Vietnamesischen Katholiken wurde Weihnachtsmesse verboten

Vietnam: Kommunistische Behördenvertreter verbieten Meßzelebration
Vietnam: Kommunistische Behördenvertreter verbieten Meßzelebration

(Hanoi) Die kom­mu­ni­sti­schen Behör­den unter­sag­ten am 25. Dezem­ber min­de­stens zwei katho­li­schen Pfar­rei­en in der Pro­vinz Kon Tum die Zele­bra­ti­on des Weih­nachts­fe­stes.

In der Pfar­rei von Dak Lak in der Gemein­de Dak Mon hat­ten sich 5.000 Gläu­bi­ge ver­sam­melt, als die Zele­bra­ti­on des Hoch­fe­stes ver­bo­ten wur­de. In der Pfar­rei Xe Dang in der Gemein­de Dak Ha waren es 3.000 Chri­sten„ die sich zur Zele­bra­ti­on zusam­men­ge­fun­den hat­ten, als die kom­mu­ni­sti­schen Behör­den auf­tra­ten und die­se unter­sag­ten (sie­he Bild).

Pater Domi­ni­que Tran Van Vu, der Pfarr­vi­kar von Dak Jak, bestä­tig­te gegen­über Asia­news, daß „die Behör­den von Kon Tum die Prie­ster dar­an gehin­dert haben, die Weih­nachts­mes­se zu zele­brie­ren“.

Begrün­det wur­de das Ver­bot damit, daß die bei­den für die zwei Pfar­rei­en zustän­di­gen Prie­ster nicht die not­wen­di­ge „prä­ven­ti­ve Geneh­mi­gung“ für die Zele­bra­ti­on erhal­ten hät­ten.

Das kom­mu­ni­sti­sche Volks­ko­mi­tee von Kon Tum hat­te in den Tagen zuvor dem zustän­di­gen Bischof das Zele­bra­ti­ons­ver­bot mit­ge­teilt. Der Bischof wur­de auf­ge­for­dert, in Zukunft schrift­lich um die Geneh­mi­gung von Meß­ze­le­bra­tio­nen anzu­su­chen und die bei­den „uner­wünsch­ten“ Prie­ster aus den Pfar­rei­en zu ent­fer­nen.

Den­noch ver­sam­mel­ten sich die Pfar­rei­en am Christ­tag. „Wir wuß­ten nicht, was pas­siert“, zitiert Asia­news The­re­sa Hoa, eine Katho­li­kin von Dak La. Als die Mes­se begin­nen soll­te, trat die Poli­zei auf und habe den Prie­ster abge­führt.

„Ein wei­te­res Bei­spiel für die Miß­ach­tung der in der Ver­fas­sung vor­ge­se­he­nen Reli­gi­ons­frei­heit durch die Behör­den“, so Chri­stia­no­pho­bie.

Von den zwei Mil­lio­nen Ein­woh­nern der Pro­vinz Kon Tum sind 300.000 Katho­li­ken. Die Diö­ze­se wird seit kur­zem von Bischof Alo­is Nguy­en Hung Vi gelei­tet. Alt-Bischof Micha­el Hoang Duc Oanh schrieb im ver­gan­ge­nen Okto­ber einen offe­nen Brief an die kom­mu­ni­sti­schen Pro­vinz­be­hör­den, mit dem er gegen die Zer­stö­rung einer Kapel­le pro­te­stier­te. Die Zer­stö­rung war der bis­her jüng­ste Vor­fall einer lan­gen Ket­te von Zer­stö­run­gen, denen 22 Kapel­len zum Opfer fie­len.

Viet­nam zählt 87 Mil­lio­nen Ein­woh­ner. Laut Asia­news sind 48 Pro­zent davon Bud­dhi­sten, 38 Pro­zent Athe­isten, mehr als sechs Mil­lio­nen oder sie­ben Pro­zent Katho­li­ken, etwa 0,6 Pro­zent Pro­te­stan­ten und 5,6 Pro­zent Syn­kre­ti­sten.

