Stößt Papst Franziskus an seine Grenzen? — Amoris laetitia und die Dubia (Zweifel) der Kardinäle

Dubia der vier Kardinäle: Stößt Papst Franziskus an seine Grenzen?
Dubia der vier Kardinäle: Stößt Papst Franziskus an seine Grenzen?

(Rom) Obwohl die gro­ßen Medi­en das The­ma mei­den: Das Ereig­nis ist von histo­ri­scher Trag­wei­te. Das nach­syn­oda­le Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia von Papst Fran­zis­kus wur­de von vier nam­haf­ten Kar­di­nä­len, Wal­ter Brand­mül­ler, Ray­mond Bur­ke, Joa­chim Meis­ner und Car­lo Caf­farra, in Fra­ge gestellt.

Einspruch bei Glaubenskongregation eingebracht

Am 19. Sep­tem­ber brach­ten die vier Pur­pur­trä­ger bei der von Ger­hard Kar­di­nal Mül­ler gelei­te­ten Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on einen offi­zi­el­len Ein­spruch in der klas­si­schen Form von Dubia (Zwei­fel) ein. Damit ver­lan­gen sie eine ent­we­der posi­tiv oder nega­ti­ve, in jedem Fall eine offi­zi­el­le Ant­wort in der Spra­che der Evan­ge­li­en: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles ande­re stammt vom Bösen“ (Mt 5,37).

Das Sche­ma aller fünf von den Kar­di­nä­len auf­ge­wor­fe­nen Fra­gen ist — wie Abbé Clau­de Bar­t­he in L’Hom­me Nou­veau fest­stell­te — „von einer Ein­fach­heit, daß man es wirk­lich evan­ge­li­ums­ge­mäß nen­nen könn­te: ‚Ist nach dem nach­syn­oda­len Apo­sto­li­schen Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia die auf die Hei­li­ge Schrift und die Tra­di­ti­on der Kir­che gegrün­de­te Leh­re noch gül­tig?‘ Es han­delt sich um Fra­gen des Glau­bens und der Moral zu den wich­tig­sten Berei­chen, die dem Nach­fol­ger des Petrus von Mit­glie­dern des Hei­li­gen Kol­le­gi­ums gestellt wer­den.“

„Nor­ma­ler­wei­se“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster, der die Dubia als Erster ver­öf­fent­lich­te, „erwäh­nen die Ant­wor­ten, die von den Kon­gre­ga­tio­nen gege­ben wer­den, aus­drück­lich die Appro­ba­ti­on durch den Papst.“ Laut Audi­enz­li­sten wur­de Kar­di­nal­prä­fekt Mül­ler von Papst Fran­zis­kus emp­fan­gen, nach­dem die vier Kar­di­nä­le ihren Ein­spruch ein­ge­bracht hat­ten. „Zwangs­läu­fig haben die bei­den dar­über gespro­chen“, so Magi­ster. Die Kar­di­nä­le haben aber kei­ne Ant­wort erhal­ten, weder von Kar­di­nal Mül­ler noch von Papst Fran­zis­kus, weil es „offen­sicht­lich Letz­te­rer so woll­te“. Ohne Zustim­mung des Pap­stes kann Kar­di­nal Mül­ler nicht auf die Dubia ant­wor­ten, die an den Papst gerich­tet sind.

Wachsender Unmut

Papst Fran­zis­kus hüllt sich wei­ter in Schwei­gen, doch der Unmut wächst. Magi­ster erin­ner­te dar­an, daß es sich bei den vier Kar­di­nä­len, die ihren Ein­spruch öffent­lich gemacht haben, nicht um die­sel­ben han­delt, die vor einem Jahr am Beginn der zwei­ten Bischofs­syn­ode über die Fami­lie Papst Fran­zis­kus jenen berühm­ten „Brief der drei­zehn Kar­di­nä­le“ über­ga­ben. Die drei­zehn Unter­zeich­ner waren aus­nahms­los Syn­oda­len und beklei­de­ten zu die­sem Zeit­punkt hohe Kurien­äm­ter, wie die Kar­di­nä­le Robert Sarah, Geor­ge Pell und auch Ger­hard Mül­ler, oder lei­te­ten Erz­bis­tü­mer.

