„Revolution“ Amoris Laetitia — „Pastorale Neuausrichtung“ der Kirche

von Giu­sep­pe Nar­di

(Rom) Bei der Pres­se­kon­fe­renz zur Vor­stel­lung des Apo­sto­li­schen Schrei­bens Amo­ris Lae­ti­tia, das die Ergeb­nis­se der dop­pel­ten Bischofs­syn­ode zu Ehe und Fami­lie von 2014 und 2015 zusam­men­faßt, wur­de die „pasto­ra­le Neu­aus­rich­tung“ der Kir­che betont. Es fehlt nicht an ent­täusch­ten Stim­men über eine „aus­ge­blie­be­ne Revo­lu­ti­on“. Ist sie tat­säch­lich aus­ge­blie­ben oder schleicht sie doch, wenn auch unter­schwel­lig durch das neue Doku­ment? Fest steht schon jetzt: Das Doku­ment erlaubt eine Viel­zahl von Les­ar­ten. Etwa von „Die Revo­lu­ti­on, die kei­ne wirk­li­che ist“ bis „Eine Revo­lu­ti­on, aber nennt sie nicht so“. Das Doku­ment ent­hält wert­vol­le Aus­sa­gen über die Schön­heit der Ehe und Bedeu­tung der Fami­lie. Im aktu­el­len Streit wer­den sie aber nicht im Mit­tel­punkt des Inter­es­ses ste­hen.

Was genau im nach­syn­oda­len Schrei­ben steht, und was davon wie öffent­lich kom­mu­ni­ziert wird, sind zwei Paar Schu­he. Für die kon­kre­ten Aus­wir­kun­gen dürf­te, wie die Erfah­rung lehrt, der kom­mu­ni­zier­te Inhalt wich­ti­ger sein. Wer liest schon ein fast 200 Sei­ten lan­ges Vati­kan-Doku­ment?

Schönborn: „Franziskus will eine Kirche, in der alle Platz haben“

Der Tenor, der von Kar­di­nal Chri­stoph Schön­born (Erz­bi­schof von Wien) ange­führ­ten Pres­se­kon­fe­renz drückt sich in fol­gen­den Sät­zen aus: „Fran­zis­kus will eine Kir­che, in der alle Men­schen Platz haben und in der dem Gewis­sen gro­ße Bedeu­tung zukommt.“ Der Ton macht bekannt­lich die Musik, womit die Stoß­rich­tung für Kar­di­nal Schön­born geklärt wäre. In dem einen Satz ist, ohne nähe­re Erläu­te­run­gen, bereits mehr als genug Spreng­stoff ent­hal­ten.

Sei­ne Beauf­tra­gung, das Schrei­ben in Rom vor­zu­stel­len, gilt nicht nur als Aner­ken­nung durch Papst Fran­zis­kus. Es ist auch der Ver­such, die am mei­sten auf­müp­fi­ge Kir­che des deut­schen Sprach­raums zufrie­den­zu­stel­len. Der Spre­cher der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Kar­di­nal Rein­hard Marx, droh­te Rom im Vor­feld unum­wun­den, daß man bei Nicht­er­fül­lung der Erwar­tun­gen im Allein­gang han­deln wer­de. Gemeint ist die fak­ti­sche Aner­ken­nung von Schei­dung und Zweit­ehe durch Gewäh­rung der Kom­mu­ni­on an wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne und die Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät. Daß dem de fac­to schon so ist, und wie gut sich die katho­li­sche Kir­che in Deutsch­land in den poli­ti­schen Kon­sens zur Homo­se­xua­li­tät ein­fügt, zeig­te am ver­gan­ge­nen 2. April die „öku­me­ni­sche Trau­er­fei­er“ für den ver­stor­be­nen ehe­ma­li­gen Bun­des­au­ßen­mi­ni­ster Gui­do Wester­wel­le. Die Trau­er­fei­er für den beken­nen­den Homo­se­xu­el­len und Pro­te­stan­ten Wester­wel­le fand in einer katho­li­schen Basi­li­ka in Köln statt.

Zentrale Botschaft: Kommunion für wiederverheiratete Geschiedenen „in gewissen Fällen“

Die zen­tra­le Bot­schaft der heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz zur Vor­stel­lung von Amo­ris Lae­ti­tia, die Kar­di­nal Schön­born ver­kün­de­te, lau­te­te daher, daß der Sakra­men­ten­emp­fang für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne „in gewis­sen Fäl­len“ mög­lich sei.

Das genügt, um das latent über der Fra­ge schwe­ben­de Schis­ma der deut­schen Kir­che abzu­wen­den, und die Kir­che auf „neue pasto­ra­le Wege“ zu len­ken.

Die deut­sche Schis­ma-Dro­hung hat­te bereits die End­pha­se des Pon­ti­fi­kats von Papst Bene­dikt XVI. über­schat­tet. Es wird ein­mal Auf­ga­be von Histo­ri­kern sein, den Zusam­men­hang zwi­schen die­sem Druck und dem uner­war­te­ten Amts­ver­zicht des deut­schen Pap­stes in sei­ner Bedeu­tung zu beleuch­ten. 2017 fei­ert der pro­te­stan­ti­sche Teil des deut­schen Rau­mes 500 Jah­re Refor­ma­ti­on. Um Haa­res­brei­te hät­te das Refor­ma­ti­ons­ge­den­ken, „pas­sen­der­wei­se“, mit einer zwei­ten Kir­chen­spal­tung zusam­men­fal­len kön­nen. Viel­leicht wäre es für die Kir­che das Beste gewe­sen. Wer aber möch­te die­se Ver­ant­wor­tung auf sich laden? Bene­dikt XVI. woll­te es jeden­falls nicht.

Die deutsche Drohung mit dem Schisma

Die von Kardinal Schönborn geleitete Pressekonferenz im Vatikan
Die von Kar­di­nal Schön­born gelei­te­te Pres­se­kon­fe­renz im Vati­kan

Der Druck im Dampf­kes­sel wird mit dem heu­ti­gen Tag abge­las­sen. Sind damit aber die Pro­ble­me gelöst? Wie es aus­sieht, weder prak­tisch und schon gar nicht theo­lo­gisch. Seit einem hal­ben Jahr­hun­dert steht die Welt­kir­che unter einem unheil­vol­len pro­te­stan­ti­sie­ren­den deut­schen Ein­fluß. Es ent­spricht daher einer inne­ren Logik, daß es auch Deut­sche sind, die sich die­sem Ein­fluß ent­ge­gen­stel­len. Die Wahl von Papst Bene­dikt XVI. soll­te, die­ser Logik fol­gend, die Gegen­be­we­gung voll­enden. Eine Auf­ga­be, die er trotz Kraft­an­stren­gung in letz­ter Kon­se­quenz nicht bewäl­tig­te. Der „prak­ti­sche“ Erfolg durch die Schis­ma-Dro­hung zemen­tiert den von der „Rhei­ni­schen Alli­anz“ 1963 begon­ne­nen Ein­fluß auf die Gesamt­aus­rich­tung der Welt­kir­che. Ist Rom erpreß­bar gewor­den? So dra­stisch läßt sich das nicht for­mu­lie­ren. Die Din­ge sind um eini­ges kom­ple­xer und ver­wo­be­ner. Die Gefahr einer Kon­di­tio­nie­rung besteht jeden­falls.

