Oberster Gerichtshof bestätigt Urteil in Sachen Franziskaner der Immakulata

Franziskaner der Immakulata zu besseren Zeiten: Weihe von neun Diakonen 2010
Franziskaner der Immakulata bevor der Kommissar kam: Weihe von neun Diakonen 2010

(Rom) Der Ober­ste Gerichts­hof in Rom bestä­tig­te, daß sich der Grün­der der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta und die dem Orden nahe­ste­hen­den Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen nichts zuschul­den haben kom­men las­sen. Der beschlag­nahm­te Immo­bi­li­en­be­sitz muß an die Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen zurück­ge­ge­ben wer­den.

Bereits Ende Juni hat­te sich der kol­por­tier­te Grund für die kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung des Ordens der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta im Nichts auf­ge­löst. „Kol­por­tiert“, weil vom Vati­kan bis heu­te kein Grund für die Ernen­nung eines Apo­sto­li­schen Kom­mis­sars genannt wur­de. Hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand wur­den Gerüch­te gestreut, es habe angeb­lich irre­gu­lä­re Ver­mö­gens­ver­schie­bun­gen gege­ben samt der Unter­stel­lung, es könn­te sich jemand berei­chert haben. Eine Ver­leum­dung, die gegen Ordens­grün­der Manel­li gerich­tet war, um ihn zu dis­kre­di­tie­ren. Ein Gericht ver­ur­teil­te Kom­mis­sar Volpi zu Zah­lung von 20.000 Euro Wie­der­gut­ma­chung für die fal­schen Behaup­tun­gen.

Als der Kommissar mit dem Staatsanwalt kam

Nach­dem der erste Kom­mis­sar, Pater Fidenzio Volpi aus dem Kapu­zi­ner­or­den, nicht Hand auf den Immo­bi­li­en­be­sitz der mit dem Orden ver­bun­de­nen Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen legen konn­te, ließ er aus dem genann­ten Grund den Immo­bi­li­en­be­sitz kur­zer­hand durch die Staats­an­walt­schaft beschlag­nah­men. Im Juni stell­te der zustän­di­ge Rich­ter­se­nat von Avel­li­no fest, daß kei­ne Unre­gel­mä­ßig­kei­ten vor­lie­gen und ord­ne­te die Frei­ga­be des beschlag­nahm­ten Besit­zes an.

Kurz vor dem Urteil von Avel­li­no war Kom­mis­sar Volpi gestor­ben und durch den Kir­chen­recht­ler Pater Sabi­no Ardi­to aus dem Sale­sia­ner­or­den ersetzt wor­den. Es war auf Ent­span­nung gehofft wor­den. Doch als trei­ben­de Kraft im Kon­flikt gilt Pater Alfon­so Bru­no von den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta, der sich gegen Ordens­grün­der Pater Ste­fa­no Maria Manel­li auf­ge­lehnt hat­te. Nach der Abset­zung der Ordens­lei­tung unter dem Gene­ral­obe­ren Manel­li wur­de Pater Bru­no zum Gene­ral­se­kre­tär und damit zur rech­ten Hand des Kom­mis­sars.

Rückgabe des Immobilienbesitzes ist rechtskräftig

Jeden­falls wur­de im Namen des Kom­mis­sars Ein­spruch gegen das Urteil von Avel­li­no ein­ge­legt. Der Zwei­te Straf­se­nat des Ober­sten Gerichts­hofs in Rom hat den Ein­spruch abge­wie­sen und damit das Urteil von Avel­li­no bestä­tigt. Die Frei­ga­be und Rück­stel­lung des beschlag­nahm­ten Immo­bi­li­en­be­sit­zes an die Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen des Ordens ist damit rechts­kräf­tig.

Teil die­ses Besit­zes ist auch die Ordens­nie­der­las­sung in Rom, in der Pater Alfon­so Bru­no sei­nen Wohn­sitz hat. „Mit dem Ent­scheid des Ober­sten Gerichts­hofs ist das letz­te Wort in der Sache gespro­chen“, so Alfon­so Roc­co, der Rechts­bei­stand der Lai­en­ver­ei­ni­gung Mis­si­on des Unbe­fleck­ten Her­zens.

Ein blühender Orden der Tradition war der Ordenskongregation unerträglich

Der 1970 von Pater Ste­fa­no Maria Manel­li ins Leben geru­fe­ne Orden ist der Tra­di­ti­on ver­pflich­tet. Unter Bene­dikt XVI. wur­de der Orden nach dem Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum in der Seel­sor­ge biri­tu­ell und ordens­in­tern alt­ri­tu­ell. Da der Orden nicht der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei für alt­ri­tu­el­le Gemein­schaf­ten unter­stand, son­dern der Ordens­kon­gre­ga­ti­on, stell­te er eine Aus­nah­me in der Kir­che dar. Unter Bene­dikt XVI. galt er als attrak­ti­ves Vor­bild, das das Inter­es­se jun­ger Ange­hö­ri­ger ande­rer Orden weck­te, da die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta trotz ihrer stren­gen Lebens­wei­se regen Zulauf hat­ten.

Die­se Kom­bi­na­ti­on wird in ordens­na­hen Krei­sen als eigent­li­cher Grund für die kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung genannt. Ein blü­hen­der, tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Orden, der inmit­ten der ver­brei­te­ten Nach­wuchs­kri­se der Orden her­aus­ragt, sei vie­len uner­träg­lich gewor­den. Papst Bene­dikt XVI. hielt jedoch sei­ne schüt­zen­de Hand über den jun­gen Orden. Unter Papst Fran­zis­kus und sei­ner erklär­ten Abnei­gung gegen die Tra­di­ti­on waren aber die Vor­aus­set­zun­gen gege­ben, gegen den Orden vor­zu­ge­hen. Vier Mona­te nach sei­nem Amts­an­tritt wur­de der Orden unter kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung gestellt.

Die Eltern des Ordens­grün­ders sind als Die­ner Got­tes aner­kannt. Das Selig­spre­chungs­ver­fah­ren läuft. Der Orden konn­te durch die kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung gekne­belt wer­den, nicht aber die dem Orden nahe­ste­hen­den Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen. Sie sehen nach wie vor in Ordens­grün­der Manel­li ihren Bezugs­punkt. Mit dem Gerichts­ur­teil wur­de ihre Posi­ti­on gegen­über dem Kom­mis­sar deut­lich gestärkt.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

54 Kommentare

  1. Das ist end­lich wie­der eine gute Nach­richt ! Durch das Urteil des ober­sten Gerich­tes, wird deut­lich, dass es sich bei den Maß­nah­men gegen den Orden der Fran­zis­ka­ner der
    Imma­ku­la­ta, um eine böse Intri­ge gehan­delt hat. Die­ser blü­hen­de Orden war vie­len Prä-
    laten und Ordens­lei­tun­gen, ein Dorn im Auge. Aber der eili­ge Vor­gang fällt wie könn­te
    es auch anders sein, auf Fran­zis­kus zurück. Eile kommt eben nicht von Gott !

  2. Jetzt erfährt ein zur Zeit des befremd­li­chen Vor­ge­hens von Kom­mis­sar Volpi ver­fass­ter gleich­sam Hil­fe­brief eines Fra­ter der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta – Fra­ter Vigi­li­us — eine beson­de­re Gewich­tung, zumal in die­sem Brief die dubio­se Vor­ge­hens­wei­se des Apo­sto­li­schen Kom­mis­sars Volpi und des­sen Bezug auf einen der Haupt­vor­wür­fe gegen den Orden — „Pro­ble­me im Wirt­schafts­ma­nage­ment“ — her­vor­ge­ho­ben wur­den:
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    [.…]
    „Der Apo­sto­li­sche Kom­mis­sar – immer mit sei­nem treu­en und rach­süch­ti­gen Sekre­tär P. Alfon­so Bru­no – hat noch nie in einer weit ver­brei­te­ten und syste­ma­ti­schen Art mit den Brü­dern gespro­chen; er traf sich mit nur  mit eini­gen und in eini­gen Häu­sern.

    Nie hat er uns eine spi­ri­tu­el­le Kon­fe­renz gege­ben, nie erklär­te er uns eine Pas­sa­ge aus dem Evan­ge­li­um, die Schrif­ten der Fran­zis­ka­ner oder auch des Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che!

    Nie sprach er mit uns von der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis, dem Grund­pfei­ler der christ­li­chen Spi­ri­tua­li­tät .

    Auf der ande­ren Sei­te wur­den uns Dekre­te in Hül­le und Fül­le aus­ge­stellt, extrem bedroh­li­che und eine Belei­di­gung für uns alle, uns  für Schul­dig erklä­ren, ohne irgend­wel­che Bewei­se oder Recht­fer­ti­gung unbot­mä­ßig zu sein, gegen den Papst zu sein, gegen das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil zu sein und “ Lef­eb­vria­nern“ zu sein!
    [.…]
    7) Das Manage­ment der Wirt­schaft ist, der star­ke und kon­stan­ten Vor­wurf des Kom­mis­sars an uns. Wir kön­nen nicht mit Gütern umgeht, des­halb brau­chen wir ihn, heißt es, damit er sich dar­um küm­mert. In der Tat gibt es das Gerücht, dass der Kom­mis­sar mit sei­nen unsicht­ba­ren Mit­ar­bei­ter Bezüg­lich sei­ne Dienst­lei­tung an uns, zu Lasten der Mit­tel der Fran­zis­ka­ner der Imma­co­la­ta 5.300 euro im Monat von uns nimmt. Kein Zwei­fel: der Kom­mis­sar gab sofort Bewei­se, zu wis­sen, wie mit dem Geld umzu­ge­hen ist! Vor allem mit dem eines fran­zis­ka­ni­schen Bet­tel­or­dens, wel­cher kei­ne Erwerbs­ar­beit hat um sich selbst zu unter­stüt­zen. Aber ich habe in dem Text der Lit­ur­gie der Stun­den des Die­ners Got­tes Papst Paul VI., im Fest des hei­li­gen Franz von Sales, den 24. Janu­ar ein Aus­zug aus „Anlei­tung zum from­men Leben (I, 1)“ gele­sen, in der es heißt: „Sag mir Phi­lo­thea, wäre es prak­tisch, wenn der Bischof in der Ein­sam­keit, ähn­lich wie ein Kar­täu­ser leben möch­te? Und wenn die ver­hei­ra­te­ten Frau­en nichts besit­zen möch­ten wie die Kapu­zi­ner?“ (Stun­den­ge­bet nach dem römi­schen Ritus – Sera­phi­schen – III , Assi­si 1975, S. 1254 . ) ? . Ich fra­ge mich, ob P. Fidenzio Volpi, ein Kapu­zi­ner, die­sen Aspekt der Armut der Kapu­zi­ner, von der wir in der Lit­ur­gie der Stun­den (Stun­den­buch) von Papst Paul VI lesen, bekannt ist.“
    -

  3. Laut Aus­sa­gen von Radio Vati­kan war aller­dings die Gemenge­la­ge eine ande­re: Ab dem Zeit­punkt, ab dem ordens­in­tern nur noch alt­ri­tu­ell ver­fah­ren wur­de, gab es Ärger im orden — mit all jenen, die halt unter sol­chen Bedin­gun­gen nicht in den orden ein­ge­tre­ten waren.

