Im Januar erscheint Gesprächsbuch von Papst Franziskus: „Der Name Gottes ist Barmherzigkeit“

Gesprächsbuch von Papst Franziskus: Der Name Gottes ist Barmherzigkeit"
Gesprächs­buch von Papst Fran­zis­kus: „Der Name Got­tes ist Barm­her­zig­keit“

(Rom) Papst Fran­zis­kus ver­öf­fent­licht im kom­men­den Jahr sein „erstes Buch“, so ADNKro­nos und Euro­pa Press. Dabei han­delt es sich um ein Gesprächs­buch, das zusam­men mit Andrea Tor­ni­el­li, dem Vati­ka­ni­sten sei­nes Ver­trau­ens, ent­stan­den ist. Es wird den Titel tra­gen: „Der Name Got­tes ist Barm­her­zig­keit“. Die Her­aus­ga­be erfolgt gleich­zei­tig in sechs Aus­ga­ben. Neben dem ita­lie­ni­schen Ori­gi­nal wer­den fünf Über­set­zun­gen vor­be­rei­tet. Die deut­sche Aus­ga­be erscheint im Kösel-Ver­lag.

Andrea Tor­ni­el­li gehört zu den stän­di­gen Besu­chern des vati­ka­ni­schen Gäste­hau­ses San­ta Mar­ta. Aus­ge­stat­tet mit einem Son­der­aus­weis hat er unge­hin­der­ten Zugang zum Papst. Tor­ni­el­li berät Fran­zis­kus und  tex­tet und kor­ri­giert für den Papst.

Das Buch wird am 12. Janu­ar 2016 in den Buch­han­del kom­men, einen Monat nach Eröff­nung des Hei­li­gen Jah­res der Barm­her­zig­keit, das bis zum Christ­kö­nigs­fest (Novus Ordo) 2016 dau­ert. Euro­pa Press kün­dig­te das Erschei­nen mit einem Video an.

17 Ver­la­gen arbei­ten am Erschei­nen des Gesprächs­bu­ches mit, das zeit­gleich in 84 Staa­ten in den Buch­han­del kom­men wird. Für den deut­schen Sprach­raum ist die Ver­lags­grup­pe Ran­dom Hou­se des Ber­tels­mann-Kon­zerns zustän­dig, zu der seit 2005 der Kösel-Ver­lag gehört.

Über den Inhalt des Buches ist noch nichts bekannt.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: ADNKro­nos (Screen­shot)

19 Kommentare

  1. Der Titel stellt eine Behaup­tung auf, und die­se Behaup­tung ist ver­wir­rend, wenn nicht irre­füh­rend.
    Nach dem über­lie­fer­ten christ­li­chen Glau­ben –und hier­un­ter schlie­ße ich ind iesem Punkt die tra­di­tio­nel­le katho­li­sche und ortho­do­xe Dog­ma­tik wie auch die bibel­ba­sier­te syste­ma­ti­sche (pro­te­stan­ti­sche) Theo­lo­gie ein– wird die Barm­her­zig­keit nicht als ein Name Got­tes betrach­tet, geschwei­ge als d e r Name Got­tes.
    Barm­her­zig­keit ist eine Eigen­schaft, ein Attri­but Got­tes, näher­hin des gött­li­chen Wil­lens, und die­se Eigen­schaft der Barm­her­zig­keit ist unlös­lich ver­bun­den mit Got­tes Gerech­tig­keit.
    Was beab­sich­tigt Papst Fran­zis­kus mit die­sem Ver­wir­rung stif­ten­den Titel?
    Ich ver­mu­te vor­ab, er benutzt ihn in zwei Rich­tun­gen.
    Ein­mal zur Begrün­dung einer ver­än­der­ten Pasto­ral (vgl. Welt­bi­schofs­son­der­syn­oden über die Fami­lie), die ein ande­res, nach Pau­lus: ver­fluch­tes, Evan­ge­li­um ein­führt, nicht das Evan­ge­li­um der Buße und des ret­ten­den Glau­bens an den Herrn und Erlö­ser Jesus Chri­stus und sein Kreu­zes­op­fer, und des Sie­ges über die Sün­de durch die Kraft der Gna­de, son­dern ein fal­sches Evan­ge­li­um der gleich­sam auto­ma­ti­schen All­ver­ge­bung, die den Begriff der Sün­de über­flüs­sig macht und den Unter­schied zwi­schen Gut und Bös auf­hebt.
    Zum andern wäre es nicht zu ver­wun­dern, wenn Papst Fran­zis­kus die­sen „Namen Got­tes“ als Brücke zum Islam nutz­te, des­sen Koran­su­ren alle mit dem Spruch „Im Namen Allahs des Gnä­di­gen, des Barm­her­zi­gen“ begin­nen, um eine Gemein­sam­keit des Glau­bens theo­lo­gisch zu postu­lie­ren und prak­tisch in der gesa­men­ten Kir­che bis hin­un­ter auf Orts­ebe­ne durch­zu­set­zen.

