George Soros und die „Open Society“ der Neomalthusianer

George Soros (2012)
George Soros (2012)

von Gerd Josef Wei­sen­see*

Der Ungar, der sich heu­te „staa­ten­lo­ser Staats­mann“ nennt, ver­fügt über ein Ver­mö­gen von mehr als 22 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Über Soros hat Andre­as von Retyi im Kopp-Ver­lag ein Buch ver­fasst, das die Abgrün­de die­ses Eine-Welt-Krie­gers deut­lich wer­den lässt.

  • Stif­tun­gen, die er kon­trol­liert, setz­ten sich für Dro­gen­li­be­ra­li­sie­rung ein. Ziel sei es, so sind sich kri­ti­sche Beob­ach­ter einig, die Jugend des Westens, der Indu­strie- und Schwel­len­län­der so zu schwä­chen, dass die betrof­fe­nen Staa­ten sich wirt­schaft­lich und gesell­schaft­lich selbst rui­nie­ren. Man ver­glei­che die Theo­rien und Zie­le des kom­mu­ni­sti­schen Ideo­lo­gen Manuil­ski damit.
  • Soros ist Mit­glied der ame­ri­ka­ni­schen Neo­mal­thu­sia­ner. Die­se Bewe­gung (benannt nach dem eng­li­schen Angli­ka­ner-Pfar­rer Tho­mas Mal­thus) will 95% der Men­schen ver­nich­ten. Zu die­sem Club gehö­ren laut Lon­do­ner „Times“: Bill Gates (Micro­soft), War­ren Buf­fet (Bör­sen-Anla­ge-Guru), u.a.

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat bekannt­lich Wla­di­mir Putin die Open Socie­ty Foun­da­ti­ons von Geor­ge Soros in Russ­land ver­bo­ten. Er befürch­tet Unter­wan­de­rung und Umsturz, ins­be­son­de­re die Orga­ni­sa­ti­on einer Far­ben-Revo­lu­ti­on nach dem Muster von Tune­si­en, Geor­gi­en, Liby­en usw. Soros arbei­tet im Schutz einer sehr erfolg­rei­chen Erfin­dung des CIA, näm­lich alles, was nicht näher unter­sucht wer­den soll, als „ver­schwö­rungs­theo­re­ti­sches Kon­strukt“ zu bezeich­nen.

Weltweites Mediennetzwerk Project Syndicate

Project Syndicate
Pro­ject Syn­di­ca­te

Das welt­wei­te Netz­werk des in den Mas­sen­me­di­en fälsch­li­cher­wei­se als „Phil­an­throp“ (gross­zü­gi­ger Men­schen­freund) gerühm­ten Mil­li­ar­den-Spe­ku­lan­ten Geor­ge Soros nimmt wesent­lich Ein­fluss auf alle Berei­che der Gesell­schaft. Der Magnat zeigt sich seit Jahr­zehn­ten vor allem in den ehe­ma­li­gen Ost­block­län­dern aktiv, um die dor­ti­gen Syste­me zu öff­nen, um sie angeb­lich frei­er und noch demo­kra­ti­scher zu gestal­ten. Lei­der führt die­ses edle Ziel häu­fig zu krie­ge­ri­schen Umwäl­zun­gen, Revo­lu­tio­nen und wirt­schaft­li­chem Nie­der­gang. Zufall, Not­wen­dig­keit oder Kal­kül? In sei­nem neu­en Buch über Soros schreibt Andre­as von Retyi von einem Bör­sen­gu­ru und Finanz­jon­gleur höch­sten Ran­ges, der mit sei­nen unsicht­ba­ren Mario­net­ten­fä­den Poli­ti­ker welt­weit diri­giert.

Soros setzt den Hebel aus dem Hin­ter­grund an, steht hin­ter mäch­ti­gen Medi­en­netz­wer­ken wie dem Pro­ject Syn­di­ca­te, das 476 Zei­tun­gen und Maga­zi­ne in mehr als 150 Län­dern umfasst und eine Gesamt­auf­la­ge von 70 Mil­lio­nen Exem­pla­ren erreicht.

Laureate Education Inc. und Open Society Foundations

Er steu­ert das Bil­dungs­we­sen über pri­va­te Kon­zer­ne wie Lau­rea­te Edu­ca­ti­on Inc. mit rund 80 Pri­vat­uni­ver­si­tä­ten in 28 Län­dern, einem Eigen­ka­pi­tel von mehr als einer Mil­li­ar­de US-Dol­lar sowie mitt­ler­wei­le über 64.000 Ange­stell­ten und einer Mil­li­on Stu­den­ten.