Text: Giu­sep­pe Nardi/Asianews
Bild: Asia­news

11 Kommentare

  1. Wes­halb fuerch­ten die Kom­mu­ni­sten [und auuch ande­ren] sich doch so fuer die Chri­sten dass sie sie bestrei­ten wol­len?

    • Gute Fra­ge, die man sich auch bei uns stel­len kann, nur halt mit umge­kehr­ten Vor­zei­chen.

      Wes­halb fürch­ten sich Chri­sten so vor Men­schen, wel­che Spaß haben wol­len, daß sie ihnen Musik, Tanz, Kul­tur und Sport ver­bie­ten las­sen ?

      • „Die Welt ver­geht mit ihrer Lust, wer aber den Wil­len Got­tes erfüllt, bleibt in Ewig­keit.“ (1. Joh 2)

        Christ­li­che Exi­stenz ist immer eine Grat­wan­de­rung, v.a. für die Eltern: was ver­bie­te ich, weil es scha­den kann und was erlau­be ich, auch wenn es mir selbst nichts mehr gibt?
        Der, der noch nicht im Glau­ben gereift ist, ver­steht das ja eben nicht und es ergibt wenig Sinn, ihm die gewöhn­li­chen „Freu­den“ des Lebens zu ver­bie­ten.
        Man­che Eltern erlau­ben aber alles, auch das, was weit übers Gewöhn­li­che hin­aus­geht und mit Sicher­heit scha­det, selbst dass ihre min­der­jäh­ri­gen Kin­der Sex im Kin­der­zim­mer haben.

        Chri­sten dür­fen sehr wohl fei­ern, denn auch Jesus tat es. Chri­sten dür­fen tan­zen, denn der Stamm­va­ter David tat es auch. Und Kul­tur — Christ­sein müss­te eigent­lich eine maxi­ma­le Kul­ti­vie­rung erzeu­gen, weil man sich für Gott noch mehr ent­fal­tet als ohne ihn…
        Dass jede Fei­er zur Orgie ver­kom­men kann, jeder Tanz zur Obszö­ni­tät oder zu einem rausch­haf­ten Bewe­gungs­ab­lauf, dass „Kul­tur auch ent­glei­sen kann — das ist wahr, aber kein Argu­ment dage­gen. Denn auch der Katho­li­zis­mus ist mas­siv ent­gleist, seit Jahr­hun­der­ten, und das spricht auch nicht prin­zi­pi­ell gegen ihn…

        Ja, es stimmt vie­les nicht mit den Katho­li­ken, sehr vie­les nicht, in bei­de Rich­tun­gen.

        Wir wol­len, kaum haben wir ein Gewand­zip­fel­chen des Herrn erhascht, uns sofort als Hel­den, Leh­rer und Erzie­her auf­spie­len, nicht zuletzt womög­lich noch den Herrn selbst dar­über beleh­ren, was er zu tun und zu las­sen hat.
        Wer in die­ser Hal­tung ande­ren alles ver­bie­ten will, wird sie dem Glau­ben abspen­stig machen.

      • Ich ver­ste­he nicht was Sie meinen.Die Roemisch-Katho­li­sche Reli­gi­on ist sehr lebens­freu­dig und laesst fast alles zu was fei­ern und Feste betrifft.

  2. Die Kir­che wird von gott­lo­sen Regime des­halb gefürch­tet, weil auch der Teu­fel und
    Satan sie fürch­tet. Die lai­zi­sti­schen Regie­run­gen wie Frank­reich und nicht nur die­se
    wür­den, wenn es mög­lich wäre, auch die hl.Messen ver­bie­ten. Die ersten Anzei­chen sind ja schon da. Unter den Vor­zei­chen der Neu­tra­li­tät, Lan­des­frie­den, Dis­kri­mi­nie­rung und
    Rück­sicht auf ande­re Reli­gio­nen, wer­den jetzt schon christ­li­che Sym­bo­le aus der Öf-
    fent­lich­keit ver­bannt. Durch ent­spre­chen­de Geset­ze von unchrist­li­che Poli­ti­kern und
    dem Schwei­gen der Bischö­fe und Kar­di­nä­len, wird die Stoß­rich­tung gefe­stigt und ze-
    men­tiert. Das Kir­chen­volk, von den Hir­ten nicht auf­ge­klärt, wird das alles schul­ter-
    zuckend akzep­tie­ren.

