„Konservative Katholiken fühlen sich durch den Papst ausgegrenzt“ – Reuters zu drei Jahren Franziskus

Drei Jahre Papst Franziskus
Drei Jahre Papst Franziskus

(Rom) Reu­ters, die größ­te und ein­fluß­reich­ste inter­na­tio­na­le Nach­rich­ten­agen­tur wid­me­te Papst Fran­zis­kus zum drit­ten Jah­res­tag sei­ner Erwäh­nung einen Hin­ter­grund­be­richt, laut dem sich die „kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken“ durch die „Kir­chen­po­li­tik von Papst Fran­zis­kus an den Rand gedrückt füh­len“. Am Abend des 13. März 2013 wur­de Kar­di­nal Jor­ge Mario Ber­go­glio, Erz­bi­schof von Bue­nos Aires und Pri­mas von Argen­ti­ni­en, zum Ober­haupt der katho­li­schen Kir­che gewählt.

„Sorge, daß sich hinter freundlicher Fassade ein gefährlicher Neuerer versteckt“

„Drei Jah­re nach der Wahl von Papst Fran­zis­kus sind die kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken sehr besorgt dar­über, wie er mit dem Erbe sei­ner Vor­gän­ger umgeht.“ Die Popu­la­ri­tät, die der Papst bei der Mehr­heit der Katho­li­ken und vie­len Nicht-Katho­li­ken genie­ße, rüh­re daher, daß er das Bild eines Pfar­rers ver­mitt­le. Das brin­ge jedoch Pro­ble­me für die Lei­tung der Welt­kir­che mit sich. Dem Papst fal­le es manch­mal schwer, das Wesent­li­che der Kir­che zu ver­tre­ten. Das gel­te beson­ders, was die Sexu­al­mo­ral betref­fe.

„Die Kon­ser­va­ti­ven sind besorgt, daß sich hin­ter der freund­li­chen Fas­sa­de ein gefähr­li­cher Neue­rer ver­birgt, der die katho­li­sche Leh­re zu Fra­gen der Moral, wie Homo­se­xua­li­tät und Schei­dung, ver­wäs­sert, wäh­rend er sich auf sozia­le Fra­gen kon­zen­triert

wie den Kli­ma­wan­del und die öko­no­mi­sche Ungleich­heit.“

Thompson: „Ich gehe zu Bett. Weckt mich, wenn dieses Pontifikat zu Ende ist“

Inter­views mit Mit­ar­bei­tern des Vati­kans, mit Kar­di­nä­len, Erz­bi­schö­fen, Theo­lo­gen und Vati­ka­ni­sten bele­gen „die Befürch­tun­gen der Kon­ser­va­ti­ven“, so Reu­ters, daß die Aus­sa­gen und Hand­lun­gen von Papst Fran­zis­kus die Kir­che mit ihren 1,3 Mil­li­ar­den Gläu­bi­gen ver­wir­ren könn­ten.

„Auf kon­ser­va­ti­ven Blogs wird der argen­ti­ni­sche Papst beschul­digt, eine dok­tri­nel­le Ver­wir­rung zu ver­brei­ten und jene aus­zu­gren­zen, die sich als Bewah­rer des Glau­bens sehen.“

„Ich gehe ins Bett. Weckt mich, wenn die­ses Pon­ti­fi­kat zu Ende ist.“

Reu­ters zitiert die­sen Twit­ter-Ein­trag von Dami­an Thomp­son, den Mit-Her­aus­ge­ber der bri­ti­schen Wochen­ma­ga­zins The Spec­ta­tor, Her­aus­ge­ber der katho­li­schen Wochen­zei­tung Catho­lic Herald und „kon­ser­va­ti­ver katho­li­scher Kolum­nist“.

„Spon­ta­ne Aus­sa­gen von Fran­zis­kus, wie zur Ein­wan­de­rungs­kri­tik des Anwär­ters auf die repu­bli­ka­ni­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tur in den USA, Donald Trump, und Kom­men­ta­re, die im Zusam­men­hang mit der Ein­däm­mung des Zika-Virus als Öff­nung gegen­über Ver­hü­tungs­mit­teln  inter­pre­tiert wur­den, las­sen unter vie­len Kon­ser­va­ti­ven eine Nost­al­gie nach den Päp­sten Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. auf­kom­men“, so Reu­ters.

