Zündet Saudi-Arabien die Lunte zu einem neuen Nahost-Krieg? Offener Brief eines libanesischen Christen an den saudischen König

Vorabend zu einem neuen Nahostkrieg?
Vorabend zu einem neuen Nahostkrieg?

(Beirut/Riad) Sau­di-Ara­bi­en rüstet der­zeit nicht nur zum Krieg, son­dern scheint gera­de­zu erpicht dar­auf, Feu­er an die Lun­te zu legen. In den ver­gan­ge­nen Tagen wur­den sau­di­sche Kampf­flug­zeu­ge samt Besat­zun­gen und Boden­per­so­nal auf den tür­ki­schen Luft­waf­fen­stütz­punkt Incir­lik ver­legt. Die Ver­le­gung erfolg­te im Rah­men der von den USA geführ­ten Mili­tär­ko­ali­ti­on gegen den Isla­mi­schen Staat (IS), der neu­er­dings von west­li­chen Poli­ti­kern und Medi­en lie­ber Daesh genannt wird. Die tür­kisch-sau­di­sche Alli­anz gegen Syri­en und den Iran ist als anti-schii­ti­sche Alli­anz der Sun­ni­ten zu sehen. Der Liba­non ver­wei­gert sich jedoch der sau­di­schen For­de­rung, sei­ner Mili­tär­al­li­anz bei­zu­tre­ten. Ein füh­ren­der maro­ni­ti­scher Christ ver­faß­te heu­te einen offe­nen Brief an den sau­di­schen König Sal­man. Ein Brief für den Frie­den am Vor­abend eines Krie­ges?

Militärmanöver Northern Donner

Seit einer Woche fin­den im ölrei­chen Wüsten­kö­nig­reich die größ­ten Mili­tär­ma­nö­ver sei­ner Geschich­te statt. Trup­pen aus 20 Staa­ten sind dar­an betei­ligt. Sau­di-Ara­bi­en kann nun ern­ten, was es durch groß­zü­gi­ge Geld­flüs­se in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten in ara­bi­sche und afri­ka­ni­sche Staa­ten inve­stier­te. Die Ope­ra­ti­on Nort­hern Don­ner, „Don­ner des Nor­dens“ wur­de vor zehn Tagen begon­nen und soll noch eine Woche dau­ern. Bekannt­ge­ge­ben wur­de sie erst am Tag des Manö­ver­be­ginns. Gleich­zei­tig droh­te Riad dem syri­schen Prä­si­den­ten Bas­har al-Assad wört­lich mit einem „gewalt­sa­men Sturz“. Genau so haben Krie­ge begon­nen.

Hin­ter­grund ist unter ande­rem der aus­blei­ben­de Sieg des Isla­mi­schen Staa­tes (IS) gegen Assad. Dank der rus­si­schen Mili­tär­un­ter­stüt­zung konn­te die syri­sche Regie­rung zuletzt Gebie­te zurück­er­obern. Den Rus­sen gelang es inner­halb rela­tiv kur­zer Zeit, was der US-geführ­ten Anti-IS-Koali­ti­on ein gan­zes Jahr lang zuvor nicht gelin­gen woll­te: den IS-Vor­marsch zu stop­pen. Besiegt ist der Al-Qai­da-Nach­fol­ger aller­dings nicht.

Im Jemen führt Sau­di-Ara­bi­en bereits Krieg gegen die schii­ti­schen Huthi-Rebel­len. Die anti­schii­ti­sche Front wei­tet sich jedoch aus und droht einen Raum vom Mit­tel­meer bis zum Per­si­schen Golf, von der tür­ki­schen Gren­ze bis zur paki­sta­ni­schen und afgha­ni­schen Gren­ze zu erfas­sen. Durch die demon­stra­tiv gezeig­te Bereit­schaft, mili­tä­risch im eige­nen Sinn ord­nend in den Nah­ost-Kon­flikt ein­zu­grei­fen, ver­schlei­ert Riad, daß es selbst Teil die­ses Kon­flikts ist. Sau­di-Ara­bi­en fand mit den befreun­de­ten USA zu einer Inter­es­sens­al­li­anz gegen die in Syri­en regie­ren­den Ala­wi­ten, aus deren Rei­hen die Prä­si­den­ten­fa­mi­lie Assad stammt, und die den Schii­ten zuge­rech­net wer­den. Die Grün­de der Anti-Assad-Alli­anz sind nicht deckungs­gleich, doch auf der Grund­la­ge des Mot­tos „Der Feind mei­nes Fein­des ist mein Freund“, wur­de man sich einig, einen Auf­stand gegen die Regie­rung Assad vom Zaun zu bre­chen.

Dazu wur­den sun­ni­ti­sche syri­sche Clans umwor­ben und mit Geld und Waf­fen ver­sorgt und logi­stisch unter­stützt. Anfangs ver­lau­te­te Washing­ton, eine Freie Syri­sche Armee kämp­fe gegen den Dik­ta­tor Assad und für die Demo­kra­tie. Die Freie Syri­sche Armee ent­pupp­te sich bald in einem wesent­li­chen Teil als isla­mi­sti­sche Mili­zen wie die al-Nus­ra-Bri­ga­de und der Isla­mi­sche Staat (IS). Das wol­len weder Riad noch Washing­ton zuge­ben. Von der Frei­en Syri­schen Armee ist aller­dings kaum mehr die Rede, dafür umso mehr vom Mor­den der Isla­mi­sten, deren Opfer bevor­zugt Chri­sten sind. Bis heu­te ist unklar, wel­che Regie­run­gen und Insti­tu­tio­nen unter der Decke dem Isla­mi­schen Staat und sei­nen Able­gern hilf­reich zur Hand gehen.

Der Libanon als Gegenmodell

Der Liba­non ist der ein­zi­ge stark christ­lich gepräg­te Staat des Nahen Ostens. Er bil­de­te in sei­nem Ursprung eine Art auto­no­mes Schutz­ge­biet für Chri­sten im Osma­ni­schen Reich, die sich vor Unter­drückung und Repres­si­on in das gebir­gi­ge Küsten­land zurück­zo­gen. Sei­ne christ­li­che Mehr­heit hat das Land im blu­ti­gen Gewirr des Nah­ost­kon­flikts ein­ge­büßt. Wenn das Land jedoch noch exi­stiert und zusam­men­ge­hal­ten wird, dann ist es den Chri­sten und ihrem kul­tur­prä­gen­den Glau­ben zu ver­dan­ken. Der Liba­non ist das ein­zi­ge Land im Nahen Osten, in dem alle Grup­pen an der Staats­füh­rung betei­ligt sind und stellt damit eine ein­zig­ar­ti­ge Aus­nah­me dar.

Dabei hät­ten auch die Chri­sten aus­rei­chend Grund, nach­tra­gend zu sein. Sie könn­ten wie die ande­ren Reli­gi­ons­grup­pen zum Mit­tel der Gewalt grei­fen, tun es aber nicht, wenn sie nicht dazu gezwun­gen wer­den. Sie ken­nen die Geschich­te, rech­nen sie aber nicht auf.

Wenn die Chri­sten im Staat, der eigent­lich als Land der Chri­sten gedacht war, kei­ne Mehr­heit mehr haben, ist dafür die Grün­dung des Staa­tes Isra­el und die Ver­trei­bung der ein­hei­mi­schen Palä­sti­nen­ser, sun­ni­ti­sche Mos­lems und Chri­sten, ursäch­lich. Als deren Aus­sicht schwand, in abseh­ba­rer Zeit in ihre Hei­mat zurück­keh­ren zu kön­nen, ver­such­te die PLO sich den Liba­non als neu­es Staats­ge­biet zu erobern. Unter­stützt wur­de sie dabei von Tei­len der sun­ni­ti­schen Liba­ne­sen.

Die Fol­ge war ein blu­ti­ger Bür­ger­krieg. Der Ver­such konn­te abge­wehrt wer­den. Der Preis an Men­schen­le­ben und Zer­stö­rung war jedoch enorm. 27 Jah­re nach Kriegs­en­de ist der Liba­non noch weit von sei­nem Wohl­stand ent­fernt, den er davor genos­sen hat­te. Ein Wohl­stand, der den Chri­sten des Lan­des zu ver­dan­ken war. So wie die Liba­ne­sen es den Chri­sten zu ver­dan­ken haben, daß ihr Land kein zwei­ter Irak und kein zwei­tes Syri­en, kein zwei­ter Jemen und kein zwei­tes Liby­en gewor­den ist.

Ein nähe­res Ein­drin­gen in die liba­ne­si­schen Wirr­nis­se zwi­schen anti­sy­ri­schen und pro­sy­ri­schen, anti­west­li­chen und pro­west­li­chen, anti­is­rae­li­schen und pro­is­rae­li­schen Kräf­ten etc. wür­de jeden Rah­men spren­gen und wahr­schein­lich mehr Ver­wir­rung als Klar­heit schaf­fen.

