch in ihr Gegen­teil verkehrt!

  7. Ber­go­glio ist mitt­ler­wei­le sein auto­ri­tä­rer Des­po­tis­mus zu Kopf gestie­gen, frei­lich nicht zuletzt wegen sei­nen Jubel-Fla­gel­lan­ten aller­or­ten. Das ist bei Abso­lu­ti­sten, die im Cha­rak­ter nicht gefe­stigt sind, stets eine gro­ße Gefahr.
    Die­se „Gesten“ („Anbe­tung“ oder Medi­ta­ti­on inklu­si­ve Haupt­sen­ken gen „Mek­ka“, Beu­ge vor Bar­tho­lo­mä­us) wie sein absurd vor­ge­tra­ge­ne Pau­per­is­mus („Vatikan“:Bitte tür­ki­sche Regierung:kein VW Pas­sat aber einen Fiat Albea)sind anstö­ßi­ge Selbst­in­sze­nie­run­gen eines Egomanen.
    Übri­gens wenn er so auf „Armut“ und „Beschei­den­heit“ tut, waum fährt er dann bin­nen 48 Stun­den zwei mal per Heli­ko­pter nach Caser­ta? war­um heu­ert er nicht in einer Dschun­ke in Istan­bul an und fährt so nach ST. Mar­ta? Sei­nem von dort her­rüh­ren­den Bauch­um­fang täte es nicht schaden.

    • Weih­nach­ten kommt er am Esel gerit­ten. Nee. Das wäre zu christ­lich, dis­kri­mi­nie­rend. Ein Fahr­rad und rund­her­um, im Dau­er­lauf. Hun­der­te Poli­zi­sten und Leib­wäch­ter. Beschei­den, wie der Poli­ti­ker, der sei­ne Turn­schu­he zum Mar­ken­zei­chen hatte.

      • Der Esel war das Reit­tier der Köni­ge von Israel.
        Es han­delt sich um eine könig­li­che Beschei­den­heit, beson­drs wenn es sich um ein noch nie berit­te­nes Tier handelt.
        Neben­bei: der Weg von Jeru­sa­lem nach Damas­kus war eine Karavanenpiste;
        die Haupt­reit­tie­re waren dort Esel und Dro­me­da­re, was auf den vie­len Male­rei­en der Visi­on v. St. Pau­lus nicht berück­sich­tigt wird (wobei ein tem­pe­ra­ment­vol­les Pferd sehr gut zu dem Hl. Pau­lus paßt)

      • @Ben Hur Passt, Alle weg… nur die Akten­ta­sche blieb. Ver­mut­lich haben die Alle nur eine Pau­se in den Blumen…

      • @Adrien Antoi­ne. Durch mein Zufalls­le­sen Ihrer wie immer wun­der­ba­ren Kennt­nis­se bin ich auf die Geschich­te vom Hei­li­gem Anto­ni­us und dem Esel gesto­ssen… auch das ist Zufall nicht Zufall… Danke.

    • Ja, sei­ne pro­spe­rie­ren­de Lei­bes­fül­le läßt sich gera­de mit beschei­de­nem Sei­den­tuch (s.o.) schlecht kaschieren.…

  8. Die HARMONIE die VERWIRRUNG bringt???
    In der Hl. Geist Kir­che sag­te der Papst über den Hl. Geist folgendes:

    „Die Kir­che und die Kir­chen sind beru­fen, sich vom Hei­li­gen Geist lei­ten zu las­sen, indem sie eine Hal­tung der Offen­heit, der Geleh­rig­keit und des Gehor­sams ein­neh­men. Mir kommt jenes schö­ne Wort des hei­li­gen Basi­li­us des Gro­ßen in den Sinn: „Ipse har­mo­nia est“. Er selbst ist Harmonie

    Es han­delt sich um eine Per­spek­ti­ve der Hoff­nung, die aber zugleich mühe­voll ist, inso­fern in uns stän­dig die Ver­su­chung vor­han­den ist, dem Hei­li­gen Geist Wider­stand zu lei­sten, denn er bringt die Kir­che in Ver­wir­rung, rüt­telt sie auf, setzt sie in Bewe­gung und drängt sie, voranzugehen..“

    http://w2.vatican.va/content/francesco/de/homilies/2014/documents/papa-francesco_20141129_omelia-turchia.html

