Das Erdbeben und die Strafe Gottes

Die Basilika von Norcia vor dem 24. August (links) und seit dem 30. Oktober 2016.
Die Basilika von Norcia vor dem 24. August (links) und seit dem 30. Oktober 2016.

von Rober­to de Mattei*

Seit dem 24. August wur­de Ita­li­en von einer gan­zen Rei­he von Erd­be­ben erschüt­tert, die auch nach zwei Mona­ten nicht auf­hö­ren wol­len. Die Seis­mo­lo­gen regi­strier­ten Tau­sen­de von Erd­stö­ßen von unter­schied­li­cher Stär­ke. Die Zahl der Men­schen­le­ben, die ihnen zum Opfer fie­len, hielt sich bis­her im Ver­gleich zu frü­he­ren Erd­be­ben in Gren­zen. Groß sind jedoch die Schä­den an Kir­chen und öffent­li­chen und pri­va­ten Gebäu­den. Zehn­tau­sen­de Ita­lie­ner sind obdach­los gewor­den.

Der Erd­stoß vom 30. Okto­ber, der stärk­ste nach jenem vom 24. August, war in ganz Ita­li­en und dar­über hin­aus zu spü­ren. Der Ein­sturz der Kathe­dra­le von Nor­cia wur­de zu sei­nem Sym­bol. Die Nach­richt von der Zer­stö­rung der Basi­li­ka ging um die gan­ze Welt. Von der Kir­che, die über dem Geburts­haus des hei­li­gen Bene­dikt, des Vaters des Abend­lan­des, errich­tet wur­de, steht nur mehr die Fas­sa­de. Der gesam­te Rest ist in einer Staub­wol­ke ver­schwun­den. Vie­le Mas­sen­me­di­en, wie die ame­ri­ka­ni­sche CNN, beton­ten den sym­bo­li­schen Cha­rak­ter der Ereig­nis­se und wähl­ten dafür das Bild der zer­stör­ten Kathe­dra­le für die Film­be­rich­te und ihre Inter­net­sei­ten.

Einst wuß­ten die Men­schen die Bot­schaf­ten Got­tes in allen Ereig­nis­sen zu lesen, die sich ihrem Wil­len ent­zo­gen. In der Tat hat alles, was geschieht, sei­ne Bedeu­tung, die durch die Spra­che der Sym­bo­le zum Aus­druck kommt. Das Sym­bol ist nicht eine kon­ven­tio­nel­le Dar­stel­lung, son­dern Aus­druck einer tie­fe­ren Ebe­ne des Seins der Din­ge.

Norcia vor den Erdbeben. In der Mitte das Denkmal für den heiligen Benedikt
Nor­cia vor den Erd­be­ben. In der Mit­te das Denk­mal für den hei­li­gen Bene­dikt

Der moder­ne Ratio­na­lis­mus, von Des­cra­tes bis Hegel, von Marx bis zum Neo-Szi­en­tis­mus, woll­te die Natur ratio­na­li­sie­ren, indem die Wahr­heit des Sym­bols durch die rein quan­ti­ta­ti­ve Inter­pre­ta­ti­on der Natur ersetzt wur­de. Der Ratio­na­lis­mus befin­det sich heu­te in der Kri­se, aber die post­mo­der­ne Kul­tur, die sich von sei­nen intel­lek­tu­el­len Quel­len nährt, vom Nomi­na­lis­mus bis zum Evo­lu­tio­nis­mus, hat ein neu­es System von Sym­bo­len geschaf­fen, die, im Gegen­satz zu den alten, nicht auf die Rea­li­tät der Din­ge ver­wei­sen, son­dern sie wie in einem Spiel von Spie­ge­lun­gen defor­mie­ren. Der sym­bo­li­sche Code, der sich in allen For­men der post­mo­der­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on aus­drückt, von den Tweets bis zu den Talk Shows, zielt auf die Erzeu­gung von Emo­tio­nen und die Erweckung von Gefüh­len, wäh­rend zugleich die Erfas­sung der tie­fe­ren Grün­de der Din­ge abge­lehnt wird.

Die Kathe­dra­le von Nor­cia zum Bei­spiel ist ein Sym­bol der Kunst, der Kul­tur und des Glau­bens. Ihre Zer­stö­rung weckt für und durch die Medi­en ein Gefühl des Ver­lu­stes, den Ver­lust des Kunst­er­bes Mit­tel­ita­li­ens. Ihre Zer­stö­rung ist für die­sel­ben Medi­en aber kein Bild für die Zer­stö­rung des Glau­bens oder der Grund­wer­te der christ­li­chen Kul­tur.