Die saudische „Rache“

Zum Ver­ständ­nis der heu­ti­gen Lage sei nur gesagt, daß Syri­en in den 1970er den Chri­sten gegen den palä­sti­nen­si­schen Erobe­rungs­ver­such zu Hil­fe kam. Und daß die zah­len­mä­ßig beson­ders in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten stark ange­wach­se­ne Grup­pe der Schii­ten sich als natür­li­cher Ver­bün­de­ter der syri­schen Ala­wi­ten sieht.

Tat­sa­che ist, daß die Chri­sten des Liba­nons Syri­en für die Mili­tär­hil­fe in den 1970er Jah­ren dank­bar sind. Tat­sa­che ist jedoch auch, daß die Mehr­heit der liba­ne­si­schen Chri­sten kei­nen Liba­non als syri­sches Pro­tek­to­rat woll­te und daher für den 2005 abge­schlos­se­nen Rück­zug aus dem Liba­non ein­trat. Das ändert nichts dar­an, daß die liba­ne­si­schen Chri­sten genau wis­sen, daß es ihren christ­li­chen Glau­bens­brü­dern in Syri­en, mit denen sie viel­fach auch ver­wandt­schaft­lich ver­bun­den sind, unter dem Ala­wi­ten Assad wesent­lich bes­ser ergeht als unter einer sun­ni­ti­schen Herr­schaft. Wäh­rend die schii­ti­sche His­bol­lah aktiv in Syri­en an der Sei­te Assads kämpft, hegen die liba­ne­si­schen Chri­sten aus Soli­da­ri­tät mit den syri­schen Chri­sten zumin­dest Sym­pa­thien.

Das erklärt zum Teil, war­um der Liba­non sich nicht an der von Sau­di-Ara­bi­en mit Zustim­mung der USA geschmie­de­ten anti­schii­ti­schen Alli­anz betei­li­gen will. Haupt­grund dafür ist Selbst­schutz vor einem wei­te­ren tod­brin­gen­den und zer­stö­re­ri­schen Krieg, in den man nicht hin­ein­ge­zo­gen wer­den will. Eine Wei­ge­rung, die das klei­ne Land teu­er zu ste­hen kommt. Riad gab in die­sen Tagen einen gan­zen Straf­kata­log gegen den Liba­non bekannt. König Sal­man for­dert eine Ende 2013 von sei­nem Vor­gän­ger König Abdal­lah gewähr­te Schen­kung von drei Mil­li­ar­den Dol­lar zur Auf­rü­stung der liba­ne­si­sche Armee zurück. Eine gewal­ti­ge Sum­me, die seit­her über Rüstungs­lie­fe­run­gen Frank­reichs zum Teil in die Armee des klei­nen Mit­tel­meer­lan­des geflos­sen ist. Die gemein­sa­me Armee stellt einen wich­ti­gen Sta­bi­li­täts­fak­tor in einem Staat dar, in dem sich noch vor kaum mehr als 25 Jah­ren zahl­rei­che bewaff­ne­te Mili­zen bekämpf­ten.

Die Ver­stim­mung Riads kommt auch in der öffent­li­chen War­nung zum Aus­druck, daß Sau­dis aus „Sicher­heits­grün­den“ den Liba­non als Rei­se­ziel mei­den soll­ten. Heu­te ging Riad noch wei­ter und for­der­te alle Sau­dis auf, den Liba­non zu ver­las­sen. Eine Maß­nah­me, die von den eng­sten sau­di­schen Ver­bün­de­ten in der Golf­re­gi­on, von Bah­rein, den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten und Katar über­nom­men wur­de. Die Liba­ne­sen ver­ste­hen: Die Rei­se­war­nung soll in Wirk­lich­keit eine indi­rek­te Auf­for­de­rung sein, die Wirt­schafts­be­zie­hun­gen mit dem Liba­non zurück­zu­schrau­ben. Der heu­ti­ge Rück­ruf der sau­di­schen Staats­bür­ger kommt auf zivi­ler Ebe­ne fak­tisch einer Gene­ral­mo­bil­ma­chung auf mili­tä­ri­scher gleich.

Direk­te und mas­si­ve Aus­wir­kun­gen hat die drit­te Dro­hung, die nicht offi­zi­ell aus­ge­spro­chen wur­de, aber aus­rei­chend laut­stark infor­mell in Umlauf gesetzt wur­de: Sau­di-Ara­bi­en und die ande­ren Golf­emi­ra­te könn­ten die 400.000 in der Golf­re­gi­on beschäf­tig­ten Liba­ne­sen aus­wei­sen. Was das für den Liba­non, ein Land mit 4,4 Mil­lio­nen Ein­woh­nern (hin­zu kom­men 450.000 palä­sti­nen­si­sche Flücht­lin­ge und 1.250.000 syri­sche Flücht­lin­ge) bedeu­tet, läßt sich leicht aus­ma­len. Spä­te­stens seit Bekannt­ga­be die­ser Dro­hung weiß jeder Liba­ne­se, daß Sau­di-Ara­bi­en ernst meint und das klei­ne Land am Mit­tel­meer sich gefü­gig machen will. Eine gerüch­te­wei­se kur­sie­ren­de vier­te Dro­hung, die von sun­ni­ti­schen Fami­li­en beherrsch­ten Golf­staa­ten könn­ten ihr Geld von den liba­ne­si­schen Ban­ken abzie­hen und das Land in eine wirt­schaft­li­che und sozia­le Kri­se stür­zen, run­det die Droh­ku­lis­se ab.

Die libanesische Weigerung

Fady Noun: Offener Brief an saudischen König
Fady Noun: Offe­ner Brief an sau­di­schen König

Die „Rache“ des sau­di­schen Königs Sal­man erfolgt, nach­dem der liba­ne­si­sche Außen­mi­ni­ster, der maro­ni­ti­sche Christ Jebran Bas­sil von der Frei­en Patrio­ti­schen Bewe­gung, sich zwei­mal bei den jüng­sten Tref­fen der ara­bi­schen Außen­mi­ni­ster wei­ger­te, einer von Sau­di-Ara­bi­en vor­ge­leg­ten antiira­ni­schen Reso­lu­ti­on zuzu­stim­men und sich damit in die sau­di­sche Alli­anz ein­zu­rei­hen. Die Freie Patrio­ti­sche Bewe­gung bil­det innen­po­li­tisch die Min­der­heits­frak­ti­on der liba­ne­si­schen Chri­sten. In der außen­po­li­ti­schen Fra­ge, was das Pul­ver­faß des sun­ni­tisch-schii­ti­schen Kon­flikts anbe­langt, das den gan­zen Nahen Osten in die Luft zu jagen droht, sind sich christ­li­che Mehr­heit und Min­der­heit jedoch weit­ge­hend einig. Eine direk­te Invol­vie­rung des Liba­non in einen unkon­trol­lier­ba­ren Nah­ost­krieg wäre das Ende der letz­ten noch ver­blie­be­nen, nen­nens­wer­ten und vor allem prä­gen­den christ­li­chen Prä­senz im Nahen Osten.

Nicht nur in isla­mi­schen Krei­sen, auch unter liba­ne­si­schen Chri­sten wird gerüch­te­wei­se die Mut­ma­ßung her­um­ge­reicht, Isra­el käme ein zer­stör­tes Umland als einer Art gigan­ti­scher Gla­cis nicht unge­le­gen. Eben­so­we­nig jenen west­li­chen Kräf­ten, die unge­niert nach einem Krieg ihre Hand auf die Boden­schät­ze des Nahen Ostens legen könn­ten. Eine Ein­schät­zung, die die Gesamt­stim­mung nicht zu heben ver­mag. Ein füh­ren­der Christ des Liba­non will nicht über sol­che Hin­ter­grün­de hin­ter den Hin­ter­grün­den spe­ku­lie­ren. Ihm genü­gen die Fak­ten, die auf dem Tisch lie­gen, denn die sei­en schwer­wie­gend genug und ver­an­laß­ten ihn zum Han­deln.

Der maro­ni­ti­sche Christ Fady Noun, stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur der ange­se­hen­sten liba­ne­si­schen Tages­zei­tung L‘Orient-Le Jour schrieb in die­ser sich dra­ma­tisch zuspit­zen­den Situa­ti­on, in der man die Lun­te bis Bei­rut rie­chen kann, einen offe­nen Brief an König Sal­man von Sau­di-Ara­bi­en. Dar­in for­dert er gegen­sei­ti­gen Respekt ein und zeigt auf, war­um der Liba­non nicht Teil einer Alli­anz wer­den kann, weil sonst das ein­zi­ge Modell einer trag­fä­hi­gen Lösung des Kon­flikts zer­stört wür­de. Viel­mehr hält Noun dem sau­di­schen König den Liba­non als Lösungs­mo­dell hin mit der Auf­for­de­rung, den Frie­den statt den Krieg zu wäh­len.