    Übri­gens scheint „Ipse har­mo­nia est“ der Lieb­lings­spruch unse­res Pap­stes zu sein, aller­dings blieb Kir­chen­va­ter der dies gesagt haben soll bis jetzt unbekannt.
    Im Vati­kan und unter Theo­lo­gen herrsch­te gro­ßes Rät­sel­ra­ten, wel­chem Kir­chen­va­ter der Papst die­ses Zitat über den Hl. Geist „Ipse har­mo­nia est“ eigent­lich zuschreibt.

    Also, jetzt wo das Geheim­nis gelüf­tet ist, WER kennt die genaue Quelle?

    • Ich ken­ne die genaue Quel­le nicht. Die­ser Har­mo­nie­geist klingt wie ein abscheu­li­cher Ver­fùh­rer einer Jung­frau. Es ist ein Ver­ge­wal­ti­gungs­ver­such der Kir­che. Eine schlei­mi­ge Ver­ge­wal­ti­gung. Die Heils­ge­chich­te ist ewig, denn Gott ist all­mäch­tig… nicht der Satan.

      • Har­mo­nie­geist im Goog­le, Alles, von Môbel, Kos­me­tik… alles zu kau­fen. Auch ein Spruch zum Har­mo­nie­geist „nicht gesund ist, wer gut isst, son­dern der, der gut ver­daut“ (nicht genau zitiert), es ist ein Kochbuch.

    • Selbst wenn der hl. Basi­li­us dies irgend­wo gesagt haben soll­te, wäre das Zitat aus dem Zusam­men­hang geris­sen und in Bezug auf Häre­si­en, geschwei­ge denn ande­re Reli­gio­nen, eine absicht­li­che Irre­füh­rung. Ganz abge­se­hen davon, dass ein ein­zel­nen Zitat eines Kir­chen­va­ters, ja sogar Kir­chen­leh­rers, kei­ne bedin­gungs­lo­se Auto­ri­tät hat.
      Dass der Hei­li­ge Geist Har­mo­nie ist, ergibt einen Sinn zum Bei­spiel für die viel­fäl­ti­gen Gaben, die er in der Gemein­de (Kir­che) aus­teilt. Die­se bil­den in der Tat kei­ne Gegen­sät­ze, son­dern unter­ein­an­der eine Harmonie.
      In Bezug auf Sün­den und Irr­leh­ren ist die Eigen­schaft des Hei­li­gen Gei­stes, nach den Wor­ten Jesu im Johan­nes­evan­ge­li­um, viel­mehr ü b e r f ü h r e n d. Der Hei­li­ge Geist har­mo­ni­siert nicht die Unwahr­heit und die Sün­de, son­der er deckt sie auf, stellt sie bloß und über­führt sie!

      • Wie gut, sol­che Wor­te wie­der zu lesen. So kehrt der Frie­den in die See­le, hof­fe ich, zurück… lang­sam und müh­sam, vielleicht…

      • Zu Sagen der Hl. Geist ist Har­mo­nie ist das eine. Im näch­sten Satz zu behaup­ten der Hl. Geist bringt die Kir­che in Ver­wir­rung erscheint mir doch all­zu konträr.

      • @Imek…vielleicht soll am Ende,Diese„Harmonie“ das sein„,wo Die See­le weiss wie Schnee ist“,wie die des Winston,in Orwells 1984,…am Ende…Da jedoch,richtet der Ewi­ger Gott,der Drei­ei­n­i­ge Gott.….

    • Geehr­te @IMEK,

      Der Satz „ipse har­mo­nia est“ ist tat­säch­lich ein Lieb­lings­satz v. P. Fran­zis­kus, wur­de er doch schon im letz­ten Jahr schon 2x zitiert und aus­führ­lich kom­men­tiert, dabei stets mit dem Zusatz „von einem Kirchenvater“.
      Die gesam­te patro­lo­gi­sche Divi­si­on der Jesui­ten muß wohl hän­de­rin­gend über einem Jahr den ver­meint­li­chen Autor die­ses Spru­ches gesucht haben und nicht gefun­den, läßt sich bei die­sen Zita­ten über Goog­le doch kein ein­zi­ger Hin­weis finden.
      Des­halb wird auch wei­se geschwiegen.

