Marienerscheinungen von San Nicolás de los Arroyos von der katholischen Kirche offiziell anerkannt

Kirche Maria del Rosario von San Nicolas
Kirche Maria del Rosario von San Nicolas

(Bue­nos Aires) Die Mari­en­er­schei­nun­gen von San Nicolás de los Arro­yos in Argen­ti­ni­en wur­den aner­kannt. Der zustän­di­ge Diö­ze­san­bi­schof, Msgr. Hec­tor Saba­ti­no Car­del­li, erkann­te am ver­gan­ge­nen Sonn­tag, dem 22. Mai die Über­na­tür­lich­keit der Ereig­nis­se an.

San Nicolás de los Arro­yos liegt rund 250 Kilo­me­ter nord­west­lich von Bue­nos Aires und ist der Haupt­ort eines eige­nen Bis­tums der Kir­chen­pro­vinz Rosa­rio. Seit 1983 soll dort die Got­tes­mut­ter Maria einer Fami­li­en­mut­ter Gla­dys Qui­ro­ga de Mot­ta erschei­nen. Die Sehe­rin, eine ein­fa­che Frau, die inzwi­schen bereits Groß­mutter ist, weist die Wund­ma­le Jesu auf.

Stigmatisierte Seherin

Gla­dys Qui­ro­ga de Mot­ta unter­warf sich von Anfang in Gehor­sam der kirch­li­chen Auto­ri­tät. Jähr­lich wie­der­holt sich am sel­ben Tag eine Erschei­nung der Aller­se­lig­sten Jung­frau Maria. Zuletzt ver­sam­mel­ten sich 250.000 Gläu­bi­ge am betref­fen­den Tag.

Gla­dys Qui­ro­ga de Mot­ta lebt in größ­ter Zurück­ge­zo­gen­heit und ver­bringt die mei­ste Zeit des Tages im Gebet. Der amtie­ren­de Bischof von San Nicolás de los Arro­yos, Msgr. Hec­tor Saba­ti­no Car­del­li zele­brier­te bereits Hei­li­ge Mes­sen und führ­te Pro­zes­sio­nen zu dem Ort am Fluß Paraná an, an dem eine gro­ße Kir­che gebaut wird. Den Auf­trag dazu, habe die Stig­ma­ti­sier­te von der Got­tes­mut­ter erhal­ten.

Am besag­ten Ort wur­de, wie von der Erschei­nung ange­ge­ben, eine Quel­le gefun­den. Die Kir­chen­ge­schich­te kennt zahl­rei­che sol­cher Visio­nen, in denen die Got­tes­mut­ter Gläu­bi­gen erschien, die Errich­tung einer Kir­che ver­lang­te und den genau­en Bau­platz benann­te. An sol­chen Orten ent­stan­den Mari­en­wall­fahrts­or­te, zu denen zahl­rei­che Gläu­bi­ge pil­ger­ten und Gebets­er­hö­run­gen statt­fan­den.

Weißes Skapulier für an Körper und Seele Leidende

Marienstatue von San Nicolas de los Arroyos
Mari­en­sta­tue von San Nico­las de los Arro­yos

Die kirch­li­che Auto­ri­tät erkann­te im Zusam­men­hang mit Gla­dys Qui­ro­ga de Mot­ta ein wei­ßes Ska­pu­lier an, das – laut Mari­en­er­schei­nung in beson­de­rer Wei­se für die an Kör­per und See­le Lei­den­den bestimmt ist.

Pater Car­los Pérez, der See­len­füh­rer der Stig­ma­ti­sier­ten, war schon immer von der Echt­heit ihrer Aus­sa­gen über­zeugt. Bis­her wur­den mehr als 1.800 Bot­schaf­ten ver­öf­fent­licht, die der Sehe­rin laut ihren Anga­ben über­mit­telt wur­den. Deren Ver­öf­fent­li­chung wur­de vom frü­he­ren Bischof von San Nico­las, Msgr. Dom­in­go Sal­va­dor Cas­ta­gna, Bischof von 1984–1994, auto­ri­siert. Bischof Cas­ta­gna erklär­te damals: „Ich glau­be fest, daß es sich um ein Ereig­nis der Jung­frau Maria han­delt.“