Kardinal: „Jedesmal frage ich mich neu, ob ihm bewußt ist, welche Verwirrung er stiftet“

Reuters über "Drei Jahre Franziskus"
Reu­ters über drei Jah­re Fran­zis­kus

„Jedes­mal fra­ge ich mich neu, ob ihm bewußt ist, wel­che Ver­wir­rung er stif­tet“, zitiert Reu­ters einen „kon­ser­va­ti­ven Kar­di­nal mit Sitz in Rom, der am Kon­kla­ve teil­ge­nom­men hat, bei dem Fran­zis­kus vor drei Jah­ren gewählt wur­de, und der dies unter der Bedin­gung sag­te, anonym zu blei­ben.“

Sol­che Kom­men­ta­re wür­den nicht nur die Prie­ster mit einer tra­di­tio­nel­len Men­ta­li­tät beun­ru­hi­gen, „son­dern auch die libe­ra­len“, weil sie mit Men­schen zu tun bekom­men, die ganz direkt und for­dernd an sie her­an­tre­ten: „Der Papst erlaubt mir das, war­um Sie nicht?“, zitiert Reu­ters einen „hohen Funk­tio­när, einen Erz­bi­schof, eines vati­ka­ni­schen Mini­ste­ri­ums“.

„Ein ande­res wich­ti­ges Duell zwi­schen Kon­ser­va­ti­ven und Pro­gres­si­ven könn­te es Mit­te März geben, wenn Fran­zis­kus das nach­syn­oda­le Apo­sto­li­sche Schrei­ben über die zwei Jah­re der Debat­te und zwei gro­ße Bischofs­ver­samm­lun­gen über die Fami­lie her­aus­gibt, in der es um die Linie des Vati­kans zu sei­ner Poli­tik über die Geschlecht­lich­keit geht.“

Dabei wer­de es um einen zen­tra­len Streit­punkt gehen: „um die Fra­ge, ob die geschie­de­nen Katho­li­ken, die außer­kirch­lich noch ein­mal hei­ra­ten, bei der Mes­se die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen dür­fen. Für die Kon­ser­va­ti­ven könn­te jede Ände­rung das Prin­zip der Unauf­lös­lich­keit der von Jesus fest­ge­leg­ten Ehe unter­gra­ben“, so Reu­ters.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Catholicus.org/Reuters (Screen­shots)

20 Kommentare

  1. „Ich gehe ins Bett. Weckt mich, wenn die­ses Pon­ti­fi­kat zu Ende ist.“
    Nun, Mr. Thomp­son, dann schla­fen Sie mal gut. Immer­hin sind Ihre Ner­ven dann gestärkt, wenn Kar­di­nal Tag­le auf den Stuhl Petri gewählt wird. Oder ein Kar­di­nal, der theo­lo­gisch ähn­lich tickt wie er.
    Dorn­rös­chen-Schlaf statt unbeug­sa­me Treue, das wäre bequem, aber kei­ne Lösung…

