„Revision des Unfehlbarkeitsdogmas“ — Glückwunsch-Appell von Hans Küng an Papst Franziskus

(Rom) Vor­zei­ti­ge Glück­wün­sche zum drit­ten Jah­res­tag der Erwäh­lung zum katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt erhielt Papst Fran­zis­kus vom Häre­ti­ker Hans Küng. Der von Rom ver­ur­teil­te ehe­ma­li­ge Theo­lo­ge ließ sie dem Papst öffent­lich­keits­wirk­sam über die Medi­en zukom­men und zwar in der heu­ti­gen Aus­ga­be der spa­ni­schen Tages­zei­tung El Pais und wei­te­ren Medi­en.

Hans Küng, der bereits ankün­dig­te, sich vor­stel­len zu kön­nen, aus der Welt zu schei­den, wie er leb­te, näm­lich im Wider­spruch zur katho­li­schen Leh­re durch Eutha­na­sie, wäre nicht Hans Küng, wenn er mit sei­ner Wort­mel­dung nicht auch einen Angriff gegen die kirch­li­che Leh­re ver­knüp­fen wür­de. Die Glück­wün­sche sind daher ein Glück­wunsch-Appell, mit dem Küng den Papst auf­for­dert, in der Kir­che eine „freie, unvor­ein­ge­nom­me­ne und unpar­tei­ische Dis­kus­si­on“ zu erlau­ben, „über alle anhän­gi­gen und unter­drück­ten Fra­gen, die mit dem Unfehl­bar­keits­dog­ma“ zu tun haben.

Für einen Häre­ti­ker, wie Hans Küng, sind Dog­men und Unfehl­bar­keit ein Stör­fak­tor in der krea­ti­ven Gestal­tung von „Wahr­heit“ und „Glau­ben“.

Seit 40 Jahren von Rom verurteilt

Obwohl die Leh­ren Hans Küngs seit 40 Jah­ren von der Kir­che ver­ur­teilt sind, zeigt der Schwei­zer kei­ner­lei Ein­sicht. 1975 wur­den sei­nen fal­schen The­sen erst­mals von Rom ver­ur­teilt. 1979 wur­de ihm mit Zustim­mung von Papst Johan­nes Paul II. durch die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, wegen „Ver­ach­tung des kirch­li­chen Lehr­am­tes“, jede Lehr­tä­tig­keit in der katho­li­schen Kir­che und für die katho­li­sche Kir­che unter­sagt. Wört­lich heißt es in der „Erklä­rung über eini­ge Haupt­punk­te der theo­lo­gi­schen Leh­re von Hans Küng“:

„Hans Küng weicht in sei­nen Schrif­ten von der voll­stän­di­gen Wahr­heit des katho­li­schen Glau­bens ab. Dar­um kann er weder als katho­li­scher Theo­lo­ge gel­ten noch als sol­cher leh­ren.“

Seit der Wahl von Papst Fran­zis­kus änder­te Küng nicht sei­ne Hal­tung gegen­über der katho­li­schen Glau­bens­leh­re und der katho­li­schen Kir­che, auch nicht gegen­über dem Papst­tum, aber gegen­über dem regie­ren­den Papst. Vom argen­ti­ni­schen Papst ist Küng begei­stert. 2014 erklär­te er, nun „kein Papst-Kri­ti­ker“ mehr sein zu müs­sen. Das Papst­tum selbst kri­ti­sier­te der ehe­ma­li­ge katho­li­sche Theo­lo­ge den­noch eif­rig wei­ter.

„Ich bin nicht unfehlbar“

Nun mein­te Küng, es sei „kaum vor­stell­bar“, daß ein Papst Fran­zis­kus auf ein Unfehl­bar­keits­dog­ma bestehe, wie es unter Papst Pius IX. im 19. Jahr­hun­dert defi­niert wur­de. Eben­so sei nicht vor­stell­bar, daß Papst Fran­zis­kus davon Gebrauch machen wür­de, um wie Papst Pius XII. 1950 ein Mari­en­dog­ma zu ver­kün­den.  „Vor­stell­bar“ für Hans Küng sei hin­ge­gen, daß Papst Fran­zis­kus, ähn­lich wie Papst Johan­nes XXIII. mit einem Lächeln erklärt: „Ich bin nicht unfehl­bar.“ Als Johan­nes XXIII. die erstaun­ten Gesich­ter der Semi­na­ri­sten des Grie­chi­schen Päpst­li­chen Kol­legs sah, habe er hin­zu­ge­fügt:

„Ich bin nur unfehl­bar, wenn ich ex cathe­dra defi­nie­re, aber das wer­de ich nie.“

Am 19. März wird Hans Küng 88 Jah­re alt. Sei­ne ver­blei­ben­de Zeit nützt er nicht für einen kri­ti­schen Rück­blick auf sein Leben, son­dern zur Recht­fer­ti­gung sei­nes Wider­spruchs und sei­ner Häre­si­en, wie sein heu­ti­ger Appell in der spa­ni­schen Tages­zei­tung El Pais belegt. Das von Papst Johan­nes Paul II. 1979 aus­ge­spro­che­ne Lehr­ver­bot sei „recht­lich anfecht­bar, theo­lo­gisch halt­los und poli­tisch kon­tra­pro­duk­tiv“ gewe­sen. Mar­tin Luthers Selbst­recht­fer­ti­gun­gen las­sen grü­ßen.

Pontifikate von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. war verlorene Zeit

Küng wirft Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. restau­ra­ti­ve Pon­ti­fi­ka­te vor, die die Kir­che in eine Sack­gas­se geführt hät­ten, weil sie die „Ver­stän­di­gung zwi­schen den Kon­fes­sio­nen“, die „gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung der Amts­trä­ger und der jewei­li­gen Eucha­ri­stie­fei­ern“ ver­hin­dert haben, weil sie die Schei­dung und das Frau­en­prie­ster­tum abge­lehnt und den „kata­stro­pha­len Zwangs­zö­li­bat“ für Prie­ster bei­be­hal­ten haben. Damit sei­en 35 Jah­re ver­geu­det wor­den. Mit Papst Fran­zis­kus habe sich das aber geän­dert. Den argen­ti­ni­schen Papst lobt der Häre­ti­ker in den höch­sten Tönen und ver­gleicht ihn mit dem von Küng eben­so gelob­ten Johan­nes XXIII. Papst Fran­zis­kus habe ihm, Küng, „immer brü­der­lich geant­wor­tet“. Für das „pasto­ra­le Wir­ken“ des Pap­stes hege er „gro­ße Sym­pa­thie“.

Papst Fran­zis­kus kämp­fe „mit allen sei­nen Kräf­ten, um der Kir­che Frisch­luft zuzu­füh­ren“. Er sei jedoch das Opfer „mas­si­ven Wider­stan­des“, wie sich bei der jüng­sten Bischofs­syn­ode gezeigt habe.

In sei­nem Glück­wunsch-Appell an Papst Fran­zis­kus schriebt Küng:

„Machen Sie kei­nen Feh­ler: ohne eine kon­struk­ti­ve Revi­si­on des Unfehl­bar­keits­dog­mas wird kei­ne wirk­li­che Erneue­rung mög­lich sein.“

Die „anti­mo­der­ne Epo­che, die vom Ersten Vati­ka­ni­schen Kon­zil ein­ge­lei­tet wur­de, sei zu Ende“, so Küng.

Küng schließt sei­nen Glück­wunsch-Appell, indem er sich und den Papst auf Augen­hö­he setzt:

„Zum Glück sind Sie zehn Jahr jün­ger als ich, und wer­den mich, wie ich hof­fe,  über­le­ben.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: El Pais (Screen­shot)