Theo­lo­gisch wur­den in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren, seit Papst Fran­zis­kus die Wei­chen neu stell­te und dem „deut­schen Zug“ freie Fahrt gab, von den Ver­tei­di­gern der kirch­li­che Ehe- und Moral­leh­re beacht­li­che Anstren­gun­gen unter­nom­men, um das über­lie­fer­te Ver­ständ­nis des Ehe­sa­kra­ments und der damit ver­bun­de­nen Unauf­lös­lich­keit der Ehe zu ver­tie­fen. Das wird noch rei­che Frucht tra­gen.

So sehr Papst Fran­zis­kus seit sei­ner Wahl der neu­en pro­gres­si­ven „Alli­anz“ an Rhein und Donau Raum gab und ihr Tür und Tor öff­ne­te, kann kein Gleich­schritt mit dem deut­schen Epi­sko­pat behaup­tet wer­den. Die päpst­li­chen Sym­pa­thien für Kar­di­nal Wal­ter Kas­per sind bekannt und echt. Sie ver­schaff­ten dem ehe­ma­li­gen Bischof von Rot­ten­burg-Stutt­gart ein eben­so spä­tes wie uner­war­te­tes „Come­back“. Immer­hin dürf­te die Wahl von Kar­di­nal Jor­ge Mario Ber­go­glio das „Mei­ster­stück“ des deut­schen Kar­di­nals gewe­sen sein. Weni­ger Sym­pa­thien hegt Fran­zis­kus für den mäch­ti­gen Mann der deut­schen Kir­che, für den Münch­ner Erz­bi­schof Rein­hard Kar­di­nal Marx. Das liegt schon am unter­schied­li­chen Cha­rak­ter. Das erklärt die Annä­he­rung zwi­schen dem Papst und Wiens Erz­bi­schof Kar­di­nal Schön­born.

Das Schönborn-Interview: „Liebe wichtiger als Normen“

Der aus urade­li­gem Geschlecht stam­men­de Domi­ni­ka­ner Schön­born ist eben­so ein Ver­tre­ter des deut­schen Sprach­raums, aber in sei­ner gekonn­ten, diplo­ma­ti­schen Art dem Papst deut­lich näher. Um die Fein­hei­ten der „Bot­schaft“ zu ver­ste­hen, ist ein Inter­view zu beach­ten, das Schön­born bereits vor der römi­schen Pres­se­kon­fe­renz sei­ner eige­nen Pres­se­agen­tur Kath­press gab. Inter­view und Pres­se­kon­fe­renz sind als Ein­heit zu lesen.

Im Inter­view fiel die pro­gram­ma­ti­sche Aus­sa­ge:

„Das erste sind nicht die Nor­men, die zwar wich­tig sind, an erster Stel­le steht aber die Aus­rich­tung auf die Lie­be.“

Das sei die „beson­de­re Logik“, die hin­ter dem gesam­ten päpst­li­chen Schrei­ben ste­he.

Was Wien „längst praktiziert“, wurde vom Papst „voll übernommen“

Schön­born lie­fer­te im Inter­view auch gleich sei­ne Deu­tung des Schrei­bens mit. Er sieht in Amo­ris Lae­ti­tia die nach­träg­li­che Bestä­ti­gung einer „in Wien seit gut 15 Jah­ren geleb­ten pasto­ra­len Pra­xis“. Was Wien längst prak­ti­zie­re, sei vom Papst „voll über­nom­men“ wor­den.  Das zum The­ma Gehor­sam und deut­sche Allein­gän­ge.

Dem Schrei­ben, so Schön­born, soll­te eigent­lich der Satz „Lie­be und tu was du willst“ vor­an­ge­stellt wer­den. Wiens Erz­bi­schof bemüh­te sich erst gar nicht, die­sen heut­zu­ta­ge leicht miß­ver­ständ­li­chen Satz des hei­li­gen Augu­sti­nus zu erklä­ren. Ein gewis­ses Miß­ver­ste­hen scheint inten­diert. Schön­born wie­der­hol­te mit ande­ren Wor­ten die knap­pe The­se „Love is Love“, die er bereits nach der Bischofs­syn­ode von 2014 aus­ge­spro­chen hat­te.

Schönborns Demontage: Gibt es eine objektiv irreguläre Situation?

Vor allem warn­te der Kar­di­nal vor vor­schnel­len Urtei­len über soge­nann­te „regu­lä­re“ oder „irre­gu­lä­re“ Lebens­si­tua­tio­nen. Im päpst­li­chen Doku­ment sei das Wort „irre­gu­lär“ fast durch­wegs unter Anfüh­rungs­zei­chen geschrie­ben, was „beson­ders wich­tig“ sei. Schön­born wört­lich:

„Ob sich jemand in einer regu­lä­ren oder irre­gu­lä­ren Situa­ti­on befin­det, ist zuerst ein­mal nur ein äuße­rer Blick auf die Situa­ti­on.“

Es han­delt sich dem­nach, für den Wie­ner Erz­bi­schof, nicht um einen objek­ti­ven Zustand: „Der inne­re Blick auf die Lebens­si­tua­ti­on von Ehen und Fami­li­en besteht dar­in, dass wir alle mit Schwie­rig­kei­ten zu kämp­fen haben und alle der Barm­her­zig­keit Got­tes bedür­fen.“

Schönborn: „Befreiende und wohltuende Botschaft“

„Kein Ehe­paar und kei­ne Fami­lie“ dürf­ten daher sagen: „Wir sind die ordent­li­chen und Ihr seid die unor­dent­li­chen.“ Das sei für ihn eine „befrei­en­de und wohl­tu­en­de“ Bot­schaft, „weil es in Wirk­lich­keit auch so ist“, so Schön­born. „Befrei­end“ für wen und wovon?

190 Sei­ten umfaßt das nach­syn­oda­le Schrei­ben. Man sol­le es „nicht hastig“ lesen, emp­fahl heu­te der Papst. Den­noch wird der Anteil unter den 1,3 Mil­li­ar­den Katho­li­ken, die es voll­stän­dig lesen, über­schau­bar blei­ben.

Mit heu­te ist das Ren­nen eröff­net, sich auf die Suche nach Aus­sa­gen im Doku­ment zu machen, die der eige­nen Posi­tio­nen ent­ge­gen­kom­men oder ver­ein­nahmt wer­den kön­nen. Seit Jahr­zehn­ten ist, gewis­ser­ma­ßen auch ana­log zu den Frak­tio­nen der pro­te­stan­ti­schen Syn­oden-Par­la­men­te, auch in der katho­li­schen Kir­che die Rede von „Kon­ser­va­ti­ven“, „Pro­gres­si­ven“, „Tra­di­tio­na­li­sten“, „Moder­ni­sten“ oder „Mode­ra­ten“. Eine ver­zerr­te Per­spek­ti­ve, denn dar­um geht es in der Katho­li­schen Kir­che nicht. Jeden­falls soll­te es nicht dar­um gehen. Es geht nicht dar­um, daß eine Frak­ti­on über eine ande­re siegt, son­dern um die von Gott geof­fen­bar­te Wahr­heit. Und der sind alle Frak­tio­nen ver­pflich­te­te, wenn sie wirk­lich in Anspruch neh­men, katho­lisch zu sein. Auch hier gilt, daß es zumin­dest so sein soll­te.