Die vier Unter­zeich­ner der Dubia haben kei­ne akti­ven insti­tu­tio­nel­len Auf­ga­ben mehr in der Lei­tung der Kir­che. Damit ver­fü­gen sie über die nöti­ge Frei­heit, offen spre­chen zu kön­nen, ohne Säu­be­rungs- und Straf­maß­nah­men befürch­ten zu müs­sen.

Ihr Appell wird von ande­ren Pur­pur­trä­gern geteilt, die noch akti­ve Ämter beklei­den, und die sich daher im Moment noch zurück­hal­ten. Als wei­te­re Unter­zeich­ner sei­en, wie es in gut­in­for­mier­ten Krei­sen heißt, der deut­sche Kar­di­nal Paul Josef Cor­des und der ukrai­ni­sche grie­chisch-katho­li­sche Gro­ßerz­bi­schof Swja­tis­law Schewt­schuk bereit­ge­stan­den. Man habe es aber bei den vier Unter­zeich­nern belas­sen. Die genü­gen, um die Dubia öffent­lich vor­zu­brin­gen, die Papst Fran­zis­kus nicht mehr igno­rie­ren kann, ohne sei­ne eige­ne Auto­ri­tät in Fra­ge zu stel­len.

Ist die Lehre noch gültig oder nicht?

Der zen­tra­le Punkt des Appells ist nicht die Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on, son­dern von viel grund­sätz­li­cher Bedeu­tung: Es geht um die Leh­re der Kir­che „über die Exi­stenz abso­lu­ter mora­li­scher Nor­men, die ohne Aus­nah­me gel­ten und in sich schlech­te Hand­lun­gen ver­bie­ten“ (Dubi­um 2).

Soll „nach den Aus­sa­gen von ‚Amo­ris lae­ti­tia‘ “, die immer­wäh­ren­de Leh­re der Kir­che geän­dert wer­den, nach der „die Umstän­de oder die Absich­ten nie­mals einen bereits in sich durch sein Objekt sit­ten­lo­sen Akt in einen ’sub­jek­tiv‘ sitt­li­chen oder als Wahl ver­tret­ba­ren Akt ver­wan­deln“ kön­nen (Dubi­um 4)?

Eben­so die Leh­re, laut der „das Gewis­sen nie­mals dazu auto­ri­siert ist, Aus­nah­men von den abso­lu­ten mora­li­schen Nor­men zu legi­ti­mie­ren, wel­che Hand­lun­gen, die durch ihr Objekt in sich schlecht sind, ver­bie­ten“ (Dubi­um 5)?

Nie­mand, nicht ein­mal der römi­sche Papst, hat die Auto­ri­tät und die Voll­macht, die Tra­di­ti­on der Kir­che zu ver­än­dern oder sogar auf den Kopf zu stel­len. Bereits etli­che frü­he­re Aus­sa­gen und Hand­lun­gen leg­ten die Ver­mu­tung nahe, daß aber Papst Fran­zis­kus genau die­se Absicht ver­fol­ge. Sein nun­meh­ri­ges Schwei­gen setzt ihn end­gül­tig dem Ver­dacht aus, daß er von den Kar­di­nä­len genau dabei ertappt wur­de.

Dubia zusammen mit vorhergehenden Appellen lesen

Maria Gua­ri­ni, Lei­te­rin des tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Initia­ti­ve Chie­sa e post­con­ci­lio, schrieb, daß die Dubia der vier Kar­di­nä­le in Zusam­men­hang mit dem vor­her­ge­hen­den Appell der 45 Theo­lo­gen und Phi­lo­so­phen zu lesen ist, den sie an das Kar­di­nals­kol­le­gi­um gerich­tet hat­ten. Sie for­der­ten die Kar­di­nä­le auf, Papst Fran­zis­kus dazu zu bewe­gen, die umstrit­te­nen und für irrig erkann­ten Tei­le von Amo­ris lae­ti­tia zurück­zu­neh­men.

Hin­zu­kommt die Bit­te, die mit Blick auf die Bischofs­syn­ode 2015 von ins­ge­samt fast einer Mil­li­on Katho­li­ken unter­zeich­net wur­de, „die katho­li­sche Leh­re kate­go­risch zu bestä­ti­gen, nach der geschie­de­ne und ‚wie­der­ver­hei­ra­te­te‘ Katho­li­ken die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on nicht emp­fan­gen dür­fen und homo­se­xu­el­le Ver­bin­dun­gen im Wider­spruch zu den Gebo­ten Got­tes und der Natur ste­hen“; das „Treue­be­kennt­nis von 80 katho­li­schen Per­sön­lich­kei­ten zur unver­än­der­li­chen Leh­re der Kir­che über die Ehe und zur ihrer unun­ter­bro­che­nen Dis­zi­plin“ und nicht zuletzt die erste gewich­ti­ge For­de­rung nach einer Klä­rung durch Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der und die kri­ti­sche Ana­ly­se von Amo­ris lae­ti­tia durch den Phi­lo­so­phen Josef Sei­fert.