    • Rich­tig, Barm­her­zig­keit ist ein Attri­but Got­tes. Barm­her­zig­keit ohne Umkehr wäre der Will­kür­akt des Dämo­ni­schen, weil in ihm alles Tun a prio­ri gerecht­fer­tigt wäre. Es käme in der End­kon­se­quenz der Auf­he­bung des Mora­li­schen gleich. Dass Jesus Chri­stus dies im Sinn gehabt haben könn­te, ist absurd. Zwar ver­gibt die gött­li­che Lie­be, sie tut dies aber nicht bedin­gungs­los, son­dern sie for­dert den Sün­der, sei­ne Sün­de zu beken­nen, sie als sol­che auch anzu­er­ken­nen und sich vom sünd­haf­ten Tun abzu­wen­den. Die gött­li­che Lie­be recht­fer­tigt nicht die Sün­de — z.B. als mensch­li­che Schwä­che -, dies hat Jesus Chri­stus ganz klar gesagt (Mt 13,8–9). Im Gegen­teil, Jesus wen­det sich gegen die Selbst­sucht, die in der Sün­de ver­harrt und stellt ihr das gött­li­che Gebot ent­ge­gen.

      Was der­zeit unter dem Wort Barm­her­zig für ein Miss­brauch getrie­ben wird, ist wirk­lich ent­setz­lich. Schlim­mer kann man den christ­li­chen Glau­ben nicht schä­di­gen.

      • Ja, geehr­ter Sua­rez, so sehe ich das auch, und nie haben Jesus Chri­stus und die Apo­stel ande­res gelehrt.
        Nur ein Bei­spiel, da zufäl­lig heu­te mor­gen wie­der gele­sen. Am Ende der Berg­pre­digt spricht Jesus von den zwei Wegen, warnt vor fal­schen Pro­phe­ten und redet vom klu­gen und vom törich­ten Bau­mei­ster (Mat­thä­us 7,13–29). Wir fin­den hier: zwei Pfor­ten, zwei Wege, zwei Zie­le, zwei Grup­pen von Men­schen; zwei Baum­ar­ten und zwei Frucht­sor­ten; zwei Grup­pen im Gericht; zwei ver­schie­de­ne Bau­her­ren, die auf zwei unter­schied­li­chen Grund­la­gen bau­en. Das sind Gegen­satz­paa­re. Der Herr zieht eine kla­re Trenn­li­nie zwi­schen dem Weg zum Unter­gang und dem Weg zum Leben.
        Die Kir­che muss zu kla­ren Unter­schei­dun­gen und kla­ren Aus­sa­gen zurück­fin­den.

  2. Ein Buch von Fran­zis­kus und das mit sei­nem Lieb­lings­wort “ Barm­her­zig­keit “ und wei­te­ren Inter-
    reli­giö­sen For­mu­lie­run­gen. Das erin­nert sofort an die Kam­pa­gne nach dem Kon­zil mit dem Slo-
    gan : Gott hat vie­le Namen wie Jah­we, Allah und so wei­ter. Des­halb ist zu ver­mu­ten, dass die­ses Buch für einen Katho­li­ken, nicht emp­feh­lens­wert sein wird. Es sei denn, man will Bescheid über
    nega­ti­ve Ein­flüs­se im Glau­ben wis­sen. Nach den Erfah­run­gen mit Fran­zis­kus, wird Aller­lö­sung,
    Inter­re­li­gi­on und Heil in allen Natur­re­li­gio­nen, das The­ma beherr­schen. Viel­leicht wird es ein Best-
    sel­ler für moder­ne Theo­lo­gen, Pro­gres­si­sten, Kas­pe­ria­ner und Kir­chen­fein­den. Des­halb kann man
    auf die­se Buch getrost ver­zich­ten,

