Ist nach Papst Franziskus die Achse in der Kirche soweit nach links verschoben, daß ein linkes Leitmedium wie La Repubblica päpstliche Glückwünsche erhält? Oder liegt über dem Pontifikat von Leo XIV. nicht nur der Schatten von Bergoglio, sondern auch von Eugenio Scalfari?
Leo XIV.

Leo XIV. gratuliert der linken Tageszeitung La Repubblica

Gestern ver­öf­fent­lich­te die lin­ke ita­lie­ni­sche Tages­zei­tung La Repubbli­ca ein Schrei­ben von Papst Leo XIV., mit dem er dem Blatt zu sei­ner Grün­dung vor 50 Jah­ren gra­tu­liert. Datiert ist das Schrei­ben vom 14. Janu­ar. Dar­über kön­ne man hin­weg­ge­hen, wür­den man­che sagen, und doch ver­langt das emble­ma­ti­sche Ereig­nis eine Anmerkung.
Leo XIV.

Gründonnerstag im Lateran: Liturgische Rückkehr mit Signalwirkung

Die Ent­schei­dung von Papst Leo XIV., die Mis­sa in Coe­na Domi­ni am Grün­don­ners­tag wie­der in der Late­ran­ba­si­li­ka zu zele­brie­ren, mar­kiert eine stil­le, aber unüber­seh­ba­re Zäsur. Nach Jah­ren lit­ur­gi­scher Expe­ri­men­te unter sei­nem Vor­gän­ger Fran­zis­kus kehrt das Zen­trum der Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie an den Ort zurück, der die Kathe­dra­le des Bischofs von Rom und damit sicht­ba­rer Aus­druck der Welt­kir­che
Papst Leo XIV. beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps
Forum

Leo XIV. und die Stadt Gottes

Von Rober­to de Mat­tei* Es ist mir häu­fig wider­fah­ren, mich auf den hei­li­gen Augu­sti­nus zu bezie­hen, ins­be­son­de­re auf sein Mei­ster­werk De civi­ta­te Dei – Die Stadt Got­tes. Zu Beginn die­ses Jah­res 2026 habe ich geschrie­ben, daß uns De civi­ta­te Dei des hei­li­gen Augu­sti­nus einen Deu­tungs­schlüs­sel zur Geschich­te an die Hand gibt, der es ermög­licht, über
Die ununterbrochene Papstreihe in Sankt Paul vor den Mauern ist kulturhistorisch einzigartig. Demnächst wird das 267. Medaillon, jenes von Leo XIV., angebracht werden.
Leo XIV.

Die Päpste im Bild – Systematische Papstgalerien

Als die Vati­ka­ni­sche Mosa­ik­werk­statt (Stu­dio del Mosai­co Vati­ca­no) dem amtie­ren­den Papst Leo XIV. gestern das neu voll­ende­te Mosa­ik mit sei­nem Por­trät prä­sen­tier­te, wur­de eine Tra­di­ti­on fort­ge­führt, die zum älte­sten, kon­ti­nu­ier­lich gepfleg­ten und zugleich pro­gram­ma­tisch­sten Bild­zy­klus der Mensch­heits­ge­schich­te gehört. Mit der vor­ge­se­he­nen Anbrin­gung die­ses Por­trät­me­dail­lons in der Patri­ar­chal­ba­si­li­ka Sankt Paul vor den Mau­ern tritt ein wei­te­rer
Leo XIV. ließ einerseits zu, die Liturgiefrage demokratisch von der Konsistoriums-Tagesordnung zu streichen. Er ließ aber andererseits auch zu, daß Kardinal Roche allen Purpurträgern seine Überlegungen zur Liturgiefrage vorlegen konnte. Zwei Bewegungen in die falsche Richtung.
Leo XIV.

Arthur Roche und sein Dokument der liturgischen Amnesie

Von Giu­sep­pe Nar­di Der vom Prä­fek­ten des Dik­aste­ri­ums für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung, Kar­di­nal Arthur Roche, vor­ge­leg­te Text zur Lit­ur­gie anläß­lich des außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­ums im Janu­ar 2026 ist kein bloß theo­lo­gi­scher Impuls, son­dern ein pro­gram­ma­ti­sches Doku­ment. Er bean­sprucht, die lit­ur­gi­sche Fra­ge im Hori­zont der „orga­ni­schen Ent­wick­lung“ der Kir­che zu deu­ten, und erhebt zugleich den Anspruch,
Angehörige eines aussterbenden Ordens (das Bild wird absichtlich unscharf gezeigt, da es um das Symptom, nicht um die einzelnen, ohnehin unbekannten Personen geht)
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„Der Konzils-Frühling“