  3. „Auf, in den Kampf!“

    Unse­re Waf­fen sind unsicht­bar, über­all und jeder­zeit ein­setz­bar:
    GEBET für unse­re Fein­de, OPFER brin­gen, BUSSE tun für unse­re Sün­den.

    Wie hät­ten die Poli­zi­sten wohl reagiert, wenn Einer in der Men­ge der Gläu­bi­gen plötz­lich das Beten ange­fan­gen hät­te, zB den Rosen­kranz? Und alle hät­ten in aller Ruhe ein­ge­stimmt.

    • @anjali jain

      Im Gegen­teil, die RKK lässt durch ihre Hand­lan­ger vie­les per Gesetz ver­bie­ten, weil sie Angst hat, daß sie durch die­se Akti­vi­tä­ten noch mehr Mit­glie­der ver­liert … Gute Bei­spie­le sind die sog. „stil­len Fei­er­ta­ge“ an denen nahe­zu alle nicht­re­li­giö­se Akti­vi­tä­ten ver­bo­ten sind. (Vom Druck, wel­cher auf Ver­an­stal­ter, Ver­ei­ne etc. aus­ge­übt wird, damit sie kei­ne Ver­an­stal­tun­gen par­al­lel zu Got­tes­dien­sten durch­füh­ren ganz zu schwei­gen.)

      Der kath. Glau­ben ist nahe­zu eben­so spaß­feind­lich div. evan­ge­li­ka­le Glau­bens­grup­pen oder der Islam

      • Sie mei­nen aber nicht etwa den Kar­frei­tag, an dem Tanz­ver­an­stal­tun­gen ver­bo­ten sind?
        Erstens bin ich mir nicht sicher, ob da die Pro­te­stan­ten nicht eif­rig mit­wir­ken, immer­hin ist das ihr höch­ster Fei­er­tag…
        Zwei­tens fin­de ich das nun wirk­lich lächer­lich — jedes Ding hat sei­ne Zeit, und wenn es für Sie schon „spaß­feind­lich“ ist, dass man nicht rund um die Uhr Hal­li­gal­li haben darf, dann soll­ten Sie Ihre Welt­sicht prü­fen:

        Kul­tur heißt immer auch, dass es einen Unter­schied zwi­schen All­tag und Fest gibt. In den Bereich des Fei­er­li­chen gehört auch die Trau­er. Es gibt das Hei­li­ge und das Pro­fa­ne. Das ist auch in jeder ande­ren Hoch­kul­tur so!

        Eine kran­ke Sicht hat jeder, der das Fest zum All­tag macht — dann ver­liert es näm­lich sei­nen fei­er­li­chen Cha­rak­ter und ver­kommt zum Lärm.
        Sym­pto­ma­tisch, dass Sie nicht von „Freu­de“ spre­chen, son­dern von „Spaß“. Das offen­bart den gan­zen Unernst.

        In einer ehe­dem christ­li­chen Gesell­schaft war wenig­stens ein­mal im Jahr Trau­er ange­sagt: am Kar­frei­tag, aber nicht ohne Hoff­nung. Immer­hin ist der Herr für uns an die­sem Tag gestor­ben. Habe ich kei­nen „Spaß“ mehr, wenn ich ein­mal im Jahr nicht tan­zen „darf“, von 365 Tagen wird mir ein poten­ti­el­ler Tanz­tag genom­men?