    Offen­bar hat es meh­re­re Gesprä­che und Auf­for­de­run­gen sei­tens des Pap­stes gege­ben, nicht nur alt­ri­tu­ell zu zele­brie­ren, wor­an sich die FI aber nicht hal­ten woll­ten.

    http://de.radiovaticana.va/storico/2014/06/25/papst_pocht_vor_immaculata-franziskanern_auf_neue_messe/ted-809155

    Bri­sant ist an der Sache auch dies, dass das Motu pro­prio „Summorum pon­ti­fi­cum“ ja nir­gends erlaubt, dass amn nur noch alt­ri­tu­ell zele­briert.
    Fran­zis­kus hat also — im Rah­men der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che — zu recht dar­auf bestan­den, dass im ordent­li­chen Ritus (NOM) zele­briert wer­den müs­se und gele­gent­lich auch im „außer­or­dent­li­chen Ritus“ (der alten Form).

    Bene­dikt XVI. hat aus­drück­lich wei­ter­hin den NOM als die ordent­li­che Form benannt. Sei­ne Hoff­nung war nicht, dass der alte Ritus wie­der zum Stan­dard wird, son­dern bei­de Riten sich gegen­sei­tig befruch­ten und eine wei­te­re Riten­re­form her­vor­brin­gen.

    Es lie­gen hier also Miss­ver­ständ­nis­se auf­sei­ten der FI und vie­ler Kon­ser­va­ti­ver vor.

    Es ist dabei zu beden­ken, dass es allei­ne ver­trags­recht­lich nicht in Ord­nung ist, Brü­dern, die unter ande­ren Bedin­gun­gen ein­ge­tre­ten sind, eine Ände­rung auf­zu­zwin­gen, die auch nicht der Inten­ti­on des Pap­stes (weder Bene­dikts noch F.s) ent­spricht.

    Damit mich nie­mand miss­ver­steht: ich leh­ne den NOM ab, aber ich erhof­fe mir auch nicht, damit in der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che durch­zu­kom­men, denn sie steht nun mal unter einer ande­ren ver­bind­li­chen Ver­fasst­heit und die sieht den NOM als ordent­li­che Form vor. Punkt.

    Es ist nicht lau­ter, dar­an irgend­wie vor­bei­zu­wirt­schaf­ten. Auch wenn ich den NOM ableh­ne, ver­ste­he ich auch die Erbit­te­rung derer, die das gefühl haben müs­sen, sie wür­den mit­hil­fe eines falsch ver­stan­de­nen MP hin­ter­gan­gen.

    Die gan­ze Sache ist hin­ten und vor­ne unsau­ber — aber NICHT nur auf­sei­ten F.s. Und wir kön­nen uns auch nicht echauf­fie­ren, nur weil uns der Stil der FI viel­leicht eher schmeckt als der der andern. Es geht hier um Recht und Gesetz und um red­li­che Umgangs­for­men.

    • Läp­pisch, Ihr Ver­such, gröb­stes Unrecht zu recht­fer­ti­gen. Wenn es um die Fei­er des NOM gegan­gen wäre, hät­te man MIT Man­ni­el­li Wege suchen kön­nen. Hier ging es um die Zer­stö­rung eines blü­hen­den Ordens bei gleich­zei­ti­ger Ein­ver­lei­bung sei­ner zeit­li­chen Güter unter Miss­ach­tung kirch­li­chen wiestaat­li­chen Rechts. Wer
      so etwas recht­fer­tigt macht sich zum Anwalt des Unrechts!

    • Die alt­ri­tu­el­le Form wur­de nie ver­bo­ten, dem­zu­fol­ge kann sie in einem Orden auch intern als allei­ni­ge Form prak­ti­ziert wer­den.
      Wenn man nur gele­gent­lich die alt­ri­tu­el­le Form prak­ti­zie­ren darf, kommt das einem Ver­bot durch die Hin­ter­tüe aber schon recht nahe.
      Zudem kann die Ordens­lei­tung ja auch die Bedin­gun­gen ändern. Die Ordens­mit­glie­der sind in so einem Fall zum Gehor­sam ver­pflich­tet.
      Ich sage es jetzt bewusst salopp :
      Wer damit nicht ein­ver­stan­den ist, der kann ja wie­der aus dem Orden aus­tre­ten !! Wer bewusst gegen die Ent­schei­dung von Pater Manel­li (intern nur noch die alt­ri­tu­el­le Form zu benüt­zen) rebel­liert, der kann sicher auch aus dem Orden aus­tre­ten ohne da ein schlech­tes Gewis­sen haben zu müs­sen (es war ja immer die Rede von etwa 6 Ordens­mit­glie­dern die wohl mit der Ent­schei­dung der Ordens­lei­tung nicht ein­ver­stan­den waren und dann auf­be­gehrt haben, was ja der „Anlass“ für die Maß­re­ge­lung des Ordens war). Die­se 6 Ordens­mit­glie­der haben ja auch kei­ne Gewis­sens­bis­se des­we­gen gehabt, sonst hät­ten die ja auch nicht bei höhe­ren Stel­len inter­ve­niert.
      Mei­ne näch­ste Fra­ge ist die :
      Was ist mit den gan­zen ande­ren Orden, wo es kom­plett anders­her­um gelau­fen ist. Wo die uralten Ordens­re­geln immer wei­ter auf­ge­weicht wur­den, wo die Leh­re Chri­sti offen­sicht­lich ver­ra­ten wur­de ? Ich ken­ne Orden, wo Yoga und der­glei­chen ange­bo­ten wird, wo wild zusam­men­le­ben­de Paa­re wäh­rend der Ehe­vor­be­rei­tungs­kur­se im glei­chen Zim­mer schla­fen dür­fen, usw. usw.
      Was ist mit die­sen Orden ?? War­um greift man da nicht durch ????????
      Da sind wir sicher der­sel­ben Mei­nung.
      Ich kann aber ein­fach nicht ver­ste­hen, dass man dem Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta an den Kar­ren fah­ren soll wegen der Ent­schei­dung der Ordens­lei­tung, ordens­in­tern !!! nur noch die alt­ri­tu­el­le Form zu prak­ti­zie­ren !!!
      Was ist mit den Petrus­brü­dern, wel­che mit dem Segen Roms nur die alte Form prak­ti­zie­ren ? Dann müss­te man da doch auch dage­gen vor­ge­hen. Die haben zwar die Regeln nicht ver­än­dert und das schon immer so gemacht, aber sie prak­ti­zie­ren nicht nur gele­gent­lich den alten Ritus, son­dern immer !!
      Was ist mit der Kir­che an sich ? Die hat doch mit dem 2.Vaticanum eben­falls die Regeln geän­dert, indem sie die NOM ein­ge­führt hat. Das sicher zum Miss­fal­len vie­ler Prie­ster, wel­che den­noch der Kir­che treu geblie­ben sind.
      Wie sieht es denn da mit dem Gehor­sam der weni­gen auf­be­geh­ren­den Ordens­mit­glie­der der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta aus ???? War die Kurie ver­pflich­tet die­sem Auf­be­geh­ren statt­zu­ge­ben ? Nein, sage ich, es war ein will­kom­me­ner Anlass !!

    • Wenn eine Ordens­lei­tung beschließt nur mehr im über­lie­fer­ten Ritus zu zele­brie­ren, wie­so soll das nicht in Ord­nung sein; ich glau­be viel­mehr man woll­te hier einen blü­hen­den Orden kne­beln und irgend­wie aus­schal­ten. Ein alt­ri­tu­el­ler Orden stört ein­fach in die­ser nach­kon­zi­lia­ren Kir­che.

    • Der Papst kann auf­for­dern…
      … die falsch über­setz­ten Wand­lungs­wor­te zu ändern oder sein Motu Pro­prio vom 7.7.07 groß­zü­gig zu befol­gen.
      Aller­dings müs­sen dann die deut­schen Bischö­fe nicht mit einem Kom­mis­sar oder auch nur einer Drang­sa­lie­rung rech­nen. Das soll­te sich ein Papst mal trau­en!

    • Das stimmt so nicht, lie­be Zeit­schnur, das Motu Pro­prio erlaubt in Arti­kel 3 auschliess­lich, dass die Ordens­obe­ren ver­fü­gen kön­nen, die Kon­vent­mes­sen „oft, für gewöhn­lich oder stän­dig“ im alten Ritus zu zele­brie­ren. Den­noch war der neue Ritus im Orden damals kei­nes­wegs ver­bo­ten, Pater Manel­li hat ledig­lich den alten Ritus zusätz­lich ein­ge­führt und geför­dert.

    • War von Ihnen nicht anders zu erwar­ten. Die „bösen Kon­ser­va­ti­ven“ sind eben bei Ihnen immer die Schul­di­gen, Ihre spe­zi­el­le Art von Rechts­klit­te­rung.

    • Der Fall der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta ist ein Lehr­bei­spiel für Unbarm­her­zig­keit, Macht­wil­le und Zer­set­zung in der kath. Kir­che. Die der­zei­ti­ge Kir­chen­lei­tung erträgt nicht ein­mal einen ein­zi­gen Orden, der des alten Ritus (ohne ihn in den Schre­ber­gar­ten Eccle­sia Dei zu mar­gi­na­li­sie­ren). Ich stau­ne @Zeitschnur, dass sie dazu aus­ge­rech­net auf Radio Vati­can ver­wei­sen. Dort könn­te, selbst wenn man woll­te, kei­ne ande­re Mei­nung gesagt wer­den, als jene des — in die­ser Sache — ver­lo­ge­nen Vati­kans der Ordens­kon­gre­ga­ti­on (die vom Papst gedeckt wird). Was für ein Lüge vom Druck. Der Orden hat­te Jah­re des Über­gangs vom neu­en zum alten Ritus, das Gene­ral­ka­pi­tel hat dem Wech­sel zuge­stimmt. Das muß kei­ne 100prozentige Zustim­mung sein, das ist immer und über­all so.
      Der Vati­can weiss schon, war­um er nichts zur Sache sagt. Er hat ein „Ärger­nis“ aus dem Weg geräumt, will aber dabei nicht ertappt wer­den.
      Fran­zis­kus wirft Tra­di­tio­na­li­sten ger­ne „Ideo­lo­gie“ vor, scheint aber nicht zu bemer­ken (will es wahr­schein­lich auch gar nicht), dass er selbst mit die­ser Mei­nung Ideo­lo­ge ist. Vor allem hat er den glei­chen Vor­wurf noch nie gegen Moder­ni­sten gebraucht, die er hät­schelt, wie es die Kir­chen­lei­tun­gen in den deut­schen Diö­ze­sen schon seit Jahr­zehn­ten tun. Recht­gläu­bi­ge hau­en und den Moder­ni­sten hin­ter­her­ren­nen. Pfui…

      • Was Sie über die Kir­chen­lei­tung sagen, trifft zwar zu, aber das Wort „der­zeit“ ist falsch — es ist sel­ten anders gewe­sen! Die­se „Unbarm­her­zig­kiet ist sogar typisch für das hier­ar­chi­sche Vor­ge­hen Roms.

        Auch in frü­he­ren Zei­ten befand man es im Vati­kan nicht für nötig, irgend­wel­che Rechen­schaf­ten abzu­le­gen.

        Man erteil­te nicht nur sehr oft kei­ne Aus­künf­te dar­über, war­um man was tat, son­dern blieb auch Argu­men­te schul­dig. Akten ver­schwan­den im Geheim­ar­chiv und kei­ner wuss­te, was eigent­lich vor­ge­gan­gen war. Betei­lig­te wur­den zu abso­lu­tem Still­schwei­gen unter Dro­hun­gen ange­hal­ten.

        So wur­de etwa bei der Ver­wer­fung der Schrif­ten Anton Gün­thers im 19. Jh, nach­dem er ein gan­zes Leben lang gewirkt und vie­le ange­hen­de Prie­ster und Bischö­fe aus­ge­bil­det hat­te, soweit ich das rekon­stru­ie­ren konn­te, dem­sel­ben nicht mit­ge­teilt, WARUM man sei­ne Schrif­ten ver­warf.