Offener Brief für den Frieden und gegen den Krieg

Eini­ge Aus­zü­ge aus dem Schrei­ben eines ein­sa­men christ­li­chen Rufers am Vor­abend eines Krie­ges, der noch ver­hin­dert wer­den kann.

Zur Fra­ge der Dro­hun­gen gegen den Liba­non schreibt Noun:

„Maje­stät, bei allem Respekt, aber sie bege­hen Feh­ler. Die­se drei Mil­li­ar­den Dol­lar gehö­ren ihnen nicht mehr. Sie haben Sie uns geschenkt, wie Staats­prä­si­dent Michel Slei­man erklär­te und bezeug­te. Wir mei­nen, daß ein Geschenk nicht zurück­ge­nom­men wer­den kann und wir wer­den nicht noch ein­mal dar­um bit­ten, was bereits unser ist. Ihnen schien es rich­tig, es zurück­zu­neh­men, wir aber den­ken, daß das nicht den Absich­ten des Spen­ders ent­spricht und der zwi­schen unse­ren Völ­kern geschlos­se­nen Freund­schaft. Sie wur­den belei­digt? Doch die Ehre einer Per­son liegt dar­in, über Belei­di­gun­gen hin­weg­zu­ge­hen. Das wäre ihre wah­re Kro­ne, ihre könig­li­che ‚Kef­fiah‘. Vor allem aber haben wir eine Waf­fe, die uns nie­mand rau­ben und auch nicht ver­kau­fen kann: unser Blut. Ohne die drei Mil­li­ar­den wird es eben um so mehr zur Ver­fü­gung gestellt, das ist alles. Und alle Stra­te­gien wer­den Euch sagen, daß ein Heer den Sieg vor allem durch sei­ne Moral erringt.“

Noun geht dann auf die der­zei­ti­gen Spal­tung in der isla­mi­schen Welt ein.

„Und ohne fal­sche Beschei­den­heit zögern wir nicht, zu sagen, daß die Ant­wort auf die­se Spal­tung sich (auch) im Liba­non fin­det. Die Maro­ni­ti­sche Kir­che schenk­te dem Liba­non eine Offen­heit gegen­über der wirk­li­chen Moder­ne. Das war ihr beson­de­rer Schatz, der ein Schatz aller wur­de. Die­se Öff­nung, die seit dem Beginn des­sen wirkt, was dann der liba­ne­si­sche Staat gewor­den ist, ermög­lich­te es allen Liba­ne­sen zu ern­ten.

Die Maro­ni­ten haben die­se eini­gen­de Rol­le auf kirch­li­cher Ebe­ne gespielt. Des­halb gibt es nicht mehr Katho­li­ken und Ortho­do­xe. Und sie haben das dann auf die staat­li­che Ebe­ne über­tra­gen und es dem Liba­non ermög­licht, zu einem unab­hän­gi­gen ara­bi­schen Staat zu wer­den. Die­se Part­ner­schaft ist das Kost­bar­ste, was unser Land hat. Vor weni­gen Tagen rief uns der Patri­arch auf, die­sen Auf­trag fort­zu­set­zen und Brücken und Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Gemein­schaf­ten zu bau­en.“

Die Kri­se sei daher, so Noun, die Gele­gen­heit für die Kir­che, im Liba­non und für den Liba­non in ihrem Geist zu wir­ken, nicht um das Grup­pen­den­ken zu för­dern, son­dern um „anzu­nä­hern und zu ver­söh­nen“.

„Jen­seits aller Begleit­erschei­nun­gen ist es not­wen­dig über die Zeit nach­zu­den­ken, in denen die bei­den Theo­kra­tien, die der Iran und Sau­di-Ara­bi­en sind, ent­stan­den, ist es not­wen­dig über die ver­bor­ge­ne escha­to­lo­gi­sche Gno­sis nach­zu­den­ken, die die isla­mi­sche Repu­blik atmet, und über die Rück­kehr zu den Ursprün­gen der waha­bi­ti­schen Leh­re, die am Beginn des 20. Jahr­hun­derts ent­wickelt wur­de. Es gilt anzu­er­ken­nen, daß die eine wie die ande­re Form eine Gegen­be­we­gung zu einer ’spi­ri­tu­el­len Ver­drän­gung‘ ist, die sich in jenem Westen voll­zo­gen hat, die ihnen als Zukunft ange­prie­sen wur­de und auf die sie, mit guten Grund, ver­zich­tet haben und sie auch heu­te nicht wol­len.

Es gilt anzu­er­ken­nen, daß man vor einem Zivi­li­sa­ti­ons­phä­no­men steht, das alle betrifft, ein­schließ­lich den Westen, den athe­isti­sche Westen des toten Got­tes, der kolo­nia­len Erobe­rung, der impe­ria­len Erobe­run­gen, des unglei­chen Aus­tau­sches, des erklär­ten oder höf­li­chen Ras­sis­mus und des ethi­schen Rela­ti­vis­mus. Ein Rela­ti­vis­mus, den der ame­ri­ka­ni­schen Phi­lo­soph Eric Voe­ge­lin ‚eine Selbst-Ver­gött­li­chung der Gesell­schaft‘ nann­te.

Wie sehr fehlt uns in die­sen schwie­ri­gen Tagen die­ses ernst­haf­te Nach­den­ken über das Ver­hält­nis zwi­schen den Kul­tu­ren, das uns die Mög­lich­keit böte, unse­re Rol­le als Kul­tur­ver­mitt­ler, als Ver­mitt­ler des Frie­dens und der Wahr­heit zu spie­len. Wie sehr fehlt es uns heu­te, das 20. Jahr­hun­dert ohne Zögern den­ken zu kön­nen. Wie sehr fehlt uns das tie­fe Nach­den­ken über den Islam, um zu ver­ste­hen, was die­se kul­tu­rel­le und poli­ti­sche Abir­rung mög­lich mach­te, die ‚Isla­mi­scher Staat‘ genannt wird.

Wo sind die Den­ker einer grund­le­gen­den Erör­te­rung? Wo sind die Michel Hayeck (1928–2005) und die Youa­kim Mou­ba­rak (1924–1995) von heu­te? Wo sind die Moham­mad Hus­sein Fad­al­lah und die Moham­med Mah­di Chams­ed­di­ne von heu­te? Über alles hat sich der Haß gelegt. Anstatt den Mini­ster­prä­si­den­ten nach Sau­di-Ara­bi­en zu schicken, schicken wir den Muf­ti und den Patri­ar­chen, schicken wir einen der Erben die­ser Grün­der­vä­ter der liba­ne­si­schen Ein­heit, die­ser tie­fen Ein­heit, die mehr oder weni­ger bewußt einen Damm bil­det gegen die Flut der Gewalt, die sich so oft hin­ter den poli­ti­schen Reden ver­birgt. Das ist der Dienst des Liba­non und beson­ders der Maro­ni­ti­schen Kir­che, die eine Schu­le der Aus­ge­wo­gen­heit ist, die nicht von ande­ren ver­langt, was sie nichts selbst bereits umge­setzt hat und auch ande­ren zu geben begon­nen hat.“

Text: Andre­as Becker
Bild: iXr (Screen­shot)

44 Kommentare

  1. Fol­gen­der Arti­kel ist ver­wandt zu Obi­gem:
    https://ddbnews.wordpress.com/2016/02/17/18-tage-bis-zum-3-weltkrieg/

    Der frü­he­re FBI-Agent Hal Tur­ner sagt dar­in, 350.000 Mann und 18.000 Pan­zer stün­den im Nor­den Sau­di Ara­bi­ens bereit, um in Syri­en zu inter­ve­nie­ren. Er meint, das wür­de in einen Welt­krieg füh­ren, da in Syri­en nur Russ­lands Armee von Assad zuge­las­sen ist.
    Dass die Chri­sten­ver­fol­gung im Nahen Osten haupt­säch­lich von den USA aus gesteu­ert und finan­ziert wird, steht für mich jeden­falls außer Fra­ge.

      • Das müss­ten Sie den Ver­fas­ser des Arti­kels aus dem Link fra­gen. Russ­land bei­spiels­wei­se besitzt eine ähn­li­che Zahl an Pan­zern, aber die­se in Bewe­gung zu set­zen, müss­te schon einen guten Grund haben, den­ke ich. Ich lese mir sol­che Arti­kel manch­mal durch, ohne mir eine end­gül­ti­ge Mei­nung zu bil­den, da es unsi­cher ist ob es wirk­lich so kom­men könn­te.