18 Kommentare

  1. Der Zynis­mus des Häre­ti­kers Hans Küng nimmt mit sei­nen Lebens­jah­ren gar noch zu. Hw Prof. May im Jah­re 2009 über die Kern­hä­re­sie des exkom­mu­ni­zier­ten ( und den­noch „zeit­ge­mäss hofier­ten ) Aposta­ten Hans Küng:
    -
    [.…]
    „Sei­ne Irr­lehre fängt damit an, dass er den drei­ei­ni­gen Gott leug­net.
    Er unter­schiebt den Chris­ten – den Chris­ten! – den Glau­ben an drei Göt­ter.
    Gleich­zei­tig zeigt er Sym­pa­thie für die Got­tes­lehre des Islam. Aus der Leug­nung des drei­ei­ni­gen Got­tes ergibt sich die Zer­stö­rung der Leh­re von Chris­tus.
    Jesus ist für Küng ein per­sön­li­cher Bot­schaf­ter, Ver­trau­ter, Freund Got­tes. Bot­schaf­ter, Ver­trau­ter, Freund Got­tes.
    Ja, mei­ne lie­ben Freun­de, das sind sehr vie­le gewe­sen, das sind alle Hei­li­gen gewe­sen, Bot­schaf­ter, Freun­de und Ver­traute Got­tes!
    Er nennt ihn auch einen „Sach­wal­ter“.
    Sach­wal­ter ist auch Moses gewe­sen und sind die Pro­phe­ten gewe­sen.
    Die Apos­tel und die Bischö­fe sind eben­falls Sach­wal­ter Got­tes.
    Offen gere­det: Für Küng ist Chris­tus nicht mehr als ein Mensch.
    Er ent­klei­det den Hei­land sei­ner gött­li­chen Wür­de.
    Die Fol­ge die­ser Leug­nung zeigt sich im Inhalt der Pre­digt Jesu.
    Sie geht über eine Sache, nicht über eine Per­son.
    „Nicht sich selbst ver­kün­det Jesus.“
    Über die­sen Satz wol­len wir heu­te nach­den­ken.
    Über die­sen Satz von Küng: „Nicht sich selbst ver­kün­det Jesus.“
    Ja, was ver­kün­det er denn nach Küng?
    Den Vater im Him­mel, das Reich Got­tes, aber nicht sich selbst ver­kün­det Jesus.
    Küng leug­net damit einen fun­da­men­ta­len Glau­bens­satz unse­rer Kir­che.
    Wer auch nur einen Glau­bens­satz leug­net, ver­fällt der Exkom­mu­ni­ka­tion.
    Küng ist der Exkom­mu­ni­ka­tion wie­der­holt, immer wie­der ver­fal­len.
    Aber kein Mensch küm­mert sich dar­um.
    Kein Bischof spricht davon, dass Küng ein Exkom­mu­ni­zier­ter ist.
    Über die armen Ker­le, die uner­laubt die Bischofs­weihe emp­fan­gen haben,
    fällt man her.
    Der Theo­loge Küng leug­net grund­we­sent­li­che Wahr­hei­ten des christ­li­chen Glau­bens und wird nicht als Exkom­mu­ni­zier­ter ange­se­hen.
    Er eilt von Ehrung zu Ehrung.
    Die Frei­mau­rer geben ihm einen Preis und vie­le ande­re.“
    -

  2. Was für eine eit­le und gecken­haf­te Pose, dem Ober­haupt der Kir­che Rat­schlä­ge zu ertei­len. Der Mann hebt noch vom Boden ab!

  3. Es ist für mich nicht nach­voll­zieh­bar, dass man bei lau­ter Kri­tik in der Kir­che bleibt. da zie­he ich vor jedem noch den Hut, der aus­tritt und Gott leug­net. Die Mache von Küng ist ein­fach nicht nach­voll­zieh­bar.

      • Sehr rich­tig!
        Wie von der sel.Emmerick gese­hen gibt es zwei Kirchen,eine hel­le und eine Dun­kel-Kir­che.
        Die dunk­le hat sich schon selbst geoutet,mit den Verdunkelungs-Szenarien,mit denen sie sich bei der „Welt“ ein­schlei­men woll­te.
        Im Hohe­lied gibt es einen myste­riö­sen Satz dazu: „schwarz bin ich und schön“,sagt die Braut.
        Wer Ohren hat,der höre!

      • @ LL
        Beden­ken Sie, wenn Sie Ihre Weis­hei­ten über die katho­li­sche Kir­che preis­ge­ben, was Pau­lus in den Brie­fen an die Ephe­ser und Kolos­ser über die Kir­che als dem Haupt und dem Leib Chri­sti sagt.

