Kardinalskonsistorium zu Heiligsprechungen — Mutter Teresa, Maria Hasselblad, Jose Sanchez del Rio

Neue Heilige: Mutter Teresa, Maria Elisabeth Hasselblad, Giuseppe Brochero

(Rom) Am kom­men­den 15. März wird Papst Fran­zis­kus dem ordent­li­chen Kon­si­sto­ri­um der Kar­di­nä­le vor­ste­hen, bei dem die Hei­lig­spre­chung von fünf Seli­gen offi­zi­ell bekannt­ge­ge­ben wird.

Es han­delt sich um den Seli­gen Sta­nis­laus von Jesus Maria (1631–1701), bür­ger­lich Johann Pap­c­zyn­ski, den Grün­der der Con­gre­ga­tio Cler­i­co­rum Mariano­rum sub titu­lo Imma­cu­la­tae Con­cep­tio­nis Bea­tis­si­mae Vir­gi­nis (MIC), der 2007 von Papst Bene­dikt XVI. selig­ge­spro­chen wur­de;

den argen­ti­ni­schen Seli­gen José Gabrie­le del Rosa­rio Bro­che­ro (1840–1914), Diö­ze­san­prie­ster des Erz­bis­tums Cor­do­ba, der 2014 von Papst Fran­zis­kus selig­ge­spro­chen wur­de;

den mexi­ka­ni­schen Seli­gen José Sán­chez del Rà­o (1913–1928), einen jun­gen Lai­en, der als Cri­ste­ro in Mexi­ko das Mar­ty­ri­um erlitt, nach­dem er sich gewei­gert hat­te, Chri­stus zu ver­leug­nen. Er starb mit den Wor­ten „Viva Cri­sto Rey“; 2005 wur­de er von Papst Bene­dikt selig­ge­spro­chen;

um die schwe­di­sche Seli­ge Maria Eli­sa­beth Has­sel­blad (1870–1957), eine Kon­ver­ti­tin, die den Erlö­ser­or­den, einen Zweig des Bir­git­tin­nen­or­dens grün­de­te; 2000 wur­de sie von Papst Johan­nes Paul II. selig­ge­spro­chen;

und die alba­ni­sche Seli­ge Mut­ter Tere­sa von Kal­kut­ta (1910–1997), bür­ger­lich Agnes Gonxha Bojax­hiu, die Grün­de­rin der Mis­sio­na­rin­nen der Näch­sten­lie­be und Trä­ge­rin des Frie­dens­no­bel­prei­ses wur­de 2003 von Papst Johan­nes Paul II. selig­ge­spro­chen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/Pagina Catholica/MiL (Mon­ta­ge)

4 Kommentare

  1. Die Seli­ge Maria Eli­sa­beth Has­sel­blad kann ja wäh­rend der Schwe­den­rei­se Papst Fran­zis­kus‘ hei­lig gespro­chen wer­den.

  2. Ich bin lei­der davon über­zeugt, dass Mut­ter Tere­sa kei­ne Hei­li­ge ist. Sie und Johan­nes Paul II waren die Gali­ons­fi­gu­ren der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che. Die Hei­lig­keit des pol­ni­schen Pap­stes ist auch mehr als frag­lich.

    Aber kurz zu Mut­ter Tere­sa:

    1. Sie ver­lässt ihren ursprüng­li­chen Orden, wo sie schon ewi­ge Gel­üb­te abge­legt hat. Ist immer sehr frag­lich solch ein Wech­sel.

    2. Danach beginnt ihre gei­sti­ge Dür­re oder sagen wir es offen Athe­is­mus, der wohl bis zum Tode andau­er­te.

    http://www.cbsnews.com/news/letters-reveal-mother-teresas-secret/

    3. Ein sehr erfolg­rei­ches found rai­sing aus mehr als dubio­sen Quel­len.

    4. Men­schen­un­wür­di­ge Umstän­de in den Ster­be­häu­ser, Lei­den wird gut­ge­hei­ßen und bewußt in Kauf genom­men. Kann­te eine Ärz­tin, die dort gear­bei­tet hat und sich schockiert und ange­wi­dert dar­über äußer­te.