        Dem gläu­bi­gen Unter­tan hat zu genü­gen, was das Hl. Offi­ci­um, die Index­kon­gre­ga­ti­on samt dem Papst für rich­tig befin­det. Und sel­bi­ge sind ihm kei­ne Rechen­schaft schul­dig, wenn sie sein Werk ver­nich­ten.

        Mir kam auch schon von Betrof­fe­nen zu Ohren, dass man auch in den 50ern, wenn man sich etwa für eine posit­ve Ent­schei­dung beim Hl. offi­ci­um bedank­te, einen rüpel­haf­ten Abwehr­brief aus Rom bekam: Es ste­he einem Gläu­bi­gen nicht zu, eine Ent­schei­dung des Vati­kans zu kom­men­tie­ren — auch nicht posi­tiv.

        Sie alle hier kön­nen ihre Empö­rung ein­packen:

        Histo­risch gese­hen war der Vati­kan, waren die mei­sten Päp­ste in der jün­ge­ren Zeit, v.a. im 19. Jh, schon genau­so wider­lich und arro­gant.

        Aller­dings gab es eine Zeit, bei der die ganz From­men nach sol­cher Arro­ganz sei­tens Roms lechz­ten wie der Hirsch nach dem Was­ser. Erst als vie­len däm­mer­te, dass der Papst viel­leicht einen grau­sa­men Miss­brauch mit sei­ner Macht treibt, wach­ten vie­le auf.
        Jetzt ist es aber zu spät.

      • Ja, das waren halt ande­re Zei­ten und zwar nicht nur in kirch­li­chen Krei­sen, son­dern ganz all­ge­mein. Wir aber leben bekannt­lich unter der Herr­schaft der „zweit­va­ti­ka­ni­schen Lie­bes­kir­che“, die das Rad neu erfin­den woll­te, und wir leben unter dem soge­nann­ten Poni­fi­kat eines soge­nann­ten Pap­stes, der die All­barm­her­zig­keit wie nie­mand vor ihm zu Mark­te trägt. Sie ver­glei­chen also Äpfel mit Bir­nen, Wer­te­ste.

      • Das ist falsch! Denn wenn Sie ein­mal anschau­en, was das Vati­ca­num II und sämt­li­che Päp­ste danach von sich gaben — wenn sie auch vie­les refor­mie­ren woll­ten und ver­än­dern, eines nicht: die Supre­ma­tie des Pap­stes.

        Das wur­de immer wei­ter zemen­tiert, wenn auch nach einem volun­ta­ri­sti­schen Prin­zip nicht immer ein­ge­for­dert. Das mag man­chem sug­ge­riert haben, der Papst hät­te sich auf­ge­ge­ben.

        Hat er aber nicht — wenn es drauf ankam, knüp­pel­te er uner­bitt­lich drauf, auch nach dem Kon­zil.

  4. Nun erwar­te ich aber ein Wort der Ent­schul­di­gung und der Klä­rung sei­tens Papst Fran­zis­kus.
    Und eben­so die Auf­he­bung der „Iso­lier­haft“ des Ordens­grün­ders Pater Manel­li, damit auch die­ser in den Genuss der all­seits bekann­ten Barm­her­zig­keit des Pon­ti­fex kommt.

  5. In dem Arti­kel ist ein Sinn stö­ren­der Feh­ler die Visi­ta­ti­on des Ordens wur­de noch von Bene­dikt XVI ange­ord­net und der eigent­li­che Grund war etwas merk­wür­di­ge Metho­den des Grün­ders um Prie­ster zur annah­me der alten Mes­se zu bewe­gen

  6. „Ein blü­hen­der, tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Orden, der inmit­ten der ver­brei­te­ten Nach­wuchs­kri­se der Orden her­aus­ragt, sei vie­len uner­träg­lich gewor­den.“
    Das wird wohl auch der Grund des Angrif­fes gewe­sen sein. Hät­te der Orden ein öku­me­ni­sches Festi­val nach dem ande­ren abge­hal­ten und Zara­thu­stra als Ehren­mit­glied in ihrem Orden auf­ge­nom­men hät­te man ihnen kein Haar gekrümmt.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  7. Beson­ders bri­sant fin­de ich, dass ein welt­li­ches Gericht die Sache klar­stellt und veri­fi­ziert. Manch­mal habe ich den Ein­druck die kirch­li­chen Behör­den bekom­men nichts mehr rich­tig hin. Trau­rig.

    • „Beson­ders bri­sant fin­de ich, dass ein welt­li­ches Gericht die Sache klar­stellt und veri­fi­ziert.“
      Das haben sie sehr gut erkannt. Ein welt­li­ches Gericht muß die­sen kirch­li­chen Behör­den Gerech­tig­keit leh­ren.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  8. Vor eini­ger Zeit hat eine Kom­men­ta­to­rin zu dem Fall der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta geschrie­ben, daß sehr wenig Hand­fe­stes öffent­lich gewußt war und man sich mit Bewer­tun­gen zurück­hal­ten soll­te.
    Die ita­lie­ni­sche Justiz beschäf­tigt sich jedoch schon seit fast zwei Jah­ren mit dem Vor­wür­fe betr. irre­gu­lä­re Ver­mö­gens­ver­schie­bun­gen bei den Immo­bi­li­en der dem Orden nahe­ste­hen­den Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen; hier wur­de lan­ge akri­bisch und erschöp­fend ermit­telt.
    Es war also damals schon sehr vie­les bekannt.
    Der ita­lie­ni­sche Hoch­ge­richts­hof hat bei der Beru­fung des vom Fran­zis­kus ein­ge­setz­ten Kom­mis­sars in die­sem inzwi­schen äusserst bekann­tem Fall erneut sehr gründ­lich juri­stisch unter­sucht und nach reif­li­cher Über­le­gung sein Urteil gespro­chen.
    Sel­ten dürf­te es ein Fall gege­ben haben in der ita­lie­ni­schen Justiz wo soviel gewußt war, und wo mit soviel Fach­kun­de ein gerech­tes Urteil gefällt wer­den konn­te.
    Die Ver­leum­dun­gen des Ordens­grün­ders P. Ste­fa­no Manel­li durch den Kom­mis­sar P.Volpi OFM Cap betr. Ver­mö­gens­ver­schie­bun­gen wur­den eben­falls geahn­det durch die Zah­lung v. 20 000,- € (zyni­scher­wei­se durch die Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta selbst zu bezah­len);
    daß P. Volpi als apal­li­sches Syn­drom dann in Mai 2015 auch noch plötz­lich lan­ge Brie­fe schrieb und sich im Web zu Wort mel­de­te, stellt wohl ein neu­ro­lo­gi­sches Uni­kat da.
    Sach­lich und mit Ver­nunft gese­hen:
    die dem ursprüng­li­chen FFI nahe­ste­hen­den Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen haben hier vor gro­ßem Publi­kum einen gewal­ti­gen Sieg errun­gen.
    Und die kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung und ihre Kol­la­bo­ra­teu­re in dem Orden ste­hen als juri­sti­sche Trot­tel und geld­gie­ri­ge Kle­ri­ker da: das ist nun bestimmt kein „fare bel­la figu­ra“.
    Fran­zis­kus und sei­ne Freun­de sind nun wirk­lich nicht bekannt als gro­ße Finanz­spe­zia­li­sten (cfr. das Bis­tum Bue­nos Aires und dann die finan­zi­el­le Mal­heu­ren in die­sem Pon­ti­fi­kat); aber so stüm­per­haft eine Wirt­schafts­aus­ein­an­der­set­zung ange­hen, zeugt von Dumm­heit und Ver­blen­dung.
    Übri­gens: bei die­sem Pro­zess vor dem Hoch­ge­richts­hof kamen die Ter­mi­ni NOM, for­ma extra­or­di­na­ria, „Kryp­to­lef­eb­vris­mus“ (was ist das, bitte?)nicht vor.
    Offen­sicht­lich sind eini­ge Per­so­nen hier auf eine Land­mi­ne getre­ten und haben sich die Bei­ne „echauf­fiert“.

    • @zeitschnur,
      Sie sind äusserst flei­ßig aber lei­der off-Topic:
      Sie haben ins­ge­samt 182 Zei­len gepo­stet mit 8 Zei­len Links;
      aber davon lei­der nur 2 Zei­len, die das höchst­ge­richt­li­che Urteil betr. den Vor­wurf von Ver­mö­gens­ver­schie­bun­gen und Finanz­un­re­gel­mä­ßig­kei­ten betref­fen.
      Unrich­tig ist Ihre Aus­sa­ge, daß „es nicht pri­mär um die­se Finanz­sa­che gegan­gen zu sein schien“, „son­dern um ein intern offen­kun­dig von man­chen als gewalt­tä­tig und unrecht­mä­ßig aus­ge­üb­ter Zwang zum alten Ritus“.
      Das vor­ge­schal­te­te Lan­des­ge­richt und der ita­lie­ni­sche Hoch­ge­richts­hof hat,wie ich schon schrieb, sorg­fäl­tigst und streng sach­be­zo­gen ermit­telt und geur­teilt.
      Es geht hier um eine Ver­leum­dung betr. Ver­mö­gens­ver­un­treu­ung- und letz­te­re liegt nicht vor.
      Die Gerich­te haben über­haupt nichts gesagt über dem NOM (Novus Ordo Mis­sae), nichts über Summorum Pon­ti­fi­cum, nichts über die triden­ti­ni­sche Mes­se.
      Die Kom­mis­sa­re bei den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta, ihre Kol­la­bo­ra­teu­re (und mit­tel­bar die Insti­ga­to­ren die­ser vefol­gung) haben hier einen Tor­pe­do in die Flan­ke bekom­men- und sie bekom­men Was­ser an allen Sei­ten.
      Es han­delt sich hier um welt­li­che Gerich­te, dar­un­ter das höch­ste Ita­li­ens; nicht um kirch­li­che Gerich­te.
      Beson­ders merk­wür­dig (und tak­tisch beson­ders dumm):
      kirch­li­cher­seits wur­de hier vom Anfang an nicht die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re und die Ordens­kon­gre­ga­ti­on ein­be­zo­gen, son­dern „par ord­re du mouf­ti“ los­ge­pol­tert.
      Redit Vul­ca­nus, qui Mer­cu­ri­us hinc abie­rat. (Eras­mus Rotero­da­nen­sis, Col­lo­quia fami­lia­ria, „Mili­ta­ria“)
      (@Marienzweig: Wer von hier aus­ge­zo­ge­nist als Mer­kur (mit geflü­gel­ten Füßen), kehrt als Vul­ca­nus (mit ver­krüp­pel­tem Bein) zurück).

      • …armes Euro­pa: was vor Gericht lan­de­te, war das, wes­we­gen vor einem welt­li­chen Gericht geklagt wer­den konn­te (den­ken Sie nach: wer klag­te? wer ist Beklag­ter?!)

        Der Rest, der intern — also ein welt­li­ches Gericht nie­mals inter­es­sie­ren (!)- ver­han­delt wird, ist des­we­gen ja nicht ein­fach ver­schwun­den — oder war­um beleh­ren Sie nicht Rom gleich dar­über, wor­an es Anstoß genom­men haben will und wor­über es in sei­ner offi­zi­el­len Zei­tung schrei­ben ließ?

        Na?

