Hollande: „Wir werden unsere Werte verteidigen!“ — Welche Werte denn, Herr Präsident?

Die "Werte" des "Westens"? : Gay Pride Madrid 2013
Die „Wer­te“ des „Westens“? : Gay Pri­de Paris 2013

Gedan­ken zum 13. Novem­ber von Mar­cel de Berliat

(Paris) „Wir wer­den unse­re Wer­te ver­tei­di­gen“ sag­te Frank­reichs Staats­prä­si­dent Hol­lan­de nach den Atten­ta­ten vom 13. Novem­ber in Paris. Wort­wört­lich das­sel­be sag­ten auch Oba­ma, Came­ron und die Staats- und Regie­rungs­chefs ande­rer Staa­ten. Ita­li­ens Mini­ster­prä­si­dent Ren­zi mein­te, der Sieg sei dem Westen sicher, denn sei­ne Wer­te sei­en rich­tig und gut. Die Fra­ge ist aber: Wel­che Wer­te mei­nen die Präsidenten?

Seit ich im Alter von fünf Jah­ren ein­ge­schult wur­de, sagt man mir, daß es kei­ne abso­lu­ten Wer­te gibt, daß Wer­te nur Sicht­wei­sen sind, daß es das schlimm­ste Ver­bre­chen ist, das Wort Wahr­heit groß­zu­schrei­ben, daß es kei­ne Not­wen­dig­keit gibt, Gewiß­hei­ten zu suchen oder zu ver­tre­ten, denn viel wich­ti­ger ist es, Zwei­fel zu haben, das mache leben­dig, bewei­se kri­ti­schen Geist und mache vor allem sym­pa­thisch, denn Gewiß­heit sei ein untrüg­li­ches Merk­mal von tyran­ni­schen, ja faschi­sto­iden Ideo­lo­gien, die schnur­ge­ra­de in die Dik­ta­tur führen.

Und nun erfah­ren wir aus dem Mund der­sel­ben Per­so­nen, die uns zuvor gewarnt haben, daß wir plötz­lich doch abso­lu­te Wer­te haben, mit denen und für die wir in den Krieg zie­hen sol­len? Wenn die ein­zi­ge gro­ße Wahr­heit es ist, kei­ne Wer­te zu haben, soll­ten wir dann nicht alle davon über­zeu­gen? Hät­ten wir nicht zumin­dest jene Ter­ro­ri­sten davon über­zeu­gen müs­sen, die nach der von uns erlaub­ten Ein­wan­de­rung ihrer Eltern oder Groß­el­tern schon unter uns gebo­ren und in unse­ren Repu­bli­ken auf­ge­wach­sen sind mit dem hohen Genuß unse­res Bil­dungs­sy­stems und unse­rer, von uns selbst so gerühm­ten Erzie­hung zum Zweifel?

Ich fra­ge mit vol­lem Ernst: Wel­che Wer­te mei­nen Sie, geehr­te Prä­si­den­ten? Eine Fra­ge, die ich ange­sichts der Bil­der stel­le, die ich im Kopf habe: Bil­der von Jugend­li­chen, die leben woll­ten und im Bata­clan um ihr Leben rann­ten. Eine Fra­ge, die ich auch stel­le, wegen der Ton­nen sinn­lo­ser Flos­keln, die ich aus Ihrem Poli­ti­ker­mund seit­her anhö­ren muß­te. Gehör­ten Sie nicht zu jenen, die uns die Wer­te aus­ge­prü­gelt haben, nun aber, seit dem 13. Novem­ber„ unun­ter­bro­chen das Wort „Wer­te“ im Mund führen?

Die „Werte“ der hohen Politik sind nur Werte mit Anführungszeichen

Die hohlen "Werte" der Präsidenten: Wenn Bilder lügen - inszeniertes Bild nach dem Attentat auf Charlie Hebdo in Paris
Die hoh­len „Wer­te“ der Prä­si­den­ten: Wenn Bil­der lügen — insze­nier­tes Bild nach dem Atten­tat auf Char­lie Heb­do in Paris

Liber­té, fra­ter­ni­té, éga­li­té sag­te Oba­ma. Um es ver­ständ­li­cher zu machen, schließ­lich liegt die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on schon 226 Jah­re zurück, ergänz­te der fran­zö­si­sche Pre­mier­mi­ni­ster Manu­el Valls: “Frei­heit und Men­schen­rech­te“. Genau.

Das Pro­blem ist nur, daß die­se behaup­te­te „Gleich­heit“ und das Recht alles und jedes ver­tre­ten zu kön­nen, sofort in eine unauf­lös­ba­re Kri­se gerät, wenn mich jemand umbrin­gen will. Fällt das Recht zu töten, auch unter die Frei­heit? Viel­leicht die Mei­nungs­frei­heit? Ist das einer unse­rer „abso­lu­ten“ Wer­te, die es in Wirk­lich­keit ja angeb­lich gar nicht gibt? Ein Recht auf Töten?

Genau das haben wir mehr oder weni­ger in allen Staa­ten vor 40 Jah­ren tat­säch­lich erlaubt. Wir töten mehr oder weni­ger scho­nungs­los, skru­pel­los, schran­ken­los unse­re eige­nen Kin­der. Die Todes(sehn)sucht haben wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­stärkt durch die Lega­li­sie­rung der Eutha­na­sie. Der „sanf­te Tod“, der „selbst­be­stimm­te Tod“, der „süße Tod“.

Und jetzt jam­mern wir, daß irgend­wel­che isla­mi­schen Todes­süch­ti­gen noch wei­te­re Tötungs­va­ri­an­ten hin­zu­fü­gen? Die Spi­ra­le der Per­ver­si­on paßt doch gut zusam­men und wir sich nicht ent­wir­ren las­sen, wenn wir nicht begrei­fen, ob wir im „Wert“ des Zwei­fels ersticken wol­len oder wirk­lich wah­re und daher abso­lu­te Wer­te haben.

Wir wer­den uns ernst­haft fra­gen müs­sen, ob unse­re Wer­te jene sind, die der ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­list Gareth Whit­taker in die­sen Tagen fol­gen­der­ma­ßen beschrieb: Wer­te sind, „das irdi­sche Leben in tau­sen­der­lei Form zu genie­ßen, eine Tas­se duf­ten­den Kaf­fee zu trin­ken, ein knusp­ri­ges, but­ter­be­schmier­tes Crois­sant zu essen, schö­ne Frau­en in kur­zen Klei­dern zu bewun­dern, die unge­zwun­gen lächeln, dazu Hun­der­te Düf­te und Gerü­che, Par­fums, Wei­ne, ofen­fri­sche Bach­wa­ren, und das Recht an kei­nen Gott glau­ben zu müs­sen, flir­ten zu kön­nen, rau­chen zu dür­fen, Sex außer­halb der Ehe zu genie­ßen, Urlaub zu machen, Bücher zu lesen und gra­tis die Schu­le besu­chen zu können“.

Wenn der kleine Geist bürgerlicher „Freuden“ mit „Werten“ verwechselt wird

Hat Whit­taker recht, ist das alles? Bestehen unse­re „Wer­te“ dar­in, den neu­en Hedo­nis­mus der Klein-Mit­tel- und Groß­bür­ger zu ver­tei­di­gen, den sie – je nach Brief­ta­sche – mehr oder weni­ger üppig aus­le­ben kön­nen? Die klei­ne, mick­ri­ge, manch­mal schä­bi­ge und ver­stoh­le­ne Genuß­sucht bür­ger­li­cher Exi­sten­zen stel­len die „uni­ver­sa­len Wer­te“ dar, für die man leben und ster­ben soll­te? Für die jemand, wir, in den Krieg zie­hen soll­ten? Das ist augen­schein­lich zu wenig, wes­halb sich jede Begei­ste­rung, den Tarn­an­zug anzu­le­gen, eine Waf­fe in die Hand zu neh­men und hin­aus­zu­zie­hen mit der Aus­sicht getö­tet oder ver­stüm­melt zu wer­den, in engen Gren­zen hal­ten wird. Gab es da übri­gens nicht ein­mal einen gewis­sen Herrn Marx, Karl mit Namen, der vor der Blind­heit der Uni­ver­sa­li­sie­run­gen warn­te, die jede Klas­se von sich selbst zu betrei­ben ver­su­che? Sei­ne bevor­zug­te Klas­se hat sich in die Klein­bür­ger­lich­keit auf­ge­löst, doch die Blind­heit der Klas­sen ist geblieben.

Und noch ein­mal fra­ge ich: Sehr geehr­te Prä­si­den­ten: Müß­ten wir dann nicht unse­re mul­ti­kul­tu­rel­len Freun­de, Brü­der, jeden­falls per defi­ni­tio­nem ohne eige­nes Zutun (angeb­lich) „bes­se­re“ Men­schen, von die­sen unse­ren bür­ger­li­chen Freu­den und Genüs­sen über­zeu­gen und ihnen bei­brin­gen, daß das, ja das, wah­re und ein­zig abso­lu­te Wer­te sind? Wir soll­ten die Pari­ser Ban­lieues, die­se Schmuck­stücke und Vor­zei­ge­wer­ke unse­rer Muli­ti­kul­tu­ra­li­tät, und die „Ban­lieues“ der gan­zen Welt mit die­ser unse­rer Klein­gei­stig­keit fül­len, dann wäre die Welt ein „Para­dies“.

Die Feigheit, eigenes Scheitern einzugestehen

Doch, haben wir nicht genau das schon dau­ern getan? Und sind wir nicht genau damit gna­den­los geschei­tert? Sind die Ban­lieues nicht undurch­dring­li­che Ghet­tos gewor­den? Par­al­lel­wel­ten? Ist es nicht gera­de die Lee­re unse­res Hedo­nis­mus, der die Ban­lieues noch häß­li­cher gemacht hat, als sie ohne­hin schon waren?

Die moder­ne Poli­tik zeich­net sich jedoch durch die Feig­heit aus, das eige­ne Schei­tern ein­zu­ge­ste­hen. Poli­ti­ker wis­sen alles und kön­nen alles. Sie kön­nen jedes Mini­ste­ri­um über­neh­men, heu­te Finan­zen, mor­gen Ver­tei­di­gung, über­mor­gen das Äußere.

Es gäbe noch einen ande­ren Weg, lie­be Prä­si­den­ten unse­rer „west­li­chen“ Staa­ten (was heißt eigent­lich „west­lich“, wofür steht heu­te „west­lich“?): Wir könn­ten dar­über nach­den­ken, ob wir nicht doch Wer­te, wirk­li­che Wer­te haben, sol­che, die man nicht irgend­wie ver­schämt mit Anfüh­rungs­zei­chen schrei­ben muß. Viel­leicht soll­ten wir gei­stig den umge­kehr­ten Weg gehen, einen Weg zurück auf der Suche nach dem, was wir offen­sicht­lich irgend­wann auf dem Weg ver­lo­ren haben. Wir könn­ten uns zunächst viel­leicht fra­gen, woher unse­re Men­schen­rech­te kom­men, jene Rech­te, die wir dau­ernd im Mund füh­ren, deren Uni­ver­sa­li­tät wir aber selbst in den ver­gan­ge­nen Jahr unter­gra­ben haben, indem wir neue „Rech­te“ hin­zu­fü­gen und gel­ten­de Rech­te ein­schrän­ken woll­ten. Am „Abso­lu­ten“ kann man aber nicht Hand anle­gen. Man will Neu­es gewin­nen, ris­kiert aber, alles zu verlieren.

