Kardinal Hummes Rechnung: „Das sind nur vier, wir sind 200“ — Päpstliche „Sorgen“ wegen Benedikt XVI.

Kardinal Claudio Hummes zu "Dubia": "Das sind nur vier gegen eine enorme Gruppe. Das ganze Kardinalskollegium steht hinter Papst Franziskus."
Kardinal Claudio Hummes zu "Dubia": "Das sind nur vier gegen eine enorme Gruppe. Das ganze Kardinalskollegium steht hinter Papst Franziskus."

(Bra­si­lia) Vier Kar­di­nä­le haben Dubia (Zwei­fel) zum umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia for­mu­liert mit der auf­for­dern­den Bit­te an Papst Fran­zis­kus, Klar­heit zu schaf­fen und die herr­schen­de Ver­wir­rung zu been­den. Doch der Papst schweigt. Statt­des­sen mel­den sich, unge­fragt, enge Ver­trau­te und Mit­ar­bei­ter des Pap­stes zu Wort. Dazu zählt der bra­si­lia­ni­sche Kar­di­nal Clau­dio Hum­mes, der in einem Inter­view die Bedeu­tung der Dubia klein­zu­re­den ver­such­te.

Bedrückendes Schweigen des Papstes

Die Wei­ge­rung, all­ge­mein ver­ständ­li­che Fra­gen zu Kern­the­men der katho­li­schen Glau­bens­leh­re und Sakra­men­ten­ord­nung zu beant­wor­tet, wird von Tei­len der Kir­che mit jedem neu­en Tag bedrücken­der emp­fun­den. Hohe Kir­chen­ver­tre­ter begin­nen, in dem unge­wöhn­li­chen Schwei­gen eine Bela­stung für die Kir­che zu sehen. Statt­des­sen mel­det sich das päpst­li­che Umfeld zu Wort, um den Papst zu ver­tei­di­gen oder die vier Kar­di­nä­le anzu­grei­fen. Sie wol­len damit Fran­zis­kus zu Hil­fe eilen und ihn aus der „Schuß­li­nie“ neh­men. Dort­hin hat sich der Papst jedoch selbst manö­vriert. Die vier Kar­di­nä­le stel­len nur Fra­gen. Die­se sind aller­dings von größ­ter Bedeu­tung und — durch das päpst­li­che Schwei­gen — von zuneh­men­der Bri­sanz.

Die pro­gres­si­ve, spa­ni­sche Nach­rich­ten­sei­te Reli­gi­on Digi­tal ver­öf­fent­lich­te am 25. Novem­ber ein Inter­view mit Kar­di­nal Clau­dio Hum­mes. Der ehe­ma­li­ge Erz­bi­schof von Sao Pau­lo und eme­ri­tier­te Prä­fekt der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on zählt im Kar­di­nals­kol­le­gi­um zum älte­sten Ver­trau­ten­kreis des Pap­stes. Bald nach der Wahl von Fran­zis­kus schlug Hum­mes vor Begei­ste­rung einen pro­gres­si­ven Pur­zel­baum: Die Gei­stes­welt eines „Papst­ma­chers“: Homo-Ehe, Zöli­bat und Frau­en­prie­ster­tum. Vor allem in Sachen Prie­ster­z­ö­li­bat arbei­tet der Kar­di­nal seit­her in einer „Ama­zo­nas-Werk­statt“.

Papst Franziskus mit Kardinal Hummes am Abend der Wahl
Papst Fran­zis­kus mit Kar­di­nal Hum­mes am Abend der Wahl

Hum­mes zeigt sich im Inter­view bemüht, den Ein­druck zu erwecken, die Bedeu­tung der Dubia sei quan­ti­ta­tiv zu mes­sen. „Wir sind 200“ im Kar­di­nals­kol­le­gi­um, und das „sind nur vier“.

Die Bedeu­tung der Dubia liegt in der Form, nicht in der Zahl der Kar­di­nä­le, die sie unter­zeich­net haben. Der „demo­kra­ti­sche“ Ansatz von Kar­di­nal Hum­mes lie­ße sich sich auch umge­kehrt anwen­den: Bis­her haben sich in die­ser Sache gar nicht so vie­le öffent­lich hin­ter den Papst gestellt.

Reli­gi­on Digi­tal spricht zu Papst Fran­zis­kus von einem „Pro­gramm, für das er gewählt wur­de“. Für wel­ches Pro­gramm wur­de Kar­di­nal Jor­ge Mario Ber­go­glio jedoch zum Papst gewählt? Ein „Pro­gramm“, eine Wahl­ka­pi­tu­la­ti­on für das Kon­kla­ve, ist bis­her nicht bekannt.