Der Rechts­phi­lo­soph Pao­lo Pas­qualuc­ci schrieb, zu den Dubia, daß füh­ren­de Mit­glie­der des Kar­di­nals­kol­le­gi­ums in Ver­tre­tung wei­te­rer Kar­di­nä­le vom Papst eine defi­ni­ti­ve Klä­rung der schwer­wie­gen­den Zwei­deu­tig­kei­ten ver­lan­gen, die in Amo­ris lae­ti­tia — einem lehr­amt­li­chen Doku­ment —  ent­hal­ten sind. Die­se Zwei­deu­tig­kei­ten betref­fen die Mög­lich­keit, grund­le­gen­de Nor­men der christ­li­chen Ethik zu miß­ach­ten oder ihnen sogar zuwi­der­zu­han­deln.

„Wer hier klä­ren und sich recht­fer­ti­gen muß, ist also der Papst selbst, auch wenn die Ant­wort an die Kar­di­nä­le offi­zi­ell durch den Kar­di­nal­prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on erfolgt. Wird er ewig schwei­gen und sich der dok­tri­nel­len Klä­rung ent­zie­hen kön­nen, die immer uner­läß­li­cher und not­wen­di­ger wird?“, so Pas­qualuc­ci.

Im Vatikan macht die „Hypothese eines häretischen Papstes“ die Runde

Im Vati­kan macht zudem die Stu­die „Theo­lo­gi­sche Hypo­the­se eines häre­ti­schen Pap­stes“ des bra­si­lia­ni­schen Juri­sten Arnal­do Xavier da Sil­vrei­ra die Run­de, die im ver­gan­ge­nen Juni vom Ver­le­ger Mar­co Solfa­nel­li in ita­lie­ni­scher Über­set­zung her­aus­ge­ge­ben wur­de und von Theo­lo­gen und Prä­la­ten in Rom auf­merk­sam stu­diert wird.

Die Dubia der vier Kar­di­nä­le sind Teil eines Wider­stan­des, der immer wei­te­re Krei­se zieht und gera­de vom Vor­sta­di­um in eine neue Pha­se über­ge­gan­gen ist. Soll­te Papst Fran­zis­kus das Para­dox nicht been­den, ein kla­res Bekennt­nis zur unver­än­der­li­chen Leh­re der Kir­che zu ver­wei­gern, deren Ober­haupt er ist, dann kün­di­gen sich dra­ma­ti­sche Mona­ten an.

Papst Fran­zis­kus stößt drei­ein­halb Jah­re nach Beginn sei­nes Pon­ti­fi­kats an sei­ne Gren­zen. Der durch Gesten und Wor­te ver­mit­tel­te Ein­druck einer laten­ten Absicht, die Leh­re der Kir­che ändern zu wol­len, muß sich irgend­wann kon­kre­ti­sie­ren oder in sich zusam­men­bre­chen. Es ist Fran­zis­kus selbst, der sich durch die von ihm pro­vo­zier­te Stim­mung in die Enge getrie­ben hat. Es geht nicht mehr um ein spon­ta­nes Wort zu die­sem oder jenem, das eben­so impro­vi­siert wie unver­bind­lich bleibt. Sei­ne Pasto­ral und sei­ne Füh­rungs­fä­hig­kei­ten, die Ver­ant­wor­tungs­be­wußt­sein und Vor­bild­cha­rak­ter ver­lan­gen, sto­ßen an ihre Gren­zen. Fran­zis­kus könn­te dar­an schei­tern.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Roma­na