Das Licht kam schon vor 1789 in die Welt, und wurde aus einer Frau geboren, nicht aus Gewehrläufen

Fol­gen wir die­sem Strang wei­ter, prü­fen wir, woher wel­cher gute, soli­de Bei­trag kam, dann wer­den wir irgend­wann fest­stel­len, daß es eine Zeit vor 1789 gab, und das, was wir Gutes aus der Revo­lu­ti­on behaup­ten, nicht ex novo vom sicht­ba­ren Him­mel gefal­len ist. Und viel­leicht ent­decken wir dann, daß es auch einen unsicht­ba­ren Him­mel gibt und daß in die Fin­ster­nis der Welt, nicht die Revo­lu­tio­nä­re von 1789 das Licht gebracht haben, son­dern das Licht, das die­se Welt erhellt, vor mehr als 2000 Jah­ren gebo­ren wur­de, wort­wört­lich gebo­ren wur­de aus einer Frau, nicht aus Gewehr­läu­fen auf irgend­wel­chen Barrikaden.

Ich will mich auf die­sen Gedan­ken­an­stoß beschrän­ken. Hin­zu­fü­gen will ich nur, daß wir auf die­sem Weg unaus­weich­lich erken­nen müs­sen und auch tat­säch­lich erken­nen wer­den, daß wir die Kul­tur des Todes durch die Kul­tur des Lebens erset­zen müs­sen, wenn wir eine Zukunft haben wol­len und wenn wir Mensch­sein wol­len, das wahr­haft Huma­ne in uns erken­nen und zu Gel­tung brin­gen wollen.

Wir wer­den uns mit unse­ren Wur­zeln beschäf­ti­gen müs­sen. Jenen, von denen wir glaub­ten, uns den Luxus lei­sten zu kön­nen, uns abzu­kop­peln, weil, ja weil wir ja nun Geld haben und uns das, was wir wol­len, kau­fen kön­nen. Kau­fen? Kau­fen kann man Mate­ri­el­les, viel davon. Alles was wirk­lich zählt kön­nen wir aber nicht kaufen.

Wir wer­den also unse­re grie­chi­schen und römi­schen Wur­zeln wie­der frei­le­gen müs­sen, vor allem aber unse­re christ­li­chen Wur­zeln, die wir – die Sie, ver­ehr­te Prä­si­den­ten – so sehr bekämpft und behin­dert haben. Wir wer­den unse­ren Blick­win­kel revi­die­ren, skep­ti­sches Getue und unse­ren Hang zum schein­hei­li­gen Zwei­fel hin­ter­fra­gen müssen.

Wir wer­den wie­der Aus­schau hal­ten müs­sen nach der Wahr­heit. Wenn wir sie nicht ganz erken­nen, dann liegt das nicht an der Wahr­heit oder gar an Will­kür, son­dern an unse­rer Begrenzt­heit. Wahr­schein­lich wäre es schon eine Hil­fe, wür­den wir dem Gedan­ken des ame­ri­ka­ni­schen Phi­lo­so­phen Peirce fol­gen, der sinn­ge­mäß mein­te: Tun wir nicht so, als wür­den wir in der Phi­lo­so­phie (der Päd­ago­gik, der Kunst, der Poli­tik) über das zwei­feln, über das unser Herz nicht zweifelt“.

John Lennons Imagine-Text ist der Lug und Trug des Irrweges

Neh­men wir das Lied Ima­gi­ne von John Len­non„ das jemand nach den Atten­ta­ten in Paris mein­te, spie­len zu müs­sen. Neh­men wir die Melo­die als blo­ße Unter­hal­tung, aber hören wir nicht auf den Text. Mehr noch, kip­pen wir ihn nach den Pari­ser Atten­ta­ten end­gül­tig auf die Müll­hal­de der ver­irr­ten Wege, denn wenn Ima­gi­ne für etwas steht, dann für den töd­lich geschei­ter­ten hedo­ni­sti­schen Relativismus.

Ein­tre­ten, ver­tei­di­gen und not­falls auch kämp­fen und ster­ben kann man nur für Wer­te, die man groß­schreibt und bei denen man eine gewis­se Ehr­furcht emp­fin­det. Das, wofür man kämpft, muß sich loh­nen. Was aber lohnt sich mehr, als die Wahrheit?

Geben wir die lee­ren Phra­sen und Paro­len auf und fül­len unse­re Gedan­ken und Wor­te mit loh­nens­wer­ten Inhal­ten, wah­ren und daher ewi­gen Inhal­ten. Rich­ten wir die Kul­tur des Lebens wie­der auf, erfül­len wir unse­re Leben mit Leben, authen­ti­schem Leben, dann wer­den die jun­gen Men­schen von Bata­clan nicht umsonst gestor­ben sein. Bis­her sind sie es, solan­ge sie, geehr­te Prä­si­den­ten, sie mit nichts­sa­gen­den Wort­hül­sen jeden Tag neu erschlagen.

Die Wahr­heit ist eine Per­son, sie wur­de vor 2000 Jah­ren gebo­ren und brach­te das Licht in eine dunk­le Welt. Vie­le arbei­ten dar­an, die­ses Licht aus­zu­lö­schen, Sie haben auch schon Hand ange­legt. Schüt­zen Sie die­ses Licht, damit es wie­der hell wird in die­ser Welt, wirk­lich hell, nicht nur die bil­li­ge Hel­lig­keit, die wir in unse­rem bür­ger­li­chen Dasein uns durch das pünkt­li­che Bezah­len der Strom­rech­nung leisten.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Cor­ris­pon­den­za Romana/Wikicommons

66 Kommentare

  1. Die Fra­ge ist berech­tigt : Wel­che “ Wer­te “ Herr Prä­si­dent Hol­lan­de wol­len sie verteidigen ?
    Es sind Immer die glei­che Ritua­le der Staats­män­ner mit ihren Sonn­tags­re­den und Trauermienen.
    Gera­de Hol­lan­de der sich beson­ders für den lai­zi­sti­schen Staat und den unchrist­li­chen Gesetzen,
    ver­schrie­ben hat, spricht von Wer­ten. Ganz Euro­pa hat sei­ne Wer­te, die nur christ­lich sein kön­nen, schon lan­ge ver­lo­ren. Durch Homo-Bewe­gung, Kreuz­ver­bo­te und Hul­di­gung der Gender-Ideolo-
    gie, zeigt sich hier ein gott­lo­ser Staat in sei­ner gan­zen Deka­denz. So ist es eigent­lich nicht ver-
    wun­der­lich, wenn dia­bo­li­sche Kräf­te in Form von Ter­ro­ri­sten, die­sen Staat angreifen.

    • tja, jetzt ist für den ver­trot­tel­ten Hol­lan­de sei­ne per­sön­li­che Frei­heit, nachts mit dem Moped ohne Voll­kas­ko­helm zu sei­ner Gelieb­ten tuckern zu kön­nen wohl end­gül­tig vor­bei! Tou­jours l’a­mour ist den Franz­män­nern natür­lich schwer­lich aus­zu­trei­ben, eine Mätres­se ist den Fran­zo­sen auch kei­nen Auf­re­ger wert…

      Aber es gibt Wer­te in Frank­reich, die für Hol­lan­de echt bedroh­lich sind: Mari­ne Le Pen plä­diert ganz offen­her­zig dafür. Neu­lich seh ich ein Inter­view mit ihrer bild­hüb­schen und blitz­ge­schei­ten Nich­te (You­Tube: Ent­re­ti­en Radio Cour­toi­sie-Salon Beige : Mari­on Maréchal Le Pen) und hab gedacht, mich hauts vom Sockel: spricht die doch u.a. tat­säch­lich von der Sakra­men­ta­li­tät der Ehe und ech­ten Wer­ten, mit einer Selbst­ver­ständ­lich­keit und jugend­li­chen Locker­heit, die erfri­schend hoff­nungs­voll stimmt. Sie ver­tritt die jun­ge Anti-68er-Genera­ti­on, ist Abge­ord­ne­te im Vaucluse.
      Wenn es in Frank­reich so wei­ter geht heißt die neue Prä­si­den­tin Le Pen, und dann wärs das mit Euro­pa gewe­sen, und das fürch­tet Hol­lan­de mehr als der Teu­fel das Weih­was­ser. Des­halb die insze­nier­te Ter­ror­ge­schich­te und der zurecht völ­lig unglaub­wür­di­ge Werte-PR-Feldzug.
      Den Geld„werten“ Vor­teil darf man natür­lich auch nicht außer acht las­sen: der neue Kriegs­bom­ber will ja schließ­lich auch zum Ein­satz kommen.…

    • und bit­te dies­mal nur nicht die hom­o­be­we­gung, aber auch die Abtrei­bungs­lob­by und die Eutha­na­sie­lob­by .…. Dann sind sie rich­tig Katho­lisch, keusch usw.….

      • Arnold Arn­stadt @ Was soll die Bemer­kung :…sind sie rich­tig Katholisch,
        keusch usw… ? Der Kom­men­tar von Sma­ragd zeigt eini­ges auf, was faul ist
        im lai­zi­sti­schen Staa­te Frank­reich mit sei­nem Hollande.
        Sie soll­ten nicht über­heb­lich sein.

      • Falls zutrifft, dass Prä­si­dent Hol­lan­de die Armen pri­vat „Zahn­lo­se“ nennt bzw. genannt hat, ist das trotz aller „Wer­te“, die er beschwört, ziem­lich grenz­wer­tig, oder?
        Es zeugt von einem unge­heu­ren Hoch­mut und einer Unsen­si­bi­li­tät, die sei­nes­glei­chen sucht.
        Wie gesagt — falls stimmt, was sei­ne Ex-Lebens­ge­fähr­tin Valérie Trie­wei­ler da ausplauderte.

  2. Ein ehe­ma­li­ger Kari­ka­tu­rist von „Char­lie Heb­do“ — Joann Sfar — hat nach den Atten­ta­ten in Paris u.a. eine Zeich­nung auf sei­ner Insta­gram-Sei­te und Face­book-Sei­te ver­öf­fent­licht mit die­sem Text:
    -

    „Freun­de aus aller Welt, Dan­ke, dass ihr für Paris betet (#Pray­For­Pa­ris), aber wir brau­chen nicht mehr Reli­gi­on! Wir glau­ben an Musik! Küs­se! Leben! Cham­pa­gner und Freu­de! Paris steht für Leben (#Pari­sIsA­bout­Li­fe)

    -

    Das Diff­ar­mie­ren auch des christ­li­chen Glau­bens als „Frie­dens­stö­rer“ ist offensichtlich.
    Dass mit dem „Gebet“ viel­leicht auch das früch­te­lo­se Sam­mel­su­ri­um von reli­giö­sen Irr­leh­ren und fal­schen Ideo­lo­gien gemeint sein könn­te, las­sen wir mal beiseite.

    Viel­mehr ist die hin­ter die­sem Text ste­hen­de Bot­schaft aber ein­mal mehr ein „Nein“ zu Gna­de und Erlösung.…zur Ewi­gen Wahr­heit Jesus Christus.
    Denn allei­ne dar­auf zielt sie ab.
    Der „Glau­be“ an mensch­li­che Ver­stockt­heit und Unbu­ss­fer­tig­keit als „Trau­er­be­wäl­ti­gung“
    und „Frie­dens­bot­schaft“. Hedo­nis­mus als „Ein­stiegs­wert“ in die düste­re Welt der Todeskult-„Werte“. Die musi­ka­li­schen Gurus die­ses „Glau­bens“ rei­chen von John Len­non bis „Madon­na“.
    Die Ago­nie der in eine chri­stus­lo­se Nacht gefal­le­nen Gesell­schaf­ten nimmt ihren Lauf.…mit dem eben­so wer­tefin­ste­ren Islam als „Ster­be­be­glei­ter“ !

