Greg Burke wird neuer stellvertretender Vatikansprecher

Greg Burke wird mit 1. Februar 2016 Stellvertreter von Vatikansprecher Pater Lombardi
Greg Burke wird mit 1. Februar 2016 Stellvertreter von Vatikansprecher Pater Lombardi

(Rom) In den ver­gan­ge­nen Tagen gab es in Rom Gerüch­te dar­über, daß Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di SJ als Vati­kan­spre­cher abge­löst und durch einen Lai­en ersetzt wer­de könn­te, wie dies bereits unter Papst Johan­nes Paul II. der Fall war. Damals war der Spa­ni­er Joa­quin Navar­ro-Valls Vati­kan­spre­cher.

Das Gerücht wur­de nicht bestä­tigt, dafür aber ein Wech­sel des Vize-Vati­kan­spre­chers bekannt­ge­ge­ben. Bis­her war der Pas­sio­nist, Pater Ciro Bene­det­ti­ni, aus dem Zwerg­staat San Mari­no Lom­bar­dis Stell­ver­tre­ter als Vati­kan­spre­cher. Pater Bene­det­ti­ni wur­de 1994 von Navar­ro-Valls in das Pres­se­amt geru­fen und 1995 zu stell­ver­tre­ten­den Direk­tor ernannt. Nach 20 Jah­ren kommt es nun zum Wech­sel. Bis zum 31. Janu­ar 2016 wird von Pater Bene­det­ti­ni die­ses Amt beklei­den. Ab dem 1. Febru­ar wird der US-Ame­ri­ka­ner Greg Bur­ke neu­er Stell­ver­tre­ter Lom­bar­dis.

Greg Bur­ke begann in den 1980er Jah­ren als Rom-Kor­re­spon­dent der Wochen­zei­tung Natio­nal Catho­lic Regi­ster, ab 1994 in glei­cher Funk­ti­on für das Time Maga­zi­ne und ab 2001 für Fox News. 2012 wur­de er unter Bene­dikt XVI. als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­ra­ter an das Staats­se­kre­ta­ri­at des Vati­kans beru­fen. Die Beru­fung wur­de im Zusam­men­hang mit anhal­ten­der Kri­tik über eine unzu­rei­chen­de Öffent­lich­keits­ar­beit des Hei­li­gen Stuhls und ein schlech­tes Medi­en­image des deut­schen Pap­stes gese­hen. Ver­ant­wort­lich mach­ten Kri­ti­ker dafür den dama­li­gen Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Tar­ci­sio Ber­to­ne.

Wir Greg Burke doch noch Vatikansprecher?

Dann kam es zum uner­war­te­ten Amts­ver­zicht Bene­dikts XVI. und unter Papst Fran­zis­kus schien alles ganz anders. Es hieß, Bur­ke sei wegen sei­ner Ernen­nung durch Bene­dikt XVI. und sei­ne Zuge­hö­rig­keit zum Opus Dei bei der neu­en Kir­chen­füh­rung in Ungna­de gefal­len. Tat­säch­lich war es um den Ame­ri­ka­ner schon wie­der still gewor­den, noch ehe er, die in ihn gesetz­ten Erwar­tun­gen unter Beweis stel­len konn­te. Als Seni­or Com­mun­ca­ti­ons Advi­ser hat­te man ihn dem Pres­se­amt zur Sei­te gestellt. Bur­ke erhielt ein eige­nes Büro im Staats­se­kre­ta­ri­at. Sein genau­es Tätig­keits­fled wur­de aber nicht näher defi­niert.

Mit sei­ner Ernen­nung zum stell­ver­tre­ten­den Vati­kan­spre­cher wur­den die­se Stim­men demen­tiert, wäh­rend jene neue Nah­rung erhal­ten, daß der Jesu­it Lom­bar­di von Bur­ke abge­löst wer­den könn­te, wie es bereits 2012 geheiß­ten hat­te. Pater Lom­bar­di ist seit 2006 Vati­kan­spre­cher. Im August 2017 wird er 75 Jah­re alt.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Famiglia Cri­stia­na (Screen­shot)

2 Kommentare

  1. P. Lom­bar­di kann man nur gra­tu­lie­ren, er braucht kei­ne gedrech­sel­ten Bock­sprün­ge mehr zu machen um eigen­ar­ti­ge Aus­sa­gen des Pon­ti­fex müh­sam zurecht zu rücken.Dann schläft er je Nacht bes­ser. Ist ihm zu gönnen.Er hat mir oft leid getan.Ihm viel Freu­de für die Zukunft-memo­ria prae­teri­torum malo­rum jucun­da!

Kommentare sind deaktiviert.