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11 Kommentare

  1. Lie­ber Herr Nar­di,
    Vie­len Dank für die­se aus­ge­zeich­ne­te Ana­ly­se, der ich bis auf den letz­ten Satz voll inhalt­lich zustim­me. Ich fürch­te nicht Fran­zis­kus könn­te dar­an schei­tern, son­dern die Kir­che wird dar­an zer­bre­chen und in ein Schis­ma ver­fal­len. Was Fran­zis­kus von denen denkt, die einen ande­ren Weg der Kir­che sehen und sei es nur in dem Erhalt der triden­ti­ni­schen Lit­ur­gie, hat er klar gesagt, wenn er von ihnen spricht : als eini­gen Grup­pen und Per­so­nen, die Nost­al­gie hat­ten und sich ent­fern­ten. In dem Wort “ sich ent­fern­ten´“ ist die Rich­tung für die Tra­di­tio­nel­len vor­ge­ge­ben. Sie gehen ins Schis­ma und er scheint Ihnen kei­ne Trä­ne nach­wei­nen zu wol­len. Ein Gedan­ke noch zur Lit­ur­gie. Die Lit­ur­gie, die den Namen des Triden­ti­nums trägt, eig­net sich weder für die Oeku­me­ne und die Fei­er des Luther­jah­res noch viel weni­ger für eine Welt­ein­heits­re­li­gi­on. Sie wird daher als stö­rend emp­fun­den. Die Per­so­nen und Grup­pen erach­tet Fran­zis­kus auch dann als negli­ga­bel, wenn es sich um ver­dien­te Hir­ten han­delt.
    Es blei­ben uns nur der Glau­be und das Gebet in Zei­ten der höch­sten Bedräng­nis.
    Oh, Maria hilf.

    • „Die Lit­ur­gie, die den Namen des Triden­ti­nums trägt, eig­net sich weder für die Oeku­me­ne und die Fei­er des Luther­jah­res noch viel weni­ger für eine Welt­ein­heits­re­li­gi­on.“
      Kla­rer kann man es nicht auf den Punkt brin­gen. Mit einem Satz ist alles gesagt.
      Dan­ke.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  2. Das Pro­blem liegt in der Tat­sa­che begrün­det, daß die­ser Papst alle System­me­di­en sowie poli­tisch Mäch­ti­gen und die mei­sten Katho­li­ken in unse­ren Brei­ten (West- und Mit­tel­eu­ro­pa) wie auch wahr­schein­lich Latein- und Nord­ame­ri­kas zu sei­nen Ver­bün­de­ten rech­nen kann. Es kommt den Ver­än­de­rern kla­rer­wei­se auf „Mehr­hei­ten“ an und ganz sicher nicht auf die Wahr­heit. Inso­fern wer­den die Sor­gen der 4 Kar­di­nä­le und vie­ler ande­rer als unpas­send abge­tan (wer­den), da sie im Gedan­ken- und Welt­bild der Befür­wor­ter von AL über­haupt nicht (mehr) vor­kom­men.
    Es stellt sich die Fra­ge, ob das „Pro­blem“ über­haupt noch ratio­nal gelöst wer­den und damit die Ein­heit im Glau­ben wie­der­her­ge­stellt wer­den kann oder ob es zu einem offe­nen Bruch in der Kir­che kommt.

    Fast scheint mir, daß es inzwi­schen gar nicht mehr nur um Papst Fran­zis­kus geht, denn es ist offen­bar grund­sätz­lich ein Kampf zwi­schen gut und böse.

  3. Ich kann den Kom­men­ta­ren der Her­ren Hans und Fran­zel nur zustim­men und dan­ke Herrn Nar­di für die­sen Arti­kel, der uns Katho­li­ken die dra­ma­ti­sche Situa­ti­on der Kir­che vor Augen hält.
    Da ich erst im fort­ge­schrit­te­nen Alter von o.B. zur Katho­li­kin wur­de — und das aus tie­fer inne­rer Über­zeu­gung, schmerzt es mich beson­ders, wenn ich sehe, wie die­ser kost­ba­re und schö­ne Glau­be so ver­wäs­sert wird — und es herrscht bei den Mei­sten nur Schwei­gen! Ob inner­kirch­lich oder außer­halb — jeder ver­sucht die­se wich­ti­gen Punk­te abzu­schwä­chen oder nicht ernst genug zu neh­men — obwohl die Fol­gen gra­vie­rend sein wer­den…
    Ent­we­der gibt es bald kei­ne kath. Kir­che nach über­lie­fer­ter Tra­di­ti­on mehr oder sie muss sich schüt­zen und dann ist die end­gül­ti­ge Spal­tung nicht mehr auf­zu­hal­ten.
    In die­ser geist­li­chen Not blei­ben uns wirk­lich als Ein­zi­ge Ret­tung das Gebet. Es ist ein Kampf zwi­schen Gut und Böse und es gibt nur mehr ein Ja oder Nein zur Wah­ren Kath. Leh­re.
    Oh Unbe­fleck­tes Herz Mariä, sei unse­re Ret­tung!
    Komm Hl. Geist, komm auf die mäch­ti­ge Für­spra­che des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens, Dei­ner so gelieb­ten Braut!
    O Jesus, bedecke uns mit Dei­nem kost­ba­ren Blut und lass nicht zu, dass wir uns jemals von Dir tren­nen!