    Der Begriff „Wer­te“ wur­zelt in der fran­zö­si­schen wahr­heits­has­sen­den Revo­lu­ti­on und ihrer „Frei­heit Gleich­heit, Brü­der­lich­keit“ Paro­le. Heu­te wei­ter ver­fei­nert wie schon erwähnt im see­len­aus­troch­nen­den Hedo­nis­mus, der in den Kult des Todes mündet.
    Die Bezeich­nung „Wer­te“ ist kein Begriff der kirch­li­chen Glau­bens­ver­kün­di­gung, auch wenn dies heu­te — in „poli­tisch kor­rek­ter Welt­of­fen­heit“ — oft so ver­mit­telt wird.

    Die sog. „Wer­te“ sind men­schen­ge­dach­te und ‑gemach­te Werk­zeu­ge gegen das König­tum Christi.
    Sie ste­hen für die mensch­li­che Hybris .
    Bei der Trau­er­fei­er in der Kathe­dra­le von Not­re Dame in Paris drän­gel­ten sich denn auch die Ver­tre­ter genau jener „Wer­te“ !!!! Und dann wun­dern sie sich, dass der so gesuch­te „Frie­de“ viel­mehr in einen Wel­ten­brand mün­den wird !

    Pater Wall­ner von Hei­li­gen­kreuz bringt es auf den Punkt:
    -

    „Unter ‚Wer­ten‘ ver­steht man dabei
    einen ori­en­tie­rungs­lo­sen Tole­ran­tis­mus, der hedo­ni­stisch, iden­ti­täts­ver­ges­sen und daher schwach ist.
    Das ein­zig ‚Star­ke‘ an die­sen soge­nann­ten ‚Wer­ten‘ sind oft nur die anti­christ­li­chen Ressentiments.
    DIESE Wer­te will ich nicht ver­tei­digt wissen.
    Sie gehö­ren schleu­nigst ersetzt durch ein echt christ­li­ches Welt- und Men­schen­bild, das eben des­halb lie­be­voll offen ist, weil es auch Maß­stä­be hat, um Iden­ti­tät zu bil­den und Nor­men zu setzen.
    Eine Beschwö­rung von genau jenen ‚Wer­ten‘, die der eigent­li­che Grund für die­se unge­heu­re Desta­bi­li­sie­rung Euro­pas sind, ist das, was uns am aller­we­nig­sten in eine fried­li­che Zukunft hilft.“
    -

  3. Der Ver­fas­sungs­pa­trio­tis­mus und sein Rechts­po­si­ti­vis­mus kann nie­mals den moham­me­da­ni­schen Wahn bezwin­gen. Sei­ne Pro­po­nen­ten wis­sen mitt­ler­wei­le gar nicht mehr wel­chen Wahn­sinn sie unter die­se „Wer­te“ sub­sum­mie­ren zu geden­ken und sind sich sel­ber oft gar nicht mehr einig.
    Den „isal­mi­schen Extre­mis­mus“ oder den „daesh“ (wie die Obrik­eit nun ver­mehrt den IS zu nen­nen pflegt, weil sie die moham­me­da­ni­sche Schein­di­stan­zie­rung vom IS über­nimmt um ja nicht irgend­wie „den Islam“ mit dem Ter­ror in Ver­bin­dung zu brin­gen) ver­su­chen sie gänz­lich mate­ri­ell zu ver­ste­hen. Alles wird auf angeb­li­che „Chancen‑, Per­spek­ti­ven­lo­sig­keit“ und angeb­li­chen „Benach­tei­li­gun­gen“ der ein­ge­wan­der­ten und fata­ler­wei­se ein­ge­bür­ger­ten Fremd­lin­ge rück­ge­führt. Obwohl die­ser Pest nur gei­stig-kul­tu­rell, in einem im kon­kre­ten Fall in der Tat rich­ti­gen und mas­si­ven Kul­tur­kampf zu begeg­nen wäre. Dafür fehlt es aber am Fun­da­ment da der moder­ne plu­ra­li­stisch libe­ral-ega­li­tä­te­re Ver­fas­sungs­staat auf Sand baut und über­haupt kei­ne „Wer­te“ garan­tie­ren kann außer sei­ne Belie­big­keit und somit von die­sen Fremd­län­dern und ihrer mor­gend­län­di­schen Teu­fels­re­li­gi­on mit Leich­tig­keit hin­weg­ge­fegt wird.
    Die Insze­nie­run­gen des repu­bli­kan. Frank­reich und das reak­ti­vier­te repu­bli­ka­ni­sche Sym­bol­sy­stem um „Ent­schloß­en­heit“ zu mani­fe­stie­ren ent­lar­ven eben­so wie die bana­len säku­la­ren Trau­er­be­wäl­ti­gungs­me­cha­nis­men wie „Je suis Paris“, Kerzlein­zün­deln und Malen von Herz­chen am Trot­toir oder TRi­co­lo­re-Licht­spie­len die fina­le Kri­sis der ohne­hin nur noch rudi­men­tär vor­han­de­nen abend­län­di­schen Kul­tur, gegen wel­che eben von Präs. Hol­lan­des jako­bi­ni­schen Vor­vä­tern von 1789 ange­stürmt wurde.
    Der­weil tin­geln „Dschi­ha­di­sten“ kreuz und quer durch Euro­pa über die angebl. als posi­ti­ver Wert emp­fun­de­nen „offe­nen Gren­zen“, spren­gen sich moham­me­da­ni­sche Ter­ror-Hexen im Zen­trum von St. Denis, die­ser einst so edlen Stadt und Nekro­po­lis von Frank­reichs aller­christ­li­chen Köni­gen, in die Luft, „Ter­ro­ris­mus­ex­per­ten“ erklä­ren „wir müs­sen mit dem Ter­ror leben ler­nen“, „Waf­fen­ge­set­ze“ sol­len nach ange­dach­tem Brüs­se­ler Dik­tat „ver­schärft“ wer­den d.h. der Bür­ger darf sich nicht ein­mal ange­sichts des Total­ver­sa­gens der Obrig­keit mehr selbst ver­tei­di­gen, sodaß nur dann mehr die moha­me­dan­ni­schen Ban­den­kri­mi­nel­len und ihre bal­ka­ni­schi­schen Hand­lan­ger über Waf­fen ver­fü­gen wer­den, „Isla­m­ex­per­ten“ beschwich­ti­gen und denun­zie­ren die Mehr­heits­ge­sell­schaft und machen die­se „mit­ver­ant­wort­lich“ weil sie den Fremd­stäm­mi­gen angebl. nicht „offen“ genug begegne.
    „Lösun­gen“ wer­den von den bon­hom­me-Ideo­lo­gen frei­lich auch auf­ge­bo­ten: „mehr Bil­dung“ d.h. das Bil­dungs­ni­veau soll zugun­sten der mor­gen­län­di­schen Fel­la­chen auf noch tie­fe­res Niveau gedrückt wer­den, daß dann jeder Debi­le irgend­ei­nen „Abschluß“ vor­wei­sen kann, auch sol­len „Ghet­to­bil­dun­gen ver­mie­den wer­den“ d.h. es soll kein Ort und Platz mehr ver­schont blei­ben von den mul­ti­kul­tu­rel­len Expe­ri­men­ten, über­all soll die ein­ge­schlepp­te ori­en­ta­li­sche Anar­chie toben und wüten.

  4. Mit die­sen Atten­ta­ten mit­ten in Paris soll­te Frank­reich getrof­fen wer­den, aber nicht das Frank­reich des Fran­cois Hol­lan­de oder des Hedonismus.
    Es hät­te auch anstatt der Anhän­ger sata­ni­scher Gewalt„musik“ usw. auch eine voll­be­setz­te Kir­che tref­fen kön­nen, wenn man bedenkt, was den Chri­sten in den isla­mi­schen Län­dern in den letz­ten Jah­ren und eigent­lich seit jeher von Mos­lems wider­fah­ren ist.

    Wenn Prä­si­dent Hol­lan­de nun­mehr von „Wer­ten“ spricht, so zeigt das, daß sol­che tat­säch­lich exi­stie­ren; bzw. er kann „Wer­te“ nicht ganz ableug­nen. Er kann als Fran­zo­se nicht ableug­nen, daß Frank­reich auf­grund der Tau­fe des Fran­ken­kö­nigs Chlod­wig in Reims (erst) Frank­reich ist. Und weil die Mos­lems spü­ren oder wis­sen, daß Frank­reich vom Grun­de her christ­lich ist, grei­fen sie es an. 

    Man soll sich von den anti-christ­li­chen Medi­en m.Er. nicht erzäh­len las­sen, daß die­se Atten­tä­ter, deren isla­mi­sche Iden­ti­tät man zu ver­schwei­gen sucht wie es nur geht, den Hedo­nis­mus, die west­li­che Lebens­wei­se oder so angrei­fen wür­den. Denn im Islam hat das Böse seit jeher sei­ne Wohnstatt.

    Ich habe die Befürch­tung, daß der „Kampf“ gegen Daech (wie es genannt wird) aus­ufern wird im dann wirk­li­chen Kampf gegen die Kir­che, die Chri­sten. Der west­li­che, frei­mau­re­ri­sche Kampf gegen den „Isla­mi­schen Staat“ ist unehr­lich und auch bewußt nicht wirk­sam wie all die Schein­an­grif­fe der US-Luft­waf­fe auf IS-Stel­lun­gen gezeigt haben. Es geht letzt­lich und eigent­lich gegen die Kir­che, gegen Jesus Chri­stus. Das ist der Kampf von Oba­ma und von Hollande.

    • Von den Lai­zi­sten, Agno­sti­kern, Athe­isten, „Chri­sten“ des Amts­kir­chen­tums usw. wird das Wüten isla­mi­scher Ter­ro­ri­sten nur all­zu gern dazu instru­men­ta­li­siert, um „christ­li­che Fun­da­men­ta­li­sten“ mit die­sen Mas­sen­mör­dern gleich­zu­set­zen. Selbst der isla­mi­sche Ter­ror auf allen Kon­ti­nen­ten bewirkt bei den sata­nisch Dege­ne­rier­ten des Westens kei­ner­lei Einsicht.

      • Sehr geehr­ter Chlodwig@
        Ich kann Ihnen 100% zustim­men! Sie haben die gan­ze Sache genau auf dem Punkt gebracht. Danke.

