„Die Revolution von heute ist die Zärtlichkeit“ — Interview von Papst Franziskus zum Jubeljahr

Credere Titelseite Papst
Titel­sei­te mit Papst Fran­zis­kus: „Crede­re“, die offi­zi­el­le Wochen­zei­tung für das „Jahr der Barm­her­zig­keit“

(Rom) Zum Hei­li­gen Jahr der Barm­her­zig­keit erscheint die Wochen­zei­tung „Crede­re“ (Glau­ben) als offi­zi­el­les Organ des Jubel­jah­res. Die Zeit­schrift wur­de im April 2013 im Zusam­men­hang mit der Wahl von Papst Fran­zis­kus gegrün­det und wird in Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Diö­ze­se Rom, der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz und dem Ver­lags­haus San Pao­lo her­aus­ge­ge­ben. Im Ver­lags­haus San Pao­lo erscheint auch die Wochen­zei­tung „Famiglia Cri­stia­na“. Das erklärt, wes­halb eine Aus­ga­be von „Crede­re“, samt Foto auf der Titel­sei­te, dem „fal­schen Pro­phe­ten“ (Msgr. Anto­nio Livi) Enzo Bian­chi gewid­met wur­de.

In der aktu­el­len Aus­ga­be der Wochen­zei­tung erschien ein Inter­view mit Papst Fran­zis­kus. Geführt wur­de es vom Schrift­lei­ter Don Anto­nio Riz­zo­lo. In der Beant­wor­tung der ersten Fra­ge, nennt Fran­zis­kus ein­mal mehr Kar­di­nal Wal­ter Kas­per als prä­gen­de Gestalt sei­nes Pon­ti­fi­kats.

Das voll­stän­di­ge Inter­view von Papst Fran­zis­kus in deut­scher Über­set­zung, auf der Suche zu ver­ste­hen, wohin die­ser Papst die Kir­che füh­ren will.

Crede­re: Hei­li­ger Vater kön­nen Sie uns erklä­ren, jetzt wo wir bald in das Jubel­jahr ein­tre­ten, wel­cher Her­zens­grund Sie bewegt hat, genau das The­ma der Barm­her­zig­keit her­vor­zu­he­ben? Wel­che Dring­lich­keit ver­spü­ren Sie dies­be­züg­lich in der aktu­el­len Lage der Welt und der Kir­che?

Papst Fran­zis­kus: Das The­ma der Barm­her­zig­keit wird seit Paul VI. mit Nach­druck im Leben der Kir­che immer wich­ti­ger. Es war Johan­nes Paul II., der es mit Dives in miser­i­cor­dia, der Kano­ni­sie­rung der hei­li­gen Fausty­na und der Ein­füh­rung des Festes der Gött­li­chen Barm­her­zig­keit in der Osterok­tav stark beton­te. Auf die­ser Linie habe ich gespürt, als gäbe es einen Wunsch des Herrn, den Men­schen Sei­ne Barm­her­zig­keit zu zei­gen. Es ist also nicht mir ein­ge­fal­len, ich habe aber eine rela­tiv jun­ge Tra­di­ti­on auf­ge­grif­fen, obwohl es sie schon immer gab. Und ich wur­de mir bewußt, daß es not­wen­dig ist, etwas zu tun, und die­se Tra­di­ti­on fort­zu­füh­ren. Mein erster Ange­lus als Papst war zur Barm­her­zig­keit Got­tes und bei die­ser Gele­gen­heit sprach ich auch über ein Buch über die Barm­her­zig­keit, das mir Kar­di­nal Wal­ter Kas­per beim Kon­kla­ve geschenkt hat­te. Auch bei mei­ner ersten Pre­digt als Papst, am Sonn­tag, den 17. März in der Pfar­rei Sant’Anna sprach ich von der Barm­her­zig­keit. Das war kei­ne Stra­te­gie. Es kam mir von innen her­aus: Der Hei­li­ge Geist will etwas. Es ist ganz klar, daß die Welt heu­te Barm­her­zig­keit braucht, sie braucht Mit­leid, bes­ser gesagt, ein Mit­lei­den. Wir sind an schlech­te Nach­rich­ten gewöhnt, an grau­sa­me Nach­rich­ten und die schlimm­sten Greu­el­ta­ten, die den Namen und das Leben Got­tes belei­di­gen. Die Welt hat es nötig, zu ent­decken, daß Gott Vater ist, daß es Barm­her­zig­keit gibt, daß die Grau­sam­keit nicht der Weg ist, daß die Ver­ur­tei­lung nicht der Weg ist, weil die Kir­che selbst manch­mal einen har­ten Weg ver­folgt, in die Ver­su­chung ver­fällt, einem har­ten Weg zu fol­gen, in die Ver­su­chung, nur die mora­li­schen Nor­men zu beto­nen, aber wie vie­le Leu­te blei­ben dann drau­ßen. Mir kam jenes Bild der Kir­che als Feld­la­za­rett nach der Schlacht in den Sinn. Das ist die Wahr­heit, es gibt so vie­le ver­wun­de­te und zer­stör­te Leu­te! Die Ver­wun­de­ten sind zu pfle­gen, ihnen ist zu hel­fen, damit sie gene­sen. Sie sind nicht Cho­le­sterin­tests zu unter­zie­hen. Ich glau­be, das ist die Zeit der Barm­her­zig­keit. Wir alle sind Sün­der, alle tra­gen wir inne­re Lasten. Ich habe gespürt, daß Jesus die Tür Sei­nes Her­zens öff­nen will, daß der Vater Sein Inner­stes der Barm­her­zig­keit zei­gen will und uns des­halb den Geist schenkt: um uns zu bewe­gen und auf­zu­rüt­teln. Das ist das Jahr der Ver­ge­bung, das Jahr der Ver­söh­nung. Auf der einen Sei­te sehen wir den Waf­fen­han­del, die Pro­duk­ti­on von Waf­fen, die töten, die Ermor­dung Unschul­di­ger auf die grau­sam­sten nur mög­li­chen Wei­sen, die Aus­beu­tung von Per­so­nen, Min­der­jäh­ri­gen, Kin­dern: Es fin­det ein – der Aus­druck sei mir erlaubt – Sakri­leg gegen die Mensch­heit statt, weil der Mensch hei­lig ist, er ist das Eben­bild des leben­di­gen Got­tes. Des­halb sagt uns der Vater: „Hört auf und kommt zu mir“. Das sehe ich in der Welt.

Crede­re: Sie haben gesagt, daß Sie sich – wie alle Gläu­bi­gen – als Sün­der füh­len, der der Barm­her­zig­keit Got­tes bedarf. Wel­che Bedeu­tung hat­te die gött­li­che Barm­her­zig­keit auf Ihrem Weg als Prie­ster und Bischof? Erin­nern Sie sich im Beson­de­ren an einen Moment, in dem Sie den barm­her­zi­gen Blick des Herrn in Ihrem Leben beson­ders deut­lich gespürt haben?

Papst Fran­zis­kus: Ich bin Sün­der, ich füh­le mich als Sün­der, ich bin mir sicher, ein sol­cher zu sein. Ich bin ein Sün­der, auf den der Herr mit Barm­her­zig­keit geschaut hat. Ich bin, wie ich den Gefan­ge­nen in Boli­vi­en gesagt habe, ein Mann, dem ver­ge­ben wur­de. Ich bin ein Mann, dem ver­ge­ben wur­de, Gott hat in Barm­her­zig­keit auf mich geschaut und mir ver­ge­ben. Noch heu­te bege­he ich Feh­ler und Sün­den und ich beich­te alle 15 oder 20 Tage. Und wenn ich beich­te, dann des­halb, weil ich spü­ren muß, daß die Barm­her­zig­keit Got­tes noch auf mir liegt.
Ich erin­ne­re mich – ich habe es schon öfter gesagt – als Gott mich mit Barm­her­zig­keit ange­schaut hat. Ich hat­te immer den Ein­druck, daß er sich in beson­de­rer Wei­se mei­ner ange­nom­men hat­te, aber der bedeu­tend­ste Moment ereig­ne­te sich am 21. Sep­tem­ber 1953, als ich 17 Jah­re alt war. Es war das Fest des Herbst­be­ginns ((Im Ori­gi­nal sagt der Papst „Früh­lings­be­ginn“, ein offen­sicht­li­cher Ver­spre­cher.)) und des Stu­den­ten in Argen­ti­ni­en und ich woll­te es zusam­men mit ande­ren Stu­den­ten ver­brin­gen. Ich war prak­ti­zie­ren­der Katho­lik, ging am Sonn­tag in die Mes­se, aber nichts mehr … ich war in der Katho­li­schen Akti­on, mach­te aber nichts, ich war nur prak­ti­zie­ren­der Katho­lik. Auf dem Weg zum Bahn­hof von Flo­res kam ich an unse­rer Pfarr­kir­che vor­bei und es dräng­te mich, hin­ein­zu­ge­hen: ich trat ein und sah von einer Sei­te einen Prie­ster kom­men, den ich nicht kann­te. In die­sem Augen­blick wuß­te ich nicht, was mir geschah, aber ich spür­te das Bedürf­nis, zu beich­ten, im ersten Beicht­stuhl links – vie­le Leu­te gin­gen dort­hin, um zu beten ((Viel­leicht meint der Papst, daß vie­le Leu­te dort beich­ten gin­gen.)). Und ich weiß nicht, was geschah, ich kam anders her­aus, ver­än­dert. Ich kehr­te nach Hau­se zurück mit der Gewiß­heit, mich dem Herrn wei­hen zu sol­len und die­ser Prie­ster beglei­te­te mich fast ein Jahr lang. Es war ein Prie­ster aus Cor­ri­en­tes, Don Car­los Beni­to Duar­te Ibar­ra, der im Prie­ster­haus von Flo­res leb­te. Er hat­te Leuk­ämie und wur­de im Kran­ken­haus behan­delt. Er starb im Jahr dar­auf. Nach der Beer­di­gung wein­te ich bit­ter­lich. Ich fühl­te mich völ­lig ver­lo­ren, mit der Furcht, als habe mich Gott ver­las­sen. Das war der Augen­blick, in dem ich der Barm­her­zig­keit Got­tes begeg­net bin, und der eng mit mei­nem Mot­to als Bischof ver­bun­den ist: Der 21. Sep­tem­ber ist der Tag des Evan­ge­li­sten Mat­thä­us und des Beda Venera­bi­lis, der über die Bekeh­rung des Mat­thä­us sagt, daß Jesus Mat­thä­us anschau­te „mise­r­an­do atque eli­gen­do“. Es han­delt sich um eine Aus­sa­ge, die man nicht über­set­zen kann, weil im Ita­lie­ni­schen eines der bei­den Ver­ben kein Gerun­di­um hat, eben­so­we­nig ins Spa­ni­sche oder in ande­re Spra­chen. Die wört­li­che Über­set­zung wäre: „barm­her­zi­gend und aus­wäh­lend“, das ist fast wie eine hand­werk­li­che Arbeit. „Er barm­her­zig­te ihn“, das wäre die wört­li­che Über­set­zung der Stel­le. Als ich Jah­re spä­ter das latei­ni­sche Bre­vier bete­te, ent­deck­te ich die­se Stel­le und stell­te fest, daß der Herr mich in Hand­ar­beit mit Sei­ner Barm­her­zig­keit geformt hat­te. Jedes­mal wenn ich nach Rom kam und in der Via del­la Scro­fa wohn­te, ging ich in die Kir­che San Lui­gi dei Fran­ce­si, um vor dem Bild des Cara­vag­gio „Die Beru­fung des Hei­li­gen Mat­thä­us“ zu beten.

