„Historische“ Protokoll-Änderung im Vatikan für wiederverheiratet Geschiedene

Papst Franziskus empfängt Argentiniens neuen Staatspräsidenten Mauricio Macri mit historischem Novum: Juliana Awada, wie Macri wiederverheiratet geschieden, wurde protokollarisch wie seine rechtmäßige Ehefrau behandelt
Papst Franziskus empfängt Argentiniens neuen Staatspräsidenten Mauricio Macri mit historischem Novum: Juliana Awada, wie Macri wiederverheiratet geschieden, wurde protokollarisch wie seine rechtmäßige Ehefrau behandelt

(Rom) In der Fra­ge der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen geht das päpst­li­che Ping-Pong-Spiel der Gesten wei­ter. Die Kir­che war­tet seit Ende Okto­ber des Vor­jah­res auf das nach­syn­oda­le Schrei­ben, um zu erfah­ren, was Fran­zis­kus wirk­lich zu den wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen denkt. Im Ver­gleich zur eupho­ri­schen Auf­bruch­stim­mung von 2014 ist es deut­lich ruhi­ger gewor­den, nach­dem Fran­zis­kus fest­stel­len muß­te, daß es hef­ti­ge Wider­stän­de gegen „Reform­plä­ne“ gibt und Ände­run­gen in der Ehe-Leh­re nur um den Preis eines Schis­ma durch­zu­set­zen sind. Den­noch sen­det das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt, je nach­dem an wen es sich gera­de wen­det, noch immer ganz unter­schied­li­che Signa­le aus. Wäh­rend der Papst vor zwei Wochen im katho­li­schen Mexi­ko ein wie­der­ver­hei­ra­tet geschie­de­nes Paar, das in der Kir­che inte­griert ist, aber kei­ne Zulas­sung zur Kom­mu­ni­on for­dert, als modell­haft lob­te, erfolg­te am Wochen­en­de eine ande­re Geste.

Erste Audienz für Argentiniens neues Staatsoberhaupt Mauricio Macri

Papst Fran­zis­kus emp­fing am ver­gan­ge­nen Sams­tag den neu­ge­wähl­ten Staats­prä­si­den­ten Argen­ti­ni­ens in Audi­enz. Mau­ricio Macri setz­te sich bei den Stich­wah­len vom 22. Novem­ber 2015 gegen den von Fran­zis­kus prä­fe­rier­ten link­s­pe­ro­ni­sti­schen Kan­di­da­ten durch. Die bei­den Staats­ober­häup­ter ken­nen sich seit Jah­ren, da sich bei­de bereits ein­mal gewis­ser­ma­ßen auf der­sel­ben Ebe­ne gegen­über­stan­den. Ber­go­glio war vor sei­ner Papst­wahl Erz­bi­schof von Bue­nos Aires, Macri seit 2007 Bür­ger­mei­ster der argen­ti­ni­schen Haupt­stadt. Bei­de sind Nach­kom­men ita­lie­ni­scher Ein­wan­de­rer. Macri durch­brach das für Argen­ti­ni­en im ver­gan­ge­nen Jahr­hun­dert bestim­men­de Zwei­par­tei­en­du­ell zwi­schen Pero­ni­sten und Radi­ka­len. Macri ist Ver­tre­ter des wirt­schafts­li­be­ra­len, kon­ser­va­ti­ven Bünd­nis­ses Cam­bie­mos und römi­scher Katho­lik. Im Vor­feld von Macris-Rom­be­such war spe­ku­liert wor­den, daß zwi­schen den bei­den Staats­ober­häup­tern wegen des Wahl­kamp­fes eini­ges zurecht­ge­rückt zu wer­den habe.

Macri, ein wiederverheiratet geschiedener Katholik

Der Unter­neh­mer Macri ist bereits in drit­ter Ehe ver­hei­ra­tet. Die sakra­men­ta­le Ehe schloß er 1981 mit Yvonne Bor­deau, mit der er drei Kin­der hat. Von ihr ließ er sich 1991 schei­den. In jenem Jahr wur­de Macri ent­führt und erst nach Zah­lung eines Löse­gel­des in Mil­lio­nen­hö­he frei­ge­las­sen. Als Reak­ti­on dar­auf beschloß er, sich der Poli­tik zuzu­wen­den. 1994 hei­ra­te­te er stan­des­amt­lich Isa­bel Men­di­te­guy. 2005 folg­te die Schei­dung. Seit 2010 ist Macri stan­des­amt­lich mit der Unter­neh­me­rin Julia­na Awa­da ver­hei­ra­tet.

Awa­da ist die Toch­ter eines mos­le­mi­schen Unter­neh­mers aus beschei­de­nen Ver­hält­nis­sen, der aus dem Liba­non nach Argen­ti­ni­en ein­wan­der­te. Awa­das Mut­ter stammt aus einer wohl­ha­ben­den, syrisch-katho­li­schen Unter­neh­mer­fa­mi­lie Argen­ti­ni­ens. Der Vater „hat uns nie Reli­gi­on ein­ge­flößt“, wie sei­ne Toch­ter 2012 in einem Inter­view mit der argen­ti­ni­schen Tages­zei­tung La Naci­on sag­te. Alle Kin­der wur­den katho­lisch getauft. Eine Schwe­ster ist kirch­lich mit einem Katho­li­ken ver­hei­ra­tet. Eine wei­te­re Schwe­ster hei­ra­te­te einen Juden. „Wir sind sehr offen“, so die Toch­ter.“ Auch Julia­na Awa­da war bereits ver­hei­ra­tet und brach­te ein Kind in die Ehe mit. Macri und Awa­da haben eine gemein­sa­me Toch­ter.

Vorrang der unauflöslichen Ehe im Protokoll des Vatikans

Bei den päpst­li­chen Audi­en­zen ist es pro­to­kol­la­risch vor­ge­se­hen, daß Staats­ober­häup­ter ihre ange­trau­ten Ehe­gat­ten mit­brin­gen. Da die sakra­men­ta­le Ehe unauf­lös­lich ist und die Kir­che Schei­dung und stan­des­amt­li­che Wie­der­ver­hei­ra­tung nicht aner­kennt, wur­de dies auch im Pro­to­koll zum Aus­druck gebracht.

Für die Audi­enz von Staats­prä­si­dent Macri, der nach katho­li­schem Ver­ständ­nis im Zustand des per­ma­nen­ten Ehe­bruchs lebt, im neue­ren Sprach­ge­brauch als wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner bezeich­net wird, änder­te Papst Fran­zis­kus das vati­ka­ni­schen Pro­to­koll.

Von einem Schritt von „histo­ri­scher Bedeu­tung“, spricht Eli­sa­bet­ta Pique, die Vati­ka­ni­stin von La Naci­on und wohl­wol­len­de argen­ti­ni­sche Papst-Bio­gra­phin.

Protokolländerung „kostete den Papst viel Überzeugungkraft“

„Erst­mals in der Geschich­te wur­de das Pro­to­koll des Vati­kans so geän­dert, daß ein ver­hei­ra­te­tes katho­li­sches Staats­ober­haupt sei­ne Lebens­ge­fähr­tin zur Audi­enz mit dem Papst mit­brin­gen konn­te“, so Pique in der Sonn­tags­aus­ga­be der argen­ti­ni­schen Tages­zei­tung. Die Anwe­sen­heit von Julia­na Awa­da „mag aus argen­ti­ni­scher Sicht viel­leicht selbst­verstnd­lich gewe­sen sein, bedeu­te­te jedoch eine dra­sti­sche Ände­rung der vati­ka­ni­schen Gepflo­gen­hei­ten und gibt den Reform­ab­sich­ten des Pon­ti­fi­kats Ber­go­glio neu­en Auf­trieb“, so die Vati­ka­ni­stin.

