Der Brexit und der „Untergang des Abendlandes“

Robderto de Mattei über den Brexit, die EU, Auflösungserscheinungen und ihre Gründe und die Hoffnung der Christen
Robderto de Mattei über den Brexit, die EU, Auflösungserscheinungen und ihre Gründe und die Hoffnung der Christen

Von  Rober­to de Mattei*

Die bri­ti­sche Volks­ab­stim­mung vom 23. Juni (Bre­x­it) bestä­tigt den end­gül­ti­gen Zusam­men­bruch eines Mythos: den Traum von einem „gren­zen­lo­sen Euro­pa“, errich­tet auf den Rui­nen der Natio­nal­staa­ten.

Das euro­päi­sche Pro­jekt, das mit dem Maas­tricht-Ver­trag von 1992 gestar­tet wur­de, trug bereits die Kei­me sei­ner Selbst­zer­set­zung in sich. Es war völ­lig illu­so­risch, sich ein­zu­bil­den, eine Wirt­schafts- und Wäh­rungs­uni­on vor einer poli­ti­schen Uni­on ver­wirk­li­chen zu kön­nen. Oder, noch schlim­mer, anzu­neh­men, sich der Wäh­rungs­in­te­gra­ti­on bedie­nen zu kön­nen, um eine poli­ti­sche Ver­ei­ni­gung errei­chen zu kön­nen. Zudem und noch illu­so­ri­scher war das Pro­jekt, zur poli­ti­schen Ein­heit zu gelan­gen, indem man die gei­sti­gen Wur­zeln aus­reißt, die die Men­schen an ein gemein­sa­mes Schick­sal bin­den.

Heutige EU – ein Projekt abgrundtiefer Leugnung der christlichen Ordnung

Die Char­ta der Grund­rech­te der Euro­päi­schen Uni­on, die vom Euro­päi­schen Rat im Dezem­ber 2000 in Niz­za pro­kla­miert wur­de und 2009 Rechts­kraft erhielt, weist nicht nur jeden Bezug auf die reli­giö­sen Wur­zeln Euro­pas zurück, son­dern trägt eine abgrund­tie­fe Leug­nung der natür­li­chen, christ­li­chen Ord­nung in sich. In ihrem Arti­kel 21, mit dem das Ver­bot jeder Art von Dis­kri­mi­nie­rung „sexu­el­ler Nei­gun­gen“ ein­ge­führt wur­de, ent­hält sie in nuce die Lega­li­sie­rung einer Straf­tat namens Homo­pho­bie und der homo­se­xu­el­len Pseu­do-Ehe.

Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes
Oswald Speng­ler: Der Unter­gang des Abend­lan­des

Das Ver­fas­sungs­pro­jekt, an dem 2002/2003 ein Euro­päi­scher Kon­vent (Ver­fas­sungs­kon­vent) arbei­te­te, wur­de durch zwei Volks­ab­stim­mun­gen, in Frank­reich am 29. Mai 2005 und in den Nie­der­lan­den am 1. Juni 2005 abge­lehnt, doch die Euro­kra­ten gaben nicht auf. Nach zwei Jah­ren des „Nach­den­kens“ wur­de am 13. Dezem­ber 2007 von den Staats- und Regie­rungs­chefs der EU der Lis­sa­bon-Ver­trag beschlos­sen, der aus­schließ­lich auf par­la­men­ta­ri­schem Weg rati­fi­ziert wer­den soll­te. Im ein­zi­gen Land, in dem den­noch eine Volks­ab­stim­mung ange­setzt wur­de, in Irland, lehn­te das Volk den Ver­trag am 13. Juni 2008 ab. Da Ein­stim­mig­keit der Unter­zeich­ner­staa­ten not­wen­dig war, wur­de den Iren eine zwei­te Abstim­mung auf­ge­zwun­gen, das durch sehr star­ken öko­no­mi­schen und media­len Druck end­lich das gewünsch­te, posi­ti­ve Ergeb­nis brach­te.

