Die Kirche, China und die Kommunistische Partei
Christenverfolgung

Ein kirchenrechtliches Paradox

Die jüng­sten Äuße­run­gen von Kar­di­nal­staats­se­kre­tärs Pie­tro Paro­lin zur Lage der Kir­che in der Volks­re­pu­blik Chi­na geben Anlaß zu ern­ster Besorg­nis – und wer­fen grund­le­gen­de Fra­gen nach dem katho­li­schen Kir­chen­ver­ständ­nis auf. In einem Inter­view mit der ita­lie­ni­schen Zeit­schrift Dia­loghi der Katho­li­schen Akti­on ver­tei­digt Kar­di­nal Paro­lin den berg­o­glia­nis­schen Kurs der vati­ka­ni­schen Chi­­na-Poli­tik und betont dabei vor allem
Joseph Shaw, Vorsitzender von Una Voce International, analysiert die jüngsten Signale von Papst Leo XIV. zum überlieferten Römischen Ritus
Leo XIV.

Papst Leo signalisiert einen Kurswechsel hinsichtlich der traditionellen Messe

Von Joseph Shaw* Am 18. März wand­te sich Kar­di­nal Paro­lin in einem Schrei­ben an eine Voll­ver­samm­lung der fran­zö­si­schen Bischö­fe und über­mit­tel­te dabei eine Bot­schaft – oder viel­mehr meh­re­re Bot­schaf­ten – von Papst Leo. Der Brief rief die Bischö­fe dazu auf, die katho­li­schen Schu­len zu ver­tei­di­gen und die Für­sor­ge für des Miß­brauchs schul­dig gewor­de­ne Prie­ster nicht
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin äußerte sich zum überlieferten Ritus und läßt versöhnliche Töne anklingen
Leo XIV.

Neue Töne zum überlieferten Ritus?

Der vati­ka­ni­sche Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin hat sich erneut zur Fra­ge des über­lie­fer­ten Römi­schen Ritus geäu­ßert – und dabei einen Ton ange­schla­gen, der teils als bemer­kens­wer­te Kurs­kor­rek­tur wahr­ge­nom­men wird. 
Kardinal Robert Prevost im Moment seiner Eidesleistung beim Eintritt in das Konklave
Leo XIV.

Das Konklave von 2025: Stimmenwanderungen, Blockaden und strategische Allianzen

Die Rekon­struk­ti­on eines Kon­kla­ves gehört zu den schwie­rig­sten Auf­ga­ben vati­ka­ni­scher Bericht­erstat­tung. Sie erfor­dert Zeit, Geduld und den Abgleich zahl­rei­cher Aus­sa­gen, die zumeist unter dem Schutz strik­ter Anony­mi­tät erfol­gen. Hin­zu kommt das durch die Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on Uni­ver­si Domi­ni­ci Gre­gis nor­mier­te abso­lu­te Schwei­ge­ge­bot, des­sen Ver­let­zung mit der auto­ma­ti­schen Exkom­mu­ni­ka­ti­on (latae sen­ten­tiae) geahn­det wird. Umso vor­sich­ti­ger sind alle
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin bestätigte Vermittlungsversuche, um Nicolás Maduro zu bewegen, Venezuela zu verlassen und ins Exil zu gehen
Nachrichten

Vatikan bestätigt Vermittlungsversuch im Fall Maduro

Der vati­ka­ni­sche Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin bestä­tig­te, daß der Vati­kan im Vor­feld der US-Mili­tär­o­pe­ra­ti­on in Vene­zue­la Ver­mitt­lungs­ver­su­che unter­nom­men hat­te, eine Lösung zu fin­den, „die jeg­li­ches Blut­ver­gie­ßen ver­hin­dert hät­te – ein­schließ­lich eines Abkom­mens mit Madu­ro und ande­ren Ver­tre­tern des Regimes –, doch dies war nicht möglich“.
Venezuelas Staatspräsident Nicolás Maduro bei seinem Staatsbesuch im Juni 2013 bei Papst Franziskus im Vatikan
Nachrichten

Vatikanische Vermittlungsversuche für Maduro – und ihr Scheitern

Die dra­ma­ti­sche Ent­füh­rung des vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro Anfang Janu­ar 2026 durch US‑Spezialkräfte hat nicht nur die poli­ti­sche Welt­büh­ne erschüt­tert, son­dern auch inter­ne diplo­ma­ti­sche Manö­ver inter­na­tio­na­ler Akteu­re ans Licht gebracht, die bis­lang weit­ge­hend unbe­kannt waren. Vor­weg: Die USA spre­chen von „Fest­nah­me“, aller­dings agier­ten die US-Spe­­zi­al­­kräf­te in einem frem­den Staat unter Ver­let­zung des gel­ten­den Rechts. Wie die Washing­ton
Nigeria, als Staat ein Produkt der britischen Kolonialmacht, ist ein zerrissenes Land, in dem die Christen Verfolgung durch Islamisten erleiden
Christenverfolgung

Menschenrechtsaktivist kritisiert Kardinal Parolin wegen Relativierung der Christenverfolgung

Der nige­ria­ni­sche Men­schen­rechts­ak­ti­vist Eme­ka Umeag­ba­la­si kri­ti­sier­te den vati­ka­ni­schen Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin scharf. Umeag­ba­la­si, Vor­sit­zen­der von Inter­so­cie­ty, wirft dem Kar­di­nal vor, die extre­me Gewalt gegen Chri­sten in Nige­ria zu ver­harm­lo­sen und damit den isla­mi­sti­schen Tätern indi­rekt Schutz zu gewähren. 
Um die Mittagszeit besuchte Ungarns Regierungschef Viktor Orbán den Vatikan, wo er von Papst Leo XIV. empfangen wurde.
Leo XIV.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán von Papst Leo XIV. empfangen

Am Mon­tag, dem 27. Okto­ber 2025, emp­fing Papst Leo XIV. im Apo­sto­li­schen Palast des Vati­kans den Mini­ster­prä­si­den­ten von Ungarn, Vik­tor Orbán, zu einer Audi­enz. Anschlie­ßend traf sich der unga­ri­sche Regie­rungs­chef mit Kar­di­nal Pie­tro Paro­lin, dem Staats­se­kre­tär Sei­ner Hei­lig­keit, sowie mit Erz­bi­schof Paul Richard Gal­lag­her, dem Sekre­tär für die Bezie­hun­gen zu Staa­ten und inter­na­tio­na­len Organisationen.
Papst Leo XIV. wurde heute von dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella auf dem Quirinal empfangen
Leo XIV.

Der Besuch von Leo XIV. auf dem Quirinal

Am Diens­tag, dem 14. Okto­ber 2025, fand ein histo­risch bedeu­ten­des Ereig­nis in Rom statt: Papst Leo XIV. stat­te­te dem ita­lie­ni­schen Prä­si­den­ten Ser­gio Mat­tar­el­la einen offi­zi­el­len Besuch im Qui­ri­nals­pa­last ab. Die­ser Besuch mar­kiert einen Schritt zurück zur Nor­ma­li­tät durch die Wie­der­auf­nah­me eines tra­di­tio­nel­len Staatszeremoniells.