  2. Es kur­sie­ren ver­schie­den­ste Infor­ma­tio­nen, dass das Pul­ver­fass Mitt­le­ren und Naher Osten (haut­p­säch­lich in und rund um Syri­en) mög­li­cher­wei­se noch DIESEN MONAT völ­lig explo­die­ren mag…
    Im Nor­den von Sau­di Ara­bi­en ist wohl zur Zeit eine Koali­ti­on von 20 Län­dern — rund 350.000 Sol­da­ten mit tau­sen­den von Tanks, Flug­zeu­gen, Heli­ko­ptern an einem „Manö­ver“. Wobei so eine gro­sse Uebung hat es da noch nie gege­ben… Schick Ihnen gleich noch ein paar ent­spre­chen­de Links durch — eigent­lich alle auf Eng­lisch, die ver­deut­li­chen, dass die Lage wirk­lich jede Stun­de explo­die­ren kann — trotz aller soge­nann­ter Frie­dens­be­mü­hun­gen der USA und der Rus­sen — die ja auch Angst haben, weil sie ja nicht wirk­lich wis­sen, was dann alles dar­aus fol­gern kann.
    Gem. Jea­ja 17:1–3 muss auf jeden Fall Damas­kus noch gänz­lich zer­stört wer­den. Damas­kus gilt als die älte­ste Stadt der Welt.

    Wer­de gleich noch ein paar Links durch­bea­men.
    Bis dann
    mar­tin lau­chen­au­er — Tog­gen­burg — Schweiz

    http://www.bilderberg.org/royal.htm
    –> die Bank­pi­ra­ten von der Lon­do­ner City
    –> Der Oeko­fa­schis­mus von Prinz Charles

    als Prinz Charles am COP21 Gip­fel sei­nen Klim­wahn­sinn vor 150 Staats­chefs und 195 Dele­ga­tio­nen plus der­je­ni­gen der EU pro­pa­gier­te, wuss­te Papst Bene­dikt nichts bes­se­res zu tun, als in der UNO Zen­tra­le in Afri­ka –> Nai­ro­bi, den glei­chen Schwach­sinn zu ver­brei­ten.

    Als die COP21 Kon­fe­renz in Paris — unter der Lei­tung vom Frei­mau­rer Lau­rent Fabi­us (stammt aus einer asch­ke­n­a­si­chen Fami­lie und sei­ne Elternn haben sich schon zum „Katho­li­zis­mus“ bekehrt) — fast zu Ende ging und alle um ein Schluss­do­ku­ment am Rin­gen waren, das das Kyo­to-Pro­to­koll erset­zen soll, waren ein paar Staa­ten die blockier­ten — u.a. glaub das Oel­land Vene­zue­la.

    Gemäss dem was ich mit­krieg­te, haben sie offen­sicht­lich Papst Fran­zis­kus mit­ten aus einer Mes­se raus­ge­holt, damit er die „paar Abweich­ler“ auf Linie brin­gen soll. Dies scheint ihm dann recht gut gelun­gen zu sein. Das Abschluss­do­ku­ment steht, wenn im April 55 Staa­ten, die mind. 55% der men­schen­ver­ur­sach­ten CO2-Pro­duk­ti­on dem Doku­ment zustim­men.

  3. Das hört sich sehr nach Feu­er und Schwe­fel der Bri­ten zusam­men mit den Sau­dis an.… Man beach­te nur mal die Posi­ti­on der Per­so­nen, die sich da tra­fen.…

    http://www.spa.gov.sa/viewstory.php?lang=en&newsid=1469919

    Crown Prince dis­cus­ses with Head of Defen­se Com­mit­tee at the Bri­tish par­lia­ment a num­ber of issu­es of mutu­al inte­rest
    Mon­day 1437/5/13 — 2016/02/22

    Riyadh, Juma­da I 13, 1437, Febru­a­ry 22, 2016, SPA — Crown Prince Moham­med bin Naif bin Abdu­la­ziz, Depu­ty Pre­mier and Mini­ster of Inte­rior, dis­cus­sed with the Head of Defen­se Com­mit­tee at the Bri­tish par­lia­ment James Gray a num­ber of issu­es of mutu­al con­cern bet­ween the King­dom of Sau­di Ara­bia and Bri­tain during a mee­ting at his inte­rior ministry’s office in Riyadh today.
    During the mee­ting, the Crown Prince unders­cored the import­ance of con­so­li­da­ting the firm rela­ti­ons bet­ween the two friend­ly coun­tries to best ser­ve the com­mon inte­rests of the King­dom of Sau­di Ara­bia and Bri­tain.
    The audi­ence was atten­ded by Abdul­rah­man bin Ali Al-Ribai’an, Depu­ty Mini­ster of Inte­rior; Kha­lid bin Ali Al-Ham­dan, Chief of Gene­ral Intel­li­gence; and Gene­ral Abdul­lah bin Ali Al-Gar­ni, Depu­ty Direc­tor Gene­ral of Gene­ral inve­sti­ga­ti­ons.
    –SPA
    18:11 LOCAL TIME 15:11 GMT

    was.sa/1469919

  4. http://www.spa.gov.sa/viewstory.php?lang=en&newsid=1469735

    King Fahd Com­plex for Prin­ting of Holy Quran dis­tri­bu­tes more than 289 mil­li­on copies of various publi­ca­ti­ons
    Mon­day 1437/5/13 — 2016/02/22

    Riyadh,13 Juma­da I,1437 AH, 22 February,2016 , SPA — King Fahd Com­plex for Prin­ting the Holy Quran in Madi­nah dis­tri­buted in the past mon­th of Rabi II, 1437, a total of 237,125 copies of the Holy Quran in various sizes, parts, and record­ings and trans­la­ti­ons of Isla­mic books to a group of government, pri­va­te and cha­ri­ta­ble bodies, in addi­ti­on to a num­ber of bodies, cha­ri­ties, and Sau­di Embas­sies and Con­su­la­tes abroad.
    A report issued by the Com­plex exp­lai­ned that the total dis­tri­bu­ti­on by the Com­plex sin­ce the begin­ning of the dis­tri­bu­ti­on of its publi­ca­ti­ons on 23, Juma­da I, 1405 AH until the end of Rabi II, 1437 AH rea­ched (289,005,168) copies of dif­fe­rent ver­si­ons.
    — SPA
    13:09 LOCAL TIME 10:09 GMT

    was.sa/1469735
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    King Fahd Com­plex for Prin­ting of Holy Quran dis­tri­bu­tes more than 289 mil­li­on copies of various publi­ca­ti­ons

  5. Nah­ost­po­li­tik im Schach­brett­for­mat auf dem Wohnn­zim­mer­tisch… und natür­lich: das böse Isra­el ist schuld. Ob und inwie­weit das Ala­wi­ten­tum mit dem blut­rün­sti­gen Shi­is­mus im Iran zusam­men­asst… ja viel­leicht mehr, als uns lieb ist: Chri­sten haben im Iran wenig Chan­cen, nor­mal zu leben — wolt ihr das hier über­haupt hören?
    Auch hier hei­ligt der Zweck die Mit­tel.
    Das gro­ße Pro­blem der Katho­li­ken dabei: der man­geln­de geist­li­che Rea­li­täts­sinn.

    Was soll man sagen?

    Der Brief offen­bart, dass sein christ­li­cher Autor den IS nur für eine „Abir­rung“ hält — das alte from­me christ­li­che Gedöhns also, dem auch F. anhängt, alles Gela­ber, grün­den wir doch eienn F.-Club, wie lan­ge soll das so wei­ter­ge­hen: Hach, es gibt den guten und den bösen Islam, und den bösen gibt es nur, weil es Isra­el gibt, Kro­ko­dils­trä­nen ins­ge­samt drei abdrücken, aber sonst wäre doch alles eigent­lich gut, wenn es da nicht die­se Juden gäbe.

    Und dass die­ser Brief ein Bekennt­nis zum Lai­zis­mus ist, hat wohl auch nicht jeder hier erfasst.

    Und das, im Ernst fra­ge ich mich das, wäre das wirk­lich das Schlech­te­ste?