        Ist es auch „spaß­feind­lich“, wenn man auf Fried­hö­fen kei­nen Radau machen darf? Wenn man nachts nicht bis Ulti­mo lau­te Musik lau­fen las­sen darf, die die Nach­barn vom Schla­fen abhält? Wenn es immer noch ver­bo­ten ist, nackt auf der Stra­ße her­um­zu­lau­fen? Wenn der Sonn­tag und die hohen christ­li­chen Fei­er­ta­ge immer noch als Ruhe­ta­ge gel­ten?

        Es geht immer um Maß und Ziel!

        Es waren und sind v.a. jan­se­ni­stisch gepräg­te katho­li­sche Krei­se, die sehr enge Vor­stel­lun­gen hat­ten. Auch der Pfar­rer von Ars war da viel­leicht sehr extrem. Er ver­teu­fel­te ja das Tan­zen all­ge­mein, soweit ich weiß. Das war aber sei­ne spe­zi­el­le Macke und wur­de von der Kir­che nicht gelehrt. Hing auch mit der Vor­ge­schich­te des Dor­fes Ars zusam­men, aber nicht nur.
        Dass in der Pius­bru­der­schaft und bei vie­len Sedis­va­kan­ti­sten, aber auch in amts­kirch­li­chen, kon­ser­va­ti­ven Krei­sen teil­wei­se extre­mi­sti­sche Auf­fas­sun­gen herr­schen bzgl. Klei­dung und kul­tu­rel­ler Teil­ha­be, ist mir aber tat­säch­lich auch schon so oft auf­ge­fal­len, dass man es nicht leug­nen kann: eine Ver­klemmt­heit, auf deren Wahn­ideen man erst mal gebracht wer­den muss. Tat­säch­lich reden die­se Super­from­men auf die­se Wei­se die Pro­ble­me erst her­bei, die sie dann anschlie­ßend wie­der „behe­ben“.

        Das wie­der­um hat aber mit so etwas wie dem Kar­frei­tags-Ruhe-Gebot nichts zu tun.

  4. Man müss­te wis­sen, wie genau die „Reli­gi­ons­frei­heit“ in der viet­na­me­si­schen Ver­fas­sung garan­tiert ist.

    Der Trick, sie aus­zu­he­beln, funk­tio­niert über eine Ein­schrän­kung der Ver­samm­lungs­frei­heit.

    „Jeder kann sei­ne Reli­gi­on haben, aber bit­te nicht mit 3000 Leu­ten auf einem Hau­fen.“

    Kon­kret sind die Fak­ten etwas undurch­sich­tig hier:
    Hat man dem Bischof vor­her oder erst nach­her mit­ge­teilt, dass die bei­den Prie­ster „uner­wünscht“ sei­en? Der Text des Arti­kels ist da unklar.
    Auch der Begriff „prä­ven­tiv“ weist dar­auf hin, dass die Behör­den Angst vor der Schlag­kraft von 3000 ver­sam­mel­ten Men­schen haben.
    Der Vor­gän­ger die­ses Bischofs hat die kom­mu­ni­sti­sche Regie­rung kri­ti­siert, aber das hier ist ein neu­er Bischof. Wo steht er? Hat Rom ihn ein­ge­setzt oder der Staat? Gibt es ein Kon­kor­dat zwi­schen Rom und Viet­nam und was besagt das hin­sicht­lich der Bischofs­wah­len?

    Man müss­te hier wirk­lich sehr viel an Rah­men­be­din­gun­gen wis­sen.