„Diese vier Personen“ — „Das ganze Kardinalskollegium ist mit dem Papst“

Reli­gi­on Digi­tal: Die­ser Papst hat ent­schie­den, das Pro­gramm durch­zu­füh­ren, für das er gewählt wur­de, doch stößt er dabei auf vie­le Wider­stän­de inner­halb der eige­nen Insti­tu­ti­on. Der jüng­ste: das Schrei­ben der vier Kar­di­nä­le … Bis zu wel­chem Grad kann es den Papst in sei­ner Arbeit beein­flus­sen?

Kar­di­nal Clau­dio Hum­mes: Begin­nen wir mit dem Schrei­ben der vier Kar­di­nä­le: Ohne die­se Tat­sa­che rela­ti­vie­ren zu wol­len … es sind nur vier Kar­di­nä­le. In der Kir­che sind wir über 200. Ohne zu sehr rela­ti­vie­ren zu wol­len: vier sind vier von einer enor­men Grup­pe, die ihre gan­ze Unter­stüt­zung dem Papst gibt. Die Kir­che ver­tei­digt, daß ihre Ein­heit eine Ein­heit in der Viel­falt zu sein hat, und nicht Uni­for­mi­tät, was nicht gut wäre. Die Kir­che hat nicht für die Ein­för­mig­keit zu arbei­ten, son­dern für eine Ein­heit, die die legi­ti­me Viel­falt respek­tiert. Die­se Viel­falt wird dele­gi­ti­miert, wenn die Ein­heit durch Spal­tun­gen bedroht ist. Die Spal­tung ist wirk­lich ein Übel, nicht die Viel­falt. Die Kir­che will für alle Sen­si­bi­li­tä­ten offen sein. Der Papst sagt, daß wir alle gemein­sam gehen sol­len und nie­mand aus­schlie­ßen sol­len. Es ist unwich­tig, was sie den­ken, was sie sagen, was sie tun … Wich­tig ist, daß wir gemein­sam gehen wie Brü­der und wie Freun­de. Wir müs­sen die Form fin­den, gemein­sam zu gehen, ohne jeman­den aus­zu­schlie­ßen. Wenn jemand sich selbst aus­schlie­ßen will, ist das eine ande­re Sache.
Aber wozu uns der Papst ruft, ist, daß wir gemein­sam als Brü­der und Freun­de gehen, und daß wir uns und die ande­ren zusam­men unter­stüt­zen und erleuch­ten. Die­se offe­ne Kir­che ist eine sehr dif­fe­ren­zier­te Kir­che. Die Ein­för­mig­keit beginnt Mau­ern zu errich­ten und zu ent­schei­den, wer drin­nen und wer drau­ßen ist. Das ist Uni­for­mi­tät. Der Papst könn­te betrof­fen sein über die Moti­ve, aus denen die­se vier Per­so­nen soweit gehen, ihn kor­ri­gie­ren zu wol­len. Er ist aber ganz ruhig, gelas­sen und geht vor­wärts. Er weiß, wel­cher der rich­ti­ge Weg ist, dem es zu fol­gen gilt. Und das Kar­di­nals­kol­le­gi­um ist mit ihm, ohne grö­ße­re Pro­ble­me. Das gan­ze Kar­di­nals­kol­le­gi­um ist mit ihm.

„Gefahren“: päpstliche Sorgen wegen Benedikt XVI.

„Das gan­ze Kar­di­nals­kol­le­gi­um?“ Das jeden­falls nicht. Die schwei­gen­de Mehr­heit der Kar­di­nä­le eig­net sich nicht wirk­lich, um im Rechen­bei­spiel von Hum­mes ver­ein­nahmt zu wer­den. Wenn es tat­säch­lich kei­ne „grö­ße­ren Pro­ble­me“ mit dem „Senat der Kir­che“ gäbe, wäre Fran­zis­kus nicht vor zehn Tagen der Begeg­nung mit den Kar­di­nä­len im Zuge des Kon­si­sto­ri­ums aus dem Weg gegan­gen.

Edward Pen­tin berich­te­te, daß Fran­zis­kus alles ande­re als „ruhig“ und „gelas­sen“ auf die Ver­öf­fent­li­chung der Dubia der vier Kar­di­nä­le reagier­te. Er habe viel­mehr „gekocht vor Zorn“.