    Was wollt Ihr hier — Ihr schimpft als from­me Tra­dis auf den Lai­zis­mus in Frank­reich, aber die Früch­te des ver­nein­ten Lai­zis­mus im Ori­ent bejam­mert ihr wie Schloss­hun­de?! Ata­türk war ein böser Frei­mau­rer, aber was wollt ihr: eine isla­mi­sier­te Tür­kei?
    Unter­stützt einer hier die Tür­ken, die lai­zi­stisch den­ken? Nein, natür­lich nicht, alles Frei­mau­rer­ge­biet, aber was wollt ihr dann? Mao­mam?
    Und um die­sen drän­gen­den Fra­gen aus­zu­wei­chen, sti­li­siert ihr Isra­el als den Schul­di­gen hoch, was ein­fach nur Fik­ti­on ist: Der Ori­ent ver­nich­te­te die Chri­sten lan­ge bevor ein Juden­staat in Sicht war.
    Aber gut ging es Chri­sten am ehe­sten unter lai­zi­sti­schen, pan­ara­bi­schen Regi­men — man muss sich irgend­wann ent­schei­den, was man will. Isra­el jeden­falls inter­es­siert sich nicht für das isla­mi­sti­sche Gekei­le ara­bi­scher Anrai­ner­staa­ten und hat es auch nicht gewollt — es wird ja zuerst davon getrof­fen und büßt täg­lich ermo­der­te Men­schen ein.

    Die Vor­gän­ge im Nahen Osten sind jeden­falls zu kom­pli­ziert und zu ver­zwei­felt für ein klei­nes Fei­er­abend-Schach­spiel euro­päi­scher Stra­te­gie­fik­tio­nä­re.

    Dort wird es kei­ne Hil­fe geben, bevor Jesus nicht kommt. Das sagt uns schon die Schrift.

      • Sie haben wohl nicht kapiert, was Netan­ja­hu sagt, rich­tig?

        Er sagt, dass es für Isra­el nur eines gibt, näm­lich zu ver­hin­dern, was die Palä­sti­nen­ser vor­ha­ben: durch ihren mas­si­ven Ter­ror Isra­el zu ver­nich­ten. Es sind seit der neu­en Ter­ror­wel­le in isra­el inzwi­schen Men­schen zig Israe­lis ermor­det wor­den — und zwar von Mann/Frau zu Mann/Frau. Die­ses Pack greift Zivi­li­sten mit Mes­sern und Pisto­len und Stan­gen an. Pfui!

        Und anschlie­ßend plän­keln sie her­um, wie man das anstellt, als Tisch­ge­spräch. Wägen stra­te­gi­sche Schach­zü­ge ab. Für und wider. Na und? Haben Sie auch sol­che Vide­os aus den Kom­man­do­zen­tra­len der palä­sti­ne­si­scher Ter­ro­ri­sten?

        Urhe­ber­schaft hat also auch nach dem Video für all das Elend der ara­bi­sche Wahn, Isra­el müs­se zer­stört wer­den. Die Palä­sti­ne­ser hät­ten längst Frie­den, wenn sie end­lich die­se bös­ar­ti­ge Absicht fal­len lie­ßen.

      • Hat nicht Isra­el beim letz­ten Mal den Krieg begon­nen, wegen der angeb­lich uner­laub­ten Sied­lun­gen im Gaza­strei­fen etli­che Zivi­li­sten getö­tet und Palä­sti­na dann dar­auf reagiert? Ich kann mich noch gut an das Bild des palä­sti­nen­si­schen Klein­kinds mit dem teils weg­ge­bomb­ten Kopf erin­nern. Also hier Par­tei zu ergrei­fen scheint mir unklug.

      • … die ermor­de­ten Juden wer­den nie gezeigt…und mit Kin­dern erreicht man stets die Her­zen…
        Ken­nen wir das nicht?
        Totes Flücht­lings­kind am Strand und so.
        Mir erscheint es v.a. unklug, mich von sol­chen Pro­pa­gan­da­bil­dern emo­tio­nal diri­gie­ren zu las­sen.

      • Es gibt schon mani­pu­lier­te Pro­pa­gan­da­bil­der, da haben Sie Recht. Aller­dings ist der Gesamt­ein­druck des letz­ten Gaza-Krie­ges für mich so, als wäre Isra­el der Aggres­sor gewe­sen. Das kann stim­men oder auch nicht, ein Urteil kann man aus der Fer­ne aber schwer fäl­len. Daher mei­ne ich, dass es bes­ser ist, nicht Par­tei zu ergrei­fen, was den Gaza-Kon­flikt angeht.

        Ein Bei­spiel fällt mir dazu ein. Da gibt es ein You­tube-Video, das einen Asyl­wer­ber zeigt, der ein Klein­kind ergreift und sich damit auf einem unga­ri­schen Bahn­hof auf die Glei­se legt. In dem Augen­blick, als er einen lei­den­den Gesichts­aus­druck hat, wird er foto­gra­fiert. Das Bild kommt in die Main­streamm­edi­en und der Ein­druck von angeb­lich grau­sa­men, unga­ri­schen Poli­zei­be­am­ten ent­steht.
        Dass die ver­meint­li­chen Flücht­lin­ge die ihnen ange­bo­te­nen Was­ser­fla­schen und Lebens­mit­tel nicht annah­men, son­dern auf die Glei­se war­fen, schaff­te es dage­gen nicht in die Main­streamm­edi­en. Da waren wohl Buch­sta­ben und Tin­te aus­ge­gan­gen. Von dem fahr­läs­sig in Gefahr gebrach­ten und am Strand des Mit­tel­meers ver­stor­be­nen Kind eines Schlep­pers ganz zu schwei­gen.
        Die feh­ler­haf­te Bericht­erstat­tung über die Flücht­lings­kri­se könn­te der größ­te jour­na­li­sti­sche Betrug sein, den Euro­pa in der jün­ge­ren Geschich­te erlebt hat.

      • @ dhmg

        Par­tei ergrei­fen — nun ja… ich ergrei­fe Par­tei für Isra­el, wobei das nicht heißt, dass ich alles bil­li­ge, was Isra­el tut. Das nicht. Das sind kei­ne Hei­li­gen, und unter der Situa­ti­on, per­ma­nent die Ver­nich­tung ange­droht zu bekom­men, erwirbt jede Gemein­schaft, noch dazu, wenn das bald 70 Jah­re unun­ter­bro­chen so geht, eine apo­ka­lyp­ti­sche Ein­stel­lung mit allen mög­li­chen Defor­ma­tio­nen. Das ist kei­ne Fra­ge!

        Aus­gangs­punkt aller Kon­flik­te ist aber die Situa­ti­on, dass nach wie vor palä­sti­nen­si­sches Pro­gramm die Ver­nich­tung Isra­els ist und bleibt. Die sind sich doch allei­ne schon unter­ein­an­der nicht grün, weil die ver­nünf­ti­gen ara­bi­schen Stim­men, die Isra­el aner­ken­nen wol­len, sich nicht durch­set­zen kön­nen. Jeder noch so klu­ge ara­bi­sche Mann schei­tert an die­ser Meu­te, die unbe­dingt die Ver­nich­tung Isra­els auf der Agen­da las­sen will. Na denn. Wer kann es den Juden ver­den­ken, wenn sie dar­auf nur noch mit Zynis­mus reagie­ren? Was wür­den denn Sie tun?

        Frie­de heißt da: Alle Juden ab ins Meer.

        Und des­we­gen ste­he ich grund­sätz­lich auf­sei­ten Isra­els. Denn was immer Isra­el falsch macht, die Hybris, ein gan­zes Volk ver­nich­ten zu wol­len erreicht das nie. Ist für mich eine Abwä­gung.

        Die Palä­sti­ne­ser waren von Anfang an auf­ge­mö­belt wor­den und auf Kra­wall getrimmt, obwohl zunächst ein ganz gutes Ver­hält­nis zwi­schen jüdi­schen Sied­lern und Bedui­nen bestand! Und auch heu­te haben immer noch vie­le Ara­ber genau die­se Ein­stel­lung!

      • @zeitschnur
        Nein es ist ein­deu­tig, er spricht von der Desta­bi­li­sie­rung der gesam­ten Nah­ost Regi­on und nimmt die inner israe­li­schen Pro­ble­me als Grund­la­ge dafür, das ist mili­tä­ri­sche Grund­la­ge und nennt sich Täu­schung. Für inner israe­li­sche Ange­le­gen­hei­ten wür­de nicht die gan­ze Welt wie er sagt nach Nah­ost zum Krieg hin­kom­men, er sagt ja wir wer­den den­ken wir kämen als Ver­tei­di­ger dabei sind wir die Angrei­fer, kla­rer Fall von Täu­schung. Als ob Israe­lis die Hil­fe vom Aus­land brau­chen um in Isra­el die Mos­lems zu kon­trol­lie­ren, das machen Abwehr­dien­ste und Kom­man­do­ein­hei­ten der Israe­lis sehr erfolg­reich seit Deka­den, sämt­li­che isla­mi­sche Struk­tu­ren sind unter­wan­dert sonst sehe es dort ganz anders aus. Isra­el wird locker mit den Mos­lems im Inland fer­tig, selbst ara­bi­sche Knes­set Abge­ord­ne­te wer­den nicht mehr von Ara­bern gewählt da die­se nur noch palä­sti­nen­si­sche Inter­es­sen ver­tre­ten, somit wäh­len vie­le Ara­ber in Isra­el jüdi­sche Par­tei­en, der Islam in Isra­el schafft sich schon selbst genug ab. Ich sage aber nicht das Isra­el allei­ne dafür ver­ant­wort­lich ist was gera­de in Nah­ost pas­siert, Isra­el ist einer unter vie­len, aber die­ses Video bezeugt schon eine Teil­schuld der jet­zi­gen poli­ti­schen Kaste die die Juden ins Unglück stürzt.