EU wurde in ihrem kurzen Leben zur ideologischen Bühne

In ihrem kur­zen Leben ver­wan­del­te sich die Euro­päi­sche Uni­on, unfä­hig eine gemein­sa­me Außen- und Sicher­heits­po­li­tik zu defi­nie­ren, zu einer ideo­lo­gi­schen Büh­ne, die sich in Reso­lu­tio­nen und Richt­li­ni­en aus­tobt, um die natio­na­len Regie­run­gen dazu zu drän­gen, sich der tra­di­tio­nel­len Wer­te und der Fami­lie zu ent­le­di­gen.

Inner­halb der EU drück­te Groß­bri­tan­ni­en auf die Brem­se, um die deutsch-fran­zö­si­sche Absicht, einen „euro­päi­schen Super­staat“ zu schaf­fen, ein­zu­brem­sen. Gleich­zei­tig drück­te es aber auf das Gas­pe­dal, um euro­pa­weit die eige­nen „zivi­len Errun­gen­schaf­ten“, von der Abtrei­bung bis zur Eutha­na­sie, von der Adop­ti­on für Homo­se­xu­el­le bis zur Gen­ma­ni­pu­la­ti­on durch­zu­set­zen.

EU und die Homo-Diktatur
EU und die Homo-Dik­ta­tur

Die­se mora­li­sche Ver­ir­rung wur­de in Eng­land von einem mul­ti­kul­tu­rel­len Tau­mel beglei­tet, der im Mai 2016 in der Wahl des ersten mus­li­mi­schen Bür­ger­mei­sters von Lon­don gip­fel­te. Doch bereits 2009 for­der­te der dama­li­ge kon­ser­va­ti­ve Bür­ger­mei­ster Boris John­son alle Lon­do­ner auf, zumin­dest für einen Tag am isla­mi­schen Fasten­mo­nat Rama­dan teil­zu­neh­men und am Abend in eine Moschee zu gehen.

Jüngst pole­mi­sier­te der bri­ti­sche Pre­mier­mi­ni­ster David Came­ron gegen den ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten Donald Trump und sag­te von sich selbst: „proud of repre­sen­ting a coun­try which is one of the most suc­cess­ful mul­ti-racial, mul­ti-faith, mul­ti-eth­nic coun­tries in the world“ (Huff­post Poli­tics, 15. Mai 2016), er sei „stolz, ein Land zu reprä­sen­tie­ren, das eines der erfolg­reich­sten mul­ti-ras­si­schen, mul­ti-reli­giö­sen und mul­ti-eth­ni­schen Län­der der Welt ist“.

Wer moralische Grenzen nicht verteidigt, verwirkt das Recht seine Staatsgrenzen zu verteidigen

Der Bre­x­it bringt sicher einen gewis­sen Stolz durch ein Volk zum Aus­druck, das eine lan­ge Geschich­te und alte Tra­di­ti­on hat. Die Iden­ti­tät und die Frei­heit eines Vol­kes grün­den jedoch im Respekt für das gött­li­che Recht und das Natur­recht, und kei­ne poli­ti­sche Geste kann die­se Frei­heit zurück­brin­gen, die ein Land wegen sei­ner eige­nen mora­li­schen Deka­denz ver­liert. Das Nein zur Euro­päi­schen Uni­on war ein Pro­test gegen die Arro­ganz einer Olig­ar­chie, die sich anmaßt, ohne das Volk und gegen das Volk zu ent­schei­den, was die Inter­es­sen des Vol­kes sind. Die star­ken Mäch­te, die die büro­kra­ti­schen Regeln in Brüs­sel bestim­men, sind die­sel­ben Mäch­te, die die mora­li­schen Regeln des Westens zer­stö­ren.