Franziskus besuchte mit Neokardinälen Benedikt XVI.
Fran­zis­kus besuch­te mit Neo­kar­di­nä­len Bene­dikt XVI.

Die Ner­vo­si­tät des Pap­stes kam auch im Besuch bei Bene­dikt XVI. zum Aus­druck, wie von infor­mier­ter Sei­te bestä­tigt wird. Bene­dikt XVI. hat­te in der Ver­gan­gen­heit erklärt, er ver­las­se das Klo­ster nur, wenn der Papst es wün­sche und ihn dazu ein­la­de. So hat­te er auf Wunsch von Fran­zis­kus, wenn auch nur als Sta­tist, an den bei­den bis­he­ri­gen Kar­di­nal­s­er­he­bun­gen teil­ge­nom­men. Der Wunsch, für die Öffent­lich­keit Ein­tracht zu demon­strie­ren, besteht seit Beginn des Pon­ti­fi­kats durch die unge­wöhn­li­che Situa­ti­on „zwei­er Päp­ste“.

Am ver­gan­ge­nen 19. Novem­ber, der drit­ten Kar­di­nal­s­er­he­bung in die­sem Pon­ti­fi­kat, fehl­te Bene­dikt. Er hat­te sich ent­schul­di­gen las­sen. Die Abwe­sen­heit konn­te den zahl­rei­chen Teil­neh­mern und Beob­ach­tern nicht ver­bor­gen blei­ben. Fran­zis­kus reagier­te mit einer uner­war­te­ten Geste und brach­te alle 17 Neo­kar­di­nä­le zu Bene­dikt ins Klo­ster Mater Eccle­siae.

In Rom wird nicht bestä­tigt, daß Bene­dikt XVI. dem Kon­si­sto­ri­um absicht­lich fern­ge­blie­ben sei, etwa um Distanz zu jüng­sten Ent­schei­dun­gen von Fran­zis­kus zu signa­li­sie­ren. Bestä­tigt wird aber, hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand, daß Fran­zis­kus genau die­se Befürch­tung heg­te, oder daß die Abwe­sen­heit sei­nes Vor­gän­gers in die­sem aus­ge­legt wer­den könn­te. Dem habe er durch den Über­ra­schungs­be­such vor­sichts­hal­ber vor­ge­beugt.

Das päpst­li­che Umfeld war im ver­gan­ge­nen Som­mer durch den Auf­satz Renun­tia­tio Papae von Kar­di­nal Wal­ter Brand­mül­ler auf­ge­schreckt wor­den.  Am 18. Juli warn­te der deut­sche Kir­chen­hi­sto­ri­ker vor den Gefah­ren eines „eme­ri­tier­ten“ Pap­stes und der Tat­sa­che, daß Tei­le der Kir­che in Bene­dikt XVI. noch immer den legi­ti­men Papst sehen. Damit lie­ge ein poten­ti­el­le Schis­ma­ri­si­ko in der Luft, so Brand­mül­ler. Wört­lich hat­te der Kar­di­nal geschrie­ben: „Es fehlt in die­sem Augen­blick nicht an Per­so­nen und Grup­pen von Anhän­gern des zurück­ge­tre­te­nen Pap­stes, die – unzu­frie­den mit den Gescheh­nis­sen – die Ein­heit der Kir­che bedro­hen und sogar ein Schis­ma pro­vo­zie­ren könn­ten.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Reli­gi­on Digi­tal (Screen­shot)

22 Kommentare

  1. Anschei­nend geht es man­chen Emi­nen­zen nicht so sehr dar­um, die kirch­li­che Leh­re zu ver­tre­ten, son­dern ihr eige­nes „Pro­gramm“ durch­zu­set­zen (wor­in sich auch man­cher Hoch­schul­pro­fes­sor nicht unter­schei­det).
    Die Ein­heit der Kir­che besteht ja u. a. im Glau­ben. Wenn von zehn Gläu­bi­gen nur noch zwei an der katho­li­schen Leh­re fest­hal­ten und die ande­ren acht nicht, dann haben nicht jene zwei eine Spal­tung ver­ur­sacht (was ja auch ohne­hin nicht geht), son­dern die ande­ren acht haben sich vom Leib der Kir­che selbst abge­trennt.