Laut einer „gut infor­mier­ten Quel­le“, so Pique, habe es Papst Fran­zis­kus „viel Über­zeu­gungs­kraft geko­stet“, das Staats­se­kre­ta­ri­at „von die­ser histo­ri­schen Neue­rung der Pro­to­koll­re­geln zu über­zeu­gen“. Daß Pique auch dar­in ganz mit Papst Fran­zis­kus über­ein­stimmt, zeigt ihre Wer­tung, daß die Neue­rung „in Über­ein­stim­mung mit der Zeit“ erfolgt sei.

Die Pro­to­kol­län­de­rung sei, so Pique, ein aus­drück­li­cher Wunsch des Pap­stes gewe­sen. Bis­her wur­den die Lebens­ge­fähr­tin­nen von Staats­ober­häup­tern, die sich in einer irre­gu­lä­ren Situa­ti­on befin­den, von den Päp­sten nur außer­halb des offi­zi­el­len Pro­to­kolls, in ande­ren Räum­lich­kei­ten und getrennt vom aus­län­di­schen Staats­ober­haupt emp­fan­gen. Das Pro­to­koll soll­te nicht nur die Miß­bil­li­gung der irre­gu­lä­ren Situa­ti­on zum Aus­druck brin­gen, son­dern vor allem die irre­gu­lä­re Situa­ti­on nicht mit der regu­lä­ren einer sakra­men­tal geschlos­se­nen Ehe auf eine Stu­fe stel­len.

Seit dem Emp­fang für Argen­ti­ni­ens Staats­ober­haupt dürf­te die­se Unter­schei­dung Ver­gan­gen­heit sein.

„Der Papst fühlte sich sehr schlecht“ beim alten Protokoll

Die Katho­li­kin Julia­na Awa­da war ganz nach vati­ka­ni­schem Pro­to­koll in schwarz und mit Schlei­er geklei­det und wur­de pro­to­kol­la­risch wie die recht­mä­ßi­ge Ehe­frau Macris behan­delt.

Laut Pique habe sich Macri Anfang der 90er Jah­re um eine Annul­lie­rung sei­ner Ehe bemüht, die­se aber nicht erhal­ten. „Der Papst fühl­te sich sehr schlecht, als er hör­te, daß er laut Pro­to­koll gezwun­gen ist, die Frau in einem ande­ren Saal und getrennt zu begrü­ßen“, wie Pique ihre „gut infor­mier­te Quel­le“ aus dem Vati­kan zitiert. „Das scheint mir unge­recht“, habe er gesagt, „und so reif­te in ihm die Idee, das Pro­to­koll zu ändern.“

Die Audi­enz mit Macri sei „sehr posi­tiv“ und „sehr kor­rekt“ ver­lau­fen, was den „bila­te­ra­len Bezie­hun­gen“ sicher gut tue, so Pique.

Wenn der Papst kei­nen Unter­schied mehr beim Stand der Katho­li­ken macht, wie sol­len dann katho­li­sche Diö­ze­sen und Orga­ni­sa­tio­nen künf­tig eine Stan­des­un­ter­schei­dung mit Kon­se­quen­zen, etwa bei einer Schei­dung, auf­recht­erhal­ten oder im katho­li­schen Arbeits­recht ein­for­dern kön­nen?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: La Naci­on (Screen­shot)

56 Kommentare

  1. „Wenn der Papst kei­nen Unter­schied mehr beim Stand der Katho­li­ken macht, wie sol­len dann katho­li­sche Diö­ze­sen und Orga­ni­sa­tio­nen künf­tig eine Stan­des­un­ter­schei­dung mit Kon­se­quen­zen, etwa bei einer Schei­dung, auf­recht­erhal­ten oder im katho­li­schen Arbeits­recht ein­for­dern kön­nen?“

    Gar nicht, das ist doch das Ziel !
    Glau­ben muss Spass machen, alles hat sich dem Wohl­fuehl­prin­zip unter­zu­ord­nen, die Den­ke ist seit Vat. II offi­zi­ell eine ande­re.
    Wenn der Mensch ueber sein Gewis­sen (Koenigst.Erklaerung etc.) alles selbst regelt, dann braucht es Gott eigent­lich nicht mehr.
    Genau in die­sem Zustand sind wir.
    Gott darf froh sein das wir mal zu ihm kom­men und soll uns dann mit (irdi­schen Wohl­ta­ten) ueberhaeu­fen, wenn nicht wird er bestraft mit Kri­tik, Unglau­ben und Igno­ranz.
    Das ist der direk­te Weg in den Unter­gang.

    • Wie­so ist das der „direk­te Weg in den Unter­gang“?

      Wird der Papst nicht unter dem Bei­stand des Hei­li­gen Gei­stes gewählt? Dass wir die­sen Papst haben, ist sicher der Wil­le Got­tes. Dass wir den Wil­len nicht ver­ste­hen, ist doch nichts neu­es.

      Und unser Unver­ständ­nis ent­bin­det uns auch nicht davon, die Gebo­te Got­tes treu zu erfül­len.

      • der Pqapst ist unter dem Bei­stand des hl. Gei­stes gewählt wie auch Alex­an­der VI Leo X Boni­fa­ti­us VIII usw

      • @ Frank Bell
        Der Bei­stand des Hl. Gei­stes war jedem Kon­kla­ve­teil­neh­mer gewiss, doch der Hl. Geist zwingt den Gött­li­chen Wil­len dem Wäh­ler nicht auf. Jeder Wäh­ler hat mit sei­ner „free will choice“ gewählt; also — er hat mit sei­nem Frei­en (mensch­li­chen) Wil­len ent­schie­den, wen er wählt. Inwie­weit die jewei­li­ge Ent­schei­dung der Inspiration/Leitung des Hei­li­gen Gei­stes gefolgt ist, wis­sen wir schlicht­weg nicht.
        Also, die Wahl die­ses Pap­stes ist mei­nem Ver­ständ­nis nach eine Zulas­sung Got­tes. War­ten wir ab, wie sich die­ses Pon­ti­fi­kat wei­ter ent­fal­ten wird.
        Ich stim­me Ihnen zu, dass unser Unver­ständ­nis bzw. Nicht­ver­ste­hen­kön­nen uns nicht von der Pflicht ent­bin­det, die Gebo­te Got­tes zu befol­gen.

      • @Frank Bell,
        Bei Ihrem Kom­men­tar muß­te ich den­ken an den Spruch die­ses alten katho­li­schen Pfar­rers in Hohen­zol­lern, der sei­nen neu­en pro­te­stan­ti­schen preu­ßi­schen Lan­des­herrn von der Kan­zel hul­di­gen soll­te und dabei sag­te:
        „…Daß er (der Pfar­rer) Gott für die­ses gro­ßes Geschenk lobe und dan­ke, und im Übri­gen haben wir (der Pfar­rer und die Gläu­bi­ge) wegen unse­rer Sün­den nichts Bes­se­res ver­dient…“ 🙂

  2. Fran­zis­kus der Gut­mensch, geht mit sei­ner Barm­her­zig­keit auf nebe­li­gen Pfa­den. Bei den im Ehe­bruch leben­den Paa­ren hat er kei­ner­lei Pro­ble­me da zeit­ge­mäß. Eine ein­deu­ti­ge Ant­wort und Stel­lungs­nah­me wird es nicht geben. Das Auf­wei­chen von ein­zel­nen Sakra­men­ten, durch die Kas­pe­ria­ner geför­dert, spielt für Fran­zis­kus kei­ne Rol­le. Die Leh­re der Kir­che spielt für ihn eine unter­ge­ord­ne­te Vor­ga­be. Als Bischof von Rom fühlt er sich über alles erha­ben und nur von der Barm­her­zig­keit getrie­ben.

