„In der Heiligen Schrift spricht Gott selbst zu seinem Volk“


Generalaudienz

Lie­be Brü­der und Schwestern,

in der Kate­che­sen­rei­he über die hei­li­ge Mes­se wol­len wir heu­te unse­ren Blick auf den Wort­got­tes­dienst rich­ten. Die Lesun­gen, die in der Eucha­ri­stie­fei­er vor­ge­tra­gen wer­den, sind inspi­rier­te Tex­te, in denen Gott selbst zu sei­nem Volk spricht. 

Denn der Geist Got­tes hat die Autoren der Hei­li­gen Schrift inspi­riert und lässt das Wort Got­tes in uns wirk­sam sein. Auch Jesus selbst misst der Hei­li­gen Schrift eine ganz beson­de­re Bedeu­tung zu: „Der Mensch lebt nicht nur von Brot, son­dern von jedem Wort, das aus Got­tes Mund kommt“ (Mt 4,4). So ist das Wort Got­tes Nah­rung, Spei­se für unser geist­li­ches Leben, denn es eröff­net uns immer wie­der neu das Geheim­nis Chri­sti. Von daher wird auch ver­ständ­lich, war­um die Tex­te der Hei­li­gen Schrift nicht ver­än­dert oder durch ande­re Tex­te ersetzt wer­den kön­nen. Der Psal­mist sagt: „Dein Wort ist mei­nem Fuß eine Leuch­te, ein Licht für mei­ne Pfa­de“ (Ps 119,105). Das Spre­chen Got­tes zu uns gibt uns Ori­en­tie­rung und Kraft, den Mühen und Her­aus­for­de­run­gen unse­rer irdi­schen Pil­ger­schaft zu begeg­nen und unser Ziel, das er selbst ist, nie aus den Augen zu verlieren.

Von Her­zen grü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che. In den bibli­schen Tex­ten spricht Gott selbst zu uns. Neh­men wir sein Wort bereit­wil­lig auf, damit der Same, den der Herr in unser Herz ein­senkt, wächst und rei­che Frucht bringt. Gott seg­ne euch alle.