  2. „Wir sind 200″ im Kar­di­nals­kol­le­gi­um, und das „sind nur vier“.
    Gut, zäh­len kann er also. Aber ich den­ke das Spiel läuft anders.
    „Vie­le sind beru­fen aber nur weni­ge sind aus­er­wählt.“
    Die Fra­ge die sich mir stellt ist ganz ein­fach. Wer von den „vier“ oder den „200“ wählt Bar­a­bas oder Chri­stus. Aber ich bin mir sicher die­se Fra­ge ist zu schwer für einen Kar­di­nal Hum­mes. Man soll­te nicht zu viel ver­lan­gen.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  3. „Wir sind 200″ im Kar­di­nals­kol­le­gi­um, und das „sind nur vier“ soll dann wohl hei­ßen, daß die Syn­oda­li­täts — Anhän­ger über die Wahr­heit abstim­men wol­len.
    Hat Kar­di­nal Hum­mes bereits aus­ge­rech­net wie vie­le Kar­di­nä­le sich tat­säch­lich hin­ter einen die Wahr­heit mani­pu­lie­ren­den Papst stel­len wür­den?
    War­um hat eigent­lich beim letz­ten Kon­si­sto­ri­um kein Tref­fen des Pap­stes mit den in Rom ver­sam­mel­ten Kar­di­nä­len statt­ge­fun­den?

    Vor gut zwei Jah­ren war aus dem Vati­kan zu hören, dass von den dama­li­gen Papst­wäh­lern im Höchst­fall noch 40 für K. Ber­go­glio stim­men wür­den.
    Das lässt ver­mu­ten daß es zu einer raschen wei­te­ren Auf­stockung von Ber­go­glia­nern im Kar­di­nals­kol­le­gi­um kom­men wird.

    Nur kann so viel Miß­ach­tung nicht gut­ge­hen.

    Auch wenn nur ein ein­zi­ger Kar­di­nal die Stim­me erho­ben hät­te um den Papst um die Beant­wor­tung die­ser Kern­fra­gen zu bit­ten wür­de sich nichts ändern. Ein Papst, der es vor­zieht gera­de­zu ver­stockt dazu zu schwei­gen wird selbst zum eigent­li­chen Pro­blem.

  4. „Fürch­te dich nicht, du klei­ne Her­de…“
    Über die „Rol­le“ von Papst em. Bene­dikt XVI. kann man spe­ku­lie­ren. Es gibt wahr­schein­lich man­che, die von ihm irgend­wie ent­täuscht sind, was auch gut ver­ständ­lich ist, aber man soll­te da vor­sich­tig sein.
    Es ist nun die Stun­de derer, die seit Jah­ren dar­auf, auf die­ses Ziel eisern und auch ver­deckt hin­ge­ar­bei­tet haben. Und nie­mand hät­te sie auf­hal­ten kön­nen. Es ist wie ein Tsu­na­mi, der über die Kir­che hin­weg­rollt. Viel­leicht ist der Ver­gleich gar nicht schlecht.
    Es ist sehr wahr­schein­lich, daß sich die 4 Kar­di­nä­le (und somit alle guten Wil­lens) mit aus­wei­chen­den und nich­ti­gen Ant­wor­ten wie auch Angrif­fen zufrie­den geben müs­sen.
    Wachen und beten: mehr (und das ist nicht wenig) kann man wohl im Moment nicht tun, denn der Herr wird zur rech­ten Zeit kom­men.

    • Klei­ner Nach­trag:
      „…aber man soll­te da vor­sich­tig sein.“: Man kann dar­auf bau­en m.Er., daß Papst em. Bene­dikt XVI. wei­ter­hin zum Woh­le der gan­zen Kir­che betet.

  5. Chri­stus war am Kreuz allei­ne, nur sei­ne hoch­hei­li­ge Mut­ter und sein Jün­ger Johan­nes stan­den unter dem Kreuz.
    Auch Hum­mes weiß: Wahr­heit ist nicht Mehr­heit.