      Es ist auch ein komi­scher Satz:
      ipse: latein., männ­li­ches Pronomen,„selber“,
      est: latein., verb,
      har­mo­nia: ein ursprüng­lich grie­chi­sches Wort, im Alten und Neu­en Testa­ment nicht vor­kom­mend, mit der Bedeu­tung: „Zusam­men­ge­schnür­te/-gezim­mer­te Kon­struk­ti­on“, auch :„Gelenk, Schar­nier“; davon abge­lei­tet „Aus­ta­rier­te Kon­struk­ti­on, System von zusam­men­pas­sen­den Unter­tei­len“, auch „musi­ka­li­sches System und ‑Stück“, auch „der Text zu der Musik“.
      Ins­ge­samt eine sehr komi­sche Mischung.

      Bei Cle­mens v. Rom (1. Cle­mens­brief a.d. Korin­ther) kommt das Wort nicht vor.
      Bei Bai­li­us v. Cäs­area fin­det sich das Wort „Har­mo­nia“ in der berühm­ten Schrift „De Spi­ri­tu Sancto“(Peri tou Hagiou Pneu­ma­tos) nur 1x(!), und wohl im 16 Kapi­tel (FC, 39, S.192/2):
      „Ohne die Lei­tung des Gei­stes ist es nicht mög­lich, die­se gan­ze geheim­nis­vol­le Har­mo­nie des Him­mels im Dienst Got­tes und im Über­ein­klang der über­welt­li­chen Mäch­te unter­ein­an­der zu bewah­ren.“( …Kai arre­ton har­mo­ni­an en te tei lei­tour­gia theou…)
      Nichts mit : „ipse est harmonia“

      Die Fra­ge ist natür­lich wer mit „ipse“ gemeint ist:
      ‑Unser Herr Jesus Chri­stus hat von Sich sel­ber gesagt, daß er gekom­men ist um das Schwert inner­halb von den Fami­li­en zu bringen.
      — Der Para­klet , litt. „der zur Hil­fe Geru­fe­ne“ , davon abge­lei­tet der Ver­tei­di­ger, der Anwalt, der Advo­ca­tus, im Gegen­satz zu dem Ver­fol­ger, dem Pro­kur­e­ur (in hoc casu: Satan) eben­falls- in die­sem Pro­zess wird kei­ne Har­mo­nie ange­strebt, sond­ren der Sieg des Guten über das Böse
      ‑Der Hl. Geist: das Zitat v. Basi­li­us dem Gro­ßen zeigt deut­lich, das der Hl. Geist die Har­mo­nie des Him­mels diri­giert- wie das nizä­ni­sche Cre­do, das dem Hl. Basi­li­us so am Her­zen lag, sagt: Gott ist der Schöp­fer des Him­mels und der Erde, von allem was sicht­bar und unsicht­bar ist; Er ist nicht der Him­mel und auch nicht die Erde.

      Patri­stisch also sehr unklar-eine Auf­ga­be für P. Fede­r­i­co Lombardi!
      Es ist jedoch ver­wickel­ter (ff. Teil2)

    • (Teil 2)

      Har­mo­nie war in der frü­hen Chri­sten­heit nun nicht gera­de an der Tages­ord­nung: star­ke Ver­fol­gung, Drang­sa­lie­rung und Tötung, Dif­fe­ren­zen zwi­schen pha­ri­säi­schen und hel­le­ni­sti­schen Juden­chri­sten, inten­ses Rin­gen um die Mis­si­on bei den Hei­den, Bekämp­fung von Simo­nie, von häre­ti­schen Leh­ren (Mar­ki­on),…

      Cle­mens v. Rom spricht dage­gen sehr viel von Homo­no­ia en Ale­t­heia, von der Einig­keit in der Wahr­heit, in dem Leben auf dem rich­ti­gen Pfad, nach dem Gesetz (wenn man so nimmt: „inner­halb den Buch­sta­ben“)- das ist heut­zu­ta­ge nicht an der Tagesordnung.