Crede­re: Laut der Bibel, ist der Ort, an dem die Barm­her­zig­keit Got­tes ihren Sitz hat, der Schoß, das müt­ter­li­che Inne­re Got­tes. Das sich so rüh­ren läßt, daß es die Sün­de ver­gibt. Kann das Hei­li­ge Jahr der Barm­her­zig­keit eine Gele­gen­heit sein, die „Müt­ter­lich­keit“ Got­tes wie­der­zu­ent­decken? Gibt es auch einen „weib­li­che­ren“ Aspekt der Kir­che, den es auf­zu­wer­ten gilt?

Papst Fran­zis­kus: Ja, Er bestä­tigt es, wenn Er im Buch Jesa­ja sagt, daß viel­leicht eine Mut­ter ihr Kind ver­gißt, auch eine Mut­ter kann ver­ges­sen … „ich aber wer­de Dich nie ver­ges­sen“. Hier sieht man die müt­ter­li­che Dimen­si­on Got­tes. Nicht alle ver­ste­hen, wenn man von der „Müt­ter­lich­keit Got­tes“ spricht. Das ist nicht in der Volks­spra­che – im guten Sinn des Wor­tes – son­dern scheint eine etwas gewähl­te Spra­che. Des­halb bevor­zu­ge ich den Begriff Zärt­lich­keit, die einer Mut­ter, die Zärt­lich­keit Got­tes, die Zärt­lich­keit kommt aus den väter­li­chen Inne­ren. Gott ist Vater und Mut­ter.

Crede­re: Die Barm­her­zig­keit, immer in Bezug auf die Bibel, läßt uns einen Gott ken­nen­ler­nen, der „emo­tio­na­ler“ ist als jener, den wir uns manch­mal vor­stel­len. Einen Gott ent­decken, der uns anrührt und sich erweicht für den Men­schen, um auch unser Ver­hal­ten gegen­über den Brü­dern zu ver­än­dern?

Papst Fran­zis­kus: Das zu ent­decken, wird uns dazu füh­ren, eine tole­ran­te­re, gedul­di­ge­re, sanf­te­re Hal­tung zu haben. 1994, wäh­rend der Syn­ode, sag­te ich in der Ver­samm­lung einer Grup­pe, daß eine Revo­lu­ti­on der Zärt­lich­keit ein­zu­lei­ten wäre. Ein Syn­oden­va­ter, ein guter Mann, den ich respek­tie­re und dem ich Gutes will, ein schon sehr alter Mann, sag­te mir, daß es nicht gut sei, eine sol­che Spra­che zu gebrau­chen und begrün­de­te mir das, als intel­li­gen­ter Mann, mit ver­nünf­ti­gen Argu­men­ten. Ich aber sage wei­ter­hin:  die Revo­lu­ti­on von heu­te ist die Zärt­lich­keit, weil von dort die Gerech­tig­keit und der gan­ze Rest kom­men. Wenn ein Unter­neh­mer einen Ange­stell­ten von Sep­tem­ber bis Juli ein­stellt, sag­te ich ihm, tut er nicht das Rich­ti­ge, denn er ent­läßt ihn im Juli, am Beginn der Urlaubs­zeit, um ihn dann nach der Urlaubs­zeit, im Sep­tem­ber, mit einem neu­en Ver­trag wie­der ein­zu­stel­len. Auf die­se Wei­se hat der Arbei­ter kei­ne Rech­te, weder Pen­si­ons- oder Abfer­ti­gungs­an­sprü­che noch eine Sozi­al­ver­si­che­rung. Er hat auf nichts ein Recht. Der Unter­neh­mer zeigt kei­ne Zärt­lich­keit, son­dern behan­delt den Ange­stell­ten wie ein Objekt. Das, um nur ein Bei­spiel zu nen­nen, wo kei­ne Zärt­lich­keit herrscht. Wenn man sich in die Lage jener Per­son ver­setzt, anstatt, wegen ein biß­chen mehr Geld an die eige­nen Taschen zu den­ken, sieht die Sache anders aus. Die Revo­lu­ti­on der Zärt­lich­keit ist das, was wir heu­te als Frucht die­ses Jah­res der Barm­her­zig­keit pfle­gen soll­ten: Die Zärt­lich­keit Got­tes gegen­über jedem von uns. Jeder von uns soll sagen: „Ich bin ein Unglück­li­cher, aber Gott liebt mich so; dann habe auch ich die ande­ren auf die­sel­be Wei­se zu lie­ben.“

Crede­re: Berühmt ist die „Rede an den Mond“ von Papst Johan­nes XXIII., als er eines Abends die Gläu­bi­gen mit den Wor­ten grüß­te: „Gebt Euren Kin­der eine Lieb­ko­sung“. Die­ses Bild wur­de zu einer Iko­ne der Kir­che der Zärt­lich­keit. Auf wel­che Wei­se kann das The­ma der Barm­her­zig­keit unse­ren christ­li­chen Gemein­schaf­ten hel­fen, sich zu bekeh­ren und zu erneu­ern?

Papst Fran­zis­kus: Wenn ich die Kran­ken, die Alten sehe, kommt mir die Lieb­ko­sung spon­tan … Die Lieb­ko­sung ist eine Geste, die zwei­deu­tig inter­pre­tiert wer­den kann, aber sie ist die erste Geste einer Mut­ter und eines Vaters gegen­über dem neu­ge­bo­re­nen Kind. Die Geste des „Ich hab dich lieb“, „Ich lie­be dich“, „Ich will, daß du vor­wärts kommst“, „daß du wei­ter gehst“.

Crede­re: Kön­nen Sie uns eine Geste ver­ra­ten, die Sie wäh­rend des Hei­li­gen Jah­res zu set­zen beab­sich­ti­gen, um die Barm­her­zig­keit Got­tes zu bezeu­gen?

Papst Fran­zis­kus: Es wird vie­le Gesten geben, aber an einem Frei­tag eines jeden Monats, wer­de ich eine ande­re Geste voll­zie­hen.

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Crede­re (Screen­shot)

47 Kommentare

  1. Ein*e Kommentator*in woll­te in einer Dis­kus­si­on an ande­rer Stel­le nicht den theo­lo­gi­schen Unter­schied zwi­schen den Namen Got­tes und den Eigenschaften/Attributen Got­tes aner­ken­nen und mein­te, die­sen Unter­schied durch den Hin­weis auf die (wohl­be­kann­te) Wahr­heit ver­wi­schen zu kön­nen, dass die Eigen­schaf­ten Got­tes mit sei­nem Wesen iden­tisch sind.
    Um uns den Unter­schied klar zu machen, pro­bie­ren wir nur ein­mal zu beten: „Barm­her­zig­keit unser im Him­mel, gehei­ligt wer­de dein Name…“ oder „Zärt­lich­keit unser im Him­mel, gehei­ligt wer­de dein Name…“…

    • Ich hat­te dort ein ernst­haf­tes, sach­li­ches Anlie­gen und das auch mit einem Recht, das ich sehr gut begrün­det hat­te.
      Sie ver­zer­ren so bewusst, was ich gesagt hat­te.
      Mei­ne Argu­men­te an ande­rer Stel­le sind Sie unfä­hig zu wider­le­gen.
      Daher die­ses nied­ri­ge Niveau. Aber woher kommt Ihre Bos­heit?

      Ich kann nicht sehen, dass F. hier etwas tut, was nicht in der Theo­lo­gie von Anfang an auch ange­legt ist.
      Man muss scho­la­stisch gese­hen Eigen­schaft und Sein bei Gott in eins set­zen. Das heißt aber nicht, dass die jewei­li­ge Tota­li­tät mit der ande­ren kol­li­diert. Gott ist Gott, bei ihm geht, was dem Men­schen unmög­lich wäre.

      Sie stel­len sich Gott begrenzt wie einen Men­schen vor.

      Des­halb kann man auch nicht mesnch­li­che, sprach­li­che Aus­for­mun­gen belie­big gegen­ein­an­der aus­tau­schen, wenn es um Gott geht. Das ist eine ande­re Ebe­ne und offen­bart einen erschreckend inkom­pe­ten­ten Hori­zont bei Ihnen, den man ange­sichts Ihrer Qua­li­fi­ka­tio­nen nicht für mög­lich hal­ten soll­te.
      Die­se abgrund­tie­fe Bos­heit bestürzt mich wirk­lich!

      Wenn ich als Mensch von Gott-Sohn rede, mei­ne ich nicht total zugleich „Gott-Vater“, den­noch sind bei Gott der Sohn und der Vater EINS, wie Jesus sag­te.
      Eben­so ist es mit den Eigen­schaf­ten: Gott ist jede total, OHNE dass das die jeweils ande­re ver­drän­gen müss­te, wie das bei einem Men­schen der Fall ist, für den alles eine Abwä­gung zwi­schen Eigen­schaf­ten zu bedeu­ten scheint.
      In Chri­stus aller­dings kann man auch bei Men­schen eine Ver­än­de­rung beob­ach­ten, die Gerech­tig­keit und Barm­her­zig­keit zumin­dest weni­ger aus­ein­an­der­stre­bend wer­den lässt als es beim rein natür­li­chen Men­schen der Fall ist.

      Aber vor F. sprach auch JP II genau das aus, z.B. in „Dives et miser­i­cor­dia“:

      „Chri­stus gibt der gesam­ten alt­te­sta­ment­li­chen Tra­di­ti­on vom gött­li­chen Erbar­men eine end­gül­ti­ge Bedeu­tung. Er spricht nicht nur vom Erbar­men und erklärt es mit Hil­fe von Gleich­nis­sen und Para­beln, er ist vor allem selbst eine Ver­kör­pe­rung des Erbar­mens, stellt es in sei­ner Per­son dar. Er selbst ist in gewis­sem Sin­ne das Erbar­men. Für den, der es in ihm sieht — und in ihm fin­det — , wird Gott in beson­de­rer Wei­se »sicht­bar« als Vater, »der voll Erbar­men ist«

      Also: ER IST eine Ver­kör­pe­rung des Erbar­mens. Das schrieb vor F. JP II, der hier an der Stel­le nichts Fal­sches sagt.
      Falsch sind dann man­che theo­lo­gi­schen Schlüs­se und Ver­ein­sei­ti­gun­gen.