    • Geehr­ter @Franzel,
      Sie haben es tat­säch­lich erkannt.
      Der von Ihnen beschrie­be­ne Angriff auf eine voll­be­setz­te Kir­che ist jedoch kei­ne Hypo­the­se, son­dern hat schon tat­säch­lich stattgefunden:
      In Mai 2015, nach dem Atten­tat in dem Tha­ly­s­zug Brüs­sel-Paris, hat ein isla­mi­scher Ter­ro­rist sonn­tags einen Anschlag auf die vol­le Pari­ser Kir­che Saint-Sul­pi­ce ( Süd­sei­te der Sei­ne, Quar­tier Uni­ver­si­taire (Sor­bon­ne) aus­füh­ren wollen.
      Das SPrie­ster­se­mi­nar v. St.-Sulpice war Jahr­hun­der­te lang die Kader­schmie­de des fran­zö­si­schen seku­lä­ren Kle­rus; die Kir­che St.-Sulpice ist stets sehr gut besucht und hat den Ruf nicht sehr modern zu sein.
      Beim Lau­fen zu der Kir­che hat der Täter sich mit dem in den Trai­nings­ho­sen am Bein ver­steck­ten Kalasch­ni­kow ver­se­hent­lich in den eige­nen Fuß geschos­sen, wobei er in stärk­sten schmer­zen die Not­fall­ret­tung alar­mier­te und abge­führt wurde.
      Der wei­te­re Ver­lauf die­ses Fal­les wur­de dann nicht mehr berich­tet (frag­li­che Fuß­am­pu­ta­ti­on, ter­ro­ri­sti­sches Umfeld des Täters usw.)

      Neben­her: bei der Akti­on am 17.11.2015 wur­de auch mit einer stump­fen Axt eine Sei­ten­tür der Kathe­dra­le durch die Poli­zei ein­ge­schla­gen und eine gro­ße Zer­stö­rung ange­rich­tet, nur um eini­ge Scharf­schüt­zen auf dem Turm postie­ren zu können.
      Offen­sicht­lich woll­te man nicht ein­mal den Mes­ner alarmieren.
      Ver­tu­schung und Tot­schwei­gen von kri­mi­ne­len Taten und Zustän­den einer­seits, Ablen­ken von schul­di­gen Ver­säum­nis­sen des Staa­tes und der Regie­rung, und ander­seits offe­ne Ver­fol­gung von christ­li­chen Ideen und von auf­rich­ti­gen Gläubigen:
      ein jun­ger Mann wur­de wegen Pro­test bei den Demon­stra­tio­nen für die fami­lie ver­haf­tet und sofort zu 3 Mona­ten Gefäng­nis effek­tiv ver­ur­teilt, die fried­li­che­Veil­leurs wur­den beim Lesen in der Bibel und in dem Kate­chis­mus auf­ge­packt, aber Ter­roro­sten wur­den noch nach dem Atten­tat bei Kon­trol­len gese­hen und frei lau­fen gelassen.

      • Dan­ke sehr geehr­ter @Adrien Antoi­ne. Das war mir so alles nicht bekannt. Bekannt war mir, daß es Ver­haf­tun­gen von fried­li­chen Demon­stran­ten gab, die für den Bestand der wah­ren Ehe und Fami­lie auf die Stra­ße gehen mußten.

        Ja, man kann sich all die­se Vor­gän­ge vom 13.11. vie­le Gedan­ken machen. Der Hedo­nis­mus wur­de da eigent­lich nicht getrof­fen, wenns auch so aus­se­hen mag. Es war ein Angriff, mei­ne ich, gegen die Idea­le des repu­bli­ka­ni­schen Staa­tes. Und die sind nicht so anti-christ­lich wie es manch­mal gese­hen wird. Daß die­ser Umsturz der Mon­ar­chie 1789 im Namen von Frei­heit, Gleich­heit und Brü­der­lich­keit in Ter­ror aus­ar­te­te, kann das teil­wei­se Posi­ti­ve die­ser Losun­gen nicht ganz ver­drän­gen wür­de ich sagen.

      • Es han­del­te sich nicht um die Kathe­dra­le son­dern um die Kir­che Saint-Denis-de-l’Estrée (neo­go­ti­scher Bau aus dem XIX. Jahrhundert).
        Bis heu­te bleibt unklar war­um die Sicher­heits­kräf­te das Sei­ten­por­tal auf­bra­chen. Jedoch ist nicht unbe­kannt, daß Moham­me­da­ner in still­ste­hen­de Kir­chen, derer es in FR. mitt­ler­wei­le lei­der vie­le gibt, einbrechen.
        Die betref­fen­de Kir­che wird aber für den Kul­tus noch genutzt und hat sogar noch einen curé.

      • Sehr Hoch­ehr­wür­di­ger Herr @J.G. Ratkaj,

        Sie haben recht:
        es ist tat­säch­lich die neu­go­ti­sche , von Viol­let-le-Duc gebau­te Kir­che Saint-Denys-de l’Estrée, die zu dem Pfar­rei­ver­band Saint-Denis gehört.
        Wie der Pfar­rer Jean Jan­nin iro­nisch sag­te (Le Figa­ro), wäre dies „ein Kollateralschaden“.
        Das Gerücht ging mitt­wochs 18.11.2015 her­um, daß sich ein Ter­ro­rist in dem Glocken­turm ver­steckt hat­te; ziem­lich ama­teu­ri­stisch und unter den Augen einer gro­ßen Volks­men­ge und gefilmt von vie­len Jour­na­li­sten wur­de dann die Sei­ten­tür auf­ge­hackt und gestürmt (mit am Ende ein Schrf­schüt­ze auf dem Glockenturm).
        Die Ner­ven lie­gen blank bei der fran­zö­si­schen Poli­zei und die alte anti­ka­tho­li­sche Refle­xe wer­den dann bei dem Tohu­wa­bo­hu unter Hol­lan­de immer wie­der lebendig.
        (gute Film­bil­der und Vide­os bei Le Figa­ro und auf http://www.kavlaanderen.blogspot.be)

  5. Sehr guter, weil glae­u­bi­ger Beitrag.
    Man kann das Geschwaetz die­ser Hohl­ko­ep­fe nicht mehr ertragen.
    Was sind Politiker ?
    Popan­ze des Zeit­gei­stes, die wegen eines Mehr­heits­ent­schei­des auf Zeit an die Macht gekom­men sind.
    In die­ser Zeit ver­uschen sie das Maxi­ma­le fuer SICH herauszuholen.
    Da sie nur nach dem Prin­zip „Mehr­heit ist Wahr­heit “ agie­ren, ist die Beru­fung auf Wer­te ein dum­mes Geschwaetz und mehr nicht.
    Denn wenn sich die „Wer­te“ aen­dern, oder Mehr­hei­ten etwas voel­lig ande­res for­dern, wer ist als erster dabei die „gest­ri­gen Wer­te“ anzupassen ?
    Natu­er­lich Politiker.
    Die Fein­de Euro­pas haben das erkannt und fal­len mehr oder weni­ger gewalt­ta­e­tig ueber uns her, die­se lae­cher­li­che Ansamm­lung von „Moech­te­gern-Macht­men­schen“ auf dem Foto unten ist so absto­ssend wie irgendwas !
    Euro­pa ist vor­bei, mal sehen was jetzt kommt, auf jeden Fall nichts Gutes, das ist sicher.

  6. Der beste Arti­kel, den ich in den letz­ten Mona­ten im Netz gele­sen habe! Ich sel­ber kann das Betroffenheits-Gesülze
    der Poli­ti­ker und den GLEICHGESCHALTETEN „Wer­te­dis­kurs“, der einem aus allen Medi­en ent­ge­gend­röhnt, nicht mehr lesen und hören.Ich bin auch des­halb AfD-Mit­glied gewor­den und enga­gie­re mich dort im Arbeits­kreis CHRISTEN IN DER AFD, um die­ser LÜGENPRESSE etwas ent­ge­gen zu setzen.

      • Wie wär´s, die christ­li­che Unter­wan­de­rung des Arbeits­krei­ses „Homo­se­xu­el­le in der AfD“, viel­leicht sind sie ja nur homo­se­xu­ell und leben nicht homosexuell?

        Wenn wir auf die Par­tei war­ten wol­len, die zu 100% unser katho­li­sches Leben abbil­det, dann kön­nen wir lan­ge warten.
        Wir müs­sen die Par­tei wäh­len, die die wich­tig­sten unse­rer Posi­tio­nen ver­tritt, uns dann dort enga­gie­ren und uns einbringen.

        Bes­ser Homo­se­xu­el­le in der AfD, denn wir wirk­li­chen Katho­li­ken sind nun mal eine Min­der­heit und gegen Abtrei­bung, gegen Gen­der­wahn, gegen EURO als kei­ne Homo­se­xu­el­len und im Islam.

  7. Wel­che Wer­te denn?
    Die Wer­te hat man auch in Deutsch­land Stück für Stück abge­schafft. Auf Grund falsch ver­stan­de­ner Tole­ranz und unter dem Ein­druck der stän­dig prä­sen­ten Naz­i­keu­le. Da wur­den Flos­keln benützt, wie „nie­man­den aus­gren­zen“ und „auf Augen­hö­he“. Durch die grund­ge­setz­wid­ri­ge Wei­sung „Jeden auf­zu­neh­men — Ohne Ober­gren­ze“ ist unser Land voll­ends zum Fuß­ab­tre­ter gewor­den. Nur noch älte­re Chri­sten erin­nern sich dar­an, dass die­ses Land ein­mal Wer­te besaß und auf sich und sei­ne Wer­te stolz war. Ein bay­ri­scher SPD’­ler hat sich zu der Bemer­kung ver­stie­gen (Münch­ner Mer­kur vom 20.11.2015 S. 11), kein Christ dür­fe Wer­te wie Ehe und Fami­lie hoch­hal­ten, der den Fami­li­en­nach­zug für Flücht­lin­ge in Fra­ge setze.
    Manch­mal fragt man sich da, für was und wen wir das Land eigent­lich noch ver­tei­di­gen sollten.

    • Am besten Fami­li­en­nach­zug von Zweit‑, Dritt- und Viert­frau samt der bemit­lei­dens­wer­ten Kin­der. Das hat natür­lich rein gar nichts mit der Plün­de­rung unse­rer Sozi­al­sy­stem durch Moham­me­da­ner zu tun.

    • Ich kann kei­ne Fami­li­en erken­nen, die irgend­wie zusam­men­ge­führt wer­den sollten.

      Es gibt ver­ant­wor­tungs­lo­se, hedo­ni­sti­sche „Eltern“, die ihre Kin­der allein als „unbe­glei­te­te Flücht­lin­ge“ ggf. unter Lebens­ge­fahr in Deutsch­land ein­drin­gen las­sen. Hier wäre es für Deutsch­land und die Kin­der bes­ser, die­se per­ver­sen „Eltern“ nicht zur wei­te­ren Zer­stö­rung ihrer Kin­der ein­drin­gen zu las­sen. Es gibt hier kei­ne Fami­li­en im christ­li­chen Sinne.

      Es gibt ver­ant­wor­tungs­lo­se, hedo­ni­sti­sche Män­ner, die ihre Frau­en und Kin­der in Kriegs­ge­bie­ten ver­las­sen, nur für sich selbst eine Schwimm­we­ste besor­gen oder für neue Zäh­ne das Leben von Frau und Kin­der aufs Spiel set­zen. Auch hier gibt es kei­ne Fami­li­en im christ­li­chen Sinn.

      Im Islam gibt es über­haupt kei­ne Fami­li­en, die Ehe­part­ner berau­ben sich selbst der ehe­li­chen Lie­be, das sind fast alles Zwangs­ehen, die Frau­en müs­sen als Skla­ven leben, Gewalt, Ver­ge­wal­ti­gung, Kri­mi­na­li­tät und Miss­brauch der Kin­der herr­schen in den Groß„familien“. Ich habe mich oft gewun­dert, dass bei Ver­kehrs­un­fäl­len mit mus­li­mi­schen Kin­dern, zig Ver­wand­te den Ret­tungs­sa­ni­tä­tern den Zugang ver­wei­gern, bis ich neu­lich las, dass lt. Islam eine Frau, der drei Kin­der unter 10 Jah­ren gestor­ben sind, „garan­tiert in den Allah-Him­mel kommen.“
      Ein Soma­li sag­te im Inter­view, er wol­le sei­ne Frau und Kin­der nicht nach­kom­men las­sen, weil er ihnen das Leben unter Ungläu­bi­gen nicht zumu­ten wolle.