      • Ach was, es geht dar­um, dem ara­bi­schen Ter­ror­kalül zuvor­zu­kom­men, um nichts ande­res.

        Keep cool, und blei­ben wir auf dem Tep­pich der boden­stän­di­gen Ver­nunft, ein stän­dig in Lebens­ge­fahr schwe­ben­der Israe­li hat für katho­li­sche Phan­ta­ste­rei­en wirk­lich kei­nen Nerv.

        Man lebt dort nicht in einem Rit­ter­r­ro­man.

  6. Der Arti­kel ist gut und wich­tig, aus der Per­spek­ti­ve der Chri­sten im Nahen Osten. Wer denkt schon an die. Dar­um: sehr wich­tig.
    Ich habe extra nach­ge­schaut, irgend­wo im Arti­kel wird ein ein­zi­ges Mal Isra­el erwähnt, das genügt und @zeitschnur springt wie auf Befehl auf und zer­fetzt alles und die Chri­sten des Nahen Osten gleich mit.
    Egal, wen küm­merts, eben eine mehr, denen die Chri­sten im Nahen Osten egal sind.
    Nur neben­bei eine Lieb­lings­emp­feh­lung von @zeitschnur heu­te an sie selbst: Lesen soll­te man kön­nen. Mei­ne Emp­feh­lung: den einen Satz zu Isra­el noch ein­mal lesen, dann strei­chen und den gan­zen Arti­kel noch ein­mal lesen. Das nennt sich: rich­ti­ge Gewich­tung.
    Zum Iran: die katho­li­schen und ortho­do­xen Chri­sten haben dort offen­bar kei­ne Pro­ble­me. Pro­ble­me haben die ame­ri­ka­ni­schen Frei­kirch­ler. Ich will das nicht wer­ten, aber einen Grund wird das schon haben.

    • „zeit­schnur … zer­fetzt alles“ mit Beto­nung auf „alles“?!
      Sagen wir so: Zeit­schnur ent­larvt die Wider­sprüch­lich­keit des Den­kens in erz­ka­tho­li­schen Krei­sen.
      Und wem die Chri­sten im Ori­ent egal sind, ist ange­sichts die­ser hart­näckig ver­tre­te­nen Wider­sprü­che nicht so sicher.
      Ich sag­te es doch: Für Sie dürf­ten die­se Leu­te Figu­ren auf einem apo­ka­lyp­ti­schen Schach­brett sein, des­sen Spiel­re­geln Sie selbst erfun­den haben — aber schlecht erfun­den.

      Man kann nicht zwei­en Her­ren die­nen: Ent­we­der man sieht die Rea­li­tät, und die sagt uns, dass der Brief im Arti­kel im Prin­zip lai­zi­stisch und para­ra­bisch „tickt“. Genau das lehnt man aber unter Ihres­glei­chen doch in ande­rem Zusam­men­hang erbit­tert ab wie der Teu­fel das Weih­was­ser!
      Der zwei­te Wider­spruch ist, dass man den­sel­ben Isla­mis­mus, den man in Euro­pa ver­teu­felt und als wah­res Hor­ror­sze­na­rio auf­bauscht, im Ori­ent schön­re­det, Isra­el anla­stet und offen­bar sogar für okay hält, wenn er aus der Shii­ten­ecke kommt.

      Und auf die­se Wider­sprü­che konn­ten Sie mir nicht eins ant­wor­ten und muss­ten daher wie­der ins Schmä­hen ver­fal­len.

  7. Die gei­sti­ge For­de­rung aus Ber­lin nach „Abschaf­fung des Alten Testa­men­tes“ fin­det hier ihre mate­ri­ell-mili­tä­ri­sche Ent­spre­chung: Sämt­li­che Erin­ne­run­gen an die alten Quel­len des Chri­sten­tums wer­den zer­stört, um ein „neu­es Chri­sten­tum“ auf­zu­bau­en, end­gül­tig zu eta­blie­ren.

  8. Die ver­ein­bar­te Waf­fen­pau­se in Syri­en, aus­ge­han­delt von Ruß­land und USA unter Aus­schluß der sun­ni­ti­schen Mord­or­ga­ni­sa­tio­nen, gefällt den Ölmän­nern nicht beson­ders wie auch nicht der Tür­kei. Da wird jetzt viel Mus­kel­spiel betrie­ben, weil man am Ver­lie­ren ist bzw. schon ver­lo­ren hat. Die Kampf­kraft des sau­di­schen Mili­tärs muß man nicht so hoch ein­schät­zen; ich weiß nicht. Isra­el wür­de jede offe­ne Feld­schlacht gegen sie gewin­nen. Inner­halb weni­ger Tage könn­te die israe­li­sche Luft­waf­fe die sau­di­sche zer­trüm­mern und mit dazu die Pan­zer­ko­lon­nen weit­ge­hend ver­nich­ten.
    Isra­el befin­det sich in einer Zwick­müh­le. Bei­de, sowohl Schii­ten wie Sun­ni­ten, bestrei­ten das Lebens­recht des Staa­tes Isra­el. Und nie­mand weiß, ob bei­de ver­fein­de­ten Lager im Islam nicht gemein­sa­me Sache gegen Isra­el machen wür­den. Inso­fern kommt dem Liba­non eine gro­ße Bedeu­tung für Isra­el zu, falls der Liba­non sich aus allem her­aus­hal­ten kann.

    Es ist jedoch erfreu­lich, daß die chri­sten­mör­de­ri­schen Sau­dis nun­mehr die Tarn­kap­pen fal­len las­sen. Es ist erfreu­lich, daß der Drei­er­bund Sau­di-Ara­bi­en, Tür­kei und Merkel/GrünRot ‑Deutsch­land (als Abneh­mer der „Flücht­lin­ge“- min­de­stens 3,5 Mil­lio­nen bis 2020) sich immer wei­ter ent­larvt.

    Ob die Rech­nung, die Welt zu isla­mi­sie­ren auf­ge­hen wird?
    Das hängt von uns Chri­sten ab, von unse­rem Gebet und mis­sio­na­ri­schen Geist für das Reich Got­tes, für Jesus Chri­stus.

  9. Rein sach­lich gese­hen ist das dort unten ein abso­lu­tes Pul­ver­fass. Es sind so vie­le Trup­pen aus ver­schie­de­nen Län­dern dort. Wenn irgend­ein ‚Mal­heur‘ pas­siert, dann kann es zum „Bünd­nis­fall“ kom­men. Das ist dann eine Situa­ti­on wie vor dem Ersten Welt­krieg. Ein drit­ter wäre dann nicht mehr ver­meid­bar. Es macht einem Angst.

  10. Lei­der wur­de nicht erwähnt, daß man mit der Rezep­ti­on des V2 in Sachen Lit­ur­gie und Pasto­ral im Zedern­staat kräf­tig selbst gezün­delt hat – wo doch durch die ori­en­ta­li­sche Ver­wandt­schaft und Front­stel­lung (Islam!) eine Zurück­hal­tung eher mit Ach­sel­zucken quit­tiert wor­den wäre. Jetzt dage­gen ist mit der neu­en anthro­po­zen­tri­schen Theo­lo­gie der Wurm drin, wäh­rend äußer­lich noch die tra­di­tio­nel­len Fron­ten wir­ken. [N.B.: bei uns wer­den Fron­ten seit dem Kon­zil wie bei einer Auto­im­mun­erkran­kung nicht mehr wahr­ge­nom­men.]

    Die maro­ni­ti­schen Prie­ster, die ich ken­nen­ge­lernt habe, konn­ten jeden­falls in der röm.-kath. Kon­zils­ge­mein­de auf Augen­hö­he mit­klap­pern. Mit Volks­al­tar, Säku­la­ri­sie­rung und Gebur­ten­rück­gang ist man an der Levan­te ähn­lich gela­gert, ver­fügt aber nicht wie beim süd­li­chen Nach­barn über eine (kon­zils­ver­pön­te) ultra­or­tho­do­xe (Karnickel-)Verstärkung im Gebur­ten­wett­lauf.