Methodik der unpräzisen Formulierung

Ist das Ergeb­nis der Syn­ode damit so aus­ge­fal­len, wie man es sich erwar­tet hat­te? Letzt­lich schon. Es ist, wie meh­re­re hohe Kir­chen­ver­tre­ter, auch Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein, ver­si­cher­te, nicht zu einem auf­se­hen­er­re­gen­den Bruch gekom­men. Und doch kann man den Bruch bei nähe­rem Betrach­ten der Details durch­aus her­aus­le­sen. Genau dar­in liegt die Bestä­ti­gung der Erwar­tun­gen. Die Ver­än­de­run­gen, die „Revo­lu­ti­on“, die „revo­lu­tio­nä­re Wen­de“ (Wor­te von Kar­di­nal Kas­per) geschieht, wenn sie geschieht, sub­til im Wort­wust unge­nau­er For­mu­lie­run­gen. Auch dies­be­züg­lich also Nichts Neu­es unter der Son­ne. Die schon auf dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil ange­wand­te Metho­de, die Klar­heit in unkla­ren For­mu­lie­run­gen auf­zu­lö­sen, wird fort­ge­setzt. Der Jesu­it Karl Rah­ner, und damit Ordens­mit­bru­der des amtie­ren­den Pap­stes, fand die­se Sprach­me­tho­dik gera­de­zu geni­al, denn sie erlau­be letzt­lich immer das her­aus­zu­le­sen bzw. hin­ein­zu­in­ter­pre­tie­ren, was man will.

Es ist die Metho­de jener Revo­lu­tio­nä­re, denen die Mehr­hei­ten oder die Arme­en feh­len, um ihren Wil­len direkt und schnell durch­zu­set­zen. Es ist mehr noch die Metho­dik der Pseu­do-Revo­lu­tio­nä­re, die zwar radi­ka­le Ideen haben, denen aber der letz­te Antrieb fehlt, sich offen zur Revo­lu­ti­on zu beken­nen. Die Volks­theo­lo­gie, deren Ver­tre­ter Jor­ge Mario Ber­go­glio in Argen­ti­ni­en war, und sei­ne Ableh­nung des bewaff­ne­ten Kamp­fes sei­ner Ordens­mit­brü­der für die mar­xi­sti­sche Befrei­ungs­theo­lo­gie bie­tet eini­ge Ansät­ze zum Ver­ständ­nis die­ses Pon­ti­fi­kats.

Schlicht­weg irri­tie­rend, das sei nur am Ran­de erwähnt, ist das weit­ge­hend unkri­ti­sche „Ja zur Sexu­al­erzie­hung“, das Papst Fran­zis­kus aus­spricht. Ange­sichts der Erfah­run­gen mit der Schul­se­xu­al­erzie­hung und staat­li­chen „Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen“, ange­sichts der Gen­der-Ideo­lo­gie, die mas­siv der schu­li­schen Sexu­al­erzie­hung ihren Stem­pel auf­drücken will, ange­sichts der ent­spre­chen­den „Bil­dungs­plä­ne“ von Baden-Würt­tem­berg, Wien oder Bay­ern, um nur eini­ge zu nen­nen, fragt man sich ver­blüfft, wel­che „Rea­li­tät“ der Papst und sei­ne Ghost­wri­ter denn bei die­sem The­ma vor Augen haben.

Wohin die „pastorale Neuausrichtung“ führt, steht in den Sternen

Wohin die „pasto­ra­le Neu­aus­rich­tung“ aller­dings die Kir­che West­eu­ro­pas füh­ren wer­den, steht indes völ­lig in den Ster­nen. Fest steht nur: Das deut­sche Kir­chen­steu­er­sy­stem mit sei­nen Schat­ten­sei­ten, zu denen ein unver­hält­nis­mä­ßig schlech­ter Ein­fluß auf die Gesamt­kir­che zählt, bleibt bestehen. Das jeden­falls dürf­te für man­chen Prä­la­ten eine Erleich­te­rung sein, die — im Zwei­fels­fall — noch wich­ti­ger ist, als der Kampf um die „libe­ra­len“ Öff­nun­gen.

Bleibt am Ende die Fra­ge: Hat es sich gelohnt, daß Papst Fran­zis­kus 2013 Ehe und Fami­lie zum The­ma einer Bischofs­syn­ode mach­te, um das nach­syn­oda­le Schrei­ben Fami­lia­ris Con­sor­tio von 1981 zu erset­zen? Läßt man die Chro­no­lo­gie der ver­gan­ge­nen drei Jah­re im Zeit­raf­fer pas­sie­ren, bleibt der Ein­druck zwie­späl­tig. Einer­seits wur­de ein Streit vom Zaun gebro­chen und in die Welt­kir­che hin­ein­ge­tra­gen, indem Papst Fran­zis­kus ohne Not der unduld­sa­men deut­schen Kir­che unan­ge­mes­se­nen Spiel­raum gewähr­te. Wie­viel Scher­ben des­halb noch auf­zu­le­sen sein wer­den, läßt sich der­zeit noch gar nicht abse­hen. Gleich­zei­tig ist die Dop­pel­syn­ode, wenn sie als Revo­lu­ti­on gedacht war — und mehr als eini­ges spricht dafür -, zum Rohr­kre­pie­rer gewor­den. Die Kir­che spricht weni­ger denn je mit ein­heit­li­cher Stim­me. Das Pon­ti­fi­kat von Fran­zis­kus för­dert die Dis­so­nanz. Die wirk­li­che inne­re Erneue­rung der Kir­che erfährt kei­ne wirk­li­chen Impul­se. Sie muß wei­ter­hin war­ten.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

26 Kommentare

  1. „Und doch kann man den Bruch bei nähe­rem Betrach­ten der Details durch­aus her­aus­le­sen. Genau dar­in liegt die Bestä­ti­gung der Erwar­tun­gen. Die Ver­än­de­run­gen, die „Revo­lu­ti­on“, die „revo­lu­tio­nä­re Wen­de“ (Wor­te von Kar­di­nal Kas­per) geschieht, wenn sie geschieht, sub­til im Wort­wust unge­nau­er For­mu­lie­run­gen“.
    Ich bin der Mei­nung, daß Herr Nar­di mit die­sem Satz das Wesent­li­che aus­ge­sagt hat.

    Die Dog­men, gött­li­che Offen­ba­run­gen zum Wohl des ins­be­son­de­re ewi­gen See­len­heils des Men­schen wer­den von Papst Fran­zis­kus und sei­nen Anhän­gern als Stol­per­stei­ne für das Glück der Men­schen inter­pre­tiert. Unter viel Camou­fla­ge will man die Kir­che zum Men­schen­werk machen und ihre Gött­lich­keit in den Hin­ter­grund drän­gen und aus­schal­ten. Mit dem heu­ti­gen Frei­tag ist die Kir­che schwer­stens beschä­digt wor­den, denn die Gebo­te und Leh­ren sol­len fort­an einer eigen­de­fi­nier­ten Pra­xis wei­chen.
    Der Mensch soll zur mani­pu­lier­ba­ren Mario­net­te gemacht wer­den, da man ihm nicht zutraut, die Wei­sun­gen des Herrn zu leben. Daß wir immer wie­der (mei­stens) sün­di­gen, das wuß­te und weiß Gott am besten. Den­noch ließ er sich aus unend­li­cher Lie­be für uns sogar kreu­zi­gen und erleb­te als Sohn sogar eine Gott­ver­las­sen­heit.

