Vatikan verweigert Erklärung zur „mysteriösen Statue“ der Amazonassynode

Beherzter Katholik schreitet selbst zur Tat



Während die Presse- und Synodenverantwortlichen des Vatikans eine Antwort schuldig bleiben, ob die „mysteriöse Statue“ eine Darstellung des Erdgötzen Pachamama ist, schritt ein beherzter Katholik zur Tat und warf mehrere der Figuren kurzerhand in den Tiber.
Während die Presse- und Synodenverantwortlichen des Vatikans eine Antwort schuldig bleiben, ob die „mysteriöse Statue“ eine Darstellung des Erdgötzen Pachamama ist, schritt ein beherzter Katholik zur Tat und warf mehrere der Figuren kurzerhand in den Tiber.

(Rom) Der Vatikan ist weiterhin nicht imstande oder nicht willens Auskunft zu geben, was es mit der weiblichen Holzfigur auf sich hat, die seit dem Beginn der Amazonassynode in Rom herumgereicht wird. Die Vatikanistin Diane Montagna unternahm einen erneuten Versuch, eine Antwort zu erhalten.

Obwohl ihr erster Anlauf bei der täglichen Synodenpressekonferenz vom 16. Oktober ergebnislos blieb, startete die US-Amerikanerin am 18. Oktober einen neuen Anlauf. Anlaß waren die Ankündigungen der vatikanischen Presseverantwortlichen, über die Figur und ihre Bedeutung Informationen einzuholen. Dies wurde am Mittwoch der Vorwoche von Paolo Ruffini, Präfekt des Kommunikationsdikasteriums, von P. Giacomo Costa SJ, sein Stellvertreter als Vorsitzender der Informationskommission der Amazonassynode, und von Cristiane Murray, der stellvertretenden Vatikansprecherin zugesagt.

Nichts dergleichen ist allerdings geschehen. Ruffini und P. Costa saßen am Freitag zwar erneut am Podium, hatten aber keine Informationen zu bieten. Am Podium hatte auch Mauricio Lopez Platz genommen, der Geschäftsführer von REPAM, jenem kirchlichen Netzwerk, das 2014 zur Vorbereitung und Lenkung der Synode gegründet wurde.

Diane Montagna von LifeSiteNews konfrontierte die Anwesenden Synode-und Pressevertreter, darunter Erzbischof Rino Fisichella, Vorsitzender des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, mit den Enthüllungen vom 17. Oktober, daß Organisationen, die in enger Verbindung mit dem Synoden-Netzwerk REPAM, der Brasilianischen Bischofskonferenz und der Amazonas-Synode stehen, von der Ford Foundation finanziert werden.

Die milliardenschwere Stiftung mit Sitz in den USA hat nicht nur „die Verbreitung der Demokratie und die Reduzierung der Armut“ zum Ziel, wie sie selbst angibt, sondern auch die weltweite Durchsetzung der Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung. Die Führungsebene der Ford Foundation gehört zur Creme de la Creme des kleinen, aber mächtigen Milliardärszirkels, der über seine Netzwerke maßgeblichen Einfluß auf die Weltpolitik nimmt, wie jüngst die Klima-Hysterie zeigt.

Montagna wollte wissen, was die Synodenvertreter – konkret Bischof Mario Antonio da Silva, von Papst Franziskus 2016 ernannter Bischof von Raraima und Vize-Vorsitzender der Brasilianischen Bischofskonferenz, und REPAM-Sekretär Lopez – zu dieser Verstrickung mit einem internationalen Abtreibungslobbyisten sagen. Die Journalistin ergänzte die Frage noch:

„Und was denkt der Papst darüber?“

Montagnas zweite Frage lautete, ob inzwischen „nähere Informationen zur mysteriösen Statue“ gegeben werden können. In der Synodenpressekonferenz des Vortages sei erklärt worden, die Aktion vom 4.  Oktober in den Vatikanischen Gärten mit Papst Franziskus sei „nur ein Gebet“ gewesen. Dem hielt Montagna entgegen, daß die Videoaufzeichnungen zeigen, daß anwesende Personen sich auf den Boden warfen und sich vor dieser „Statue“ wie anbetend verneigten. Das sei etwas „wenig Katholisches“ gewesen. Auch dazu erbat sie um „zusätzliche Informationen“.

Die Antworten blieben aber vage oder ganz aus.

Bischof da Silva erklärte lediglich, daß „wir als Katholiken für das Leben sind und die Abtreibung ablehnen“. In der Sache gehe es aber konkret um den Amazonas, und dort geschehe durch Zusammenarbeit „viel Gutes“. Zur „Statue“ und dem umstrittenen Spektakel in den Vatikanischen Gärten sagte er nichts.