  9. Natür­lich sind fast alle Kom­men­ta­to­ren hier par­tei­isch, weil sie den alten Ritus lie­ben und nicht mehr in der Lage sind, auch nur für Momen­te die men­ta­le Lage der ande­ren zu beden­ken.

    Aktu­ell geht es ledig­lich um EINEN Vor­wurf gegen­über dem Orden, der nun durch das Gericht ent­kräf­tet wur­de, näm­lich den finan­zi­el­ler Unstimmgkei­ten.

    Ich habe das schon im Bezug auf histo­ri­sche Ordens­ver­fah­ren gele­sen: meist wird anhand einer Anzei­ge sehr viel mehr durch­leuch­tet als nur das, was ursprüng­lich zur Anzei­ge geführt hat.

    Es scheint aber doch gar nicht pri­mär um die­se Finanz­sa­che gegan­gen zu sein, son­dern um ein intern offen­kun­dig von man­chen als gewalt­tä­tig und unrecht­mä­ßig aus­ge­üb­ter Zwang zum alten Ritus.

    Bene­dikt XVI. hat genau das aber aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen. Gehen wir doch sei­nen Wor­ten ein­mal genau nach:

    Weil schon kurz nach dem MP auch die alt­ri­tu­el­le Frak­ti­on einem teil­wei­se sogar hämisch vor­ge­tra­ge­nen Mss­ver­ständ­nis auf­saß, das wie­der­um bei den Libe­ra­len Zorn her­vor­rief, beginnt B. sei­nen Begleit­brief an die Bischö­fe mit fol­gen­den Wor­ten:

    „Nach­rich­ten und Beur­tei­lun­gen, die ohne aus­rei­chen­de Kennt­nis vor­ge­nom­men wur­den, haben in nicht gerin­gem Maße Ver­wir­rung gestif­tet. Es gibt sehr unter­schied­li­che Reak­tio­nen, die von freu­di­ger Auf­nah­me bis zu har­ter Oppo­si­ti­on rei­chen und die sich auf ein Vor­ha­ben bezie­hen, des­sen Inhalt in Wirk­lich­keit nicht bekannt war. “

    http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/letters/2007/documents/hf_ben-xvi_let_20070707_lettera-vescovi.html

    • Die Angst der Men­schen, die von Paul VI. mit Auto­prität und Druck einst dazu ange­stif­tet wur­den, den NOM für die ordent­li­che und der Kir­che ein­zig mög­li­che zukunfts­wei­sen­de Form (das schrieb Paul VI. damals in sei­ner Instruk­ti­on) — wie man es von bra­ven Katho­li­ken nach den Wor­ten Pius X. schließ­lich erwar­ten muss — ohne Päpst­li­ches in Fra­ge zu stel­len, „mit Zustim­mung des Wil­lens und des Gei­stes“ anzu­neh­men, plötz­lich wür­de die­se Norm irgend­wie auf­ge­weicht, beru­hig­te er mit fol­gen­den Wor­ten:

      „Dazu ist zunächst zu sagen, daß selbst­ver­ständ­lich das von Papst Paul VI. ver­öf­fent­lich­te und dann in zwei wei­te­ren Auf­la­gen von Johan­nes Paul II. neu her­aus­ge­ge­be­ne Mis­sa­le die nor­ma­le Form – die For­ma ordi­na­ria – der Lit­ur­gie der hei­li­gen Eucha­ri­stie ist und bleibt. Die letz­te dem Kon­zil vor­aus­ge­hen­de Fas­sung des Mis­sa­le Roma­num, die unter der Auto­ri­tät von Papst Johan­nes XXIII. 1962 ver­öf­fent­licht und wäh­rend des Kon­zils benützt wur­de, kann dem­ge­gen­über als For­ma extra­or­di­na­ria der lit­ur­gi­schen Fei­er Ver­wen­dung fin­den.“

      (Link s.o.)

      Und:

      „Es ist nicht ange­bracht, von die­sen bei­den Fas­sun­gen des Römi­schen Meß­buchs als von „zwei Riten“ zu spre­chen. Es han­delt sich viel­mehr um einen zwei­fa­chen Usus ein und des­sel­ben Ritus.“

      Er behaup­tet dann, das Mis­sa­le von 1962 sei nie „abro­giert wor­den“. Dar­auf bezie­hen sich vie­le Kon­ser­va­ti­ve. Nun stimmt das aber sach­lich so nicht. Es ist sach­lich gera­de­zu absurd, eine jahr­hun­der­te­lang gül­ti­ge Mess­form „abzu­ro­gie­ren“ — damit hät­te Paul VI. ja behaup­tet, dass sie auch vor­her nicht hät­te gül­tig sein oder irgend­wie falsch sein kön­nen.

      Eine Abro­ga­ti­on ist also hier nicht die Fra­ge, son­dern allei­ne die Fra­ge, wel­che Mess­form ver­bind­lich ist und von allen aus­ge­führt wer­den muss, um die Ein­heit der Kir­che aus­zu­drücken.
      Dazu sag­te Paul VI. damals 1970:

      „Unse­re Anord­nun­gen und Vor­schrif­ten sol­len jetzt und in Zukunft gül­tig und rechts­kräf­tig sein, unter Auf­he­bung jed­we­der ent­ge­gen­ste­hen­der Kon­sti­tu­tio­nen und Ver­ord­nun­gen Unse­rer Vor­gän­ger sowie aller übri­gen Anwei­sun­gen, wel­cher Art sie auch sei­en.“

      https://w2.vatican.va/content/paul-vi/de/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19690403_missale-romanum.html

      Das heißt: Ab jetzt gilt das, was „wir“ bestimmt haben. Alles Vori­ge ist damit auf­ge­ho­ben. Damit ist natür­lich nicht ein Ritus „auf­ge­ho­ben“, aber er wur­de damit ein­deu­tig „still­ge­legt“ und sei­ne aktu­el­le, durch das ober­ste Lehr­amt, dem jeder Katho­lik auf Gedeih und Ver­derb gehor­chen muss (dar­auf ver­wei­sen sie alle — Paul VI. eben­so wie spä­ter JPII und heu­te F.!!!), fest­ge­leg­te Neu­ord­nung MUSS ein­ge­hal­ten wer­den.

      Mit Nach­druck ver­weist Paul VI. in der­sel­ben Kon­sti­tu­ti­on dar­auf, dass auch schon Pius V. im 16. Jh durch den ver­bind­li­chen ein­heit­li­chen Ritus der Ein­heit der Kir­che Aus­druck geben woll­te und dies nach wie vor auch nun bei die­ser Reform Sinn und Ziel sein muss.

      Bene­dikt nun besteht dar­auf, dass der NOM nicht völ­lig aus­ge­schlos­sen wer­den DARF:

      „Es gibt kei­nen Wider­spruch zwi­schen der einen und der ande­ren Aus­ga­be des Mis­sa­le Roma­num. In der Lit­ur­gie­ge­schich­te gibt es Wachs­tum und Fort­schritt, aber kei­nen Bruch. Was frü­he­ren Genera­tio­nen hei­lig war, bleibt auch uns hei­lig und groß; es kann nicht plötz­lich rund­um ver­bo­ten oder gar schäd­lich sein. Es tut uns allen gut, die Reich­tü­mer zu wah­ren, die im Glau­ben und Beten der Kir­che gewach­sen sind und ihnen ihren rech­ten Ort zu geben. Um die vol­le com­mu­nio zu leben, kön­nen die Prie­ster, die den Gemein­schaf­ten des alten Usus zuge­hö­ren, selbst­ver­ständ­lich die Zele­bra­ti­on nach den neu­en lit­ur­gi­schen Büchern im Prin­zip nicht aus­schlie­ßen.“

      http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/letters/2007/documents/hf_ben-xvi_let_20070707_lettera-vescovi.html

      Und:

      „In der Tat steht jedem Bischof das Recht zu, in der eige­nen Diö­ze­se die Lit­ur­gie zu ord­nen.“

      Und wei­ter:

      „Nichts wird folg­lich der Auto­ri­tät des Bischofs weg­ge­nom­men, des­sen Auf­ga­be in jedem Fall jene bleibt, dar­über zu wachen, daß alles fried­lich und sach­lich geschieht. Soll­ten Pro­ble­me auf­tre­ten, die der Pfar­rer nicht zu lösen imstan­de ist, kann der Ordi­na­ri­us immer ein­grei­fen, jedoch in völ­li­ger Über­ein­stim­mung mit den im Motu Pro­prio fest­ge­leg­ten neu­en Bestim­mun­gen.“

      Bene­dikt bezieht sich dar­auf, dass die Behaup­tung, der NOM drücke eine ande­re Theo­lo­gie aus, falsch sei. Es sei kein Wider­spruch, son­dern Kon­ti­nui­tät und Über­ein­stim­mung in bei­den Riten.

      Sein Schrei­ben ist ein­deu­tig ein Schach­zug, um die, die wegen der Lit­ur­gie im Schis­ma leben, wie­der ein­zu­glei­dern, also sprich: die FSSPX, denn die nennt er aus­drück­lich auch noch. Er ver­neint damit die „Tra­die­rung“ einer ein­sei­ti­gen und über­hol­ten Theo­lo­gie, die durch die Tra­dis mit dem alten Ritus eigen­mäch­tig und ent­ge­gen der lehr­amt­li­chen Wei­sung wei­ter­ge­führt wird.

      Im Klar­text: Der Hoff­nung, irgend­wel­che Ver­satz­stücke der reak­tio­nä­ren Theo­lo­gie des 19. Jh (die aller­dings auch nicht als unfehl­ba­re Leh­re defi­niert wur­de) wie­der durch die Hin­ter­tür der Lit­ur­gie ein­zu­füh­ren, erteilt er eine radi­ka­le Absa­ge, will aber den Tra­dis auch den Wunsch nach dem alten Ritus nicht ver­sa­gen. Im Hin­ter­kopf dürf­te er dabei die Wie­der­ein­glie­de­rung der FSSPX gehabt haben.

      Falls es in einer Pfarr­ge­mein­de oder einem Orden wegen des alten Ritus Unfrie­den geben soll­te, hat er aus­drück­lich ange­ord­net, dass der Bischof hier­zu das letz­te Wort hat.

      Und ganz offen­bra hat es bei den FI Unfrie­den gege­ben wegen des alten Ritus. Genau das aber war von vorn­her­ein kate­go­risch „uner­laubt“.