Das Erd­be­ben, obwohl der Begriff im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch durch­aus dafür gebraucht wird, um kul­tu­rel­le und sozia­le Umbrü­che zu benen­nen, darf für die­se Medi­en nie­mals auf ein Gött­li­ches Han­deln hin­wei­sen, weil Gott, wenn schon, nur als barm­her­zi­ger, aber nie als gerech­ter Gott dar­ge­stellt wer­den darf.

Wer von einer „Stra­fe Got­tes“ spricht, zieht sich sofort die media­le Dif­fa­mie­rung zu, wie es dem Domi­ni­ka­ner­pa­ter Gio­van­ni Caval­co­li ergan­gen ist, des­sen Wor­te bei Radio Maria vom Sub­sti­tut des vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­ta­ri­ats, Msgr. Ange­lo Becciu, als Aus­sa­gen bezeich­net wur­den, die „für die Gläu­bi­gen  belei­di­gend und für nicht Glau­ben­den skan­da­lös“ sein.

Wenn hier etwas ein Ärger­nis ist, dann ist es die Stel­lung­nah­me des vati­ka­ni­schen Prä­la­ten, der unter Beweis gestellt hat, die katho­li­sche Theo­lo­gie und die Leh­re der Päp­ste in die­sem Punkt nicht zu ken­nen, zuletzt von Bene­dikt XVI., der bei der Gene­ral­au­di­enz vom 18. Mai 2011 über das Für­bitt­ge­bet von Abra­ham für Sodom und Gomor­rha, die bei­den bibli­schen Städ­te, die von Gott wegen ihrer Sün­den bestraft wur­den, sag­te:

„Der Herr war bereit zu ver­ge­ben, er ver­lang­te danach, es zu tun, aber die Städ­te waren in einem all­um­fas­sen­den, läh­men­den Übel ver­schlos­sen, und es gab nicht ein­mal eini­ge weni­ge Unschul­di­ge, von denen die Ver­wand­lung des Bösen in Gutes aus­ge­hen konn­te. Denn genau das ist der Heils­weg, um den auch Abra­ham bat: Ret­tung bedeu­tet nicht ein­fach, der Stra­fe zu ent­kom­men, son­dern von dem Bösen befreit zu wer­den, das in uns wohnt. Nicht die Stra­fe muß getilgt wer­den, son­dern die Sün­de, die Ableh­nung Got­tes und der Lie­be, die die Stra­fe bereits in sich trägt. Der Pro­phet Jere­mia wird zum abtrün­ni­gen Volk sagen: ‚Dein böses Tun straft dich, dei­ne Abtrün­nig­keit klagt dich an. So erken­ne doch und sieh ein, wie schlimm und bit­ter es ist, den Herrn, dei­nen Gott, zu ver­las­sen‘ (Jer 2,19).“

Wie könn­te man da ver­ges­sen, daß zwi­schen August und Sep­tem­ber 2016 in Ita­li­en die ersten „Homo-Ehen“ geschlos­sen wur­den?

Die zerstörte Basilika, die über dem Geburtshaus des "Vaters des Abendlandes" errichtet wurde
Die zer­stör­te Basi­li­ka, die über dem Geburts­haus des „Vaters des Abend­lan­des“ errich­tet wur­de

„Wir wer­den alles wie­der­auf­bau­en“, hat Ita­li­ens Mini­ster­prä­si­dent Matteo Ren­zi erklärt. Der­sel­be Ren­zi hat jedoch am 23. Juli 2016 sei­ne Unter­schrift unter das Durch­füh­rungs­de­kret zum Staats­ge­setz Nr. 76/2016 gesetzt, auch Lex Cirin­nà  genannt, das die „Homo-Ehe“ in Ita­li­en lega­li­siert.

Die­ses Gesetz ist ein mora­li­sches Erd­be­ben, weil es die Mau­er des gött­li­chen Natur­rechts nie­der­reißt. Wie könn­te man nur den­ken, daß die­ses schänd­li­che Gesetz fol­gen­los blie­be? Wer nicht auf den gesun­den Men­schen­ver­stand ver­zich­tet, wird sich des­sen sofort bewußt. Der Mensch lehnt sich heu­te gegen Gott auf, und die Natur lehnt sich gegen den Men­schen auf. Bes­ser gesagt: Der Mensch lehnt sich gegen das Natur­recht auf, das sein Fun­da­ment in Gott hat, und die Unord­nung der Natur explo­diert.