Project Syndicate: rasante Entwicklung
Pro­ject Syn­di­ca­te: rasan­te Ent­wick­lung seit 2000

Soros rich­tet rie­si­ge Medi­en­zen­tren ein, unter­stützt (und kon­trol­liert so) gezielt Radio­sen­der, finan­ziert die Aus­bil­dung von Jour­na­li­sten, ver­gibt Sti­pen­di­en; sein Netz der Open Socie­ty Foun­da­ti­ons (OSF) ist in Dut­zen­den von Län­dern aktiv, fährt dabei ganz auf der Linie des CIA-Kin­des NED (Natio­nal Endow­ment for Demo­cra­cy) und hilft beim Trai­ning von „Akti­vi­sten“.

Da gäbe es noch mas­sen­wei­se wei­te­re Bei­spie­le, immer mit der angeb­lich guten Tat im Vor­der­grund. Fakt aber bleibt, dass all die­se Akti­vi­tä­ten unter der Ägi­de einer ein­zel­nen Pri­vat­per­son ste­hen. Von unab­hän­gi­gen NGOs (Non-Government-Orga­ni­sa­tio­nen), Medi­en und Bil­dungs­pro­gram­men kann da kei­ne Rede mehr sein. Viel­mehr sind sie alle von den Ziel­set­zun­gen die­ser einen Per­son abhän­gig. Doch die Öffent­lich­keit weiss kaum von der Exi­stenz die­ses Net­zes, vie­len ist auch der Name Soros noch kein Begriff.

Selbst wenn sich Soros kei­nes­wegs leicht in die Kar­ten blicken lässt, die OSF sind kei­ne Geheim­ge­sell­schaf­ten. Aller­dings tre­ten sie viel­fach nicht unmit­tel­bar in Erschei­nung, stecken hin­ter ver­meint­lich unab­hän­gi­gen Initia­ti­ven, die unter ande­ren Namen fir­mie­ren. Kein Wun­der, wenn Fra­gen auf­kom­men, ob hier Sein und Schein zwei ganz ver­schie­de­ne Paar Stie­fel sind.

George Soros, das Buch von Andreas von Retyi_
Geor­ge Soros, das Buch von Andre­as von Retyi

Soros‘ „Aktivisten“

Es ist inter­es­sant, wie selbst die Inter­net-Enzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia jene seit 1994 als Koor­di­na­ti­ons­or­ga­ne der Soros-Stif­tun­gen fun­gie­ren­den Open Socie­ties beschreibt. Hier heisst es unter ande­rem, die­se Stif­tun­gen sei­en auto­no­me Insti­tu­tio­nen, deren natio­na­le Abtei­lun­gen „namens­ähn­lich mit zen­tra­len staat­li­chen Ein­rich­tun­gen“ sei­en. Die OSF unter­stüt­zen welt­weit Akti­vi­sten bzw. Ter­ro­ri­sten, Inter­net­kam­pa­gnen, Bil­dungs­pro­gram­me, NGOs und unzäh­li­ge Initia­ti­ven im Sin­ne einer Umge­stal­tung der Gesell­schaft. Vie­le der der­zei­ti­gen, so dra­ma­ti­schen Vor­gän­ge sind Fol­gen sol­cher Akti­vi­tä­ten, die bereits gan­ze Volks­wirt­schaf­ten aus dem Gleich­ge­wicht gebracht haben. Wohin das auf­merk­sa­me­re Auge blickt, lässt sich Geor­ge Soros auf die eine oder ande­re Wei­se ent­decken.

Und vie­ler­orts herrscht infol­ge „phil­an­thro­pi­scher“ Akti­vi­tä­ten letzt­lich Cha­os und Ungleich­ge­wicht, ob nun in Tune­si­en oder Syri­en, ob in Geor­gi­en, in der Ukrai­ne, in Maze­do­ni­en. Mitt­ler­wei­le ver­sinkt ganz Euro­pa in einer syn­the­ti­schen Kri­se. Es kann schlicht­weg nicht ange­hen, dass eine ein­zel­ne Per­son einen der­ar­ti­gen Ein­fluss auf Gesell­schaft und Poli­tik aus­übt, dies alles weit­ge­hend aus dem Unter­grund her­aus.

Anmerkungen

Kardinal Gagnon im Gespräch mit dem Autor
Kar­di­nal Gagnon im Gespräch mit dem Autor

Stichwort Malthus

In den Gesprä­chen mit dem Ver­fas­ser die­ses Arti­kels hat Kuri­en­kar­di­nal Edouard Gagnon dar­an erin­nert, Tho­mas Mal­thus habe gegen Ende sei­nes Lebens ein­se­hen müs­sen, dass sei­ne Theo­rie falsch war. Mal­thus hat­te „berech­net“, wenn Eng­land ein­mal 10 Mil­lio­nen Ein­woh­ner habe, gäbe es eine dau­ern­de Hun­ger­ka­ta­stro­phe im gan­zen Land.