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Die­ses Video, des­sen Autor es mir nicht erlaubt, es auf dem Blog hoch­zu­la­den, ist schon eini­ge Mona­te alt, aber ein hin­ter­häl­ti­ger Freund hat es mir kürz­lich zugespielt. 
Papst Leo XIV. nahm den altersbedingten Rücktritt von Msgr. Rifan, dem formal einzigen traditionell römischen Ortsbischof der Kirche, an. Im Bild Msgr. Rifan mit Papst Leo im November 2025
Leo XIV.

Rücktritt von Msgr. Rifan angenommen

Die Apo­sto­li­sche Per­so­nal­ad­mi­ni­stra­ti­on St. Johan­nes Maria Vian­ney in Cam­pos (Bra­si­li­en) bleibt vor­erst unter der Lei­tung ihres bis­he­ri­gen Ober­hir­ten. Wie aus nun ver­öf­fent­lich­ten offi­zi­el­len Doku­men­ten her­vor­geht, hat Papst Leo XIV. den alters­be­ding­ten Rück­tritt von Bischof Fer­nan­do Arêas Rifan zwar ange­nom­men, ihn jedoch zugleich gebe­ten, das Amt für wei­te­re 18 Mona­te wei­ter­zu­füh­ren. Die Apo­sto­li­sche Per­so­nal­ad­mi­ni­stra­ti­on St. Johan­nes
Msgr. Marco Agostini (Mitte), der von Papst Leo XIV. entlassene, traditionsverbundene Päpstliche Zeremoniar, im Bild zusammen mit dem Generaloberen des Instituts Christus König und Hohepriester Msgr. Gilles Wach (links) und Kanonikus Guitard.
Leo XIV.

Papst Leo XIV. entläßt Zeremoniar – Maßnahme mit Schlagseite

Mon­si­gno­re Mar­co Ago­sti­ni, einer der lang­jäh­rig­sten Zere­mo­nia­re des Hei­li­gen Stuhls, wur­de von Papst Leo XIV. sei­nes Amtes ent­ho­ben. Als Grund wird eine unan­ge­mes­sen nega­ti­ve Bemer­kung über angeb­lich homo­se­xu­el­le Kuri­en­mit­glie­der genannt, die öffent­lich wurde.
Die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten bedeutete keine Emigration in einen anderen Staat, da sowohl Judäa als auch Ägypten Teil des Römischen Reichs waren. Der Verweis auf die Heilige Familie eignet sich daher nicht zur Rechtfertigung der heutigen Migrationsagenda.
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Migration, Klugheit und das verlorene Gedächtnis der Christen

Die gegen­wär­ti­ge kirch­li­che Spra­che zur Migra­ti­on ist von mora­li­scher Über­zeich­nung und histo­ri­scher Ver­kür­zung geprägt. Kaum ein ande­res The­ma wird so häu­fig in abso­lu­te Kate­go­rien gepreßt: Wer für offe­ne Gren­zen plä­diert, gilt als christ­lich; wer auf Ord­nung, Recht und kul­tu­rel­le Selbst­be­haup­tung ver­weist, wird rasch unter Gene­ral­ver­dacht gestellt. Jack Rigert wider­spricht die­ser Ver­en­gung im poli­ti­schen und kirch­li­chen
Venezuelas Staatspräsident Nicolás Maduro bei seinem Staatsbesuch im Juni 2013 bei Papst Franziskus im Vatikan
Nachrichten

Vatikanische Vermittlungsversuche für Maduro – und ihr Scheitern

Die dra­ma­ti­sche Ent­füh­rung des vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro Anfang Janu­ar 2026 durch US‑Spezialkräfte hat nicht nur die poli­ti­sche Welt­büh­ne erschüt­tert, son­dern auch inter­ne diplo­ma­ti­sche Manö­ver inter­na­tio­na­ler Akteu­re ans Licht gebracht, die bis­lang weit­ge­hend unbe­kannt waren. Vor­weg: Die USA spre­chen von „Fest­nah­me“, aller­dings agier­ten die US-Spe­­zi­al­­kräf­te in einem frem­den Staat unter Ver­let­zung des gel­ten­den Rechts. Wie die Washing­ton