  8. Der 13. Novem­ber 2015 könn­te geschichts­mäch­tig wer­den: der Anfang vom Ende des Islam. Es war ein offe­ner Angriff auf Frank­reich. Wenn Prä­si­dent Hol­lan­de und alle mög­li­chen Poli­ti­ker und Zeit­ge­nos­sen sagen, daß die repu­bli­ka­ni­schen „Wer­te“ der frz. Revo­lu­ti­on getrof­fen wur­den, dann stimmt das, egal wer da jetzt getö­tet oder ver­letzt wor­den ist: von Fuß­ball­fans über Restau­rant­be­su­cher bis zu Besu­chern die­ses schlim­men Rockbandkonzerts. 

    Das Gan­ze zeigt, daß der Islam (durch die Mos­lems selbst) in das poli­ti­sche repu­bli­ka­ni­sche Frank­reich nicht inte­grier­bar ist, selbst wenn das bei uns von den Medi­en und Poli­ti­kern abge­strit­ten wird. Und da soll­te man sich als Christ nicht von Athe­isten die But­ter vom Brot neh­men las­sen: Frei­heit, Gleich­heit und Brü­der­lich­keit sind auf dem Humus christ­li­chen Lebens und christ­li­cher Über­zeu­gun­gen gewach­sen. Die anti-kirch­li­chen Lai­zi­sten haben weni­ger Recht, die­se Losun­gen für sich zu beanspruchen. 

    Die Bom­ben auf IS-Stel­lun­gen in Syri­en von fran­zö­si­schen Flug­zeu­gen sind repu­bli­ka­ni­sche Bom­ben. Es wächst offen­kun­dig die Ein­sicht bei der poli­ti­schen Klas­se Frank­reichs, daß der Islam unde­mo­kra­tisch ist ver­bun­den mit der Bereit­schaft, ihn mili­tä­risch zu ver­nich­ten und zu über­win­den. Das gilt aber nicht nur für ISIS, son­dern für alle Islam-Länder. 

    Die Auf­ga­be von Chri­sten besteht m.Er. ver­mehrt dar­in, zu beten, daß die­ser Kampf nicht aus­ufert zu einem Welt­krieg und mit­zu­hel­fen (wer sonst?), daß sowohl die Mos­lems wie west­li­che Lai­zi­sten den Weg zu Chri­stus fin­den und einschlagen.

    • Am 14. Novem­ber lief die Frist ab von der Ban Ki Moon bei sei­nem Papst­be­such die­ses Jahr im April sprach! Der 13. Novem­ber war eine deut­li­che Absa­ge am letzt­mög­li­chen Ein­sen­de­tag, ein Tag vor Fri­sten­de, bezüg­lich einer Eini­gung, damit ist der Traum der Welt­ord­nung geplatzt und die Welt ver­sinkt jetzt im Krieg, der Feh­de­hand­schuh wur­de geworfen.

  9. @Chlodwig: es gilt abzu­wä­gen: bleib ich bei der rei­nen Leh­re und enga­gie­re mich nur in christ­li­chen KLEINST-Par­tei­en (PBC,CM usw),die kei­ner­lei Chan­chen auf rea­len poli­ti­schen Ein­fluss haben, oder begrei­fe ich Poli­tik als KUNST DES MÖGLICHEN und enga­gie­re mich dort, wo ich noch am ehe­sten etwas im Katho­li­schen Sinn bewe­gen kann. Und das ist bestimmt nicht die CDU/CSU …

    Ich bin da genau­so PRAGMATIKER wie bezüg­lich der ALTEN MESSE. Ich besu­che jede mir erreich­ba­re, nicht nur die weni­gen von SEDISVAKANTISTEN zele­brier­ten. Mit 60 darf man prag­ma­tisch sein …

  10. Die Fol­gen der Auf­klä­rung zei­gen sich heu­te in bru­ta­ler Deut­lich­keit. Der Anspruch, den Men­schen aus den „Fes­seln der Natur­be­stim­mung“ befrei­en zu wol­len, blieb das lee­re Postu­lat eines Irra­tio­na­lis­mus, der sich suk­zes­si­ve ver­ab­so­lu­tier­te und heu­te zur tota­len Blind­heit der Ver­nunft geführt hat. Der Schlacht­ruf der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on „Liber­té, égalité, fra­ter­ni­té“ hat sich in der Lebens­pra­xis der Men­schen längst in sein Gegen­teil ver­kehrt. Zu kei­ner Zeit war der Mensch so extrem Sach­zwän­gen unter­wor­fen, wie heu­te, und die Kluft zwi­schen den Lebens­ver­hält­nis­sen der Men­schen in der Welt war noch nie so groß, wie in heu­ti­ger Zeit. Statt Wahr­heit setz­te der Geist der Revo­lu­ti­on das Traum­bild einer ima­gi­nier­ten Welt, die man bis auf den heu­ti­gen Tag vor­gibt, ver­wirk­li­chen zu wol­len. So tran­szen­diert das eman­zi­pa­to­ri­sche Den­ken Wahr­heit ins Abstrak­te, in soge­nann­te Wer­te, die ihrer rea­len Ver­wirk­li­chung har­ren. Der Anspruch, die­se nie erreich­ten „Wer­te“ zu behaup­ten, reicht dann als mora­li­sche Recht­fer­ti­gung aus. Zukunft wird so zur mono­ton per­p­etu­ier­ten Beschwö­rungs­for­mel, mit der man das gei­sti­ge Elend des Heu­te zu ver­decken sucht. Je hoh­ler das mora­li­sche Emp­fin­den, desto osten­ta­ti­ver ist die Rede von „Wer­ten“, die man kon­kret nicht ein­mal ansatz­wei­se zu benen­nen ver­mag. Wer­te zu haben, ist der Wert, so die Grund­for­mel des eman­zi­pa­to­ri­schen Den­kens, mögen die­se auch im Rela­ti­vis­mus rest­los auf­ge­hen. So wird die „Furie des Ver­schwin­dens“ zum bestim­men­den Grund­axi­om einer Ver­nunft, die sich von Wahr­heit selbst eman­zi­piert hat. Im Irra­tio­na­lis­mus unse­rer Tage wird nicht ein­mal mehr die Fra­ge auf­ge­wor­fen, was man sich denn unter wahr­heits­lo­sen Wer­ten vor­zu­stel­len habe. Der von der Anein­an­der­rei­hung blo­ßer Abstrak­tio­nen müde gewor­de­ne Geist der Moder­ne begnügt sich statt des­sen damit, eine lee­re Hoff­nung fest­zu­hal­ten, die nichts bedeu­tet. Der Fall des Men­schen in der Moder­ne hat dazu geführt, dass er in gebeug­ter Hal­tung nur noch zu blin­zeln ver­mag. Die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on hat uns nicht von Fes­seln befreit, son­dern in die selbst­ver­schul­de­te Unmün­dig­keit eines Säku­la­ris­mus, der als höch­ste Mensch­heits­lei­stung das Nichts postu­liert, gestürzt. Wo aber der Nihi­lis­mus sein Werk ver­rich­tet hat, da herrscht ver­brann­te Erde.

  11. Sehr geehr­ter @Suarez: Sie sagen vie­le Wahr­hei­ten in unnach­ahm­li­cher Weise.

    Was die­ser Umsturz in Frank­reich von 1789 angeht, so war er ja tat­säch­lich das Ergeb­nis der Wei­ge­rung des gro­ßen Son­nen­kö­nigs, sich dem Hei­lig­sten Her­zen Jesu zu wei­hen. Der Herr Jesus selbst wol­te das und beauf­trag­te damit die hl. Mar­ga­re­tha Maria Ala­co­que. Das heißt: der Mon­arch, der eigent­lich Chri­stus die­nen soll­te- wie es immer grund­sätz­lich war- hat­te selbst die Axt an das christ­li­che König­tum gelegt. Hät­te sich König Lud­wig XIV. bekehrt und christ­lich regiert wie er es soll­te, hät­te kei­ne „Auf­klä­rung“ und kein Nihi­lis­mus wie ver­brei­tet bei Intel­lek­tu­el­len auch immer, die­se dann christ­li­che Mon­ar­chie zu Fall brin­gen kön­nen. Die Mon­ar­chie war ein fau­les Ei gewor­den und da war es kein Wun­der, wenn auch das „Volk“, die klei­nen und treu­en Men­schen, irgend­wann nicht mehr alle mit­spie­len woll­ten und konn­ten. War das „Ange­bot“ des Herrn und Erlö­sers nicht viel­leicht eine Reak­ti­on auf die fal­schen auf­klä­re­ri­schen und säku­la­ri­sti­schen Bestre­bun­gen in Frankreich?

    Die­se Losun­gen der „Revo­lu­ti­on“ von 1789 sind durch­aus auf christ­li­chem Grund und Boden ent­stan­den und trotz aller stän­di­ger Miß­in­ter­pre­ta­tio­nen der gei­sti­ge Grund der Repu­blik. Das muß ein fran­zö­si­scher Katho­lik akzep­tie­ren trotz aller Nöte. Aber der Herr hat den Sei­nen auch kein leich­tes Leben ver­spro­chen, denn sie oder wir sol­len ja das Salz der Erde sein in allen mög­li­chen geschicht­li­chen Situa­tio­nen und Herrschaftsformen.
    Ich wür­de sagen: solan­ge es kei­ne hin­rei­chen­den, über­zeu­gen­den Ver­an­las­sun­gen für eine Wie­der­ein­füh­rung eines christ­li­chen König­tums gibt, müs­sen wir „not­ge­drun­gen“ in einem repu­bli­ka­ni­schen Staats­we­sen leben. Da ist ja gera­de auch immer die Mit­ar­beit von Chri­sten gefor­dert, um die­sen Staat so weit wie mög­lich zu verchristlichen.

    In der Kir­che kann man gege­be­nen­falls sagen: „die da oben“, weil die Kir­che hier­ar­chisch struk­tu­riert sein muß. Im welt­li­chen Leben, als poli­ti­sches Wesen in der Repu­blik, muß der Christ selbst Ver­ant­wor­tung mitübernehmen.