        Sie sind aus die­ser mit Jesus Chri­stus untrenn­bar ver­bun­de­nen Kir­che aus­ge­tre­ten. Damit wäre Ihrer­seits auf die­sem katho­li­schen Forum eigent­lich alles gesagt — oder ver­su­chen Sie sich in öffent­li­cher Rede etwas ein­zu­re­den, das Ihnen geeig­net erscheint, sich für den Aus­tritt vor sich sel­ber recht­fer­ti­gen zu kön­nen?

      • Herr @ Sophus,
        falls Sie mich mei­nen: Mei­ne Nut­zer­na­me ist Leo Laemm­lein. Bin ich in Ihren Augen so viel Höf­lich­keit nicht mehr wert? Was wird die näch­ste Degra­die­rungs­stu­fe sein?
        Es ist schon das zwei­te Mal, dass Sie mich für aus dem Lei­be Chri­sti exkom­mu­ni­ziert erklä­ren. Wol­len Sie das Urteil, ob ich zu Sei­nem mysti­schen Leib gehö­re, nicht lie­ber dem ewi­gen Rich­ter über­las­sen?
        Ihrer Ekkle­sio­lo­gie scheint es zu ent­spre­chen, dass in der Kir­che Jesu Chri­sti ein sicht­ba­res Ober­haupt fun­gie­ren darf, der schon vor sei­ner Wahl auf den Petrusstuhl Häre­si­en ver­brei­te­te und seit­her wei­ter ver­brei­tet (sie­he z.B. die­se katho­li­schen Sei­ten: https://www.youtube.com/watch?v=fvjmveYw0tE ; http://www.novusordowatch.org/pope-francis.htm ) und der zugleich geist­li­che Ein­heit mit sich selbst als unab­ding­bar für die Erlan­gung des ewi­gen Heils for­dert. Sol­ches kön­nen Sie bei Pau­lus weder in den von Ihnen emp­foh­le­nen Brie­fen an die Kolos­ser und Ephe­ser noch sonst­wo fin­den. Nach der Leh­re des Neu­en Testa­ments ist die Ekkle­sia (Kir­che, Gemein­de, Ver­samm­lung) Jesu Chri­sti ein geist­li­cher Orga­nis­mus, der durch Ihn geschaf­fen wur­de und aus allen wie­der­ge­bo­re­nen Gläu­bi­gen des gegen­wär­ti­gen Zeit­al­ters besteht (Eph 2,11–3,6). In die­sen geist­li­chen Leib –die Kir­che und Braut Chri­sti (2 Kor 11,2; Eph 5,23–32; Offb 19,7–8)–, des­sen Haupt Chri­stus ist (Eph 1,22; 4,15; Kol 1,18), wer­den wir durch den Hei­li­gen Geist ein­ge­fügt (1 Kor 12,12–13). Wer aber den Geist Chri­sti nicht hat, der gehört nicht zu ihm (Röm 8,9)! Der Geist Chri­sti und Got­tes ist aber der Geist der Wahr­heit, nicht der Lüge, Herr @ Sophus!
        Gehört Hans Küng, der jeden Monat sei­ne Kir­chen­steu­er zahlt, zum Leib Chri­sti?
        Lesen Sie die Wor­te des hl. Petrus und ver­glei­chen Sie es mit dem, was Papst Fran­zis­kus, der Prie­ster Hans Küng und Erz­bi­schof Robert Zollitsch zu die­sem The­ma bei ver­schie­de­nen Gele­gen­hei­ten lehr­ten:
        „denn Chri­stus hat für euch gelit­ten und euch ein Bei­spiel gege­ben, damit ihr sei­nen Spu­ren folgt. Er hat kei­ne Sün­de began­gen und in sei­nem Mund war kein trü­ge­ri­sches Wort. (…) Er hat unse­re Sün­den mit sei­nem Leib auf das Holz des Kreu­zes getra­gen, damit wir tot sei­en für die Sün­den und für die Gerech­tig­keit leben. Durch sei­ne Wun­den seid ihr geheilt. Denn ihr hat­tet euch ver­irrt wie Scha­fe, jetzt aber seid ihr heim­ge­kehrt zum Hir­ten und Bischof eurer See­len.“