    Der letz­te katho­li­sche Prä­si­dent von Süd­viet­nam Ngo Dinh-Diem war ein auto­ri­tä­rer, bru­ta­ler Typ Mör­der. Er war Mario­net­te der USA und spiel­te sich in Viet­nam als ech­ter Tyrann auf, war für Mor­de und Hin­rich­tun­gen ver­ant­wort­lich, bau­te zwei kon­kur­rie­ren­de Spit­zel­sy­ste­me auf, um noch effi­zi­en­ter zu herr­schen. Er war äußerst wider­sprüch­lich: zB. met­zel­te er eine Fluss­pi­ra­ten­ban­de samt unge­zähl­ten Zivi­li­sten nie­der (wobei die­se Ban­de unter den Fran­zo­sen weit­rei­chen­de Befug­nis­se zuer­kannt bekom­men hat­te), bau­te aber selbst den opi­um­han­del aus etc.

    Am schlimm­sten aber ist das Ver­bre­chen Ngos, bei dem er 1963 wild in eine fried­li­che Fei­er bud­dhi­sti­scher Mön­che feu­ern ließ. Sie hat­ten auf einer Geburts­tags­fei­er für Bud­dha Flag­gen gehisst, was sie nicht hät­ten dür­fen. Ngo raste­te völ­lig aus und ließ los­schie­ßen.
    Ngo Dinh-Diem führ­te eine ungu­te Katho­li­sie­rungs­kam­pa­gne durch, obwohl nur 2 Mio Viet­na­me­sen katho­lisch waren, der Rest Bud­dhi­sten. Er voll­zog das mit Gewalt, Ver­haf­tun­gen und Hin­rich­tun­gen.
    Er brach­te alle Bevöl­ke­rungs­grup­pen gegen sich auf. Schließ­lich ver­brann­te sich ein bud­dhi­sti­scher Mönch aus Pro­test gegen die katho­li­sche Dik­ta­tur Ngos https://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%ADch_Qu%E1%BA%A3ng_%C4%90%E1%BB%A9c

    Als die Ame­ri­ka­ner sahen, dass ihre Mario­net­te völ­lig aus dem Ruder lief und die Bevöl­ke­rung voll­kom­men gegen sich hat­te, lie­ßen sie ihn fal­len wie eine hei­ße Kar­tof­fel und 1963 ermor­den. Danach ging der bestia­li­sche Viet­nam­krieg los.

    Die Viet­na­me­sen haben die­se „katho­li­sche“ Herr­schaft nicht ver­ges­sen!
    In schau­der­haf­ter Erin­ne­rung bleibt sie bestehen. Für sie heißt „katho­lisch“: „bru­tal“, „dik­ta­to­risch“, „mör­de­risch“, „US-geschürt“.

    Lie­be Forums­le­ser — wir selbst haben uns nicht sel­ten den Hass der Men­schen ein­ge­brockt, indem wir fromm taten und in Wahr­heit rei­ßen­de Wöl­fe waren.

    Natür­lich ist das Vor­ge­hen der Behör­den hier will­kür­lich und schreck­lich, aber es steht ja nicht iso­liert im Raum, son­dern in einem Land, das eine trau­ma­ti­sche Geschich­te hat.

    • Lie­ber Zeit­schnur

      Sie haben lei­der nur die pro komu­nisch­ti­schen Bericht­erstat­tun­gen stu­diert. Ihre Abnei­gung gegen bestimm­te Glau­ben Rich­tung kann nicht dazu genutzt wer­den, ueber Din­ge zuschrei­ben, die Sie nicht angeht und nicht ver­ste­hen. Ihr Wis­sen ueber das was pas­siert in Viet­nam vor ueber 50 Jah­ren is sehr begrenzt. Ich war damals noch nicht gebo­ren, und heu­te die deu­ta­sche Spra­che nicht sehr maech­tig aber den­noch moech­te ich etwas rich­tig stel­len:

      1. Ngô Đình Diệm war ein glau­bi­ger kon­ser­va­ti­ver Katho­li­ker, kein bru­ta­ler Typ Mör­der wie Sie ihn nen­nen, bis zu sei­nem Tod ver­brach­te er ein ein­fa­ches ehr­sa­mes Leben, ihm ver­dan­ken aber hun­dertstau­sen­den nord-viet­na­me­si­chen Katho­li­kern als er sicht dafu­er ein­setz­te, dass sie nach der Tei­lung Viet­nam, von Nord- nach Sued-Viet­nam umge­sie­delt wur­den. Er war stets gegen die immer stark­wer­den­de US Admi­ni­stra­ti­on in Viet Nam. Eine pro-ame­ri­ka­ni­sche Grup­pe viet­na­me­si­chen Gene­rae­lern (DÆ°Æ¡ng Văn Minh, Trần Văn Đôn, Tôn Thất Đính .…) wur­de auf­ge­ru­fen (oder auch bezahlt, ein CIA Agent, Luci­en Emi­le Con­ein, hat allen betei­lig­ten Gene­rae­lern und Offi­zie­ren die Sum­me von 3 Mil­lio­nen US Dol­lar zukom­men las­sen, es exi­stie­ren Qui­tun­gen) um ihm zu stu­er­zen. Am 2. Nevem­ber 1963 Nach der mor­gen­li­chen Mes­se hat man ihn und sei­nen Bru­der mit einem Pan­zer von der Kir­che abge­holt, kurz danach wur­den bei­den im dem Pan­zer umge­bracht. (A UN fact fin­ding com­mit­tee went to Viet­nam and found no evi­dence to sup­port char­ges against Pre­si­dent Diem. The accu­sa­ti­ons against Pre­si­dent Diem seem to be com­mu­nist pro­pa­gan­da the lef­tists and libe­ral media in the US bought into.)

      2. Es hat­te nie einen Schiess Befehl gegen die budis­hi­sche Demon­stran­ten gege­ben. Und der Moench, Thich Quang Duc, hat sich nicht selbst umge­bracht, er wur­de durch Medi­ka­men­ten ruhig gestellt mit Ben­zin ueber­gos­sen und ange­zu­en­det. https://www.youtube.com/watch?v=VCEWSSVjrTw
      Dama­li­ger bud­dhi­sten Anfueh­rer wie Thich Tri Quang war ein Agent der Kom­mu­ni­sten.
      Die Kom­mu­ni­sten hat es aus­ge­nutzt, dass Diem ein Katholicker war, um die Bud­disch­ten auf Diem zu het­zen.
      Der Streit um Reli­gi­on Fah­nen fuehr­te zum Demo gegen die Ngo Dinh Diem’s Regie­rung:
      Weder Kir­chen oder Tem­pen dur­fen ihre Fah­nen ausser­half ihrer Grunds­tu­ecken auf­ha­en­gen, das war Gesetz. Katholicken haben kei­ne eige­ne Fah­ne, nur die Vati­kan Fah­ne, die wird aber nur auf­geha­engt wenn die Kir­che etwas mit Vati­kan zu tun hat, etwa Besuch von einem Kadi­nal.
      Bud­disch­ten haen­gen ihre Fah­ne ueber­all auf, Innen­half und Ausser­half Temp­le Anla­gen, die wur­de nie kon­trol­liert.
      Unglueck­li­cher­wei­se moech­te der Bischof von Hue, Ngo Dinh Thuc, ein Bru­der von Pre­si­dent Diem, sei­nen 25jahrigen Ernen­nung zum Biss­hof fei­ern, er fuehlt sich durch die vie­len Fah­nen von Bud­disch­ten gesto­ert, und frag­te in Sai­gon nach der gesetz­li­chen Grund­la­ger dafu­er. Das fuehr­te dazu, dass die Bud­disch­ten geruegt wur­den, wegen ihren vie­len Fah­nen. Die Kom­mu­ni­sten war­te­ten schon lan­ge auf ein sol­che Gele­gentheit um das Volk gegen Diem’s Regime auf­zu­het­zen und nutz­ten das aus.
      https://vi.wikipedia.org/wiki/Bi%E1%BA%BFn_c%E1%BB%91_Ph%E1%BA%ADt_gi%C3%A1o,_1963#C.C3.B4ng_.C4.91i.E1.BB.87n_s.E1.BB.91_5159_c.E1.BA.A5m_treo_c.E1.BB.9D_Ph.E1.BA.ADt_gi.C3.A1o