    War­um wur­de Gott ein Mensch muß man die­se Her­ren fra­gen! Was bedeu­tet die­sen Her­ren die Kreu­zi­gung und Auf­er­ste­hung des Herrn? — Sie glau­ben nicht, das ist es mei­ner Mei­nung nach.

    Es liegt an den Betern zu hel­fen wie ins­be­son­de­re an den treu­en Kar­di­nä­len, die Kir­che wie­der auf Kurs zu brin­gen ob mit oder ohne Papst Fran­zis­kus. Er hat heu­te ein „Mei­ster­stück“ der Häre­sie gelie­fert.

  2. Schön­born: „Fran­zis­kus will eine Kir­che, in der alle Platz haben“

    Mt 7,13 Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Ver­der­ben führt, und der Weg dahin ist breit und vie­le gehen auf ihm.
    Mt 7,14 Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur weni­ge fin­den ihn.

    Es ist schon beklem­mend, wie sich heu­te Kar­di­nä­le in Phra­sen erge­hen. Kennt Kar­di­nal Schön­born die Bibel nicht?

    • Nomen ist bekannt­lich Omen:
      Kar­di­nal Schön­born ver­steht sich von jeher aufs Schön­re­den, ja er ist
      gera­de­zu ein Mei­ster der schön­gei­sti­gen Wor­te!
      Wer von den hohen Herrn, die sich noch dazu Hir­ten nen­nen, fragt eigent­lich noch nach dem Wil­len GOTTES ??!!! Von GOTTESFURCHT ( = übri­gens eine der sie­ben Gaben des Hl.Geistes !) kann kei­ne Rede mehr sein !!!
      Über kurz oder lang wer­den sie a l l e Rechen­schaft vor dem EWIGEN RICHTER able­gen müs­sen — dann wer­den schö­ne Reden nichts mehr nüt­zen!
      Cle­rus quo vadis?

  3. Pasto­ral mögen die­se Nach­rich­ten gut sein für die weni­gen zur Kom­mu­ni­on drän­gen­den WVG. Und sicher für Homo­se­xu­el­le und die Pädo­phi­len­lob­by.

    Aber wo ist die Pasto­ral für die Katho­li­ken, die sich in den letz­ten Jah­ren für die christ­li­che Ehe und Ehe­mo­ral ins Zeug gelegt haben? Und die sich ja nicht nur Freun­de damit mach­ten? Denen haben die fröh­lich lächeln­den Kar­di­nä­le und ihr fröh­li­cher Papst den Dolch in den Rücken gesto­ßen.
    Zu die­sen Ver­ra­te­nen zäh­le auch ich mich. Bis­her ver­such­te ich immer, in durch­aus nicht-katho­li­schem Umfeld die Fah­ne der Kir­che hoch­zu­hal­ten. Das ist jetzt vor­bei. Und mei­ne Toch­ter darf jetzt auch bei ihrem Freund über­nach­ten. War­um auch nicht?
    Papst und Kar­di­nä­le haben damit im Grun­de erklärt, daß die Kir­che 2000 Jah­re lang log, als sie gegen alle Wider­stän­de die Unauf­lös­lich­keit der Ehe pro­pa­gier­te. Und eine Kir­che, die lügt, braucht kein Mensch.

    • Lie­ber Widu­kind,
      nicht die Kir­che als Gan­ze lügt, son­dern eini­ge ihrer heu­ti­gen Hir­ten scheint sich im Dickicht des zeit­gei­sti­gen Rela­ti­vis­mus radi­kal ver­lau­fen zu haben. Die Kir­che besteht nicht allein aus denen, die in ihr Hier und Jetzt leben, son­dern sie umfasst auch die Ver­stor­be­nen, die im rech­ten Glau­ben gelebt und in ihm und für ihn gestor­ben sind. Die­se Tat­sa­che ist unauf­heb­bar, auch für einen Papst.

      In der Tat bie­ten uns vie­le Hir­ten heu­te ein höchst kläg­li­ches Bild, wenn sie in den Nebeln des Rela­ti­vis­mus her­um­tap­pen, Son­der­lich­kei­ten von sich geben und offen­bar den Glau­ben vor lau­ter büro­kra­ti­scher Geschäf­tig­keit ver­lo­ren zu haben schei­nen. Die Sub­stanz des Glau­bens ver­flüch­tigt sich bei die­sen Hir­ten zuneh­mend zur blo­ßen Phra­se, wie der zitier­te Satz von Kar­di­nal Schön­born anschau­lich zeigt. Wer genau­er hin­schaut, sieht, dass natür­lich die Kir­che schon immer sol­che aber auch ande­re Hir­ten hat­te, die ihre Scha­fe eben nicht den Wöl­fen preis­ga­ben, son­dern für sie lit­ten und star­ben. Wir soll­ten uns nicht an den kir­chen­steu­er­sa­tu­rier­ten „Hir­ten“ ori­en­tie­ren, die stets von Armut spre­chen und dem Reich­tum hul­di­gen, son­dern denen, die den Glau­ben noch authen­tisch leben und ver­kün­den, wie Kar­di­nal Robert Sarah. Ja, die­se gro­ßen Hir­ten gibt es auch in der heu­te ver­dun­kel­ten Glau­bens­wirk­lich­keit der Kir­che. Die­se Lich­ter in der Fin­ster­nis des Rela­ti­vis­mus wei­sen den rech­ten Weg.

      Ja der Blick auf Chri­stus und sein bin­den­des Wort ist in der Kir­che der­zeit arg ver­ne­belt, aber bekannt­lich füh­ren sich die Blin­den nur gegen­sei­tig in die Gru­be. Wahr bleibt, was Jesus Chri­stus mah­nend allen Men­schen ins Gewis­sen redet: Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur weni­ge fin­den ihn (Mt 7,14)

      Gehen Sie nicht, nur weil heu­te blin­de Hir­ten blin­de Scha­fe füh­ren, den fal­schen Weg! Blei­ben Sie dem Glau­ben der Kir­che treu, der heu­te nicht anders sein kann als er gestern war, weil er eben nicht auf Men­schen­wort son­dern auf Got­tes­wort grün­det.

      Und wenn ich mir den Stil Ihres Kom­men­tars so anschaue, dann ver­mu­te ich einen alten Bekann­ten aus dem kath.net Forum. Dort ist der Glau­bens­re­la­ti­vis­mus längst zur „Tugend“ gewor­den. Die Kir­che hat aber schon vie­le Stür­me erlebt, die an ihren Fun­da­men­ten gezerrt hat. Der Rela­ti­vis­mus wird nicht zuletzt auf Grund der mit ihm not­wen­dig ver­bun­de­nen Tri­via­li­sie­rung und Bana­li­sie­rung aller Glau­bens­in­hal­te wie­der ver­schwin­den.