  2. Schon seit eini­ger Zeit weiß ich, dass ich mei­nen Glau­bens­weg ohne Papst Fran­zis­kus wer­de gehen müs­sen. Gewünscht habe ich mir das nicht, es hat sich so ent­wickelt.
    Ich respek­tie­re ihn in sei­ner Funk­ti­on als Pon­ti­fex.
    Ob er aller­dings wirk­lich Brücken baut und nicht doch eher spal­tet — das wird sich zei­gen müs­sen.
    Umar­men, her­zen und küs­sen, gegen Hoch­fi­nanz und Groß­ka­pi­ta­lis­mus (mit Recht) wet­tern und für die Umwelt ein­tre­ten, scheint mir jeden­falls nicht aus­rei­chend.
    Ich gehe davon aus, (weiß es natür­lich nicht), dass er die Rei­chen, die in sei­nen öffent­li­chen Reden immer wie­der kri­ti­siert wer­den und den­noch als Gäste will­kom­men sind, in sei­nen per­sön­li­chen Gesprä­chen mit ihnen vor jeg­li­chen Umkehr­ver­su­chen barm­her­zig ver­schont.
    Ich glau­be nicht, dass sie sich durch die päpst­li­chen Audi­en­zen, die ihnen zuteil wer­den, genö­tigt sehen ihr Leben ändern zu müs­sen.
    Als kon­ser­va­ti­ve Katho­li­kin jeden­falls füh­le mich von Papst Fran­zis­kus nicht ver­stan­den und ange­nom­men.
    Ich erin­ne­re da nur an den rei­chen Kranz von gebe­te­ten Rosen­krän­zen, die er zu Beginn sei­nes Pon­ti­fi­kats mit ziem­li­cher Ver­ach­tung kom­men­tier­te. Er hat­te sich damals an der gro­ßen Anzahl der Gebe­te gestört.
    Den guten Wil­len dahin­ter hat er dabei wohl gar nicht erspürt.
    Die kon­ser­va­ti­ven Gläu­bi­gen, die die­se Rosen­krän­ze mit der rich­ti­gen Inten­ti­on ‑und für ihn- gebe­tet hat­ten, hat er ver­mut­lich mit ziem­li­cher Sicher­heit ver­letzt und vor den Kopf gesto­ßen.

    • Von was für einer „See­le“ reden Sie denn da, fre­di­us!? Ber­go­glio hat das des­halb vom Bal­kon der Log­gia geru­fen, weil er augen­schein­lich der Über­zeu­gung war und ist, dass die Schlüs­sel­ge­walt beim Vol­ke liegt. Er ist offen­kun­dig Febro­nia­ner. Da muss man nichts frömm­le­risch von „gegen Fein­de weh­ren“ hin­ein­ge­heim­nis­sen. Die Fein­de des Papst­tums sind bekannt­lich Ber­go­gli­os beste Freun­de (Scal­fa­ri ect.pp.)! Es wird sich noch wei­sen, ob die­ser Mann tat­säch­lich Papst ist. Vie­les spricht m. E. schon jetzt dage­gen!

  3. Es sind stän­dig anony­me (erfun­de­ne) Quel­le, die als Geschüt­ze gegen die­sen
    Papst ins Feld geführt wer­den. War­um wird nicht mit offe­nem Visier argu­men­tiert? Papst Franz ist offen und ehr­lich- eine Wohl­tat, die Gott uns geschenkt hat.

    • Graue Maus @ Fran­zis­kus ist nicht offen und nicht ehr­lich. War­um ? Nie­mand weis, was er wirk­lich denkt oder plant. Eine Wohl­tat für den Welt­geist, der ihm zuju­belt. Durch sei­ne myste­riö­sen Syn­oden hat er nur Ver­wir­rung geschaf­fen. Zu der Leh­re der Kir­che schweigt er und spricht lie­ber mit Kir­chen­fein­den wie Hans Küng. Bei sei­nen öffent­li­chen Auf­trit­ten gibt es kein Seg­nen son­dern Küss­chen. Mei­nen Sie es macht Freu­de gegen den Ver­tre­ter Got­tes auf Erden Oppo­si­ti­on zu betrei­ben. Der Papst war immer schon für uns Chri­sten eine Licht­ge­stalt, war­um nicht jetzt ?

      • Wie ver­trägt sich das hier Geschrie­be­ne mit Ihrem Bei­trag an Mari­en­zweig um 15:31!? Oder sind Sie DIESER „fre­di­us“ nicht gewe­sen??

