Kardinal Pizzaballa (rechts im Bild), der Lateinische Patriarch von Jerusalem, übte gestern deutliche Kritik an der internationalen Gemeinschaft. Bildmitte: Kardinal Zuppi, Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, rechts von ihm Michele De Pascale, der Regierungschef der Emilia-Romagna
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Kardinal Pizzaballa kritisiert internationale Doppelmoral

Bei der gest­ri­gen Ver­an­stal­tung am 24. Febru­ar mit dem Titel „Um wei­ter über den Frie­den zu spre­chen“ („Per con­ti­nu­are a parl­a­re di pace“) im Regio­nal­par­la­ment der Emi­­lia-Roma­­gna kri­ti­sier­te Kar­di­nal Pier­bat­ti­sta Piz­za­bal­la, Latei­ni­scher Patri­arch von Jeru­sa­lem, die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft. Die Ver­an­stal­tung fand anläß­lich des vier­ten Jah­res­tags des Beginns des rus­­sisch-ukrai­­ni­­schen Krie­ges statt.
US-Außenminister Rubio (USA) auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026
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Sind die Vereinigten Staaten das „Reich des Bösen“?

Von Rober­to de Mat­tei* Der ame­ri­ka­ni­sche Außen­mi­ni­ster Mar­co Rubio hielt anläß­lich der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz, die am 14. Febru­ar im Baye­ri­schen Hof statt­fand, eine umfas­sen­de und dif­fe­ren­zier­te Rede. Dar­in bekräf­tig­te er, daß die USA und Euro­pa einer ein­zi­gen Zivi­li­sa­ti­on ange­hör­ten und ihre Kräf­te bün­deln müß­ten, um gemein­sa­me inne­re wie äuße­re Fein­de zu bekämp­fen. Gleich­wohl stel­len die
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin bestätigte Vermittlungsversuche, um Nicolás Maduro zu bewegen, Venezuela zu verlassen und ins Exil zu gehen
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Vatikan bestätigt Vermittlungsversuch im Fall Maduro

Der vati­ka­ni­sche Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin bestä­tig­te, daß der Vati­kan im Vor­feld der US-Mili­tär­o­pe­ra­ti­on in Vene­zue­la Ver­mitt­lungs­ver­su­che unter­nom­men hat­te, eine Lösung zu fin­den, „die jeg­li­ches Blut­ver­gie­ßen ver­hin­dert hät­te – ein­schließ­lich eines Abkom­mens mit Madu­ro und ande­ren Ver­tre­tern des Regimes –, doch dies war nicht möglich“.
Venezuelas Staatspräsident Nicolás Maduro bei seinem Staatsbesuch im Juni 2013 bei Papst Franziskus im Vatikan
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Vatikanische Vermittlungsversuche für Maduro – und ihr Scheitern

Die dra­ma­ti­sche Ent­füh­rung des vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro Anfang Janu­ar 2026 durch US‑Spezialkräfte hat nicht nur die poli­ti­sche Welt­büh­ne erschüt­tert, son­dern auch inter­ne diplo­ma­ti­sche Manö­ver inter­na­tio­na­ler Akteu­re ans Licht gebracht, die bis­lang weit­ge­hend unbe­kannt waren. Vor­weg: Die USA spre­chen von „Fest­nah­me“, aller­dings agier­ten die US-Spe­­zi­al­­kräf­te in einem frem­den Staat unter Ver­let­zung des gel­ten­den Rechts. Wie die Washing­ton
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Kommunismus und Antikommunismus in einer entscheidenden Stunde der Geschichte

Von Rober­to de Mat­tei* Die ent­schei­den­den Stun­den der Geschich­te – jene, in denen Zivi­li­sa­tio­nen zer­fal­len und neu ent­ste­hen – sind stets durch reli­giö­se, kul­tu­rel­le und gesell­schaft­li­che Spal­tun­gen und Pola­ri­sie­run­gen geprägt. Wer jedoch sei­nen Bezugs­punkt in De civi­ta­te Dei des hei­li­gen Augu­sti­nus hat, erkennt, daß die Wur­zel und der Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis jedes Pro­blems in der
Morgendämmerung oder Abenddämmerung?
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Die fahle Morgendämmerung des Jahres 2026

Von Rober­to de Mat­tei* Die fah­le Mor­gen­däm­me­rung des Jah­res 2026 erhebt sich über einem Euro­pa, das sich im Krieg befin­det, ohne es zu wis­sen. Selbst jene, die es wis­sen – jene, die die­sen Krieg begon­nen haben –, ver­mei­den es sorg­fäl­tig, dies aus­zu­spre­chen, und reden wei­ter von Frie­den. Schließ­lich, so lehrt der hei­li­ge Augu­sti­nus, wün­schen auch
Der heilige Augustinus, Bischof und Kirchenvater
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Der heilige Augustinus und die Krise der gegenwärtigen Welt

Von Rober­to de Mat­tei* Der brü­chi­ge Waf­fen­still­stand im Gaza­strei­fen darf kei­ne Illu­sio­nen näh­ren – weder hin­sicht­lich der Zukunft die­ses Abkom­mens noch in bezug auf die Mög­lich­keit eines bal­di­gen Frie­dens­schlus­ses zwi­schen Ruß­land und der Ukrai­ne. Zwi­schen den bei­den gegen­wär­tig andau­ern­den Kon­flik­ten besteht zudem ein grund­le­gen­der Unter­schied. Das Abkom­men von Gaza war vor allem des­halb mög­lich, weil
Israel und die Hamas
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Israels Verantwortung und die großen strategischen Bumerangs des 20. Jahrhunderts

Von Rober­to de Mat­tei* Unter den vie­len Ankla­gen, die gegen den Staat Isra­el erho­ben wer­den, fin­det sich auch jene, er habe in den 1980er Jah­ren die Ent­ste­hung der Hamas „mit­ver­ur­sacht“. Dar­aus wird gefol­gert, man müs­se sich von dem Krieg Isra­els gegen die Hamas distan­zie­ren – denn zwi­schen dem Ter­ro­ris­mus und jenem, der ihn her­vor­ge­bracht habe,
Über Ursachen und Folgen, die erstaunliche "Treffsicherheit" des islamischen Terrors und den Niedergang des Westens
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Der 7. Oktober von Lepanto, den der selbstmörderische Westen verrät

Von Fran­ces­co Agno­li* Am 7. Okto­ber 1571 besieg­ten die christ­li­chen Hee­re bei Lepan­to die Tür­ken, nach­dem die­se wei­te Tei­le christ­li­cher Gebie­te mit allen nur erdenk­li­chen Grau­sam­kei­ten über­zo­gen hat­ten. Seit ihrer Ent­ste­hung hat­te die isla­mi­sche Welt christ­li­che Ter­ri­to­ri­en besetzt – dar­un­ter die Küsten Afri­kas eben­so wie wei­te Tei­le des Nahen Ostens. Eini­ge Jahr­zehn­te zuvor, im Jahr