  3. Da soll er doch machen wie er will und end­lich vie­les zum schlech­ten Ende brin­gen. Er legt ja die Kar­ten offen auf den Tisch, aber noch scheint der Zeit­punkt des Schis­mas nicht gekom­men.
    Ja, er hat sich offen­bar sehr gewun­den. Man sieht an sei­nem Gesichts­aus­druck, was ihn die­ser Emp­fang geko­stet haben mag.

  4. @alle
    der Papst hat nur das Pro­to­koll geän­dert, NICHT DIE LEHRE! Das ist eine Fra­ge der Diplo­ma­tie, nicht mehr, nicht weni­ger! Wer dar­aus ande­re Schlüs­se zieht, dem ist nicht mehr zu hel­fen!
    Hört doch end­lich auf, bei jedem Husten Häre­sie und Unter­gang zu sehen. Wir müs­sen ortho­dox blei­ben, aber AUCH den gesun­den Men­schen­ver­stand bewah­ren. Der Angriff des Geg­ners zielt genau gegen die­sen!

    • Das Lehr­amt die­ses Men­schen besteht zumeist in zwei­fel­haf­ten und abar­ti­gen Wor­ten, Gesten und Inter­views. Also das ist und war klar, was mit die­sem Emp­fang aus­ge­sagt wird.

    • @Elias!
      Sie schrei­ben, Papst Fran­zis­kus habe nur das Pro­to­koll geän­dert und nicht die Leh­re.
      Das stimmt — und den­noch setzt er damit ein Zei­chen.
      Und sol­che Zei­chen wer­den nur all­zu gern ver­stan­den.
      Sie müs­sen es nicht zwin­gend, kön­nen aber genau­so gut auch als Vor­be­rei­tung und Weg­be­rei­ter bestimm­ter Absich­ten und kom­men­der Taten gese­hen wer­den.

    • Eli­as @ Ach hören Sie, Sie mei­nen es zwar gut, haben aber nicht unbe­dingt recht. Denn wie kommt es, dass immer wie­der Unklar­hei­ten ent­ste­hen und das bei jeder zwei­ten Äuße­rung von Fran­zis­kus. Es ist kein Husten, son­dern ein fort­lau­fen­der Pro­zess der bewusst pro­vo­zie­ren soll. Fran­zis­kus ist ein Mei­ster des Wischi-Waschi. Seit sei­nem Pon­ti­fi­kat hat er noch nicht ein ein­zi­ges mal über die Glau­bens­leh­re gespro­chen oder sie öffent­lich bekun­det. Wenn es gut geht ver­weist er auf den Kate­chis­mus der Kir­che. Des­halb und nur des­halb muss man sei­ne Kaprio­len und Aus­sa­gen kri­tisch beglei­ten. Als Bischof von Rom meint Fran­zis­kus über den Din­gen zu ste­hen und das ist sein Trug­schluss.

  5. Robert:
    Michael,leider muß ich sagen:Ihr Kom­men­tar ist falsch,peinlich und fast blas­phe­misch!!!
    Wenn sich der Papst als höch­ste Instanz zur Aner­ken­nung einer zwei­ten
    Ehe durch­ringt (in Über­ein­stim­mung mit 90% des Got­tes­vol­kes), dann
    gilt das als Maß­stab für die gan­ze Kir­che! Im Arbeits­recht in Deutsch­land gilt es schon jetzt. Im über­prüf­ten, rei­fen Gewis­sen spricht nach
    kath.Auffassung Gott zu uns, das ist kei­ne Willkürinstanz,höchstens für Michael!Was sich im kah­toli­schen info her­um­treibt ist sektiererisch,hinterwäldlerisch,fern dem 2.Vat.Konzil und für die
    Zukunft der Kir­che schäd­lich!!

    • Nein falsch, schlech­tes wird nicht bes­ser auch wenn man es dau­ernd wie­der­holt.
      Der Papst steht nicht ueber den Gebo­ten und die Mei­nung des Got­tes­vol­kes ist voel­lig uner­heb­lich, denn dann haben wir das Wunsch­kon­zert und nicht die Kir­che als Jesu Chri­sti Stif­tung.
      Sei­ne Hand­lun­gen sind immer voll Sym­bo­lik und Bei­spiel­cha­rak­ter.
      Ent­schul­di­gung @Fiala Ihr Kom­men­tar ist ent­we­der sar­ka­stisch oder so kra­chend unwis­send, das ich hof­fe Sie gehoe­ren nicht zum Got­tes­volk, denn das wuer­de den Men­schen das denk­bar schlech­te­ste Zeug­nis austel­len.
      Vat. II ist auch inzwi­schen bei Sym­pha­tis­an­ten ein Fix­punkt gewor­den nach dem ein unglaub­li­cher Zusam­men­bruch der Kir­che statt­ge­fun­den hat.
      Das zu kon­sta­tie­ren ist nicht hin­ter­waeld­le­risch son­dern REAL.

    • Im kon­kre­ten Fall han­delt es sich um eine 3. Ehe.

      Und zu „für die Zukunft der Kir­che schäd­lich“: Haben Sie etwa Angst vor nicht ein­mal 50.000 Katho­li­ken welt­weit, die der Tra­di­ti­on nahe­ste­hen?

      • Geehr­ter @Frank Bell,
        Die von Ihnen genann­te Zahl „nicht ein­mal 50 000“(Katholiken, die der Tra­di­ti­on nahe­ste­hen) ist inter­es­sant.
        Vor Kur­zem muß­te ich hier etwas Prü­gel ein­stecken weil ich eine ande­re Zahl, um einen Fak­tor 100 grö­ßer, genannt habe.
        Zwi­schen bei­den Extre­men wird sich dann wohl die rich­ti­ge Zahl befin­den.
        Eine sehr inter­es­san­te Web­site!

    • @ Robert Fia­la
      Man soll­te sich Gedan­ken machen, ob man zur Mas­se der 90 % Irren­den gehö­ren will oder zu den 10 %, für die es noch eine ver­bind­li­che Wahr­heit gibt, oder zu den 1 %, die nach die­ser Wahr­heit ernst­haft suchen, oder zu den 0,1 %, die die­se Wahr­heit fin­den, oder zu den 0,01 % (einer von 10.000), für die der Ein­zi­ge, der der Weg und die Wahr­heit und das Leben ist, Inhalt ihres Lebens ist, ihr Eins und Alles, dem sie sich und alles was sie haben hin­ge­ben, dem sie ihre gan­ze Lie­be schen­ken, dem sie alles opfern, vor allem ihren Eigen­sinn und Eigen­wil­len.

    • @Robert Fia­la:

      Ihr Kom­men­tar ist eine Lach­num­mer. Der Papst hat kei­ne Ver­fü­gungs­ge­walt über das­je­ni­ge, was Chri­stus fest­ge­legt hat, und dazu gehört die abso­lu­te Unauf­lös­lich­keit der sakra­men­ta­len und voll­zo­ge­nen Ehe (und damit die Unmög­lich­keit einer „zwei­ten Ehe“). Wenn Sie oder mei­net­we­gen auch 90 % des Mot­ten­vol­kes (teu­to­ni­scher Nati­on, die Ihrer Ansicht nach für „den Rest der Welt ste­hen“ dürf­te) mei­nen, die Kir­che sei ein merk­wür­di­ger Ver­ein, des­sen „Sat­zun­gen“ nach Maß­ga­be der jewei­li­gen Lau­nen eines Des­po­ten oder dümm­li­chen Volks­tri­buns ver­än­der­bar sei, ver­die­nen Sie natür­lich Mit­leid. Mit der römisch-katho­li­schen Kir­che hat die­se tum­be Kari­ka­tur wahr­lich nichts zu tun.