      • Wie sehr Bene­dikt mit sei­ner Behaup­tung, der alte Ritus sei nie „abro­giert wor­den“, fal­sche Tat­sa­chen vor­spie­gelt, kann man auch anhand der Anspra­chen, die Paul VI. an die Gläu­bi­gen gehal­ten hat, nach­voll­zie­hen:

        „Die Reform, die jetzt in Kraft tre­ten wird, ist also die Erfül­lung eines auto­ri­ta­ti­ven Auf­trags der Kir­che. Sie ist ein Akt des Gehor­sams. Sie ist ein Akt des Zusam­men­halts der Kir­che mit sich selbst. Sie ist ein wei­te­rer Ent­wick­lungs­schritt ihrer authen­ti­schen Tra­di­ti­on. Sie ist ein Zeug­nis von Treue und Lebens­kraft, dem wir alle ohne zu zögern Zustim­mung schul­den.
        Sie ist kein will­kür­li­cher Akt. Sie ist auch kein zeit­lich begrenz­ter Ver­such, an dem man sich betei­li­gen kann oder auch nicht. Sie ist kein impro­vi­sier­ter Akt von Dile­tan­ten. Sie ist Gesetz. Sie wur­de von kom­pe­ten­ten Exper­ten der hei­li­gen Lit­ur­gie aus­ge­ar­bei­tet und sie wur­de lan­ge Zeit erör­tert und bedacht. Wir müs­sen es uns ange­le­gen sein las­sen, sie freu­di­gen Her­zens anzu­neh­men und exakt, ein­heit­li­chen Sin­nes und sorg­fäl­tig in die Pra­xis umzu­set­zen.
        Die­se Reform setzt den Unsi­cher­hei­ten, den Debat­ten und den will­kür­li­chen Miß­bräu­chen ein Ende. Sie ruft uns zurück zu der Ein­heit­lich­keit der Riten und der Emp­fin­dun­gen, wie sie der katho­li­schen Kir­che zu eigen sind, der Erbin und Fort­füh­re­rin jener ersten christ­li­chen Gemein­de, die „ein Herz und eine See­le war“ (APG 4:32). Die Ein­mü­tig­keit des Betens der Kir­che ist die Stär­ke ihrer Ein­heit und ihres Katho­lisch-Seins. Die bevor­ste­hen­de Ver­än­de­rung darf die­se Ein­mü­tig­keit nicht zer­bre­chen oder stö­ren. Sie soll sie befe­sti­gen und sie mit einem neu­en, einem jugend­li­chen Geist erfül­len.“

        http://www.summorum-pontificum.de/texte/paul_vi_1.shtml

        Und:

        „Sie könn­ten zu der Ansicht kom­men, daß der Gleich­klang zwi­schen der Wei­se des Gebe­tes, der lex oran­di, und der Wei­se des Glau­bens, der lex creden­di, dadurch beein­träch­tigt wor­den ist.
        Das ist defi­ni­tiv nicht der Fall. Vor allem des­halb nicht, weil der Ordo und die dar­auf bezüg­li­chen Rubri­ken für sich kei­ne dog­ma­ti­sche Defi­ni­ti­on dar­stel­len. Ihr theo­lo­gi­scher Stel­len­wert mag je nach dem lit­ur­gi­schen Kon­text, in dem sie ste­hen, unter­schied­lich sein. Sie sind Zei­chen und Aus­druck eines spi­ri­tu­el­len Vor­gangs, eines leben­di­gen und erfahr­ba­ren Vor­gangs, hin­ter dem das unaus­sprech­li­che Geheim­nis der gött­li­chen Gegen­wart steht, das nicht immer in ein- und der­sel­ben Wei­se aus­ge­drückt wird. Nur der theo­lo­gi­sche Scharf­sinn kann die­sen Vor­gang ana­ly­sie­ren und in Lehr­aus­sa­gen aus­drücken, die unse­rer Ver­nunft ent­spre­chen. Die Mes­se des neu­en Ordo ist und bleibt die glei­che Mes­se, die wir immer hat­ten.“

        Nie­mand, der auf­rich­tig ist und lese­kom­pe­tent ist, kann sich etwas dar­über vor­ma­chen, dass Paul VI. damals unter Bezug­nah­me auf sein tota­li­tä­res, auf dem Vati­ca­num I ten­den­zi­ell so tota­li­tär gestal­te­tes Jur­si­dik­ti­ons­amt — und dies durch die Ultra­kon­ser­va­ti­ven! — der gan­zen Kir­che den Neu­en Ritus befoh­len hat.

        Das Motu pro­prio Bene­dikts hat dem­ge­gen­über kei­nen so rechts­ver­bind­li­chen Stel­len­wert und ist hin­ter­lässt v.a. zahl­rei­che recht­li­che Fra­gen, die es nicht klärt.

        Ein Katho­lik also, der der päpst­li­chen Auto­ri­tät gehorcht hat und den NOm ange­nom­men hat, muss sich ver­schau­kelt füh­len, wenn ein Orden intern (nicht extern, denn da blieb er bil­ri­tu­ell!), INTERN also alt­ri­tu­ell wur­de.

        Aus der Per­spek­ti­ve der Amts­kir­che haben die­je­ni­gen recht, die sich dar­an gestört haben.
        Man kann nun mal nicht auf zwei Sei­ten Was­ser tra­gen.

    • Lie­be Zeit­schnur.

      Das mag ja alles so sein. Auch der Vor­wurf, daß P. Manel­li unziem­li­chen Druck auf die Ordens­prie­ster aus­ge­übt habe, kann so sein.

      Aber war­um wird das nicht offen und klar gesagt? War­um eine so durch­sich­tig unsau­be­re Vor­ge­hens­wei­se? Und war­um ein so sta­si­mä­ßi­ges Vor­ge­hen? Das ist es, was stinkt. Des­halb greift auch Ihre Argu­men­ta­ti­on zu kurz. Wäre es so gewe­sen, wäre die Vor­ge­hens­wei­se unnö­tig. Also muß ande­res dahin­ter sein.

      • …schau­en Sie mal oben bei mei­ner Ant­wort auf @ Ger­not — da schrei­be ich was dazu.

        Kurz: Rom hat sich schon immer so unfair und hin­ter­häl­tig ver­hal­ten, wenn es irgend­wel­che Din­ge abwehr­te. Lei­der. man ist schließ­lich der Papst und abso­lu­ter Mon­arch und ist nie­man­dem Rechen­schaft schul­dig.

  10. Da haben es die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta offen­kun­dig am Gehor­sam, dem Ein­heits­sinn und der Her­zens­freu­de feh­len las­sen, die Papst Paul VI. mit höch­ster Auto­ri­tät von den Katho­li­ken ver­lang­te. Wie Pauls VI. Edikt mit Quo pri­mo einer­seits und mit Summorum pon­ti­fi­cum ander­seits zu ver­ein­ba­ren ist, dar­über sich den Kopf zu zer­bre­chen hat die Theo­lo­gen­zunft Theo­lo­gie stu­diert. Dem ein­fa­chen rom- und papst­treu­en Gläu­bi­gen jedoch kann es schwin­de­lig wer­den, und am Ende weiß er nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Oder er gibt es auf, dar­über nach­zu­den­ken, weil es ihm zu hoch ist. Ande­re kom­men zu ande­ren Schlüs­sen.

    • Kor­rek­tur.
      „Quo pri­mum“ heißt die 1570 vom hl. Papst Pius V. her­aus­ge­ge­be­ne Enzy­kli­ka, die von Tra­di­tio­na­li­sten als unfehl­bar ange­se­hen wird.

      • War „Quo pri­mum“ nicht eine Bul­le?

        Bul­len sind aller­dings nie unfehl­bar, weil sie Rechts­ur­kun­den dar­stel­len und kei­ne lehr­amt­li­chen Defi­ni­tio­nen.
        Sie kön­nen als sol­che jeder­zeit über­holt oder refor­miert wer­den.

      • Naja, wie soll sich dann ein Papst über­haupt lehr­amt­lich äußern?
        Oder ver­lan­gen Sie dafür expli­zit immer eine Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on?
        Ich habe noch gelernt, daß päpst­li­che Bul­len, Bre­ve, Rescrip­ta und päpst­li­che Brie­fe sehr wohl lehr­amt­li­chen Cha­rak­ter auf­wei­sen kön­nen, natür­lich nicht jede, sehr wohl aber wenn sie in einer bestimm­ten Form ver­fasst wor­den sind. Enzy­li­ken sind ja ohne­hin ein sehr spä­tes Phä­no­men.
        Das ist heu­te natür­lich anhand der anar­chi­schen Zustän­den inner­halb der Kon­zils­kir­che besten­falls eine Fra­ge für histo­risch Inter­es­sier­te und hat über­haupt kei­nen Belang mehr.

      • Rich­tig, eine Bul­le bzw. Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on, kei­ne Enzy­kli­ka.
        Was die Ver­bind­lich­keit angeht, muss man unter­schei­den, wovon man genau redet. Wenn Tra­di­tio­na­li­sten hier von Unfehl­bar­keit reden, dann mei­nen sie wohl, dass die durch die­se Bul­le befoh­le­ne Hei­li­ge Mes­se irr­tums­frei den wah­ren Glau­ben aus­drückt. Päp­ste kön­nen nach­fol­gen­de Päp­ste durch Dog­men für alle Zei­ten bin­den. Kön­nen sie das auch durch Auf­er­le­gen einer bestimm­ten Lit­ur­gie? Es ist ja mög­lich und tat­säch­lich der Fall, dass ande­re Mess­ri­ten als der latei­ni­sche, wie gewis­se ori­en­ta­li­sche Riten, den Glau­ben eben­falls irr­tums­los und unfehl­bar aus­drücken, aber auf ande­re Wei­se. Inso­fern ist die grund­sätz­li­che Mög­lich­keit ein­zu­räu­men, dass auch ande­re latei­ni­sche Mess­for­men als die von Pius V. fest­ge­leg­te „Triden­ti­ni­sche Mes­se“ den wah­ren Glau­ben zum Aus­druck brin­gen, Gott gebüh­rend ver­eh­ren und den Gläu­bi­gen die not­wen­di­ge Gna­de ver­mit­teln kön­nen. Den­ken wir an die moza­ra­bi­sche Lit­ur­gie, an den mai­län­di­schen Ritus… Ob ein Papst in einem Rechts­akt durch gewis­se For­mu­lie­run­gen sei­ne Nach­fol­ger auch recht­lich fort­dau­ernd bin­den kann, weiß ich nicht. Wenn das grund­sätz­lich mög­lich sein soll­te, bleibt die Fra­ge, ob Papst Pius V. das mit „Quo pri­mum“ beab­sich­tig­te. Wer auto­ri­ta­tiv ande­re in einer Wei­se bin­den will, die ihm nicht zusteht, setzt sich ja dem Vor­wurf aus, die Kom­pe­ten­zen sei­ner Auto­ri­tät unstatt­haft zu über­schrei­ten.

      • @ J.G. Rat­kaj & Leo L

        Bul­len sind in jedem Fall kei­ne unfehl­ba­ren Leh­r­äu­ße­run­gen. Eine Bul­le, auch wenn sie lehr­amt­li­che Din­ge beinhal­tet bzw. gestal­tet, fällt unter den „Juris­dik­ti­ons­pri­mat“. Der ist nicht als unfehl­bar defi­niert, son­dern stellt den Papst als ober­ste Rechts­in­stanz in der Kir­che fest.

        Inter­es­san­ter­wei­se hat Paul VI. sich zu der Fra­ge gewis­ser­ma­ßen schon vor­aus­ei­lend geäu­ßert. Der Angst, es wer­de durch die „lex oran­di“ auch die „lex creden­di“ ver­än­dert, hielt er ent­ge­gen:

        „Das ist defi­ni­tiv nicht der Fall. Vor allem des­halb nicht, weil der Ordo und die dar­auf bezüg­li­chen Rubri­ken für sich kei­ne dog­ma­ti­sche Defi­ni­ti­on dar­stel­len. Ihr theo­lo­gi­scher Stel­len­wert mag je nach dem lit­ur­gi­schen Kon­text, in dem sie ste­hen, unter­schied­lich sein. Sie sind Zei­chen und Aus­druck eines spi­ri­tu­el­len Vor­gangs, eines leben­di­gen und erfahr­ba­ren Vor­gangs, hin­ter dem das unaus­sprech­li­che Geheim­nis der gött­li­chen Gegen­wart steht, das nicht immer in ein- und der­sel­ben Wei­se aus­ge­drückt wird.“
        http://www.summorum-pontificum.de/texte/paul_vi_1.shtml

        Also: der Ordo stellt kei­ne dog­ma­ti­sche Defi­ni­ti­on dar! Die Schlüs­se, die Paul VI. aus der sicher gül­ti­gen Aus­sa­ge zieht, über­zeu­gen mich aller­dings nicht. Auch wenn ein Ordo nie­mals eine dog­ma­ti­sche Defi­ni­ti­on ist, setzt er den­noch eine oder meh­re­re sol­che vor­aus. Sei­ne Aus­sa­ge ist nichts­sa­gend im Hin­blick auf die Angst der Gläu­bi­gen, dass hier „irgend­wie“ eine Ver­schie­bung der dog­ma­ti­schen Inhal­te im Spiel sein könn­te. Sei­ne Ant­wort ist tau­to­lo­gisch: Das kann nicht sein, weil es ja schließ­lich nicht sein kann. Naja.