      • Ergän­zung
        Wer sich die inter­pre­ta­ti­ven Spiel­ar­ten des Glau­bens­re­la­ti­vis­mus genau­er vor Augen füh­ren will, der soll­te mal einen Blick aktu­ell auf kath.net und die dor­ti­gen Kom­men­ta­re wer­fen. Da könn­te man tat­säch­lich zu dem Ein­druck gelan­gen, dass die katho­li­sche Kir­che nur noch eine ein­zi­ge Heu­che­lei zele­briert.

        Ver­mut­lich wird sich nun der Nie­der­gang der katho­li­schen Kir­che im deutsch­spra­chi­gen Raum noch beschleu­ni­gen, denn die Glau­bens­kost, die uns da zukünf­tig gebo­ten wird, ist wohl dann doch wohl nur noch unge­nieß­bar.

        Das Gewis­sen ist zwar die letz­te Ent­schei­dungs­in­stanz, es bedarf aber der Bil­dung an Hand objek­ti­ver Kri­te­ri­en. Das Gewis­sen ist also nur dann in der Lage rich­tig zu urtei­len, wenn ihm ein Instru­men­ta­ri­um an die Hand gege­ben ist, mit dem es über­haupt urtei­len kann. Genau das aber ist die Leh­re der Kir­che. Kar­di­nal New­man hat das genau so auch immer gesagt, als er das Gewis­sen als die maß­geb­li­che Instanz bezeich­net hat.

        Dar­um sagt mir auch mein Gewis­sen, dass ich dem Kurs die­ses Pap­stes nicht fol­gen kann und darf. Es ist natür­lich mein Gewis­sen, dem ich auch ver­traue, aber nicht weil es mei­nes ist, son­dern weil es über die untrüg­li­chen Kri­te­ri­en der Ent­schei­dungs­fin­dung ver­fügt, indem es die Leh­re der Kir­che in sich auf­ge­nom­men hat. Es ist die Wahr­heit die erst vom Intel­lekt erkannt wer­den muss, um dem Gewis­sen ein Maß zu geben, an dem es sei­ne Ent­schei­dung aus­rich­ten kann. Der Wil­le allein ist frei und kann sich immer auch falsch ent­schei­den.

        Ohne die Leh­re der Kir­che, die sich aus dem Hei­li­gen Geist und damit der Offen­ba­rung Got­tes legi­ti­miert, bleibt das Gewis­sen hilf­los, nichts wei­ter als ein Spiel­ball des Irr­tums. Es ist schon fast frech, wenn man z.B. auf kath.net liest, wie dort ein rein abstrakt gefass­tes Gewis­sen als Hebel benutzt wird, um die Wahr­heit der Leh­re auf­zu­he­ben. Da zitiert doch tat­säch­lich Msgr. Schlegl in ver­kür­zen­der Wei­se Tho­mas von Aquin und meint damit alles gesagt zu haben. Schon ein Blick auf die Beschäf­ti­gung Duns Sco­tus mit den The­sen von Tho­mas von Aquin zur Frei­heit des Wil­lens soll­ten deut­lich machen, dass man mit Taschen­spie­ler­tricks, wie sie z,B. Msgr. Schlegl ver­sucht, nur Ahnungs­lo­se in die Irre füh­ren kann.

      • Wer­ter Sua­rez, das aber ist ja gera­de das Gefähr­li­che an sol­chen „Lehr­schrei­ben“ wie „Amo­ris Lae­ti­tia“, dass Sie die Rein­heit der Leh­re ver­ne­beln, ohne direkt gegen sie zu ver­sto­ßen. Sie sind wie schlei­chen­des Gift, dass nach und nach die Gewis­sen ver­formt und lähmt und somit eine Gewis­sens­bil­dung, wie von Ihnen beschrie­ben, extrem erschwert, wenn nicht gar ver­un­mög­licht. Und des­halb haben die Her­ren da oben auf dem Bild auch so gut lachen, weil sie zu wis­sen mei­nen, dass ihre Saat auf­geht und die Zeit für sie arbei­tet. Und in der Tat, je län­ger die­ser Pro­zess der Gewis­sens­ver­bil­dung von höch­ster Stel­le aus vor­an­schrei­tet, um so mehr See­len wer­den ver­dor­ben, um so schwie­ri­ger und lang­wie­ri­ger wird eine ech­te Reform der Kir­che an Haupt und Glie­dern der­mal­einst wer­den.

      • Sehr geehr­ter @hicesthodie,
        ganz neu sind die­se Ein­brü­che des Rela­ti­vis­mus in der Kir­che, die ja immer aus der Ver­su­chung kom­men, sich an die Stel­le Got­tes zu set­zen, nicht. Die gro­ßen Ver­wer­fun­gen durch die Refor­ma­ti­on haben dar­in ihren Ursprung. Ohne den vor­her­ge­hen­den Ver­fall der Katho­li­zi­tät hät­te Luther sei­nen Pro­test in Bezug auf das Sola Scrip­tu­ra gar nicht mit einem sol­chen Nach­hall for­mu­lie­ren respek­ti­ve durch­set­zen kön­nen. Der Ablass­han­del war ja nichts ande­res als ein ins sub­jek­ti­ve Belie­ben gesetz­ter Dis­pens. Die Kir­che stand zu allen Zei­ten in der Ver­such welt­li­che Macht über das Wort Got­tes zu stel­len.

        Heu­te sind wie­der die­je­ni­gen an vor­der­ster Front des Rela­ti­vis­mus zu fin­den, die sich sehr eng mit poli­ti­scher Macht ver­bin­den. Nament­lich sei­en hier ins­be­son­de­re Kar­di­nal Leh­mann, Kar­di­nal Marx und Kar­di­nal Schön­born zu nen­nen. Die­se bestens mit üppig­sten Gehäl­tern aus­ge­stat­te­ten „Hir­ten“ sehen natür­lich in einer kon­se­quen­ten Ent­welt­li­chung, wie sie Papst Bene­dikt XVI. emri­tus der Kir­che als Heil­mit­tel ger­ne ver­ord­net hät­te, eine Gefähr­dung des staat­lich garan­tier­ten Sta­tus. Hin­ter dem angeb­li­chen Bemü­hen um mehr Barm­her­zig­keit steht nichts ande­res als die Siche­rung staats­kirch­li­chen Macht­in­ter­es­ses. Die enge Ver­schrän­kung grü­ner Ideo­lo­gie mit der deut­schen Staats­kir­che ist für jeden wachen Beob­ach­ter der deutsch­spra­chi­gen Glau­bens­land­schaft unüber­seh­bar. Die Kir­che ist aber schon immer in eine fun­da­men­ta­le Kri­se gestürzt, wo sie sich mit welt­li­cher Macht eng ver­bun­den hat.