  4. Alle, die sich hier zu Wort gemel­det haben, beur­tei­len die Situa­ti­on sowohl für die Gläu­bi­gen als auch die gan­ze Strei­ten­de Kir­che gleich. Wir sind im End­kampf zwi­schen der Leh­re Got­tes und der Lüge Satans, zwi­schen Gut und Böse, zwi­schen der Wahr­heit und ihrer Ver­nei­nung, sicht­bar zwi­schen Ber­go­gli­os „Amo­ris Lae­ti­tia und den berech­tig­ten Dubia, zwi­schen der Hae­re­sie und den treu zur Leh­re ste­hen­den Kar­di­nä­len. Was kön­nen wir in die­ser Situa­ti­on tuen? Uns bleibt das Gebet:
    1. zu dem drei­ei­ni­gen Gott, dass er uns sei­nen Geist, den Geist der Wahr­heit sen­den möge.
    2. um die Hil­fe des Hei­li­gen Erz­engel Micha­el, dem Beschüt­zer der Kir­che, der von den Moder­ni­sten nach­kon­zi­li­ar so grau­sam aus den Kir­chen und dem kirch­li­chen Gebet ent­fernt wur­de.
    3. um die Hil­fe der Immer­wäh­ren­den Hil­fe, der Mut­ter der Chri­sten­heit, auch in die­ser Stun­de.
    Ich rufe unse­re Theo­lo­gen auf zur For­mu­lie­rung eines ent­spre­chen Gebe­tes zum Erhalt des rech­ten Glau­bens und den Schutz vor der dro­hen­den Hae­re­sie in der Kir­che auf. Die­ses soll­te zunächst als Nove­ne gebe­tet wer­den und über das Inter­net ver­brei­tet wer­den,

    • Sehr rich­tig, wem es jetzt nicht klar ist, der wird es wohl auch nicht mehr erken­nen.

      Vier ver­dien­te, recht­gläu­bi­ge Kar­di­nä­le ver­su­chen, BERGOGLIO eine gol­de­ne Brücke zum katho­li­schen Glau­ben zu bau­en, die die­ser igno­riert.

      Last but not least:
      die hei­li­ge Mes­se, solan­ge das Opfer Chri­sti noch Gegen­wart wird auf den Altä­ren. Eigent­lich sind es zwei Zeu­gen (Säu­len): die Eucha­ri­stie und die Dei Geni­trix, Co-redemp­to­rix, Media­trix omni­um gra­tiar­um, Advo­ca­trix

  5. Ich beur­tei­le die Situa­ti­on anders. Papst Fran­zis­kus hat eine Ant­wort gege­ben: Er stellt fest, dass die Kri­ti­ker von Amo­ris lae­ti­tia und damit auch die vier Unter­zeich­ner der Dubia nichts ver­stan­den haben. Das ist ein kla­res Wort. Es weist dar­auf hin, dass man das Leben der Men­schen per se nicht in Schwarz-Weiß-Kate­go­ri­en beur­tei­len kann, denn sonst ver­fällt man in einen Lega­lis­mus, der in der Kir­che über vie­le Jahr­hun­der­te vor­herr­schend war. Ich den­ke, dass dies vor allem die Denk­wei­se und das Rechts­ver­ständ­nis des römi­schen Rei­ches war, des­sen Staats­kir­che das Chri­sten­tum gewor­den ist. Die Aus­wir­kun­gen die­ses lega­li­sti­schen Den­kens waren teil­wei­se ver­heh­rend, man den­ke nur an die Fol­gen der Inqui­si­ti­on. Die­se Denk­wei­se ist gegen das Evan­ge­li­um. Jesus kämpft genau gegen die­se Denk­wei­se der Pha­ri­sä­er per­ma­nent an. Offen­bar haben die Lega­li­sten in der Kir­che das Evan­ge­li­um nicht mehr rich­tig im Kopf, wie könn­te man das anti­le­ga­li­sti­sche Den­ken Jesu sonst ver­ges­sen.
    Das ist ein Para­dig­men­wech­sel in der Kir­che und der Papst hat wahr­schein­lich recht, wenn er meint, es wird wohl noch­mals 50 Jah­re dau­ern, bis das in alle christ­li­chen Köp­fe hin­ein­geht.