      Gott wird übri­gens zahl­reich als Eigen­schafts­strä­ger ange­spro­chen, v.a. im Kir­chen­lied:
      Als „Macht der Lie­be“, oder in einem Han­no­ver­schen Gesang­buch als „Ach Gott Vater, Du ewi­ge Lie­be und Barm­her­zig­keit, ach Gott Sohn, unse­re ewi­ge Hei­lig­keit, Gerech­tig­keit, Weis­heit, Erlö­sung, unser Licht unser Heyl…“.

      Man fin­det sol­che Per­so­ni­fi­ka­ti­on mit Eigen­schaf­ten auch im Psalm:
      „Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem soll­te ich mich fürch­ten? Der Herr ist die Kraft mei­nes Lebens: Vor wem soll­te mir ban­gen?“ (Ps. 27)

      Die­se Per­so­ni­fi­ka­ti­on der Eigen­schaft ist also auch biblisch gut begrün­det, ist doch Gott auch das „adiuto­ri­um meum“ etc.

      • Die Kom­pri­mie­rung Got­tes auf eine Eigen­schaft ist doch wohl kaum nach­zu­voll­zie­hen. Leo Lämm­lein hat es im übri­gen mit sei­ner Dar­stel­lung auf den Punkt gebracht.

    • Wenn wir von den Namen Got­tes spre­chen, dann sind das nicht Namen, die von Men­schen erfun­den wur­den. Es sind die Namen, die Gott sich sel­ber bei­leg­te und uns offen­bar­te. Namen Got­tes im Alten Testa­ment sind „El“, „Elo­him“, „Eljon“, „Adonai“, „Schad­dai“ und ande­re, beson­ders aber der höch­ste, soge­nann­te vier­buch­sta­bi­ge Got­tes­na­me (Tetra­gram­maton) „JHWH“, in der christ­li­chen Tra­di­ti­on aus­ge­spro­chen als „Jeho­wah“, „Jah­weh“… Die neu­te­sta­ment­li­chen Got­tes­na­men sind ein­fach grie­chi­sche Über­set­zun­gen von alt­te­sta­ment­li­chen Got­tes­na­men: „theós“, „ký­ri­os“, „patér“ (Gott, Herr, Vater) … Es gibt ver­schie­de­ne theo­lo­gi­sche Auf­tei­lun­gen der Got­tes­na­men. Mat­thi­as Joseph Schee­ben etwa unter­schied sie­ben „hei­li­ge Namen“, die er in drei Grup­pen auf­teil­te.

      Gott offen­bart sich nicht nur durch sei­ne Namen, son­dern auch in den voll­kom­me­nen Eigen­schaf­ten sei­nes Wesens. In der Theo­lo­gie und Theo­lo­gie­ge­schich­te gibt es ver­schie­de­ne Grup­pie­run­gen der Got­tes­ei­gen­schaf­ten. J. B. Hein­rich zum Bei­spiel teilt sie ein in nega­ti­ve und affir­ma­ti­ve Attri­bu­te Got­tes, die letz­te­ren unter­teilt in Attri­bu­te des gött­li­chen Erken­nens und des gött­li­chen Wil­lens. Franz Die­kamp und Bern­hard Barth­mann machen im Grun­de die glei­che Ein­tei­lung, nur reden sie von Eigen­schaf­ten des gött­li­chen Seins und der gött­li­chen Tätig­keit, wäh­rend Lud­wig Ott von Eigen­schaf­ten des gött­li­chen n Seins und des gött­li­chen Lebens spricht. Der bibli­sche Theo­lo­ge Lou­is Berk­hof wie­der­um macht eine Ein­tei­lung der­sel­ben Eigen­schaf­ten nach dem Merk­mal der Mit­teil­bar­keit oder Nicht­mit­teil­bar­keit. (Die Unab­hän­gig­keit oder Selbst­exi­stenz Got­tes, sei­ne Unwan­del­bar­keit, sei­ne Unend­lich­keit und sei­ne Ein­heit oder Ein­fach­heit sind nicht­mit­teil­ba­re Eigen­schaf­ten; wäh­rend das Wis­sen Got­tes, sei­ne Güte, Lie­be, Hei­lig­keit, Gerech­tig­keit, Wahr­haf­tig­keit und Sou­ve­rä­ni­tät mit­teil­bar sind und zumin­dest andeu­tungs­wei­se auch im Men­schen vor­han­den sind.)

      Wie auch immer. Die Theo­lo­gie hat stets deut­lich zwi­schen den Namen und den Eigen­schaf­ten Got­tes unter­schie­den.

      Die Barm­her­zig­keit gehört zu den Eigen­schaf­ten des gött­li­chen Wil­lens. In der theo­lo­gi­schen Tra­di­ti­on ist sie kein Name Got­tes, und schon gar nicht d e r Name Got­tes, wie Papst Fran­zis­kus im Titel sei­nes neu­en Buchs sug­ge­riert. Wir sind des­halb berech­tigt, uns zu wun­dern und uns die Fra­ge zu stel­len, was der Papst mit die­ser Abwei­chung vom bibli­schen Befund und der tra­di­tio­nel­len Theo­lo­gie bezweckt.

      Wer das anders sieht, den bit­te ich um eine schlich­te, sach­li­che fun­dier­te und beleg­te Ant­wort und nöti­gen­falls Berich­ti­gung, die dem The­ma ange­mes­sen ist. Aber bit­te kei­ne lang­at­mi­gen, auf­ge­reg­ten Schmäh­skrip­te.

      • Blei­ben Sie sach­lich und nüch­tern!
        Da Sie selbst auch schmä­hen und sogar über­aus häu­fig, v.a. wenn Sie wie­der News von evan­ge­li­ka­len Visio­nä­ren auf US-Web­sites gefun­den haben, „auf­ge­regt“ sind, soll­ten Sie sol­che Appel­le am besten weg­las­sen. Ich möch­te mich nicht an Ihre halt­lo­sen Ver­leum­dun­gen gegen­über Michel­le Oba­ma u.a. ande­ren erin­nern. Okay?

        Zur Sache:

        Als die Mut­ter­got­tes sich Ber­na­det­te Sou­bi­rous als „die unbe­fleck­te Emp­fäng­nis“ offen­bar­te, hat­ten wir die­sel­be Debat­te: wie kann die Got­tes­mut­ter sich per­so­ni­fi­ziert als das benen­nen, was doch „nur“ ihre Eigen­schaft ist?

        Die kirch­li­che Ant­wort auf die­sen Ver­such, die Erschei­nung der Falsch­heit (die etwa so argu­men­tie­ren wür­den wie Sie) zu über­füh­ren, ent­spricht der mei­nen auf Ihren Ver­such, Got­tes Wesen von ihm selbst abzu­spal­ten.

        In Gott gibt es kei­ne Poten­zen, die nicht ver­wirk­licht wären oder noch einer voll­kom­me­nen Ver­wirk­li­chung harr­ten. In ihm ist sei­ne gan­ze Potenz auch Akt, man­che Scho­la­sti­ker sehen im gött­li­chen Logos den Actus Got­tes, im Vater die Poten­tia. Der Sohn ist eben nicht eine Eigen­schaft Got­tes, son­dern er IST Gott.

        Aber auch in einer voll­kom­men rei­nen Men­sche­ge­stalt fal­len Potenz und Akt zusam­men: Maria ist nicht nur unbe­fleckt emp­fan­gen, son­dern sie IST förm­lich die Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis.

        Das hat mit einer Kate­go­ri­sie­rung der Eigen­schaf­ten Got­tes ja im übri­gen logisch gar nichts zu tun.

        Heu­te übri­gens kam die Barm­her­zig­keit auch nach der alten Lese­ord­nung wie­der ein­deu­tig als her­aus­ra­gen­de Eigen­schaft Got­tes für die Hei­den­chri­sten vor:

        „Die Hei­den aber ver­herr­li­chen Gott um Sei­ner Barm­her­zig­keit wil­len, wie geschrie­ben steht…“ (Römer 15, 9)

        Jede der her­aus­ra­gen­den Eigen­schaf­ten Got­tes ist in ihm „die“ Eigen­schaft schlecht­hin — eben weil sie in ihm per­so­ni­fi­ziert ist und nicht, weil dann eine wei­te­re Per­son­fi­ka­ti­on einer ande­ren Eigen­schaft kei­nen Raum mehr hät­te.

        Ich sag­te ja: Sie stel­len sich Gott wie einen begrenz­ten Men­schen vor.

        Und lei­der wei­chen Sie the­ma­tisch von dem ab, was ich vor­ge­tra­gen hat­te. Wenn F. schreibt, Got­tes name sei Bar­mehr­zig­keit, hat er damit logisch gese­hen nicht behaup­tet, er sei „nur“ oder v.a. Barm­her­zig­keit.

        Bene­dikt schrieb die Enzy­kli­ka „Deus cari­tas est“ — logisch stell­te sich das sel­be Pro­blem.

        Ihr Ein­wand ist etwa so abwe­gig, als hät­te ienr Anselm v. C. ent­ge­gen­hal­ten wol­len:

        „Wenn du fragst ‚Cur Deus homo?‘, dann könn­te ja einer den­ken, Gott ist „nur“ Mensch“…

        Gott ist aber nie „nur“ ein bestimm­ter Aspekt sei­nes Seins.

        Soviel Got­tes­furcht soll­te vor­aus­ge­setzt wer­den kön­nen.

        Nicht der Titel ist das Pro­blem, son­dern das, was F. evtl. dar­aus macht.

  2. Vie­le spü­ren das kom­men­de Straf­ge­richt und Rober­to de Mattei zeigt inter­es­san­te Par­al­le­len zu Sac­co di Roma auf. Ich glau­be auch, dass es kom­men wird.

    Papst Fran­zis­kus sagt es ja auch, wenn auch mit umge­kehr­ten Vor­zei­chen. Da er vie­le Zei­chen von mög­li­cher Beses­sen­heit auf­weist (sie­he mein Kom­men­tar, im unte­ren Drit­tel https://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/), so muss man sei­ne Aus­sa­ge ent­spre­chend deu­ten. Also „Barm­her­zig­keit“ heißt „Straf­ge­richt“ und „Zärtlichkeit“(wieder die­ser homo­phi­le Unter­ton) heißt „Pein“.

    Wie schreibt doch Rober­to de Mattei:

    „Das Auf­tre­ten eines Ere­mi­ten, Bran­da­no von Petroio, der von der Mas­se als „Narr Chri­sti“ bezeich­net wur­de, der am Grün­don­ners­tag des Jah­res 1527, als Cle­mens VII. im Peters­dom die Men­ge seg­ne­te, schrie: „Bastard, Sodo­mit, für Dei­ne Sün­den wird Rom zer­stört wer­den. Beich­te und bekeh­re Dich, denn in 14 Tagen wird der Zorn Got­tes über Dich und die Stadt kom­men.“

    Viel­leicht trifft die Bezeich­nung „Sodo­mit“ nicht nur auf Papst Cle­mens VII. zu? Dafür wür­de auch vie­les spre­chen:

    1. Das Woh­nen im Haus San­ta Mar­tha und nicht in der bis­he­ri­gen päpst­li­chen Woh­nung. Damit man unge­stör­ter Besuch emp­fan­gen kann.

