Sind Gespräche zwischen Rom und der Piusbruderschaft noch möglich? Ja, sagen Erzbischof Pozzo und Kardinal Müller
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Kritik, Gültigkeit und künftige Gespräche

Mit dem Inter­view des ehe­ma­li­gen Sekre­tärs der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei, Msgr. Gui­do Poz­zo, geführt von La Nuo­va Bus­so­la Quo­ti­dia­na, erhält die Debat­te um die gül­ti­gen, aber uner­laub­ten Bischofs­wei­hen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. vom 1. Juli eine neue Dimen­si­on. Erst­mals schil­dert ein unmit­tel­bar an den Gesprä­chen zwi­schen Rom und der FSSPX betei­lig­ter Vati­kan­ver­tre­ter aus­führ­lich,
Im Zusammenhang mit den Bischofsweihen der Piusbruderschaft ist von Exkommunikation und Schisma die Rede. Häufig werden die Begriffe jedoch ungenau oder sogar falsch verwendet. Eine Klärung.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Zur Exkommunikation und ihrer Unterscheidung

Von Don Micha­el Gurt­ner* In den letz­ten Tagen rund um die Ereig­nis­se von Écô­ne scheint es so zu sein, daß die Keu­le der Exkom­mu­ni­ka­ti­on geschwun­gen wird, mit dem Ziel, den­je­ni­gen, die den katho­li­schen Glau­ben noch wirk­lich ernst neh­men und auf­rich­tig katho­lisch sein wol­len, Angst zu machen und in den Gläu­bi­gen Skru­pel aus­zu­lö­sen, wel­che sie ent­mu­ti­gen
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Evolutionäre Fehlanpassung oder als Menschen leben

Von Cri­sti­na Sic­car­di* Wir leben inzwi­schen ein absur­des moder­nes Leben, das wie das Dasein beschleu­nig­ter Auto­ma­ten getak­tet ist: ange­füllt mit Kom­pli­ka­tio­nen, Kon­kur­renz­druck, Insta­bi­li­tät und emo­tio­na­len, digi­ta­len, beruf­li­chen sowie staat­li­chen Bela­stun­gen … all dies führt zu dem, was man heu­te als „evo­lu­tio­nä­re Fehl­an­pas­sung“ bezeich­net (eng­lisch: evo­lu­tio­na­ry mis­match; auch Theo­rie der Fehl­an­pas­sung oder evo­lu­tio­nä­re Fal­le genannt). Gemeint
Der heilige Athanasius, Patriarch von Alexandrien, Metropolit der Diözese Ägypten
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Die Bischofsweihen des heiligen Athanasius

Von Rober­to de Mat­tei* In den sech­zig Jah­ren zwi­schen dem Ersten Kon­zil von Nicäa (325) und dem Ersten Kon­zil von Kon­stan­ti­no­pel (381) erleb­te die Kir­che mit der aria­ni­schen Kri­se eine der schwie­rig­sten Pha­sen ihrer Geschich­te. Es war eine Zeit des Glau­bens­ab­falls, in der sich ent­schie­de­ne Ver­tei­di­ger der Recht­gläu­big­keit her­vor­ta­ten, wie der hei­li­ge Atha­na­si­us von Alex­an­dri­en
Darstellung der Hildegard-Vision von der Kirche, die den Antichristen gebiert, aber zugleich Kirche bleibt, wie Christus es verheißen hat. Die Vision schildert den Kampf, der auch innerhalb der Kirche tobt.
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Die Kirche wird den Antichristen gebären: Hildegard von Bingen und die Ekklesiologie der FSSPX

Von Ranie­ro da Fio­re* Die Bischofs­wei­hen der FSSPX und die gesam­te Argu­men­ta­ti­on für oder gegen die­se Wei­hen haben erneut eine alte ekkle­sio­lo­gi­sche Über­zeu­gung der Lefe­b­­v­­re-Anhän­­ger in den Mit­tel­punkt gerückt: den Gegen­satz zwi­schen einem angeb­li­chen „Ewi­gen Rom“, tra­di­tio­nell und ortho­dox, und einem „Kon­­zils-Rom“, moder­ni­stisch und häre­tisch. Die­se Aus­drucks­wei­se ist nur schwer mit der katho­li­schen Leh­re über die
"Was immer du segnen wirst, soll gesegnet sein. Was immer du heiligen wirst, soll geheiligt sein. Die Auferlegung dieser geweihten Hände gereiche allen zum Heil."
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Bischofsweihen und Exkommunikation