Wer die LGBT-Dik­ta­tur akzep­tiert, ver­liert das Recht, sei­nen Inde­pen­dance Day ein­zu­for­dern, weil er bereits auf sei­ne Iden­ti­tät ver­zich­tet hat. Wer dar­auf ver­zich­tet, die mora­li­schen Gren­zen einer Nati­on zu ver­tei­di­gen, ver­liert das Recht sei­ne Staats­gren­zen zu ver­tei­di­gen, weil er bereits das „liqui­de“ Ver­ständ­nis einer glo­ba­len Gesell­schaft akzep­tiert hat. Unter die­sem Blick­win­kel folgt der Weg der Selbst­auf­lö­sung Groß­bri­tan­ni­ens einer Dyna­mik, die der Bre­x­it nicht auf­hal­ten wird, son­dern auf dem er viel­mehr eine wei­te­re Etap­pe dar­stel­len kann.

2017 – 300 Jahre Großloge von London, Mutter aller Logen

Der Große Tempel der Großloge von England
Der Gro­ße Tem­pel der Groß­lo­ge von Eng­land

Schott­land droht bereits mit einer neu­en Volks­ab­stim­mung, um das Ver­ei­nig­te König­reich zu ver­las­sen, und Nord­ir­land könn­te fol­gen. Wenn zudem die 90 Jah­re alte Köni­gin abtritt, ist nicht aus­ge­schlos­sen, daß eini­ge Staa­ten des Com­mon­wealth ihre Unab­hän­gig­keit erklä­ren. Jemand sag­te, daß Köni­gin Eli­sa­beth II. zur Kai­se­rin des Bri­tish Empi­re gekrönt wur­de und viel­leicht als Ober­haupt von Litt­le Eng­land ster­ben wird. Die­ser Weg der poli­ti­schen Auf­lö­sung wird die Repu­bli­ka­ni­sie­rung Eng­lands zum End­ergeb­nis haben.

2017 jährt sich zum 300. Mal die Grün­dung der Groß­lo­ge von Lon­don, der Mut­ter der moder­nen Frei­mau­re­rei. Die Frei­mau­re­rei, die sich im 18. und 19. Jahr­hun­dert des pro­te­stan­ti­schen und dei­sti­schen Eng­lands bedien­te, um ihr revo­lu­tio­nä­res Pro­gramm in der Welt zu ver­brei­ten, scheint heu­te ent­schlos­sen, die eng­li­sche Mon­ar­chie zu ver­sen­ken, in der sie eines der letz­ten noch über­le­ben­den Sym­bo­le der mit­tel­al­ter­li­chen Ord­nung sieht.

Ex- NATO-Oberbefehlshaber kündigt in Romanform für 2017 Atomkrieg an

Roman des Ex-NATO-OberbefelshabersRichard Shirroff
Roman des Ex-NATO-Ober­be­fels­ha­bers Richard Shirroff

Nach dem Bre­x­it kön­nen auf­grund der Explo­si­on der wirt­schaft­li­chen und sozia­len Kri­se Auf­lö­sungs­er­schei­nun­gen in Grie­chen­land auf­tre­ten; eben­so in Frank­reich, des­sen Vor­städ­te von einem dschi­ha­di­sti­schen Bür­ger­krieg bedroht sind; eben­so in Ita­li­en wegen der unauf­halt­sa­men Ein­wan­de­rungs­in­va­si­on; aber auch in Ost­eu­ro­pa, wo Putin bereit­steht, von der Schwä­che der euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen zu pro­fi­tie­ren, um die Kon­trol­le über die Ost­ukrai­ne zu über­neh­men und um mili­tä­ri­schen Druck auf die bal­ti­schen Staa­ten aus­zu­üben.

Der bri­ti­sche Gene­ral Sir Alex­an­der Richard Shirreff, zuletzt bis 2014 Depu­ty Supre­me Allied Com­man­der Euro­pe (SACUER) der NATO, kün­digt in Form eines Romans „2017 War with Rus­sia. An Urgent Warning From Seni­or Mili­ta­ry Com­mand (ver­öf­fent­licht im Ver­lag Coro­net, Lon­don 2016) den Aus­bruch eines Atom­krie­ges zwi­schen Ruß­land und dem Westen im Mai 2017 an, einem Datum, das Katho­li­ken an etwas erin­nert. Wie könn­ten sie im 100. Jahr von Fati­ma die Wor­te der Got­tes­mut­ter ver­ges­sen, laut der vie­le Natio­nen ver­nich­tet wer­den, und Ruß­land das Instru­ment sein wird, des­sen sich Gott bedient, um die reue­lo­se Mensch­heit zu stra­fen?