  5. In die­sem Arti­kel https://www.katholisches.info/2010/12/29/vietnam-bischof-durfte-weihnachtsmesse-nicht-zelebrieren-grose-bekehrungswelle/ wur­de berich­tet, wie der Bischof von Kon­tum eine zuvor behörd­lich ver­bo­te­ne Weih­nachts­mes­se trotz­dem zele­brier­te und dies zum gro­ßen Erfolg wur­de. Ich habe kei­ne Ahnung von der viet­na­me­si­schen Pro­vinz Kon Tum, aber aus den zwei Arti­keln habe ich den Ein­druck, als lie­fer­ten sich Behör­den und Bischö­fe hier eine Macht­pro­be. Es ist offen­sicht­lich, dass, wie schon jemand kom­men­tiert, die Staats­macht kei­ne gro­ßen, öffent­li­chen Ansamm­lun­gen von Katho­li­ken wünscht. Die Hei­li­ge Mes­se ist nicht als sol­che ver­bo­ten. Es liegt mir fern, die Ver­bo­te recht­fer­ti­gen zu wol­len, aber wer die katho­li­sche Dog­ma­tik und Sozi­al­leh­re kennt, der weiß, dass die katho­li­sche Kir­che tra­di­tio­nell einen gesell­schaft­li­chen und staat­li­chen Domi­nanz-Anspruch erhebt, auf der Phä­no­men-Ebe­ne nicht unähn­lich dem eini­ger ande­rer Welt­re­li­gio­nen und Ideo­lo­gien. Es ist unmög­lich, dass es nicht zum Kon­flikt zwi­schen einer wach­sen­den katho­li­schen Bevöl­ke­rung und einem kom­mu­ni­sti­schen Regime kommt. Über­dies unter­ste­hen katho­li­sche Bis­tü­mer all­über­all auf der Welt dem Papst und des­sen vati­ka­ni­schen Behör­den, sind also wei­sungs­ge­bun­den gegen­über einer aus­län­di­schen Macht. Kein tota­li­tä­rer Staat mag das. Posi­tiv ist zu ver­mer­ken, dass die Poli­zei sich den­noch zurück­hal­tend benahm. Wir ken­nen auch ande­re Bil­der.
    Was wäre so ver­kehrt dar­an, wenn die katho­li­sche Kir­che unter sol­chen Ver­hält­nis­sen sich einst­wei­len an die behörd­li­chen Vor­ga­ben hiel­te und sich auf klei­ne Got­tes­dien­ste in den Häu­sern kon­zen­trier­te, wie sie es in den ersten drei­hun­dert Jah­ren im Römi­schen Reich auch tat? Jahr­hun­der­te lang war die Kir­che Chri­sti Haus­kir­che! Eine prak­ti­sche Schwie­rig­keit liegt frei­lich im Prie­ster­man­gel. Das hängt aber damit zusam­men, dass die Älte­sten (pres­bý­te­roi) des apo­sto­li­schen und früh­kirch­li­chen Zeit­al­ters zwar ein­ge­setzt und durch Gebet und Hand­auf­le­gung geweiht waren, aber sie hat­ten kei­ne sechs Jah­re Theo­lo­gie stu­diert mit phi­lo­so­phi­schem Pro­pä­deu­ti­kum und waren nicht Kle­rus­mit­glie­der einer hoch­ge­glie­der­ten Hier­ar­chie. Die Pasto­ral­brie­fe des hl. Pau­lus, die Apo­stel­ge­schich­te u.a. geben eine Vor­stel­lung von den Anfor­de­run­gen, die in den Anfän­gen der Kir­che an Presbyter/Priester (= Pres­by­ter, n i c h t sacer­dotes) und Auf­se­her (= Bischö­fe) gestellt wur­den.

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