    5. Per­ma­nen­tes Leben auf Rei­sen und im Schein­wer­fer­licht. Liess sich gegen alle Armut in den USA behan­deln.

    6. Ihr Beicht­va­ter und der Spi­ri­tu­al ihrer Schwe­stern wur­de mehr­mals wegen Pädo­phi­lie ange­klagt. Sie hat sich für ihn ver­wen­det und ihn ver­tei­digt.
    http://www.sfweekly.com/sanfrancisco/tainted-saint-mother-teresa-defended-pedophile-priest/Content?oid=2183718

    7. Die Ein­nah­men und ihre Ver­wen­dung wur­den nie­mals offen­ge­legt.

    8. Sie wur­de auf ihrem Ster­be­bett einem Exor­zis­mus unter­zo­gen.

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/1529093.stm
    http://edition.cnn.com/2001/WORLD/asiapcf/south/09/04/mother.theresa.exorcism/

    9. Von Mass­me­di­en und der Welt hoch­ge­ju­belt. Das ist immer ver­däch­tig.

    10. Vie­le Aus­sa­gen, die von einem reli­giö­sen Indi­fer­ren­tis­mus zeu­gen.

    11. Man weiß immer nicht recht, ob getauft wur­de oder nicht.

    Alles in Allem kei­ne gute Zusam­men­stel­lung. War­um hat­te sie kein geist­li­ches Gespür in Bezug auf die­sen Prie­ster? Weil sie Athe­istin war, was sie auch selbst zugab. War­um hat sie bei aller Gott­ver­las­sen­heit, wel­che doch auch als ein Zei­chen gegen ihr Werk gewer­tet wer­den konn­te, wei­ter­ge­macht? Aus Ehr­geiz. Aber die­se armen Men­schen wirk­lich bewußt lei­den zu las­sen, denn es gibt meh­re­re Zeug­nis­se und ich hör­te es aus erster Hand. Lei­den kann süh­nend sein, wenn es frei­wil­lig ist. Anson­sten müss­ten wir Men­schen fol­tern, um mehr Lei­den für Gott zu schaf­fen, dies ist aber dämo­nisch.

    Das war doch ein Leben in einer stän­di­gen Lüge, was sie selbst in ihren Brie­fen auch zugab. Und wer ist der Vater der Lüge? Ich fürch­te, dass der­sel­be Geist, der sie aus ihrem ersten Klo­ster her­aus­ge­führt hat, sich auf ihrem Ster­be­bett auf offen­bar­te. Mir ist kein Bei­spiel eines Hei­li­gen bekannt, der auf sei­nem Ster­be­bett einem Exor­zis­mus unter­zo­gen wur­de. Man­che waren zeit­wei­se beses­sen, z.B. hl. Mag­da­le­na da Paz­zis u.a., aber wie die dunk­le Nacht, nach hl. Johan­nes von Kreuz, ist auch Süh­ne­be­ses­sen­heit tran­si­to­risch und das Letz­te­re ist wirk­lich sehr, sehr sel­ten, wobei der Rest des Lebens wirk­lich ohne Makel zu sein hat.

  3. @Paco: Soweit ich weiß, kön­nen Men­schen nur in Rom hei­lig­ge­spro­chen wer­den. So prag­ma­tisch Ihre Idee auch sein mag, den­ke ich nicht, das hier zukünf­tig eine Aus­nah­me von der Regel zu erwar­ten ist.
    Ein ande­res Ver­hal­ten wür­de einen Bruch mit der Tra­di­ti­on bedeu­ten.
    Zu frü­he­ren Zei­ten war es den Päp­sten nicht mög­lich, in der gan­zen Welt umher­zu­rei­sen, um Men­schen selig oder hei­lig­zu­spre­chen. Des­halb fan­den Selig-oder Hei­lig­spre­chun­gen stets in Rom statt. Soweit mir bekannt ist, fin­den Kano­ni­sie­run­gen (Prü­fun­gen des hei­lig­mä­ßi­gen Lebens, Wun­der) eben­falls in Rom statt.

    • Es ist nicht vor­ge­schrie­ben, dass Hei­lispre­chun­gen in Rom vor­ge­nom­men wer­den müs­sen. Papst Fran­zis­kus hat am 14. Janu­ar 2015 den „Apo­stel von Cey­lon“, Joseph Vaz, in Colom­bo hei­lig­ge­spro­chen. Somit wäre es nicht das erste Mal, dass eine Hei­lig­spre­chung außer­halb St. Peter voll­zo­gen wird.

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