      Bei „Har­mo­nia“ muß­te ich wohl direkt an die Pytha­go­rä­er den­ken, einer grie­chi­schen Phi­lo­so­phen­schu­le im 5. und 4. Jhdt. v. C., die in ihrer Natur­phi­lo­so­phie eine „Har­mo­nie der Sphä­ren“ (bzw. drer Plka­ne­ten), ent­wickel­ten, die Mit musik zusam­men­ge­hal­ten wur­den bzw. Musik mach­ten, womit auch die Ton­ska­la der Noten korrespondierte.
      Die­se Pytha­go­rä­er übten einen gro­ßen Ein­fluß auf Pla­ton aus, dere die­se Sicht­wei­se für sei­ne Ideen­leh­re und See­len­mo­del­len adaptierte.

      Und hier fin­det sich tat­säch­lich fast genau das Zitat:
      (Phai­don 94a): „… oo Sim­mia, …eiper har­mo­nia estin…“/ „…o Sim­mi­as, …si est harmonia…“
      „Oder viel­mehr, Sim­mi­as, wenn wir es recht genau neh­men, wird kei­ne See­le Anteil an irgend­wel­che Laster haben, wenn sie (die See­le) sel­ber in Har­mo­nie ist; denn da die Har­mo­nie immer voll­kom­me­ne Har­mo­nie ist, kann sie an der Miß­har­mo­nie gar nie­mals Anteil haben“.
      In der latei­ni­schen Über­set­zung v. Didot wird im 2. Satz­teil dann übri­gens „consonantia“(„Wohlklingen“) mit „Dissonantia“(Verstimmtklingen“) übersetzt.

      Ein sehr gefähr­li­cher Satz, unter­schlägt er doch die mensch­li­che Beschrän­kung und ver­führt zu Abso­lu­tie­rung- es wäre ein mög­li­cher Start­punkt für die Apokatastasis/ die Ret­tung aller durch Besitz der Harmonie.
      Die frü­he Kir­che hat dies sehr genau und rich­tig bemerkt und aus die­sem Grun­de die Natur­phi­lo­so­phen und die Pla­to­ni­ker sehr kri­tisch gesehen.
      Die Neu­pla­to­ni­ker haben sich übri­gens stark gegen das Chri­sten­tum gewehrt.

      Der gro­ße Ein­fluß v. Ari­sto­te­les im Mit­tel­al­ter ist nicht zuletzt als Abwehr und Abwen­dung von die­sen fast eso­te­ri­schen Ten­den­zen zu verstehen.
      Der Spruch „ipse est har­mo­nia“ paßt übri­gens sehr gut in dem Mit­tel­al­ter- da gibt es gro­ße Kory­phä­en in Deutsch­land die das viel bes­ser aus­ar­bei­ten kön­nen als ich, ein­fa­cher Dilettant.
      Ob jedoch mit „ipse“ der Hl.Geist gemeint ist, bezweif­le ich trotzdem.
      Gera­de nach der Syn­ode mit der par­r­he­sia (kräf­ti­ger Spra­che), mit dem „par­r­he­sia­zo­mai“( dem Anfau­chen des Geg­ners), mit der Kujon­nie­rung und Dis­zi­pli­nie­rung der Fran­zis­ka­nen der Imma­cu­la­ta, der Degra­dati­on und dem Raus­wurf v. Kard. Bur­ke, füh­le ich mich bei die­sem Spruch irgend­wie veräppelt. 

      Auf das Ori­gi­nal­zi­tat mit Quel­len­an­ga­be bin ich jedoch sehr neugierig.
      Te lucis ante terminum

      • Vie­len Dank @Adrien Antoi­ne für ihre Mühe.
        Der Hin­weis auf die Pytha­go­rä­er ist wirk­lich sehr inter­es­sant, ins­be­son­de­re P. Fran­zI. sich wie­der­holt im Sin­ne der Aller­lö­sung geäu­ßert hat.
        (Aller­hei­li­gen 2013 und bei der letz­ten Gene­ral­au­di­enz im November)

        Viel­leicht haben die­je­ni­gen recht die mut­ma­ßen, der „Kir­chen­va­ter“ müs­se Ber­go­glio selbst sein.