  12. West­li­che Wer­te ? „Ethik oder Etat — sind unse­re Wer­te nur Bör­sen­wer­te ?“: https://www.youtube.com/user/wwwKenFMde —– Zitat: „Für den Markt hat nur Wert, was man zu Cash machen kann, was Pro­fi­te ver­spricht, und da ist bei­spiels­wei­se Ethik kein Pro­dukt, mit dem man han­deln könn­te. Ethik lässt sich auf dem Markt weder kau­fen noch ver­kau­fen, und so hat sich der moder­ne Mensch im Kapi­ta­lis­mus gefäl­ligst zu ent­schei­den! Ethik oder Etat?“ —- Ich sehe da ganz schwarz, was irgend­wel­che „Wer­te“ angeht, die man hier ver­tei­di­gen könnte.…

  13. Das ist doch ultra­mon­ta­ner Agit­prop und Quatsch. Lou­is XIV. hat des­we­gen kei­ne Wei­hung vor­neh­men kön­nen, da bereits 1630 sein Vater das König­reich, sich und sei­ne Nach­fol­ger Gott und Unser Lie­ben Frau geweiht hat. Der abbé René Lau­ren­tin (1917-), einer der renom­mier­te­sten Mario­lo­gen unse­rer Tage, hat die­ser Wei­he eigens ein Buch gewid­met und ber­dedt dar­ge­legt war­um Lou­is XIV. nicht ein­fach neue Wei­hun­gen vor­neh­men konn­te, wenn dies bereits sein Vater tat.
    René Lau­ren­tin, Le voeu de Lou­is XIII. Pas­sé ou ave­nir de la Fran­ce, Paris 2004.
    und zuletzt aus­führ­lich behan­delt auch in:
    Alex­andre Maral, Le Roi-Soleil et Dieu. Essai sur la reli­gi­on de Lou­is XIV, Paris 2012.

    • Im übri­gen hat die „Ver­eh­rung des Hei­lig­sten Her­zen Jesu“ 1689 bis auf sini­st­re Jesui­ten­zir­kel kirch­lich über­haupt kei­ne Grund­la­ge gehabt. Sie wur­de von Rom auch mit Skep­sis betrach­tet und über­haupt rela­tiv spät erst zugelassen.
      Es wäre voll­kom­men inop­por­tun gewe­sen hät­te der König die­se Wei­hung vor­ge­nom­men. Er tat gut dar­an dies zu unter­las­sen über­haupt wenn sein Vater bereits eine authen­ti­sche Wei­hung vor­nahm. Man kann das nicht x‑mal wie­der­ho­len bzw. ist es nur fol­ge­rich­tig über­haupt kei­ne Wei­hung zu einem neu­en Kult vor­zu­neh­men, wel­cher damals gar kei­ne kirch­li­che Aner­ken­nung gehabt hat. Ala­co­que wur­de auch sehr spät bea­ti­fi­ziert bzw. kano­ni­siert das soll­te man nicht unterschlagen.

      • Ihre Aus­füh­run­gen sind wie Immer eine Offen­ba­rung, wer­ter J.G.Ratkaj, vor­al­lem Ihr obi­ger Bei­trag ist die beste Ana­ly­se in die­ser absur­den Dis­kus­si­on über die sog. „Wer­te“ die­ser plu­ra­li­sti­schen offe­nen Gesell­schaft in der nie­mand mehr ganz dicht im Kop­fe ist. Was Sie über die Herz Jesu Ver­eh­rung aus­führ­ten ist ganz rich­tig. Lou­is XIV. wür­de sich im Gra­be her­um­dre­hen, wenn er sein Frank­reich sieht. Doch er kann sich nicht mehr im Gra­be her­um­dre­hen, denn dies haben die Hor­den der Revo­lu­ti­on, in eben die­sem Stadt­teil St. Denis wo die Ter­ro­ri­sten saßen, im Jah­re 1793 zer­stört und sei­nen Leich­nam geschän­det. Eine wei­te­re Wei­he Frank­reichs muß­te Lou­is XIV. nicht mehr vor­neh­men, denn die Wei­he sei­nes Vaters genüg­te voll­kom­men, denn auch die Wei­he Bay­erns durch Kur­fürst Maxi­mi­li­an I. um die glei­che Zeit wur­de ja auch nicht stän­dig durch des­sen Nach­fol­ger erneuert.
        Lou­is XIV. den Ich immer bewun­der­te, hat­te ohne­hin in sei­ner Regent­schaft mit aller­lei ket­ze­ri­schen Strö­mun­gen, wie den Jan­se­nis­mus zu kämp­fen, den er aber mit der Zer­stö­rung des Zen­trums Port Roy­al, 1709 radi­kal vernichtete.

      • Hier kann ich Ihnenn jeod­ch nicht ganz zustim­men, @ J.G. Rat­kaj, denn die Herz-Jesu-Ver­eh­rung war auch lan­ge vor Maria Mar­ga­re­te Ala­co­que schon bekannt.
        Nicht in der spe­zi­fi­schen Form, die sie spä­ter annahm, aber sub­stan­zi­ell wohl doch genau so.
        Ger­trud die Gro­ße pfleg­te sie, und sie ist in der mit­tel­al­ter­li­chen Volks­fröm­mig­keit bekannt und das Herz Jesu wird auf früh­neu­zeit­li­chen Bil­dern auch schon dar­ge­stellt, meist eben im Zusam­men­hang mit den Wun­den Chri­sti, aber eben als die­ses flam­men­de Herz, das als Gefäß dar­ge­stellt wird, aus dem das Blut Chri­sti für uns austritt.

        Cle­mens XIII. führ­te das Herz-Jesu-Fest als lit­ur­gi­sches Fest für alle Bis­tü­mer ein, die es fei­ern woll­ten. Das 1756. Von „zöger­lich“ kann da an sich kei­ne Rede sein… die Müh­len der Kir­che mahl­ten bei den guten Din­gen doch immer lang­sam… Eine erste lit­ur­gi­sche Herz-Jesu-Fei­er geschah mit Erlaub­nis des Bischofs 1672 in Ren­nes. Vor Ala­co­que also.

        Kri­tik an der Herz-Jesu-Ver­eh­rung kam dage­gen von den Jan­se­ni­sten. Und das ist für mich sehr wohl Grund, mir deren „Mäke­lei­en“ nicht zu eigen zu machen. Paul VI. ver­tei­dig­te die Ver­eh­rung aus­drück­lich gegen sie!

        Es stimmt, dass die Jesui­ten sie stark beför­der­ten, weil das beim Volk „zog“. Und es stimmt auch, dass sie, als die SJ auf­ge­ho­ben wur­de, auch die Herz-Jesu-Ver­he­rung zeit­wei­se ver­bo­ten wurde.

        Aller­dings hat auch Leo XIII. sie gepflegt, und unter sei­nem Pon­ti­fi­kat wur­de die herz-Jesu-Lita­nei appro­biert, und er war es, der die gna­ze Welt dem hei­lig­sten Her­zen Jesu weihte.

        Lud­wig XIII. hat­te mei­nes Wis­sens Frank­reich 1638 durch die Hän­de der aller­se­lig­sten Jung­frau Gott geweiht.

        Die Visi­on Ala­co­ques für Lud­wig XIV. waren also kei­nes­wegs „gleich danach schon wieder“.
        Es lagen mehr als 50 Jah­re dazwischen!

        Was hät­te denn gegen eine Wei­he spre­chen sollen?

      • Eine Wie­der­ho­lung von Wei­hen ist doch nichts Anstö­ßi­ges — denn die jewei­li­gen Welt­wei­hen der Päp­ste an das hei­lig­ste Herz Jesu bzw. das unbe­fleck­te herz Mari­ens haben auch kei­ne grö­ße­ren Abstän­de als eine Wei­he durch Lud­wig XIV. sie zu der sei­nes Vaters gehabt hätte:

        Leo XIII:

        Welt­wei­he an das Hei­lig­ste Herz Jesu 1899 — die­se Wei­he soll­te jähr­lich am Hoch­fest des Hei­lig­sten Her­zens Jesu WIEDERHOLT werden:

        „Mehr als ein­mal haben Wir es Uns ange­le­gen sein las­sen, die erprob­te Reli­gi­ons­übung, wel­che im Kul­te des Hei­lig­sten Her­zens Jesu besteht, gemäß dem Bei­spie­le Unse­rer Vor­gän­ger Inno­zenz XII., Bene­dikt XIII., Kle­mens XIII., Pius VI., VIII. und IX. treu zu beschüt­zen und in den Vor­der­grund zu stel­len; vor­züg­lich taten Wir das durch das Dekret vom 28. Juni 1889, durch wel­ches Wir das unter die­sem Titel gefei­er­te Fest zu einem Feste erster Klas­se erho­ben. Jetzt aber schwebt Uns eine noch treff­li­che­re Art der Hul­di­gung vor Augen, wel­che gleich­sam die Voll­endung und Kro­ne der Ehr­be­zei­gun­gen sein soll, die man dem Hei­lig­sten Her­zen dar­zu­brin­gen pflegt; und Wir hegen das Ver­trau­en, dass die­sel­be Jesus Chri­stus, dem Erlö­ser, sehr erfreu­lich sein werde. (…)
        (Annum sacrum 1899)

        Pius XII.

        1942 (31.10): Welt­wei­he an das unbe­fleck­te Herz Mariens
        1942 (8.12.): Wie­der­ho­lung der­sel­ben Wei­he (!) im Petersdom

        Johan­nes Paul II.

        1984: Welt­wei­he an das unbe­fleck­te Herz Mariens

        Dazwi­schen lagen wei­te­re Wei­hen http://www.kathpedia.com/index.php?title=Herz-Mari%C3%A4-Verehrung

        Sie sehen also, dass die Abstän­de doch auch hier wirk­lich „klein“ sind!

        Wei­ter­hin wird auch hin­sicht­lich der Wei­he 1638 berich­tet, dass Lud­wig XIV sie 1650 „bestä­tigt“ habe , dass sie aber 1738 förm­lich wie­der­holt wur­de von Lud­wig dem XV.

        Die Bestä­ti­gung des Son­nen­kö­nigs geschah schrift­lich. Man kann das nach­le­sen hier ab S. 442: https://books.google.de/books?id=GCxAAAAAcAAJ&pg=PA445&lpg=PA445&dq=ludwig+xiii+weihe+frankreichs&source=bl&ots=zVliiiP6HX&sig=nRN7spqBD-QXxgG4eEbO6lipHJY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjBv_z28KXJAhWBCywKHUvGDzAQ6AEIMDAD#v=onepage&q=ludwig%20xiii%20weihe%20frankreichs&f=false

        Le Roi Soleil hat sich und sei­ne Regie­rung in die­ser schrift­li­chen Wei­he­wie­der­ho­lung 1650 selbst der Got­tes­mut­ter geweiht. Also: er stand einer Wie­der­ho­lung nach 12 Jah­ren nichts ent­ge­gen. Das kann also kein gül­ti­ges Argu­ment sein.

        Die Bit­te Mar­ga­re­the Ala­co­ques, Frank­reich dem Her­zen Jesu zu wei­hen, geschah erst 1689.
        Da war wohl eini­ges Was­ser die Sei­ne her­ab­ge­flos­sen seit 1650… es waren 39 Jah­re vergangen.

        Frank­reich, Deutsch­land und Öster­reich wur­den 1915 dem Hei­lig­sten Her­zen Jesu durch ihre Bischö­fe geweiht. Spa­ni­en 1919 und Por­tu­gal 1928 — also 15 — 28 Jah­re nach der Welt­wei­he Leos XIII.

        Die Wei­he eines Lan­des oder der Welt erfolg­te also eher nach Dring­lich­keit als nach aus­rei­chend gro­ßen Zeitabständen.

        Was immer Abbé Lau­ren­tin da meint — ich kann es nicht nach­voll­zie­hen, weil es den Fak­ten widerstreitet.

      • @Zeitschnur
        Die „Herz Jesu Ver­eh­rung“ war aber 1689 noch nicht uni­ver­sal­kirch­lich (auch nicht par­ti­ku­lar­kirch­lich für Frank­reich) appro­biert wor­den. Es bestand kein Grund, daß Lou­is XIV. auf Zuru­fe der Ala­co­que hät­te fol­gen müs­sen. Der abbé René Lau­ren­tin hat auf die­ser Grund­la­ge erklärt war­um Lou­is XIV. die­ser Bit­te nicht folgte.