  3. Es heißt „Cle­men­tia Cae­sa­ris“ und nicht Barm­her­zig­keit kor­rek­ter­wei­se, ich bit­te um die kor­rek­te Wort­schöp­fung! Lüg‘ doch nicht du Hir­te Roms, wer den Herrn ver­leug­net holt sich das Gericht, so wie Du „Petrus“, den Herrn leug­nest so ver­leug­nest du einst sei­ne Heer­schaa­ren, von „Ali­ens“ sprachst wo doch wirk­lich nur Men­schen sind, ja der „Papst“ wird wohl per pedes sei­nen Gang nach „Colonos­sa“ bald gehen um der Lügen wil­len wenn die schö­ne Stadt Rom brennt. 😉 , denn wer die Heer­schaa­ren leug­net, der leug­net auch den Herrn, den Heer­füh­rer. Der Gott­mensch wird den dar­wi­ni­sti­schen Affen­men­schen und E.T, Fan bald rich­ten am Tage des Zorns, heil dem Herrn der Heer­schaa­ren! Was ein schö­ner Tag, wie freue ich mich doch auf mei­nen Marsch­be­fehl, so viel Elend zu sehen da wird einem glatt spei­übel. „INRIflamme“-Standarte der letz­ten Legi­on, Ban­ner der Heer­schaa­ren — AEIOU / Legio X IC. XP- PAX, ORI-ROI. Die Lilie ver­geht nie, eher stirbt alles, Got­tes Gerech­tig­keit sein Geschenk für den Men­schen. Cogi­to ergo sum, ich bin der der ich bin, JHVH. Heil dem Herrn der Heer­schaa­ren, ewig lebt das Reich! Sanc­ta Troia!

    • Aus­ge­flo­gen und eva­ku­iert wird er nicht, von wem auch? 😉 Er sin­niert ja über grü­ne Mars­men­schen, und so etwas nennt sich dann auch noch Papst, Hel­mut Kohl wür­de wohl sagen, die­ser Mann in „weiß“ ist „am Arsch des Pro­phe­ten“, ja es muss ein sehr bekann­ter fal­scher Pro­phet sein des­sen Früch­te man täg­lich in den „News“ betrach­ten kann und den Kohl mein­te, wer Frei­mau­rer ist der ist Moham­me­da­ner, und der Papst ist der höch­ste Frei­mau­rer, wie die Mau­re­rei längst bestä­tig­te. Auf­wa­chen hie­RO­só­ly­MA !

      • Kohl (von jüd. Kohn = Prie­ster­klas­se / Name wur­de aus die­sem Grund geän­dert!) ist sel­ber ein Hoch­gr. FM, wie übri­gens sein Vor­gän­ger H. Schmidt auch.
        Neben dem Vor­na­men ist das aber nicht die ein­zi­ge Gemein­sam­keit die die bei­den ver­bin­det: Genau­so wie übri­gens die amtie­ren­de BK Ang. Merk. auch, kön­nen sie auf jüdi­sche Vor­fah­ren zurück­schau­en. Wahr­schein­lich ist eine sol­che Abstam­mung ein Kri­te­ri­um, um in die­ses hohe Amt gewählt wer­den zu kön­nen. Selbst ein gewis­ser Adolf H. erfüll­te die Vor­aus­set­zung dafür, wie man weiß.