  9. Schon Kar­di­nal Ratz­in­ger äußer­te, man kön­ne von den Ortho­do­xen nicht mehr an katho­li­schem Glau­ben ver­lan­gen, als der Osten und der Westen im ersten Jahr­tau­send gemein­sam hat­ten: Was damals wahr war, kann heu­te nicht falsch sein.“ Schon Papst Johan­nes Paul II. hat­te in sei­ner Enzy­kli­ka „Ut unum sint“ in Aus­sicht gestellt, eine sol­che Aus­übung des päpst­li­chen Pri­mats zu fin­den, die für die Ortho­do­xen annehm­bar wäre. Also auch hier nichts Neu­es von Papst Franziskus.—
    Frei­lich kann man dann auch fra­gen: war­um nicht gleich zum Glau­ben und zur Pra­xis der frü­hen Kir­che zurück­keh­ren? War die denn ver­kehrt? Nach dem Judas­brief, Vers 3, und nach dem Gala­ter­brief Kapi­tel 1 und wei­te­ren Stel­len ganz gewiss nicht.
    Aber viel­leicht kommt das ja noch…

  10. Wie­der ein Beweis der erschüt­tern­den Unbil­dung die­ses Lai­en­dar­sel­lers im wei­ssen Kostüm.
    Mei­ne Güte wie sehr kann man das Papst­tum herunterwirtschaften.
    Jetzt sitzt das „Unbil­dungs-Pro­le­ta­ri­at“ auf dem Stuhl Petri.
    Das jüng­ste Gericht muß ganz nah sein.

    • Wur­de nicht sati­risch fest­ge­stellt, kurz nach dem Konklave:
      Ratz­in­ger ist Deut­sches Huma­ni­sti­sches Gymnasium,
      Ber­go­glio neu­deut­sche Gesamtschule
      ?

  11. Die Rei­se vom Papst in die Tür­kei war ein ein­zi­ges Fias­ko, sowohl gegen­über den Mos­lems wie gegen­über dem schwa­chen (weil in der isla­mi­schen Tür­kei leben­den) Patri­ar­chen von Kon­stan­ti­no­pel: ohne Wür­de, ohne Respekt, ohne Ehre. Die katho­li­sche Kir­che muß den Tür­ken als ein Sau­hau­fen erschei­nen und das ist sie auch gro­ßen­teils: Kas­per, Marx und und und. Es gab bei bei­den Abstim­mun­gen auf der Syn­ode soli­de Mehr­hei­ten für deren Schalmeientöne.

    Papst Fran­zis­kus, der den guten Namen Fran­zis­kus bis zur Unkennt­lich­keit her­un­ter­wirt­schaf­tet, hat sei­ne Rol­le in der Tür­kei gespielt als wäre er ein Narr. Er benahm sich aber nicht wie ein Narr, son­dern wie ein Toll­patsch. Er läßt ganz nach dem Geschmack sei­ner genüß­lich jauch­zen­den Anhän­ger tat­säch­lich kein Fett­näpf­chen aus.

    Ein ech­ter Narr ist er nicht, denn der steht zu unver­rück­ba­ren Grund­sät­zen, der Wahr­heit, die er nie ver­leug­net oder auf­gibt zugun­sten von fal­schem Bei­fall oder Anbiederung.
    Ber­go­glio aber ver­rät bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit die Leh­ren und Dog­men der Kir­che als wäre das sei­ne lieb­ste Rol­le als „Bischof von Rom.“

    Ist es ganz abwe­gig etwa einen Zusam­men­hang zu sehen zwi­schen der Anbie­de­rung an den Islam und den Mord­hau­fen in Syri­en und Irak, Nige­ria und Paki­stan usw.? Ich wür­de ein deut­li­ches NEIN dazu sagen. Je mehr sich die Kir­che sich dem Islam anbie­dert, desto stär­ker und bru­ta­ler fällt des­sen Ant­wort aus.