    • @Graue Maus
      Ich gebe @fredius recht: Es gibt wirk­lich Erfreu­li­che­res im Glau­bens­le­ben, als einen Papst zu kri­ti­sie­ren. Doch es ist so, dass kaum jemand weiß, wor­an er mit Papst Fran­zis­kus ist.
      Alle rät­seln — die Libe­ra­len wie auch die Lehr­amts­treu­en.
      Selbst Gut­mei­nen­de haben zuwei­len Schwie­rig­kei­ten, zu ver­ste­hen, was er genau meint oder was er kon­kret errei­chen oder ändern will.
      Men­schen, die nichts mit Kir­che am Hut haben, bewun­dern ihn. Was ver­spre­chen sie sich von ihm? Was soll er für sie tun?
      Ein Papst muss klar spre­chen, nicht in Win­dun­gen.
      „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein“, so Jesus sinn­ge­mäß.
      Viel­leicht erin­nern Sie sich noch, dass Papst Fran­zis­kus ver­gan­ge­nes Jahr einer gesch.wvh.Frau am Tele­fon den Rat gab, zum Kom­mu­nion­emp­fang in eine der Nach­bar­pfar­rei­en zu gehen.
      Das emp­fand ich und emp­fin­de es noch immer als eines Pap­stes unwür­dig.
      Die­se klei­ne Epi­so­de soll­te jetzt nur als Bei­spiel die­nen, es gibt deren noch sehr viel mehr (nicht ver­meh­ren „wie die Kar­nickel“, „Dun­kel­ka­tho­li­ken“, sein Umgang mit lehr­amts­treu­en Bischö­fen, die abge­setzt wur­den usw.).
      Wir schau­en nicht hin­ter sei­ne Stirn und ken­nen nicht sei­ne Absich­ten.
      Die Zukunft wird zei­gen, ob Papst Fran­zis­kus ein Segen für die Kir­che war oder ob er ihr gescha­det hat.

      • Dass man nicht so recht weiß, wor­an man mit Papst Fran­zis­kus ist, dann gebe ich Ihnen voll­auf Recht.
        Ich fürch­te, dass er die­sem schwe­ren Amt in wei­ten Strecken nicht gewach­sen ist und bete gera­de des­halb wei­ter unver­dros­sen für ihn um Hil­fe und Erleuch­tung durch den HEILIGEN GEIST, zu dem ja nicht nur von den Kar­di­nä­le son­dern von Gläu­bi­gen welt­weit beim Kon­kla­ve gebe­tet wur­de.

  4. reu­ters mel­det: hohe Funk­tio­rä­re eines vat. Mini­ste­ri­ums ‚Bischöfe,Kardinäle
    kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken alle sind in Sor­ge um den Papst und um die Rein­heit der katho­li­schen Leh­re. Aber selbst­ver­ständ­lich nur unter dem Sie­gel der Anony­mi­tät.
    ein Troll der sich böses dabei denkt!

  5. „3 Jah­re Franz[irkus]“ (ich bit­te auf­rich­tig um Ent­schul­di­gung, aber falls mir ein tref­fen­de­rer, nicht belei­di­gen­der Titel dazu ein­ge­fal­len wäre, hät­te ich ihn höchst ger­ne(!!!) schö­ner for­mu­liert […]

  6. Ange­fan­gen hat alles mit der Beschimp­fung der treu­en Gläu­bi­gen als Pela­gia­ner. Treu heißt, die­se Gläu­bi­gen haben „nur“ den Leh­ren sei­ner Vor­gän­ger, der Kir­che, ein­schließ­lich des letz­ten Kon­sils, geglaubt — also das, was im aktu­ell­sten KKK steht. Also defi­ni­tiv kein Pela­gia­nis­mus. Die­se Treue soll also Ver­feh­lung sein? Das muss man wohl so ver­ste­hen.
    Wenn eine Lei­tung ihre loyal­sten Gefolgs­leu­te nie­der­macht: das war und ist immer der Anfang vom Ende.

