Frieden, Verwirrung, Synkretismus — Unbeantwortete Fragen zum „Friedensgebet“ des Papstes

Papst Franziskus und das abrahamitische "Friedensgebet" an drei Götter
Papst Fran­zis­kus und das abra­ha­mi­ti­sche „Frie­dens­ge­bet“ an drei Götter

(Vati­kan) Das „Frie­dens­ge­bet“ für den Nahen Osten, zu dem Papst Fran­zis­kus Isra­els Staats­prä­si­den­ten Simon Peres und den Palä­sti­nen­ser­prä­si­den­ten Abu Mazen in den Vati­kan ein­lud, sorgt wei­ter­hin für Irri­ta­tio­nen. Papst Fran­zis­kus beharr­te auch in sei­nem jüng­sten Inter­view für La Van­guar­dia dar­auf, daß es sich nicht um eine poli­ti­sche Ver­mitt­lungs­in­itia­ti­ve, son­dern um eine reli­giö­se Initia­ti­ve han­del­te, die ihm „spon­tan“ wäh­rend sei­nes Besuchs im Hei­li­gen Land gekom­men sei.

Das „Frie­dens­ge­bet“ mit Rab­bi und Imam in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten hat eine Rei­he von Fra­gen auf­ge­wor­fen, die trotz zahl­rei­cher Stel­lung­nah­men, päpst­li­cher Inter­views und Medi­en­be­rich­ten einer Ant­wort har­ren. Selbst Pres­se­ar­ti­kel in katho­li­schen Medi­en und aus der Feder von Katho­li­ken, haben teils die Ver­wir­rung noch erhöht, anstatt Klar­heit zu schaf­fen. Grund dafür ist, daß kir­chen­treue Katho­li­ken, die das beste wol­len, in die­sem Pon­ti­fi­kat immer wie­der hilf­los her­um­sto­chern, weil sie päpst­li­che Initia­ti­ven ver­tei­di­gen, obwohl sie selbst über die päpst­li­chen Inten­tio­nen ziem­lich im Dun­keln tap­pen und der Papst und das zustän­di­ge Pres­se­amt des Hei­li­gen Stuhls kei­nen Wert dar­auf zu legen schei­nen, Unklar­kei­ten zu berei­ni­gen. Es scheint, als wol­le man man­che Aspek­te absicht­lich im Unkla­ren las­sen. Das schafft einer­seits Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum für jene, die einen sol­chen nüt­zen wol­len, aber zumin­dest eben­so­viel Unklar­heit bei jenen, die sich vom katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt eine kla­re Füh­rungs­rol­le erwar­ten. Ein „ein­fa­cher, aber den­ken­der Katho­lik“ von 30 Jah­ren, faß­te sei­ne Fra­gen zum „Frie­dens­ge­bet“ zusam­men, das er als „reli­giö­se Geste mit poli­ti­scher Ziel­set­zung“ bezeich­net. Hier sei­ne Fragen:

Fragen zum abrahamitischen „Friedensgebet“ von Papst Franziskus

1.) Die Geste von Papst Fran­zis­kus rei­he sich in eine lan­ge „Tra­di­ti­on“ ein, die von vie­len „Päp­sten der Neu­zeit“, von Alex­an­der VI., Pius IX., Bene­dikt XV., Pius XII. bis zu den Päp­sten der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts ver­tre­ten wur­de, die jeweils öffent­li­che Initia­ti­ven set­zen, um bewaff­ne­te Kon­flik­te zu ver­hin­dern und den Frie­den zu bewah­ren. Wann hat aber irgend­ei­ner die­ser Päp­ste Staats­ober­häup­ter ein­ge­la­den und das Mit­tel des gemein­sa­men Gebets ein­ge­setzt, das sich an drei unter­schied­li­che Göt­ter richtete?

2.) „Nor­ma­li­sten“ wei­sen den Vor­wurf zurück, daß hin­ter der Gebets­in­itia­ti­ve in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten der „Geist von Assi­si“ und des öku­me­ni­schen Dia­logs ste­he, weil es sich in die­sem Fall um eine „poli­ti­sche“ und daher nicht im eigent­li­chen Sinn reli­giö­se Initia­ti­ve gehan­delt habe. Papst Fran­zis­kus betont jedoch kon­se­quent das Gegen­teil. Zudem war das Gebet das Haupt­in­stru­ment die­ses Tref­fens gegen­über der Welt­öf­fent­lich­keit. Das Gebet aber soll­te Zeug­nis geben für den Glau­ben an den einen, wah­ren Gott. Vor der Welt­öf­fent­lich­keit wur­de jedoch „Zeug­nis“ für drei ver­schie­de­ne Göt­ter abge­legt, den des Chri­sten­tums, den des Juden­tums und den des Islams, und damit der Ein­druck bestärkt, alle „Göt­ter“ und daher alle Reli­gio­nen sei­en gleich. Absur­de, rein rhe­to­risch gemein­te Anfra­ge: Soll­te mor­gen tat­säch­lich im Nahen Osten der Frie­den erreicht wer­den, wel­chem Gott müß­te dann dafür gedankt wer­den? Dem Drei­fal­ti­gen Gott, Allah oder Jah­we? Die Fra­ge ist absurd, weil Jesus Chri­stus gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben“. Sei­ne gemein­sa­me Anru­fung gemein­sam mit ande­ren Göt­tern scheint die­sem Anspruch Chri­sti wenig ange­mes­sen und fol­ge­rich­tig, wes­halb es ziem­lich selt­sam wäre, wenn Er aus­ge­rech­net ein solch poly­pho­nes, aller­dings kako­phon-ver­wirr­tes Gebet erhö­ren wür­de, denn das wäre, als hät­te Er gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben, ich bin der ein­zi­ge wah­re Gott, aber auch wenn ihr mich zusam­men mit fal­schen Göt­zen anbe­ten soll­tet, wer­de ich euer Gebet erhö­ren, weil ich ja nicht klein­ka­riert sein will, son­dern welt­of­fen und mich bei sol­chen For­ma­lis­men auf­hal­ten will.“ Doch aus der Hei­li­gen Schrift wis­sen wir, daß Gott das genaue Gegen­teil ver­langt, wie der Tanz um das Gol­de­ne Kalb zeigt. Dar­um mei­ne Fra­ge: Hat das Erste Gebot Gül­tig­keit oder nicht? Ist es abso­lut gül­tig oder erlaubt es Aus­nah­men, wenn es um poli­ti­sche Fra­gen geht oder der Frie­den zwi­schen den Völ­kern auf dem Spiel steht?

3.) Wahr­schein­lich ist es die reli­giö­se Geste mit poli­ti­scher Ziel­set­zung, die mir auf­stößt. So edel und wich­tig das poli­ti­sche Anlie­gen sein mag, steht die Fra­ge im Raum, war­um das reli­giö­se Mit­tel par excel­lence, das Gebet, dafür auf so schlech­te Wei­se ein­ge­setzt wird? War­um auf so „schlech­te“ Wei­se? Kann es einem gleich­gül­tig sein, wenn der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden dazu auf­for­dert, daß „jeder zu sei­nem Gott“ beten soll? Wie­viel Chri­sten sind heu­te noch über­zeugt von der Heils­not­wen­dig­keit der Katho­li­schen Kir­che? Ver­stärkt eine sol­che Geste, zumal durch den Papst, und damit auf höch­ster Ebe­ne, nicht die ohne­hin bereits ver­brei­te­te Ver­wir­rung unter den Katho­li­ken und damit den vor­ran­gig ihm anver­trau­ten Scha­fen? Der Ver­wir­rung in der Leh­re folgt auf den Fuß die Ver­wir­rung in der Moral: Wie­vie­le sind heu­te über­zeugt, leben zu kön­nen wie es ihnen gefällt, denn Reli­gi­on ist gleich Reli­gi­on, sie sind alle gleich­wer­tig, wenn man sie über­haupt braucht? Wur­de in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten und päpst­li­cher Regie nicht der Glau­ben ver­wäs­sert? Wur­de am 8. Juni im Vati­kan und durch den Papst nicht (ein wei­te­res Mal) Chri­stus König ent­thront? Wel­ches poli­ti­sches Ziel und mag es noch so hoch­ste­hend sein, kann Vor­rang vor dem höch­sten Gut des See­len­heils haben?

4.) Dar­um stellt sich ver­tie­fend die Fra­ge nach der Gül­tig­keit des Ersten Gebo­tes. Will man uns wirk­lich gegen die gesam­te Über­lie­fe­rung der Kir­che glau­ben machen, daß die Nicht-Chri­sten wirk­sa­me Gebe­te zu Gott erhe­ben? Daß euro­päi­sche Chri­sten [hier ist nicht die Rede von den Chri­sten in der ara­bisch-isla­mi­schen Welt] die Hei­li­ge Drei­fal­tig­keit anru­fen kön­nen, indem sie Allah sagen? Wel­chen Sinn haben dann das Taufsa­kra­ment und der Evan­ge­li­sie­rungs­auf­trag an die Chri­sten? Wel­chen Sinn hat dann letzt­lich auch der Tod Unse­res Herrn am Kreuz, wenn auch die Mos­lems ein „authen­ti­sches, wah­res Gebet“ zu Gott erhe­ben kön­nen, wie im Zusam­men­hang mit dem „Frie­dens­ge­bet“ in katho­li­schen Medi­en behaup­tet wurde?