      ————————————————————————-

      Es ist aller­dings höchst auf­schluß­reich, was aus dem „Früh­ling der Kir­che“ gewor­den ist, der für die Nach­kon­zils­zeit erwar­tet wur­de. Mas­sen­wei­se las­sen sich Leu­te, die sich Katho­li­ken nen­nen (es aber auf­grund von Apost­asie, Häre­sie und Schis­ma nicht sind) schei­den — und for­dern eine „zwei­te Ehe“, natür­lich auch die „Homo-Ehe“, und alles, was gefällt, ver­steht sich. Eine ein­drucks­vol­le­re gei­sti­ge Bank­rott­erklä­rung ist wohl kaum denk­bar: Das, was ego­ma­ni­sche Spie­ßer und Abnor­ma­le jed­we­der Cou­leur for­dern, soll um jeden Preis das Eti­kett „christ­lich“ oder gar „katho­lisch“ erhal­ten, anson­sten wer­de man der „Lebens­wirk­lich­keit“ nicht gerecht. Das also ist der Erfolg des angeb­li­chen Bestre­bens, „die alte Wahr­heit neu zu sagen“: Die Wahr­heit wird „abge­schafft“, weil sie den klein­ka­rier­ten und ver­ächt­li­chen „Bedürf­nis­sen“ trieb­ge­steu­er­ter Voll­idio­ten nicht „in den Kram paßt“.

    • @Robert Fia­la:

      Noch etwas zum Vati­ca­num II: Auf ihm wur­den so „hin­ter­wäld­le­ri­sche“ Auf­fas­sun­gen ver­tre­ten wie die Unfehl­bar­keit der Kir­che (die sorg­fäl­tig von Ber­go­glio­schen Inter­view-Rülp­sern o.ä. zu unter­schei­den ist) , die Ange­mes­sen­heit des Zöli­bats, die not­wen­di­ge Erhal­tung der latei­ni­schen Kult­spra­che, die Kenn­zeich­nung der Abtrei­bung als ver­ab­scheu­ungs­wür­di­ges Ver­bre­chen, die Ver­pflich­tung der Gemein­we­sen, die katho­li­sche Reli­gi­on als die wah­re anzu­er­ken­nen und ent­spre­chend zu han­deln, die sorg­fäl­ti­ge Unter­schei­dung der öku­me­ni­schen Bestre­bun­gen von fal­schem Ire­nis­mus, die Irr­tumsl­soig­keit der Hei­li­gen Schrift usw. — kurz: alles Din­ge, von denen sich die von Ihnen erwähn­ten 90 %, die angeb­lich zum „Got­tes­volk“ gehö­ren sol­len, ver­ab­schie­det haben.

      Und schließ­lich: Die von Ihnen offen­sicht­lich als „Zukunft der Kir­che“ gese­he­ne Opti­on ist in Län­dern wie Frank­reich, Bel­gi­en und Hol­land radi­kal in die Wirk­lich­keit umge­setzt wor­den. Befra­gen Sie ein­mal das dor­ti­ge „Got­tes­volk“, was dar­aus gewor­den ist — wenn Sie kön­nen, denn in die­sen z.T. einst blü­hen­den kirch­li­chen Land­schaf­ten wer­den Sie jetzt nur noch sehr ver­ein­zelt Katho­li­ken antref­fen. Die noch ver­blie­be­nen Kir­chen wer­den zum größ­ten Teil in den näch­sten Jah­ren geschlos­sen (z.B. im Erz­bis­tum Utrecht etwa drei Vier­tel des jet­zi­gen Bestan­des). Dort hat sich gezeigt, was geschieht, wenn der Moder­nis­mus ganz auf sich gestellt ist — und nicht mit Kir­chen­steu­ern die äuße­re Fas­sa­de irgen­wie zunächst mehr schlecht als recht erhal­ten wird. Was dann bleibt, sind Lei­chen­fel­der. Das ist Ihre real exi­stie­ren­de „Zukunft der Kir­che“! Träu­men Sie nur wei­ter, wenn Sie wol­len, die Zeit wird den „Hin­ter­wäld­lern“ recht geben — bzw. sie hat es schon über­deut­lich getan. Ihr küm­mer­li­ches Reli­gi­ons-Sur­ro­gat ist etwas, was die Welt nicht braucht, die ehr­li­chen Men­schen um die Erfül­lung ihrer tief­sten Sehn­sucht und die Ant­wort auf ihre exi­sten­zi­ell­sten Fra­gen bringt und letz­lich von kei­nem den­ken­den Men­schen in irgend­ei­ner Wei­se ernst­ge­nom­men wer­den kann. So etwas gehört in die Müll­ton­ne der Geschich­te, und genau dort wird es not­wen­di­ger­wei­se lan­den. Deo gra­ti­as.

  6. So ist es, @ Elia, und wenn dem­nächst ein Papst sich als Gott anbe­ten lässt, ohne es zum Dog­ma zu erhe­ben, (und die Sich-Wider­set­zen­den köp­fen lässt; nur als Bei­spiel, der Fall lässt sich vari­ie­ren) — wer­den Sie dann auch sagen: Er hat ja nicht die Leh­re geän­dert? Wenn ich das Foto oben sehe, kommt mir die Fra­ge: Was ist schlim­mer — Ehe­bruch mit­ein­an­der oder Ehe­bruch mit der Welt?

  7. @ Robert Fia­la
    Dann irr­te sich die Kir­che wohl fast zwei Jahr­tau­sen­de lang, als sie sich in die­ser Sache nach den kla­ren, ein­deu­ti­gen Wor­ten Jesu Chri­sti rich­te­te?
    Der Papst „fühlt“ sich schlecht…, es „scheint“ ihm unge­recht… Ach, wie furcht­bar! Ja, wenn der Hei­li­ge Vater sich schlecht „fühlt“ und ihm etwas unge­recht „scheint“, dann muss er schwe­re Über­zeu­gungs­ar­beit gegen sei­ne Umge­bung anwen­den und es schnell ändern. Ob er wohl eine Sekun­de lang dar­an gedacht hat, wie sein Herr und Mei­ster, den er ver­tritt, sich dabei fühlt?

    • @Leo Laemm­lein: Der Herr Papst „fühlt“ sich schlecht… Ja,jam So isses wohl, so muss es wohl sein. Das ist mir doch völ­lig pie­pen­ha­gen! Aber
      mir wur­de rich­tig schlecht, als ich einen unbe­herrsch­ten Papst in Mexi­co sehen muss­te, wie er einen Jugend­li­chen unflä­tig anschnauz­te. Arge Unsit­te das. Ber­go­glio wäre bes­ser Metz­ger gewor­den, wie er ja woll­te.