      • @Severin
        Für mich sind die Juden nicht unse­re „älte­ren Brü­der“, da nur die im Namen des drei­ei­n­i­gen Got­tes Getauf­ten „Brü­der und Schwe­stern“ sind. Mir sind die Juden nicht wich­ti­ger oder weni­ger wich­tig als ande­re Men­schen. Ich habe nichts dage­gen, dass sie ihre Inter­es­sen ver­tre­ten. Ich muss ihnen ja nicht dar­in fol­gen. Den Kopf schütt­le ich hin­ge­gen über christ­li­che Phi­lo­se­mi­ten oder Phi­lo­zio­ni­sten, das ist eine selt­sa­me histo­ri­sche beding­te Ver­ir­rung.
        Das schicke ich vor­aus. Nicht min­der kuri­os fin­de ich, dass man ein­fluss­rei­chen Per­so­nen eine jüdi­sche Abstam­mung andich­tet und damit meint, sich alles erklärt zu haben, was man an ihrem Han­deln nicht ver­steht. Nun ver­ste­he ich auch nicht, was die Bun­destrul­la mit ihrer Ein­wan­de­rungs­po­li­tik will, aber was soll es brin­gen, ihr eine irgend­wie jüdi­sche Abstam­mung anzu­dich­ten? Wem soll das hel­fen? Was soll das klä­ren oder erklä­ren?
        Ange­la Mer­kel soll Jüdin sein, so kann man oft im Inter­net lesen. Doch bei einer nähe­ren Über­prü­fung läßt sich kein Beleg dafür fin­den. Das Mär­chen ist auch erst um ca. 2007 auf­ge­taucht, obwohl sie schon lan­ge in der hohen Poli­tik war.
        Da gibt es einen Groß­el­tern­teil der aus „Polen“ stammt oder „pol­nisch“ ist, und weil einer einen fremd­klin­gen­den, in die­sem Fall pol­nisch klin­gen­den Fami­li­en­na­men hat, mei­nen schon man­che, im „Dun­kel des Ostens“ alles andich­ten zu kön­nen. Der Groß­va­ter von Mer­kel hat­te einen pol­nisch­klin­gen­den Fami­li­en­na­men, das ist auch schon alles. Er leb­te aber nicht in Polen (auch nicht Kon­gress-Polen), son­dern in Posen, das war damals Deut­sches Reich (auch wenn das heu­te kaum mehr jemand weiß und sich noch weni­ger vor­stel­len kann). Er war so deutsch, daß er es, wie die mei­sten Posen-Deut­schen, die nach dem Ersten Welt­krieg nicht in einem frem­den Staat (Polen) leben woll­ten, und wegen des zuneh­men­den pol­ni­schem Druckes, vor­zog, nach 1920 ins ver­klei­ner­te Deut­sche Reich zu über­sie­deln und zwar nach Ber­lin. Und dort wur­de er gleich Poli­zei­be­am­ter. Daß er in einer pol­ni­schen Ein­heit gedient oder sogar irgend­wie gegen Deutsch­land im WKI gekämpft haben soll, ist nicht belegt, sein wei­te­res Leben wider­spricht dem viel­mehr ganz. Er war so deutsch, dass er 1930 sei­nen schwer les­ba­ren Namen ein­deutsch­te. Das taten damals vie­le und in allen Staa­ten und Spra­chen. Erstaun­li­cher ist, wenn schon, der Wech­sel vom katho­li­schen zum pro­te­stan­ti­schen Glau­ben, sodaß sein Sohn gar Pastor wur­de und dazu auch gleich noch ein kom­mu­ni­sten­freund­li­cher. Nun denn, an Jüdi­schem jeden­falls fin­det sich aber nichts.
        Mit Kohl ist es nicht anders. Nur weil irgend­wer irgend­was im Inter­net ohne Quel­len­an­ga­be behaup­tet, meint das nicht, dass man es nach­plap­pern soll.
        „Der ist Jude“, „hat jüdi­sche Vor­fah­ren“, ist „jüdi­scher Abstam­mung“ ist als Erklä­rung zwar viel­leicht in man­chen Köp­fen bequem, weil es ihnen aus ihrer Sicht das Nach­den­ken erspart, aber stich­hal­tig und hilf­reich ist es nicht. Die Din­ge lie­gen eben doch kom­pli­zier­ter und ver­lan­gen nach mehr Aus­ein­an­der­set­zung, um zu ver­ste­hen, war­um bestimm­te Leu­te so han­deln, wie sie han­deln.

      • Und genau das ist der Grund, war­um kein Mensch die Tra­dis ernst­neh­men kann — das ist doch bereits patho­lo­gisch.

        Wenn Hob­by­ger­ma­ni­sten hier okkul­te Namens­for­schung betrei­ben, dann wirds all­mäh­lich zu bunt.