  7. Der Arti­kel benutzt eine höf­li­che Spra­che, deu­tet Vie­les an, bleibt (was @Graue Maus schon bemerkt hat) etwas unscharf bzw. (sehr ver­ständ­lich) anonym.
    Es ist jedoch unrich­tig, zu schrei­ben daß „…(kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken) Angst haben daß sich… ein gefähr­li­cher Neue­rer ver­birgt…“.
    Ver­ber­gen tut Fran­zis­kus gar nichts- im Gegen­teil, alles spielt sich in der vol­len Öffent­lich­keit ab, mit vie­len Sel­fies, los­pol­tern­den Inter­views in Flug­zeu­gen und mit Frei­mau­rer­pres­se, in Pre­dig­ten im Domus Sta. Mar­tha (inzwi­schen stark zen­su­riert), usw.
    Lei­der für die Bis­zumab­so­lu­ten­en­de­wohl­in­ter­pre­tie­ren­de: Ber­go­glio ver­birgt Nichts, er agiert sehr offen;
    und jeder von uns hat eine Ant­wort dar­auf zu geben.

    Das erin­nert mich übri­gens an Msgr. EB Lef­eb­v­re, der ein­mal in einem Inter­view auf Fran­zö­sisch sinn­ge­mäß sagt, daß „…wenn auch der Erz­engel St. Micha­el höchst­per­sön­lich erschie­ne und ihn (Msgr. Lef­eb­v­re) über­re­den möch­te, ein ande­res Evan­ge­li­um als das Unse­res Herrn Jesus­’Chri­sti zu ver­kün­den, er trotz­dem bei Unse­rem Herrn Jesus Chri­sto und der alt­ehr­wür­di­gen Tra­di­ti­on blei­ben wür­de.“
    Tibi adsum: das Tibi gilt dem Herrn Jesus Chri­sto, auch Sei­ner Mut­ter der Jung­frau Maria- nicht Jeman­dem Ande­ren, nicht etwas Ganz Neu­em.

  8. Ich sehe ein ernst­haf­tes Pro­blem in der Kir­che dar­in, daß die Lin­ken den Marsch durch die Insti­tu­tio­nen geschafft haben. Und etwa ab den spä­ten 60érn haben die Revo­luz­zer auch das Ruder in der Kir­che weit­ge­hend über­nom­men. Heu­te ist die Kir­che nicht sel­ten ein Sam­mel­becken für lin­ke Spin­ner. Das erklärt auch vie­le Hal­tun­gen von Bischö­fen, deren Lai­nen­or­ga­ni­sa­tio­nen hier­zu­lan­de nicht sel­ten „links­ge­strickt“ sind. Wäh­rend es vor dem Vat. II umge­kehrt war. Die­ser Riss wird durch das Pon­ti­fi­kat von Fran­zis­kus I. wei­ter ver­tieft.

  9. Als vor drei Jah­ren die­ser Herr Ber­go­glio von gewis­sen­lo­sen ultra­mo­der­ni­sti­schen, aber auch von soge­nann­ten „kon­ser­va­ti­ven“ Kar­di­nä­len zum Papst gekürt wur­de, war es völ­lig offen­sicht­lich, was auf die Kir­che zukommt. Als die­ser Herr aus Argen­ti­ni­en auf der Log­gia des Peters­do­mes erschien, mach­te er schon durch sein erstes Auf­tre­ten klar, was er vor­hat­te. Die Wahl von Fran­zis­kus war und ist der Super­gau für die Kir­che. Die Ver­fol­gung der tra­di­ton­streu­en Katho­li­ken wird sich mas­siv fort­set­zen, und damit die Zer­stö­rung der Kir­che. Die­ser Papst wird auch alles tun, daß sein Nach­fol­ger sei­nes Gei­stes Kind sein wird. Alle mei­ne Befürch­tun­gen haben sich in den drei Jah­ren die­ses fürch­ter­li­chen Pon­ti­fi­ka­tes lei­der bestä­tigt. Es kann einem Him­mel­angst wer­den. Gna­de uns Gott.

