Brennende Kanzel (Chile)
Forum

Die Krise der institutionellen Identität: Eine systemtheoretische Analyse gegenwärtiger Transformationsdynamiken in der katholischen Kirche

Von Con­tra Ambi­va­lent* 1. Ein­lei­tung und theo­re­ti­scher Rah­men Die römisch-katho­­li­­sche Kir­che stellt aus sozio­lo­gi­scher und system­theo­re­ti­scher Per­spek­ti­ve eine beson­de­re Insti­tu­ti­on dar. Ihre außer­ge­wöhn­li­che Sta­bi­li­tät über vie­le Jahr­hun­der­te hin­weg beruh­te auf einer engen Ver­bin­dung von Tran­szen­denz und gesell­schaft­li­cher Wirk­lich­keit. Sie ver­stand sich nicht ledig­lich als mensch­li­che Orga­ni­sa­ti­on, son­dern als geist­li­che Insti­tu­ti­on, deren Ursprung und Auf­trag auf
Homo-Lobbyismus im Heiligen Jahr und mit kirchlicher Unterstützung
Genderideologie

Einladung mit Signalwirkung – oder ein Spiel mit dem Feuer?

Eine Ein­la­dung läßt auf­hor­chen. Beson­ders, wenn sie aus dem Vati­kan kommt – und in der ita­lie­ni­schen Nach­rich­ten­agen­tur ANSA, im „Land des Pap­stes“, Schlag­zei­len macht. Im Vati­kan hat man offen­bar wenig Berüh­rungs­äng­ste mit Grup­pie­run­gen, die dem Lehr­amt der Kir­che seit Jahr­zehn­ten die Stirn bieten.
Das Verhältnis zwischen Papst Franziskus und Glaubenspräfekt Gerhard Kardinal Müller ist nicht das Beste. Zudem versuchen verschiedene Seiten den Keil zwischen beiden noch tiefer zu treiben.
Nachrichten

„Wir sind Kirche“ fordert Rücktritt von Glaubenspräfekt Müller und schießt damit ein Eigentor

(Ber­lin) Die Orga­ni­sa­ti­on „Wir sind Kir­che“, eine im deut­schen Sprach­raum ent­stan­de­ne Ver­ei­ni­gung von Katho­li­ken, die gar kei­ne sind, for­der­te Papst Fran­zis­kus auf, Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler als Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on abzu­set­zen. Die Nach­richt wäre kei­ne Mel­dung wert, wenn nicht eini­ge Pres­se­agen­tu­ren und Medi­en die For­de­rung wei­ter­ver­brei­tet hät­ten. Wenn es gegen die Kir­che geht, kochen – wie