5.) Zur Recht­fer­ti­gung der histo­risch bei­spiel­lo­sen Gebets­in­itia­ti­ve wur­de unter Ver­weis auf das Chri­sten­tum als „Reli­gi­on der Lie­be“ mehr oder weni­ger nahe­ge­legt, daß Chri­sten sich die Gebe­te der Nicht-Chri­sten zu eigen machen kön­nen. Dabei wur­den syn­kre­ti­sti­sche Gefah­ren ein­fach aus­ge­blen­det. Die Ant­wort eines Katho­li­ken, der katho­lisch blei­ben will, kann nur lau­ten: Nein, non pos­su­mus. Wenn wir nicht unter geschön­ten Vor­zei­chen dem reli­giö­sen Rela­ti­vis­mus hul­di­gen wol­len, haben wir ein kla­res Nein zu sagen. Damit drängt sich eine ver­stö­ren­de Fra­ge auf, ver­stö­rend, weil sie an die höch­ste Kir­chen­lei­tung gerich­tet wer­den muß: Stellt sich nie­mand mehr die Fra­ge nach der Iden­ti­tät Got­tes? Gott ist die ein­zi­ge, ewi­ge, unver­än­der­li­che Grö­ße, doch scheint Er von uns behan­delt zu wer­den, wie eine belie­big model­lier­ba­re Knet­mas­se. Wenn ich zu Allah bete, dann bete ich nicht zum leben­di­gen und wah­ren Gott, son­dern zu einem Göt­zen. Eine Sache ist das fried­li­che Zusam­men­le­ben der Gläu­bi­gen ver­schie­de­ner Reli­gio­nen, eine ganz ande­re Sache aber ist die Gleich­set­zung aller Reli­gio­nen. Ist es mög­lich, daß man sol­che ele­men­ta­ren Din­ge kirch­li­chen Hier­ar­chen und der kul­tu­rel­len katho­li­schen Eli­te in Erin­ne­rung rufen muß, zu der auch die katho­li­schen Jour­na­li­sten und Publi­zi­sten gehö­ren? Daß das Tref­fen im Vati­kan am Pfingst­sonn­tag statt­fand und die Bericht­erstat­tung und Recht­fer­ti­gun­gen damit in die Pfing­stok­tav bis zum Drei­fal­tig­keits­sonn­tag fie­len, hat nichts „Pro­phe­ti­sches“, son­dern etwas Gro­tes­kes an sich. Damit bleibt abschlie­ßend nur noch die Fra­ge: War­um wur­de die Gebets­in­itia­ti­ve des Pap­stes in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten durch­ge­führt? Weil man im Vati­kan sich bewußt war, daß ein gemein­sa­mes Gebet in der Kir­che undenk­bar ist? War­um dann aber unter frei­em Him­mel? Oder wur­de es in den Gar­ten ver­legt, weil man Juden und Mos­lems kei­ne christ­li­chen Sym­bo­le zumu­ten woll­te? Ich schicke vor­aus, daß mich weder die eine noch die ande­re Vari­an­te erbaut, weil ihr die unge­klär­te, irri­tie­ren­de Tat­sa­che des Syn­kre­tis­mus-Ver­dachts anhaftet.

6.) So bleibt abschlie­ßend nur mehr die bedrückend­ste aller Fra­gen: Was bezweck­te Papst Fran­zis­kus mit die­ser „abra­ha­mi­ti­schen“ Alli­anz, die ihn dem Ver­dacht des Syn­kre­tis­mus und der Schaf­fung einer Welt­ein­heits­re­li­gi­on aus­setzt? War­um beließ er es nicht bei einer poli­ti­schen Ver­mitt­lungs­in­itia­ti­ve, wie es sei­ne Vor­gän­ger taten, zumal das Ziel ja vor­der­grün­dig poli­ti­scher Natur ist, wie der Papst selbst betonte?

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Ris­cos­sa Christiana

50 Kommentare

  1. Es geht ein­deu­tig um die frei­mau­re­ri­sche, got­tes­lä­ster­li­che und anti­christ­li­che Ein­heits­re­li­gi­on, die auf der Leug­nung der gött­li­chen Offen­ba­rung in Jesus Chri­stus beruht. Somit ist klar, wer Ber­go­glio ist.

    • Ich hof­fe, den Gläu­bi­gen geht jetzt ein Licht auf… Ich den­ke, es wird höch­ste Zeit wie­der die Offen­ba­rung des Johan­nes zu stu­die­ren (und die wich­ti­gen aktu­el­len Pro­phe­zei­un­gen, die uns der Him­mel schenkt!!!!)

  2. Zunächst: Dan­ke, Herr Nar­di, für die­sen äußerst wich­ti­gen Beitrag.
    Doch den 30-jäh­ri­gen Katho­li­ken, des­sen Fra­gen sehr berech­tigt sind, muss ich berich­ti­gen: Es gibt kei­ne Tra­di­ti­on der Päp­ste, gemein­sa­me Frie­dens­in­itia­ti­ven mit Ver­tre­tern nicht­christ­li­cher Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten ange­sto­ßen oder prak­ti­ziert zu haben. Wann soll das gewe­sen sein? Noch Pius XI. hat Katho­li­ken ver­bo­ten, als Beob­ach­ter oder Gäste an öku­me­ni­schen Tref­fen teil­zu­neh­men. Und da ging es um Chri­sten. Um Ein­heits­be­mü­hun­gen der ver­schie­de­nen pro­te­stan­ti­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, die sich unter einem gemein­sa­men Dach fin­den woll­ten. Pius XII. ist davon nicht abgewichen.
    Wann haben sich Päp­ste mit jüdi­schen und mos­le­mi­schen Reli­gi­ons­ver­tre­tern zu einer gemein­sa­men Frie­dens­in­itia­ti­ve getrof­fen? Nie!
    Assi­si 1986 war erst- und ein­ma­lig in der Kir­chen­ge­schich­te. Johan­nes Paul II., hät­te er sich das als Bischof erlaubt, wäre von allen vor­kon­zi­lia­ren Päp­sten zur Rechen­schaft gezo­gen wor­den. Hät­te er kei­ne täti­ge Reue gezeigt, wäre sei­ne Exkom­mu­ni­ka­ti­on mit Sicher­heit erfolgt.

    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re kämpf­te meh­re­re Jah­re mit sich, ob er Bischö­fe wei­hen soll­te oder nicht. Er bete­te und rang mit sich. Assi­si 1986 war ein Mei­len­stein für sei­ne spä­te­re Entscheidung.
    Assi­si 1986 war ein wich­ti­ger Schritt auf dem Weg zu den abra­ha­mi­ti­schen mono­the­isti­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten. Johan­nes Paul II. hat auch in Reden vor Mus­li­men, z. B. vor ca. 15000 mos­le­mi­schen Jugend­li­chen, die aller­hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit geleug­net. Er sprach von dem Gott, „an den wir alle glau­ben, “ …„und wir haben noch Jesus…“ Den Hei­li­gen Geist erwähn­te er nicht mehr. Den „Jesus, den wir auch noch haben,“ bezeich­ne­te er nicht als Gott­men­schen, die jun­gen Mos­lems konn­ten frei inter­pre­tie­ren, was er für die Katho­li­ken bedeutet. 

    Wenn Ber­go­glio eine rein reli­giö­se Initia­ti­ve gestar­tet hat, muss er als Häre­ti­ker ange­se­hen wer­den. Der die katho­li­sche Kir­che zer­stört. Und Katho­li­ken sind der­ma­ßen papst­fi­xiert, dass sie ihm fol­gen. Sie las­sen sich von ihm in den reli­gi­ös-geist­li­chen Selbst­mord trei­ben. Der Papst ist ihnen wich­ti­ger als der katho­li­sche Glaube.
    Es ist eine Dra­ma unge­ahn­ten Ausmaßes.
    Wir haben dann zu hof­fen, dass der christ­li­che Glau­be, der Glau­be an die Drei­fal­tig­keit Got­tes, offi­zi­ell wenig­stens noch von den Evan­ge­li­ka­len hoch­ge­hal­ten wird. Dass sie sich sol­chen Initia­ti­ven verweigern.
    Die­se Kir­chen­kri­se ist unfass­bar. Es ist kei­ne Kri­se mehr, son­dern ein direk­ter Glau­bens­ab­fall. Er wur­de vor­be­rei­tet auf dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil. Die mei­sten Kon­zils­vä­ter woll­ten das sicher nicht. Doch was sie woll­ten, spielt kei­ne Rol­le mehr. Der Glau­bens­ab­fall ist Rea­li­tät. Rom ist das Zen­trum. Ber­go­glio ver­sucht es zu ver­tu­schen. Er kann es. Denn die mei­sten Katho­li­ken ken­nen ihren Glau­ben gar nicht mehr. Er wird ihnen seit ca. 50 Jah­ren regel­recht aus­ge­trie­ben. Ber­go­glio hat ein leich­tes Spiel.

  3. Muss es so oft spon­tan sein ? Ich neh­me es ihm auch nicht ab, dass das soge­nann­te Gebet spon­tan gewe­sen ist. Um ein Gebet kann es sich nicht han­deln, höch­stens um drei Gebe­te oder um etwas, was der Papst viel­leicht für ein Gebet hält. Beten kann man nicht außer­halb einer bestimm­ten Reli­gi­on. Es gibt kein wie auch immer gear­te­tes frei­es all­ge­mei­nes Gebet. Was tut uns die­ser Papst nur an ? Es ist echt nur schlimm und peinlich.

  4. Wie sich ein Frie­dens­ge­bet ohne „inter­re­li­giö­se Zwi­schen­tö­ne“ anhö­ren kann, hat sei­ner­zeit Papst Pius XII. gezeigt:
    -

    „Erlö­ser der Welt,
    gib dass die Völ­ker die himm­li­sche Bot­schaft vernehmen,die Du den Men­schen guten Wil­lens gebracht hast.

    Gib vor allem, dass die Len­ker der Staa­ten sich die­ser Bot­schaft öff­nen. In Dei­ner Hand sind ja die Her­zen der Mäch­ti­gen, wie die Win­de und Stür­me des Meeres:
    Wohin immer es Dir gefällt, kannst Du sie wenden.

    Ent­zün­det ihre Her­zen mit Dei­nem Feu­er, erleuch­te und len­ke sie.
    Sprich das Wort, das die Stür­me bän­digt und stillt,gib unse­ren beweg­ten Tagen Frieden.

    Ewi­ger Rich­ter der Men­schen und der Völ­ker, lass die Lie­be Dei­nes Her­zens sie­gen über allen mensch­li­chen Wahn.“
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  5. Mir wäre es lie­ber der Papst wür­de sich an Got­tes 1. Gebot hal­ten: –>Gott sprach am Ber­ge Sinai „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst kei­ne frem­den Göt­ter neben mir haben. Du sollst dir kein geschnit­zes Bild machen, um es anzu­be­ten.“ (2 Mos 20,2 ff.)

    Die öffent­li­che Anbe­tung der fal­schen Göt­ter mit deut­li­cher Wür­di­gung des Pap­stes ist schon ein unglaub­li­cher Akt. 

    In der JF vom 12.Juni 2014 gab es einen Arti­kel dar­über, daß der Imam sogar sein Gebet mit den Wor­ten been­det haben soll: „Hilf uns, die Ungläu­bi­gen zu besiegen.“

  6. Das gespro­che­ne Wort des Pap­stes gilt, somit sind alle ande­ren Kom­men­ta­re aus dem katho­li­schen Bereich nahe­zu bedeu­tungs­los. Es war ein Gebets­tref­fen, bei dem jede Reli­gi­on zu ihrem eige­nen Gott gebe­tet hat.
    Müßig ist es alle­mal ver­ste­hen zu wol­len, was der Papst mit sei­nen mehr als frag­wür­di­gen Gesten eigent­lich bezweckt. Daß er hier­bei plan­voll vor­geht darf als erwie­sen gel­ten. Mit viel ver­ba­lem Gla­mour hat er Hen­ri­que Cymer­man, sei­nen letz­ten Inter­view­part­ner zum „Frie­dens­en­gel“ her­aus­ge­ho­ben, der seit spä­te­stens Juni letz­ten Jah­res, sich unter ande­rem für das Tref­fen Papst und dem Palä­sti­nen­ser Abbas im Hei­li­gen Land ein­setzt hat.
    Das Tref­fen im Vati­kan, immer­hin im Her­zen der katho­li­schen Kir­che gehört wohl zu den Din­gen, die Papst Franz kon­kret für Isra­el tun möch­te, sein von ihm genann­tes Motiv für sei­ne Rei­se ins Hei­li­ge Land.
    Dass er dabei das 1. Gebot miß­ach­tet stört offen­bar nur weni­ge in der Kirche.
    Nicht umsonst über­schla­gen sich die maso­ni­schen Spit­zen und sehen sich end­lich am Ziel.