        Und wenn der Papst und der Diö­ze­san­bi­schof leh­ren, dass Allah der­sel­be sei wie der drei­ei­n­i­ge Gott und dass wir Respekt (= Ach­tung, Ver­eh­rung, Ehr­er­bie­tung, Ehr­furcht) für fal­sche Reli­gio­nen haben müs­sen und unse­re Kin­der im Respekt vor fal­schen Reli­gio­nen erzie­hen müs­sen, und wenn ich gemäß katho­li­scher Leh­re zugleich dem Papst und dem mit ihm ver­ein­ten Bischof Gehor­sam schul­de, dann Herr @ Sophus ist für mich der Punkt erreicht, wo ich sagen muss: Ich kann Euch nicht fol­gen. Adieu! Und nen­nen Sie mir eine Stel­le aus dem Neu­en Testa­ment, dass ich christ­li­chen Hir­ten in den Irr­tum fol­gen muss, umn geret­tet zu wer­den. Viel­mehr sag­te Petrus der damals recht­mä­ßi­gen geist­li­chen Obrig­keit: Man muss Gott mehr gehor­chen als den Men­schen. In einer sol­chen a u ß e r o r d e n t l i c h e n Situa­ti­on wird „der Hir­te und Bischof unse­rer See­len“, Unser Herr Jesus Chri­stus, nie­man­den zurück­wei­sen, der den hier­ar­chi­schen Dienst­weg umgeht und direkt zu IHM kommt! Ich for­de­re nie­mand auf, die­sel­be Kon­se­quenz zu zie­hen, wie ich; wozu ich aber jeden Katho­li­ken auf­for­de­re, ist, dass er sich dar­über klar wird, dass er sein Heil allein dem Erlö­sungs­op­fer Jesu Chri­sti am Kreuz ver­dankt und dass er an IHN glau­ben muss, dass er IHM ver­trau­en und gehor­chen muss, und dass er IHM als Jün­ger tag­täg­lich nach­fol­gen muss, um geret­tet zu wer­den.

      • War­um so emp­find­lich Wer­ter Herr@ Leo Laemm­lein? Sie haben doch bei ande­ren Kom­men­ta­to­ren die Kurz­form LL tole­riert. War­um in mei­nem Fall nicht?
        Übri­gens: Mein Bei­trag bezog sich auf Ihren Kurz­post, der da lau­tet:
        „Die Kir­che ist nicht Gott.
        Und nicht alles, was Kir­che heißt, ist Kir­che.“
        Der Schluss Ihres Bei­trags ist durch die Gemein­sa­me Erklä­rung zur Recht­fer­ti­gungs­leh­re von 1999 nicht aus­rei­chend abge­deckt. Es fehlt der Hin­weis auf das Tun guter Wer­ke, was auch durch gute Wor­te gesche­hen kann z.B. gegen­über der exi­stie­ren­den Kir­che, die nicht zu ver­un­glimp­fen ist, auch wenn ihre Glie­der aus sünd­haf­ten Men­schen bestehen.

      • Nach­trag zur Gemein­sa­men Erklä­rung:
        „Allein aus Gna­de im Glau­ben an die Heils­tat Chri­sti, nicht auf Grund unse­res Ver­dien­stes, wer­den wir von Gott ange­nom­men und emp­fan­gen den Hei­li­gen Geist, der unse­re Her­zen erneu­ert und uns befä­higt und auf­ruft zu guten Wer­ken.“
        Dar­an wird auch nach Leh­re der Kir­che jeder Mensch gemes­sen wer­den, nicht an der Recht­mä­ßig­keit sei­ner sub­jek­ti­vi­sti­schen Ent­täu­schun­gen an einer Kir­che, die immer­hin unter Bei­stand des Hei­li­gen Gei­stes durch die Zei­ten geführt wird.