Von Johan­nes Jakob* Jun­ge tra­di­tio­nel­le Katho­li­ken rei­sten aus der gan­zen Welt nach Ecô­ne in der Schweiz. Sie wuss­ten bereits, dass der Vati­kan vor der Exkom­mu­ni­ka­ti­on gewarnt hat­te. Sie sind trotz­dem gekom­men. Sie hiel­ten in der fast fünf­stün­di­gen Lit­ur­gie bis zum Schluss unter frei­em Him­mel aus, obwohl zunächst die Son­ne brann­te und die Fei­er dann kurz vor
Am 1. Juli weihte die Piusbruderschaft gültig, aber unerlaubt vier neue Bischöfe ohne päpstliches Mandat. Am 2. Juli wurde die Beteiligten von Rom für exkommuniziert erklärt. Bereits Anfang Juni hatte Msgr. Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana, einen bedeutungsvollen Aufsatz zur Frage veröffentlicht.
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Die Kernfrage bezüglich der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Von Bischof Atha­na­si­us Schnei­der* Die Fra­gen und Pro­ble­me im Zusam­men­hang mit der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) sind seit über fünf­zig Jah­ren Gegen­stand einer weit­ge­hend ergeb­nis­lo­sen Debat­te und gip­feln nun in den ange­kün­dig­ten Bischofs­wei­hen, für die der Hei­li­ge Stuhl noch kei­ne Zustim­mung erteilt hat. Die Dis­kus­si­on ist emo­tio­nal auf­ge­la­den – oft im wahr­sten Sin­ne des
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Die vorhersehbaren Exkommunikationen. Eine erste Betrachtung

Im fol­gen­den wur­den die bei­den ersten Wort­mel­dun­gen von Cami­nan­te Wan­de­rer zur römi­schen Reak­ti­on auf die Bischofs­wei­hen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X (FSSPX) hin­ter­ein­an­der ver­öf­fent­licht, aber in einem Bei­trag zusam­men­ge­nom­men. Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Am 1. Juli weih­te Msgr. Alfon­so de Galar­re­ta im Semi­nar von Écô­ne vier Bischö­fe – Pas­cal Schrei­ber, Micha­el Gold­a­de, Michel Poin­si­net de Sivry
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Die Weihen von Écône am 1. Juli: Chronos und Kairos eines Ereignisses

Von Rober­to de Mat­tei* „Habe­tis man­da­tum apo­sto­li­cum?“ – „Liegt das apo­sto­li­sche Man­dat vor?“ Mit die­ser ehr­wür­di­gen For­mel, mit der nach der kirch­li­chen Über­lie­fe­rung fest­ge­stellt wird, ob die Wei­he­kan­di­da­ten die Zustim­mung des Pap­stes besit­zen, begann am 1. Juli in Écô­ne der Ritus der Bischofsweihe.
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Warum die Zukunft Latein spricht

Die bür­ger­li­che ita­lie­ni­sche Tages­zei­tung Il Giorn­a­le ver­öf­fent­lich­te in ihrer Sonn­tags­aus­ga­be fol­gen­den Kom­men­tar ihres Chef­re­dak­teurs Tom­ma­so Cer­no. Der Jour­na­list, ehe­ma­li­ge Poli­ti­ker und „ver­hei­ra­te­te“ Homo­se­xu­el­le gehört der slo­we­ni­schen Min­der­heit in Ita­li­en an und stammt aus dem lin­ken poli­ti­schen Spek­trum. Er arbei­te­te für die lin­ke Tages­zei­tung La Repubbli­ca und war von 2016 bis 2018 Chef­re­dak­teur des Wochen­ma­ga­zins L’Es­pres­so,