  7. Hät­te die­ses Gebet mit Rab­bi und Imam — wenn inbrün­stig und wohl­ge­fäl­lig voll­zo­gen — nicht schon Got­tes Segen erwirkt? Was soll­te die­se Show in den Gär­ten? „Bru­der Bar­tho­lo­mai­os“ wur­de zur Sei­te geschoben.

    • „Bru­der Bar­tho­lo­mä­us“ macht mit, wie schon sei­ne Vor­gän­ger bei Assi­si I bis III mit­mach­ten, das müs­sen wir ein­mal fest­hal­ten. Rom hat unter den Päp­sten Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. mit der Welt­or­tho­do­xie einen Deal ange­bahnt, den Papst Fran­zis­kus ver­mut­lich zustan­de brin­gen wird, viel­leicht in Ver­bin­dung mit dem Pan­or­tho­do­xen Kon­zil, das für 2016 (?) ange­setzt ist. Rom wird Zuge­ständ­nis­se in der Leh­re machen (Filio­que, und grund­sätz­lich alles, was seit 1054 ein­sei­tig geän­dert wur­de), dafür wird die Ortho­do­xie den römi­schen Pri­mat aner­ken­nen, der bis dahin für sie akzep­ta­bel gemacht wird — wor­an Fran­zis­kus ja schon flei­ßig arbei­tet (Aner­ken­nung der Syn­oda­li­tät und der weit­ge­hen­den Eigen­stän­dig­keit der Lokal­kir­chen, Abrücken vom Jurisidiktionsprimat).
      Von der Main­stream-Ortho­do­xie ist kei­ne Ret­tung der katho­li­schen Kir­che zu erwarten.
      Und die „wah­ren Ortho­do­xen“, ΓΝΗΣΙΑ ΟΡΘΟΔΟΞΟΣ ΕΚΚΛΗΣΙΑ ΤΗΣ ΕΛΛΑΔΟΣ — Gnis­sia Ortho­do­xos Ekklis­sia tis Ella­dos, und wie sie alle hei­ßen (sie sind vie­le und uneins und unter­ein­an­der zer­strit­ten, ähn­lich wie die römi­schen Tra­di­tio­na­li­sten), wel­che, mit Recht, anti­öku­me­ni­stisch ein­ge­stellt sind, has­sen die römi­sche Kirche.
      Auch die evan­ge­li­ka­len Groß­kir­chen gehen in das Netz des fal­schen Roms, ins Netz der öku­me­ni­sti­schen Welt­kir­che mit ihrem ver­fälsch­ten, sozia­len Evanglium.
      Nur bibel­treue oder bibel­treu sein wol­len­de Grup­pen wider­ste­hen dem anti­christ­li­chen Sog. In Deutsch­land sind das Evan­ge­li­ka­le wie Lothar Gas­smann, Rudolf Eberts­häu­ser, Wil­fried Plock, …
      Man kann fra­gen: wem dient das alles?
      Die inner­christ­li­che Öku­me­ne (fal­sche Öku­me­ne, da unter Aus­schluss der Wahr­heit, für die frü­he­re Genera­tio­nen, zu recht oder zu unrecht, mit Blut bezahl­ten) ist nur ein Zwi­schen­schritt zur Öku­me­ne der Religionen.
      Die Revi­si­on des Ver­hält­nis­ses der römi­schen Kir­che seit Vati­ca­num 2 zum (tal­mu­disch-anti­christ­li­chen) Juden­tum und die For­cie­rung der Gemein­sam­keit mit ihm lässt mich ver­mu­ten, dass das Chri­sten­tum in eine noa­chi­di­sche Welt­ge­mein­schaft umfunk­tio­niert wer­den soll. Ich habe dar­auf schon in ande­ren Kom­men­ta­ren ange­spielt und bit­te, das ernst­zu­neh­men und selbst wei­ter­zu­for­schen, und zwar auf deren eige­nen Web­si­ten (zB hier: http://www.en.noahideworldcenter.org/, http://www.noahidenations.com/). (Der fal­sche jüdi­sche Mes­si­as wird die Reli­gio­nen abschaf­fen, ins­be­son­de­re und vor allem das tri­ni­ta­ri­sche Chri­sten­tum, und die Wider­spen­sti­gen gemäß Mische Tora mit dem Tode bestrafen.)
      Im Licht der Offen­ba­rung des Johan­nes zielt die­ser gan­ze reli­giö­se Ein­heits­pro­zess auf die welt­wei­te Anbe­tung Satans in der Gestalt des Anti­christs hin­aus. Die­ser Pro­zess wird mit Zucker­brot und Peit­sche vorangetrieben.
      Satan kann die Men­schen, die von Gott frei geschaf­fen wur­den, nicht zur Anbe­tung zwin­gen. Er will unse­re f r e i e Z u s t i m m u n g , und wir müs­sen gewär­tig sein, dass die end­zeit­li­che Ver­füh­rungs­macht (deren Zen­trum das apost­asier­te Rom ist) groß und stark ist.
      Schluss­satz folgt

      • Schluss
        Ich kann nur immer wie­der den Satz aus der Offen­ba­rung in Erin­ne­rung rufen, dass jene die Bewähr­ten, die Hei­li­gen sein wer­den, die den Glau­ben an Jesus und die Gebo­te Got­tes bewah­ren (alle Gebo­te – in der von Gott gege­be­nen Form, nicht in „kate­che­ti­scher“ Anpassung).

  8. Das gemein­sa­me Gebet, wenn auch ein­zeln gespro­chen, stand nicht nur unter dem Ver­dacht des Syn­kre­tis­mus, son­dern es war ein­deu­tig Syn­kre­tis­mus. Der Gott der heu­ti­gen Juden, die expli­zit Chri­stus ableh­nen, ist nicht unser Gott der Drei­fal­tig­keit. Und der Gott des Mos­lems ist kein Gott, son­dern ein Göt­ze. Ein sol­ches Gebet, das u.a. fal­sche Göt­ter anfruft und sie um den Frie­den bit­tet, ist in kei­ner Wei­se mit dem ersten Gebot des Deka­logs ver­ein­bar: „Du sollst kei­ne frem­den Göt­ter neben mir haben.“ Es ist ein extre­mer Fre­vel an einem unse­rer höch­sten Fest, wie die Anbe­tung des Gol­de­nen Kal­bes in der Wüste.
    Und es waren nicht nur drei Göt­ter, es war auch eine ganz ande­re Vor­stel­lung von Frie­den. Das wur­de in dem Text aus dem Koran ein­deu­tig klar. Jeder, der ein weing vom Islam weiß, konn­te ohne­hin dar­über kei­ner­lei Zwei­fel haben. Frie­den im Islam gibt es nur, wenn alle Kuf­ars (Ungläu­bi­ge und Lebens­un­wer­te) ver­tilgt sind. Von die­sem unhei­li­gen Frie­den kann sich jeder ein Bild machen, wenn er nach Syri­en, zum Irak und nach Nige­ria schaut. Es ist wie ein Ver­rat durch den ober­sten Reprä­sen­tan­ten der Christenheit.

    • Ich kann das all­mäh­lich nicht mehr hören. Was glau­ben Sie denn eigent­lich, zu wel­chem Gott der Jude Jesus gebe­tet hat? Es kann doch über­haupt kein Zwei­fel bestehen, dass der Gott der Juden auch der Gott der Chri­sten ist.

      • Lesen Sie bit­te im Neu­en Testa­ment: „Nie­mand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6 b). Das sagt Jesus, und es gilt für die Juden, die Chri­stus nicht anneh­men. Und wei­ter: „Wer mich hasst, der hasst auch mei­nen Vater“ (Joh 15, 23). Und Johan­nes sagt: „Wer­den Sohn leug­net, der hat auch den Vater nicht“ (1 Joh 2,23). Wol­len Sie auch davon nichts mehr hören?

  9. Ich hat­te mir eigent­lich vor­ge­nom­men, mich über Ber­go­li­os Eska­pa­den nicht mehr auf­zu­re­gen, aber kaum ist die letz­te Clow­ne­rie zu Ende, folgt schon die näch­ste: Als erster „Papst“ seit Jahr­zehn­ten wird er nicht die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on hal­ten. Kuri­os ist die Begrün­dung: Er möch­te nicht, dass die Auf­merk­sam­keit vom Aller­hei­lig­sten abge­lenkt wird. Da dürf­te wohl eher das Gegen­teil der Fall sein: Er beürch­tet wahr­schein­lich, dass es ver­ein­zel­te Jubel­ka­tho­li­ken gibt, denen wenig­stens an Fron­leich­nam das schlech­te Gewis­sen schlägt und die des­we­gen die Klap­pe hal­ten und nicht in Jubel­chö­re für Ber­go­glio ausbrechen.
    Übri­gens: Die Mes­se vor­her hält er- fährt dann mit dem Auto zum End­punkt und spen­det dort den Segen. Das öffent­li­che Bekennt­nis zu unse­rem Herrn Jesus Chri­stus in der Pro­zes­si­on aber unter­läßt er. Schein­bar haben sei­ne Kum­pa­ne kapiert, dass sie dies­mal auch nicht auf die Knie­be­schwer­den ihres Herrn und Gebie­ters set­zen kön­nen, denn schon S.H. Papst Johan­nes Paul II und S.H.Papst Bene­dikt XVI haben die Pro­zes­si­on auf einem offe­nen Wagen vor dem Aller­hei­lig­sten knie­end gehal­ten. Es ist aber schon wich­tig, dass wir sehen, wie es mit der angeb­li­chen Demut Ber­go­gli­os bestellt ist- alles lee­res und hoh­les Bla­bla. Ich bin gespannt, wie das jubeln­de Bego­glio­an­be­tungs­volk die neu­er­li­che Eska­pa­de recht­fer­ti­gen wird.