Die Lex Cirin­nà  zer­stört kei­ne Gebäu­de, aber die Insti­tu­ti­on Fami­lie, indem sie eine mora­li­sche und sozia­le Ver­wü­stung pro­vo­ziert, die um nichts weni­ger schlimm ist als die mate­ri­el­le Ver­wü­stung durch das Erd­be­ben. Wer kann uns das Recht abspre­chen, zu den­ken, daß die Unord­nung der Natur von Gott zuge­las­sen wird als Fol­ge der Leug­nung des Natur­rechts durch die herr­schen­de Klas­se des Westens? Und da die Sym­bo­le unter­schied­li­che Les­ar­ten erlau­ben: Wie könn­te man behaup­ten, jemand habe unrecht, der in der ste­hen­ge­blie­be­nen Fas­sa­de der Kathe­dra­le von Nor­cia ein Sym­bol für das sieht, was heu­te nach mensch­li­chem Ermes­sen von der katho­li­schen Kir­che noch über­ge­blie­ben scheint: ein Hau­fen Schutt? Die Erklä­run­gen von Msgr. Becciu, einem der eng­sten Mit­ar­bei­ter von Papst Fran­zis­kus, sind Aus­druck einer zu Rui­nen ver­fal­le­nen kirch­li­chen Welt, die noch wei­te­re Rui­nen auf sich zieht.

Von der Ver­öf­fent­li­chung des nach­syn­oda­len Schrei­bens Amo­ris lae­ti­tia bis zur Ehren­be­zeu­gung für Luther in Lund hat Papst Fran­zis­kus mit Sicher­heit nicht dazu bei­getra­gen, wie­der Ord­nung in die­se Welt in Scher­ben zu brin­gen.

Die stehengebliebene Statue des heiligen Benedikt von Nursia auf dem Platz vor der Basilika
Die ste­hen­ge­blie­be­ne Sta­tue des hei­li­gen Bene­dikt von Nur­sia auf dem Platz vor der Basi­li­ka

Der Papst wie­der­holt, daß man kei­ne Mau­ern errich­ten, son­dern Mau­ern ein­rei­ßen soll: Nun denn, die Mau­ern bre­chen ein, aber mit ihnen bricht auch der Glau­ben und die katho­li­schen Moral ein, mit ihnen stürzt auch die christ­li­che Zivi­li­sa­ti­on ein, die in Nor­cia, der Hei­mat des hei­li­gen Bene­dikt, ihre sym­bo­li­sche Wie­ge hat.

Und doch: Wenn auch die Kathe­dra­le ein­ge­stürzt ist, so ist die Sta­tue des hei­li­gen Bene­dikt auf dem Platz davor ste­hen­ge­blie­ben. Rund um die­se Sta­tue hat sich eine Grup­pe von Mön­chen, Ordens­frau­en und Lai­en ver­sam­melt, und sie haben auf dem Platz kniend den Rosen­kranz gebe­tet. Auch das ist eine sym­bo­li­sche Bot­schaft, die uns von der ein­zig mög­li­chen Form des Wie­der­auf­baus spricht: jener, die kniend und betend erfolgt.

Zum Gebet braucht es aber auch die Akti­on, den Kampf, das öffent­li­che Zeug­nis unse­res Glau­bens an die Kir­che und die christ­li­che Zivi­li­sa­ti­on, die aus den Trüm­mern wie­der­auf­er­ste­hen wird. Die Got­tes­mut­ter hat es in Fati­ma ver­hei­ßen. Doch bevor ihr Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren wird, hat die Aller­se­lig­ste Jung­frau auch eine pla­ne­ta­ri­sche Stra­fe für die reue­lo­se Mensch­heit ange­kün­digt. Man muß den Mut wie­der­fin­den, auch dar­an zu erin­nern und davor zu war­nen.