    2. Die­ses Hotel wur­de wahr­schein­lich so umge­baut, damit alles passt, weil vie­le Bischö­fe dort abstei­gen, die auch Bestimm­tes wol­len.

    3. Das Hotel wird von Msgr. Ric­ca gelei­tet, der sich wohl um die beson­de­re Kund­schaft gut küm­mern kann.

    4. Die Schwei­zer Gar­de wur­de von der Bewa­chung des Pap­stes im Haus Sanc­ta Mar­ta abge­zo­gen und durch die Gen­dar­me­rie erstetzt. Die Schwei­zer Gar­di­sten sind Jung­ge­sel­len, ohne Fami­le und Hypo­thek und daher weni­ger geneigt das Auge zuzu­drücken. Sie­he dazu die recht der­ben, aber wohl wah­ren Aus­füh­run­gen des Blog­gers Mundabor’s Blog https://mundabor.wordpress.com/2014/12/04/the-pope-the-fag-and-the-swiss-guards/
    Mund­a­bor mir ist zu hass­be­tont und nega­tiv, aber er gibt Fak­ten an, die sich nach­prü­fen las­sen.

    4. „Who am I to judge?“

    Das ist alles sehr trau­rig, aber mehr als wahr­schein­lich und eine Strin­genz der Beweis­füh­rung ist, glau­be ich in die­sen Punk­ten, vor­han­den.

    Lang­jäh­ri­ge schwe­re Sün­de, beson­ders die­ser Art, kann zu Beses­sen­heit füh­ren, was vie­le Exor­zi­sten bestä­ti­gen kön­nen.

    Z.B. https://royalcello.websitetoolbox.com/post/English-Exorcist-on-promiscuity-and-homosexuality-2911574
    https://www.katholisches.info/2008/08/19/homosexualitat-und-pornographie-gehoren-zu-den-formen-sexueller-perversion-die-zu-besessenheit-fuhren-konnen/

    Und wir wären wie­der am Anfang: „Barm­her­zig­keit“ gleicht „Straf­ge­richt“. Ich glau­be aber nicht, dass das neue Sac­co di Roma im Jah­re der Barm­her­zig­keit statt­fin­den wird. Aber ich kann mich irren.

    Man soll­te, falls man es noch nicht getan hat, die Andacht der 9 Ersten Frei­ta­ge, der Herz Jesu Frei­ta­ge, durch­füh­ren,
    http://www.herz-jesu-freitag.de/
    Dazu wer­den wir noch etwas schrei­ben, denn ster­ben muss jeder.

    • Die Leich­tig­keit, mit der vie­le hier bei ande­ren per Fern­dia­gno­se „Beses­sen­heit“ dia­gno­sti­zie­ren wol­len, wider­spricht nicht nur dem Kir­chen­recht, wie es bis heu­te gilt zu der Fra­ge, son­dern offen­bart einen Hoch­mut, der selbst schon wie­der dämo­ni­sche Züge trägt.

      Und es ist ein pri­mi­ti­ver, vor-christ­li­cher Trick, um Leu­te zu dif­fa­mie­ren und eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem, was sie sagen, zu ver­hin­dern.
      Man ver­äng­stigt und bannt die See­len der Men­schen, um sie anschlie­ßend im eige­nen Sin­ne mani­pu­lie­ren zu kön­nen.
      Das ist ekel­haft!

      Sie ste­hen hier in der Tra­di­ti­on des Hexen­wahns, und der ist von der Kir­che mehr­fach ver­bo­ten wor­den, teil­wei­se unter Andro­hung von Exkom­mu­ni­ka­ti­on.
      Allei­ne Ihre faden­schei­ni­gen „Grün­de“ erfül­len den tat­be­stand der leicht­fer­ti­gen Ver­leum­dung. Dass Sie vie­les merk­wür­dig fin­den an F.s Ver­hal­ten, ist berech­tigt, aber Sie haben nicht das Recht, das so weit­rei­chend zu inter­pre­tie­ren, wie Sie das tun — denn ws Sie dar­aus schlie­ßen ent­springt der Bos­heit des eige­nen Her­zens und nicht einem Fak­ten­wis­sen.

      Kri­ti­sie­ren Sie F. fair und auf der Sach­ebe­ne, aber unter­las­sen Sie bit­te sei­ne Dämo­ni­sie­rung. Es gibt kei­ner­lei objek­ti­ve Zei­chen, die Ihnen und ande­ren sol­che Schlüs­se erlau­ben wur­den. Und da Sie kei­ner­lei bischöf­li­che Befug­nis haben und wahr­schein­lich auch kein Pri­ster sind, haben Sie ohne­hin kei­ner­lei Befug­nis, mit sol­chen Waf­fen zu han­tie­ren.

      • @ Zeit­schnur

        1, Weder der alte noch der neue Codex Iuris Cano­ni­ci spricht etwas über „Fern­dia­gno­se“ Exor­zis­mus, son­dern sie legen nur fest, wer die Exor­zis­men über Beses­se­ne aus­zu­spre­chen hat. Der Neue Codex in Can. 1172, der alte in Can. 1151–1153.

        Nach dem alten Codex can. 1151§ 2 muss der Prie­ster die Gewiss­heit haben, dass eine Beses­sen­heit vor­liegt. Er muss also vor dem eigent­li­chen Exor­zis­mus, wel­cher die end­gül­ti­ge Gewiss­heit über eine Beses­sen­heit bie­tet, mit­tels „Fern­dia­gno­se“ eine Beses­sen­heit dia­gno­sti­zie­ren kön­nen.

        Der neue Ritus des Exor­zis­mus bestimmt im Punkt 16, dass der Exor­zist eine mora­li­sche Gewiss­heit einer Beses­sen­heit haben muss, um zu einem Exor­zis­mus zu schrei­ten.

        Das alte Ritua­le Roma­num, wel­ches mit einer Son­der­ge­neh­mi­gung ange­wandt wer­den kann, beschreibt in 21 Punk­ten die Kenn­zei­chen einer Beses­sen­heit.

        Als Zei­chen gel­ten u.a.:

        1. Abscheu vor dem Hei­li­gen.
        2. Die Kennt­nis von ent­fern­ten (distan­tia) und ver­bor­ge­nen (occul­ta) Din­gen, wel­che auf eine natür­li­che Wei­se nicht zu erfah­ren sind.
        3. Kräf­te, die das Alter und die natür­li­che Beschaf­fen­heit über­stei­gen.

        Wenn man sich an das Ritua­le häl­te, ist es nicht mög­lich einem „Wahn“ zu ver­fal­len.

        Sie schei­nen bei die­sem The­ma sehr emo­tio­nal zu reagie­ren, als wür­de man über Sie selbst reden. Inter­es­sant.

        Gebe es kei­ne Mög­lich­keit zu einer Dia­gno­se vor dem Exor­zis­mus, so könn­te man über­haupt kei­ne Exor­zis­men durch­füh­ren, denn war­um auch? In der Pra­xis ist es auch so, das vie­les vom Exor­zi­sten selbst abhängt: bei einem gibt es kei­ne Mani­fe­sta­tio­nen, bei ande­ren schon. Die Exor­zi­sten sind auch ver­schie­den effi­zi­ent.

        Ein biss­chen ken­ne ich mich doch aus.

      • @ Tra­di­ti­on und Glau­ben

        Das ist wirk­li­che eine infa­me Unver­schämt­heit, die Sie da am Ende ablas­sen. Noch ein Schritt­chen mehr und Sie ste­hen mit einem Fuß im Bereich des Straf­ba­ren.

        Mei­ne Reak­ti­on ent­spricht dem Ent­set­zen über die Drei­stig­keit, mit der Sie sün­di­gen und das auch noch recht­fer­ti­gen.

        Ich beob­ach­te mit wach­sen­der Bestür­zung, welch ein Cha­os in der RKK herrscht und zu wel­chen Ver­mes­sen­hei­ten sich immer mehr nicht nur unbe­ru­fe­ne, son­dern auch unbe­fug­te Katho­li­ken hin­rei­ßen las­sen.

        Und beim The­ma, Bess­sen­hei­ten festu­stel­len, sind wir alle­samt unbe­fugt. Das oblag noch nie dem Urteil des Gläu­bi­gen! Noch nie!
        Mit Recht hat die Kir­che jeden Zugriff ver­stie­ge­ner Lai­en und klei­ner Kle­ri­ker dazu aus­ge­schlos­sen. Dem hart­näcki­gen und unein­sich­ti­gen Sün­der dürf­te es kein Pro­blem sein, im Näch­sten alles nach­zu­wei­sen, was man nur sehen will.

        Sie ver­sün­di­gen sich schwer, auch an mir, da Sie mit der­ma­ßen weit­rei­chen­den Unter­stel­lun­gen kom­men.

        Und nach dem, was Sie da aus dem Kir­chen­recht zitiert haben, haben Sie sich ohne­hin selbst das Urteil gespro­chen.

        Sie müs­sen das berei­ni­gen.

        Das Recht ist aus­drück­lich so for­mu­liert und die Exor­zis­mus-Pra­xis war aus­drück­lich so orga­ni­siert, dass nicht jeder Feld-Wald-Wie­sen-Dia­gno­sti­ker sich hier schwer an Mit­chri­sten ver­sün­di­gen kann.

        In der Schrift wird berich­tet, wie die extra From­men auch Jesus dämo­ni­siert haben. Sie befin­den sich also in bester Gesell­schaft.

        Es bleibt dabei: Über F.s See­len­la­ge weiß kei­ner von uns ohne einen seel­sor­ger­li­chen Ein­blick bescheid. Er teilt uns auch nichts Ent­spre­chen­des mit. Wir wis­sen es also nicht.
        Sie inter­pre­tie­ren in F.s Hand­lun­gen in einer ten­den­ziö­sen Wei­se etwas hin­ein.
        Das ist aber kein beweis, son­dern das, was Ihr Herz aus­gärt.
        Sein Ver­hal­ten wäre auch anders erklär­bar.

        Ich for­de­re Sie hier­mit noch ein­mal auf, nicht sol­che Din­ge zu ver­brei­ten.
        Denn das, was Sie hier tun, kommt einer Ver­flu­chung nahe.
        Was dem­je­ni­gen blüht, der sol­ches tut, fin­den Sie in der Schrift.
        Jesus nennt ihn einen „Mör­der“.

      • Was soll denn das mit Hexe­rei zu tun haben ? Da sind doch kei­ne Par­al­le­len ersicht­lich. Was soll denn da wie­der bis zur Uner­träg­lich­keit ver­all­ge­mei­nernd dar­ge­tan wer­den ? Schon der Ansatz ist nicht gege­ben.