        Lustig sind die Apo­rien, die der pro­gres­si­ve Kir­chen­geist in unse­ren Lan­den so her­vor­bringt, da schreibt doch ein oft zu fin­den­der Kom­men­ta­tor auf kath.net:

        „Charles X. vor 12
        @ Ste­fan Flei­scher
        Sie sind aber Gott­sei­dank nicht Papst — denn unser Papst will gera­de kei­ne zen­tra­len Vor­ga­ben, son­dern Dezen­tra­li­sie­rung.
        Über­haupt zeigt sich neu­er­dings bei eini­gen Fori­sten, wie schon Msgr. Schlegl zu Recht fest­hielt, die Nei­gung, sich für katho­li­scher als den Papst, ja, sich selbst für den Papst zu hal­ten…“

        Einer­seits pocht man auf die abso­lu­te, will hei­ßen, zen­tra­li­sti­sche juris­dik­tio­nel­le Macht des Pap­stes, ande­rer­seits fei­ert man den neu­en Dezen­tra­lis­mus des Rela­ti­vis­mus. Nimmt man das päpst­li­che Schrei­ben ernst, darf sich zukünf­tig sogar mit päpst­li­cher Appro­ba­ti­on jeder für päpst­li­cher als der Papst hal­ten, da ja die sub­jek­ti­ve Gewis­sens­ent­schei­dung nun­mehr den letz­ten Maß­stab von Wahr­heit bil­det und so Wahr­heit mor­gen schon zum Irr­tum wer­den kann. Ver­rä­te­risch an der Spra­che der Pro­gres­si­sten sind die Ent­leh­nun­gen aus dem poli­ti­schen Sprach­ge­brauch.

        Dezen­tra­lis­mus ist übri­gens das Wesens­merk­mal des Pro­te­stan­tis­mus.

      • Beson­ders der letz­te Absatz Ihrer Zuschrift, geehr­ter Sua­rez, ist sehr scharf ana­ly­siert und trifft des Pudels Kern. Dan­ke!

    • „Aber wo ist die Pasto­ral für die Katho­li­ken, die sich in den letz­ten Jah­ren für die christ­li­che Ehe und Ehe­mo­ral ins Zeug gelegt haben?“

      Das sind in den Augen Ber­go­gli­os und sei­ner Pha­lanx alles selbst­ge­rech­te Pela­gia­ner, denen es an Mensch­lich­keit und Lie­be zu den Gestrau­chel­ten und Aus­ge­sto­ße­ne­ne man­gelt. Ja, die gan­ze Kir­che war nach ber­go­glio­ni­scher Les­art im Grun­de ein selbst­ge­rech­ter Hau­fen von Pele­gia­nern, die den Men­schen nur Idea­le und Lasten auf­er­leg­te, an denen sie schei­tern und zer­bre­chen muss­ten. Die ber­go­glio­ni­sche „Don’t-worry-be-hap­py-Kir­che“ hat im Grun­de nichts mehr mit der katho­li­schen Kir­che und ihrem Selbst­ver­ständ­nis gemein. Sie will Men­schen nicht mehr über sich hin­aus und also der gött­li­chen Wahr­heit, die für den Men­schen als Geschöpf Got­tes die wah­re Frei­heit ist, ent­ge­gen heben, son­dern, ähn­lich den pfingst­le­ri­schen Frei­kir­chen, ledig­lich Men­schen dazu ver­hel­fen, sich mit ihrer mensch­lich-irdi­schen Begrenzt­heit abzu­fin­den, sich dar­in ein­zu­rich­ten und wohl­zu­füh­len. Ber­go­gli­os Auf­fas­sung von Kir­che und das tra­di­tio­nel­le Selbst­ver­ständ­nis der Kir­che ste­hen sich, nach mei­ner Auf­fas­sung, dia­me­tral und unver­söhn­bar gegen­über.

      • Sie sind ein kal­ter Geset­zes­leh­rer, der ande­re mit Stei­nen bewirft 😉

        nach Ber­go­gli­os Les­art sind wir also Kol­le­gen, er hat eben Ver­ständ­nis für alle, nur nicht für die Dep­pen, die sich an den Kate­chis­mus hal­ten wol­len

  4. Sehr geehr­ter Herr Sua­rez,
    dan­ke für Ihre wie­der­hol­ten War­nun­gen vor dem bei kath.net wehen­den Geist, kul­ti­viert durch die dafür ver­ant­wort­li­che Redak­ti­on, die sich offen­bar gewan­delt hat.
    Ich fin­de Ihr Urteil mitt­ler­wei­le voll bestä­tigt und mache inzwi­schen einen wei­ten Bogen um die­ses glau­bens­re­la­ti­vie­ren­de Por­tal.

    • Sehr geehr­ter Kas­san­dro,
      die Redak­ti­on von kath.net hat sich nicht gewan­delt, sie traut sich nur jetzt aus der Deckung!

  5. In die­ser trau­ri­gen Sache nun doch etwas zum Lachen:
    Die „Tages­post“ hat die­se apo­sto­li­sche Exhor­ta­ti­on „Amo­ris lae­ti­tia“ in einer Son­drbei­la­ge heu­te 09.04.2016 ver­öf­fent­licht( ins­ge­samt 32 gro­ße Sei­ten, klein­ge­druckt mit sehr vie­le gro­ßen und mehr oder weni­ger pas­sen­den Fotos, S. 17–48).
    Schmun­zeln muß­te ich doch beim Über­flie­gen bei S. 30, mit einem optisch und sprach­lich wirk­lich auf­fal­len­dem Text:
    „Spit­zen­aro­ma,
    fair getrun­ken.“
    Und dar­un­ter: „Eine bekomm­li­che Part­ner­schaft“.
    Das kann man natür­lich von die­sem Geschreib­sel NICHT sagen- es ist eine Rekla­me für „Würz­bur­ger Part­ner­kaf­fee e.V.“.
    Le ridi­cu­le ne tue pas.

    • Hoch­ver­ehr­ter @ Adri­en Antoi­ne,
      die­ses Apo­sto­li­sche Schrei­ben erin­nert mich an einen Pfar­rer, der es stets gut mein­te aber kon­se­quent im Schlech­ten ende­te. Die größ­te Gefahr im Chri­sten­tum ist die Ver­kit­schung des Glau­bens.

  6. Lie­ber hicest­ho­die,
    darf ich Sie in ande­ren Foren zitie­re? Sie haben es geni­al erkannt, dass Fran­zis­kus sogar viel schlim­mer als Kas­per die Katho­li­ken in die Irre führt indem er sug­ge­riert er wür­de die Leh­re nicht anta­sten, son­dern sie nur barm­her­zi­ger aus­le­gen und im Sin­ne Johan­nes Paul II han­deln. Es ist wie beim Frosch im kochen­den Was­ser. Wenn man einen Frosch in kochen­des Was­ser wirft, dann tut er alles, um dem Infer­no zu ent­kom­men. Setzt man ihn aber in lau­war­mes Was­ser und erhöht lang­sam die Tem­pe­ra­tur, dann kocht er bei leben­di­gem Lei­be, ohne dass er Anstren­gun­gen macht, sein Wär­me­ge­fäng­nis zu ver­las­sen.