Stichwort „Aktivisten“

„Akti­vi­sten“ nennt man Ter­ro­ri­sten, die so in ein bes­se­res Licht gestellt wer­den sol­len — so schreibt etwa die NZZ von „Akti­vi­sten“. In Wirk­lich­keit sind es aber ISIS-Mör­der, die sich auch als Mit­glie­der der „Frei­en Syri­schen Armee“ (nur eine Tarn­be­zeich­nung für ISIS-Aus­bil­dung) bezeich­nen oder „Kämp­fer der Nus­ra-Front“ hei­ssen. Letz­te­re sind bekannt für ihre Mor­de an zwei syri­schen Erz­bi­schö­fen.

Soros über Barack Obama

„ Von Geor­ge Soros ist auch der fol­gen­de Aus­spruch bekannt: „Ich kann machen, dass er tanzt, ich kann machen, dass er singt und ich kann machen, dass er gan­ze Län­der ver­nich­tet, ohne auch nur mei­ne Lip­pen zu bewe­gen.“ („I can make him sing, I can make him dance, I can make him destroy who­le eco­no­mies, without even moving my lips“.) Dabei ist mit „er“ der US-Prä­si­dent Barack Oba­ma gemeint. Soros und War­ren Buf­fet arbei­ten eng zusam­men. Es wird hier klar, wie der berühm­te­ste Gross-Spe­ku­lant Buf­fet sei­ne Mil­li­ar­den-Erfol­ge erzielt.

Soros und die „Migranten- und Flüchtlingslawine“

in Öster­reich durch Mel­dun­gen des offi­zi­el­len Nach­rich­ten­dien­stes bekannt, dass eine Stif­tung, die Soros finan­ziert, die Weg­lei­tun­gen für „Migran­ten- und Flücht­lings­la­wi­nen“ ver­fasst und bezahlt. Auch die Schlep­per mit ihren gefähr­li­chen Boo­ten wur­den von einer Soros-Stif­tung (Ayn Rand Foun­da­ti­on) bezahlt. Dort dürf­ten auch die Hin­ter­män­ner für die oft ver­däch­tig aus­se­hen­den Todes­fäl­le mit ertrun­ke­nen Kin­dern her­stam­men. War­um hat Soros dar­an Inter­es­se? Sein Ver­mö­gen ist im Wesent­li­chen auf US-Dol­lar abge­stützt. Nun füh­ren die Rus­sen und die Chi­ne­sen einen Krieg gegen den US-Dol­lar. Die Chi­ne­sen ver­kauf­ten etwa im 1. Quar­tal 2015 über 150 Mil­li­ar­den US-Dol­lar via bel­gi­sche Ban­ken. Das muss einen mas­si­ven Druck auf den US-$ bewirkt haben. Frü­her, als der Ver­fas­ser in den USA in einer Bank arbei­te­te, betrug der Wech­sel­kurs mehr als vier Schwei­zer Fran­ken für einen US-Dol­lar, jetzt liegt er bei unter einem Fran­ken für einen US-Dol­lar Wie kann ich als Besit­zer von US-Dol­lar die sin­ken­den Kur­se mei­nes Ver­mö­gens ändern? Da kommt die Migran­ten-Waf­fe zum Ein­satz. Oder anders gesagt: Ich rich­te einen Bür­ger­krieg mit Wirt­schafts­zu­sam­men­bruch im Euro-Raum ein. Und der läuft gera­de.

*Gerd Josef Wei­sen­see, Schwei­zer Unter­neh­mer und Jour­na­list, Stu­di­um der Volks­wirt­schaft an der Uni­ver­si­tät Bern, 1978 Pro­mo­ti­on an der Rechts‑, Wirt­schafts- und Sozi­al­wis­sen­schaft­li­ches Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Fri­bourg über das Bank­kre­dit­kar­ten­ge­schäft, Tätig­keit für den Ver­band der Schwei­zer Kran­ken­kas­sen, 1989 Grün­der und Geschäfts­füh­rer (bis 2013) des Ver­eins Pro Life, der sei­nen Mit­glie­dern, die dem Lebens­schutz ver­pflich­tet sind, Kran­ken­ver­si­che­run­gen ohne lebens­feind­li­che Dienst­lei­stun­gen wie Abtrei­bung anbie­tet, Redak­teur des Schwei­ze­ri­schen Katho­li­schen Sonn­tags­blat­tes (SKS),  Autor wis­sen­schaft­li­cher und reli­giö­ser Bücher.

Bild: Wikicommons/Project Syn­di­ca­te (Screen­shots)

1 Kommentar

  1. Nicht allein Oba­ma frißt ihm aus der Hand, auch Ange­la Mer­kel.
    Aber war­um ist das so? War­um kann so ein Mensch zu sol­cher böser Macht­fül­le kom­men?

    Das Gan­ze zeigt auch, daß die 2. Ankunft Chri­sti kurz bevor­steht.
    Für uns Chri­sten bleibt das Rosen­kranz­ge­bet, eine wür­di­ge Fei­er der hl. Geheim­nis­se, Anbe­tung und Näch­sten­lie­be- und die Gewiß­heit, daß Maria, die Frau aller Völ­ker, dem Satan den Kopf zer­tre­ten wird.

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