    Die Mos­lems brau­chen am Ende nur noch ein ein­zi­ges Mal säku­lar argu­men­tie­ren und demo­gra­phi­sche Fak­ten anfüh­ren: das Ungleich­ge­wicht bringt dann den Ver­tei­lungs­pro­porz im Staats­ap­pa­rat ins Rut­schen und alles wird sich durch Abwan­de­rung zu den Exil­ge­mein­den beschleu­ni­gen, bis auch im Liba­non das Schwert des Islam herrscht. Die Sau­dis sind nur dar­um besorgt, daß es am Ende die Schii­ten in der Hand hal­ten …

  11. @ Zeit­schnur (mal ohne Sta­cheln!!)
    Sie soll­ten Rab­kin „Au nom de la Tora“ (2006) lesen; es gibt eine eng­li­sche Über­set­zung. Der Autor, ein kana­di­scher, jüdi­scher Histo­ri­ker unter­sucht und beschreibt den jüdi­schen Anti-Zio­nis­mus und sei­ne ver­schie­de­nen For­men bis hin zur Neturei Kar­ta. Sehr span­nend!

    • 1989 habe ich mit Rab­bi Mos­he Hirsch — Chef der Neturei Kar­ta — im ultra­or­tho­do­xe­sten Stadt­teil Jeru­sa­lems „MEA SHEARIM“ ein län­ge­res Gespräch geführt. Ein sehr höf­li­cher, freund­li­cher Mann und Rab­bi­ner. Such­te eine Woh­nung in Jeru­sa­lem und fra­ge ihn, ob er mir hel­fen kön­ne. „Nein! Das geht nicht hier in MEA SHEARIM.“ — Dann wur­der er nach­denk­lich und sag­te mir: „Kürz­lich hat­ten wir an einem Shab­bath einen Brand in MEA SHEARIM gehabt. Und wir durf­ten das Feu­er (am Shab­bath !!!!) NICHT LÖSCHEN. So wir muss­ten Hil­fe von aussen holen. — Viel­leicht wäre es doch eine gute Idee, wenn jemand von „ausser­halb“ hier drin woh­nen könn­te.“
      Die NETUREI KARTA ist gegen den Zio­nis­mus und lehnt den jet­zi­gen zio­nist­schen Staat grund­sätz­lich ab.
      Rab­bi Hirsch ist glaub von eini­gen Mona­ten ver­stor­ben.
      Ein freund­li­cher Mann, der eher mit den Palä­sti­nen­sern zusam­men­ar­bei­ten woll­te, als mit der israe­lisch-zio­ni­sti­schen Regie­rung.
      lauchenauer.martin@gmail.com
      Zum Tod von Dr. Bou­tros Bou­tros-Gha­li habe ich einen Arti­kel hier hoch­ge­la­den. Wir waren anfangs der 90er Jah­re in Giza sei­ne fast direk­ten Nach­barn:
      https://files.acrobat.com/a/preview/45f512d3-f233-4676-bdf2-c227dcfad472
      Wün­sche gute Lek­tü­re.
      mar­tin lau­chen­au­er — Büt­schwil SG
      Han­dy 078 712 91 24 (Schweiz)
      Sky­pe: martin.lauchenauer
      Voip­bu­ster: lauchenauer.martin
      Twit­ter: lau­chen­au­er­mart
      http://WWW.BILDERBERG.ORG/ROYAL.HTM
      LADEN SIE FOLGENDE BÜCHER RUNTER:
      — Die Bank­pi­ra­ten von der Lon­do­ner City (eng­lisch)
      — Oeko­fa­schis­mus unter dem Prin­zen von Wales.

  12. Zeit­schnur. Ich bin nur Mit­le­se­rin hier im Forum. Aber, mit Ver­laub, Ihre stän­di­gen Angrif­fe auf die „Tra­dis“ bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit fin­de ich mehr als unpas­send… Es gibt wirk­lich Rele­van­te­res.

    • Das ver­ste­he ich schon, wie Sie sich unge­fähr füh­len mögen…als ich noch „schnup­per­te“, hab ich die Abgrün­de auch noch nicht gese­hen…

      Es ist rele­vant, denn was ich fest­stel­le, ist neben einem extrem üblen Umgangs­stil, der unter ech­ten Chri­sten nicht sein dürf­te (!), auch eine Viel­zahl von theo­lo­gi­schen und histo­ri­schen Irrun­gen, die ideo­lo­gisch wei­ter­ver­brei­tet wer­den und dadurch Tra­di­k­rei­sen teil­wei­se die Gestalt von Sek­ten geben. Auch dass man kein kri­ti­sches Wort sagen kann, ohne ver­bal gestei­nigt zu wer­den, ist an sich schon Beweis für die sek­tie­re­ri­sche Men­ta­li­tät.

      Für mich und vie­le Katho­li­ken ist es sehr wohl rele­vant, ob sie blau­äu­gig theo­lo­gi­schen Irr­leh­rern fol­gen, nur weil sie die alte Mes­se fei­ern. Das kriegt mamn aber in der Anfangs­fas­zi­na­ti­on nicht mit. Das kommt erst, wenn man lan­ge genug dabei ist und auf­merk­sam beob­ach­tet. Wie kom­pli­ziert die Sach­la­ge ist, kann man erst sehen, wenn man sich ver­tieft in die Kir­chen­ge­schich­te und die Theo­lo­gie.

      Es hängt ja nichts Gerin­ge­res als das See­len­heil davon ab. Auch Ihres.
      Wir sol­len und dür­fen kei­nen Irr­leh­rern fol­gen. Das ist das Wort Jesu!

      • Schau­en Sie: stei­ni­gen tun Sie doch gera­de hier in Ihren Anmer­kun­gen. Also bit­te zuerst den Bal­ken im eige­nen Auge ent­fer­nen und dann viel­leicht den Split­ter bei ande­ren. Ich den­ke, Sie täu­schen hier.

      • Hm ja Fran­zel, wen stei­ni­ge ich denn gera­de per­sön­lich?
        Na?

        Goo­geln Sie mal: „Belei­di­gung, per­sön­li­che“ und „Kri­tik, unper­sön­li­che“. Viel­leicht hilfts ja.

  13. Deut­sche Waf­fen in Hand der Ach­se des Bösen töten Unschul­di­ge. Mer­kel und Co. soll­ten als Kriegs­ver­bre­cher ver­ur­teilt wer­den!

    • Ange­la Mer­kel wohnt am Kup­fer­gra­ben 9 in Ber­lin an der Spre.
      Wenn sie das Haus ver­lässt und über die Stra­sse geht, kommt eine klei­ne Brücke über einen Arm der Spre und sie ist bereits auf der Muse­ums­in­sel.
      Dort ist sie schon fast im Per­ga­mon-Muse­um drin und ein paar Schrit­te wei­ter ist sie am PERGAMON-ALTAR. Die­ser Altar zu Ehren vom „ober­dä­mo­nen zeus“ der Grie­chen wird in Offen­ba­rung als Thron Satans beschrie­ben. https://de.wikipedia.org/wiki/Pergamonaltar

      Also die Ange­la Mer­kel braucht nur weni­ge Schrit­te und sie ist am Thron Satans.… Brau­che ich mich noch wei­ter zu erklä­ren??

      Amnge­la Mer­kel hat angeb­lich an einer Bil­der­berg-Kon­fe­renz in der Nähe von Mün­chen war es damals glaub, den Auf­trag erhal­ten, die Demo­kra­tier in Deutsch­land abzu­schaf­fen…
      Das scheint ihr wohl recht gut zu gelin­gen…
      Dan­ke David Rocke­fel­ler!

    • Mach ich viel­leicht, wenn ich Zeit hab, im Ernst, dan­ke für den Buchtipp…allerdings: die­se Anti­zio­ni­sten in Mea Sh’a­rim leben die größ­te denk­ba­re Schiz­so­phre­nie. Die gehen mir nur auf den keks, das sind alles ultra­or­tho­do­xe Leu­te.

      Wenn sie Isra­el, wie es heu­te ist, ableh­nen, war­um um alles in der Welt leben sie dann dort!?

      • @ Zeit­schnur
        genau die­ser schein­ba­re Wider­spruch wird bei Rab­kin im Detail und nuan­ciert dar­ge­legt; das Buch hat mir die Augen in gewis­ser Wei­se (man muss immer das NT im Hin­ter­kopf offen haben) geöff­net. Na denn, Sie sind ja frei!