  3. Lei­der gilt auch für die­ses Inter­view der alte Spruch:„Die Bot­schaft hör ich wohl,allein mir fehlt der Glau­be“. War­um? Weil es doch offen­sicht­lich ist,dass hier zwei ver­schie­de­ne paar Schu­he ver­wech­selt werden.Unter „Zärt­lich­keit“ kann man vier­schie­de­nes interpretieren.Denn wo bleibt-oder war-die Zärt­lich­keit des Pap­stes gegen­über den Fran­zis­ka­nern der Immakulata?Oder gegen Bischö­fe und Kardinäle,die nicht auf der Linie die­ses Pap­stes brav spu­ren? Gehö­ren all die zuwei­len zyni­schen und her­ab­set­zen­den Voka­bu­la­re sei­ner Hei­lig­keit etwa auch zur Zärtlichkeit?Wie die­se hier,die alle aus dem Mun­de Ber­go­gli­os stammen:„Pelagian! Old maid-Alte Jung­fern-Formen­ter of capro­pha­gi­al-Spe­cia­list at the Logos-Rosa­ry coun­ter-Func­tio­n­a­ri-Self absor­bed-Pro­me­thion neo-Pala­gi­an-Resto­ra­tio­nist-Ideo­lo­gi­cal Chri­sti­ans-Mr and Ms Whi­ner-Tri­um­pha­list-Rigid Chri­sti­ans-Modern gno­stics-Super­fi­cal Chri­sti­ans-Slaves of super­fi­cia­li­ty-Muse­um nun­ny-Renais­sance Prince!-Airport Bishop-Long-faced morn­f­ul fun­e­ral Christian-Gnostic,careeist Bishop-Aut­ho­ri­ta­ri­an-Eli­tist-Que­rulans and dis­il­li­u­sio­ned Pes­si­mist-Sad Chri­sti­ans-Afraid to Dance to Cray afraid ofe­ver­ything-Dies alles stammt per­sön­lich aus dem erlauch­ten Mun­de eines Papstes,des Pap­stes Ber­go­glio-ali­as Franziskus.Schöne „Zärt­lich­keit“ .nicht?

  4. Man muss es so sagen, wie es rüber­kommt:
    F. schwimmt total.
    Er stam­melt eigent­lich nur noch Ver­satz­stücke des christ­li­chen Glau­bens, die für sich genom­men nicht falsch sind, denen er aber kei­nen „roten Faden“ mehr zu geben ver­mag.

    Dass er nicht der Urhe­ber die­ser chao­ti­schen Zer­split­te­rung von Glau­bens­fund­stücken ist, ist jedoch klar.
    Er sagt ja selbst, dass er damit weit­ge­hend auf den Leh­ren und Fol­ge­run­gen aus dem Vati­ca­num II und ins­be­son­de­re den Leh­ren Johan­nes Pauls II. fußt.

    Man weiß nicht, wor­auf er hin­aus will.
    Man weiß es wirk­lich nicht.
    Und alle, die ihm die Bos­hei­ten ihres eige­nen Her­zens ein­fach so unter­stel­len, offen­ba­ren, wer sie sind.
    Wenn einer sich unklar aus­drückt, dann muss es dabei blei­ben, dass er das tut — das War­um und Wie­so ent­zieht sich der Kennt­nis.

    Ich den­ke oft, dass er es selbst nicht weiß. Er schwimmt total. Ich habe in mei­nem Leben öfter Leu­te ken­nen­ge­lernt, die dem Druck von Situa­tio­nen nicht gewach­sen waren.
    An sich ist das sogar der Nor­mal­fall, dass der Mensch dem nicht gewach­sen ist.
    Eben noch sag­ten sie dies und am näch­sten Tag, unter dem Ein­fluss, der gestern noch nicht spür­bar war für sie, dre­hen sie sich um Gra­de um, die bis ins Gegen­teil rei­chen kön­nen.

    Nun steht aber ein Papst unter einem enor­men Druck, wie er grö­ßer nicht sein könn­te.
    In gewis­ser Wei­se ver­hält sich F. fast total pas­siv — er äußert sich, weil er es als Papst muss, ver­mei­det aber dabei, etwas Kla­res zu sagen. Er weicht jeder Woge durch wort­rei­ches Weg­ducken aus.

    Ange­zet­telt hat die­se Mise­re aller­dings ziem­lich ein­deu­tig und v.a. Woity­la mit sei­nem end­los lan­gen, dubio­sen Pon­ti­fi­kat. Er aht all die­se Wider­sprü­che zemen­tiert, er hat fromm getan, wenns um Sex ging und den Koran geküsst und den Islam schön­ge­re­det. Er hat den Barm­her­zig­keits­kult nach Sr. Fausty­na trotz vor­he­ri­ger Ver­ur­tei­lung durch Pius XII. UND Johan­nes XXIII. eta­bliert, genau­so wie er eine Art Wider­part zu Fausty­na , den Pater Pio, der sehr lan­ge genau­so abge­lehnt wur­de von Rom, zur Ehre der Altä­re erhob.

    Das pass­te alles nicht zusam­men, und das Kir­chen­volk, längst ver­sackt in einem pri­mi­ti­ven Mysti­zis­mus, wäh­rend man jede ech­te Mystik bei­sei­te gedrängt hat­te, wur­de „vom Him­mel“ mit immer neu­en Dau­er­er­schei­nun­gen beglückt, die man halb­her­zig abwehr­te und dann doch wie­der zuließ und offen ließ, was nun echt und was nicht echt sei, auch gera­de durch die Pra­xis, ein­mal getrof­fe­ne Ableh­nun­gen plötz­lich wie­der rück­gän­gig zu machen.

    Die­ser Zir­kus fing schon im 19. Jh mas­siv an, und erzeug­te ein hoch­ag­res­si­ves, intel­lek­tu­ell heurn­ter­ge­kom­me­nes Kir­chen­volk und die För­de­rung einer patho­lo­gi­schen Theo­lo­gie ohne irgend­ei­nen Glau­bens­kern.

    F. ist das Ende einer lan­gen Ket­te.

    Ob er zurück­tritt oder nicht — er ist schon von Anfang an wie einer, der zurück­ge­tre­ten wur­de. Offen­bar hat er sich auf­grund einer Schwä­che oder Erpress­bar­keit für die­ses Unter­neh­men am besten geeig­net.

    • F. weiß genau, was er tut. Der tut nichts, ohne Plan.…
      Die sata­ni­sche Tri­ni­tät lässt grü­ßen.
      Der Anti­christ fehlt ja noch…Aber ich bin mir gewiss, nicht mehr lan­ge!

      • @zeitschnur
        Ja, ich habe Kon­takt. Aber nicht so, wie Sie inter­pre­tie­ren und schon gar nicht mit bösen Gei­stern. Las­sen Sie sich mal über­ra­schen, was da noch kommt.…

  5. @zeitschnur: Bei Ihren Postings,die Sie hier des öfte­ren vom Sta­pel lassen,hat man aber immer mehr den Eindruck,dass Sie einem hoch­ag­res­si­ven ‚intel­lek­tu­ell her­un­ter­ge­kom­men Wahn obliegen.Ihre gehäs­si­gen Kom­men­ta­re über den’­Barm­her­zig­keits­kult nach Sr.Faustine-Hl.Sr.Faustine!-Und den Hl.Pater Pio zeu­gen davon zur genüge.Sie ver­wen­den hier übri­gens fal­sche Schreib­wei­se-Es heisst rich­tig und in aller Ehr­furcht Hl.Pater Pio und Hl.Sr.Faustine und nicht so lapi­dar wie „den Pater Pio“ ‑und „Fausty­na“. Ihnen ist nicht mehr zu helfen.Das ist mies und dreckig!

    • Leo­ne @ Sie haben Recht, aber so ist sie nun mal, die zeit­schnur. Es ist nicht das erste mal, dass zeit­schnur so abfäl­lig über Hei­li­ge spricht. Was soll man machen, denn der Herr hat nun mal einen gro­ßen Tier­gar­ten.

    • Leo­ne, jetzt schlägt’s wirk­lich 13.

      Einer­seits Sedi-Posi­tio­nen ver­tre­ten, ande­rer­seits sich mit Ver­ve für die vom Super-Papst des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils kano­ni­sier­ten dubio­sen Per­so­nen ein­set­zen, offen­bart eine schwin­del­erre­gen­de Span­ne, wie sie Fr. Zeit­schnur bei Fran­zis­kus beschreibt.

      By the way, sind Sie eigent­lich schon in IL, alter Knur­ri?

    • Das ist eine tref­fen­de Zusam­men­fas­sung, die ich nur all­zu gut nach­voll­zie­hen kann. Dan­ke für die unver­schnör­kel­te Aus­sa­ge über die­se Art von Postings.

  6. Das Wort Zärt­lich­keit kommt übri­gens in der bibli­schen Bot­schaft nicht vor. Die Ter­mi­no­lo­gie, die Jesus uns hin­ter­las­sen hat ist eine ande­re und um ihre Inhal­te soll­ten wir uns küm­mern.

  7. @Carlo: Schwin­del­erre­gend sind Ihre bur­schi­ko­sen Unter­stel­lun­gen.“… ande­rer­seits sich mit Ver­ve für die vom Super-Papst des 2.Vatikanischen Kon­zils kano­ni­sier­ten dubio­sen Per­so­nen ein­set­zen, offen­bart eine schwin­del­erre­gen­de Span­ne(?) wie sie Fr.Zeitschnur bei Fran­zis­kus beschreibt. „Ihre despek­tier­li­che Spra­che offen­bart Ihre Gei­stes­hal­tung — und die ist aller­un­ter­ste Schub­la­de, äusserst dreist. Sie bezeich­nen die vom „Super-Paps des 2.Vatikanischen Kon­zils kano­ni­sier­ten Per­so­nen (Wel­che denn, kön­nen Sie die Namen zu nen­nen?), als dubio­se Per­so­nen! Geht’s eigent­lich noch? Und am Schluss wer­den Sie dann noch mir gegen­über unver­schämt und bezeich­nen mich als alter Knur­rii. Dafür kann ich Ihnen nur Ant­wor­ten: You are pro­bant esse ini­uria hic.

    • Wäre das, was ich schrei­be, tat­säch­lich „bur­schi­kos“, dann müss­ten Sie sich nicht so sehr auf­re­gen. Da Sie aber nicht Mut­ter­sprach­ler sind, sei Ihnen dies nach­ge­se­hen (aller­dings hapert’s auch mit dem Latein).

      Mit „Super-Papst des 2. Vat. Kon­zils“ mein­te ich selbst­ver­ständ­lich Johan­nes Paul II., in Ihren Bei­trä­gen all­ge­mein nur Woj­ty­la genannt, der die durch die vor­kon­zi­lia­ren Päp­ste als Vor­bil­der aus­sor­tier­ten Pater Pio und Fausty­na irgend­et­was kano­ni­siert hat.