Uneinigkeit unter EU-kritischen Parteien

Ange­sichts sol­cher Per­spek­ti­ven sind auch die kon­ser­va­ti­ven euro­päi­schen Par­tei­en gespal­ten.

1917-2017: 100 Jahre Fatima
1917–2017: 100 Jah­re Fati­ma

Wäh­rend Mari­ne Le Pen in Frank­reich, Geert Wil­ders in den Nie­der­lan­den und Matteo Sal­vi­ni in Ita­li­en den Aus­tritt ihrer Län­der aus der Euro­päi­schen Uni­on for­dern und Putin ver­trau­en, ist die Posi­ti­on der ost­mit­tel­eu­ro­päi­schen Staa­ten anders.

Der unga­ri­sche Mini­ster­prä­si­dent Vik­tor Orban und der ehe­ma­li­ge pol­ni­sche Mini­ster­prä­si­dent und graue Emi­nenz Polens, Jaroslaw Kac­zyn­ski, for­dern zwar eine ande­re EU, sehen aber in der EU und der NATO einen Schutz­schirm gegen einen rus­si­schen Expan­si­ons­drang.

Spenglers Determinismus steht Ankündigung des Kirchenvaters Augustinus entgegen

1917 erschien das Buch „Der Unter­gang des Abend­lan­des“ von Oswald Speng­ler (1880–1936). Hun­dert Jah­re spä­ter scheint die Vor­her­sa­ge des deut­schen Geschichts­phi­lo­so­phen zur Erfül­lung zu gelan­gen. Das „Abend­land“, bezeich­net nicht zual­ler­erst den geo­gra­phi­schen Raum des Westens, son­dern eine Zivi­li­sa­ti­on. Die­se Zivi­li­sa­ti­on ist die christ­li­che Kul­tur, die Erbin der klas­si­schen, grie­chisch-römi­schen Kul­tur, die sich von Euro­pa aus auf Ame­ri­ka und bis an die Enden Asi­ens und Afri­kas aus­brei­te­te. Sie wur­de in jener Nacht aus der Tau­fe geho­ben, in der der Apo­stel Pau­lus in einer Visi­on den Auf­trag Got­tes erhielt, Asi­en den Rücken zu keh­ren, um nach Maze­do­ni­en über­zu­set­zen und „das Evan­ge­li­um zu ver­kün­den“ (Apg 16,6–10). Rom war der Ort des Mar­ty­ri­ums der Apo­stel Petrus und Pau­lus und wur­de zum Zen­trum der neu­en Zivi­li­sa­ti­on.

Hippo Regius, oberhalb der Ruinen der Bischofskirche des hl. Augustinus erhebt sich heute eine Basilika
Hip­po Regius, neben den Rui­nen der Bischofs­kir­che des hl. Augu­sti­nus erhebt sich heu­te eine katho­li­sche Basi­li­ka

Speng­ler, über­zeugt vom unab­wend­ba­ren Nie­der­gang des Abend­lan­des, erin­nert an einen Satz Sene­cas: Ducunt volen­tem fata, nolen­tem trah­unt (Den Wil­li­gen führt das Schick­sal, den Unwil­li­gen zerrt es mit sich). Der rela­ti­vi­sti­schen und deter­mi­ni­sti­schen Sicht­wei­se Speng­lers set­zen wir jene des hei­li­gen Augu­sti­nus ent­ge­gen, der – wäh­rend die aria­ni­schen Van­da­len Hip­po bela­ger­ten – den Sieg der immer von der Gött­li­chen Vor­se­hung gelei­te­ten Stadt Got­tes in der Geschich­te ver­kün­de­te.

Der Mensch ist der Schmied sei­nes eige­nen Schick­sals, und mit der Hil­fe Got­tes kann sich der Unter­gang einer Kul­tur in die Mor­gen­rö­te einer Auf­er­ste­hung ver­wan­deln. Die Natio­nen sind sterb­lich, aber Gott stirbt nicht, und die Kir­che geht nicht unter.