    • Ver­ehr­te @ Zarah,
      Das von Ihnen beschrie­be­ne Ver­fah­ren heißt auf Fran­zö­sisch: „cui­re au bain marie“.
      Es wur­de in der Anti­ke erst­mals von Hip­po­kra­tes v. Kos (5. Jhdt v. C.) und vom Natur­ken­ner Theo­phrast (4. Jhdt.v.C.) beschrie­ben.
      Der gro­ße mit­tel­al­ter­li­che Theo­lo­ge und Phi­lo­soph Alber­tus Magnus refe­rier­te hier nach der anti­ken Alche­mi­stin Maria judi­ca“ (Marie la juive)(3. Jhdt. v. C.)und lei­te­te davon den Begriff bal­ne­um mariae ab.
      Wird benutzt für Sah­ne­so­ßen, Eidot­ter­so­ßen und Des­serts- kurz­um alles wo die unter­schied­lich­ste Ingre­dien­ten zusam­men­ge­bracht wer­den und nichts anbrennen/karamellisieren soll­te.
      Paßt sehr gut zu de Exhor­ta­tio.

  7. Lie­ber Sua­rez,

    Msgr. Schlegl macht in Kath­net jeden schroff nie­der, der es wagt Fran­zis­kus zu kri­ti­sie­ren oder zu hin­ter­fra­gen.
    Da er Prie­ster ist darf er ver­tei­len aber nicht ein­stecken. Lai­en haben ihn mit Ehr­furcht zu behan­deln auch wenn er sich im Ton ver­greift. Ver­lo­gen spricht Msgr Schlegl davon, dass Fran­zis­kus mit der Fuß­wa­schung von Mus­li­men deut­lich machen woll­te, dass es bei den Chri­sten ins­be­s­o­de­re bei den Prie­stern ums demü­ti­ges die­nen und nicht ums herr­schen gin­ge. Den­noch lässt er es raus­hän­gen, dass er der Mon­si­gno­re ist, der alles bes­ser weiß als die dum­men Lai­en, die kein Recht haben ihn zu wider­spre­chen.

    Für Schlegl und ande­re User im Kath­net, ist Papst Fran­zis­kus ein unfehl­ba­rer Gott, der nichts falsch macht. Der ver­lo­ge­ne Demut­s­kult in die­sen Pon­ti­fi­kat gibt libe­ra­le Bischö­fe und dem Papst die Mög­lich­keit her­risch und abso­lu­tisch zu regie­ren und dabei sich hin­ter der Fas­sa­de der Demut zu ver­stecken.
    Demut macht unver­däch­tig, weckt Sym­pa­thien und das macht sich die­ser Papst zunut­ze, ohne dabei wirk­lich demü­tig zu sein. So abso­lu­ti­stisch wie ihn hat seit lan­gem kein Papst mehr regiert.

    Aus­ge­rech­net die libe­ra­len inter­nen Glau­bens­fein­de pochen auf Papst­hö­rig­keit und tri­um­pha­li­stisch ver­kün­den sie den Sieg über die glau­bens­treu­en Katho­li­ken. Fran­zis­kus hat nicht nur die Tür für die Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne geöff­net, son­dern auch die Tür für die TOTALE ENTKATHOLISIERUNG der katho­li­schen Kir­che. Die­ser Papst, der das Gewis­sen und nicht Gott als letz­te Instanz der Moral nennt, ent­mach­tet neben­bei das Lehr­amt. Wozu ist das Lehr­amt und die Bibel nötig, wenn das Gewis­sen und nicht die Wor­te Chri­sti und die Leh­re Maß­stab für falsch und rich­tig, Sün­de oder kei­ne Sün­de sind?

    Bei eini­gen Usern, die blind 3 Jah­re lang Fran­zis­kus in Schutz genom­men und ver­tei­digt hat­ten, ist mit die­sen Schrei­ben des Pap­stes die Schmerz­gren­ze erreicht. Sie kön­nen nicht mehr die Augen vor den Fak­ten ver­schlie­ßen. Fran­zis­kus — Fans kri­ti­sie­ren und tadeln die­se ent­täusch­ten Katho­li­ken. Sie ver­su­chen ihnen ein schlech­tes Gewis­sen ein­zu­re­den. Das Gewis­sen ist hier­bei nicht die letz­te Instanz. Wie man es braucht halt.

    • Lie­be Zarah,
      Msgr. Schlegl ist Ver­tre­ter des staats­kirch­li­chen Appa­ra­tes, wie er sich im deutsch­spra­chi­gen Raum als Pen­dant zu den pro­te­stan­ti­schen Gemein­den ent­wickelt hat. Sei­ne theo­lo­gi­schen Aus­deu­tun­gen gehen regel­mä­ßig am Eigent­li­chen vor­bei, so auch bei Ihrem Bei­spiel der Fuß­wa­schung, die Jesus ja nicht grund­los nur an den Jün­gern voll­zog. Natür­lich ist es die Demut, die hier im Vor­der­grund steht, wobei Demut das Die­nen der Jün­ger als Glau­bens­ge­mein­schaft(!) ein­schließt, was Msgr. Schlegl wohl über­sieht.

      Ihre Ent­ge­gen­set­zung von Gewis­sen und Wahr­heit hal­te ich für pro­ble­ma­tisch. Das Gewis­sen ist, wie es Kar­di­nal New­man rich­ti­ger­wei­se her­aus­stellt, die ent­schei­den­de Instanz, nur was formt das Gewis­sen? Wor­aus ent­nimmt unser Gewis­sen die Urteils­fä­hig­keit. Gewis­sen ist ja nichts fer­ti­ges, was uns ein­fach so in den Stand setzt, rich­tig zu urtei­len, sonst bedürf­te es ja der Gewis­sens­bil­dung nicht und es gäbe den Irr­tum nicht.Wäre unser Gewis­sen­s­ur­teil nicht auch dem Irr­tum unter­wor­fen, könn­ten wir nichts bereu­en. Das Gewis­sen sucht Ori­en­tie­rung im Rich­ti­gen. Nur wor­auf soll es sich ori­en­tie­ren, wenn nicht auf Got­tes Wil­len, also das, was in einem über das Sub­jekt hin­aus­rei­chen­den Sinn gut und rich­tig ist. Kann aber das Gewis­sen Gut und Böse a prio­ri erken­nen? Doch nein. Also bedarf das Gewis­sen der Ori­en­tie­rung die über das bloß Sub­jek­ti­ve des mensch­li­chen Erkennt­nis­ver­mö­gens hin­aus­reicht und da wären wir genau bei der Leh­re der Kir­che, die auf Offen­ba­rung, dem Wort Got­tes, beruht. Die­se gibt dem Gewis­sen die Inhal­te, die es zum rech­ten Urteil befä­hi­gen.

      Nicht der Gewis­sens­ent­scheid an und für sich ist also das Pro­blem, son­dern die eigen­tüm­li­che Blind­heit des Gewis­sens, wenn es sich vom gött­li­chen Wil­len als Ori­en­tie­rung eman­zi­piert und eine ver­ab­so­lu­tier­te Frei­heit postu­liert. Papst Fran­zis­kus kann in sei­nem Apo­sto­li­schen Schrei­ben nicht ange­ben, wor­in denn nun der Ein­zel­ne sei­ne objek­ti­ve Ori­en­tie­rung fin­den soll, wenn nicht in der Leh­re, die dann aber kei­nen Dis­pens zulas­sen kann, will sie sich nicht selbst wider­spre­chen. Inso­fern ist das bewusst schwam­mig gehal­te­ne Schrei­ben des Pap­stes das Ein­ge­ständ­nis, dass es eben doch in letz­ter Kon­se­quenz kei­nen Glau­ben ohne Fun­da­ment geben kann.