  8. @Elias:

    „Pro­to­kol­län­de­run­gen“, Inter­views, ten­den­ziö­se Stel­lung­nah­men, offen­sicht­li­che Mani­pu­la­ti­on der Synode(n), pöbel­haf­te Beschimp­fung aller mög­li­chen Leu­te (es gibt mitt­ler­wei­le im Netz ein gar nicht so klei­nes „Pope Fran­cis‘ Litt­le Book of insults“) usw. usf. — sehr, sehr vie­les geht seit dem 13. März 2013 in ein und die­sel­be destruk­ti­ve Rich­tung. Die glau­bens­feind­li­chen Mas­sen­me­di­en, abge­fal­le­ne Katho­li­ken und Sek­tie­rer aller Art sind mit Ber­go­glio höchst zufrie­den. Man kann all die­se noto­ri­schen Fak­ten doch wohl kaum als ein unbe­deu­ten­des „Husten“ abtun, zumal nicht vom Stand­punkt des gesun­den Men­schen­ver­stan­des.

    Wer nicht gera­de Augen und Ohren fest ver­schließt und /oder den gesun­den Men­schen­ver­stand miß­ach­tet (z.B. durch eine mit­tels intel­lek­tu­el­ler Selbst­ver­ge­wal­ti­gung durch­ge­führ­te „gün­sti­ge Deu­tung“ des Pon­ti­fi­kats im Sin­ne von „kath.net“), wird lei­der sehr ein­deu­ti­ge Fol­ge­run­gen aus letz­ten drei Jah­ren zu zie­hen haben. Kein gläu­bi­ger, den­ken­der und vom Trei­ben Ber­go­gli­os unter­rich­te­ter Mensch wird die­ses Pon­ti­fi­kat anders denn als völ­li­ge Kata­stro­phe emp­fin­den kön­nen.

    • @ Anti­fe­bro­ni­us
      Zustim­mung, die­ses Pon­ti­fi­kat kann ich nur als Kata­stro­phe emp­fin­den; das ist die/eine mensch­li­che Wahr­neh­mungs­ebe­ne.
      Der Glau­be aber schenkt die Über­zeu­gung, dass Gott der HERR, über allem
      in All­macht und Herr­lich­keit regiert und herrscht. Drang­sal ist Rei­ni­gung. Nichts ist ver­lo­ren. Der Herr wird han­deln, zu Sei­ner Zeit und so, dass es der höchst mög­li­chen Zahl von See­len zum Hei­le ist.

      Wie zutref­fend Ihre Hin­weis auf kath.net, auch heu­te bestä­tigt:
      29 Febru­ar 2016, 13:00
      Aus der Ein­fach­heit der Din­ge Got­tes … die Säu­len des Evan­ge­li­ums Fran­zis­kus in San­ta Mar­ta: Das Heil kommt nicht aus kle­ri­ka­len oder poli­ti­schen Seil­schaf­ten, son­dern aus den klei­nen Din­gen. Der ein­zi­ge Weg des Heils: die ‚Toll­heit des Kreu­zes’, die Ver­nich­tung des Got­tes­soh­nes. Von Armin Schwi­bach
      .… letz­ter Absatz,Franziskus:
      „Und den Herrn um die Gna­de für das Ver­ständ­nis zu bit­ten, dass der ein­zi­ge Weg des Heils die ‚Toll­heit des Kreu­zes’ ist, das heißt die Ver­nich­tung des Got­tes­soh­nes, die Toll­heit des Klein­wer­dens.“
      —————————–
      Es ist eine Beschä­mung für kath.net und für Armin Schwi­bach als Per­son, sol­ches unka­tho­li­sches Reden des Pap­stes zu ver­brei­ten.

      • Geehr­ter @C. Eck­stein,
        Die beste und fun­da­men­tal­ste Ant­wort auf die unsäg­li­che Pre­digt im domus Sta. Mar­ta v. Ber­go­glio ist:
        die Anspra­che von Papst Bene­dikt XVI am 29.10.2008 bei der Gene­ral­au­di­enz.
        Nach­zu­le­sen bei: http://www.decemsys.de/benedikt/paulusjahr/paulus10.htm

        Eine wun­de­ba­re Pre­digt-wobei expli­zit dar­auf­hin­ge­wie­sen wird, daß das Kreuz für die Juden ein Skan­da­lon ist:
        die „Ver­nich­tung des Got­tes­soh­nes“ ist tat­säch­lich der Gesichts­punkt der ortho­do­xen Juden und der Grund war­um sie nicht an Unse­ren Herrn Jesus Chri­stus glau­ben.
        Wenn man sieht wer alles im domus Sta. Mar­ta her­um­lauft und wohnt, ist es kein Wun­der daß Fran­zis­kus etwas durch­ein­an­der bringt.

      • @:C.Eckstein: Zu Ber­go­gli­os „Pre­digt“ in San­ta Marta;„Und den Herrn um die Gna­de (Herrn-wel­chen Herrn? Doch nicht der zärt­li­che Vater im Him­mel?) für das Ver­ständ­nis zu bit­ten, dass der ein­zi­ge Weg des Heils die, ‚Toll­heit des Kreu­zes‘ ist, das heisst die Ver­nich­tung des Got­tes­soh­nes, die Toll­heit des Klein­wer­dens.“ Sehen Sie, das ist echt Ber­go­glio-Stil. Das kann man nur noch als eine Per­ver­si­on pri­mi­tiv­stem Pfahl­bür­ger­tums bezeich­nen. Hust, hust, kotz.

      • Geehr­ter @Adrien Antoi­ne,
        dan­ke für den Link und ja, immer wie­der spi­ri­tu­ell bele­bend, Bene­dikt XVI. zu lesen.

        Hier eine Buch­hin­weis:
        Es hat 3 päpst­li­che Emp­feh­lun­gen (von Bene­dikt XV. / Pius XII. / Johan­nes XXIII.), Prä­di­kat äußerst wert­voll! Der Herr gewährt Ein­blick in das Zusam­men­wir­ken der Gott­heit Jesu Chri­sti mit Sei­ner Hei­li­gen Mensch­heit in Sei­nem Leben, Lei­den und Ster­ben. Welch ein hoch zu schät­zen­der Gewinn für jeden, der dies liest.…

        Das Innen­le­ben Jesu
        von Maria Cäci­lia Baij OSB, Äbtis­sin, 1694 — 1766

  9. Im Bezug auf den Kom­men­tar von @ Eli­as:

    All jenen, die stets beto­nen, all die unmög­li­chen Machen­schaf­ten von Päp­sten ver­gan­ge­ner Zei­ten, damit mei­ne ich ihre Hure­rei, ihre Raff­gier, ihren Hass gegen Juden, ihre Mor­de, die sie in Auf­trag gaben, sei­en ja etwas gan­ze ande­res als das heu­te, wo die Päp­ste die Leh­re änder­ten, muss man sagen: Eli­as hat dann recht!

    Es ist also die Fra­ge, ob man die schrei­en­de Unmo­ral vie­ler Päp­ste dann wirk­lich als Kava­liers­de­likt anse­hen darf, wenn sie „Stell­ver­tre­ter“ Chri­sti sein sol­len. Und selbst wenn man sie etwas beschei­de­ner nur als „Nach­fol­ger Petri“ ansieht, kommt nichts ande­res dabei her­aus.

  10. Bleibt bit­te auf dem Boden und lasst mir die Kir­che im Dorf. Ein Tref­fen
    zwi­schen Staats­ober­häup­tern ist kei­ne Kate­che­se in Moral­theo­lo­gie.

    • Da haben Sie recht, @Graue Maus.

      Aber die Ver­gan­gen­heit in die­sem Forum zeigt doch, dass das Dra­ma­ti­sie­ren und Über­be­wer­ten für vie­le User einen höhe­ren Stel­len­wert hat als die sach­li­che Argu­men­ta­ti­on.
      Hin­zu kommt noch die Per­son von Fran­zis­kus. Da ist man sowie­so ger­ne grund­sätz­lich gegen alles.

