"Die Jagd ist eröffnet." Kirchenfeindliche Karikatur aus den frühen 1860er Jahren - mit geopolitischem Kontext. Garibaldi im roten Hemd schießt auf Kleriker. Der neue italienische König Viktor Emanuel II. will den Papst abschießen. Der Franzose (Napoleon III.) ruft: "Im Kirchenstaat wird nicht gejagt". Der Brite (Premierminister Palmerston) antwortet, während er sein Gewehr lädt: "Laß ihn (den italienischen König) einen guten Schuß machen, dann sind wir alle zufrieden."
Hintergrund

1870: Rom wird Hauptstadt – zwischen Licht und vielen Schatten

Von Anto­nel­lo Can­n­a­roz­zo* Bevor ich die­sen Arti­kel geschrie­ben habe, habe ich bewußt län­ger gewar­tet, um fest­zu­stel­len, wie das histo­ri­sche Datum des 20. Sep­tem­ber 1870, das an die Ein­nah­me Roms und das Ende des Kir­chen­staa­tes und damit der welt­li­chen Herr­schaft der Päp­ste erin­nert, seit eini­gen Jah­ren immer mehr ver­blaßt und inzwi­schen weit­ge­hend tot­ge­schwie­gen wird.
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Die Carbonari in Italien (Erster Teil)

Die Car­bo­na­ri waren eine ita­lie­ni­sche Geheim­ge­sell­schaft im 19. und frü­hen 20. Jahr­hun­dert und sehr erfolg­reich. Offi­zi­ell kämpf­ten sie für die Zie­le Frei­heit, natio­na­le Ein­heit und die Repu­blik. Sie spiel­ten eine wich­ti­ge Rol­le im ita­lie­ni­schen Risor­gi­men­to, wirk­ten aber auch spä­ter in repu­bli­ka­ni­schen, irre­den­ti­sti­schen, anti­kle­ri­ka­len und anti­fa­schi­sti­schen Bewe­gun­gen wei­ter. Pater Pao­lo Maria Sia­no, einer der aktu­ell besten …