*Rober­to de Mattei, Histo­ri­ker, Vater von fünf Kin­dern, Pro­fes­sor für Neue­re Geschich­te und Geschich­te des Chri­sten­tums an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät Rom, Vor­sit­zen­der der Stif­tung Lepan­to, Autor zahl­rei­cher Bücher, zuletzt erschie­nen: Vica­rio di Cri­sto. Il pri­mato di Pie­tro tra nor­ma­li­tà  ed ecce­zio­ne (Stell­ver­tre­ter Chri­sti. Der Pri­mat des Petrus zwi­schen Nor­ma­li­tät und Aus­nah­me), Vero­na 2013; in deut­scher Über­set­zung zuletzt: Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil – eine bis­lang unge­schrie­be­ne Geschich­te, Rup­pich­teroth 2011. Die Zwi­schen­ti­tel stam­men von der Redak­ti­on.

Bild: CR/an­ti­q­boo­k/­quer­ty­/­Frei­mau­rer-Wiki/­Ver­la­g/­Wi­ki­com­mons (Screen­shots)

4 Kommentare

  1. Die­se EU ist nicht auf Gott und sei­ne Heils­ge­bo­te gebaut und so siehts dann auch allen­hal­ben in der EU, wie beschrie­ben, aus. Dar­an konn­ten auch katho­li­sche Völ­ker wie die Polen, Ungarn und Slo­va­ken und Kroa­ten nichts oder kaum etwas ändern. Im Gegen­teil: Brüs­sel, Paris und Ber­lin üben stärk­sten Druck aus, damit sie sich fügen.

    Im Zusam­men­hang mit dem Votum der Bri­ten kam mir der Gedan­ke an die Gescheh­nis­se im Jah­re 1989 in Mit­tel-Ost­eu­ro­pa. Polen war damals der erste Staat im kaser­nier­ten Ost­block mit einem frei gewähl­ten Par­la­ment- im Juni 1989. Danach fie­len die Mau­ern.
    Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist der, wenn auch knap­pe, Wahl­aus­gang in Groß­bri­tann­nen der Anfang vom Ende des libe­ral, frei­mau­re­ri­schen West­blocks. Für‚s Ende der kom­mu­ni­sti­schen Herr­schaf­ten hat­te beosnders Papst Johan­nes Paul II. einen gro­ßen Anteil. Am Fall des West­blocks wird man ein­mal rück­blickend wahr­schein­lich an Papst Bene­dikt XVI. zu den­ken haben, der mit sei­nen Büchern und Reden die Fun­da­men­te der Gno­sis, des Anti­the­is­mus ins Wan­ken gebracht hat. Daß der West­block ero­diert, ist kei­ne Fra­ge, auch im Hin­blick auf die gro­ßen Zah­len an ein­wan­dern­den Mos­lems. Aber was kommt danach?

  2. Bre­x­it und „Flüchtlings“-Problematik: Ein christ­li­cher Regie­rungs­chef spricht Klar­text

    Ungarns Regie­rungs­chef Vik­tor Orbán wird seit Jah­ren von den Leit­me­di­en übel ver­dreht dar­ge­stellt. War­um? Weil er als (christ­li­cher!) Geg­ner des gefähr­li­chen Glo­ba­li­sie­rungs­wahns den aller­mäch­tig­sten Welt­dik­ta­tur-Pla­nern ein Dorn im Auge ist.