      Inso­fern bleibt Papst Fran­zis­kus natür­lich auf dem Boden der kirch­li­chen Leh­re, nur ver­ne­belt sich in sei­nem Schrei­ben ihre tie­fe­re Bedeu­tung. Eine Kir­che, die im Unbe­stimm­ten ihren Glau­ben arti­ku­liert, wird sehr schnell zu einer blo­ßen Schein­ver­an­stal­tung. Die angeb­li­chen Spiel­räu­me wer­den sich sehr bald als blo­ße Schi­mä­ren ent­pup­pen, denn auch Papst Fran­zis­kus kann mit Gewis­sens­ent­scheid immer nur den am katho­li­schen Glau­ben ori­en­tier­ten Ent­scheid mei­nen, sonst wäre sein Schrei­ben tat­säch­lich häre­tisch und das kann man wohl kaum anneh­men. Die pasto­ra­le Will­kür führt eben nicht zu einer Glau­bens­ver­tie­fung son­dern in die Ver­fla­chung.

    • „Für Schlegl und ande­re User im Kath­net, ist Papst Fran­zis­kus ein unfehl­ba­rer Gott“

      ein gewis­ser Hans Küng hat sich schon kurz nach der Wahl von Ber­go­glio im Fern­se­hen gefreut, dass ein Papst so rich­tig durch­re­gie­ren kann — nach­dem er den bei­den Vor­gän­gern jahr­zehn­te­lang auto­ri­tä­ren Füh­rungs­stil unter­stellt hat­te…
      Mer­ke: wenn der Papst pro­gres­si­ven Unsinn macht, hat man papst­treu zu sein, sonst natür­lich nicht, kath.net ist nur noch ne Lach­num­mer

    • Habe oft den Ein­druck, dass Herr „Erz­prie­ster Mon­si­gno­re“ ent­schei­det was katho­lisch und nicht katho­lisch ist; dass er im Besit­ze der abso­lu­ten Wahr­heit ist. Er läßt kei­ne Gele­gen­heit aus, die FSSPX zu ver­un­glimp­fen, und das geschieht u.a. mit sehr har­ten und belei­di­gen­den Wor­ten, die sicher eines Prie­sters NICHT wür­dig sind. Die FSSPX mit Pest oder Cho­le­ra zu ver­glei­chen ist schon jen­seits von gut und böse. Wo bleibt denn da, die von „Papst Ber­go­glio“ so ein­ge­for­der­te Barm­her­zig­keit?
      Mit „Amo­ris Lae­ti­tia“ hat Ber­go­glio ein Teil­ziel der „Mis­si­on von St. Gal­len“ erreicht. Die­ses äußerst schwam­mi­ge Lehr­schrei­ben wird nur zur wei­te­ren Rela­ti­vie­rung und Ver­wäs­se­rung der kirch­li­che Leh­re füh­ren. Dazu noch ein­mal die groß­ar­ti­gen Wor­te von Kar­di­nal Bur­ke an die Bischö­fe des Kom­pro­mis­ses: „Im Gericht steht man vor Gott, nicht vor der Bischofs­kon­fe­renz!“

      • auf sol­cher­lei Titeln soll­te man ja in die­sem Pon­ti­fi­kat der Beschei­den­heit auch nicht rum­rei­ten, aber naja, Kon­se­quenz ist schon schwie­rig (auch ich schaff das nicht immer)

        ins­ge­samt könn­te man ja fast Schi­zo­phre­nie erlei­den… das Gewis­sen aka Inter­ne Forum ist die höch­ste Instanz beim The­men­kom­plex Fami­lie, dem Papst ist unab­ding­bar 100000% Gehor­sam zu lei­sten, und wenn sich das viel­ge­rühm­te Inter­ne Forum über den Papst auf­schwingt, dann ist man exkommun­ziert — aber natür­lich nur, wenn der Papst im eige­nen Lager zu ver­or­ten ist… hab ich das jetzt alles rich­tig ver­stan­den und zusam­men­ge­fasst? 😀

    • Ver­ehr­te @Zarah,
      Ein alte wei­ser Bau­er aus Palan­ka a.d. Donau (Backa) hat mir ein­mal dies­be­züg­lich sehr ein­drucks­voll gesagt:
      „Unser Lie­ber Herr hat alle mög­li­che Arten von Tie­ren und Men­schen geschaf­fen“.

      Beim Mili­tär nimmt man wohl recht unger­ne explo­si­ble Cha­rak­te­re für den Umgang mit Spreng­stof­fen.
      Nicht sel­ten tre­ten die näm­lich selbst auf eine Land­mi­ne.

  8. @Widukind

    Lie­ber Widu­kind, Sie unter­lie­gen einem gra­vie­ren­den Irr­tum. Nicht für den Papst oder den Kar­di­nä­len sol­len wir uns Katho­li­ken an der christ­li­chen Ehe­mo­ral hal­ten, son­dern in erster Linie aus Lie­be, Gehor­sam und Treue zu Chri­stus und um unsers eige­nen See­len­heils wil­len.

    Päp­ste und Kar­di­nä­le haben nicht sel­ten Chri­stus ver­ra­ten und ver­kauft und dadurch Gläu­bi­ge von dem Evan­ge­li­um und Chri­stus ent­fernt. Machen Sie nicht den Feh­ler mit dem Papst untreu zu wer­den, blei­ben Sie Chri­stus gehor­sam und treu und hal­ten Sie sei­ne Gebo­te.

    Ich zitie­re eine Pre­digt: Wenn wir die Gebo­te Got­tes hal­ten, erfah­ren wir per­sön­lich Got­tes Lie­be, aber wir drücken auch durch unse­ren Gehor­sam die Lie­be Got­tes vor einer fin­ste­ren Welt aus, die von Natur aus durch Sün­de von Gott getrennt ist. Die Gebo­te Chri­sti sind nicht beschwer­lich son­dern ein Aus­druck der Lie­be Got­tes.

    Pau­lus schrieb

    2 Kor 2,14–17:14 (Dem) Gott aber sei Dank, der uns stets im Tri­umph­zug mit­führt in (dem) Chri­stus und den Duft sei­ner Erkennt­nis durch uns an jedem Ort offen­bart. Denn Chri­sti Wohl­ge­ruch sind wir für (den) Gott unter denen, die geret­tet wer­den, und unter denen, die ver­lo­ren gehen: den einen ein Duft von Tod zu Tod, den ande­ren aber ein Duft von Leben zu Leben. Und wer ist dazu geeig­net? Denn wir sind nicht wie die vie­len, die das Wort (des) Got­tes ver­hö­kern, son­dern wie aus Lau­ter­keit, wie aus Gott [und] vor Gott reden wir in Chri­stus.

  9. Lie­ber Sua­rez,

    ich tei­le Ihre Mei­nung, was das Gewis­sen angeht. Ein von Gott los­ge­lö­stes Gewis­sen, wie es durch den neu­zeit­li­chen Indi­vi­dua­li­täts­be­griff gedeckt ist, hal­te ich jedoch nicht für die letz­te Instanz der Moral.

    Das Gewis­sen braucht einen Herrn. Es braucht Jesus Chri­stus.

Kommentare sind deaktiviert.