      Na, hat’s geklickt, sonst gehen Sie etwas am Rhein spa­zie­ren, wo gera­de ein fri­sches Lüft­chen weht 🙂

      • @Carlo: nur bei Ihnen geklickt hat, dann ist es je beru­hi­gend. Nun, Sie schwat­zen ja viel , solan­ge der Tag lang ist. Ihre Frech­hei­ten sind sowas von depla­ziert. Dar­über­hin­aus ich spa­zie­re nicht-Ich fah­re mei­stens-und woh­ne auch nicht am Rhein. Es wäre besser,Sie wür­den ihre vor­wit­zi­gen Bemer­kun­gen ein­stel­len und Ihre Emo­tio­nen beherr­schen. macht es Ihnen beson­de­ren Spass? Nur Quer­köp­fe ändern Ihre Mei­nung nicht. Aber so wie es aussieht,sind Sind Sie eben einer. übri­gen wei­se ich Sie dar­auf hin,dass ich kein „alter Knur­ri“ bin. Sie erwei­sen sich aller­dings als super-Komi­ker.

  8. Nach­trag und Korrectur:Richtig muss es hei­ssen: Aper­tis­si­me impu­den­tis­si­me­que pra­eda­tus-und nicht-pro­bant esse ini­uria hic.

  9. In Papst Fran­zis­kus braucht man nichts „hin­ein­zu­in­ter­pre­tie­ren“. Man braucht nur das zu ver­ste­hen und zu deu­ten, was er sagt (und tut) — gera­de wie­der ein­mal bei sei­ner Afri­ka-Visi­te. Und dazu redet er doch, damit man es ver­steht und deu­tet, nicht? Und er redet ja nicht nur zu einem aus­ge­wähl­ten Kreis, nicht nur zu den Katho­li­ken, nicht nur zur Chri­sten­heit, er redet fast unun­ter­bro­chen zur gan­zen Mensch­heit. Und das soll man nicht beur­tei­len dür­fen? Tra­di­ti­on und Glau­be wagt sich an ein The­ma her­an, auf das man bei eini­gem Nach­den­ken not­wen­dig stößt, aber nur weni­ge spre­chen es aus. Er zeigt Sach­kun­de und tut es mit Argu­men­ten. Dann möge, wer zum The­ma bei­tra­gen will, ihm doch bit­te eben­falls sach­kun­dig und argu­men­ta­tiv ent­geg­nen. Wir kön­nen mit mora­li­scher Gewiss­heit davon aus­ge­hen, dass im Vati­kan eine ein­fluss­rei­che Grup­pe von Sata­ni­sten agiert, die mit der homo­se­xu­el­len Seil­schaft ver­wo­ben ist. Dafür haben wir das Zeug­nis meh­re­rer kom­pe­ten­ter Per­so­nen. Beson­ders Chef-Exor­zist Pater Gabrie­le Amort ist da zu nen­nen. Auf­fäl­lig ist, dass Papst Fran­zis­kus sich mit noto­risch homo­se­xua­li­sti­schen Prä­la­ten pudel­wohl fühlt, ja gera­de­zu sich mit sol­chen umgibt, öffent­lich mit ihnen Händ­chen hält und ihnen die Hand küsst (alles ist doku­men­tiert). Anders als ihm unter­stellt, hat Tra­di­ti­on und Glau­be kein asser­to­ri­sches oder apo­dik­ti­sches Urteil über eine dämo­ni­sche oder teuf­li­sche Beses­sen­heit des Pap­stes aus­ge­spro­chen, son­dern dar­über laut nach­ge­dacht. Das taten ande­re, aber wie gesagt weni­ge, schon vor ihm, etwa hier schon 2013: http://popefrancisthedestroyer.blogspot.de/2013/12/is-pope-francis-possessed.html

    • Leo Lämm­lein, es ist nie­mals sach­kun­dig, getä­tig­te Aus­sa­gen, die kei­ne ein­deu­ti­ge okkul­te Bezie­hung her­stel­len, den­noch als sol­che zu wer­ten.

      Das ist ein­fach ver­mes­sen!

      Das hat auch nichts mit einem sach­ge­mä­ßen Umgang mit sei­nen Aus­sa­gen zu tun.

      Ich inter­pre­tie­re in F. nie etwas hin­ein, son­dern gehe tat­säch­lich mit sei­nen Aus­sa­gen um.
      Als Aus­sa­gen.

      Die­ses stän­di­ge dämo­ni­sie­ren­de Keu­len­schwin­gen, das auch Sie hier oft genug bis zur Lächer­lich­keit hin betrei­ben, ist sünd­haft und das schwer­wie­gend.
      Wis­sen Sie das denn nicht?

      Uns ist doch aus­drück­lich auch im NT jede Ver­leum­dung ver­bo­ten!
      Und die Kir­che hat dem Lai­en sowie­so, aber auch den Prie­stern grund­sätz­lich ein Urteil dar­über ver­bo­ten, ob etwas Dämo­ni­sches vor­liegt. Es ist nur einem Prie­ster, der vom Bischof beauf­trat wird, ein sol­ches Urteil erlaubt und das auch nur in Rück­spra­che mit dem Bischof und nach einer sehr sorg­sa­men Unter­su­chung, die auch ärzt­li­che Gut­ach­ten ein­holt.

      Und das mit gutem Grund:
      Es ist der alte heid­ni­sche Geist, der Aus­sa­gen nicht als sol­che nimmt, son­dern — wenn sie von der eige­nen Mei­nung abwei­chen — als „dämo­nisch“ zu dif­fa­miert.

      Die Kir­che hat selbst die größ­ten Irr­leh­rer immer nur als Häre­ti­ker, nicht als Beses­se­ne bezeich­net.

      Es ist auch total absurd, einem Unzüch­ti­gen Beses­sen­heit zu unter­stel­len, wie das hier auch immer wie­der eini­ge vor­tra­gen. Auch jemand, der abge­trie­ben hat, ist nicht des­halb beses­sen.
      Durch den in die Kir­che seit dem 19. Jh mas­siv ein­ge­drun­ge­nen Okkul­tis­mus gera­de in die from­men krei­se und den moder­nen Cha­ris­ma­tis­mus ist da der nüch­ter­ne Geist aus der Kir­che ver­ab­schie­det wor­den und der alte Aber­glau­be zog wie­der ein.

      Den­ken Sie mal drü­ber nach!

      Ich sage Ihnen und vie­len, die sich hier die angeb­li­che Tra­di­ti­on auf die Fah­nen schrei­ben, mal was:
      Sie ste­hen in der größ­ten Gefahr, ins alte Hei­den­tum zurück­zu­fal­len, wenn Sie dem nicht schon längst erle­gen sind.

      Ich bin die­je­ni­ge hier, die F. von Anfang an scharf kri­ti­siert hat.
      Aber man muss auch wis­sen, wo die Gren­zen sind.
      Es steht weder mir noch Ihnen zu, über F.s See­len­la­ge zu urtei­len, ganz ein­fach weil er sich dar­über weder mtteilt, noch wir ihn seel­sor­ger­lich oder pri­vat ken­nen und das beur­tei­len könn­ten.

      Uns ist aber durch den hl. Pau­lus jede Ver­leum­dung und Nach­re­de ver­bo­ten.
      Dazu gehör­te immer, dass wir einen blo­ßen Sün­der nie­mals dämo­ni­sie­ren dür­fen.

  10. Ich möch­te es noch ein­mal sagen und beto­nen:

    F. stam­melt Ver­satz­stücke. Aber er ist nicht der Zer­stö­rer.
    Wenn man sich vostellt, welch eine deso­la­te Kir­che er ange­trof­fen hat, dann kann man sich sei­nen part nicht aus­sichts­los genug vor­stel­len — mensch­lich gespro­chen.

    Meh­re­re sei­ner Vor­gän­ger haben mas­siv den Kar­ren in den Kies gerit­ten.
    Nicht F. hat den Ritus „refor­miert“! Nicht F. war Peri­tus auf dem Kon­zil! Nicht F. hat dafür gesorgt, dass ein kru­des Gemisch an merk­wür­di­gen Prie­stern auf die Bischofs­sit­ze gehievt wur­den. Nicht F. hat in der Kir­che ein faschi­sti­sches Spit­zel­sy­stem ein­ge­führt, das auf der stän­di­gen Jagd nach „Frei­mau­rern“ und „Libe­ra­len“ war. Nicht F. hat die schlim­me­sten Mör­der des NS-Regimes durch­ge­winkt nach Süd­ame­ri­ka. Nicht F. hat den Jesui­ten­or­den und sei­ne merk­wür­di­ge Ver­strickung in den Nie­der­gang der Kir­che seit sei­ner Wie­der­zu­las­sung geschaf­fen.

    F. ist eigent­lich in der Fol­ge an Päp­sten seit 200 Jah­ren der ein­zi­ge (!), der nichts von dem Desa­ster, das wir heu­te haben, initi­iert oder gar zu ver­ant­wor­ten hät­te.

    Er trat das Cha­os an und es blieb ihm — gleich wo er steht — nur die Ver­wal­tung des Cha­os, wenn über­haupt.

    Im Grun­de ist er ein Sedis­va­kan­tist, denn er woll­te nie in den Vati­kan rich­tig hin­ein, nie an der Sitz Petri, lie­ber neben dran.

    War­um er das tut, ist nicht so ein­fach zu erken­nen. Das ist ein Sinn­bild, das mehr­deu­tig ist, und wir ken­nen die Deu­tung, die wah­re Deu­tung nicht.

    was wir aber sicher wis­sen aus sei­ner Bio­gra­fie, das ist, dass er kene gro­ße gei­sti­ge Leuch­te war — noch nie. Er hat nichst zu Ende gebracht, was ihn über das Niveau eines etwas schwach­brü­sti­gen ein­fa­chen Prie­sters geho­ben hät­te.
    ich gehe davon aus, dass ihm da mit Sicher­heit auch eine intel­lek­tu­el­le Gabe regel­recht fehlt.
    Die unkla­re Gedan­ken­füh­rung könn­te viel­leicht nicht eine „böse Absicht“, son­dern schlicht Unver­mö­gen, gepaart mit Sen­ti­men­ta­li­tät und einem bizar­ren Über­le­bens­trieb am Ort, an dem er nun mal steht, sein.

    Sein stän­dig for­mu­lier­ter Abscheu gegen Intel­lek­tu­el­le, gegen die Ver­nunft — das alles deu­tet doch auf sei­ne eige­ne Schwä­che hin. Er will sich über das Gefühl in die Wahr­heit ret­ten, aber genau das hat die Kir­che an sich ver­wor­fen.

    Wenn Jesus die „Unmün­di­gen“ und „Unver­stän­di­gen“ als Emp­fän­ger der Wahr­heit lob­te, dann nicht, weil sie intel­lek­tu­ell unbe­gabt wären, son­dern weil ihr Geist vor der Welt wenig gilt.
    Immer­hin ist es die mensch­lich ernied­rig­te, von Gott aber erhöh­te Frau Maria, die als Sitz der Weis­heit ange­se­hen wird — aber die Welt sieht es eben nicht.