      Dass er die aktu­el­le Ehe­frau des Staats­prä­si­den­ten (mit)empfangen hat, wird hier fast als Fre­vel dar­ge­stellt. Hui, wie schlimm! Dass Bene­dikt XVI. dem geschie­de­nen und wie­der­ver­hei­ra­te­ten See­hofer zum Bei­spiel die Kom­mu­ni­on spen­de­te, wur­de hin­ge­gen nicht kri­ti­siert. Das zeigt, dass es vie­len Her­ren und Damen Tra­di­tio­na­li­sten doch gar nicht um die eigent­li­che Sache geht.

      • @Graue Maus:
        @Pfaelzer:

        Sehen Sie sich ruhig ein­mal den Kom­men­tar des Lesers @Robert Fia­la, gepo­stet um 11.26 Uhr, an. So wie er dürf­ten es wohl vie­le sehen. Alles, was Ber­go­glio tut und läßt, hat eine bestimm­te Außen­wir­kung (des­sen müß­te er sich, sofern er nicht psy­chisch krank ist, ‑wofür aller­dings eini­ges zu spre­chen scheint- bewußt sein). In die­sem Fal­le die­je­ni­ge eines (neu­er­li­chen) schwe­ren Ärger­nis­ses.

        Mit Ver­laub: Ihnen, wer­te Her­ren, kann ein außer­or­dent­li­ches Maß gei­sti­ger Blind­heit beschei­nigt wer­den.

      • @ anti­fe­bro­ni­us

        Aller­dings hat @ pfa­el­zer doch sehr wohl damit recht, wenn er dar­auf hin­weist, dass Bene­dikt XVI. dem geschie­de­nen und wie­der­ver­hei­ra­te­ten See­hofer die hl. Kom­mu­ni­on spen­de­te.
        Und nicht nur das — auch Frère Roger bekam sie — als Pro­te­stant.

        Was man F. über die Maßen übel­nimmt, haben sei­nen Vor­gän­ger doch längst vor­be­rei­tet!

    • @Graue Maus
      Der Name ist tref­fend gewählt.
      Die Kir­che ist der mysti­sche Leib Jesu Chri­sti, der sich nie­mals ändern wird (das Wort Got­tes bleibt immer gleich- oder wie stellst du dir sonst ein ein­heit­li­ches Gericht vor immer dem glei­chen Rich­ter vor?), egal wie rela­ti­vie­rend oder unwis­send abge­fal­len hier, anders­wo oder auch welt­weit daher­re­den.
      Wie @Leo Laemm­lein schon rich­tig sag­te, zu wel­chen % möch­test du gehö­ren, oder auch, was bist du bereit für dein See­len­heil zu opfern. Dein See­len­heil wird die gewiss nicht im Vor­bei­ge­hen und ohne dir Sor­gen machen zu müs­sen und irgend ein Tun geschenkt wer­den. Ich kann jeden­falls eine sol­che beru­hi­gen­de Stel­le in der Hei­li­gen Schrift nicht fin­den. Im Gegen­teil, ich füh­le mich an jeder Stel­le belehrt von Gott, so dass ich mich Ihm, Unse­ren Herrn ganz hin­ge­he, jeden Tag, jede Stun­de, jede Minu­te und Sekun­de. Eigent­lich kann ich nur wie­der­ho­len was ich schon am 24.02.16 schrieb:
      Wo kommt nur die eigen­ar­ti­ge Mei­nung her, ein Gläu­bi­ger kön­ne den Papst nicht kri­ti­sie­ren? Die Kir­chen­ge­schich­te und auch das ‑recht leh­ren es doch anders. Da die Auf­ga­ben an Petrus von Gott selbst gege­ben wur­den, müss­te aber heu­te jeder Katho­lik etwas erken­nen. Die­ser Mann erfüllt nicht nur ein­fach sei­ne Auf­ga­ben nicht, son­dern han­delt ihnen deut­lich zuwi­der.
      ‑Wer Rich­ti­ges zu Falsch erklärt, Gutes zu Böse…
      ‑Wer schweigt, wo er spre­chen muss, rela­ti­viert, wo er kämp­fen mus­s…
      ‑Wen die Frei­mau­rer und alle Lin­ken, die Homo­se­xu­el­len und die Nicht­gläu­bi­gen fei­ern…

      Wer ist das?!

      Fra­gen, die sich end­lich jeder stel­len soll­te:
      Wie­viel Ver­stö­ße gegen die Leh­re Jesu brauch ich, um zu erwa­chen?
      Was sagt mir eine der letz­ten pro­phe­ti­schen Wor­te des Hl. Fran­zis­kus von Assi­si, der Seli­gen Anna Katha­ri­na Emme­rich und ande­rer über 2 leben­de Päp­ste, von denen der 2. der Fal­sche ist?
      Was sagt mir das Geheim­nis von Fati­ma, dass der letz­te Kampf des Teu­fels, der Kampf gegen die Fami­lie ist?
      Wie­vie­le apo­ka­lyp­ti­sche Zei­chen brauch ich denn, um zu bemer­ken, dass ich genau in die­ser Zeit lebe?
      Wie­vie­le Bücher der Wahr­heit sind in der Hei­li­gen Schrift vor­aus­ge­sagt, die im Ende der Zeit gege­ben wer­den sol­len und die ich noch ver­wer­fen könn­te, nur um mein Leben nicht ändern zu müs­sen?
      Wann will ich mir end­lich ein­ge­ste­hen, dass ich längst weiß, wer das ist, der hier den Stuhl Petri ein­ge­nom­men hat?

      Ich erin­ne­re dar­an, dass Jesus jene kri­ti­siert, wel­che die Zei­chen der Zeit nicht erken­nen!
      Letzt­lich sind das doch die Tran­lam­pen, die das Öl erst dann holen wol­len, wenn Unser Herr schon fast da ist und die Hoch­zeits­fei­er gleich beginnt!
      Es gibt kein nicht erken­nen kön­nen, es gibt nur ein erken­nen wol­len und ein nicht erken­nen wol­len. Genau­so ist es mit dem Ver­ste­hen. Gott hat uns den frei­en Wil­len geschenkt. Du musst nur wol­len! Der Herr ist immer in der Lage, es dir zu geben!

      Ich wei­ne mit Jesus. Lang­sam begrei­fe ich, war­um Er gefragt hat, ob über­haupt noch einer glaubt, wenn Er wie­der­kommt.

  11. Ich habe nicht den gering­sten Zwei­fel daß „…der Papst (Ber­go­glio) sich sehr schlecht bei dem alten Pro­to­koll fühl­te“, wie Fr. Eli­sa­bet­ta Pique schrieb.
    Es gibt Men­schen die sich bei Anstän­di­gem schlecht füh­len und bei ande­ren Sachen sehr wohl.
    Wenn ich so die hier mit­ge­teil­te Fami­li­en­ver­hält­nis­se über­flie­ge, han­delt es sich um eine ech­te „Patch­work­fa­mi­lie“;
    nur in den sel­ten­sten Fäl­len wird es ein schö­nes Mosa­ik oder ein wert­vol­ler Quilt- weit­aus häu­fi­ger ein Lap­pen­kon­glo­me­rat.

    David mit Bath­se­ba habe ich mich jedoch viel schö­ner vor­ge­stellt 🙂

  12. Laut Pro­to­koll wird das Ober­haupt der Tibe­ter auch mit Heil­lig­keit ange­spro­chen das war für den Vati­kan nie ein Pro­blem

  13. Man kann sich ja wie­der mal die Wor­te der Mut­ter Got­tes in La Salet­te in Erin­ne­rung rufen: Rom wird den Glau­ben ver­lie­ren und der Sitz des Anti­chri­sten wer­den.