        @Reichsrömer
        Wie stets freue ich mich sehr über Ihre Anmerkungen!

      • @ J.G. Ratkaj

        Dass die­ser spe­zi­fi­sche Kult noch nicht uni­ver­sal­kirhclich appro­biert war, mag ein Grund für eine Irri­ta­ti­on gewe­sen sein. 

        Ich den­ke, dass hier eine Pro­ble­ma­tik vor­liegt, die man nicht nur auf der kir­chen­recht­li­chen Ebe­ne lösen darf:
        Es han­del­te sich um Pro­phe­tie und einen pro­phe­ti­schen Auf­trag, den Ala­co­que hat­te. Pro­phe­tie ist dem, was „IST“, ist immer in einer eigen­ar­ti­gen Wei­se „vor­aus“.
        Vie­les Pro­phe­ti­sche erschien absurd und galt doch.
        Mit dem Argu­ment hät­te Abra­ham Isaak nicht opfern zu brau­chen und kei­ner der Pro­phe­ten Isra­els hät­te die teil­wei­se bizar­ren Hand­lun­gen bege­hen müs­sen, die Gott befoh­len hatte.
        Eli­as hät­te die Baal­sprie­ster nicht end­los um ihren Altar tan­zen las­sen müs­sen, und Judith hät­te nicht — mit ihrer Stra­te­gie und als Frau sowie­so — Holo­fer­nes besie­gen können.
        Hier war jeweils nicht ein Rück­be­zug auf das Gesetz oder eine all­ge­mei­ne Norm gefragt, son­dern ein momen­ta­ner, aktu­el­ler und per­sön­li­cher Auf­trag, der zu erfül­len war.
        Ich wür­de die­se letz­te­re Ebe­ne ncht aus der Kir­che ban­nen — im Gegen­teil, gera­de die­se Ebe­ne, als „voll­mäch­ti­ge“ Ebe­ne, hat eben auch das 19. Jh aus­ge­rot­tet bzw. ver­sucht auszurotten.

        „Das Wort des Herrn erging an NN“ heißt es so oft im AT und auch noch im NT. Immer wie­der wird so der nor­ma­ti­ve Rah­men der Hier­ar­chien gesprengt. Obwohl Jesus nor­ma­tiv die 12 wähl­te, wähl­te er auch noch einen 13. Apo­stel — den hl. Pau­lus. Nur als Bei­spiel. Wür­de man ihre Argu­men­ta­ti­ons­staruk­tur hier ein­set­zen, hät­ten die 12 sagen müs­sen: der muss falsch sein, denn im Abend­mahls­saal waren nur wir.

        Ich den­ke, hier liegt wahr­schein­lich einer der wun­de Punkt der gesam­ten Kir­chen­kri­se: auch das Pro­phe­ti­sche Amt hat einen spe­zi­fi­schen, manch­mal lebens­ret­ten­den, für gan­ze natio­nen und die Kir­che lebens­ret­ten­den Wert. Aber es geht, wenn Gott will, über Lai­en, über Frau­en, über Köni­ge, ja sogar über Kinder.

        „Den Wei­sen und Klu­gen hast du es ver­bor­gen, Vater!“
        (Auch das ist wahr neben der Wahr­heit der eccle­sia docens…)

        Ich habe die­se Geschich­te mit Lud­wig XIV. immer so ein­ge­ord­net: Er hät­te hier einen klei­nen, völ­lig beschei­de­nen und unver­fäng­li­chen Akt voll­zie­hen sol­len, um sei­nen Glau­ben zu bewei­sen. Hat er aber nicht. Wie gesagt war viel Was­ser die Sei­ne her­ab­ge­flos­sen seit sei­ner Bestä­ti­gung der Wei­he Frank­reichs in die Hän­de der Gottesmutter.

        Den him­mel­wei­ten Unter­schied sei­ner Hal­tung zu der sei­nes Vaters sehen wir in der Dar­stel­lung bei­der Köni­ge vor der Pie­tà in Not­re-dame de Paris: Lud­wig XVI. knie­te vor der Pie­tà und hielt der Got­tes­mut­ter sei­ne Kro­ne hin. http://theredlist.com/media/database/fine_arts/sculpture/17_th_century/baroque/nicolas_coustou/002-nicolas-coustou-theredlist.jpg

        Lud­wig XIV. dage­gen kniet zwar, legt eine Hand aufs Herz, die Kro­ne hat er wenig­stens abge­setzt und neben sich gelegt, aber er über­gibt die der Got­tes­mut­ter nicht — ganz, ganz anders als der Vater. Das fällt auf: http://www.wga.hu/art/c/coysevox/louis14t.jpg

      • @zeitschnur,

        Nun, was Lou­is XIV. betrifft ich habe vor eini­gen Tagen die Lek­tü­re von Marals Werk (oben zitiert) abge­schlos­sen. Ich habe das Buch erwor­ben als ich eben zu Aller­hei­li­gen in Ver­sailles die Austel­lung zu sei­nem 300. Todes­tag besucht habe. Ich hat­te das Glück, daß A. Maral (er arbei­tet auch als Kura­tor in Ver­sailles und hat viel zu Lou­is XIV. publi­ziert) uns durch die Aus­stel­lung führte.
        In sei­nem gänz­lich auf Quel­len beru­hen­den Werk beschreibt er Lou­is XIV. als einem sei­nem Glau­ben ver­pflich­ten­den Men­schen, wel­cher in den ent­schei­den­den Stun­den sei­nes Lebens stets zum Gebet und zu den Sakra­men­ten Zuflucht nahm. Er hör­te täg­lich mehr­mals die Messe.
        Er wur­de aber in jun­gen jah­ren wie Geor­ge Minois in sei­nem Buch „Le Con­fes­seur du Roi“ (Paris 1988) es beschreibt von sei­nen Beicht­vä­ter extrem mani­pu­liert und sie intt­ri­gier­ten ihn in arge Gewis­sens­nö­te. Erst der père Fran­çois de la Chai­ze habe die Reli­giö­si­tät des Mon­ar­chen nicht aus­zu­nut­zen gedacht und ihm wirk­lich als geist­li­chen Vater gedient.
        Aber der père de la Chai­ze über­nahm das Amt des Beicht­va­ters erst 1675.
        Minois zeich­net in einer Cha­rak­ter­skiz­ze des Königs Glau­bens­le­ben nach wie sehr ihm die­se gei­sti­ge Anlei­tung in des Königs trau­ri­ger und gefähr­li­cher (Fron­de) Kind­heit und Jugend bit­ter­lich fehl­te. Er war in die­ser Zeit­span­ne in dop­pel­ter Wei­se ein Waisenkind.

      • @ J.G. Ratkaj

        Die­sen Autor habe ich nun nicht ken­nen­ge­lernt, aber ich fra­ge mich, wel­cher Art eine tie­fe Reli­gio­si­tät ist, die ver­schwen­de­risch ist und vor allem auf sexu­el­lem Gebiet den per­ma­nen­ten Ehe­bruch auslebt. 

        Und Lud­wig XIV war ein Ehe­bre­cher, sagen wir es doch kurz und knapp und dies nicht aus Ver­se­hen, son­dern aus Prin­zip. Zeit­gleich mit sei­ner legi­ti­men Frau lag er mit min­de­stens drei ande­ren Frau­en im Bett und zeug­te zu den legi­ti­men Kin­dern illegitime.

        Er brach­te es auf 11 ille­gi­ti­me Kinder…

        Wenn Sie das alles okay fin­den, dann soll­ten Sie sich aber über das, was aktu­el­le in der Kir­che vor sich geht, bei­de Augen zudrücken und alle Ehe­bre­cher zur Hl. Kom­mu­ni­on durchwinken…

        Ich krie­ge trotz­dem den Stand der Tod­sün­de nicht mit tie­fer Reli­gio­si­tät zusammen.
        Und falls Beicht­vä­ter dem Huren­mann klar­ge­macht haben soll­ten, dass er so auf die­se Wei­se schwer sün­digt, dann hat­ten sie damit lei­der recht und haben ihm nicht „Gewis­sens­nö­te“ eingeträufelt.

  14. So hör­te sich anfangs des 19. Jahr­hun­derts der „Werte“-Entwurf des Frei­mau­rers J. R. von Biber­stein an:

    -
    „In der Frei­mau­re­rei waren die auf­klä­re­ri­schen Idea­le von reli­giö­ser und kon­fes­sio­nel­ler Tole­ranz, kos­mo­po­li­ti­scher Ein­stel­lung, Huma­ni­tät und Brü­der­lich­keit verkörpert.
    Ins­be­son­de­re, weil die­se Prin­zi­pi­en die reli­giö­sen, staat­lich-natio­na­len und stän­di­schen Schran­ken rela­ti­vier­ten, konn­te die Frei­mau­re­rei als eine Art pri­va­te und kon­kre­te Vor­weg­nah­me auf eine idea­le Wert- und Sozi­al­ord­nung erfah­ren werden“
    -

    Und die heu­ti­ge Umset­zung skiz­ziert in einem Inter­view vom ehe­ma­li­gen Frei­mau­rer Mau­rice Caillet:
    -
    „Wel­ches sind die Din­ge, denen die Frei­mau­re­rei am mei­sten Auf­merk­sam­keit schenkt?

    Die öffent­li­che Mei­nung zu beeinflussen.
    Vor allem zu den The­men, die die Frei­mau­re­rei auf poli­ti­scher Ebe­ne voranträgt
    und die sie für wich­tig für ihre Plä­ne hält.
    Die Abtrei­bung: damals, als das Gesetz dis­ku­tiert wurde,
    wur­de enor­mer Druck auf die Medi­en ausgeübt,
    um die Mei­nung der Mas­sen zu lenken,
    aber noch mehr Druck wur­de auf die Poli­ti­ker der Rech­ten ausgeübt,
    die sich 1974 dann tat­säch­lich nicht mit Ent­schie­den­heit widersetzten,
    sodaß das Gesetz ohne Pro­ble­me durchging.
    Heu­te sind die Themen:
    Homo-Ehe, Rela­ti­vis­mus, Liber­ti­na­ge, Verhütungsmittel,
    Schei­dung, Hedo­nis­mus, Genuß­sucht, die Ableh­nung des Leidens.
    Der Mensch muß frei sein, sich dem Genuß hinzugeben.
    Das ist die Bes­se­rung der Mensch­heit, auf die die Frei­mau­re­rei abzielt.“
    -

  15. Kor­rek­tur: Irr­tüm­lich schrieb ich das biber­stein­sche Zitat Chri­sti­an Biber­stein zu. Beim zitier­ten J.R. Bie­ber­stein han­delt es sich aber um Johan­nes Rogal­la von Bie­ber­stein und die­ser ist Jahr­gang 1940 und ist Ehren­mit­glied des Johanniterordens.

  16. Die Fra­ge danach, wel­che Wer­te wir eigent­lich mei­nen, betrifft aller­dings das gesam­te Abendland.
    Auch die Pegi­da-Leu­te müs­sen sich fra­gen las­sen, wel­ches Abend­land sie mei­nen, wenn sie dar­um „besorgt“ sind.

    Es ist doch nicht der Punkt, dass es kei­ne Gewiss­heits­tra­di­tio­nen bei uns gäbe und jeder einer davon irgend­wie mehr oder weni­ger anhängt, son­dern dass sie sich im Abend­land seit 2000 Jah­ren aufs Erbit­tert­ste widerstreiten.