      • @zeitschnur — Ich habe mit den ultra­or­tho­do­xen Anti­zio­ni­sti­schen Strö­mun­gen im Juden­tum auch so mei­ne Pro­ble­me. Das kann’s doch nicht sein, dass die den Ahma­di­ned­schad umar­men, der das Land Isra­el kom­plett von der Land­kar­te til­gen will: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/6922 — Ich war zwei Mal in Isra­el und ein Mal in Mea Shea­rim. Ich traf dort einen Urkun­den-Kal­li­gra­fen, der dort einen klei­nen Laden hat und auch gläu­bi­ger Jude ist, aber nicht dort wohnt ( er wohnt im Vier­tel Giv’at Oranim, Rich­tung Isra­el-Muse­um). Er sag­te zu mir, dass die Ultra­or­tho­do­xen in Mea Shea­rim ideo­lo­gisch zu extrem sei­en, auch wenn sie von der Glau­bens­rein­heit mit eini­gen Punk­ten recht hät­ten. Die Ideo­lo­gie, die inhä­rent mit der Theo­lo­gie ver­wo­ben ist, hat ja nichts mit den Ritua­len und Glau­bens­fe­sten des lit­ur­gi­schen Jah­res­ka­len­ders zu tun. Erin­nert mich irgend­wie an man­che ande­ren Extrem-Ideo­lo­gien auch im katho­li­schen Bereich (z.B. Wil­liam­son etc.).

      • @ Eli­as

        Auch ohne eine Lek­tü­re die­ses Buches vor­erst, blei­be ich dabei, dass die­se jüdi­schen Ultras eine schi­zo­phre­ne Ein­stel­lung pfle­gen. Die­ser Grund­feh­ler wird auch durch wei­te­re Bücher nicht wei­ger wider­sprüch­lich.

        Die Ultras sind etwa die Tra­di­tio­na­li­sten der Juden — voll­fest­ge­fres­sen auf eine star­re Welt­sicht vol­ler Wider­sprü­che, aber ohne Ein­sicht dar­ein, dass sie in Wider­sprü­chen hoch 5 leben.

        Sie sind eine Min­der­heit und für mich irrele­vant — die reprä­sen­tie­ren nicht „das“ Juden­tum, son­dern sind eine Spiel­art des­sel­ben, aber eine unbe­deu­ten­de. Und wenn von Juden reli­giö­se Gewalt kommt, dann aus deren Dunst­kreis. Die Krö­nung sind Ultras aus den USA, die nach Isra­el ein­rei­sen, dort Anschlä­ge ver­üben und wie­der abhau­en nach den USA. Nee — dann lie­ber ein nor­ma­ler Zionst, als die­se radi­ka­le und gewalt­tä­ti­ge Meu­te, ehr­lich. Zum Glück sind die bei den Juden nur eine Min­der­heit.…

  14. In der hebräi­schen Spra­che gibt es Zion nicht es heißt Sion wie die Kölsch Mar­ke 😉 . Das hebräi­sche Sion ist aus dem ara­mäi­schen Sin abge­lei­tet, jeder Hoch­grad Frei­mau­rer weiß das. Sin ist der Nord­berg, der Berg der Ver­samm­lung im Hohen Nor­den zu Mit­ter­nacht (Jesa­ja 14:14), archäo­lo­gisch doku­men­tiert auf der Naram-Sin Ste­le. End­ziel ist nicht die Errich­tung eines „Wüsten­staa­tes“ son­dern eine Welt­re­gie­rung mit Sitz in Deutsch­land, dafür bombt man auch ger­ne mal Rom, Jeru­sa­lem oder Mek­ka in die Luft. Reli­gi­on ist nur ein Wirt (biol.) für den Para­si­ten in den Augen von Okkul­ti­sten, jemand der sich selbst als Gott erach­tet braucht kei­ne Reli­gi­on für sich, er evoziert/invoziert lie­ber Dämo­nen und erzeugt einen Egre­gor, Sexua­li­tät dient dort nicht der Schöp­fungs­ord­nung son­dern ist ein Werk­zeug okkul­ter Prak­ti­ken. Eine Par­al­lel­welt zur geschöpf­ten Welt Got­tes. Juden­tum und Islam sind kla­re Erzeug­nis­se von die­sen „zio­ni­sti­schen“ Krei­sen und wenn man sieht wie viel davon seit 2000 Jah­ren ins Chri­sten­tum ein­ge­sickert ist, will ich nicht wis­sen was der Herr davon alles platt macht beim jüng­sten Gericht. Unver­zicht­ba­res Zeug­nis bleibt die katho­li­sche Tra­di­ti­on mit sei­nem stärk­sten histo­ri­schen Erbe — der Oster Lit­ur­gie. Rom kann bren­nen aber es wird nicht unter­ge­hen.

      • Sie über­se­hen den kab­ba­li­sti­schen Aspekt Buch­sta­ben mit ande­ren pro­blem­los erset­zen zu kön­nen, denn Tsade kann mit Sajin, Samech oder Schin pro­blem­los wech­seln. Wenn „tz“ geschrie­ben kor­rekt wäre müß­te es eigent­lich umge­wan­delt wer­den, da im ara­mäi­schen aus Tsade Aleph wird wenn es neben einem Gut­tu­ral steht, daher ist „ts“ die näher­lie­gen­de Opti­on als „tz“. Hap­py black sab­bath wünsch ich Ihnen, heut ist Hexen­sab­bat. 😉

      • …wenn man sieht, wie Sie Ihren Nick­na­me auf­be­rei­tet haben, dann kann man natür­lich aus jedem Namen einen ande­ren machen und dann dem Benann­ten vor­wer­fen, dass das mög­lich sei.

        „Zion“ ist ein Name, der genau so und nicht anders im AT steht und mit dem NT zusam­men kano­nisch und Bestand­teil gött­li­cher Offen­ba­rung ist. Dass die Römer dar­aus „Sion“ mach­ten, liegt dar­an, dass sie kein „z“ ken­nen und das umschrei­ben. So wir wir „Kalig­hata“ man­gels aus­rei­chen­der Lau­te in der eige­nen Spra­che „Kal­kut­ta“ nen­nen.

        Und des­we­gen hat Kal­kut­ta trotz­dem nichts mit Kalk­stein oder Kalk­ge­bir­gen zu tun. Auch nichts mit Mönchs- oder Non­nen-Kut­ten. Klar soweit?

  15. @zeitschnur, 26. Febru­ar 11:56
    „Na dann wis­sen wir ja wie­der mal alles!
    Und: haben Se Mer­kel da jeden Mor­gen hin­pil­gern und opfern sehen?“

    Sie opfert (schlach­tet) nicht selbst, das über­läßt sie ande­ren!

    Inter­mez­zo — Erst Syri­en, jetzt wir

    http://russophilus.diary.ru/

    • Na dann passt ja wie­der alles!
      Mer­kel könn­te, nota bene, KÖNNTE im Kon­di­tio­nal, in drei Schritt­chen zum Per­ga­mo­nal­tar in Ber­lin wan­dern, tut es aber nicht.
      Weil sie es aber theo­re­tisch könn­te, opfert sie durch Ihre Poli­tik, o nein: „schlach­tet“ (welch ein Patho­so­so­so­so­sos) sie durch ihre Poli­tik kon­tur­lo­se, Opfer auf dem Altar, zu dem sie nie geht, auf dem sie nie opfert, aber zu dem sie gehen und auf dem sie „schlach­ten“ könn­te.

      Dar­aus könn­ten Sie n’Rap machen.

      • Mein Bei­trag ist an den einen oder ande­ren Ver­stän­di­gen hier gerich­tet. Ihre obi­ge an @Martin Lau­chen­au­er gerich­te­te spöt­ti­sche Bemer­kung war nur der Aus­lö­ser für mich, einen sol­chen zu lei­sten. Woll­te gar nicht Sie per­sön­lich anspre­chen, habe Ihren Kom­men­tar ledig­lich ver­wur­stet. Nichts für ungut.

      • Zu den „Erleuch­te­ten“ (Illu­mi­nia­ti) die­ser Sze­ne kann und will ich sowohl aus Glau­bens- als auch aus Ver­nunft­grün­den nicht gehö­ren. Aber die Unver­nunft der Argu­men­ta­ti­on, die ja hoch­gra­dig ver­leum­de­risch gegen Mer­kel ist, möch­te ich doch auf­zei­gen. Sei­en Sie froh, wenn einer dar­über eher spot­tet, als Anzei­ge erstat­tet.

  16. @ Zeit­schnur
    zu Ihrem Post von 22h52 (26. Feb.) kann ich nur den Kopp schüt­teln. Ich bin aber nicht Freund von lan­ger Senf-Schrei­be (oh es fehlt mir nicht an Argu­men­ten; auch ist mein Bil­dungs­ho­ri­zont dem Ihri­gen min­de­stens eben­bür­tig — eben „Bild-Zei­tung“ — nicht wahr?); lesen Sie zuerst, und schrei­ben Sie NACHHER. Ich ver­lan­ge nicht ein­mal „Nach­den­ken“ von Ihnen, nur Lesen …

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