        Aber kei­ne Sor­ge — der Name kommt hun­dert­fach im rhein­land-pfäl­zisch-saar­län­di­schen-rhein­hes­si­schen Raum vor. Allein ich habe in mei­nem Bekann­ten­kreis min­de­stens 10 Kohls — alle kei­ne Juden…hach!
        Der Name ist ver­brei­tet in Euro­pa und Nord- und Süd­ame­ri­ka, in Isra­el gar nicht.
        Nach dem Names­le­xi­kon von Bahlow ist „Kohl“ Über­na­me des Kohl­bau­ern. Ist zu unter­schei­den von „Koh­ler“ (Koh­len­bren­ner-Beruf). Kohl kann auch als „Köhl“ auf­tre­ten (v.a. im Ale­ma­ni­schen) oder als „Kohlhas“.

        Der Ver­rück­te, der das fälsch­li­cher­wei­se mit dem Namen „Kohn“ in eins setzt, der soll­te mal auf den Tep­pich kom­men.
        „Kohn“ kann von „Cohen“ (hebr. Prie­ster) kom­men, auch „Kahn“.
        „Kohn“ kann aber auch von „Kuhn“, d.i. „Kon­rad“ kom­men.

        Es gibt daher jüdi­sche und christ­li­che Kohns im deutsch­spra­chi­gen Raum.

        Aber die­ses Geschwa­fel hier ist uner­träg­lich. Man muss sich für die eige­nen Glau­bens­ge­nos­sen bis unter die Haar­wur­zeln schä­men.

        Und vor allem die­se Leich­tig­keit, mit der gelo­gen und ver­leum­det wird, wirkt alles ande­re als christ­lich.

  4. „Der Name Got­tes ist Barm­her­zig­keit“ — und wie­so hat das dem lie­ben Gott bis­her noch nie­mand gesagt? Hät­te ER sei­nen „rich­ti­gen“ Namen von Anfang an gewusst, hät­te ER doch im Lau­fe der Geschich­te ganz anders gehan­delt! Die Ver­trei­bung aus dem Para­dies und die Sint­flut hät­ten nie statt­ge­fun­den und am bren­nen­den Dorn­busch hät­te ER sich Mose gleich mit rich­ti­gem Namen „Raha­bim“ anstel­le von „Jah­we“ vor­stel­len kön­nen! Die 10 Pla­gen wären den Ägyp­tern dann auch erspart geblie­ben und Sodom und Gomor­rha wären heu­te blü­hen­de Städ­te!
    Natür­lich wür­de Weih­nach­ten dann auch aus­fal­len, denn wenn der Name Got­tes Barm­her­zig­keit ist, ist die Geburt eines Erlö­sers völ­lig für die Katz — vom Tod am Kreuz ganz zu schwei­gen!
    War­um hat das dem lie­ben Gott denn noch kei­ner gesagt! ER hät­te es sich doch so leicht machen können.…mit sei­nem Volk!

  5. Die Kri­tik am Buch­ti­tel ist nicht gerecht­fer­tigt.
    Dass Barm­her­zig­keit zu den Eigen­schaf­ten Got­tes gehört, weiß jedes Kind. Dass es eine der her­aus­ra­gen­den Eigen­schaf­ten ist, weiß auch jedes Kind.

    Nach der scho­la­sti­schen Leh­re fal­len bei Gott Potenz und Akt inein­an­der. Das heißt, er IST förm­lich sei­ne Eigen­schaft.

    Wer das aus­ein­an­der­di­vi­die­ren will, kennt den Begriff der Hei­lig­keit Got­tes nicht. Er ist hei­lig und er IST Hei­lig­keit total. Er IST Barm­her­zig­keit total…

    In der Tra­di­ti­on spricht man, abge­lei­tet von einem Psalman­fang (Ps. 89) von der „miser­i­cor­di­as Domi­ni“ (Des Herrn Barm­her­zig­keit).
    Es sind drei Königs-Eigen­schaf­ten Got­tes, die die Tra­di­ti­on uns vor Augen stellt:

    1. Hei­lig­keit
    2. Barm­her­zig­keit
    3. Gerech­tig­keit

    Daher beten wir auch in jedem Bene­dic­tus bei den Lau­des das, was Zacha­ri­as gedich­tet hat:

    „…Per vis­ce­ra miser­i­cor­diae Dei nostri: in qui­bus visi­ta­vit nos ori­ens ex alto…“

    Das heißt, wenn man es genau über­setzt:

    „… Durch das Mark der Barm­her­zig­keit unse­res Got­tes: durch dies besuch­te uns der Mor­gen­stern aus der Höhe…“

    Per vis­ce­ra — durch die Ein­ge­wei­de, durch das Fleisch, durch das Mark… Jesus Chri­stus ist also direk­te Fol­ge der Barm­her­zig­keit Got­tes. Und da Chri­stus Gott ist, ist er eine Fol­ge der „Eigen­schaft“ Got­tes, näm­lich der Barm­her­zig­keit, die selbst­ver­ständ­lich in dem gro­ßen Gott auch vor der Inkar­na­ti­on auf­grund der Iden­ti­tät von Akt und Potenz eine abso­lu­te Gestalt hat.

    Ich muss die Kri­ti­ker fra­gen, ob sie nicht ein Got­tes­bild haben, dass eher dem der Poly­the­isten gleicht als dem der Kir­che.

    Man mag den Miss­brauch der Barm­her­zig­keit, den v.a. Johan­nes Paul II. betrie­ben hat, kri­ti­sie­ren. Aber trotz des Miss­brauchs ist Gott den­noch barm­her­zig und er IST die abso­lu­te Gestalt der Barm­her­zig­keit.

    Das Inein­an­der­fal­len von poten­ti­el­ler Eigen­schaft und abso­lu­tem Sein kommt in bibli­schen Tex­ten eben­falls zum Aus­druck:

    „Voca­b­itur nomen eius admi­ra­bi­lis Con­si­lia­ri­us, Deus for­tis, Pater aeter­ni­ta­tis, Princeps pacis.“ (Is. 9, 5f)

    „Sein Name ist Wun­der­ba­rer Rat, Star­ker Gott, Vater der Ewig­keit, Fürst des Frie­dens.“

    Die Eigen­schaf­ten wer­den hier in die Nomen gewo­ben — aber bei Gott ist das eben auf­grund der genann­ten onto­lo­gi­schen Gestalt immer erlaubt.

    Ja, Gott IST Barm­her­zig­keit, aber er ist auch noch ande­res: er IST Gerech­tig­keit, Lie­be, Hei­lig­keit, Trost, Kraft etc.

    __________

    Mich irri­tiert an dem Buch­ti­tel etwa ande­res:

    Die nor­ma­len und nicht her­um­bom­ben­den Mus­li­me beto­nen bei Allah auch unter des­sen 99 Eigen­schaf­ten bzw. Seins­ge­stal­ten die des „All­er­bar­mers“:

    Ein Zitat eines Ilsam­ge­lehr­ten:

    „Der All­er­bar­mer (Ar-Rah­man) und der Gna­den­spen­der (Ar-Rahim) beschrei­ben auch Allahs Bezie­hung zur Welt. Im Qurʾan ist fest­ge­legt: „(Er ist) der All­er­bar­mer, der Sich auf den Thron nie­der­ließ.“ Barm­her­zig­keit ist das Signum der Schöp­fung und der onto­lo­gi­sche Faden, der sich durch alles zieht. Inso­fern fällt das gesam­te Gesche­hen zu gege­be­ner Zeit unter die Rubrik der kos­mi­schen Gna­de. —–

    (Forts.)

    • (Forts.)

      ——Die­sen Gegen­stand betref­fend führ­te einer der gro­ßen Gelehr­ten an: „Hät­te Allah statt­des­sen geof­fen­bart, dass ῾der Unter­wer­fer (Al-Dschab­bar) sich auf den Thron nie­der­ließ᾿ wür­de die Schöp­fung sich auf­lö­sen.“ In einem ande­ren Vers lesen wir „er hat sich selbst Barm­her­zig­keit vor­ge­schrie­ben“, um her­vor­zu­he­ben, dass Barm­her­zig­keit das bestim­men­de Motiv des Kos­mos und die fun­da­men­ta­le Absicht des Schöp­fungs­ak­tes ist.