  6. Von wegen 200 — ihre Zahl ist Legi­on!!!
    Trotz­dem emp­feh­le ich Kar­di­nal Hum­mes die Gide­on­ge­schich­te oder auch David gegen Goli­ath im AT nach­zu­le­sen! Auch Sät­ze aus dem NT wie „ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?“ oder „fürch­te dich nicht du klei­ne Her­de, der Vater hat beschlos­sen euch das Reich zu geben..“ scheint er nicht zu ken­nen!
    Im übri­gen soll­te er sich bewusst machen, dass die­je­ni­gen, die GOTT auf ihrer Sei­te haben, immer am län­ge­ren Hebel sit­zen.…

  7. Ich fin­de die Aus­sa­ge von Hum­mes zutiefst pri­mi­tiv. Als ver­stün­de er nicht, dass das päpst­li­che Schrei­ben kei­nen Klar­text bie­tet und wel­che Bedeu­tung ein Dubia dies­be­züg­lich ein­nimmt. Es scheint, als glau­be er, dass sich der katho­li­sche Glau­be demo­kra­ti­sie­ren lie­ße. Also, wenn genug Leu­te gegen die 10 Gebo­te sind, brau­che man sie nicht wei­ter beach­ten oder so ähn­lich.
    Und die Behaup­tung, dass 200 Kar­di­nä­le Papst Fran­zis­kus unter­stüt­zen wür­den, fin­de ich vom Gefühl her auch sehr gewagt. Gab es doch schon, wie Katho­li­sches berich­te­te, papst­ge­treue Kar­di­nä­le, die sei­nen Stil und sei­ne Ansich­ten in Fra­ge stell­ten. Und das heißt was.
    Wenn sich alle an die Geset­ze und Regeln hal­ten wür­den, gäbe es die­se Dis­kus­si­on gar nicht. Die ein­zi­ge Spal­tung inner­halb der katho­li­schen Kir­che wird von denen betrie­ben, die die 10 Gebo­te und katho­li­sche Glau­bens­leh­re ver­än­dern wol­len.

    • Zudem fiel mir auf, dass die lan­ge, umständ­li­che Art auf Fra­gen zu ant­wor­ten, also sich nicht ein­fach und klar zu äußern, sämt­li­che Papst­ver­trau­ten zu einen scheint. Es wer­den lee­re Wort­hül­sen gebraucht um eine Sache zu zer­re­den, vom Wort Got­tes abzu­len­ken und sozu­sa­gen etwas zu intel­lek­tua­li­sie­ren.
      Immer soll der Ein­druck beson­de­rer Intel­li­genz erweckt wer­den und als wür­de man aus dem Hei­li­gen Geist her­aus spre­chen, bei solch Aus­sa­gen wie von Kar­di­nal Hum­mes oben. Doch das alles ist ver­ge­bens, da es nichts am Kern der Sache ändert.
      Es ist häss­lich und niveau­los mit­an­zu­se­hen, wie vie­le pro­gres­si­ve kirch­li­che Wür­den­trä­ger die katho­li­sche Glau­bens­leh­re einer Demo­kra­ti­sie­rung zu unter­wer­fen ver­su­chen und den eige­nen, mensch­lich begrenz­ten Ver­stand über den Hei­li­gen Geist stel­len. Das Schlimm­ste ist noch, wie es sogar in der katho­li­schen Kir­che schon einen dik­ta­to­ri­schen Kon­for­mis­mus gibt und sovie­le nicht begrei­fen, dass es vor Gott ein Greu­el ist, etwas von sei­nem hei­li­gen Wort zu ver­än­dern.

  8. 200 Wöl­fe im Schafs­pelz gegen 4 Hir­ten, die Got­tes Gebo­te und Leh­ren verteidigen.…Kardinal Hum­mes bestä­tigt damit (ver­se­hent­lich?) die erschreckend gro­ße Über­macht der Frei­mau­rer, die danach trach­ten, die Kir­che Jesu Chri­sti von innen zu zer­stö­ren. Hof­fent­lich hat Kar­di­nal Brand­mül­ler sei­ne Fehl­ein­schät­zung von Juli 2016 kor­ri­giert. Es sind nicht die bene­dikt­treu­en Chri­sten , die für ein Schis­ma sor­gen ‚son­dern die­je­ni­gen, wel­che sich per­ma­nent auf die ver­wir­ren­de “ Ein­heit in der Viel­falt“ beru­fen. Jesus hat von der Ein­heit, aber n i e von der Viel­falt in der Ein­heit gespro­chen, weil eine sol­che Viel­falt nicht exi­stiert. Viel­falt im Sin­ne der Gen­der­ideo­lo­gie (Homo­se­xua­li­tät) ist eine Tod­sün­de, wes­halb törich­te Ein­falt in der Viel­falt hier deut­lich bes­ser passt. Viel­falt in der Ein­heit steht für die ange­streb­te Viel­göt­te­rei durch eine soge­nann­te Welt­ein­heits­re­li­gi­on, wel­che dem Wil­len Got­tes mas­siv wider­spricht.
    „Du sollst k e i n e ande­ren Göt­ter neben mir haben“, lau­tet das erste und damit das Wich­tig­ste und zen­tra­le Gebot der Zehn Gebo­te Got­tes.