        Inso­fern hat aller­dings in kei­nem Fall eine Bul­le den Cha­rak­ter eines unfehl­ba­ren ex-cathe­dra-Aktes. Das bleibt ste­hen.

        Wenn Paul VI. sich hier auf den Pri­ma­ten des päpst­li­chen Lehr­am­tes bezog, dann eben, wie gesagt, auf den Juris­dik­ti­ons­pri­mat.
        Das tat bereits Pius V. in „Quo pri­mum“. In „Media­tor Dei“ hat Pius XII. dar­ge­legt, dass ein Papst sehr wohl das Recht habe, lit­ur­gi­sche Fest­le­gun­gen sei­ner Vor­gän­ger zu ver­än­dern, wenn auch nicht unbe­grenzt. http://www.kathpedia.com/index.php?title=Mediator_dei — (dort auch Link zum deut­schen Text)

      • @ Leo Lämm­lein

        Dass Pius V. nicht gemeint haben kann, dass nun nur noch der per Bul­le vor­ge­stell­te Ritus gül­tig sein kann, geht — wie Sie ja refe­rie­ren — dar­aus her­vor, dass das Kon­zil v. Tri­ent ja alle Riten, die älter als 200 Jah­re waren, ste­hen ließ.

        Paul VI. refe­riert des­sen Moti­ve sicher auch rich­tig, wenn er schreibt, es sei Pius V. um die Ein­heit der gan­zen Kir­che gegan­gen — nicht um eine Buch­sta­ben­klau­be­rei.

        Nun stellt sich aber die Fra­ge, was eine der­art weit­ge­hen­des Abwei­chen vom 400 Jah­re zele­brier­ten ordent­li­chen Ritus, bedeu­ten wür­de.
        Außer­dem ist nicht alles auf­grund älte­ster Quel­len „rekon­stru­iert“ wor­den, wie Paul VI. behaup­tet, son­dern teil­wei­se neu erfun­den wor­den, etwa eini­ge Hoch­ge­be­te, die doch das Herz­stück aus­ma­chen. Auch ist man­ches Aus­ein­an­der­di­vi­die­ren, das er voll­zog, tasäch­lich einer ande­ren Theo­lo­gie geschul­det, als sie bis­her galt, etwa wenn er die Wor­te „myste­ri­um fidei“ aus dem Kelch­wort aus­la­ger­te und der Gemein­de als Akkla­ma­ti­on in den Mund legt.
        So ein­fach, wie er es sich macht, ist es sicher nicht, denn es hängt dar­an die Mess­op­fer­theo­lo­gie, das Kon­zept des Prie­ster­tums u. die omi­nö­se „Volk Got­tes-Theo­lo­gie.

  11. Päpst­li­che Bul­le von Papst Pius V. „Quo pri­mum“ vom 14. Juli 1570: „Von nun an soll in allen Zei­ten auf den christ­li­chen Erd­kreis nichts anders als den von Uns her­aus­ge­ge­be­nen Mis­sa­le gesun­gen oder gele­sen werden.(…)Wir set­zen fest und ord­nen an, daß die­sem Unse­rem gera­de her­aus­ge­ge­be­nen Mis­sa­le nie­mals etwas hin­zu­ge­fügt, dar­aus etwas weg­ge­nom­men oder an ihm ver­än­dert wer­den darf.“ Hät­te sich Papst Paul VI. an dem gehal­ten, wäre uns vie­les erspart geblie­ben!!!

      • @zeitschnur,
        Blei­ben Sie sach­lich und ver­nünf­tig.
        @Ecclesia hat hier nur gesagt: „Hät­te sich Papst Paul VI an dem gehal­ten, wäre uns vie­les erspart geblie­ben!“.
        Ihre Ant­wort betr. Rechts­ur­kun­den trifft die Sache nicht:
        P. Paul VI hat sich nicht an die Bul­le „Quo pri­mum“ gehal­ten: damit ist der Irrea­lis­form des ersten Glieds kor­rekt;
        und daß die durch das 2.Vatikan. Kon­zil und die seit­he­ri­gen Päp­ste durch­ge­führ­te Refor­men die katho­li­sche Kir­che nicht gut bekom­men sind, ist auch klar.
        Damit ist auch das zwei­te Glied „Vie­les wäre uns erspart geblie­ben“ auch rich­tig.
        Inso­weit ist das Posting von @Ecclesia total kor­rekt.
        Eine ande­re Fra­ge ist, ob bei Wei­ter­be­ach­tung der Bul­le „Quo pri­mum“ und Nicht­durch­füh­rung von Ver­än­de­run­gen kei­ne Kata­stro­phen auf­ge­tre­ten wären; das sind dann jedoch rei­ne Gedan­ken­spie­le.

      • @ Adri­en A.

        Hören Sie mal — ich habe mit @ eccle­sia einen ganz nor­ma­len Dis­kurs. Sie brau­chen also nicht den Rit­ter zu spie­len.

        Sie berück­sich­ti­gen die gesam­te Sach­la­ge nicht, soll­ten also den Begriff der Sach­lich­keit mög­lichst nicht bean­spru­chen.

        In einem ande­ren Posting oben habe ich noch Dea­tils dazu — infor­mie­ren Sie sich dort.

        Sie fin­den aber auch in der Ein­füh­rung zum Den­zin­ger oder bei Lud­wig Ott eini­ge Bemer­kun­gen zum The­ma „Unfehl­bar­keit“, also wel­che päpst­li­chen Schrei­ben eine sol­che sicher oder sicher nicht bean­spru­chen kön­nen.

  12. Älte­re Orden waren in frü­he­rer Zeit bei sol­chen Din­gen klü­ger — sie ver­such­ten das, was sie woll­ten, vom Papst selbst direkt abseg­nen und bestä­ti­gen zu las­sen — und zwar so, dass auch ein Nach­fol­ger das nicht ein­fach wie­der außer Kraft set­zen kön­nen wür­de.

    Die FI hät­ten selbst recht­zei­tig umsich­tig und mit offe­nen Kar­ten spie­len sol­len, auch im Umgang mit ordens­in­ter­nem Wider­stand. Man hät­te eine gute Lösung bei­zei­ten und unter Bene­dikt noch fin­den kön­nen.

  13. Papst Paul VI hat noch den Krö­nungs­eid abge­legt in dem es unter ande­rem heißt: „Ich gelo­be, nichts an der Über­lie­fe­rung, nichts an dem, was ich von mei­nen gott­ge­fäl­li­gen Vor­gän­gern bewahrt vor­ge­fun­den habe, zu schmä­lern, zu ändern oder dar­in irgend­ei­ne Neue­rung zuzu­las­sen; viel­mehr mit glü­hen­der Hin­ga­be als ihr wahr­haft treu­er Schü­ler und Nach­fol­ger mit mei­ner gan­zen Kraft und Anstren­gung das über­lie­fer­te Gut ehr­furchts­voll zu bewah­ren.…“ Gekom­men ist es halt lei­der ganz anders.

    • Wenn Sie die Kon­sti­tu­ti­on „Mis­sa­le Roma­num“ von Paul VI. lesen, dann betont er in bald jedem Satz, dass er damit end­lich wie­der zurück­führt zur wah­ren Über­lie­fe­rung. Davon ist Paul VI. beseelt: end­lich die wah­re Über­lie­fe­rung wie­der zu instau­rie­ren.
      Ken­nen wir das nicht irgend­wo her?

      Ich sehe das inzwi­schen erheb­lich anders, als es Pius XII. nah­ge­legt und die FSSPX ideo­lo­gisch wei­ter­ge­tra­gen hat:

      Ich den­ke, dass das, was seit Pius X. gelau­fen ist, der ja der­je­ni­ge war, der mit umfas­sen­den und weit­rei­chen­den Refor­men begann, die Kir­che in eine extre­me Lage gebracht hat­te. Nur, weil sei­ne „Refor­men“ den Ultra­mon­ta­nen und Papst­ver­göt­zern gera­de recht kamen, woll­ten oder konn­ten sie nicht sehen, dass er Din­ge ein­führ­te, die es so in der Kir­che nie zuvor gege­ben hat­te, v.a. die­se tota­li­tä­re Zen­tra­li­sie­rung und Hier­ar­chi­sie­rung und auch die tota­li­tä­re Ver­ein­nah­mung des Wil­lens und des Gei­stes der Gläu­bi­gen für jede Äuße­rung des Pap­stes. Auch eine tota­li­tä­re Straf­fung des Kir­chen­rechts, die er initi­ier­te und begann, ver­nich­te­te zahl­rei­che regio­na­le Gebräu­che und Sit­ten und soll­te alle auf den glei­chen Kurs brin­gen. Dazu noch der Anti­mo­der­ni­sten­eid, der eben­so furcht­erre­gend wie vage blieb, um die Prie­ster zu äng­sti­gen, stän­dig am Rand des Feh­lens her­um­zu­tap­pen, bis man die­sen Eid aus Selbst­schutz kalt und gleich­gül­tig schwor, und ähn­li­che Din­ge — eines kann man jeden­falls sagen:

      Das gan­ze ido­la­tri­sche Spiel­chen hat nichts, aber auch gar nichts gebracht — wie es Bischof Ket­te­ler in den 1860ern vor­aus­ge­se­hen hat­te, wür­de die gan­ze Papst­ver­göt­te­rung am Ende nur eines errei­chen: den tota­len Umsturz und die tota­le Zer­split­te­rung in der Kir­che.
      Ket­te­ler sag­te uns auch war­um: weil eine sol­che abso­lu­ti­sti­sche Herr­schaft den Men­schen ver­dirbt und sei­ne Natur kor­rum­piert.

      Die­ser gan­ze Erneue­rungs­wahn, der bean­spruch­te, die eige­nen Neue­run­gen sei­en gut, die der ande­ren böse, der mit Pius X. begann, hat nur Unfrie­den gestif­tet. Und es ist dabei schnurz, ob man behaup­tet, man wür­de alles in Chri­stus „erneu­ern“ oder in der Tra­di­ti­on oder wie auch immer. Sowohl Pius X. als auch Paul VI. haben ihre Eneue­rungs­voll­macht auf auto­ri­tär­ste und dik­ta­to­risch­ste Wei­se wie eine Mon­stranz vor sich her­ge­tra­gen. Soviel Unter­schied besteht zwi­schen den bei­den viel­leicht gar nicht im Ergeb­nis.
      Fak­tum ist, dass ab Pius X. so gra­vie­ren­de Ein­schnit­te ins kirch­li­che Leben gemacht wur­den, dass die ver­hee­ren­den Fol­gen noch gar nicht alle gesich­tet wor­den sind.

      Vie­les, was uns als „groß­ar­ti­ge Neue­rung“ ein­ge­trich­tert wur­de, etwa die viel­leicht wirk­lich zu frü­he Erst­kom­mu­ni­on der Kin­der, die Pius X. mein­te ein­füh­ren zu sol­len, mit allen Kon­se­quen­zen, z.B. der dass die Kin­der eine rie­si­ge Panik vor der Beich­te aner­zo­gen beka­men, weil sie ein­fach noch zu klein dafür waren (sind), damit etwas anzu­fan­gen und so syste­ma­tisch zur Heu­che­lei erzo­gen wer­den — all das sind „Neue­run­gen“, die es so in den gan­zen 1900 Jah­ren davor nicht gege­ben hat­te.