    • Es wur­den 25 „Befeh­le“ der Frei­mau­rer an die Kir­che des Kon­zils bekannt, dar­in heißt es in Nr. 2: „Die latei­ni­sche Spra­che ist suk­zes­si­ve abzu­bau­en, die Knie­beu­ge und das Nie­der­knie­en in der Kir­che sol­len nicht mehr erlaubt wer­den.“ Das gehört offen­sicht­lich zum Pro­gramm des Pap­stes. Trotz einer sehr kom­for­ta­blen Knie­bank und zwei Assi­sten­ten, die ihm hät­ten bei­ste­hen kön­nen, gab es kei­ner­lei Nie­der­knie­en von F., nicht ein­mal eine Ver­nei­gung vor dem höch­sten Herrn der Welt.

      • Ich hät­te es gut gefun­den, wenn sich die zwei Assi­sten­ten wie alle ande­ren Anwe­sen­den vor dem aus­ge­setz­ten Aller­hei­lig­sten nie­der­ge­kniet hät­ten — dann hät­te Ber­go­glio allein da ste­hen können.

  10. Ihr Lie­ben, ich bin ver­wirrt! Wo oder was ist die Kir­che, wel­che Chri­stus grün­de­te und in der man sein soll­te? Ich bin Frei­kirch­ler und mer­ke, sola scrip­tu­ra kann es nicht sein. Also bleibt die kath. Kir­che wegen dem Lehr­amt. So ist es früh­ge­schicht­lich über­lie­fert. Aber was da in Theo­lo­gie und im Vati­kan abgeht ist schreck­lich! Bischö­fe, die die Leh­re ableh­nen, Prie­ster, die sich gegen die Kir­che stel­len usw. Ein Papst, der mit Ver­tre­tern des Islams betet und nicht für Klar­stel­lung sorgt, als der Imam abwei­chend vom Pro­to­koll Ver­se aus dem Koran bete­te, die ein­deu­tig Gewalt legi­ti­mie­ren! Und dann Nostra aete (oder so), im dem der Islam­gott mit unse­rem Vater gleich­ge­stellt wird!
    Falls jemand Ant­wor­ten hat, dann bit­te her damit.
    Wo oder was ist die Kir­che, die Jesus grün­de­te, die nicht unter­geht, bis er wie­der­kommt und wel­che die Leh­re bewahrt und in der man sein soll­te? Sind es etwa die Pius­brü­der? Oder doch lie­ber zurück­ge­zo­gen fern von jeg­li­cher Orga­ni­sa­ti­on mit der Bibel?

    • Ja, die heu­ti­ge Zeit ist ver­wir­rend. Ich freue mich für Sie, dass Sie zumin­dest in eini­gen Berei­chen klar sehen: „sola scrip­tu­ra kann es nicht sein …“

      Die Kir­che, die das Lehr­amt und die Tra­di­ti­on hat, ist die katho­li­sche Kir­che. Es ist eine sicht­ba­re Kir­che, in der es aber vie­le fehl­ba­re Men­schen gibt. Auch heu­te noch ist sie sicht­bar, wenn auch oft unter Schlamm und Schmutz ver­bor­gen. Die­ser sicht­ba­re Teil der Kir­che ist aber nur der klei­ne­re Teil, dane­ben gibt es die tri­um­phie­ren­de Kir­che (die Hei­li­gen im Him­mel) und die lei­den­de (im Feg­feu­er). Die Kir­che, in die Sie sich geru­fen füh­len, ist auch nicht nur die Kir­che unse­rer Tage, Sie wer­den — Gott möge es Ihnen gnä­dig schen­ken — in die Kir­che des 18., des 16., des 3. Jahr­hun­derts (usw.) kon­ver­tie­ren. In die ewi­ge Kir­che, die nicht in mensch­li­chen Zei­ten denkt, son­dern in Jahr­hun­der­ten. Auch wenn es für uns eine schwie­ri­ge, ver­wir­ren­de, not­vol­le Zeit ist, die wir erlei­den — für die Kir­che ist es nur eine klei­ne Epi­so­de. Sie wird viel­leicht noch mehr ver­dun­kelt, kaum noch erkenn­bar sein — aber Sie wird nie­mals unter­ge­hen (Sie ken­nen die groß­ar­ti­ge Ver­hei­ßung aus Mt. 16,18).

      Die Pius­bru­der­schaft ist eine der weni­gen Orte, wo noch die Fül­le des katho­li­schen Glau­bens gelehrt und gelebt wird, aber durch ihre Geschich­te und Struk­tur hat sie auch Pro­ble­me mit einer über­mä­ßi­gen Enge und Anti­hal­tung. Sie ist nicht DIE katho­li­sche Kir­che und ver­steht sich auch nicht so! Für man­che ist es ein Weg, viel­leicht beson­ders für treue Katho­li­ken, die zu viel Lit­ur­gie­miss­brauch und Ver­let­zun­gen in ihren Pfar­rei­en erlebt haben.

      Wenn ich Ihnen etwas raten darf: Ler­nen Sie den Glau­ben der Kir­che ken­nen, wie die Men­schen vor dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil ihn gelernt haben, durch den alten Kate­chis­mus (von Pius X. oder den römi­schen). Lesen Sie die „alte“ katho­li­sche Bibel, unbe­dingt mit Erklä­run­gen (z. B. Allio­li), gehen Sie in die über­lie­fer­te Mes­se und lesen Sie auch dafür die ent­spre­chen­de Lite­ra­tur (Micha­el Fied­ro­wicz), suchen Sie sich einen guten, gläu­bi­gen, hei­lig­mä­ßi­gen Prie­ster, der Ihnen den Weg zeigt. Gehen Sie mutig vor­an, aber setz­ten Sie sich nicht unter Druck, alles braucht sei­ne Zeit. Und vor allem: Beten Sie viel vor dem Aller­hei­lig­sten und, wenn Sie es schon kön­nen, beten Sie den Rosen­kranz und ver­trau­en Sie sich der Mut­ter­got­tes an. Sie wird Sie an die Hand neh­men und zu ihrem Sohn in sei­ne Kir­che führen.

      Ich wün­sche Ihnen Got­tes Segen!
      Gladys

    • Ubi Petrus, Ibi Ecclesiam
      Unser Herr Jesus Chri­stus hat Petrus die Schlüs­sel über­reicht (Voll­macht zu lösen und zu bin­den, den Lehr­stuhl der Kir­che, das Wei­den Sei­ner Läm­mer). Kraft der apo­sto­li­schen Suk­zes­si­on geht die­se Voll­macht an den Nach­fol­ger Petri. 

      Es kann kei­nen häre­ti­schen oder apo­sta­ti­schen Papst geben. Es ist grund­sätz­lich die Ange­le­gen­heit der Kir­che über die Tat­sa­che einer Häresie/Apostasie zu urteilen.

      Unbe­nom­men ist es das Gebot der Stun­de für jeden Chri­sten wach­sam zu sein und zu Beten und dies allezeit.

      Vor­aus­set­zung aller­dings den über­lie­fer­ten Glau­ben zu kennen.

      Lesen Sie die Kir­chen­vä­ter (unif.ch/bkv Biblio­thek der Kir­chen­vä­ter Uni­ver­si­tät Fribourg)
      Got­tes Segen bei ihrer Entdeckungstour.

    • Lie­ber HX7!
      Gla­dys hat Ihnen bereits das Nöti­ge gesagt.
      Wenn man auch den Ein­druck haben kann, dass die katho­li­sche Kir­che nicht mehr nur schlin­gert, son­dern unter­zu­ge­hen droht -
      es ist da immer noch JESUS CHRISTUS, der uns führt.
      An IHN dür­fen wir uns in jeder Lebens­la­ge wenden.
      ER ist unser Hei­land, ER hat einen teu­ren Preis bezahlt.
      Als lie­be­vol­ler, guter Hir­te wird Er sei­ne Schäf­lein hüten und sie nicht dem Unter­gang preis­ge­ben, unge­ach­tet der Qua­li­tät von Papst und Bischö­fen in Ver­gan­gen­heit und Gegenwart.
      Davon bin ich fest überzeugt!
      Natür­lich haben sie Ver­ant­wor­tung für die ihnen Anver­trau­ten zu tragen.
      Ob alle die­ser gro­ßen Auf­ga­be nach­kom­men, steht aller­dings auf einem ande­ren Blatt.
      Doch auch wir kön­nen Ver­ant­wor­tung über­neh­men und uns um den rech­ten Glau­ben bemühen.

      Und beden­ken Sie bit­te — Jesus hat­te eine Mutter.
      Wenn es einem evan­ge­li­schen Mit­chri­sten auch schwer fal­len mag, dies anzunehmen:
      Doch wir dür­fen sie gern haben, ja lie­ben, wie Jesus sie mit Sicher­heit geliebt hat. Maria ist uns also nicht fremd.
      Jesus hat sie am Kreuz Johan­nes, also auch uns, als Mut­ter anvertraut.
      Was haben wir Katho­li­ken doch für rei­che Schätze!

    • Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ist sicher­lich die bekann­te­ste der katho­lisch-alt­ri­tu­el­len Gemein­schaf­ten, jedoch gibt es mit kano­ni­schem Sta­tus die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten. Unter die­sen ist die Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus recht groß.

    • Ihr habt wun­der­bar geschrie­ben, ver­ehr­te Mit-Kom­men­ta­to­ren — dem ist ja eigent­lich nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen (d.h., eigent­lich könn­te man natür­lich noch unend­lich viel mehr dar­über schrei­ben, das ‚katho­li­sche Uni­ver­sum‘ ist so rie­sen­groß, daß man’s in einem Men­schen­le­ben allein gar nicht durch­mes­sen kann; muß man ja auch nicht — wenn man nur den Glau­ben hat, und die Lie­be zu Chri­stus und Sei­ner Kir­che, gera­de dann, wenn die­se — und damit Er selbst — am mei­sten ver­spot­tet wird; dies zu sehen, schmerzt unglaub­lich). – Dank sei dem Herrn, daß Er Sie, liebe/r HX7, durch Sei­nen Hei­li­gen Geist zu die­ser Erkennt­nis geführt hat; daß Sie unter Sei­ner Füh­rung durch kla­res, logi­sches Nach­den­ken die Schwel­le zur Fül­le Sei­ner Wahr­heit über­schrit­ten haben — Sie haben den ersten, ent­schei­den­den Schritt ja schon getan! Wenn Sie nur ver­trau­en und glau­ben und sich durch nichts davon abbrin­gen oder irre­ma­chen las­sen, wird Er Sie wei­ter füh­ren und Sie nach Sei­nem Wil­len immer mehr das erken­nen und schließ­lich ganz ver­ste­hen las­sen, was Sie — und wir alle — wis­sen müs­sen, um schließ­lich Ihn selbst zu schau­en von Ange­sicht zu Angesicht!
      Die Kir­che Chri­sti braucht intel­li­gen­te und glau­bens­treue Strei­te­rin­nen und Strei­ter — gera­de in die­ser Zeit. Es ist wun­der­bar, daß Sie sich nicht haben abschrecken oder skan­da­li­sie­ren las­sen durch das, was wirk­lich skan­da­lös ist, was jedem Gläu­bi­gen schier das Herz zer­reißt und die Glaub­wür­dig­keit der einen Kir­che Chri­sti, die Er selbst auf den Fel­sen, Simon Petrus, gegrün­det hat, schwer beschä­digt. Aber man muß eben durch alle zeit­li­chen Miß­stän­de ‚hin­durch­se­hen‘, auf den Kern der Wahr­heit blicken — und nicht ver­ges­sen, daß Er selbst ja gesagt hat, „Ärger­nis­se wer­den kom­men — aber wehe denen, die sie ver­ur­sacht haben!“ — Er ist der Herr, Er hat zu Sei­nen Apo­steln gesagt, „Ich wer­de euch den Geist der Wahr­heit sen­den; Ich wer­de bei euch sein alle Tage — bis ans Ende der Welt!“