  4. Der Wahn­sinn nimmt sei­nen Lauf. Küng auf Augen­hö­he mit Fran­zis­kus. Küng fühlt sich von Fran­zis­kus reha­bi­li­tiert und for­dert jetzt selbst­be­wusst die Dog­men zu über­prü­fen. Durch das Schrei­ben von Fran­zis­kus am Anfang sei­nes Pon­ti­fi­kats an Küng, fühlt die­ser Ober­was­ser. Dass man über­haupt mit Kir­chen­fein­den spricht, die wie Beton stur in ihrem Den­ken sind, wur­de in frü­he­ren Zei­ten abge­lehnt, weil unfrucht­bar. Aber durch den Zeit­geist berei­tet man die­sen Leu­ten ein Forum und lässt sie ihr Gift ver­sprit­zen. Wenn man den Aus­füh­run­gen Küngs folgt, kommt man nicht umhin, die Unter­welt zu erah­nen, denn ein nor­ma­ler Mensch käme nicht auf sol­che Gedan­ken und Ansin­nen.

  5. Ueber den Unhold kueng ist, so den­ke ich alles gesagt.
    Geschmack­los und pein­lich ist die „huen­di­sche Erge­ben­heit“ von Tei­len, vor allem, des deut­schen Kle­rus, die ihn auch noch hofie­ren / Kard.Lehmann :„Unser lie­ber Freund Hans“ !!!!!!!!!!
    Nein, durch den Hass, die Apost­asie und sei­ne Aktio­nen gegen die Kir­che hat sich Kueng sei­nen Platz in der Ewig­keit dort reser­viert, wie es ihm gebue­hrt.
    Trau­rig ist das nie­mand mehr laut „Vade reto Sata­nas“ ruft.

    • Die Feh­ler der gan­zen Rie­ge an Moder­ni­sten ein­schließ­lich Leh­mann und Küng besteht dar­in, dass sie den Gedan­ken­gän­gen der Auf­klä­rung und ihren dei­sti­schen Schluss­fol­ge­run­gen bezüg­lich der Ver­schrif­tung und Über­lie­fe­rung der neu­te­sta­ment­li­chen Schrif­ten ihr wis­sen­schaft­li­ches Ver­trau­en geschenkt haben. Damit sind sie alle in die von evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Bibel­wis­sen­schaft­lern gestell­ten Fal­le der Spät­da­tie­rung von 20 der 27 neu­te­sta­ment­li­chen Schrif­ten getappt. Das erst hat ihnen ihre exege­ti­schen Spe­ku­la­ti­ons­mög­lich­kei­ten in die bekann­ten Irr­tü­mer hin­ein eröff­net. Die mei­sten von ihnen, auch Kar­di­nal Kas­per, sind neue­rungs­süch­ti­ge Dog­ma­ti­ker, die nicht die Fall­stricke die­ser nicht­a­po­sto­li­schen Spät­da­tie­rung erken­nen konn­ten oder aus per­sön­li­chem Ehr­geiz nicht erken­nen woll­ten.
      Gan­ze Genera­tio­nen an katho­li­schen Theo­lo­gen — mit Aus­nah­me weni­ger — sind die­ser Falsch­da­tie­rung auf­ge­ses­sen und haben dadurch ihre wis­sen­schaft­li­chen Lebens­wer­ke zur Mak­ku­la­tur wer­den las­sen. Auch Papst Fran­zis­kus ist, nicht zuletzt durch Kar­di­nal Kas­per, in die­se reform­gie­ri­ge Fal­le gelockt wor­den, doch er ist recht­zei­tig vor einem Jahr gewarnt wor­den. Nach der Ver­öf­fent­li­chung des Schluss­do­ku­ments zur Fami­li­en­syn­ode wird man mehr wis­sen!

