Pilatus läßt die jüdische Volksmenge entscheiden, ob Jesus oder Barabbas freigelassen werden soll. Die jüdischen Führer forderten die Hinrichtung des Messias von Pilatus allein deshalb, weil die Römer ihnen Hinrichtungen verboten hatten. Andernfalls wäre Jesus zu diesem Zeitpunkt wohl schon tot gewesen
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Der Prozeß Jesu und die römischen Spione – eine historische Überlegung

Von Wolf­ram Schrems* Seit Jah­ren wird sei­tens kirch­li­cher Amts­trä­ger und aka­de­mi­scher Theo­lo­gen die histo­ri­sche Glaub­wür­dig­keit der Evan­ge­li­en in Fra­ge gestellt. Häu­fig geht es dabei um die Mini­mie­rung der Rol­le der jüdi­schen Auto­ri­tä­ten und des Vol­kes bei der Pas­si­on Jesu Chri­sti. Man hat den Ein­druck, daß die­se Ten­denz in den letz­ten Jah­ren, beson­ders im deut­schen Sprach­raum,
Roter Faden, Altstadt von Jerusalem (2015)
Hintergrund

Das „Wunder des roten Fadens“

Der Tal­mud ist neben dem Tanach, den für das Juden­tum nor­ma­tiv gel­ten­den Bibel­tex­ten, die wich­tig­ste Schrift der Juden. Er lie­fert in bei­den Ver­sio­nen, sowohl dem Baby­lo­ni­schen als auch dem Jeru­sa­le­mer Tal­mud, eine Gegen­er­zäh­lung, ein Anti-Evan­­ge­­li­um, um die Hin­rich­tung Jesu zu recht­fer­ti­gen – und er ent­hält eine Viel­zahl abscheu­li­cher Aus­sa­gen gegen Chri­stus und die Chri­sten. Den­noch