  14. Die Revo­luz­zer (euphe­mi­stisch Refor­mer genannt) haben die Auto­ri­tät nur genau solan­ge kri­ti­siert, wie die­se die bekämpf­ten Inhal­te ver­trat. Selbst an die Macht gelangt, hat man sie genutzt. Es war schon immer ein fal­sches Spiel und Unter­wan­de­rung macht sonst auch kei­nen Sinn. Dann hät­te man ja bei der Ableh­nung und der alter­na­ti­ven eige­nen Umset­zung der neu­en Über­zeu­gun­gen blei­ben kön­nen.
    Es mag auch sein, daß Paul VI guten Wil­lens war, nur sind doch die Früch­te nicht adäquat. Es wur­de ja zum Bei­spiel der Lit­ur­gie­miß­brauch und die beklag­ten Abwei­chun­gen noch ärger — in Quan­ti­tät und Qua­li­tät. Wenn das also ernst gemeint war, dann muß man sich doch heu­te end­lich besin­nen und nicht „Wei­ter so!“ skan­die­ren. Ich schlie­ße dar­aus, daß es die Moder­ni­sten eben nicht gut mei­nen und auch damals nicht gut mein­ten. Sie han­del­ten und han­deln aus einem inne­ren (patho­lo­gi­schem) Bedürf­nis, wel­ches der Klä­rung bedarf. Solan­ge die­ses im Weg ist, kann kei­ne Bes­se­rung im Sin­ne einer best­mög­li­chen Lit­ur­gie erfol­gen.
    Dann aber kön­nen wir nach vor­ne gehen — und dazu brau­chen wir auch die Tra­di­ti­on, selbst die der Sedis­va­k­anz­über­zeug­ten.

    • Die Revo­luz­zer — wer war das? Sie sehen das sehr ein­sei­tig und eben so, wie es die FSSPX in der Nach­fol­ge der maxi­ma­li­sti­schen Infal­libi­li­sten vor und nach dem vati­ca­num I ideo­lo­gisch auf­be­rei­tet und unter die Gläu­bi­gen so streut, als sei die­se Sicht­wei­se die „wah­re Leh­re“.

      Sie wer­den lachen, aber genau den Vor­wurf, den Sie erhe­ben, haben vor dem Vati­ca­num I die Mah­ner den Infal­libi­li­sten gemacht. Ich zitie­re Ihnen mal was:

      „Die­se Zelo­ten und Spi­ri­tua­len dem Wor­te nach, berei­ten, wenn Gott nicht bald uns wür­digt ein­zu­schrei­ten, einen neu­en Abfall von der Kir­che vor, und zwar ihren eige­nen Abfall, sobald ein­mal ein Papst ihnen nicht zu Wil­len ist, da sie Gehor­sam nicht gelernt haben. In einem sol­chen Fal­le wür­den sie auch nicht anste­hen, die von ihnen als Prüf­stein der Ortho­do­xie ver­tei­dig­te Unfehl­bar­keit des Pap­stes auf­zu­ge­ben.“ (der spä­te­re erste alt­kath. Bischof J. Rein­kens in einem Brief)

      Ich befürch­te, bei aller Kri­tik, aber er spricht was Wah­res aus.

      Die Päp­ste haben seit dem Vat. I , v.a. dann seit Pius X. mas­siv auf ihrer Unfehl­bar­keit und All­macht auf Erden beharrt, dass einem schwind­lig wer­den kann, gleich ob sie libe­ra­ler oder reak­tio­nä­rer waren. da waren sie sich selt­sa­mer­wei­se einig.
      Auch F. tut das mas­siv.

      Aber es sind v.a. Tra­di­tio­na­li­sten, die tat­säch­lich, wie Rein­kens es vor­aus­ge­se­hen hat­te, dem Papst den gehor­sam auf­ge­kün­digt haben, als er ihnen nicht mehr zu Wil­len war.

  15. Was nun die noch unbe­kann­ten psy­cho­lo­gi­schen Deter­mi­nan­ten des Refor­mis­mus angeht, da ist Barm­her­zig­keit in der Tat eine gro­ße Chan­ce. Dazu müs­sen die Amts­barm­her­zi­gen aller­dings zunächst ein­mal auf­hö­ren, die­se als Waf­fe und Ankla­ge gegen die aus ihrer Sicht Unbarm­her­zi­gen zu benut­zen. Viel­mehr müs­sen Sie erken­nen, war­um sie auch hier wie­der nur auf Ande­re zei­gen und nicht bei sich blei­ben (kön­nen). Genau da liegt ja die Wur­zel des Unheils.
    Wenn also die Amts­barm­her­zi­gen dies erken­nen ver­mö­gen und end­lich ihr Schuld­be­kennt­nis spre­chen, dann erst sind die Pfor­ten für den Hei­li­gen Geist wie­der offen. Und ganz sicher fällt es uns dann wie Schup­pen von den Augen und uns wird die rech­te Lit­ur­gie gera­de­zu zufal­len.

    • Glau­be ich ncht — auch das ist zu ein­sei­tig. Vor den „Amts­barm­her­zi­gen“ hat­ten wir die Amts­or­tho­do­xen und Amts­an­klä­ger…

      Hier müss­ten ein paar mehr ihre Sün­den beken­nen als nur die bösen Libe­ra­len.

  16. Soviel mir bekannt ist, sind Fran­zis­ka­ner ein Orden der Armut.
    Gilt das auch von den hier bespro­che­nen Imma­cu­la­ta-Fran­zis­ka­ner?
    Laut Goog­le besit­zen die Ver­mö­gen von meh­re­ren Mil­lio­nen Fran­ken.
    Und offen­bar (es wur­de schon wei­ter oben gesagt) lock­te das Begehr­lich­kei­ten.

    • @Baselbieter
      Und ewig lechzt die Pro­vo­ka­ti­on. Die dürf­te übri­gens als Meri­te vor Gott ziem­lich wenig zäh­len. Das nur neben­bei.
      Zur Sache: Sie ken­nen den Orden nicht, wol­len aber lästern (sie­he das Lech­zen). Der Orden, jeder der ihn kennt, wird es bestä­ti­gen, lebt in stren­ger Armut. Das war der Grund, wes­halb der Grün­der, P. Manel­li, sich Anfang der 70er Jah­re vom Mino­ri­ten­or­den und des­sen Ver­welt­li­chung trenn­te, um die Stren­ge der fran­zis­ka­ni­schen Regel leben zu kön­nen. Eine Ordens­neu­grün­dung war damals nicht beab­sich­tigt, wur­de dann aber als not­wen­dig erkannt, als sich ande­re für die­se Lebens­wei­se inter­es­sier­ten, die aber mit der Aus­rich­tung des Mino­ri­ten­or­dens nicht ver­ein­bar war (es war Zeit alles „Alte“ los­zu­wer­den).
      Wor­auf Sie anspie­len, betrifft die Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen, die dem Orden nahe­ste­hen. Sie ermög­li­chen dem Orden sein Apo­sto­lat.
      Wenn jemand Begehr­lich­kei­ten auf die­sen Besitz hat­te, dann der Kom­mis­sar Volpi. Er ging so weit, eine fal­sche Anzei­ge zu erstat­ten, und die angeb­lich sie­he @zeitschnur, so armen, mit dem alten Ritus „gezwun­ge­nen“ Ordens­brü­der, die den Kom­mis­sar unter­stüt­zen und mit aller­lei (wie sich nun bestä­tigt hat) Ver­leum­dun­gen Stim­mung mach­ten.
      Sie inter­es­siert das wahr­schein­lich alles nichts, da Ihr Lech­zen die Pro­vo­ka­ti­on ist, aber viel­leicht inter­es­siert es ande­re Leser. Ihnen und allen eine gna­den­rei­che Geburt Chri­sti, mögen wir uns alles stän­dig neu zum Herrn bekeh­ren.

      • Ob das rich­tig ist, wie Sie ant­wor­ten?

        Wenn man die Sach­la­ge ansieht, wie sie auf non-Tra­di-Sei­ten dar­ge­stellt wird, sieht es eben doch anders aus.

        Der Ver­dacht, dass mit den Mil­lio­nen Besitz auch etwas nicht stim­mern könn­te, ist nur ein Fol­ge­pro­blem aus ande­ren. Auf Wiki­pe­dia wer­den die Pro­ble­me anders refe­riert, und dies mit hand­fe­sten Nach­wei­sen im Appa­rat: https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskaner_der_Immakulata#cite_ref‑3

        Und davon abge­se­hen, auch wenn die Sache sau­ber gewe­sen sein soll­te (immer­hin scheint man dem Orden ja eine Ver­fil­zung mit den krei­sen um Ber­lus­co­ni vozu­wer­fen), was aber auch frag­lich sein könn­te trotz Gerichts­ur­teil, ist den­noch die Fra­ge berech­tigt, war­um ein Bet­tel­or­den über Lai­en­or­ga­ni­sa­tio­nen im Besitz von Mil­lio­nen ist und anschein­dend sein Apo­sto­loat ohen die­se rie­si­gen geld­strö­me nicht aus­üben kann?!

        Ich habe zuviel gese­hen in mei­nem Leben, als dass ich hier leicht­gläu­big oder par­tei­isch sein woll­te, nur wiel ich den alten Ritus bevor­zu­ge…

        Da scheint viel im Busch zu sein. Volpi warf ja dem Orden vor, Platt­form inner­kirch­li­cher Aus­ein­an­der­set­zun­gen zu sein, in denen die FSSPX mas­siv von außen mit­mischt.
        Das wur­de bis­her wohl­weis­lich unter den Tep­pich gekehrt in Tra­di­k­rei­sen.

        Für mich bleibt immer wie­der aufs Neue ste­hen: Fin­ger weg! Wir wis­sen zu wenig, wenn erst mal die Archi­ve eines Tages auf­ge­hen, wer­den wir stau­nen.

        Vor­wür­fe über ordens­in­ter­ne Din­ge bei den FI + Link zu einem wei­te­ren offe­nen Brief hier: http://www.immacolata.com/index.php/fr/35-apostolato/ffi-news/250-risposta-aperta-a-un-laico-francescano-dell-immacolata

        Das, was da berich­tet wird, stellt alles anders­her­um dar — und wer kann von hier aus behaup­ten, wer nun recht hat?
        Es geht jeden­falls nicht pri­mär um Geld, son­dern dar­um, dass Pater Ste­fa­no vor­ge­wor­fen wur­de, er habe intern die Prie­ster gew­zun­gen, NUR noch im alten Ritus zu zele­brie­ren. Er berich­tet von Aus­weich­ma­nö­vern, unfrucht­ba­ren Gesprä­chen und Hin­hal­te­tak­tik auf­sei­ten Pater Ste­fa­nos etc.
        Wer von uns weiß sicher, dass das alles falsch sein soll?
        Was, wenn das, was Volpi berich­tet, wahr ist?
        ______________________________________

        Und noch eine nach­denk­li­che Nach­be­mer­kung zum The­ma „blü­hen­der Orden“:
        Ja, der Orden hat­te viel mehr Zulauf als ande­re, beson­ders von jun­gen Leu­ten.
        Aber wofür ist das ein Beweis?
        Auch der Isla­mis­mus fin­det sei­ne größ­te Blü­te unter jun­gen radi­ka­len Anhän­gern, die noch unbe­fan­gen und idea­li­stisch sind.
        Das kann also kein Beweis für nichts sein.
        Dass die Mas­sen etwas toll fin­den, beweist noch lan­ge nicht die Klas­se einer Sache.