  9. „Das sind nur vier, wir sind zwei­hun­dert.“
    Die­se Aus­sa­ge beinhal­tet für mein Gefühl auch eine ver­steck­te Dro­hung, im Sin­ne von „Wagt es, gegen uns anzu­tre­ten. Ihr habt kei­ne Chan­ce und es wird euch schlecht bekom­men.“
    Und wenn es wirk­lich 200 Kar­di­nä­le sein soll­ten — spielt da nicht auch ein gewis­ser Grup­pen­zwang eine Rol­le? Und damit die Angst, aus die­ser Rei­he aus­zu­bre­chen? Was den­ken die Kar­di­nä­le wirk­lich, wenn sie allein sind und sich Rechen­schaft abge­ben?

  10. Hier in der Nie­der­lan­den hat man den Text des Vater­un­sers geaendert,und unser Kaplan hat mich beschul­digt Schis­ma­ti­ke­rin zu sein da ich gesagt habe dass ich gegen die Erneue­rung bin und das alte Vater­un­ser behal­ten will.

    • Anja­li Jain, es wür­de mich inter­es­sie­ren was in eurem Vater Unser, ins Deut­sche über­setzt, an Wor­ten geän­dert wur­de. Könn­ten Sie das ange­ben?

      • @dhmg,Die Wich­tig­ste Aen­de­rung ist dass man vor­her bete­te: Bring uns nicht in Ver­fueh­rung, und dass das jetzt is: Bring uns nicht in Ver­su­chung. Auf Niederlaendisch:Leid ons niet in beko­ring, das wird jetzt Leid ons niet in verzoeking.Aber vezo­e­king ist etwas ganz ande­res als beko­ring! Und dann noch eini­ge ande­re klei­ne­re Aenderungen,die ich nicht mehr genau weiss da ich das Papier mit dem neu­en Text nicht mit­neh­men woll­te. Es ver­wirrt mich jetzt schon da ich eine treue Rosen­kranz­be­te­rin bin.

    • Beste Anja­li Jain,
      Die Ände­run­gen in der kirch­lich offi­zi­el­len Ver­si­on des Vater­un­sers in den Nie­der­lan­den und in Nord­bel­gi­en wir­beln sehr viel Staub auf.
      Sie kön­nen sicher sein, daß das letz­te Wort hier­zu noch nicht gespro­chen ist.
      Blei­ben Sie ruhig bei dem alten Text:
      der alte Text war kom­plett kor­rekt (im Gegen­satz zu dem neu­en) und die Neu­eun­füh­rung ist über­flüs­sig wie ein Kropf und kostet unnö­ti­ger­wei­se viel Geld.
      Wie man „Schis­ma­ti­ke­rin“ (bzw. „Schis­ma­ti­ker“) sein kann durch treu zur Lhre und zu der Tra­di­ti­on zu ste­hen, ist mir ein Rät­sel.

      Sagen Sie Ihrem Kaplan, daß der „Geist des Kon­zils“ doch kein künf­ti­ges Schis­ma kennt, son­dern nur nach der Ein­heit der Kir­che strebt (Die mis­sa de sub­le­van­da schis­ma wur­de 1970 flugs in mis­sa pro uni­ta­te Eccle­siae umge­tauft).
      Die gehar­ni­sche Gegen­wehr von treu­en Gläu­bi­gen und die mocki­ge Kri­tik von brei­ten (auch kir­chen­fer­nen) Volks­mas­sen haben die moder­ni­sti­sche Hir­ten auf dem fal­schen Fiß erwischt.
      Die nie­der­län­di­sche Bischö­fe sind sich übri­gens unter­ein­an­der nicht einig.
      (Bei der ent­schei­den­den Abstim­mung war nur eine Stim­me Mehr­heit, und wohl weil ein ableh­nen­der Bischof krank und ver­hin­dert war) (Die alt­be­kann­te typi­sche Tricks der Mau­sche­ler).
      Blei­ben sie bei der alten Ver­si­on; vie­le in Flan­dern beten es jetzt auf Latein (sehr schön), man kann es auch sin­gen; und anson­sten kön­nen Sie es mit Ihrem Sprach­ta­lent natür­lich auch auf Deutsch beten.
      Und gera­de bei dem so heiß­dis­ku­tier­tem Wort „Versuchung“(„beproeving“ („Prü­fung“, „Leid“, „Kata­stro­phe“) statt „bekoring“(Betörung, ver­su­chung) den­ken Sie dann an den gro­ßen hol­län­di­schen Barock­dich­ter Ger­brand Aria­enszn. Bre­de­ro, Autor von reht der­ben und wil­den Komö­di­en, lusti­gen Spaß­vo­gel, Alko­hol- und Tabaks­freund, der ein kur­zes wil­des leben führ­te und dann, bei einem Unfall schwer­krank gewor­den, auf sei­nem Siech­bett den Glau­ben fand und sich bekehr­te (kal­vi­ni­stisch).
      In einem wun­der­schö­nen Gedicht aus die­ser Peri­ode faßt er es sehr ein­drucks­voll und weh­mü­tig zusam­men:
      „Wat dat de wereld is,
      dat weet ik gans gewis:
      God betert door ‚t ver­zo­e­ken.
      En ik heb daar ver­ke­erd
      en meer van daar geleerd
      als in de beste boe­ken.