      • Was, wie ich fin­de, auch eines der Haupt­ar­gu­men­te gegen die Theo­rien der Refor­ma­to­ren ist, denn, hät­ten die­se Recht, so wür­de das ja impli­zie­ren, daß Er, Chri­stus, Sei­ne Kir­che, und mit ihr Aber­mil­lio­nen von Gläu­bi­gen so vie­ler Genera­tio­nen, ent­ge­gen Sei­ner aus­drück­li­chen und unfehl­ba­ren Zusa­ge, eben doch, und zwar (min­de­stens) 13, 14 Jahr­hun­der­te­lang, völ­lig hat in die Irre gehen las­sen; daß Er etwa zuge­las­sen habe, daß die gesam­te Chri­sten­heit von Ost nach West, von den indi­schen Tho­mas-Chri­sten über die Arme­ni­er, Geor­gi­er, Syrer, Grie­chen und Slaven, Ägyp­ter und Äthio­pi­er, bis hin zu den Latei­nern im Westen, daß also die­se alle, und zwar schon seit frü­he­ster Zeit, alle­samt dem „gro­tes­ken, ido­la­tri­schen Irr­glau­ben“, ja „Irr­sinn“ ver­fal­len sei­en, statt Sei­ner selbst bloß ein Stück­chen gesäu­er­tes oder unge­säu­er­tes Brot anzu­be­ten als „Sei­nen Leib“– was dann ja der rein­ste Göt­zen­dienst wäre; und daß alle­samt „fälsch­li­cher­wei­se“ das Apo­stel­amt als bischöf­li­ches bzw. ech­tes Wei­he­prie­ster­amt wei­ter­ge­führt haben, uvm. — Anzu­neh­men also, daß Chri­stus ent­ge­gen Sei­ner aus­drück­li­chen, in der Bibel selbst mehr­fach auf­ge­zeich­ne­ten Zusa­ge, zuge­las­sen habe, daß Sei­ne gesam­te Her­de fast andert­halb Jahr­tau­sen­de­lang und über­all auf der Welt der­ma­ßen in den (dann ja) „göt­zen­die­ne­risch­sten Irr­sinn“ abge­irrt sei (ohne daß es, neben­bei bemerkt, über­haupt irgend­ei­nem jemals auf­ge­fal­len bzw. bewußt gewor­den wäre — prä­zi­se bis zum Jah­re 1517!?), wür­de ja bedeu­ten, Chri­stus selbst (sit venia his ver­bis!) ent­we­der der Lüge zu zei­hen, oder des Unver­mö­gens! Das aber wäre blas­phe­misch. – Er sag­te ja dem Petrus: „Selig bist du, Simon, Sohn des Johan­nes, denn nicht Fleisch und Blut haben dir dies offen­bart, son­dern Mein Vater im Him­mel – Ich aber sage dir: du bist Petrus, und auf die­sem Fel­sen wer­de Ich Mei­ne Kir­che [Sin­gu­lar!] bau­en. Und die Pfor­ten der Unter­welt wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen!“ – Das gilt, mit unfehl­ba­rer Sicher­heit! Und Er hat, genau wie Er ange­kün­digt hat­te, schließ­lich Sei­nen Hei­li­gen Geist auf die Apo­stel her­ab­ge­sandt, und die­ser hat Sei­ne Kir­che nie­mals ver­las­sen; Er hat sie eben nicht in die Irre gehen las­sen! – Er hat aber inter­es­san­ter­wei­se dem Simon, dem ersten Petrus (was ja ein sozu­sa­gen supra-per­so­na­ler Amts­ti­tel ist), nicht gesagt, daß er selbst oder sei­ne Nach­fol­ger im Petrus­amt nie­mals wür­den über­wäl­tigt wer­den kön­nen — Sei­ne Zusa­ge galt Sei­ner Kir­che selbst, nicht dem Amts­trä­ger. Auch ein Petrus kann also vom Bösen über­wäl­tigt wer­den – d.h. sich durch die Zustim­mung sei­nes frei­en Wil­lens vom Bösen mit­rei­ßen las­sen; auch Päp­ste sind Men­schen mit frei­em Wil­len und allen auch ungu­ten mensch­li­chen Trie­ben, zum Bösen fähig; der erste Petrus hat sich jedoch in tie­fer Reue wie­der bekehrt. Hof­fen wir, daß auch die „Petrus­se unse­rer Tage“ sich wie­der bekeh­ren wer­den, jetzt oder in der Zukunft. Ich glau­be, unse­re Hoff­nung ist eine siche­re — Chri­stus selbst ist ja die Quel­le die­ser Hoff­nung! Die Wahr­heit WIRD sie­gen, das jeden­falls ist ABSOLUT sicher!!

      • Was die „Refor­ma­to­ren“ gemacht haben, kann man mit dem zutiefst mensch­li­chen Her­um­dok­torn an Got­tes Leh­re zusam­men­fas­sen. Die Zahl der Sakra­men­te wur­de will­kür­lich ver­än­dert. Das Amtsprie­ster­tum abge­schafft. Den Katho­li­ken wer­den bis heu­te Vor­wür­fe gemacht, die offen­kun­dig von Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen geprägt sind. Der Pro­te­stan­tis­mus läuft stets auf mensch­lich ver­ur­sach­ten Ver­fall der Leh­re Got­tes hinaus.

      • [Kor­rek­tur: „Die Kir­che Chri­sti braucht intel­li­gen­te und glau­bens­treue Strei­te­rin­nen und Strei­ter“ – der, m.E. sowie­so ziem­lich ein­sei­tig defi­nier­te, sog. ‚IQ‘ ist ja in Wirk­lich­keit VOELLIG uner­heb­lich, inter­es­siert NICHT! – JEDER wirk­li­che Gläu­bi­ge guten Wil­lens ist doch ein Strei­ter, eine Strei­te­rin Chri­sti, immer! jede und jeder muß eben nach sei­nem oder ihrem Ver­mö­gen das tun, was er oder sie nur tun kann, mit Sei­ner Hil­fe! ob „prak­tisch“ oder „theo­re­tisch“, ob eher kon­tem­pla­tiv oder aktiv-kate­che­tisch, egal – jeder muß Zeug­nis geben, wie er oder sie nur kann; und vor allem: beten und nicht müde wer­den, Ihn um Hil­fe zu bit­ten, kann (und muß) jeder! ich glau­be, wir müs­sen kämp­fen, an Sei­ner Sei­te und unter dem Schut­ze Sei­ner aller­se­lig­sten Mut­ter, jeder wie er kann nach sei­nen Bega­bun­gen; Er will bestimmt nicht, daß wir uns ängst­lich „ver­krie­chen“ oder dem Fata­lis­mus ver­fal­len oder in rei­ner Pas­si­vi­tät ver­har­ren (wenn einer etwa aus gesund­heit­li­chen Grün­den oder weil’s ihm über­haupt nicht liegt, nicht sehr aktiv ’nach außen hin‘ sein kann — beten geht immer, und ist eben­falls unend­lich wert­voll!); Chri­stus wirkt unser aller Heil ja auch durch Men­schen – Er hat Sei­ne Apo­stel beauf­tragt, Sein Evan­ge­li­um allen Völ­kern zu ver­kün­den und Sei­ne Sakra­men­te zu spen­den! wäre es Sein Wil­le gewe­sen, so hät­te Er ja auch, sozu­sa­gen, ‚rein-gei­stig‘ wir­ken kön­nen; oder eben ein Buch schrei­ben kön­nen, in dem alles klar und deut­lich nie­der­ge­legt ist, eine Art Lehr­buch, was dann jede/r für sich zu lesen hät­te; hat Er aber nicht – Er hat Men­schen aus Fleisch und Blut beauf­tragt! das Chri­sten­tum ist eben nicht ‚bibli­zi­stisch‘, ist kei­ne rei­ne ‚Buch­re­li­gi­on‘, etwa im Sin­ne des Islam …]

      • @ Chlod­wig: Ja, alles sehr trau­rig, und auch völ­lig unlo­gisch … — und mitt­ler­wei­le wer­den uns ja sogar „von uns selbst“ (also natür­lich nicht ‚von uns hier‘!^^) die­se Vor­wür­fe gemacht — die Sakra­men­te, die Chri­stus selbst ein­ge­setzt hat zu unse­rem Hei­le bewußt her­un­ter­ge­spielt und gera­de­zu schlecht­ge­macht! Wenn Sie mögen, schau­en Sie mal in die­sen Bei­trag hier, ‚Pius­bru­der­schaft weiht fünf Prie­ster in Deutsch­land‘, vom 17. Juni. Da hat­te ich so eine „Erklä­rung“ zum Fron­leich­nams­fest von ‚dom­ra­dio‘, Erz­bis­tum Köln, zitiert — unglaub­lich, da stockt einem der Atem, aber wirk­lich! Und das von einem ja durch­aus ‚offi­ziö­sen‘, renom­mier­ten und bestimmt rege fre­quen­tier­ten Pres­se- und Infor­ma­ti­ons­or­gan immer­hin einer der größ­ten Erz­diö­ze­sen Europas!

      • GW, das ist zwar rich­tig, aber beden­ken wir auch, dass Glau­bens­ab­fall ein wie­der­keh­ren­des Muster ist, das die g a n z e Heils­ge­schich­te durch­zieht, auch die neutestamentliche.

      • @ GW

        Es ist erschreckend zu sehen, wie die eige­ne Glau­bens­leh­re von Moder­ni­sten theo­lo­gisch mehr als frag­wür­dig dar­ge­stellt wird. Es liest sich, als ob die Ver­fas­ser sich für den eige­nen Glau­ben schä­men. So etwas ist nicht über­zeu­gend, son­dern ein­fach nur peinlich.