      Die­ser Blick­win­kel wird zudem von der pro­phe­ti­schen Über­lie­fe­rung unter­stützt, in der es heißt, dass Allah sagt: „Wahr­lich, mei­ne Barm­her­zig­keit über­wiegt mei­nen Zorn.“

      Quel­le: http://www.islamische-zeitung.de/iz3.cgi?id=17776

      Für mich ist hier also die Fra­ge, die ich auch bei Johan­nes Paul II., der ja bekannt­lich ein Islam­freund war, schon gestellt habe: War­um wird die Barm­her­zig­keit Got­tes nun von Päp­sten so gewich­tet, wie dies auch die Mus­li­me tun, ohne kennt­lich zu machen, dass hier ein Begriffs­pro­blem vor­liegt?

      Der zitier­te Islam­ge­lehr­te fügt die­sem Vor­spann eine lang­at­mi­ge Apo­lo­gie der aan­geb­li­chen Barm­her­zig­keit und Fried­fer­tig­keit des Pro­phe­ten an, der „nie blind­wü­tig“ gehan­delt habe und „Mek­ka (…) fried­lich erobert“ habe.

      Der Bge­riff Barm­her­zig­keit als Eigen­schaft und Seins­form Got­tes steht also in einer Schlacht der Ver­frem­dun­gen.

      Was unser Glau­be mit Barm­her­zig­keit Got­tes meint, muss anhand sei­ner ande­ren Eigen­schaf­ten geklärt wer­den.

      Wir ken­nen auch die sie­ben leib­li­chen und die sie­ben gei­sti­gen Wer­ke der Barm­her­zig­keit. Sie sind abge­lei­tet aus dem, was Chri­stus als Wel­ten­rich­ter bei uns allen abfra­gen wird.

      Ein Ver­gleich der­sel­ben mit dem, was der Islam dar­un­ter ver­steht — und das ist bis auf das Almo­se­ge­ben ganz und gar nicht das­sel­be (!) — , eine ein­ge­hen­de Unter­su­chung wären not­wen­dig.

      Ich habe nach allem, was vor­aus­ging, kei­ne Hoff­nung, dass F. dies­mal ein prä­zi­ses fun­dier­tes Buch geschrie­ben hat.

      Lei­der.

      • Der Islam­ge­lehr­te äußert die ehren­wer­te und sicher ganz ernst­haf­te Absicht, das Han­deln jedes Mus­lim müs­se von Barm­her­zig­keit gelei­tet sein, v.a. in der Ehe, aber auch in der Aner­ken­nung aller Men­schen, denen man nichts Böses zufü­gen dür­fe — auch nicht den Ungläu­bi­gen (!).

        Aller­dings — und hier liegt eben m.E. der Schlüs­sel: Für den Gelehr­ten ist Barm­her­zig­keit eine Eigen­schafts­nach­ah­mung, die wie­der­um abge­lei­tet wird aus der Will­kür Got­tes. Das Ur-Vor­bild ist dabei der Pro­phet.

        Für uns Chri­sten ist aber die Barm­her­zig­keit kei­ne blo­ße Eigen­schaft Got­tes, die man nach­ah­men soll, son­dern sie hat tat­säch­lich Gestalt ange­nom­men in Chri­stus: Gott IST Barm­her­zig­keit.
        Wir ahmen ihn dar­in nicht bloß auf der Attri­bu­te-Ebe­ne nach, son­dern wir wer­den umge­stal­tet. Auch unser Sein soll das der Barm­her­zig­keit wer­den. Unse­re Teil­nah­me am Hl. Mess­op­fer, bei dem buch­stäb­lich und leib­haf­tig die­se Barm­her­zig­keit Got­tes essen, hilft bei die­sem Umbau. Die 14 Wer­ke der Barm­her­zig­keit flie­ßen dann aus einem Sein und nicht aus Begrif­fen, die wir uns als Eigen­schaf­ten antrai­nie­ren, so wie man sich Schil­der anklebt oder „Qua­li­fi­ka­tio­nen“ erwirbt, aus.

        Die Scha­fe sagen beim Wel­ten­ge­richt, sie wüss­ten nicht, wann sie die Wer­ke der Barm­her­zig­keit getan hät­ten.

        War­um nicht?

        Weil ich, wenn etwas in mir seins­haft Gestalt wird, dies nicht mehr als etwas von mir Getrenn­tes, das ich wohl­ge­fäl­lig ver­bu­chen könn­te, erle­be.
        Der Mensch, in dem die Bamrher­zig­keit Got­tes in Chri­stus Gestalt annimmt, ja, der Mensch IST SO.