Lopez meinte, daß REPAM ein Netzwerk und keine Organisation sei, weshalb es über keine eigenen Geldmittel verfüge. Im weiteren empfahl er der Journalistin, sie könne ja Kardinal Hummes, dem REPAM-Vorsitzenden schreiben und um Auskunft ersuchen. Damit katapultierte er die Frage in eine unbestimmte Zukunft, da die Synode bereits am kommenden Wochenende enden wird.

Auf die Frage zur „Statue“ und dem seltsamen Ritus in den Vatikanischen Gärten mußte er erst gar nicht Stellung nehmen. Vatikansprecher Matteo Bruni dispensierte ihn vorauseilend, „da Paolo Ruffini bereits geantwortet hat“. Gemeint waren Ruffinis Aussagen vom 16. Oktober, wo er beteuerte, nur seine „persönliche Meinung“ zu äußern, aber versicherte, Informationen einzuholen. Anstatt diese Informationen mitzuteilen, wurde plötzlich erklärt, die Antwort sei ja bereits erfolgt.

Um die „mysteriöse Statue“ machten somit alle auf dem Podium einen großen Bogen. Dieses Verhalten nährt den Verdacht weiter, daß es sich bei dieser Frauenfigur tatsächlich um eine Götzendarstellung der „Mutter Erde“ alias Pachamama handelt.

Zur Tat schritt heute früh hingegen ein gläubiger Katholik. Er besuchte die Kirche Santa Maria in Traspontina, sammelte die dort ausgestellten „Statuen“ ein, die in Massenausfertigung zur Verfügung zu stehen scheinen, und warf sie kurzerhand in den nahen Tiber.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Youtube (Screenshot)

Sie lesen gern Katholisches.info? Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!





8 Kommentare

  1. Ich habe Ende Januar nach langem Ringen den Weg zur Piusbruderschaft gefunden. Es ist alles so gekommen, wie es Erzbischof Lefebvre vorhergesagt hat…

    • Ich besuche auch schon seit längerem die Hl. Messe bei der Piusbruderschaft, allerdings (noch) nicht ausschließlich.
      Anfangs fühlte ich mich sehr zerrissen, ob es recht ist, dorthin zu gehen.
      Heute bin ich mir fast 100% sicher, dass ich dies tun darf.

      Wir haben einen jungen Kaplan, der die Anbetung eingeführt hat, die Eucharistiefeier sehr würdig feiert, gute Predigten hält und obendrein ein Marienverehrer ist. Solange er in unseren Ort kommt, möchte ich ihn darin unterstützen, denn nächstes Frühjahr wird er uns wieder verlassen.
      Als ich ihm in einem Beichtgespräch erzählte, dass ich auch zur Piusbruderschaft gehe, sagte er, dass er es verstehen könne.
      Jeden Tag bete ich u.a. für die Priesterbruderschaft und ich bin fest davon überzeugt – ihre Stunde wird noch kommen.

    • Wir sollten auch nicht mehr alles brav schlucken was man uns vorsetzt, sondern endlich mutig und beherzt auf die Barrikaden gehen! Wenn Gott mit uns ist, wer ist dann gegen uns?
      Avanti, auf in den Kampf, Amigos! Ole! Ole! Ole! Ole!

  2. So viel Unehrlichkeit.
    Sind das nun Männer Gottes oder Weltmenschen?
    Ist es ungebührlich, so zu fragen?
    Aber es geht doch um wahren Gottesdienst versus falschen Gottesdienst, also Götzendienst, also Apostasie. Da darf man doch nicht ein solches Spiel treiben.
    Aber deutet nicht gerade der Mangel an Offenheit, das Lavieren, die Unehrlichkeit darauf hin, was hier wirklich vor sich geht? Eben weil der Vorgang vernebelt wird?

  3. Der gläubige Katholik tat das einzig richtige den Schund in den Fluß zu entsorgen. Hoffentlich riskiert er nicht deswegen exkommuniziert zu werden. (Ironie aus)

    • Also wenn er deswegen exkommuniziert wird, dann wäre das für ihn sicher ein Grund zum Lachen.
      Es wäre geradezu eine Auszeichnung par Exzellenz.
      Er hat nichts anderes getan als Götzenbilder zu entsorgen.
      Normal müsste er von der Kurie (Furie ?) ein Lob bekommen.

  4. Zwei mutige Treukatholiken: treu im Glauben, empfindlich für Verletzung ihrer religiösen Gefühlen, mit viel gesundem Menschenverstand und fachlich guter Technik, und kühn zur Tat schreitend.
    Chapeau!

  5. Ja, eine richtige Handlung. Ich hätte die Figuren zuvor noch zerstört, damit sie niemand in die Hände fallen können.

Kommentare sind deaktiviert.