      • @ Leo Laemm­lein: Aber was wir seit dem Ende des Kon­zils erle­ben, von Jahr­zehnt zu Jahr­zehnt immer schlim­mer wer­dend, hat, fin­de ich, schon ganz ande­re „Qua­li­tä­ten“ als alles jemals Dage­we­se­ne; echt apo­ka­lyp­tisch — JPII zum Bei­spiel sprach noch anläß­lich sei­ner letz­ten römi­schen Bischofs­syn­ode, glau­be 2oo3, erschüt­tert von der ’schlei­chen­den Apost­asie eines gan­zen Kon­ti­nents‘ — und zwar Euro­pas. Und das war vor 11 Jahren … 

        Und noch eine Ergän­zung zu mei­nem Satz „Päp­ste sind Men­schen mit frei­em Wil­len und allen auch ungu­ten mensch­li­chen Trie­ben, zum Bösen fähig; der erste Petrus hat sich jedoch in tie­fer Reue wie­der bekehrt“ – also, was ich inter­es­sant fin­de, ist die zeit­li­che Rei­hen­fol­ge: Chri­stus kün­dig­te dem Simon die Über­tra­gung der Schlüs­sel­ge­walt (Er sprach ja im Futur: „Ich WERDE dir die Schlüs­sel des Him­mel­reichs geben; was du lösen WIRST, das WIRD […]“) ja erst an, nach­dem Simon sei­nen Glau­ben bekannt hat­te: „Du bist der Mes­si­as, der Sohn des leben­di­gen Got­tes!“ – not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung für die Über­tra­gung der Pri­ma­ti­al­ge­walt ist also das Bekennt­nis des (vol­len katho­li­schen) Glau­bens! Aber Cae­sarea Phil­ip­pi war erst­mal die Ankün­di­gung des Amtes, noch nicht die Über­tra­gung selbst. Simon ver­riet den Herrn (und bereu­te dann bit­ter­lich), als er noch nicht das Petrus­amt inne­hat­te. Dies wur­de ihm erst nach sei­ner Reue, nach dem heil­brin­gen­den Lei­den und nach der glor­rei­chen Auf­er­ste­hung Chri­sti über­tra­gen, und zwar nach­her am See Gene­za­reth (mein‘ ich!? doch – die Sze­ne vom uner­gie­bi­gen Fisch­fang etc., Johann­ei­sches Kom­ma, Kap. 21 des Johan­nes-Evan­ge­li­ums; genau, ‚See von Tibe­ri­as‘ ist der See Gene­za­reth), mit den Wor­ten: „Wei­de mei­ne Läm­mer! Wei­de mei­ne Scha­fe! Wei­de mei­ne Schafe!“

        Und noch @ HX7: Ihre Fra­gen zie­len ins Schwar­ze – wo (genau) ist (jetzt) die eine Kir­che Chri­sti (zu fin­den)? Die eine Kir­che, deren Grün­dung Chri­stus vor Cae­sarea Phil­ip­pi ankün­dig­te und der Sei­ne Zusa­ge gilt; die eine Kir­che Chri­sti, die die vier Wesens­merk­ma­le trägt:
        — Ein­heit (und Einzigkeit)
        — Hei­lig­keit (trotz Sünd­haf­tig­keit jedes einzelnen!)
        — Katho­li­zi­tät (räum­li­che und zeit­li­che Universalität)
        — Apo­sto­li­zi­tät (nicht nur auf die Apo­stel gegrün­det, son­dern ’struk­tu­rell apo­sto­lisch ver­faßt‘ – Bischofsamt).
        Mei­ne (äußerst star­ke) Ver­mu­tung: die Kir­che Chri­sti ist zur Zeit in Wirk­lich­keit eine win­zig klei­ne Her­de, im Ver­gleich sowohl zur Welt­be­völ­ke­rung als auch zu den ‚offi­zi­el­len Zah­len‘ (von etwas über einer Mrd.!?). – Kri­te­ri­um für die Mit­glied­schaft sind ja:
        — Emp­fang der Taufe
        — Bekennt­nis des vol­len Glau­bens der Kir­che Christi.
        Dar­aus folgt ja sofort auch die Bereit­schaft, sich der recht­mä­ßi­gen, von Chri­stus selbst ein­ge­setz­ten Hier­ar­chie, also sich den recht­mä­ßi­gen[!] Nach­fol­gern der Apo­stel zu unter­stel­len, ins­bes. dem Nach­fol­ger des hl. Apo­stels Petrus. Und hier haben vie­le (so auch ich) ein Pro­blem; ohne vol­les Bekennt­nis des kath. Glau­bens kein Petrus­amt! Ist Ber­go­glio legi­ti­mer Trä­ger des Amts – bekennt er den vol­len Glauben??

      • @ GW

        Unse­re Grup­pe der tra­di­tio­nel­len Katho­li­ken sehe ich als Avant­gar­de der Kir­che. In Pro­zent­zah­len sieht das glo­bal etwa so aus: 32 bis 33 Pro­zent der Mensch­heit sind Chri­sten im wei­te­sten Sin­ne. Die Hälf­te davon (also etwa 16 bis 17 Pro­zent) sind Katho­li­ken. Rech­net man nun die Tra­di­tio­nel­len in der römi­schen Kir­che und den mit Rom unier­ten Ost­kir­chen zusam­men, ist viel­leicht ein Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung prak­ti­zie­rend tra­di­tio­nell katholisch.

  11. Lei­der ziem­lich vie­les nicht erkannt, nicht ein­mal die eige­ne, christ­li­che Glau­bens­ge­schich­te vom Autor die­ses Arti­kels. Wenn man dem Volk der Juden abstrei­tet, daß es zum wah­ren Gott betet, ist das nicht nur Unsinn, son­dern gefähr­li­cher Unsinn — Ausch­witz läßt grü­ßen. Weiß der Autor das nicht? Oder steckt Absicht dahinter?
    Der ger­ma­ni­sche Begriff „Gott“ ist der ger­ma­ni­sche Begriff für den All­mäch­ti­gen- nicht mehr.
    Der Name des Ein­zi­gen ist JHWH (Jota, He, Waw, He- hebrä­isch), der sich zuerst dem aus­er­wähl­ten Volk offen­bar­te, sei­nen Bund mit Abra­ham schloß und sie durch die Pro­phe­ten lehr­te. Der (hebräi­sche) Name gilt natür­lich auch für die Kir­che heißt doch der jüdi­sche Name Jeshouah/Jesus über­setzt so viel wie JHWH ret­tet. Das soll­te eigent­lich christ­li­ches All­ge­mein­wis­sen sein. 

    „Allah“ ist semi­tisch und die hebräi­sche Ent­spre­chung ist El; Micha-el usw.
    El/Allah ist biblisch und man kann den Ein­zi­gen mit grö­ße­rem Recht so bezei­chen als mit den nicht-bibli­schen Begrif­fen „Gott“, „Deus“ usw.

    Auch für die Chri­sten, das lehrt schon die vor­kon­zi­lia­ri­sche Kir­che seit jeher wie auch die nach­kon­zi­lia­ri­sche Kir­che (also die immer eine Kir­che Jesu Chri­sti), ist Abra­ham ein Vor­bild im Glauben.
    Es ist unklug, ande­ren den Glau­ben an den Einen abzu­spre­chen. Das macht traurig.
    Es war klug von Papst Fran­zis­kus, daß die­ses Gebets­tref­fen statt­fand. Nicht gut war es, daß der Imam (nicht Prä­si­dent Abbas war es) die­ses Tref­fen für sei­ne eige­nen Anlie­gen mißbrauchte.

    • Wie die Mehr­heit der Pha­ri­sä­er, Schrift­ge­lehr­ten und Älte­sten des Juden­tums vor 2000 Jah­ren Jesus Chri­stus ver­war­fen, zum Tode ver­ur­teil­ten und den Hei­den zur Hin­rich­tung aus­lie­fer­ten, so ver­wirft auch das heu­ti­ge offi­zi­el­le Juden­tum Jesus Chri­stus und besteht dar­auf, dass ihre Väter vor 2000 Jah­ren recht gehan­delt haben. Vor eini­gen Jah­ren ver­öf­fent­lich­te ein Rab­bi in den USA dar­über sogar ein aus­führ­li­ches Buch, wor­in er die Berech­ti­gung des jüdi­schen Todes­ur­teils gegen Jesus bekräftigte.
      Hier das aus­führ­li­che State­ment von Rab­bi Micha­el Sko­bac, war­um das Juden­tum Jesus ver­wirft: Why Jews don’t belie­ve in Jesus — http://www.aish.com/jw/s/48892792.html.
      Sehr geehr­ter Herr Fran­zel, glau­ben Sie mir, die Zei­ten sind so, dass wir uns klar ent­schei­den müs­sen: für oder gegen Jesus Chri­stus, den Sohn Got­tes, den wah­ren und ein­zi­gen Mes­si­as Isra­els, den Erlö­ser der Men­schen und König des Universums.
      Und wenn das so ist, dann müs­sen wir das Urteil, das der Herr Jesus selbst über die Juden sprach, die ihn ver­stie­ßen und dem Tode aus­lie­fer­ten, ernst neh­men. Er sag­te aber, dass sie kei­ne wah­re Got­te­s­er­kennt­nis haben und Kin­der des Teu­fels sind.
      Wis­sen Sie es bes­ser als Jesus? Weiß Papst Fran­zis­kus es besser?
      Mit einem lau­war­men Bekennt­nis zu Jesus als Mei­ster und mora­li­schem Vor­bild wer­den wir nicht durchkommen.

    • Jesus ist als Jude gebo­ren wor­den. Immer wie­der wird er im NT als Rab­bi­ner bezeich­net. Inso­fern sind Über­schnei­dun­gen zwi­schen jüdi­schen und christ­li­chen Glau­bens­vor­stel­lun­gen gege­ben. Weit­aus pro­ble­ma­ti­scher ist es mit dem Islam. Im Koran wird expli­zit die Tri­ni­tät geleug­net. Moham­med als Per­son ist histo­risch nicht greif­bar. Wer meint, Jesus zum „Pro­phe­ten“ degra­die­ren zu müs­sen, der eines natür­li­chen Todes gestor­ben sei, der erzählt ein­fach nur gro­ben Unfug.

    • Wäre Papst Fran­zis­kus ein Papst (= lat. papa), näm­lich sei­nen Katho­li­ken und den Chri­sten ein geist­li­cher Vater, dann wür­de er ihnen hel­fen, die jüdi­schen und isla­mi­schen Irr­tü­mer über Jesus Chri­stus zurückzuweisen.
      Sie brau­chen nur ein­mal zu lesen, was das Juden­tum und was der Islam über Jesus Chri­stus schrei­ben, und zwar sei­tens ihrer qua­li­fi­zier­te­sten Gelehrten.
      Das Inter­net ist voll davon!
      In der Tat steht Fran­zis­kus den Chri­sten aber nicht zur Sei­te, son­dern er erweist sich als Füh­rer in den Irr­tum, als gro­ßer V e r f ü h r e r.
      Das zu sagen ist schwer­wie­gend, ich weiß, aber es ist wahr.