        Ähn­lich zäh sind ja auch Vor­wür­fe gegen „Das Werk“, das auch sehr regen Zulauf hat­te und hat, weil die schwe­ren, ordens­in­ter­nen Miss­stän­de auch dort syste­ma­tisch und mit allen Ban­da­gen ver­tuscht wur­den (Fall Doris Wag­ner). Es ist immer das­sel­be Strick­mu­ster: Wer kri­ti­siert, kann ja nur ein böser Pro­gres­si­ver sein und man ist selbst als Tra­di immer im Recht, weil man ein­fach selbst­ver­ständ­lich auf der rich­ti­gen Sei­te steht.

      • Irrele­vant ist übri­gens die von Moder­ni­sten vor­ge­tra­ge­ne und von @zeitschnur kol­por­tier­te Behaup­tung einer Ver­flech­tung (@zeitschnur über­stei­gert flugs in „Ver­fil­zung“) von Ber­lus­co­ni-nahen Milieus mit den Lai­en­ver­ei­ni­gun­gen der FFI:
        Nir­gends steht geschrie­ben, daß Ber­lus­co­ni-Anhän­ger kei­ne reli­giö­se Gefüh­len haben kön­nen bzw. von über­zeug­ten Chri­sten beein­druckt oder begei­stert sein kön­nen, und dafür nicht kor­rekt spen­den kön­nen.
        Daß Libe­ra­len, Frei­mau­rer oder Athe­isten hier mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit nicht zu den größ­ten Spen­dern gehö­ren, ist mit gesun­dem Men­schen­ver­stand zu erwar­ten.
        Der ita­lie­ni­sche Hoch­ge­richts­hof hat ‑gera­de weil die Sache inzwi­schen viel Staub auf­wir­beln ließ- hier sehr akri­bisch und genau ermit­telt.

        @zeitschnur ver­linkt auf die deut­sche Wiki­pe­dia, wo ein ent­schei­den­des Detail fehlt:
        da wo P. Volpi dann sei­ne Ver­leum­dung der Fami­lie v. P. Manel­li FFI ver­sucht aus­zu­bü­geln, wird „von einem Unbe­kann­ter auf die Home­page der FI“ gespro­chen.
        Tat­säch­lich besaß nur der „Put­schist“ P. Bruno,Kollaborateur v. P. Volpi, das Code­wort um die­se Ver­öf­fent­li­chung dort durch­zu­füh­ren.
        Volpi ist inzwi­schen in Mai 2015 ver­stor­ben und muß dies dann wohl vor dem Rich­ter­stuhl Got­tes erklä­ren (genau­so wie sei­ne „Rück­nah­me“ des Ver­gleichs mit der Fami­lie Manelli)(juristisch unmög­lich));
        Volpi konn­te als apal­li­sches Syn­drom (Schlag­an­fall­pa­ti­ent mit nur noch vege­ta­ti­ven Funk­tio­nen des Gehirns) als erster Fall in der Medi­zin­ge­schich­te dann wohl noch schön und gut spre­chen und hat via P. Bru­no und jener omi­nö­sen Web­sei­te dann auch noch eine sal­ben­de Erklä­rung abge­setzt.
        Naja-dar­in ver­zeiht er all mei­ne Feh­ler. Herz­li­chen dank!

        Zum Schluß: jun­gen Ordens­grün­dun­gen haben häu­fig Pro­ble­me und Schwie­rig­kei­ten in ihren Wachs­tums­jah­ren zu durch­ste­hen.
        Das ist sewit vie­len Jahr­hun­der­ten bekannt; und dafür gibt es die Ordens­kon­gre­ga­ti­on und die fach­män­ni­sche Hil­fe der Kurie und von Kar­di­nä­len.
        Bekann­te Bei­spie­le aus jün­ge­rer Zeit sind die „Legio­nä­re Chri­sti“ und in Frank­reich die „Fra­ter­ni­té de St.-Jean“ und das „Insti­tut du Bon Pasteur“; letz­te­res wur­de in sehr schwie­ri­ger Situa­ti­on visi­tiert von DOM Pateau OSB, dem früh­re­ren Abt von Font­gom­bault, und nach inten­si­ver und gedie­ge­nen Arbeit sehr erfolg­reich abge­schlos­sen.
        Am Ende bewährt sich ein­fach Qua­li­tät und Pro­fil.
        Fro­he weih­nacht­li­che Fest­ta­ge!

    • @Baselbieter,
      Sie schei­nen über die Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta nicht sehr gut infor­miert zu sein.
      (@zeitschnur übri­gens auch nicht).
      Der Orden der FI besitzt ganz ein­fach nichts:
      dies übri­gens im Gegen­satz zu den nor­ma­len Fran­zis­ka­nern, die irdi­schen Güter besit­zen und wo der Besitz von vie­len und gro­ßen Reich­tü­mern sehr rasch zu gro­ßen Zer­reiß­pro­ben des damals noch blut­jun­gen Ordens führ­te (Fra­ti­zel­len usw.)
      Sehr rasch nann­ten die Römer denn auch die gro­ße und beein­drucken­de Nie­der­las­sung der Fran­zis­ka­ner dann auch das „Grab von Mut­ter Armut“.
      Es war inter­es­san­ter­wei­se dann der gro­ße Theo­lo­ge St.-Bonaventura, der spi­ri­tu­ell und orga­ni­sa­to­risch den Fran­zis­ka­ner­or­de wie­der sta­bi­li­sier­te und zukunfts­fä­hig mach­te.
      Die Freun­de der FFI stel­len durch ihre Spen­den und Stif­tun­gen den Lebens­un­ter­halt und das für die Wir­kung und Mis­si­on der FFI sicher.
      Genau dar­um ging es die Min­der­heit um P.Bruno und dem Kom­mis­sar P. Volpi OFM Cap bei dem Pro­test gegen und die Ent­mach­tung v. Ordens­grün­der Pater Ste­fa­no Manel­li:
      man woll­te die­sen jun­gen Orden spi­ri­tu­ell knacken aber zuglei­cher­zeit die gro­ße finan­zi­el­le Unter­stüt­zung kas­sie­ren.
      Das ist 1.: schä­big und zwei­tens sehr dumm, vor allem wenn die juri­sti­sche Aus­ein­an­der­set­zung in der brei­ten Öffent­lich­keit geführt wird und dann für P. Volpi+, P. Bru­no, den jet­zi­gen Kom­mis­sar und die vati­ka­ni­sche Spit­ze in eine tota­le Bla­ma­ge endet.
      Was jetzt Ihre Bemer­kung an @Gernot bedeu­tet: „An is pro=vocatio sit?“ bedeu­tet, ver­ste­he ich nicht ganz.

      From­me Stif­tun­gen gibt es seit mehr als zwei­tau­send Jah­ren; die kom­men auch außer­christ­lich vor, z.B. bei Juden, in dem Islam, bei den Bud­dhi­sten.
      Die Rück­la­gen bei den Lan­des­kir­chen sind nicht sel­ten mil­li­ar­den­schwer; das war schon im Mit­tel­al­ter so, wo z.B. der Grund­be­sitz der Spi­tä­ler der Reichs­städ­te in Deutsch­land (auch in Bur­gund, z.B. in Beau­ne) sehr groß war.

  17. „Sie inter­es­siert das wahr­schein­lich alles nichts, da Ihr Lech­zen die Pro­vo­ka­ti­on ist“
    „„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„,
    War­um, unter­stel­len Sie mir das?
    Ich hat­te doch nur sache­lich auf die Tat­sa­che hin­ge­wie­sen, dass es sich bei dem Rechtst­streit um die Imma­cu­la­ta-Fran­zis­ka­ner um Mil­lio­nen­ver­mö­gen han­delt.
    An is pro=vocatio sit?

    • @baselbieter
      Neh­men Sie es, wie Sie mei­nen. Ich habe das Mei­ne gesagt
      und wün­sche ich ein geseg­ne­tes Weih­nachts­fest.

      • Ger­not: Haben Sie herz­li­chen Dank für Ihre Infor­ma­tio­nen. Im Übri­gen lie­gen Sie mit Ihrer Beur­tei­lung des Ram­mels v/o Basel­bie­ter m.E. punkt­rich­tig, und dazu, dass Sie auf die Pro­vo­ka­tio­nen der Wiki­pe­dia­le­se­rin nicht ein­ge­gan­gen sind, kann ich Ihnen nur gra­tu­lie­ren.

  18. Schuld sind die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta sel­ber mit. Lei­der haben sie P. Alfon­so Bru­no selbst an die Spit­ze geholt, obwohl sie damals schon wuss­ten das er in Afri­ka Dreck am Stecken hat­te. Nein er kam sofort in den Gene­ral­rat und konn­te so unge­hin­dert wei­ter machen. P. Ste­fa­no hat es lei­der ver­säumt für die rich­ti­ge Nach­fol­ge zu sor­gen. Ich will die Brü­der nicht schlecht machen, aber ich habe sel­ber eine Zeit in der Gemein­schaft ver­bracht und es gab schon vie­les gute, aber auch vie­le frag­wür­di­ge Sachen. So blü­hend wie der Orden dar­ge­stellt wird ist er nicht. Ja es tre­ten vie­le jun­ge Män­ner ein, aber es gehen halt auch sehr vie­le wie­der. Nur dass wur­de nie berich­tet. Alle wur­den wei­ter in der Sta­ti­stik wei­ter geführt obwohl sie schon lägst wie­der aus­ge­tre­ten sind. So hat man natür­lich vie­le Brü­der die es schon lan­ge nicht mehr gab. Ein­tritt und Aus­tritt hiel­ten sich immer die Waa­ge. Es wur­den immer wie­der neue Klö­ster über­nom­men obwohl die Brü­der fehl­ten. Meist gab es dann auch nur zwei oder drei Brü­der in einem gro­ßen Klo­ster. P. Ste­fa­no hat sich schon sehr ver­eh­ren las­sen, das muss man schon sagen. Aber hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand spra­chen eini­ge Brü­der nicht mehr so gut über ihn. Es ist ein­fach trau­rig was aus der Gemein­schaft gewor­den ist. Es hat wirk­lich Hoff­nungs­voll ange­fan­gen, aber lei­der lei­der…

    • Tja, und wenn schnell zusam­men­ge­kehr­tes Wiki­pe­dia­wis­sen das „Lech­zen nach Pro­vo­ka­ti­on“ und ehr­ab­schnei­den­der Ver­dre­hung der Tat­sa­chen nicht mehr bedie­nen kann, dann muss halt das ver­meint­li­che „„Insi­der-Wis­sen“ aus dem Hut gezau­bert wer­den, um den recht­li­chen Erfolg der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta in eine Ankla­ge zu ver­wan­deln. Wenn es aber gar so trau­rig wäre, was aus der Gemein­schaft gewor­den ist, wenn es sowie­so kaum Brü­der dort aus­ge­hal­ten hät­ten und der Orden kräf­te­mä­ßig über sei­ne Ver­hält­nis­se gelebt, sein Schei­tern also schon längst begon­nen und das Ende abseh­bar gewe­sen wäre, war­um gaben sich dann die Ordens­kon­gre­ga­ti­on, Volpi und die­ser Maul­wurf Bru­no sol­che pein­li­che Blö­ßen bei dem Bemü­hen, die­sen Orden mit allen Mit­teln zu zer­stö­ren!?

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