    Bei aller Lie­be gegen­über fried­li­chen Aus­län­dern bzw. ech­ten Flücht­lin­gen: Nach­fol­gend ein Aus­zug aus Vik­tor Orbáns her­vor­ra­gen­der Rede vom 15. März 2016 in Buda­pest, zur Besin­nung. Zitat:

    „Euro­pa ist nicht frei, denn Frei­heit beginnt mit dem Aus­spre­chen der Wahr­heit. Heu­te ist es in Euro­pa ver­bo­ten, die Wahr­heit zu sagen. Ein Maul­korb bleibt ein Maul­korb, auch wenn er aus Sei­de ange­fer­tigt ist. Es ist ver­bo­ten zu sagen, dass die­je­ni­gen, die ankom­men, [gro­ssen­teils] kei­ne Flücht­lin­ge sind und dass die Migra­ti­on für Euro­pa eine Bedro­hung ist. Es ist ver­bo­ten zu sagen, dass zehn Mil­lio­nen bereit sind, in unse­re Rich­tung los­zu­zie­hen. Es ist ver­bo­ten zu sagen, dass die Ein­wan­de­rung Ver­bre­chen und Ter­ror in unser Land bringt. […] Es ist ver­bo­ten dar­auf hin­zu­wei­sen, dass dies kein zufäl­li­ges und unge­woll­tes Ereig­nis ist, son­dern ein im Vor­aus geplan­tes [!] und fein abge­stimm­tes Unter­neh­men, bei dem Men­schen­mas­sen zu uns gelenkt wer­den. […] Es ist ver­bo­ten, auf­zu­zei­gen, dass die Absicht der Ansied­lung die­ser Men­schen dar­in besteht, die reli­giö­se [christ­li­che!] und kul­tu­rel­le Land­schaft Euro­pas umzu­for­men und des­sen eth­ni­sche Fun­da­men­te umzu­ge­stal­ten, um die letz­te Bar­rie­re gegen den Inter­na­tio­na­lis­mus, die Natio­nal­staa­ten, zu besei­ti­gen. Es ist ver­bo­ten zu sagen, dass Brüs­sel [d.h. die EU-Spit­ze] heim­lich mehr und mehr Tei­le unse­rer natio­na­len Selbst­be­stim­mung zer­stört und dass vie­le in Brüs­sel jetzt an einem Plan für die ‚Ver­ei­nig­ten Staa­ten Euro­pas‘ schmie­den, wofür nie­mals jemand die Berech­ti­gung erteilt hat. […] Die Mas­sen­ein­wan­de­rung ist […] als huma­ni­tä­re Sache getarnt! […] Wir soll­ten nicht erlau­ben, dass Brüs­sel [d.h. die EU] sich selbst über das Gesetz erhebt. Wir soll­ten nicht erlau­ben, dass es uns die bit­te­ren Früch­te sei­ner kos­mo­po­li­ti­schen Ein­wan­de­rungs­po­li­tik auf­zwingt. […] Die Zeit ist gekom­men, die Warn­glocken zu läu­ten; die Zeit für Oppo­si­ti­on und [fried­li­chen] Wider­stand ist gekom­men. […] Es ist Zeit, die Zer­stö­rung Euro­pas zu ver­hin­dern und die Zukunft Euro­pas zu ret­ten. […] Zuerst müs­sen wir Rück­grat zei­gen und deut­lich mit einer Stim­me ant­wor­ten!“ – Heisst: Fürs eige­ne Land ein­ste­hen. Sie­he Bre­x­it.

    • Ja, es gibt in der Tat ein weit­rei­chen­des Denk- und Rede­ver­bot in Deutsch­land und der gesam­ten EU. Die­ser Fakt hat jetzt durch den sog. Bre­x­it eine Abfuhr erhal­ten, und der Geist ist nun­mehr aus der Fla­sche. Die Poli­ti­ker und wei­te Tei­le der Publi­zi­stik sind bloß­ge­stellt. Inzwi­schen ist bekannt gewor­den, daß die Bun­des­prä­si­den­ten­wahl in Öster­reich wie­der­holt wer­den darf und muß, immer­hin.
      Ich sehe die Ursa­che in all den Übeln in dem fast kom­plet­ten Glau­bens­ver­lust begrün­det. Wir erle­ben eine gei­sti­ge Anar­chie in Kir­che und Staat wie sie es so noch nie gab. Die Mas­sen­ein­wan­de­rung der Mos­lems hat hier ihren Grund- und noch katho­li­sche Völ­ker und Staa­ten wie Ungarn und Polen haben die gei­sti­ge Kraft, sich dem zu wider­set­zen.

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