Ein Labyrinth ohne Kompass wird leicht zur Falle
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Der Primat des Verfahrens: Konsens, Wahrheit und institutionelle Legitimität

Von Con­tra Ambi­va­lent* 1. Das all­ge­mei­ne Pro­blem kon­sens­ba­sier­ter Insti­tu­tio­nen Moder­ne Gesell­schaf­ten sind in hohem Maße auf Ver­fah­ren ange­wie­sen. Wo unter­schied­li­che Inter­es­sen, Über­zeu­gun­gen und Wert­vor­stel­lun­gen auf­ein­an­der­tref­fen, ermög­li­chen insti­tu­tio­na­li­sier­te Ver­fah­ren eine geord­ne­te Form der Kon­flikt­be­ar­bei­tung. Sie schaf­fen Räu­me für Bera­tung, Betei­li­gung und Ent­schei­dungs­fin­dung und tra­gen damit wesent­lich zur Sta­bi­li­tät kom­ple­xer Gesell­schaf­ten bei. Die Bedeu­tung sol­cher Ver­fah­ren ist kaum
Die Schule von Athen von Raffael (um 1510), Stanzen des Raffael, Apostolischer Palast, Vatikan
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Asymmetrie zwischen Kritik und Begründung

Von Con­tra Ambi­va­lent* I. Ein­lei­tung: Die moder­ne Kul­tur der Kri­tik Die Moder­ne ver­dankt einen erheb­li­chen Teil ihrer gei­sti­gen und gesell­schaft­li­chen Dyna­mik der Fähig­keit zur Kri­tik. Kaum eine ande­re Epo­che hat bestehen­de Über­zeu­gun­gen, Insti­tu­tio­nen und Auto­ri­tä­ten in ver­gleich­ba­rer Inten­si­tät der Prü­fung unter­zo­gen. Wis­sen­schaft­li­cher Fort­schritt, poli­ti­sche Frei­heits­rech­te und die Ent­wick­lung moder­ner Demo­kra­tien sind wesent­lich aus die­ser Bereit­schaft
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Die Rückkehr der metaphysischen Frage

Von Con­tra Ambi­va­lent* I. Ein­lei­tung: Die Kri­se der Wahr­heit im Span­nungs­feld von Moder­ne und Tra­di­ti­on Die gegen­wär­ti­gen gesell­schaft­li­chen und inner­kirch­li­chen Debat­ten sind zuneh­mend von Ambi­va­lenz, Frag­men­tie­rung und pro­zes­sua­len Ver­stän­di­gungs­for­men geprägt. Nor­ma­ti­ve Ver­bind­lich­kei­ten erschei­nen dabei immer weni­ger als Aus­druck objek­ti­ver Wahr­heit, son­dern zuneh­mend als Resul­tat histo­ri­scher, kul­tu­rel­ler und dis­kur­si­ver Aus­hand­lungs­pro­zes­se. Wahr­heit gilt nicht mehr pri­mär als
Die Kirche als Schiff in einem Sturm.
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Die Eigendynamik der Verflüssigung

Von Con­tra Ambi­va­lent* I. Ein­lei­tung: Die Logik der Kri­se Die katho­li­sche Kir­che befin­det sich gegen­wär­tig in einer Situa­ti­on sicht­ba­rer inne­rer Span­nung. In ver­schie­de­nen Orts­kir­chen ste­hen unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen zen­tra­ler lehr­amt­li­cher Tex­te neben­ein­an­der. Bischöf­li­che Stel­lung­nah­men diver­gie­ren, und auf der Ebe­ne der Gläu­bi­gen ent­steht nicht sel­ten der Ein­druck wach­sen­der Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit. In der öffent­li­chen Wahr­neh­mung wird die­se Situa­ti­on häu­fig als
Allegorie der Kirche als Hüterin der Wahrheit: Fresko von Andrea di Bonaiuto im Spanischen Saal der Dominikanerkirche Santa Maria Novella in Florenz (um 1365–1367)
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Loyalität, Wahrheit und Ambivalenz unter dem Pontifikat von Papst Franziskus

Von Con­tra Ambi­va­lent Die fol­gen­de Ana­ly­se ver­steht sich als Bei­trag zum theo­lo­gi­schen Dis­kurs auf Grund­la­ge öffent­lich zugäng­li­cher Tex­te und Ereig­nis­se. Sie erhebt weder dis­zi­pli­nä­re Auto­ri­tät noch mora­li­sche Ankla­ge, son­dern zielt auf begriff­li­che Klä­rung. 1. Anschluss an den ersten Auf­satz – Ambi­va­lenz als Vor­aus­set­zung der Loya­li­täts­fra­ge Im vor­aus­ge­hen­den Auf­satz „Zur inne­ren Logik des Pon­ti­fi­kats von Papst
Gut zwölf Jahre währte das Pontifikat von Papst Franziskus. Oft wurde es an spektakulären und umstrittenen Einzelgesten festgemacht. Eine gründliche Analyse zeigt nun, daß ihm vielmehr eine konsistente innere Logik zugrunde lag.
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Zur inneren Logik des Pontifikats von Papst Franziskus und seiner ekklesiologischen Sprengkraft

Die­ser Bei­trag eines anonym blei­ben­den Autors unter­sucht die inne­re Logik des Pon­ti­fi­kats von Papst Fran­zis­kus und sei­ne ekkle­sio­lo­gi­schen Kon­se­quen­zen. Ana­ly­tisch aus­ge­rich­tet, kon­zen­triert sich die Ana­ly­se auf beob­acht­ba­re Zusam­men­hän­ge zwi­schen Leh­re, Pra­xis und Auto­ri­tät, ohne per­sön­li­che Inten­tio­nen zu bewer­ten oder pole­mi­sche Zuspit­zun­gen zu ver­wen­den. Die struk­tu­rel­len Dyna­mi­ken die­ses Pon­ti­fi­kats, das von 2013 bis 2025 dau­er­te, wer­den