      • Hier fin­den Sie eine geball­te Wider­le­gung des Chri­sten­tums durch jüdi­sche Spe­zia­li­sten: http://www.jewsforjudaism.ca/resources-info/faqs-on-christianity
        Was hat die heu­ti­ge katho­li­sche Theo­lo­gie dage­gen auf­zu­bie­ten? Nichts.
        Christ­li­che Apo­lo­ge­tik gegen­über dem Juden­tum fin­den Sie heu­te nur von evan­ge­li­ka­len und mes­sia­nisch-jüdi­schen Chri­sten und katho­li­schen Sedisvakantisten.

      • @ Leo L

        Auch die „gewöhn­li­che“ Tra­di­ti­on in der Kir­che, die nicht sedis­va­kan­ti­stisch ist, sagt, der Alte Bund sei nicht mehr exi­stent, allein der Neue zähle.

  12. Ich glau­be, dass die mei­sten Men­schen sich heu­te nicht der eigent­li­chen Gefahr sol­cher „gemein­sa­mer Gebets­an­ru­fun­gen“ eines Wesens oder meh­re­rer Wesen, die ein­an­der ent­ge­gen­ste­hen, bewusst sind. 

    Wem ist klar, dass man nur in größ­ter Rein­heit vor Gott tre­ten darf? Dass Sei­ne Hei­lig­keit und Erha­ben­heit so groß ist, dass nie­mand ein­fach so zu Ihm hin­schlap­pen kann — auch und vor allem der Katho­lik nicht?

    Dass Er ein gerech­ter, abso­lut gerech­ter Gott ist, dass kein Mensch das Recht hat, Sein Wesen zu defi­nie­ren oder bes­ser gesagt zu min­dern, und das auch noch aus poli­ti­schen Gründen?

    Was soll her­aus­kom­men dabei, wenn man gute und böse Gei­ster im Kol­lek­tiv und als Kol­lek­tiv anruft? Wel­cher der Gei­ster wird erreicht mit sol­chen sinn­ent­leer­ten — wenn man auf das Hei­li­ge hin schaut, so gut man es ver­mag — Anru­fun­gen? Der gerech­te, hei­li­ge, abso­lut erha­be­ne und bar­mehr­zi­ge Gott jeden­falls wird nicht erreicht, son­dern förm­lich ver­ti­re­ben, denn wie soll­te Er sich wohl­füh­len in Gemein­schaft mit Abgöt­tern? Er wur­de so ver­trie­ben, abge­wie­sen, hinausgeworfen.

    F. hat ein gei­sti­ges „Simu­la­crum“ geschaf­fen. Wenn Jesa­ja und Jere­mia noch kla­gen dar­über, dass das Gotes­volk Göt­ter aus Holz macht und anschlie­ßend anbe­tet, als sei­ne das Göt­ter, wenn sie schrei­ben: sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Augen und sehen nicht… weil sie vir­tu­el­le Figu­ren sind, vom „Mann gemacht“ (lat. vir-tuell). Aber nicht der Mensch macht Gott, son­dern Gott hat uns gemacht… Nicht wir schaf­fen uns den uns pas­sen­den Gott, um ihn dann zu lie­ben und zu ver­ein­nah­men, son­dern Gott hat uns gemacht und will unser gan­zes Herz und uns lie­ben, in uns Sein voll­kom­me­nes Eben­bild erkennen. 

    Wir ken­nen die gan­ze Geschich­te: nur durch die Opfer­tat Jesu, nur durch den voll­stän­di­gen und voll­kom­men geschaf­fe­nen, „vor­aus­be­gna­de­ten“ Men­schen Maria, konn­te oder bes­ser woll­te sich die­ser erha­be­ne Gott mit uns so ver­bin­den, dass Er in uns wie­der Sein Ebe­ne­bild erkennt und wir uns Ihm nähern dürfen.

    Wer dahin­ter zurück­fällt und Reli­gio­nen hul­digt, die genau die­se Heils­tat in Jesus Chri­stus has­sen, töten und ver­lä­stern, die IHn nicht als den wol­len, als der Er sich uns gezeigt hat, die Ihn auch des­halb nicht wol­len, weil Er das Ja einer Frau dazu ein­ge­holt hat und damit die gan­ze Ord­nung der Sün­de, die den Mann gegen die Frau und damit gegen sich selbst auf­ge­bracht hat, mit einem Feder­strich gestürzt und Sei­ne ursprüng­li­che Absicht mit den Men­schen wie­der­her­ge­stellt hat, der begeht die schwer­ste Sün­de: bewuss­ten Glau­bens­ab­fall, Ver­leug­nung des­sen, was er in den Sakra­men­ten ein­mal geko­stet hat!
    Sie hul­di­gen einem Gott, wie ihn der Mensch sich unter Sün­de vor­stellt: ein mili­tä­risch erfolg­rei­cher Gott, dem Macht­stre­ben des Man­nes ver­pflich­tet und die Frau her­ab­set­zend. Der Mann, der die Frau her­ab­setzt, setzt auto­ma­tisch sich selbst her­ab und hasst auch den Mann.
    Die Fol­gen: Hass, Krieg, Gewalt, Bit­ter­keit, Macht­gier, Mora­lis­mus, Härte.
    Die­sem „abra­ha­mi­ti­schen Geist hat F. sich nun verschrieben.

  13. Wie schon die inter­re­li­giö­sen Gebe­te Papst Johan­nes Pauls II. die Golf­krie­ge nicht ver­hin­der­ten, so wird auch der „mono­the­isti­sche“ Pfingst­fre­vel von Papst Fran­zis­kus kei­ne Krie­ge ver­hin­dern, son­dern: „Wenn sie sagen: Frie­de und Sicher­heit! dann kommt ein plötz­li­ches Ver­der­ben über sie, wie die Geburts­we­hen über die Schwan­ge­re; und sie wer­den nicht ent­flie­hen“ (1 Thess 5,3).

  14. Die Reli­gi­on von Abra­ham, Ismail und Qatura:

    Der Vor­be­ter (= Imam) Jamal Abu Alnoud, der dem in dem 70-er Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts erfun­de­nen Volk der Palä­sti­nen­ser ange­hört, hat an Pfing­sten 2014 im Vati­kan nach­weis­lich den Vers 286 aus der 2. Sure al-Baqa­ra gebe­tet: “Du bist unser Schutz­herr! So ver­hilf uns zum Sieg über das ungläu­bi­ge Volk!”

    Der Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on Lud­wig Kar­di­nal Mül­ler am 6. Janu­ar 2007 zu Allah:

    http://www.kath.net/detail.php?id=15640

    06. Janu­ar 2007, 13:30

    ‚Die Mus­li­me und die Chri­sten glau­ben nicht an den­sel­ben Gott‘

    Bischof Mül­ler zum Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn: Bischö­fe, Prie­ster und Reli­gi­ons­leh­rer, die den Mut auf­brin­gen, den katho­li­schen und christ­li­chen Glau­ben unver­kürzt zu beken­nen, wer­den als Fun­da­men­ta­li­sten und Erz­kon­ser­va­ti­ve verschrien. 

    Da Gott-Allah in der mus­li­mi­schen Reli­gi­on im Gegen­satz zum drei­fal­ti­gen Gott und der Flei­sch­wer­dung des ewi­gen WORTES von den Anhän­gern der Leh­re des Moham­med erkannt und ver­ehrt wird, ist er nicht iden­tisch mit dem Gott und Vater Jesu Chri­sti, dem ein­zi­gen Mitt­ler zwi­schen Gott und den Men­schen. Die Mus­li­me und die Chri­sten glau­ben nicht an den­sel­ben Gott. Obwohl es nur einen Gott gibt, lässt der prin­zi­pi­el­le Gegen­satz im Got­tes­glau­ben ein gemein­sa­mes Gebet nicht zu. Ein Chri­sti kann daher im per­sön­li­chen Gebet und im öffent­li­chen Got­tes­dienst der Kir­che, etwa einem Wort­got­tes­dienst und einer Andacht, gemein­sam auch mit Chri­sten ande­rer Kon­fes­sio­nen beten, aber prin­zi­pi­ell nie­mals mit Ange­hö­ri­gen einer Reli­gi­on, die ein unver­gleich­bar ande­res Got­tes­ver­ständ­nis haben. Aber kann man dafür nicht das Bei­spiel von Päp­sten nen­nen? Nein, die Päp­ste Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. haben bei dem Tref­fen reli­giö­ser Auto­ri­tä­ten in Assi­si und beim Besuch in der Blau­en Moschee von Istan­bul kei­nes­wegs mit Nicht­chri­sten und schon gar nicht auf eine nicht­christ­li­che Art gebe­tet. Denn etwas ganz anders ist es, Respekt zu zei­gen vor den Men­schen eines ande­ren reli­giö­sen Wahr­heits­ge­wis­sens als mit ihnen auf der Grund­la­ge einer von Men­schen kon­stru­ier­ten All­ge­mein-Reli­gio­si­tät einen nur gedach­ten Ein­heits­gott zu verehren. 

    Der Ober­rab­bi­ner von Rom, Dr. Ric­car­do de Seg­ni, ver­wei­ger­te sich die­sem “Gebe­t”

    Sei­ne Abwe­sen­heit wur­de von der ita­lie­ni­schen natio­na­len Medi­en, die nur sel­ten jüdi­sche The­men abdecken, breit kom­men­tiert. Dabei oblag es der ein­fluss­rei­chen kon­ser­va­ti­ven Zei­tung „Il Foglio“, Di Seg­ni für sei­ne Ent­schei­dung zu loben. Bereits in der Juni-Aus­ga­be der „Pagi­ne Ebrai­che“ hat­te Di Seg­ni die gemein­sa­men Gebets­tref­fen für den Frie­den kri­ti­siert. Was der Papst jetzt im Vati­kan pla­ne, sei „rät­sel­haft und sogar gefährlich“.