      Al ‚gene dat de liên
      ter wereld mogen zien
      of immer­meer ver­wer­ven,
      een wens ik niet zoze­er
      als zalig in de Heer
      te leven en te ster­ven.“

      (Die Recht­schrei­bung behut­sam adap­tiert und nach dem Gedächt­nis zitiert)
      Heb goe­de moed en hou stand!

  11. Sehr geehr­te anja­li jain,
    Bit­ten Sie Ihren Kaplan um sein Gebet zum Hei­li­gen Geist. Anschlie­ßend möge er bit­te fol­gen­de Bibel­stel­len lesen:
    Mk 7, 1 Kor 11,2, 2.Thess2,15, Sir 8,9, 2Petr. 2,21 Mt 5,17.
    Sehr wich­tig ist es, beson­ders den Judas­brief 3 zu lesen.….niemand von uns tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Chri­sten ist schis­ma­tisch — wir müs­sen uns an die hei­li­ge über­lie­fer­te Tra­di­ti­on unse­rer Väter hal­ten! Gott ist ewig! Er ist nie belie­big. Gott ändert sich nie. Des­halb darf auch sein Wort ‑Die Bibel — und ganz beson­ders das wich­tig­ste aller Gebe­te — das Vater­un­ser, dass Jesus selbst uns gelehrt hat — nie­mals ver­än­dert wer­den.
    Wer das Wort Gort­tes — das Evan­ge­li­um — also auch das Her­ren­ge­bet — das Vater­un­ser — ver­än­dert- der sei ver­flucht, sagt der Apo­stel Pau­lus. Fra­gen Sie Ihren Kaplan, ob er von Gott ver­flucht sein möch­te??? ( sie­he Gal 1, 8 ‑9)
    Der Kaplan kann nicht zwei Her­ren die­nen: Gott und dem moder­nen Zeit­geist. Bit­ten Sie ihn, sich zu sei­nem eige­nen See­len­heil und zum Heil all sei­ner Scha­fe, für die er vor Gott einst Rechen­schaft wird able­gen müs­sen, sich für Gott und gegen die Moder­ne zu ent­schei­den. Ich wer­de Ihren Prie­ster in mein Gebet ein­schlie­ßen.

    • Lie­be Regina,die Nie­der­la­en­di­sche Bischofs­kon­fe­renz hat das so beschlossen,und alle text­bue­cher wer­den jetzt auch geaen­dert. Mein Kaplan will nicht mit mir wei­ter daru­e­ber dis­ku­tie­ren. Er hat in der Pre­digt aber gesagt dass die­se Aen­de­rung fuer ihm per­so­en­lich nicht noe­tig war.

  12. Die Wor­te die­ses Kar­di­nals sind ein Doku­ment der Des­in­for­ma­ti­on und der Lügen. Wenn er doch den Begriff „Viel­falt“ benutzt: wie­so gilt das dann nicht für die 4 „rand­stän­di­gen“ Kar­di­nä­le, die das aus sei­ner Sicht sind. Ist nicht das Mot­to die­ses Pap­stes, doch gera­de auf die „Rän­der“ zuzu­ge­hen und zu inte­grie­ren- koste es was es wol­le, selbst wenn die gan­ze Kir­che drauf­geht? Wie­so wird immer nur die Wahr­heit auf Kosten der Unwahr­heit geop­fert und nicht mal umge­kehrt die Unwahr­heit auf „Kosten“ der Wahr­heit?