    • @Fatima,
      Ihr Posting ist inhalt­lich falsch und paßt wun­der­bar zu der „wich­tig­sten“ Toch­ter des Pro­phe­ten Moham­med.
      Das Römi­sche Recht hat die Ehe (Matri­mo­ni­um) gera­de nie­mals lega­li­stisch ange­se­hen, nicht als Rechts­ver­pflich­tung son­dern als sozia­ler Sach­ver­halt
      (cfr. Aex­an­der Seve­rus Codex 8,32,4: libe­ra matri­mo­nia esse anti­qui­tus pla­cuit, Kai­ser Alex­an­der Seve­rus, 222–235 n.C., mit­ten in der Zeit der Chri­sten­ver­fol­gun­gen).
      Die Ver­knüp­fung mit der Inqui­si­ti­on ist ver­fäl­schen­de Geschichts­klit­te­rung und tota­ler Unsinn.
      Dage­gen grei­fen die 4 Kar­di­nä­le mit der Bit­te um Auf­klä­rung betref­fend der Dubia das Evan­ge­li­um wie­der auf, auch die frü­he­ste apo­sto­li­sche Tra­di­ti­on (Brief an die Hebrä­er, Brief des Jako­bus, 1. Brief v. Cle­mens an die Korin­ther) und auf die Kir­chen­vä­ter — gera­de auf die „öst­li­chen“.
      Sie sind mit Fran­zis­kus dabei Unse­ren Herrn Jes­um Chri­stum und Sei­ne Ver­wur­ze­lung im Ten­ak’h zu ent­fer­nen. Der Dämon in der
      Fran­zis­kus-Ideo­lo­gie geht übri­gens zurück auf die Pytha­go­re­er (Demi­ur­gen): nix Evan­ge­li­um, son­dern Hei­den­tum pur.

  6. Sie haben das nicht ver­stan­den, ist aller­dings kei­ne Ant­wort auf kon­kre­te Fra­ge­stel­lun­gen, die hoch fun­diert sind. Ein sol­ches Ver­hal­ten ist höchst unde­mo­kra­tisch und unbarm­her­zig, um nicht zu sagen, arro­gant. Gibt es nicht zu den­ken, wenn sich die „Barm­her­zi­gen“ aus­ge­rech­net auf der Sei­te der Pha­ri­sä­er und Schrift­ge­lehr­ten wie­der­fin­den, wäh­rend Jesus Chri­stus stets der­je­ni­ge war, der gesell­schaft­lich ratio­na­len Lösun­gen immer wie­der eine her­be Abfuhr erteilt hat?

  7. Die Lösung des Scheidbrief´s hat Jesus Chri­stus sei­ner­seits „als hart­her­zig“ abge­lehnt, nicht etwa die Pharisäer…seine Barm­her­zig­keit ist offen­bar eine ande­re, näm­lich die­je­ni­ge der Treue. Weil ganz offen­sicht­lich für Jesus Chri­stus die Ehe nicht nur „ein welt­lich Ding“ dar­stell­te. Das Pro­blem liegt doch so: Ist der Mensch mit Hil­fe der Gna­de ver­be­gungs­be­reit und umkehr­be­reit,
    so soll­te sich auch ium­mer wie­der ein Weg zuein­an­der fin­den kön­nen. Weil sich
    das Grund­prin­zip zwi­schen Men­schen nicht ver­än­dert, egal ob ich mit einem Ehe­part­ner, oder mit wech­seln­den Part­nern die­sen mensch­li­chen Lehr­pfad durch­schrei­te. Ins­of­ner ist dann auch die Barm­her­zig­keit Jesu die Unkor­rum­pier­te­re.

  8. A L L E treu­en Katho­li­ken soll­ten end­lich auf­ste­hen und gegen „Amo­ris tri­stessa“ demon­strie­ren!!!

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