    • Oh…mein..Gott.… und da wer­den ande­re der Gei­stes­krank­heit bezich­tigt. Da spar ich mir jeden wei­te­ren Kom­men­tar.

      • @Papst Fran­zis­kus — der wah­re Nach­fol­ger Chri­sti:

        Aus­ge­zeich­net! Ber­go­glio sieht sich nach eige­nem Bekun­den als psych­ia­tri­schen Fall (wes­we­gen er in der Casa San­ta Mar­ta woh­ne), da spart man sich wirk­lich bes­ser jeden wei­te­ren Kom­men­tar.

        Übri­gens ist der Papst Nach­fol­ger Petri und Stell­ver­tre­ter Chri­sti.

  14. Mir kommt bei die­ser Dis­kus­si­on immer wie­der Johan­nes der Täu­fer in den Sinn Lukas 3:3 bis 3:20. Er ver­kün­de­te über­all die Umkehr und Tau­fe zur Ver­ge­bung der Sünden…Der Lan­des­fürst Hero­des aber , der von Johan­nes zurecht­ge­wie­sen wur­de wegen der Hero­di­as … füg­te zu allem noch dies hin­zu, er warf Johan­nes ins Gefäng­nis… und er ließ ihn ent­haup­ten. Die­ses wür­de vie­len moder­nen Theo­lo­gen — dazu muss ich ‑so fürch­te ich — auch unse­ren Papst zäh­len — nicht gesche­hen. Er und sie hät­ten gesagt, wer bin ich um zu beur­tei­len… und sie hät­ten dem armen Hero­des mit sei­nem schwie­ri­gen Lebens­lauf — von gebro­chen Lebens­lauf darf ja bei einem Poten­ta­ten nicht gespro­chen wer­den — die Barm­her­zig­keit Got­tes ver­spro­chen. Johan­nes gab Zeug­nis für sei­ne Bot­schaft und wur­de ent­haup­tet. Der jet­zi­ge Papst spricht sowohl in Wor­ten als auch in den kon­kre­ten Gesten eine ande­re Spra­che.

    • Aber Hans, sei­en wir doch ehr­lich — war das denn wirk­lich je anders?
      Man hat viel­leicht man­chen from­men Schein noch eher gewahrt, aber wüss­ten Sie von einem Papst der Geschich­te, der den Für­sten ein­dring­li­che Mah­nun­gen wegen deren öffent­li­cher und regel­mä­ßi­ger Hure­rei geschickt hät­te?
      Ich nicht!
      Das Wah­ren des from­men Scheins — ist wirk­lich schlech­ter als die offe­ne Sün­de?
      Die Alter­na­ti­ve kann nur abso­lu­te Wahrhhaf­tig­keit sein, aber wo gab es die je in Rom?
      Das hat auch schon vor 1000, vor 500, vor 300 Jah­ren der Papst frag­los akzep­tiert und ich gehe davon aus, dass die­se Ker­le alle auch zur HL. Kom­mu­ni­on spa­zier­ten.
      Oder haben Sie ein histo­ri­sches Zeug­nis dar­über, dass es dies­be­züg­lich Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der Kir­che gege­ben hät­te?

    • @ Fran­zel:

      Ob die von Ihnen geschil­der­te Beschrei­bung der „See­hofer-Affä­re“ zutrifft, sei dahin­ge­stellt.

      Tat­sa­che blie­be aber dann noch die Kom­mu­ni­ons­pen­dung an Roger Schütz.
      Die damals „offi­zi­ell“ gebo­te­ne Dar­stel­lung, die­ser sei ledig­lich mit sei­nem Roll­stuhl ver­kehrt abge­bo­gen und ihm sei des­we­gen „ver­se­hent­lich“ die Kom­mu­ni­on gespen­det wor­den, ist wohl eher für ein Witz­blatt geeig­net. Mir schei­nen hier eher eini­ge Grund­kon­stan­ten im Han­deln Ratz­in­gers zum Tra­gen zu kom­men: Schwä­che, pein­li­ches Ver­mei­den jeder Kon­fron­ta­ti­on und Zurück­wei­chen bei mög­li­chem Wider­stand. Man möge die­se Cha­rak­te­ri­sie­rung nicht als mora­li­sches Ver­dikt auf­fas­sen ‑Gott allein kennt und rich­tet die Her­zen. Es hat aber m.E. den Anschein, als sei­en die genann­ten Punk­te für Ratz­in­gers Ver­hal­ten „typisch“. Sei­ne schluß­end­li­che Abdan­kung ‑mit all ihrern fata­len Kon­se­quen­zen- wäre viel­leicht auch auf die­sem Hin­ter­grund zu sehen.

      Sei­ne Regie­rung war nach einer Bemer­kung des ihm kei­nes­wegs übel­ge­sinn­ten Prof. Georg May durch größ­te Zurück­hal­tung gekenn­zeich­net; in die kon­kre­ten Belan­ge der Diö­ze­sen griff er nur dann ein, wenn es gar nicht mehr anders ging. Mei­nes Erach­tens könn­te das mit sei­ner theo­lo­gi­schen Gedan­ken­welt zusam­men­hän­gen, die neben vie­lem Schö­nen auch reich­lich Dif­fu­ses ent­hält und vor allem mit­un­ter logi­sche Strin­genz ver­mis­sen läßt. Jemand, der so denkt, han­delt wohl auch ent­spre­chend.

  15. Also @pfaelzer: jetzt lügen Sie mal nicht her­um hier! Sie haben sowohl Herrn Mini­ster­prä­si­dent See­hofer wie auch Papst Bene­dikt unge­rech­ter­wei­se beschul­digt.
    Horst See­hofer hat­te eine außer­ehe­li­che Affä­re, wor­aus ein Kind her­vor­ging. Er blieb aber sei­ner Ehe­frau nach Bekannt­wer­den der Vor­gän­ge i.J. 2007 wie­der treu, ist nach wie vor mit die­ser ver­hei­ra­tet. Papst Bene­dikt XVI. konn­te ihm also die hl. Kom­mu­ni­on spen­den. Er ist also kein wvh. Geschie­de­ner. Unter­schei­den muß man schon und nicht die Leser hin­ters Licht füh­ren und ande­re dis­kre­di­tie­ren wo es nichts zu dik­re­di­tie­ren gibt.
    Also neh­men Sie Ihre Aus­sa­gen zurück wenn Sie ein Mann sind!

    • Dan­ke, Fran­zel, für die Mit­tei­lung die­ses –mir unbe­kann­ten– Details, das von Belang ist für die Ein­schät­zung die­ser Per­son.

    • Ruhig Blut, Fran­zel­chen ;-).

      See­hofer war bereits zu Beginn der 80er Jah­re ver­hei­ra­tet und ließ sich dann schei­den. Sei­ne jet­zi­ge Frau ist die zwei­te Ehe, die er ein­ging. Die ande­ren Ver­gnü­gun­gen kamen ja noch hin­zu. Auch wenns Sie schmerzt, ändert es nichts an der Tat­sa­che. Ob Bene­dikt hier viel­leicht wirk­lich schon einen Weg ein­schlug, der vie­len Tra­dis nicht passt? @zeitschnur hat Kom­mu­ni­ons­pen­de an Fre­re Roger bereits ange­spro­chen.

      Also: tra­gen Sie es wie ein Mann, wenn Sie einer sind!

      • Genau gesagt 1982 (Scheidung).…als wer noch­mals Münch­ner Erz­bi­schof war, hm? Und rein vor­sorg­lich: See­hofer war damals bereits ein CSU-Pro­mi (MdB seit 1980).