    F. ist ein schwan­ken­des Rohr im Wind. Er weicht immer dem leich­te­sten Druck aus, von woher er auch kommt.

    Aber die Ver­ant­wor­tung für die Situa­ti­on trägt er nur noch mit­tel­bar.

      • Nein — das ist eine rea­li­sti­sche Ein­schät­zung, die auf dem basiert, was wir wis­sen kön­nen.
        Viel­leicht wer­den Sie sich eines Tages sehr wun­dern.

        Ich hof­fe, Sie hän­gen nicht dau­ernd auf den Pro­phe­tie­sei­ten der „War­nung“ her­um — das ist näm­lich Mum­pitz.

  11. @ zeit­schnur

    Ach, lie­be Frau Zeit­schnur,

    Sie brin­gen kei­ne Argu­men­te vor, son­dern nur Emo­tio­nen. So kennt man Sie hier gar nicht. Auch inter­es­sant. Sie las­sen wirk­lich an Papst Fran­zis­kus kein gutes Haar und aus­ge­rech­net Sie wol­len ihn unbe­dingt vom Ver­dacht der Beses­sen­heit frei­spre­chen und ver­tei­di­gen ihn bis aufs Blut. Sehr inter­es­sant! Viel­leicht habe ich Recht, viel­leicht auch nicht. Die Anzei­chen spre­chen für mei­ne The­se. http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/12/bergoglio-man-who-never-kneels-before.html Ich will aber kei­nen Exor­zis­mus an ihm vor­neh­men, auch kei­nen „Fern­ex­or­zis­mus“.

    Beses­sen­heit ist nicht immer direkt vom Beses­se­nen ver­schul­det, Tod­sün­de ist viel schlim­mer. Wenn Papst Fran­zis­kus sich per­ma­nent als einen Sün­der bezeich­net und theo­lo­gisch gese­hen ist ein Sün­der (pec­ca­tor) jemand, der in Tod­sün­de lebt, anson­sten ist er gerecht (ius­tus), dann weiß er wohl, was er sagt.

    Die­se The­ma­tik scheint Sie irgend­wie per­sön­lich zu betref­fen. Sehr, sehr inter­es­sant.

  12. @ zeit­schnur

    Kann es sein, dass Sie in Ihrer Apo­lo­gia pro papa Fran­cis­co eigent­lich sich selbst mei­nen? Sol­che Anspie­lun­gen hat es schon hier gege­ben. Mög­lich wäre es. Dewe­gen die­se Scheu von einem „Feld-Wald-Wie­sen-Dia­gno­sti­ker“ erkannt zu wer­den. Daher die­se Agres­si­on, die­se Emo­tio­na­li­tät und Ande­res. Sie wären nicht die erste …

    Und jetzt erwar­te ich das kom­men­de Don­ner­wet­ter!

    • Okay — nun weiß man auch, wes Gei­stes Kind Sie NICHT sind…

      Was ist Wahr­heit — das sag­te schon Pila­tus.
      Wie man es braucht eben…
      Wer ein Argu­ment nicht mehr als Argu­ment erkennt, um den ist es schlecht bestellt.

      Las­sen Sie’s gut sein.

      Die Span­ne reicht hier von Leu­ten, die mir vor­war­fen ich sei vom Bösen, weil ich F. mit gra­vie­ren­den Argu­men­ten kri­ti­siert und bezwei­felt habe (und des nach wie vor tu — haben Sie das begrif­fen, non?) hin zu Leu­ten, die mir unter­stel­len, ich sei vom Bösen, weil ich F. angeb­lich ver­tei­di­ge — bloß: wo habe ich das getan?

      Und bevor Sie ant­wor­ten, lesen Sie mei­nen Text noch mal ohne Ihre drei getürk­ten Ideo­lo­giebril­len und machen Sie vor­her noch einen Kurs in Aus­sa­gen­lo­gik — das wird Ihnen man­chen Kron­leuch­ter auf­ge­hen las­sen.

      • …dann liegts wahr­schein­lich an dem „seit lan­gem“. Dann täte eine Auf­fri­schung gut.

        Die Dämo­ni­sie­rung der Welt und Näch­sten ist und bleibt ein lei­ten­des Merk­mal des Heid­ni­schen.

        Es ist Merk­mal des Nie­der­gangs der Kir­che, dass die­ses alten heid­ni­sche Den­ken mas­siv wie­der ein­zog. Davon bin ich über­zeugt. Etwa seit dem 16. Jh eska­lier­te das wie­der, zunächst in einer hyste­ri­schen Dämo­ni­sie­rung ein­zel­ner Per­so­nen, die man — wie im Hei­den­tum üblich — in Anwehr des Scha­dens­zau­bers ermor­de­te oder ver­stieß. Die schlimm­sten Hyste­ri­ker waren die angeb­lich beson­ders Recht­gläu­bi­gen, bri­gens auch bei den Pro­te­stan­ten. Es kehr­te eine Beru­hi­gung ein, um im 19. Jh mit einer irr­sin­ni­gen Wucht in die Kir­che direkt hin­ein­zu­bre­chen. Trä­ger waren aber nicht die Libe­ra­len, son­dern die Kon­ser­va­ti­ven und Reak­tio­nä­re. Plötz­lich wur­den Prak­ti­ken salon­fä­hig, die man zuvor immer mit Distanz und Ableh­nung behan­delt hat­te: okkul­te Medi­en, Erschei­nun­gen bzw. Ein­spre­chun­gen durch Tote, Magne­tis­mus, Hyp­no­se, sexu­el­le Ent­glei­sun­gen schlimm­ster Art als angeb­li­che „Süh­nelei­stung“ für die Sün­den der Welt etc.
        Es ist bizarr, wenn in eini­gen Fäl­len das welt­li­che Gericht einen Rie­gel vor­schie­ben muss­te. Nicht sel­ten wur­den schon damals Kle­ri­ker zu objek­ti­ven Straf­tä­tern.

        Wenn also man­che im Sin­ne Mala­chi Mar­tins glau­ben, das sei erst wäh­rend des Vat. II ein­ge­drun­gen — nein, das hat vor­her minu­ti­ös eta­bliert. So lan­ge, bis man das Böse für das Gute hielt.

        Mir ist bewusst, dass in Tra­di­k­rei­sen ein völ­li­ges ande­res „Bild“ gezeich­net wur­de und wird. Und die Her­de rast mit from­mem Ingrimm der Spur nach, die der Tra­di­tio­na­lis­mus als den Allein­gül­tig-wah­ren aus­legt und denkt nicht eine Sekun­de dar­über nach, ob das denn so über­haupt stimmt.

        Es fin­det viel­fach eine regel­rech­te Refle­xi­ons­ver­wei­ge­rung statt — das braucht man nicht, solan­ge man sich mit ein paar aber­gläu­bisch-tra­di­to­nel­len „Amu­let­ten“ vor den bösen Frei­mau­rer­gei­stern geschützt hat.

        Als ob eine ech­te Ver­wir­rung, vor der uns die Schrift doch warnt, so ein­fach zu ent­schlüs­seln oder abzu­weh­ren wäre!

        Und wäh­rend sol­che ein­fach gestrick­ten und fahr­läs­si­gen Krei­se ihre Intri­gen spin­nen, jeden, der ihnen in die Que­re kommt, ein­fach mal kurz als „beses­sen“ dif­fa­mie­ren, ren­nen sie mög­li­cher­wei­se wie eine wil­de Meu­te selbst im Fahrt­wind übler Gei­ster und bemer­ken es nicht.

        Ich bin jeden­falls inzwi­schen auf­grund gründ­li­cher Über­le­gun­gen und einer wei­ter­hin gründ­li­chen Beschäf­ti­gung mit der Geschich­te und Gei­stes­ge­schich­te zu dem bestür­zen­den Schluss gekom­men, dass die Front­ge­menge­la­ge, die uns der Tra­di­tio­na­lis­mus eben­so wie der Pro­gres­sis­mus ja auf­fal­lend über­ein­stim­mend prä­sen­tie­ren, ein Fake ist.

        Offen­bar ste­che ich damit in ein Wes­pen­nest — anders kann man sich die hoch­ag­gres­si­ven Reak­tio­nen von Links und Rechts kaum erklä­ren.

  13. @ zeit­schnur et alia

    @ zeit­schnur

    Sie haben Unrecht. Sie sind in die­sem Post sehr vom Geist der Auf­klä­rung beseelt, der lei­der kein christ­li­cher Geist ist. Der auf­klä­re­ri­sche Ratio­na­lis­mus ist nicht mir der katho­li­schen ratio gleich­zu­set­zen. Den­nÖ

    1. Schon bei den apo­sto­li­schen Vätern: z. B. Bar­na­bas­brief oder bei den frü­hen Kir­chen­schrift­stel­lern (Cle­mens Alex­an­dri­nus, Ire­nä­us etc.) fin­den sie eine Dämo­no­lo­gie und nicht mal eine in nuce, son­dern eine recht aus­ge­ar­bei­te­te.
    2. Eben­so bei den Kir­chen­vä­tern, auf wel­che sich das gan­ze Mit­tel­al­ter stützt.
    3. Natür­lich auch im mön­chi­schen Schrift­tum: Apo­ph­teg­ma­ta der Wüsten­vä­ter, Evagri­us Pon­ti­cus und Cas­sia­nus.

    Die sind doch kein „altes heid­ni­sches Den­ken“, son­dern urka­tho­li­sches.

    Exor­zis­men hat es in der Kir­che immer gege­ben, Beses­se­ne auch. Doch der Exor­zis­mus als sol­cher wur­de recht spät kodi­fi­ziert, denn das Ritua­le roma­num kam erst 1614 her­aus. Sehr inter­es­sant und auf­schluss­reich ist die Lek­tü­re des Wer­kes Fla­gel­lum dae­mo­num aus dem Jah­re 1577 von Hie­ro­ny­mus Menghi (OFM). Hier Infor­ma­tio­nen zu sei­nem Leben und Schaf­fen: http://www.treccani.it/enciclopedia/girolamo-menghi_%28Dizionario-Biografico%29/

    Es ist ein Hand­buch für Exor­zi­sten von einem Art Pater Amor­th der nach­triden­ti­ni­schen Zeit geschrie­ben, der über 50 Jah­re als Exor­zist wirk­te. Die­ses Werk hat­te bis 1622 vier­zehn Aus­ga­ben, was für sei­ne Popu­la­ri­tät spricht. Es wur­de von der stren­gen römi­schen Inqui­si­ti­on gut­ge­hei­ßen, bei der „Hexen­ham­mer“ als über­trie­ben durch­fiel, bei der spa­ni­schen Inqui­si­ti­on eben­so.

    Ich habe wei­te Tei­le des Fla­gel­lum bereits gele­sen und bin vol­len Lobes für die Gelehrt­heit und Nüch­tern­heit die­ses Wer­kes. Natür­lich sind dort beschrie­be­ne Zustän­de mit kei­ner psy­chi­schen Krank­heit gleich­zu­set­zen oder gar zu ver­wech­seln. Wie wir doch dies­be­züg­lich stän­dig belo­gen wer­den: „kei­ne Psych­ia­trie, dafür aber Exor­zis­mus, das war damals so.“ Nein, es war gera­de nicht so.