  6. Viel­leicht ist anzu­mer­ken: Als Theo­lo­gie­pro­fes­sor durf­te Hans Küng wei­ter leh­ren, da Uni­ver­si­tä­ten staat­lich sind. Katho­li­sche Stu­den­ten, die einen kirch­li­chen Dienst anstreb­ten, durf­ten bei ihm nicht ihr Examen able­gen, was selbst­ver­ständ­lich ist, nach­dem das Lehr­amt gegen ihn tätig wur­de.
    Hans Küng durf­te wei­ter Prie­ster blei­ben, er war ein sehr gern gese­he­ner Gast auf Katho­li­ken­ta­gen, z. B. an der Sei­te von Karl Kar­di­nal Leh­mann. Kurz nach dem Bene­dikt XVI. Papst wur­de, hat er ihn in Pri­vat­au­di­enz emp­fan­gen und selbst mit­ge­teilt, dass Küng ganz zufrie­den gewe­sen sei mit sei­nem Sta­tus an der Uni­ver­si­tät, der ihm mehr Frei­heit gewäh­re als einem offi­zi­ell aner­kann­ten katho­li­schen Theo­lo­gie­pro­fes­sor.
    Hans Küng hat die Groß­zü­gig­keit von Bene­dikt XVI. nicht gedankt.
    Ich habe kei­ne Erklä­rung dafür, war­um ein Prie­ster, der öffent­lich behaup­tet, die Kreu­zi­gung Jesu Chri­sti sei „ein Miss­ver­ständ­nis“ gewe­sen, Prie­ster blei­ben und die Eucha­ri­stie­fei­er wei­ter zele­brie­ren darf.
    Natür­lich wol­le er Prie­ster blei­ben, beton­te Küng stets. Das gehö­re „zu sei­nem Lebens­ent­wurf.“

    • Prof. Küng wur­de die Lehr­be­fä­hi­gung ent­zo­gen. Er durf­te nicht „wei­ter leh­ren“, er bekam einen neu­en Sta­tus an der Uni­ver­si­tät. Da war kei­ne Will­kür im Spiel, nur Gesetz und Recht, letzt­lich ein altes Kon­kor­dat. Sein Prie­ster­stand ist eine ganz ande­re Sache.

  7. In Bezug auf Hans Küng, müss­te der Hei­li­ge Vater an einen Spruch des Sozi­al­de­mo­kra­ten August Bebel (1840–1913) den­ken. Bebel, der zwar Sozia­list und Athe­ist war, aber einer der mit offe­nem Visier kämpf­te, hat­te gesagt „Wenn mich mei­ne Fein­de loben, so bin ich sicher einen Feh­ler gemacht zu haben“!

  8. Johan­nes XXIII. war mei­nes Wis­sens nach der letz­te, vom 19. Jahr­hun­dert gepräg­te Papst, der mit den Häre­si­en des Herrn Küng sicher nichts am Hut hat­te. Papst Johan­nes Paul II. hat zwar auch üble Ernen­nun­gen vor­ge­nom­men (Dan­neels, Kam­p­haus, Kräut­ler, Leh­mann, Maho­ny, Mar­ti­ni fal­len mir da ein), den­noch wird er als gro­ßer Papst in die Kir­chen­ge­schich­te ein­ge­hen, Bene­dikt XVI. sowie­so. Bei Ber­go­glio darf das getrost bezwei­felt wer­den, daher ist es wahr­schein­lich sogar bes­ser, wenn er vom Unfehl­bar­keits­dog­ma kei­nen Gebrauch macht.

  9. Wie sehr muss es Jesu Herz ver­let­zen beim Gedan­ken, dass Er Selbst jenen Kan­di­da­ten aus Sur­see einst zur Wei­he hat vor­tre­ten las­sen und sein „adsum“ hat spre­chen las­sen; und wie gross wäre Sei­ne Freu­de und Genug­tu­ung, jenem Prie­ster bei himm­li­schen Gast­mahl einen Platz zuwei­sen zu kön­nen. Des­halb, beten und opfern wir, damit ein ver­lo­re­ner Sohn des Vaters zu Ihm zurück­fin­den möge, und ver­ei­nen wir uns dabei mit der himm­li­schen Mut­ter, der Über­win­de­rin aller Häre­si­en. „Hans Küng: Ich war nicht unfehl­bar und bereue!“ — Wel­che Schlag­zei­le das wäre!

    • Also ich glau­be hier unter­stellt man Jesus Chri­stus all­zu­mensch­li­ches Füh­len.
      Er kennt sei­ne „Pap­pen­hei­mer“ ganz genau und die Tren­nung der Spreu vom Wei­zen ist doch ein gro­ßes The­ma die gan­ze Bibel hin­durch.
      Beten wir lie­ber für uns selber,das wir den Glau­ben nicht ver­lie­ren.
      Auch wir sind bei­lei­be noch nicht geret­tet und kön­nen alle­zeit fal­len.
      War­um sich also um Häre­ti­ker sor­gen!?

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