*Rober­to de Mattei, Histo­ri­ker, Vater von fünf Kin­dern, Pro­fes­sor für Neue­re Geschich­te und Geschich­te des Chri­sten­tums an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät Rom, Vor­sit­zen­der der Stif­tung Lepan­to, Autor zahl­rei­cher Bücher, zuletzt erschie­nen: Vica­rio di Cri­sto. Il pri­mato di Pie­tro tra nor­ma­li­tà  ed ecce­zio­ne (Stell­ver­tre­ter Chri­sti. Der Pri­mat des Petrus zwi­schen Nor­ma­li­tät und Aus­nah­me), Vero­na 2013; in deut­scher Über­set­zung zuletzt: Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil – eine bis­lang unge­schrie­be­ne Geschich­te, Rup­pich­teroth 2011. Die Zwi­schen­ti­tel stam­men von der Redak­ti­on.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Romana/MiL

14 Kommentare

  1. Shalom ! Dank sei dem treu­en und muti­gen R.de Mattei, dem scharf­sich­ti­gen
    Strei­ter für die Sache Got­tes und das Wohl der Men­schen in dem
    Trüm­mer­feld der Mate­ria­li­sten. Shalom und Got­tes Segen !

  2. Sehr gut und klar geschrie­ben.
    Bischof Atha­na­si­us Schnei­der mein­te auf die Fra­ge, was man als gläu­bi­ger Christ noch tun kön­ne:

    SÜHNE und GEBET

    Im Gebet ver­bun­den.

  3. Dan­ke für die­se guten, rich­ti­gen, auch trau­ri­gen, letzt­lich aber auch trö­sten­den Gedan­ken, da die Sta­tue des hl. Bene­dikt ja ste­hen blieb.
    Man darf wohl sagen, daß die Erd­be­ben und beson­ders die­ses mit der Zer­stö­rung der Basi­li­ka des hl. Bene­dikts in Nor­cia ein Fin­ger­zeig für Aktu­el­les in Kir­che und Welt wie auch eine viel­leicht letz­te War­nung des All­mäch­ti­gen für weit grö­ße­re Zer­stö­run­gen gei­sti­ger wie mate­ri­el­ler Art sind, falls es zu kei­ner Umkehr kommt.
    Ist die Zer­stö­rung der Basi­li­ka eine Ant­wort des All­mäch­ti­gen auf die teils fal­sche und teils halb­ga­re Füh­rung der Kir­che und der Chri­sten­heit durch Papst Fran­zis­kus wie auch der poli­ti­schen Gewal­ten? Umkehr und Buße tun: nur das kann die Auf­ga­be sein. Wer­den das auch die Hir­ten ver­ste­hen?

  4. Der Destruk­ti­on der Kir­che folgt die Ant­wort des Chefs. Die Igno­ranz der Zei­chen ist töricht.
    Da hilft auch kei­ne Ent­las­sung oder Unter­drückung der Mah­ner.

  5. Nur die Fas­sa­de der Kir­che steht noch. So ist es.

    Im übri­gen ist es rich­tig, Mau­ern zu bau­en, oder sol­len die Men­schen allein auf dem offe­nem Markt­platz leben und unge­schützt auf frei­em Feld näch­ti­gen?

  6. Wird es nicht lang­sam lang­wei­lig, Natur­ka­ta­stro­phen zur Recht­fer­ti­gung der eige­nen Welt­an­schau­ung zu instru­men­ta­li­sie­ren ?
    Das hat vor ein paar Jahr­hun­der­ten noch ver­sucht, aber das wars.
    Vor allem ist es aber inkon­se­quent.
    Wie war das noch­mal ? Als New Orleans vom Hur­ri­kan ver­wü­stet wur­de, wur­de behaup­tet, daß geschah wegen der vie­len Homo­se­xu­el­len dort. Dann hat „Gott“ aber schlecht gezielt, denn zer­stört wur­den arme Vier­tel und vie­le Kir­chen, das Ver­gnü­gungs­vier­tel mit den gan­zen Schwu­len­clubs etc dage­gen wur­de ver­schont. Glei­ches mit den Über­schwem­mun­gen die­ses Jahr in wei­ten Tei­len der USA … iro­ni­scher­wei­se wur­de am Ende das Anwe­sen des Pre­di­gers, wel­cher am lau­te­sten von einer „Stra­fe Got­tes“ gespro­chen hat, eben­falls vom Hoch­was­ser zer­stört.
    Und in Ita­li­en ist es doch gera­de genau so … Es wer­den haupt­säch­lich die Häu­ser der i.d.R. noch recht gläu­bi­gen Bevöl­ke­rung, sowie Kir­chen, Klö­ster etc zer­stört und trotz­dem wird behaup­tet, es wäre eine Stra­fe Got­tes für die Homo­ehe ? Das passt doch hin­ten und vor­ne nicht zusam­men …