    Und Sie, wer­te Frau Zeit­schnur, haben von Exor­zis­men wirk­lich kei­ne Ahnung, was ich wirk­lich auto­ri­tär fest­stel­len kann und muss.

    Auch im 19 Jhd. brach auch kei­ne Dämo­no­lo­gie mit Wucht in die Kir­che ein, obwohl sie natür­lich als Mes­me­ris­mus, Hyp­no­tis­mus etc. in der Welt vor­han­den war, da man im 19 Jhd. kaum Wer­ke über Exor­zis­men mit impri­matur fin­det. Mir ist ein­zig das Werk aus dem Jah­re 1854 von Theo­bald Bischofs­ber­ger, „De bene­dic­tio­n­i­bus et exor­cis­mis Eccle­siae Catho­li­cae” bekannt, wel­ches im Ver­gleich zu Menghi recht kurz ist. Hät­ten wir damals, d.h. im 19 Jhd. einen sol­chen „Dämo­nen­wahn“ gehabt, dann wäre sicher­lich mehr ver­öf­fent­licht wor­den. Fest­zu­hal­ten ist:

    1. Es gibt Dämo­nen.
    2. Es gibt dämo­ni­sche Beses­sen­heit.
    3. Es gibt höchst­wahr­schein­lich beses­se­ne hohe Geist­li­che.

    Natür­lich gibt es auch den frei­en Wil­len und nicht an allem sind die Dämo­nen direkt schuld, aber als die indi­rek­ten Anstif­ter schon und das ist de fide „unter Ein­flü­ste­rung des Bösen“ (sua­den­te Mali­gno), sagt Gau­di­um et Spes 13, (DH 4314), vgl. auch DH 800, 291, 800.

  14. @ zeit­schnur et alia

    Das neue am Chri­sten­tum besteht nicht dar­in, dass es auf ein­mal kei­ne Dämo­nen gibt, son­dern dass man sie kraft des Todes Chri­sti besie­gen kann. Man braucht sich also nicht zu fürch­ten, son­dern man soll kämp­fen.

    Sie sind zwar über­all, aber nicht all­mäch­tig. Und das ist der Unter­schied zur Gno­sis.

    • Die „et alia“, da sie ganz offen­bar starr­sin­nig und unkor­ri­gier­bar aus Ihrem vor Bos­heit (oder noch mehr?) star­ren­den Her­zen kom­men, fal­len auf Sie zurück!

      Viel­leicht hal­ten Sie kurz die Luft an und neh­men zur Kennt­nis, dass Sie gegen Argu­men­te anschrei­ben, die ich nicht geäu­ßert habe…

      Ich habe auch nicht gesagt, dass es kei­ne Dämo­nen gäbe.…schließlich hat auch Jesus sie aus­ge­trie­ben.
      Aber nicht jede sünd­haf­te Ver­strickung ist bereits eine Form der „Beses­sen­heit“.

      Sie haben hier auch nichts auto­ri­tär fest­zu­stel­len, weil Sie als fei­ger Anony­mus über mich ohne­hin kei­ner­lei Macht haben — ich habe bereits einen Herrn, er heißt Jesus, und der starb am Kreuz und ist auf­er­stan­den und ist Gott und wird am Ende jeden rich­ten, der hof­fent­lich vor­her mit mir alles zu Leb­zei­ten klä­ren wird, was wich­tig zu klä­ren ist (das wün­sche ich mir von Jesus), der auch mit Ihnen am Ende fer­tig wird und Sie auf die Dämo­ni­sie­rung, die Sie hier nun zum x‑ten Mal wider­recht­lich und ohne irgend­ei­nen objek­ti­ven Grund vor­neh­men, zur Rechen­schaft zie­hen wird.

  15. Dies alles kann ich nur bestä­ti­gen und habe,wie ich in einem andern thread schon andeutete,leidvolle Erfah­run­gen mit der ungu­ten gei­sti­gen Welt gemacht.
    In der Eso­te­rik glaubt man fälschlicherweise,das die „gei­sti­gen Energien“,die sich manch­mal mani­fe­stie­ren, grund­sätz­lich „gut“ sind.
    Man arbei­tet mit „guten Energien“,„Lichtwesen“,„Lichtengeln“ usw.usw.
    Aber irgend­wann kommt der sprich­wört­li­che Pfer­de­fuß zutage,tatsächlich habe ich oft spät­abends oder nachts Huf­ge­klap­per vor dem Haus gehört,obwohl nichts und nie­mand da war!!
    Ich bin buch­stäb­lich aus Angst christ­lich geworden,nachdem mir Beten gehol­fen hat­te.
    Gera­de durch die vie­le Por­no­gra­phie und Über­se­xua­li­sie­rung der Gesell­schaft sowie den vie­len Kul­ten und Riten die jetzt so „in“ sind (Yoga,Reiki,Paganismus) gibt es wahr­schein­lich mehr Besessene,als wir ahnen.
    Nicht umsonst wur­de ja gera­de die Sexua­li­tät in allen Kul­tu­ren mit sovie­len Tabus belegt,man wuss­te schon,warum.
    Man ent­fes­selt dann Kräfte,denen der Mensch ohne Hil­fe nicht mehr Herr wird.
    Da die eta­blier­te Kir­che nun auf gan­zer Linie versagt,kann nur Jesus Chri­stus die Welt exorzieren,oder sie wird unter­ge­hen.

  16. Und um noch­mal den Bogen zu Franz,dem Barm­her­zi­gen zu schla­gen :
    für mich heißt schon seit län­ge­rem die Dia­gno­se: Beses­sen­heit oder Schizophrenie,obwohl ich kein Fach­mann auf die­sen bei­den Gebie­ten bin.
    Bei­des wäre fatal und ver­hee­rend für die katho­li­sche Chri­sten­heit.
    Aber es heißt ja,man bekommt immer die Regierung,die man ver­dient.

    • Stel­la — bei aller Lie­be: das kön­nen wir nicht dia­gno­sti­zie­ren.
      Von unse­rer War­te aus gese­hen, ist er ein ver­wir­ren­der und chao­ti­scher, dafür aber um so macht­be­wuss­te­rer Mann.

      Es ist ein Volks­sport, sol­che Män­ner ent­we­der zu dämo­ni­sie­ren oder zu patho­lo­gi­sie­ren.

      Bei­des gilt nach unse­rem Recht zu Recht als Straf­tat.

      Ich sag­te schon an ande­rer Stel­le, dass ich sol­che Män­ner schon mehr­fach erlebt habe in mei­nem inzwi­schen schon lan­gen Berufs­le­ben.
      Und die Sexua­li­tät wür­de ich mal ganz drau­ßen las­sen, denn es sind oft sogar sexu­ell ent­halt­sa­me Leu­te, die so ticken.

      Es gibt im gesam­ten NT nicht eine Stel­le, an der Sexua­li­tät mit Dämo­nie ver­bun­den wür­de.

      Man muss wirk­lich als Katho­lik auf­pas­sen, dass man nicht selbst in die alten heid­ni­schen magi­schen und aber­gläu­bi­schen Denk­mu­ster abstürzt.
      Die Welt hat nicht ganz unrecht damit, wenn sie fest­stellt, dass die Katho­li­ken, die die Sexua­li­tät dämo­ni­sie­ren, meist selbst eine dämo­ni­sche Sexua­li­tät aus­le­ben oder ein­mal aus­ge­lebt haben und nun ihre Last auf ande­re pro­ji­zie­ren.
      Unzucht ist sicher Sün­de, aber es hat mit Beses­sen­heit nichts zu tun. Das ist ein­fach was ande­res. Und bei F. habe ich nie etwas von sexu­el­len Exzes­sen gehört.…

      Es gibt das Dämo­ni­sche — ob es aber bei F. vor­liegt kann aus der Fer­ne nie­mand so ein­fach behaup­ten, ohne sich selbst schwer zu ver­sün­di­gen. Wir dür­fen nie­mals ein­fach so etwas Weit­rei­chen­des in die Welt set­zen.

      Mich bestürzt die Fahr­läs­sig­keit, mit der hier immer Katho­li­ken schein­bar wie außer Rand und Band sind.

      Was wir wis­sen kön­nen ist: er ist kon­fus, er ver­tritt Posi­tio­nen jeden­falls mal so andeu­tungs­wei­se, die häre­tisch sind, aber damit ist er nicht allei­ne. Das ist Mode — So schwam­mig ist auch Mer­kel, das sind heu­te fast alle Machthaber(innen)… und nicht nur sie…

      • Sie schrei­ben:

        //Es gibt im gesam­ten NT nicht eine Stel­le, an der Sexua­li­tät mit Dämo­nie ver­bun­den würde./

        Doch, und zwar die Homo­se­xua­li­tät. Die homo­se­xu­el­le Sün­de wird von St. Pau­lus als Fol­ge von Über­tre­tung des 1. Gebots gese­hen. Der Ver­stoß gegen das Erste Gebot schließt Dämo­nen­kult ein und öff­net den Men­schen dem Dämon. Nicht erst die homo­se­xu­el­le Sün­de, schon die homo­se­xu­el­le Ori­en­tie­rung ist dämo­nisch beein­flusst.

  17. Wo Barm­her­zig­keit los­ge­löst von Gerech­tig­keit gese­hen wird, da ver­zerrt sich der Glau­be, er wird zur Kon­fu­si­on. Wo kei­ne Gerech­tig­keit herrscht, wo sie nicht wie­der her­ge­stellt wird, was nur Gott wirk­lich ver­mag, da ver­fällt das Sein dem Nichts, der Sinn­lo­sig­keit. Gott schafft Gerech­tig­keit, weil nur dann Schöp­fung einen Sinn hat. Die Sün­de ist Sün­de, weil sie Unrecht schafft. Es gibt kei­ne Barm­her­zig­keit, die über die Gerech­tig­keit hin­aus­ge­hen könn­te, wie es Kar­di­nal Kas­per behaup­tet. Das ist sophi­sti­sches Gere­de, das den wah­ren Glau­ben ver­dun­kelt. Kann Gott das Unrecht lie­ben? Kann Gott das Unrecht unge­sühnt las­sen? Genügt ein Bedau­ern um Mas­sen­mord zu ver­ge­ben?

  18. „Gott ist Vater und Mut­ter“ sagt der amtie­ren­de Papst.
    Nach­dem er die Hl. Drei­fal­tig­keit bereits mit dem moham­me­da­ni­schen Allah gleich­setzt hat, sol­len wohl auch noch die Gaia Anbe­ter berück­sich­tigt wer­den.
    Soll in der Kir­che dem­nächst ‚Mut­ter unser… ‘ gebe­tet wer­den?

    Wann wird die­ser Mann end­lich gestoppt?!

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