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Kritik an der römischen Luther-Begeisterung

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker Ähn­lich wie bei der Fami­li­en­syn­ode war Kar­di­nal Kas­per für die neue römi­sche Luther­be­gei­ste­rung Stich­wort­ge­ber. In ver­schie­de­nen Vor- und Bei­trä­gen resü­mier­te er: Luther hät­te Recht gehabt (und die kath. Kir­che Unrecht); die Refor­ma­ti­on wäre berech­tigt gewe­sen wegen der „Defor­ma­ti­on der römi­schen Kir­che“; Luthers Neu-Theo­­lo­gie sei vom Hei­li­gen Geist gelei­tet wor­den (der

Luther-Briefmarke der vatikanischen Staatspost. Maria und Johannes unter dem Kreuz wurden durch Luther und Melanchton ersetzt. Zum 400. Jahrestag der Reformation sahen das die Jesuiten noch ganz anders. Die Darstellung stammt von der sogenannten Thesentür der Wittenberger Schloßkirche (August von Kloeber, 1851).
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Die „lutherische Wende“ von Papst Franziskus

von Rober­to de Mattei* Am 31. Okto­ber 2016 eröff­ne­te Papst Fran­zis­kus das Luther-Jahr, indem er in der Kathe­dra­le im schwe­di­schen Lund die Ver­tre­ter des Welt­lu­ther­tums traf. Seit­her folg­ten in der Kir­che ad abundan­ti­am „öku­me­ni­sche“ Tref­fen und Fei­ern. Genau ein Jahr spä­ter wur­de die „luthe­ri­sche Wen­de“ durch eine sym­bo­li­sche Hand­lung besie­gelt, deren schwer­wie­gen­de Bedeu­tung nur weni­ge

Katharina von Zimmern, die letzte Fürstäbtissin von Fraumünster in Zürich
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Und die Revolution (Reformation) „frisst ihre weiblichen Kinder“

Die bei­den Schwei­ze­rin­nen Mir­jam Janett und Jes­si­ca Mei­ster wer­fen einen Schat­ten auf die statt­fin­den­den Refor­ma­ti­ons­fei­ern. Der Schat­ten liegt nicht nur auf Mar­tin Luther, son­dern eben­so auf Cal­vin und Zwing­li. Janett pro­mo­viert an der Uni­ver­si­tät Basel. Die Histo­ri­ke­rin Mei­ster ist an der Rechts­quel­len­stif­tung des Schwei­ze­ri­schen Juri­sten­ver­eins tätig. Bei­de sind am Pro­jekt Frau­en­stadt­rund­gang Zürich betei­ligt. Sie wider­spre­chen

EKD-Vorsitzender Bredford-Strohm richtete am 31. Oktober von der Kanzel der Schloßkirche in Wittenberg eine Einladung an Papst Franziskus
Hintergrund

EKD lädt Papst Franziskus nach Wittenberg ein

(Wit­ten­berg) Hein­rich Bed­­ford-Strohm, luthe­ri­scher Lan­des­bi­schof von Bay­ern und Vor­sit­zen­der der Evan­ge­li­schen Kir­che Deutsch­lands (EKD), in der Luthe­ra­ner, Cal­vi­ni­sten, Refor­mier­te und Unier­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zusam­men­ge­schlos­sen sind, sprach am Refor­ma­ti­ons­tag eine Ein­la­dung aus.

Bronzeepotaph (1548), ursprüglich für Luthers Grabmal gedacht. d
Buchbesprechungen

Franz Kronbeck, Martin Luthers Kampf mit Gott

Von Wolf­ram Schrems* Im Hin­blick auf das „Luther-Jahr“ 2017 erschie­nen lau­fend Publi­ka­tio­nen zu Per­son und Leh­re Mar­tin Luthers von unter­schied­li­chem Wert. Eine von die­sen ist ein wert­vol­les Büch­lein des bay­ri­schen katho­li­schen Phi­lo­so­phen und Lati­ni­sten Franz Kron­beck. Die­ses ver­dient unse­re vol­le Auf­merk­sam­keit.

Hintergrund

Vergessene Luther-Kritik von Jorge Mario Bergoglio

(Rom) Seit Papst Fran­zis­kus regiert, ist das Lob für Luther, bis­her eine Spe­zia­li­tät bestimm­ter deut­scher Kir­chen­krei­se, an höch­ster Stel­le ange­kom­men. In Lund rühm­te Fran­zis­kus den von sei­nem Prie­ster­tum und sei­nen Ordens­ge­lüb­den abge­fal­le­nen Luther als „Medi­zin für die Kir­che“. Das war nicht immer so.

500 Jahre Reformationsgedenken in Schwarz-Rot-Gold (hier: politische-bildung.de)
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Luthers Fürsten-Protestantismus und die schrecklichen Folgen

Gast­bei­trag von Hubert Hecker. Der pro­te­stan­ti­sche Kir­chen­ge­schicht­ler Tho­mas Kauf­mann wirft der Füh­rungs­rie­ge sei­ner Kir­chen­ge­mein­schaft vor, das Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um mit „Pro­pa­gan­daslo­gans“ geprägt zu haben. Im Vor­spann sei­nes FAZ-Arti­kels vom 15. 9. 2017 heißt es: „Die evan­ge­li­sche Kir­che hat sich in die Idee ver­rannt, Luther habe Demo­kra­tie und Men­schen­rech­te gebracht.“ Natio­nal­po­pu­li­sti­sche Luther-Bil­der