    • Zuerst habe ich das auch gedacht, aber wo wer­den denn Homo­ehen geschlos­sen?
      Rich­tig, in der Kir­che!
      Wer stimmmt denn für die Homo­ehe, oder beschimpft die, die dage­gen pro­te­stie­ren als, extrem, oder schlim­me­res, offi­zi­ell wie in pri­va­ten Gesprä­chen?
      Rich­tig, die Men­schen in den Häu­sern! Außer­dem, trotz­dem es schon so vie­le Mona­te dau­ert, Tote gibt es sehr weni­ge! Das letz­te biss­chen Glau­ben sieht der Herr wohl!
      Es kann sogar sein, dass der Herr die Men­schen mit dem Nicht Zer­stö­ren von Schwu­len­clubs und ähn­li­chen Orten der sün­di­gen Men­schen­ver­ach­tung vor noch grö­ße­ren Sün­den schützt, näm­lich davor, ihre Unter­stüt­zung für die­se Gottes/Menschenverachter öffent­lich zu bekun­den, bzw. davor, ihr Ego mit der Schmei­che­lei und finan­zi­el­len Unter­stüt­zung gegen­über die­sen Leu­ten auf zu polie­ren!

    • @ Gal­low­glas
      Die Über­schwem­mun­gen in den USA hän­gen auch haupt­säch­lich mit der Viel­zahl von Abtrei­bun­gen gera­de in jenen Gebie­ten zusam­men.
      Was hal­ten Sie übri­gens von der Sint­flut, mit der der ALLMÄCHTIGE ein gan­zes Men­schen­ge­schlecht wegen Sit­ten­ver­fall und Schlech­tig­keit aus­lösch­te (nach­zu­le­sen im Buch Gene­sis)?
      Oder von Mt 10,29: Es fällt kein Spatz vom Dach ohne den Wil­len des Vaters!? Beto­nung liegt auf VATER! Denn, wenn GOTT ein lie­ben­der VATER ist, dann geschieht alles was ER tut aus LIEBE und BARMHERZIGKEIT: Ob er züch­tigt oder „straft“ — es ist immer zum HEIL der Men­schen, auch wenn wir es nicht ver­ste­hen. Nicht sel­ten gelob­ten Men­schen näm­lich erst Bes­se­rung, wenn sie „Feu­er­pro­ben“ aus­ge­setzt waren.
      GOTT ist VATER — GOTT ist gut; gut ist ALLES was ER tut.
      Ob ER nimmt oder ob ER gibt — ER ist treu, weil ER uns liebt!

  7. „Zum Gebet braucht es aber auch die Akti­on, den Kampf, das öffent­li­che Zeug­nis unse­res Glau­bens an die Kir­che und die christ­li­che Zivi­li­sa­ti­on, die aus den Trüm­mern wie­der­auf­er­ste­hen wird.“ Dar­an glau­be ich, aber ich kann mir nur schwer vor­stel­len, dass dies noch zu mei­nen Leb­zei­ten gesche­hen wird. Ich bin jetzt 50 Jah­re alt. Aber wer weiß: den Mau­er­fall heu­te vor inzwi­schen 27 Jah­ren konn­te sich damals auch fast nie­mand vor­stel­len.

  8. ich fra­ge ich mich ernst haft,ob ita­li­en soviel suen­di­ger ist als deutsch­land. eigent­lich haet­te es bei uns da auch schon rap­peln mues­sen

  9. Dan­ke für die­se muti­ge und logi­sche Rede von Rober­to de Mattei!
    Wenn man dann an Deutsch­land denkt, schau­dert es einen aber!
    Ich habe mal als Faust­for­mel gele­sen: Für jedes abge­trie­be­ne Kind einen Flücht­ling, und für jede Homo­ehe ein Ter­ro­rist!
    Auch Kar­di­nal Ray­mund Leo Bur­ke hat zum gemein­sa­men beten des Rosen­kran­zes auf­ge­ru­fen: http://www.catholicaction.org/take_heaven_by_storm
    Ver­su­chen wir die­se letz­te Mög­lich­keit!