    Der Ori­en­ta­list zu Allah und den Juden:

    a) Die Juden glau­ben an den G’tt Abra­hams, Isaaks und Jakobs, wäh­rend die Muslime/Araber an Allah glau­ben, dem sie zuschrei­ben, sie von Abra­ham, Ismail und Qatu­ra abstam­men zu las­sen. Dazu gibt es eine Rei­he vom Geschichts­fäl­schun­gen, die sich bis heu­te z. B. dar­in wider­spie­geln, dass die ara­bi­schen Bedui­nen auf einer eige­nen urzeit­li­che Abstam­mungs­li­nie behar­ren und Ismail strikt als Erz­va­ter ablehnen.

    b) Wenn die Rab­bi­nen zustim­men, mit den Mus­li­men den Urva­ter Abra­ham zu tei­len, dann ist das ein schlich­ter Ver­rat an der Tho­ra. Denn an meh­re­ren Stel­len der Bibel ist von Ismail als dem Feind Isra­els die Rede, der nichts ande­res als die Aus­lö­schung des G’ttesvolks im Auge hat. Spe­zi­ell ist auf Psal­men 83, 5–8 hin­zu­wei­sen, wo es heißt: „Sie sagen: Kommt, wir til­gen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Isra­el wer­de nicht mehr gedacht, Ein­mü­tig haben sie sich bera­ten, einen Bund gegen DICH zu schlie­ßen: Die Zel­te Edoms und die Ismae­li­ter, Moab und die Haga­ri­ter (Ara­ber), Gebal und Ammon und Ama­lek, Phi­li­stäa (Palä­sti­nen­ser) samt den Bewoh­nern von Tyros“.

    c) In der gro­ßen Moham­med-Bio­gra­phie von Prof. Til­man Nagel kann man minu­ti­ös belegt nach­le­sen, wie die Legen­de von Abra­ham und sei­nem Sohn Ismail, die die Kaa­ba erbaut haben sol­len, und dann Isaak als zu opfern­den Sohn ver­dräng­ten, ent­stan­den ist. Es han­delt sich hier um einen in meh­re­ren Genera­tio­nen lau­fen­den Über­gang der Herr­schaft über Mek­ka auf Moham­meds Sip­pe (Qurai­schi­ten) bei der die vor­her herr­schen­den Jeme­ni­ten ihren Anspruch auf Ismail ver­lo­ren haben. Wie immer war auch hier eine Men­ge Geld im Spiel, weil die Jeme­ni­ten sowohl die Han­dels­we­ge als auch den Kult in Mek­ka kon­trol­lier­ten und den Neid der Qurai­schi­ten erregten.

    Es ist wich­tig, dass man Kennt­nis von die­sem dia­me­tra­len Unter­schied hat und ent­spre­chend sehen kann, wie gigan­tisch und dies auf höch­ster Eli­ten­ebe­ne gelo­gen und mit den pas­sen­den Flos­keln das Volk ver­dummt wird. Den größ­ten Ver­lust bei die­ser Ein­heits­mas­ke­ra­de erlei­den die Juden, weil sie die Quel­le des gesam­ten Stof­fes sind. Im übri­gen haben die Mus­li­me kei­ne Ahnung von den noa­chi­di­schen Geset­zen, deren Beach­tung es bekannt­lich bedarf, um als Gerech­ter zu gel­ten. Der grö­ße­re Teil die­ser Ver­bo­te dreht sich im Islam um Erlaub­nis­se bzw. Gebo­te, zu denen unter ande­rem die kora­ni­sche Anwei­sung gehört, wenn kei­ne Gefahr für das eige­ne Leben besteht, Juden und Chri­sten nicht nur zu berau­ben, son­dern auch zu töten.

  15. @Katharina: ich habe mir die Pre­digt von Kar­di­nal Mül­ler, damals Erz­bi­schof von Regens­burg, durch Ihren freund­li­chen Hin­weis dar­auf, ange­se­hen. Und sei­ne Wor­te sind frag­los sinnvoll.
    Gleich­zei­tig lese ich die Erklä­rung „Nostra Aeta­te“ zu den Mos­lems und fra­ge mich, was nun stimmt oder nicht stimmt. Bei­des, die Erklä­rung vom heu­ti­gen Herrn Kar­di­nal Mül­ler und die Wor­te in die­sem Kon­zils­do­ku­ment, schlie­ßen sich aus.
    Man könn­te nun sagen, daß die Erklä­rung des Kon­zils irrig sei. Aber es stellt sich die Fra­ge, war­um seit dem Auf­tre­ten des Islam im 7. christ­li­chen Jahr­hun­dert die­ser nie als Irr­leh­re be- und ver­ur­teilt wur­de. Und was wur­de nicht alles zur Irr­leh­re erklärt!
    Für mich sind die Mos­lems ver­gleich­bar mit den Sama­ri­tern, die getrennt von den dama­li­gen Juden den Einen auf ihre Wei­se anbe­te­ten. Jesus hat­te sie ja nicht ver­ur­teilt, son­dern ver­sucht, Sama­ri­ter wie Juden zu einem bes­se­ren und dem voll­stän­di­gen Got­tes­ver­ständ­nis zu füh­ren, zum Glau­ben an Ihn, der allen Men­schen soz. den „gan­zen Gott“ offenbarte.

    • Fran­zel,

      Sie sind ein­fach nicht gut infor­miert. Der Islam wur­de als „Leh­re des Teu­fels“ betrach­tet. Hören Sie hier Wor­te Urbans II, als er zum Kreuz­zug aufrief:

      „In dem Tem­pel, aus wel­chem Chri­stus die Kauf­leu­te ver­trieb, damit das Hei­lig­tum nicht ver­un­rei­nigt wür­de, wird jetzt des Teu­fels Leh­re öffent­lich ver­kün­det.“ (1095)

      Man kann dazu noch viel sagen — aber der Islam galt stets als Ket­ze­rei. war­um sonst der erbit­ter­te Kampf des christ­li­chen Abend­lan­des gegen die Ver­su­che der Moham­me­da­ner, sich Euro­pa unter den Nagel zu rei­ßen, war­um der Kampf in Spa­ni­en, die Recon­qui­sta, war­um Tours und Poi­tiers, war­um die Abwehr gegen die Tür­ken, war­um erhie­löt der „Tür­ken­lou­is“ wohl das „Gol­de­ne Vlies“ als „ret­ter der Christenheit“.

      Ich bit­te Sie — ich weiß, dass man das heu­te alles unter­drückt und lächer­lich macht, aber „Glau­be Maho­mets“ galt von Anfang an als Irrlehre!

    • Schon die frü­he­sten christ­li­chen Zeit­ge­nos­sen, ins­be­son­de­re der hl. Kir­chen­va­ter und Kir­chen l e h r e r Johan­nes von Damas­kus, der den Islam aus unmit­tel­ba­rer Anschau­ung kann­te (leb­te am Hof des Kali­fen von Bag­dad), ver­ur­teil­ten den Islam mit stren­gen Wor­ten genau als das, was Sie ‑wohl aus Unwis­sen- in Abre­de stel­len: als Irr­leh­re. Und so blieb es die gesam­te Zeit der Kir­che hin­durch: Theo­lo­gen, Hei­li­ge, Päp­ste, Kon­zi­li­en haben den Islam als Irr­leh­re ver­ur­teilt. Und wie soll­te es anders sein, denn seit Moham­med hat der Islam sein Wesen nicht ver­än­dert und kann es gar nicht. Prof. Adel­gun­de Mer­ten­sacker (+) hat dar­über eine Bro­schü­re zusam­men­ge­stellt mit dem Titel „Der ISLAM im Zeug­nis von Hei­li­gen und Beken­nern“ (für wenig Geld erwerb­lich). Was der Vati­kan und die Päp­ste seit 50 Jah­ren über den Islam sagen, ist unter aller Dis­kus­si­on und Wür­de. (Tut mir leid, aber ich fin­de dafür nur die bibli­sche Erklä­rung der gei­sti­gen Hurerei.)

  16. Sehr emp­feh­lens­wert zum The­ma ist auch das Buch eines Schü­lers unse­res ver­ehr­ten deut­schen Pap­stes, des 2009 ver­stor­be­nen Prie­ster und Missionswissenschaftlers 

    Prof. Dr. Johan­nes Dörmann:
    Johanns Paul II — Sein theo­lo­gi­scher Weg zum Welt­ge­bets­tag der Reli­gio­nen in Assisi

  17. Sehr geehr­te Zeit­schnur und sehr geehr­ter Leo Lämmlein.
    Sie kön­nen davon aus­ge­hen, daß ich kein Befür­wor­ter des Islam bin.
    Ich neh­me alles, was Sie hier­zu sag­ten, dank­bar auf und zur Kennt­nis. Mir ist bekannt, daß es fast von Anfang an mili­tä­ri­sche Abwehr­kämp­fe der Chri­sten gegen den Islam, der auch sehr viel mit Poli­tik zu tun hat, gab und gibt. Es war ja sehr bedeu­tend, daß der Fran­ke Karl Mar­tell die Ara­ber hin­ter die Pyre­nä­en dräng­te und seit­dem bis zum Jah­re 1492 die gan­ze ibe­ri­sche Halb­in­sel wie­der für die Kir­che und die Chri­sten­heit zurück­ge­won­nen wurde.
    Aller­dings gabs auch gera­de in Spa­ni­en im Mit­tel­al­ter vie­le Reli­gi­ons­ge­sprä­che zwi­schen Chri­sten, Mos­lems und Juden. Es war da von kirch­li­cher Sei­te nie die Rede davon, daß die Mos­lems kei­ne Anbe­ter Got­tes wären, denn auf ihre Wei­se sind sie ja Anbe­ter Got­tes. Ver­gleichs­wei­se sind die mei­sten Chri­sten Mit­tel- und West­eu­ro­pas heu­te kei­ne Anbe­ter Gottes.
    Der Islam leug­net wei­test­ge­hend das Evan­ge­li­um und fragt sogar, war­um Gott einen Sohn habe oder brau­che. Es ist für sie undenk­bar, daß der Sohn Got­tes, der Gott ist, in die sün­di­ge Welt gekom­men sein soll und als größ­tes Ärger­nis am Kreuz ster­ben könn­te oder konn­te. Das ist für sie nicht nachvollziehbar.
    So und so ähn­lich argu­men­tie­ren ja die Mos­lems. Für mich sol­len die Mos­lems glau­ben oder nicht glau­ben und den­ken, was sie wol­len. Für mich gilt: ich beken­ne Jesus als den Mes­si­as, als den Sohn Got­tes… und als den Gekreu­zig­ten und Auf­er­stan­de­nen, der kom­men wird in Herr­lich­keit und rich­ten wird die Leben­den und die Toten.

    Ich fin­de, man kann den Mos­lems ihren spe­zi­el­len Glau­ben an den Einen, so wie sie Ihn sehen oder ken­nen, nicht abspre­chen. Das ist und wäre für mich auch ver­ta­ne Zeit. Die Kir­che hat jeden­falls auf kei­nem Kon­zil den Glau­ben der Mos­lems als Irr­leh­re ver­ur­teilt, wohl aber ein­zel­ne oder gar vie­le Stel­len aus dem Koran als falsch deklariert.

  18. CHISTUS ist Herr­scher nicht nur über unse­re Erde-Pla­net Erde.Er ist auch König des WELTALLS…Die moder­ne Astro­phy­sik zählt über 200 Mil­li­ar­den Galaxien,Zu meinen,Gott wür­de sich nur um unse­re win­zi­ge Welt kümmern,und dies 24 Stun­den am Tag,der Irrt gewaltig.Wir müs­sen Gott viel grö­sser Denken.

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