  13. Von wegen „Es sind nur vier!“ Mit Robert Sarah muß man min­de­stens noch einen wei­te­ren Kar­di­nal hin­zu­rech­nen, Cani­za­res und eini­ge wei­te­re dürf­ten sich auch den vie­ren anschlie­ßen. Was wür­de denn pas­sie­ren, wenn es in bezug auf die frag­wür­di­ge Papst­wahl und die nach­fol­gen­den Ent­schei­dun­gen jemand aus dem Kar­di­nals­kol­le­gi­um die Fra­ge nach der Per­son Ber­go­glio stel­len soll­te. Ich jeden­falls wür­de es auf ein Schis­ma ankom­men las­sen, im Zwei­fel gilt immer noch das kano­ni­sche Urteil, daß jeder, der sich einer for­mel­len Häre­sie schul­dig macht, sein Amt ver­liert, auch der Bischof von Rom, der sich nach wie vor als argen­ti­ni­scher Staats­bür­ger sieht, sei­nen argen­ti­ni­schen Pass besitzt und daher sich weni­ger als Ober­haupt des Staa­tes der Vati­kan­stadt sieht, denn als Bischof von Rom, der zufäl­lig Papst ist. Mit eini­gen Ent­schei­dun­gen hat er schon die Unfehl­bar­keit miß­braucht, sie für mas­si­ve Ver­let­zun­gen der Glau­bens- und Sit­ten­leh­re benutzt („Schei­dung der Ehe auf­grund des Glau­bens“ — Ableh­nung der Natur­recht­sehe, DE FIDE!, Strei­chung der Abtrei­bung aus den beson­ders schwe­ren Ver­ge­hen etc..DE FIDE!). Man muß nicht auf den „Anti­chri­sten“ rekur­rie­ren, aber „Vica­ri­us Chri­sti“ ist Ber­go­glio nicht, statt­des­sen führt er die Kir­che so, als ob er Chri­stus selbst wäre und nicht Nach­fol­ger des Hl. Petrus. Der Begriff Schar­la­tan ist hier nicht sehr weit. Es ist Rich­tig, daß sich die FSSPX nicht dem päpst­li­chen Ange­bot stellt.
    Das Pro­blem ist, daß sich Ber­go­glio mit dem Apo­sto­li­schen Schrei­ben „Miser­i­cor­dia et Mise­ra“ in die FORMALE Häre­sie ver­strickt hat. Die Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on als Tat­stra­fe, ist ein „actus hae­re­ti­cus“, da nach allen kano­ni­sti­schen Kom­men­ta­ren zu Art 1398 CIC/1983 die Abtrei­bung DE FIDE ein „pec­ca­tum irrepa­ra­bi­le“ ist, die einer Frem­den See­le unheil­ba­ren Scha­den zufügt, näm­lich das Ver­sa­gen der ewi­gen Schau Got­tes, die nur den getauf­ten Kin­dern vor­be­hal­ten ist. Daher ist die Abtrei­bung auch ein Akt der Apost­asie, die nach CIC 1367 eben jene Stra­fe nach sich zieht, die auch die FORMALE Häre­sie bedeu­tet, das Anathe­ma oder die Exkom­mu­ni­ka­ti­on.
    Es soll­te offen gesagt wer­den, daß sich Ber­go­glio um das Papst­amt bringt, wenn er sich nicht umge­hend kor­ri­giert und öffent­lich den Wei­ter­be­stand des CIC 1398 bestä­tigt, sonst ist Sedis­va­kanz die unaus­weich­li­che Fol­ge. Wir brauch Kar­di­nä­le und Bischö­fe, die jetzt auf­ste­hen und dem Papst wie wei­land Pau­lus dem Petrus „offen im Ange­sicht“ wider­ste­hen und zu einer Kor­rek­tur sei­ner Feh­ler oder zur Abdan­kung zwin­gen. Das „Hei­li­ge Jahr“ ist zum „Unse­li­gen Jahr“ gewor­den.
    ROMA ROMA CONVERTERE AD DOMINUM DEUM TUUM!

  14. Ich muss etwas korrigieren:De neue Text des Nie­der­la­en­di­sche Vater­un­ser ist: und fueh­re uns nicht in Pruefung.Die Ver­wir­rung ist jetzt so gross hier dass ich es auch nicht mehr weiss.Der alte Text ist schon 63 Jah­re in mei­nem Haupt und jetzt will man das Aen­de­ren.

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