    • @ Reichs­rö­mer

      Wir ste­hen in der Ent­fal­tung und erle­ben die Ent­fal­tung der Gehei­men Offen­ba­rung nach Johan­nes; dies ist jeden­falls mein Ver­ste­hen „der Zei­chen der Zeit“. An das geof­fen­bar­te Wort Got­tes (Bibel, Evan­ge­li­um) glau­be ich mit fester Über­zeu­gung.
      Es ist uns gesagt, Him­mel und Erde wer­den ver­ge­hen, doch das Wort Got­tes wird nicht ver­ge­hen; es ist unver­än­der­lich und wird sich bis zum letz­ten Buch­sta­ben erfül­len. Es ist Got­tes­wort, daher besteht über­haupt kein Grund Angst zu haben. Angst kommt nie/nicht von Gott, son­dern ist immer der kla­re Hin­weis, dass die böse Sei­te Ein­fluss auf den Men­schen nimmt (auf sei­ne Emo­tio­nen, Wahr­neh­mun­gen, Gedan­ken, Wor­te, Wer­ke.…).
      Die Wort­krea­ti­on „Him­mel­angst“ hal­te ich für sehr unglück­lich, weil nicht zutref­fend. Him­mel­angst gibt es nicht.
      Als Katho­lik muss ich einer For­mu­lie­rung „Zer­stö­rung der Kir­che“ wider­spre­chen. Ein Abriss ist im Gan­ge, ja,aber was unse­re Augen sehen und Ohren hören, ist nicht alles, was geschieht. Anna Katha­ri­na Emme­rick sah in ihren Visio­nen den Abriss an einer Sei­te vor­an­schrei­ten, an ande­rer Stel­le wur­de gleich­zei­tig die Kir­che wie­der auf­ge­baut. Der Abriss wird nur solan­ge und soweit gehen, wie Gott es erlaubt. Wei­se sind Sei­ne Ent­schlüs­se.
      Die Kir­che kann nicht zer­stört wer­den; die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­win­den. Dies ist eine Zusa­ge des Herrn.

      Zurück zur Gehei­men Offen­ba­rung und deren aktu­el­le Ent­fal­tung im Zeit­ge­sch­eben. Das alles muss gesche­hen.…., denn es ist Got­tes­wort.
      Die Rei­ni­gung für die Kir­che wird schwe­rer sein als für die Welt. Was geschrie­ben steht muss gesche­hen, alles dient dazu, die Men­schen von der „brei­ten Stra­ße in den ewi­gen Abgrund“ weg­zu­brin­gen bzw. weg­zu­lei­ten. Frei­lich muss der Mensch mit sei­nem frei­en Wil­len die Umkehr wol­len, die wah­re Barm­her­zig­keit Got­tes anneh­men wol­len.

      Es ist ein­fach Tat­sa­che, dass die Mehr­heit der Men­schen es braucht, eine nicht in Wor­te zu fas­sen­de Erschüt­te­rung, ja einen Umsturz ihres bis­he­ri­gen Lebens zu erlei­den, damit die Umgar­nungs­stricke des Bösen erkannt und zer­ris­sen wer­den kön­nen. Der Böse sticht sei­ne Fang­kral­len längst tief in der Fleisch der Men­schen. Denn — seit die Regie­run­gen Geset­ze in Kraft set­zen, wel­che gegen die 10 Gebo­te Got­tes ste­hen und schwer sünd­haf­tes Handeln/Verhalten durch sol­che Geset­ze öffent­lich-recht­lich erlaubt „ist/scheint“, sind die Ver­wun­dun­gen des Bösen frech sicht­bar töd­lich gewor­den. Töd­lich meint, die See­len sind hoch gefähr­det, in die ewi­ge Ver­damm­nis zu gehen.

      Vie­les, was heu­te die kirch­li­che Hier­ar­chie spricht und tut, ist uns mit­tels einer Anzahl von Pro­phe­ti­en im Vor­hin­ein bekannt gemacht wor­den. Es besteht wirk­lich kein Grund zur Angst. Nichts ist ver­lo­ren. Alles ist in Got­tes Hand. Wir soll­ten uns beharr­lich vor­be­rei­ten und freu­en, der Herr kommt bald.

      Alle, Kir­che und Welt müs­sen durch eine Rei­ni­gung, wie sie die Mensch­heit in kei­ner Epo­che zuvor erlebt hat. Rei­ni­gung geht ein­her mit Drang­sal und Lei­den. Lei­den als Buße für die eige­nen Sün­den und Lei­den als Süh­ne in Stell­ver­tre­tung für die Ret­tung vie­ler ande­rer See­len.