  10. Das Erd­be­ben in Ita­li­en ist nicht das ein­zi­ge Zei­chen. Man den­ke nur an die Gesamt­la­ge Euro­pas. Nach dem zwei­ten Welt­krieg war der Gedan­ke an eine Eini­gung Euro­pas, wel­che eine Wie­der­ho­lung der Kriegs­greu­el auf unse­rem Erd­teil ver­hin­dern soll­te ein Anlie­gen katho­li­scher Staats­män­ner und Poli­ti­ker; man den­ke an Kon­rad Ade­nau­er, der ita­lie­ni­sche Christ­de­mo­krat Alci­de de Gasperi,der fran­zö­si­sche Gene­ral Charles de Gaul­le oder den Loth­rin­ger Robert Schu­mann. Unter die­sen Vor­zei­chen war die­ser Gedan­ken durch­aus erfolg­reich, die wirt­schaft­li­che Annä­he­rung ermög­lich­te 30 Jah­re Wohl­stand und Voll­be­schäf­ti­gung, es fand eine deutsch-fran­zö­si­sche Aus­söh­nung statt, die Erb­feind­schaft wur­de been­det usw. Betrach­ten wir nun den Zustand der euro­päi­schen Uni­on seit etwa zwölf Jah­ren. Nach 2000 stand die Fra­ge nach einer euro­päi­schen Ver­fas­sung an. Unter dem Druck frei­maue­ri­scher und lai­zi­sti­scher Kräf­te, vor allem aus Frank­reich und Bel­gi­en wur­de aus­drück­lich jeder Got­tes­be­zug ver­wor­fen. Ein ita­lie­ni­scher Gelehr­ter Roc­co But­tiglio­ne, der unter der Regie­rung Ber­lus­co­ni zum EU-Kom­mis­sar für Justiz und Vize­prä­si­dent der euro­päi­schen Kom­mis­si­on vor­ge­schla­gen wur­de, wur­de aus drei Grün­den abge­lehnt. Zum ersten weil er sei­ne per­sön­li­che Über­zeu­gung als Katho­lik bekun­det hat­te, Homo­se­xua­li­tät wäre eine Sün­de, zwei­tens weil er die Wür­de der Ehe­frau und Mut­ter bekräf­tigt hat­te, und weil er drit­tens, zu einer Zeit in der noch Ber­lus­co­ni in Ita­li­en und Gad­da­fi in Liby­en an der Macht waren, für die Ein­rich­tung von Flücht­lings­la­gern an der liby­schen Küste plä­dier­te. Vor allem die Grü­nen in Deutsch­land beton­ten auf Grund sei­ner Über­zeu­gung bie­te er kei­ne Gewähr für die Ein­hal­tung der „Grund­rech­te“.
    Betrach­tet man nun den Zustand Euro­pas in den letz­ten zwölf Jah­ren so fällt doch auf, dass die Staa­ten­ge­mein­schaft nichts mehr zu Stan­de gebracht hat. Man erin­ne­re an die Euro-Kri­se, die Ver­elen­dung der süd­li­chen EU-Staa­ten, deren Ein­woh­ner zum Tei­le hun­gern, die Flücht­lings­kri­se, die Isla­mi­sie­rung, den Ter­ro­ris­mus mit Hun­der­ten von Toten, der Gen­der-Wahn, die Homo­se­xua­li­sie­rung. Selbst die gröss­te Errun­gen­schaft der euro­päi­schen Eini­gung, der Frie­den ist nicht mehr gewähr­lei­stet, die Allein­gän­ge der Bun­des­kanz­le­rin in der Flücht­lings­kri­se füh­ren zu Rei­bungs­flä­chen mit allen ande­ren Staa­ten, vor allem der Ost­eu­ro­pä­er. Und den­noch gibt es einen Erklä­rungs­an­satz der in den Medi­en, der Poli­tik und der Gesell­schaft völ­lig ver­wor­fen und tabui­siert wird; dass Got­tes Segen nicht mehr über Euro­pa lie­ge und unser Erd­teil Zorn und Züch­ti­gung bis zur Umkehr auf sich gezo­gen hät­te!

  11. Es ist inter­res­sant, dass genau der Teil der Kir­che mit den Säu­len zusam­men­ge­bro­chen ist, auf dem sich das Sym­bol des Rota­ry-Clubs befand, der dort Wer­bung für die von ihm gezahl­te Reno­vie­rung der Kir­che mach­te. So bleibt denn auch von Rom dank dem Ehren­ro­ta­ri­er Ber­go­glio nur noch die Fas­sa­de des Katho­li­zis­mus übrig.

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