      • Gott ist nicht nur Barm­her­zig­keit — das wäre viel zu klein gedacht und wür­de das Wesen Got­tes nur ein­sei­tig beleuch­ten. — Nein, wenn man das Wesen Got­tes abso­lut set­zen will, dann nur mit dem Axi­om: DEUS CARITAS EST — GOTT ist die LIEBE — alle ande­ren Beschrei­bun­gen sind unzu­rei­chend und tref­fen nicht den Kern.
        Wenn GOTT aber die LIEBE ist, dann ist er nicht nur BARMHERZIGKEIT, son­dern immer auch GERECHTIGKEIT, denn die Lie­be ist nicht nur barm­her­zig, son­dern immer auch gerecht. Wenn Gott nur barm­her­zig wäre, könn­te man ihn nicht ernst neh­men und er wür­de uns nicht ernst neh­men!
        Die Geschich­te Got­tes mit sei­nem Volk zeigt dage­gen, dass Got­tes Lie­be die Frei­heit der Men­schen, der er kei­ne Gren­zen gesetzt hat, t o t a l ernst nimmt — eben weil ER die LIEBE ist.

      • Sagen Sie mal, @ Freya, nichts für Ungut, aber haben Sie über­haupt mein Posting gele­sen?

        Sie wider­spre­chen mir, um dann dann auf­zu­li­sten, was ich selbst oben geschrie­ben habe?
        Wor­um geht es Ihnen?

      • @zeitschnur
        Der erste Satz Ihres Postings war Zitat: „Die Kri­tik am Buch­ti­tel ist nicht gerecht­fer­tigt“ — da bin ich gegen­tei­li­ger Mei­nung: Der Buch­ti­tel hat nur Ali­bi­funk­ti­on für wei­te­re Abwrack­maß­nah­men im Namen der Barm­her­zig­keit.

      • Okay — aber Sie soll­ten den­noch mein Posting als Gan­zes lesen, dann sehen Sie näm­lich am Schluss auch, wel­che Pro­ble­me ich mit einer Über­be­to­nung der Barm­her­zig­keit habe.

        Mein erster Satz bezog sich auf die unsach­ge­mä­ße und phi­lo­so­phisch-dilet­tan­ti­sche Kri­tik zwei­er Poster ganz oben, die behaup­te­ten, man dür­fe eine Eigen­schaft Got­tes nicht mit ihm selbst ins eins set­zen.

        Indem Sie zu Recht auf die Enzy­kli­ka „Deus cari­tas est“ bzw. deren Titel ver­wei­sen, bestä­ti­gen Sie ja mei­ne Abwei­sung die­ser unsin­ni­gen Kri­tik der bei­den Poster. Auch in der Rede davon, dass Gott die Lie­be selbst ist, bestä­ti­gen Sie, dass Eigen­schaft und Sein bei Gott in eins fal­len.

        War­um die­se Kri­tik unsach­ge­mäß ist, habe ich ver­sucht, scho­la­stisch zu begrün­den und bis­lang konn­te mir das auch kei­ner wider­le­gen.

        Aber Sie wer­den auch bei mir lesen, dass Barm­her­zig­keit nicht die ein­zi­ge Gestalt Got­tes ist bzw. sein kann.

      • Lüge und die ihr ver­wand­te Ver­leum­dung sind töd­lich für den Men­schen, der sie begeht. Der Mensch kann einen kran­ken Kör­per und eine kran­ke See­le haben, solan­ge sein Geist gesund ist, kann er sich ret­ten. Aber wenn der Geist nicht mehr nach der Wahr­heit strebt und die Wahr­heit bewusst und mit Vor­satz leug­net, ver­dreht, zudeckt, dann sün­digt er zutiefst gegen sein eige­nes Wesen, dann ist das Böse tief in den Men­schen ein­ge­drun­gen, in sein Inner­stes, wel­ches der Geist ist. Der sol­cher­art Sün­di­gen­de erkrankt am Geist und trennt sich vom Hei­li­gen Geist, der ja durch den Geist des Men­schen hin­durch im Men­schen wirkt. Dar­um gehö­ren die Lüg­ner zu den in der Offen­ba­rung nament­lich auf­ge­zähl­ten Men­schen­grup­pen, deren Anteil der See von Feu­er und Schwe­fel ist.

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