  16. @zeitschnur:

    Selbst­ver­ständ­lich haben Sie mit Ihrem Hin­weis auf das Ver­hal­ten Bene­dikts XVI. recht, inso­fern hier bereits ein objek­tiv äußerst schwer­wie­gen­des Ver­sa­gen vor­lag. Wür­de zwar mei­nen, daß dies eher per­sön­li­cher Schwä­che zuzu­schrei­ben war, aber das steht dahin — und ist für die Außen­wir­kung ja auch letzt­lich uner­heb­lich.

    Mei­ne Reak­ti­on auf @Graue Maus und @Pfaelzer ver­stand sich ledig­lich als Hin­weis, daß deren Her­un­ter­spie­len der neue­sten Eska­pa­de Fran­zis­kus‘ fehl am Platz ist. Wer ‑wie die­se Her­ren- meint, eine dera­ti­ge „Pro­to­kol­län­de­rung“ sei eine harm­lo­se Baga­tel­le, über die sich nur eini­ge Zelo­ten alte­rie­ren, läßt mei­nes Erach­tens ein hohes Maß an (bewuß­ter oder unbe­wuß­ter) Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung erken­nen.

  17. Lie­be Frau Zeit­schnur, ein wenig Kri­tik um der Kri­tik wegen muss bei Ihnen immer sein. Sie wis­sen selbst, dass wir zwi­schen der Leh­re der Kir­che und dem Fehl­ver­hal­ten des Ein­zel­nen im kon­kre­ten Ein­zel­fall unter­schei­den müs­sen. Im übri­gen wis­sen auch Sie, dass die Kir­che im poli­ti­schen Ein­zel­fall nicht immer nach der poli­ti­schen Gunst im Ein- zel­fall ent­schie­den hat. Ich erin­ne­re an den Fall Hein­richs VIII. Im übri­gen hat die Kir­che das, was Johan­nes der Täu­fer ver­kün­det hat, immer ver­kün­det bis auf die Jetzt­zeit, in der wir die „Neue Barm­her­zig­keit“ gelehrt bekom­men ohne die Gerech­tig­keit. Und genau um die­sen Punkt geht es in mei­nem Schrei­ben. Johan­nes (und alle sei­ne Nach­fol­ger in der Kir­chen­ge­schich­te) ermahn­ten — als Werk der gei­sti­gen Barm­her­zig­keit — an die Gerech­tig­keit Got­tes. Die Ver­tre­ter der Neo-Barm­her­zig­keit ver­ra­ten die Gerech­tig­keit Got­tes und ver­kün­den eine Wohl­fühl­barm­her­zig­keit, die die Gerech­tig­keit ver­schweigt. Nach mei­ner beschei­de­nen Mei­nung beginnt hier die Hae­re­sie. Nun behaup­ten Sie bit­te nicht, dass es das immer schon gege­ben hät­te. Die Kir­chen­ge­schich­te lehrt uns etwas Ande­res.

    • Na, die Barm­her­zig­keits­num­mer lag frü­he­ren Zei­ten viel­leicht eher nicht so, aber das ändert am Prin­zip der Miss­ach­tung, von dem ich sprach, wenig.

      Dass Sie und ande­re sich dar­an beson­ders alte­rie­ren und es für gaaa­anz beson­ders schlimm hal­ten, liegt an der unmit­tel­ba­ren Betrof­fen­heit des Zeit­ge­nos­sen.

      Hät­ten Sie die Ehre gehabt, Zeit­ge­nos­se älte­rer päpst­li­cher Alp­träu­me zu wer­den, sähen Sie wahr­schein­lich sel­bi­ge schär­fer…

  18. Hin­ter jeden wie­der­ver­hei­ra­ten Geschie­de­nen steht min­de­stens eine zer­ruet­te­te Fami­lie. Des­halb ist das alles viel schlim­mer als es von Aussen aus­schaut.

  19. @pfaelzer: dan­ke für Ihre wei­te­ren Infor­ma­tio­nen. Dann möch­te ich mich kor­ri­gie­ren und neh­me mei­ne Anschul­di­gun­gen gegen Sie hier­mit zurück und bit­te Sie um Ver­zei­hung.
    Mir ist bekannt, daß Papst Bene­dikt dem Vater von Tai­zé die die hl. Eucha­ri­stie gespen­det hat­te. So etwas ist wohl in Aus­nah­me­fäl­len mög­lich, wenn ich den Kath­ech­si­mus da rich­tig in Erin­ne­rung habe, aber ver­bes­sern Sie mich.

    Wel­che Grün­de Papst Bene­dikt hat­te, dem bay­ri­schen Mini­ster­prä­si­den­ten die hl. Eucha­ri­stie zu spen­den?

  20. @Antifebronius: Was immer die Moti­ve für Papst Bene­dikt gewe­sen sein mögen, dem Horst See­hofer die Kom­mu­ni­on zu spen­den, ist ja von außen schwer zu sagen, aber wahr­schein­lich gab es für ihn hin­rei­chend gute Grün­de, das zu tun. Und wenn er es getan hat, dann wars sicher rich­tig und ver­letz­te kei­ne Nor­men.

    Dem ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten! Wulff, höch­ster Mann im Staa­te, hat­te er bekannt­lich den Emp­fang der hl. Eucha­ri­stie bei sei­nem Deutsch­land­be­such im Jah­re 2011 ver­wei­gert, obwohl da gera­de auch von kirch­li­cher Sei­te, dem dama­li­gen Vor­sit­zen­den der DBK Erz­bi­schof Zollitsch, star­ker Druck auf ihn aus­ge­übt wor­den war. Papst Bene­dikt XVI. aber blieb stand­haft.

    Also da ist schon alles mit rech­ten Din­gen zuge­gan­gen und Sie @pfaelzer haben kei­nen Anlaß, Papst Bene­dikt XVI. dafür irgend­wie ins Zwie­licht zu rücken, oder wie soll man das ver­ste­hen?

    • Um 10.32 Uhr bit­ten Sie mich wegen Ihrer feh­len­den Infor­ma­ti­on und Uhren Anschul­di­gun­gen um Ver­zei­hung, um die­se exakt 17 Minu­ten spä­ter zu wie­der­ho­len. Naja .

      Es geht hier nicht dar­um, Bene­dikt ins Zwie­licht zu Rücken, im Gegen­teil. Ich bin nicht gegen die Kom­mu­ni­on für die Wie­der­ver­hei­ra­te­ten. Die­se Geste von Bene­dikt zeigt ja, dass es die­ses kate­go­ri­sche Nein zu die­sem The­ma auch für ihn nicht gibt. Denn dann wären kei­ne Aus­nah­men mög­lich . Ich kann nach­voll­zie­hen, dass das vie­len nicht gefällt, ist aber so.

      Umso lächer­li­cher ist die Dis­kus­si­on hier wegen des Sta­tus der Ehe­frau des Staats­prä­si­den­ten. Fran­zis­kus behan­delt sie pro­to­kol­la­risch ganz nor­mal als Ehe­frau sei­nes Gastes, was hier im Forum ein Rie­sen­auf­re­ger ist.

      Papst Bene­dikt XVI. hin­ge­gen spen­de­te dem wie­der­ver­hei­ra­te­ten Mini­ster­prä­si­dent von Bay­ern hin­ge­gen sogar die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on. Aber da wis­sen Sie, ver­ehr­ter @Franzel, ganz genau, dass das „sicher rich­tig war“ und „kei­ne Norm“ ver­letz­te.

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