      Wo die Not groß ist, ist die Gna­de über­mäch­tig. — Also, wer treu im Glau­ben fest­steht, da wird die Gna­de nicht säu­men und aus­ge­gos­sen wer­den, Schutz gewäh­ren usw.
      Es ist gewiss, dass nie­mand mehr wird zu lei­den haben, als die­se Per­son nötig hat, um dem Bösen ent­ris­sen zu wer­den und/ bzw. um das ewi­ge Heil für die See­le zu erlan­gen.

  10. Glau­bens­treue Katho­li­ken FÜHLEN sich nicht durch Fran­zis­kus aus­ge­grenzt SIE WERDEN TATSÄCHLICH von ihm AUSGEGRENZT, schi­ka­niert, schroff kri­ti­siert und stief­müt­ter­lich behan­delt. Die­sem Papst geht es um Popu­la­ri­tät, gutes Image und gute Pres­se. Daher umgibt er sich lie­ber mit Per­so­nen und Grup­pen, die von den Medi­en gefei­ert wer­den als mit glau­bens­treu­en Katho­li­ken, die Pariahs der sind. Fran­zis­kus macht immer wie­der deut­lich, dass er sich von glau­bens­treu­en Katho­li­ken distan­ziert und nicht viel von ihnen hält.

  11. @Graue Maus:Niemand ist offen und Ehr­lich-auch der „Papst“ nicht.Ehrlich ist nur Jesus Christus.Darüberhinaus wur­de uns der Papst nicht „als Wohl­tat von Gott geschenkt“, son­dern von Miet­lin­gen und Wöl­fen im Kar­di­nal­s­rang , vor die Nase gesetzt.Es ist mehr als tra­gisch und gera­de­zu anmassend,die Wahl die­ses Destroy­ers aus Argen­ti­ni­en als „Geschenk“ der“ Wohl­tat Got­tes“ zu inter­pre­tie­ren. Für Sie viel­leicht und Ihre­glei­chen mag es ja so viel­leicht sein- Haupt­sa­che Sie und Ihres­glei­chen füh­len sich dabei glück­lich — aber dar­aus zu schliessen,dies wür­de der Ueber­zeu­gung der gro­ssen Volks­mas­sen ent­spre­chen, das ist doch eine ziem­lich unglaub­li­che Anma­ssung.

  12. @fredius2,
    Ich ver­mu­te sehr stark daß Sie nicht mit dem ursprüng­li­chen @fredius iden­tisch sind.
    Ihr Kom­men­tar zu der hoch­ge­schätz­ten Mari­en­zweig ist übri­gens defect:
    1. Hof­fen soll­te der Christ immer.
    2. Mühe geben soll­te der Christ sich immer- und die Ein­heit soll­te auch erkämpft wer­den.
    Etwas is nur gut wen es in sei­ner Gesamt­heit gut ist; schlecht wird es wenn es in einem Unter­teil schon schlecht ist.
    Das dür­re Holz muß ver­brannt wer­den.
    3. Mei­nen Glau­bens­weg habe ich ohn Papst Alex­an­der VI Bor­gia und ohne Papst Hono­ri­us gemacht.
    Es sind nicht die „Gei­ster der Tra­di­ti­on“ die ver­wirrt haben- dafür waren die Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten in den Jah­ren 60,70 und 80 zu gering und größ­ten­teils nicht vorhanden‑, son­dern der Unsinn der moder­ni­sti­sche Frei­gei­ster.
    Mein altes Archiv ent­hält dar­über noch viel Inter­es­san­tes.
    4. Von den Umtrie­ben der Sankt-Gal­len-Mafia bei der letz­ten Kon­kla­ve ist noch nicht alles bekannt.
    Wie Lae­ti­zia Bona­par­te, die Mut­ter des Napo­le­ons, sag­te am Höhe­punkt des Ruh­mes ihres Soh­nes:
    „Pour­vou que ca dou­re“ („Vor­aus­ge­setzt daß es andau­ert“)
    🙂

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