    • Franzel@: Und dar­über­hin­aus wir­ken Ber­go­gli­os State­men und sei­ne Jubel­frit­zen doch eher unbe­hol­fen. Und über­haupt: Wo blei­ben denn die „Früch­te“ sei­ner in die Welt hin­aus­po­saun­ten „Frie­dens­schall­mei­en“? In Euro­pa wird jetzt gera­de mas­siv mili­tä­risch auf­ge­rü­set, im Nahen Osten ver­geht kein Tag, an dem nicht gemor­det, geschos­sen und Hass gesät wird. In der Ukrai­ne seg­net die nahe­zu gesam­te Kir­che die Waf­fen. Und wie steht es mit der sozia­len Gerech­tig­keit — ich mei­ne hier im soge­nan­nen „frei­en Westen“? In Süd­eu­ro­pa über 50% Jugend­ar­beit­lo­sig­keit, Teue­rung, Abbau demo­krai­scher Rech­te und Regu­lie­rungs­wut durch die EU-Bon­zen. Russo­pho­bie, Wie­der­star­ken des Ras­sis­mus und Faschis­mus in neu­em Gewand. In der Alpen­re­pu­blik Schweiz wird gegen die sozi­al Schwa­chen gehetzt, dass sich die Bal­ken bie­gen. In den MEDIEN OFFENBART SICH ein Hass gegen die katho­li­sche Kir­che in einer Unver­fro­ren­heit, dass man Sei­nes­glei­chen sucht. Des Schwei­zers Gott ist und bleibt der Geld­beu­tel, Rei­che wer­den dort rei­cher und Arm ärmer. Mil­li­ar­dä­re und Mil­lio­nä­re wer­den vom Schwei­zer Stimm­bür­ger hofiert. Die Apel­le des Pap­stes für eine arme Kir­che für die Armen, gegen die Ein­sam­keit der Armen und Alten und der Jugend, ver­hal­len im Nir­wa­na. Das ist die Rea­li­tät. Man lese ein­mal in den Mei­nungs­fo­ren der Schwei­zer Tageszeitungen.Da wird prak­tisch nur über die tole­ran­te Sexu­al­mo­ral des Pap­stes geju­belt, aber über die sozia­le Gerechgkeit, ddie der Papst ein­mahnt: 0‑Minus!!

    • @Franzel

      Sei­ne Sei­ten­hie­be auf uns „fun­da­men­ta­le Chri­sten“ hal­te ich inzwi­schen nicht nur für bedenk­lich, son­dern schon gefähr­lich; er lenkt ganz geschickt den Hass auf Chri­sten, die dem Herrn treu fol­gen wol­len. Schlegl und Co. ent­wickeln auch schon lang­sam freisler­sche Qua­li­tä­ten; bei ent­spre­chen­dem Rück­halt, wenn ihr GröFaZ wei­ter­hin poli­ti­schen Ein­fluß gewinnt, wer­den wir uns noch warm anzie­hen müssen.

    • Wie bit­te?
      „denn er steht zu unver­rück­ba­ren Grund­sät­zen, der Wahr­heit, die er nie ver­leug­net oder aufgibt“…
      Sie lei­den an Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung! Was reden Sie da?

  12. Dan­ke für Ihre Hin­wei­se @Leone. Was in Euro­pa sich abspielt, ist ein­fach nicht mehr auch nur halb­wegs als nor­mal zu bezeich­nen. Noch hält „das Geld“.
    Aber wie lan­ge noch? Wenn die finan­zi­el­le Sei­fen­bla­se platzt, dann bin ich mal gespannt, was den Ent­täusch­ten gebo­ten wird.

    Ja der Faschis­mus hat sich neue Gewän­der zuge­legt. Auch in D het­zen die Medi­en Tag für Tag gegen das sich re-chri­stia­ni­sie­ren­de Ruß­land, das aber nach mei­nem Dafür­hal­ten unter dem Schutz der Mut­ter­got­tes steht. Auf kath.net @Ben Hur aber auch bei der Tages­post aus Würz­bug wird kräf­tig gegen Ruß­land aus­ge­keilt. Von Frie­den und Ver­stän­di­gung und einem gedeih­li­chen Mit­ein­an­der ist bei den mei­sten Poli­ti­kern Euro­pas und den gleich­ge­schal­te­ten Medi­en kei­ne Rede.

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