Nun erkann­te sein Nach­fol­ger die Über­na­tür­lich­keit der Mari­en­er­schei­nun­gen von San Nicolás an. Bischof Car­del­li führ­te vor weni­gen Tagen die zwei­te diö­ze­sa­ne Jah­res­wall­fahrt zur neu­en Kir­che Maria vom Rosen­kranz an. Bei die­ser Gele­gen­heit gab er die offi­zi­el­le Aner­ken­nung des Phä­no­mens bekannt. Die Kir­che habe das Ereig­nis in den ver­gan­ge­nen mehr als 30 Jah­ren unter­sucht und genau geprüft. Man sei dabei den von der Welt­kir­che vor­ge­schrie­be­nen Kri­te­ri­en gefolgt. Die Kir­che stel­le sich in sol­chen Momen­ten drei Fra­gen: Ist ein Phä­no­men natür­li­chen Ursprungs, ist es ein Werk des Teu­fels, oder ist es über­na­tür­li­chen Ursprungs? „Die Ant­wort auf die­se Fra­gen lau­tet im kon­kre­ten Fall, cons­tat de super­na­tu­ra­li­ta­te. Mit Sicher­heit sei eine Über­na­tür­lich­keit der Erschei­nun­gen gege­ben.

Maria „für immer Königin und Herrin“

Anerkennungsdekret Marienerscheidung 2016
Aner­ken­nungs­de­kret der Mari­en­er­schei­nun­gen

Die Beur­tei­lung eines sol­chen Phä­no­mens fällt in die Zustän­dig­keit und Auto­ri­tät des Orts­bi­schofs. Als sol­cher sprach Bischof Car­del­li das Urteil der Kir­che. Die Mari­en­er­schei­nun­gen von San Nicolás de los Arro­yos gehö­ren nun zu den offi­zi­ell von der katho­li­schen Kir­che aner­kann­ten über­na­tür­li­chen Erschei­nun­gen der Got­tes­mut­ter. Die Bot­schaf­ten wur­den als authen­tisch aner­kannt. Die Aner­ken­nung durch die Kir­che bedeu­tet jedoch nicht, daß Gläu­bi­ge an die Bot­schaf­ten oder die Echt­heit glau­ben müs­sen. Sie sind nicht Teil der gött­li­chen Offen­ba­rung.

Das Aner­ken­nungs­de­kret von Bischof Car­del­li endet mit den Wor­ten:

„End­lich und so wie die hei­li­ge Jung­frau und Got­tes­mut­ter dar­um gebe­ten hat, fle­he ich zum Him­mel im Namen der gan­zen Diö­ze­se, daß sie für immer die Köni­gin und Her­rin von San Nicolás de los Arro­yos sein möge.“

Das Bis­tum San Nicolás de los Arro­yos wur­de 1947 von Papst Pius XII. aus Tei­len des dama­li­gen Erz­bis­tums La Pla­ta und dem heu­ti­gen Erz­bis­tum Mer­ce­des errich­tet. Es zählt 422.000 Katho­li­ken, das ent­spricht 92 Pro­zent der Bevöl­ke­rung. Im Bis­tum wir­ken 101 Diö­ze­san- und 13 Ordens­prie­ster.

Die Zahl der Prie­ster nahm seit Mit­te der 80er Jah­re, als auch die Mari­en­er­schei­nun­gen began­nen, um 70 Pro­zent zu. Kam damals ein Prie­ster auf 7.100 Gläu­bi­ge, ist es heu­te einer auf 3.700 Gläu­bi­ge.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/Diözese San Nico­las de los Arro­yos

2 Kommentare

  1. Was will uns wohl die Hei­li­ge Jung­frau durch ihre Anwe­sen­heit an so vie­len Orten der Erde zu ver­ste­hen geben? — Ohne ihre müt­ter­li­che Sor­ge, Für­spra­che und Hil­fe in den Kämp­fen unse­rer Zeit, wären wir alle hoff­nungs­los ver­lo­ren. Mit dem Rosen­kranz­ge­bet kön­nen wir ihr hel­fen, die Welt zu ret­ten.
    O MARIA es ist Zeit — hilf MUTTER der BARMHERZIGKEIT.
    Du SIEGERIN in allen Schlach­ten GOTTES — bit­te für uns!

    • Ja HEILIGE GOTTESMUTTER, bit­te für uns, schen­ke uns durch Dei­ne Für­spra­che Klar­heit und Kraft, damit wir aus­har­ren kön­nen, und zu den klu­gen Jung­frau­en gehö­ren kön­nen, die Dei­nem Sohn mit Jubel ent­ge­gen gehen, wenn er wie­der­kommt!

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