    Die Gewiss­hei­ten der Tra­dis sind schon in vie­ler Hin­sicht nur Schein, die der Pro­te­stan­ten düf­ten ihnen dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt sein, auch Mar­xi­sten haben Gewiss­hei­ten, aber sie sind in tie­fer Feh­de zu denen der Tra­dis und der Pro­te­stan­ten. Ein über­zeug­ter Auf­klä­rer, wobei zu fra­gen wäre, in wel­cher Tra­di­ti­on er genau steht — in der Kants, oder etwa Fich­tes?, oder Her­ders?, oder… denn die­se Rich­tun­gen ste­hen auch wie­der in teil­weis eer­bit­ter­tem Kotrast zuein­an­der… — ja, was ist mit den Posi­ti­vi­sten, den Eso­te­ri­kern, etwa den Anthro­po­s­ohen, den Theo­so­phen und den Anhän­gern indi­scher Mei­ster, die es auch hier gibt, was mit den ortho­do­xen Jun­den Euro­pas und was mit den libe­ra­le­ren Juden Euro­pas, was mit den Mus­lims , den Ale­vi­ten, den Mysti­kern, den Hard­core-Sun­ni­ten und den Hard­core-Schii­ten, was mit den neu­hei­den, die an Wotan glau­ben und was mit der rei­nen Atheisten?

    Alle haben letzt­end­lich offen oder unein­ge­stan­den sehr wohl feste Wer­te und Gewiss­hei­ten. Aber wir sind gewohnt, das in den pri­va­ten raum zu ver­don­nern, um über­haupt noch halb­wegs in Frie­den zu leben und nicht wie die Mus­lims, jedem, der nicht so denkt wie man selbst, sofort den Gar­aus zu machen.

    Letzt­end­lich ist das wohl schon der „Ober-Wert“, den Hol­lan­de und ande­re Polit­ker mei­nen: eine Selbst­rück­nah­me im Anspruch, die Welt zu beherr­schen und ande­re unter die eige­ne Knu­te zu zwin­gen und statt des­sen das Leben zu feiern.

    In der Tat haben wir damit län­ger fried­lich gelebt als in Zei­ten, in denen man sei­ne Gewiss­hei­ten unbe­dingt allen auf­zwin­gen wollte.
    Nur: so gerät man in ein immer ober­fläch­li­che­res und hedo­ni­sti­sche­res Fahr­was­ser, das den Tod und all die Fra­gen, die sich uns sei­net­we­gen stel­len müs­sen, ignoriert.
    Dadurch ist die Lei­den­schaft und die Lie­be in vie­len erkaltet.

    Die Alter­na­ti­ve kann nicht sein: wir wer­den wie­der kle­ri­kal­fa­schi­stisch — hurrah!

    Die Wahr­heit ist, dass wir alles, wirk­lich alles, jeg­li­ches denk­ba­re Gesell­schafts­kon­z­pet aus­pro­biert haben und mit jedem geschei­tert sind. Und da muss man den islam genau­so dazu rech­nen. Auf der gan­zen Linie hat er hier und heu­te ver­sagt. Kein moder­nes isla­mi­sches Land, das nicht die Höl­le auf Erden wäre — wie bescheu­ert muss man sein, um dar­auf noch zu setzen?

    Wir wis­sen schlicht nicht wei­ter — alle­samt wis­sen wir es nicht.

    Dass Mus­lim­ne dar­auf mit mör­de­ri­schen Selbst­tö­tun­gen reagie­ren, ent­spricht unse­rer Stra­te­gie, die selbst zwar noch zu Ende sext, frisst und säuft, aber die eige­nen Nach­kom­men tötet.

    Bei­des heißt: wir wol­len das Ende der Menschheit.

    • @zeitschnur — Dra­stisch for­mu­liert, aber lei­der wahr, was Sie sagen. Ohne einen geleb­ten christ­li­chen Glau­ben und eine geleb­te Näch­sten­lie­be, in der wir vor allem unser sün­di­ges Bewußt­sein und Han­deln durch Gott und durch das Beichtsa­kra­ment umän­dern las­sen, wer­den wir hier im Westen kei­ne auf­stei­gen­de Kul­tur­pe­ri­ode mehr bekom­men. Der Ver­fall ist ja über­all weit fort­ge­schrit­ten. Mein Ein­druck ist der, dass es ohne einen Ein­griff von ‚Oben‘ nicht mehr gehen wird, und der wird in abseh­ba­rer Zeit kommen.

    • Was Sie da beschrei­ben, ist, zumin­dest auf die west­li­che Welt bezo­gen, der Zustand, den Nietz­sche unter dem des „letz­ten Men­schen“ beschrie­ben hat. Die­ser Welt­zu­stand ist bestimmt vom Nihi­lis­mus, in dem zwar noch Wer­te postu­liert wer­den, die aber, wie Sie tref­fend fest­stel­len, bedeu­tungs­los sind, weil ins bloß Sub­jek­ti­ve ver­bannt. Im Nihi­lis­mus kann sich der Mensch nicht behei­ma­ten, wie Nietz­sche schon prä­zi­se dia­gno­sti­zier­te, denn der Mensch will lie­ber das Nichts als nicht wol­len. Der Mensch kann sich vom Wol­len eben nicht emanzipieren. 

      „Alle haben letzt­end­lich offen oder unein­ge­stan­den sehr wohl feste Wer­te und Gewissheiten.“

      Nein, da muss man Ihnen sehr ent­schie­den wider­spre­chen. Der Rela­ti­vis­mus behaup­tet zwar die Gül­tig­keit sub­jek­ti­ver Wer­te im Pri­va­ten, die­se hebt sich aber sofort wie­der auf, weil es ein iso­lier­tes Pri­va­tes gar nicht gibt. Wo „pri­va­ti­sier­te“ Wer­te bezie­hungs­los neben­ein­an­der ste­hen, ver­lie­ren sie jeg­li­che Ver­bind­lich­keit, sie wer­den zu lee­ren Postu­la­ten, was sie als Wer­te dann auf­löst. Eine Gewiss­heit kann sich eben­falls nicht im bloß Sub­jek­ti­ven behei­ma­ten, auch wenn es der moder­ne Mensch meint behaup­ten zu können. 

      Übri­gens ist die­ser Zustand der Deka­denz nicht neu in unse­rem Brei­ten, den­ken wir nur an die Zeit der Jahr­hun­dert­wen­de des letz­ten Jahr­hun­derts. Wer sich ein­mal in den Roman „Der Mann ohne Eigen­schaf­ten“ von Robert Musil ver­tieft, fin­det eine Schatz­tru­he an Anschau­ungs­ma­te­ri­al zur Deka­denz der Auf­klä­rung vor.

      „Die Alter­na­ti­ve kann nicht sein: wir wer­den wie­der kle­ri­kal­fa­schi­stisch – hurrah!“

      Die­ser Satz könn­te von Luther stam­men, wenn er in heu­ti­ger Zeit lebte!

      • Eine Wei­ge­rung zu sehen, dass auch die christ­li­chen Gesell­schafts­mo­del­le alle­samt geschei­tert sind…

        Das hat mit Luther eben­so wenig zu tun wie mit der Auf­klä­rung, was ich da sage.
        Ihr Pro­blem ist, dass Sie alles durch eine ideo­lo­gi­sche Uni­ver­sal­bril­le sehen wol­len: Schuld ist nur der Bos­sa Nova, um es so zu sagen.

        Das ist eine fau­le Ausrede.

        Auch in Musils Werk kommt doch nicht die Auf­klä­rung zum Scheitern!
        Um eine der­art vul­gä­re Bot­schaft zu brin­gen, hät­te man kei­nen so lan­gen Roman schrie­ben müssen…

        Der Nie­derg­nag Öster­reichs ist reich­stes Anschau­ungs­ma­te­ri­al, wie sehr jeg­li­ches Kon­zept scheiterte.

        Und letz­te­res ist auch unser men­ta­les Problem.

        Mit den ewi­gen Küchen­re­zep­ten aus den Stu­ben bra­ver Katho­li­ken gewin­nen wir weder Blu­men­töp­fe noch die Rück­kehr der idea­len Ord­nung, die es nie­mals gab.
        Es gibt kei­nen Ein­mal-Schlüs­sel für das Ver­ständ­nis der Lage. Nein, es ist nicht die Auf­klä­rung schuld! Es sind nicht die Juden schuld! Es sind nicht die Frei­mau­rer schuld! Es sind nicht die Pro­te­stan­ten schuld! Es sind auch nicht fin­ste­re unbe­kann­te Ver­schwö­rer schuld! Udn Niet­sche ist zwar inter­es­sant und geni­al, aber auch nicht das Ora­kel, das uns soli­tär die Welt erklä­ren könnte.

        Ich sprach von einem viel­schich­ti­gen und mehr­di­men­sio­na­len Schei­tern aller Konzepte.

        Und wer klug ist, weiß das auch ganz genau.

      • Ver­ehr­te Zeitschnur,

        dass ist jetzt wirk­lich sub­stanz­lo­ses Gerede.

        „Ich sprach von einem viel­schich­ti­gen und mehr­di­men­sio­na­len Schei­tern aller Konzepte.“

        Hat die Auf­klä­rung etwa kein Pro­gramm und wie steht es mit die­sem hin­sicht­lich des Scheiterns?

        Da die Auf­klä­rung weder eine Per­son noch eine Grup­pe ist, wie aus Ihrer fälsch­li­chen Zuord­nung zu schlie­ßen wäre, son­dern eine Ideo­lo­gie, ist ihr auch kei­ne Schuld eigen. Wenn hier von Schuld gespro­chen wer­den kann, so nur vom auf­klä­re­ri­schen Den­ken, dass sich ver­ab­so­lu­tiert und mitt­ler­wei­le­deut­lich sicht­bar in einer Sack­gas­se steckt.

        Sie ver­kür­zen Robert Musils Roman „Mann ohne Eigen­schaf­ten“, wenn Sie ihn ledig­lich als histo­ri­schen Roman lesen, er ist durch­aus mehr als das.

        Selbst Hork­hei­mer und Ador­no, sicher kei­ne bra­veb Katho­li­ken, kamen zu dem Ergeb­nis, dass die Auf­klä­rung geschei­tert sei, sie sich längst in ihr Gegen­teil ver­kehrt habe.

        Sie wol­len den Nihi­lis­mus als not­wen­di­ge Fol­ge der Auf­klä­rung nicht sehen, Sie errich­ten schlicht ein Tabu hin­sicht­lich Kri­tik an der Aufklärung.

        Es ist dabei amü­sant zu lesen, dass zwar alle(!) „Kon­zep­te“ geschei­tert sei­en, die­se „Kon­zep­te“ (Ideo­lo­gien) aber mit der Auf­klä­rung nicht zu tun hät­ten. Es wäre hier inter­es­sant zu erfah­ren, wel­che „Viel­schich­tig­keit“ sie da kon­kret im Sinn haben oder genügt die Phra­se als Ersatz von Inhalten?

        „Bei­des heißt: wir wol­len das Ende der Menschheit.“

        Ist das etwa kein Aus­druck des rein­sten Nihi­lis­mus, wie es Nietz­sche voraussah?

        Ich habe zuneh­mend den Ein­druck, Sie möch­ten ein wenig lamen­tie­ren, Ihrem ent­täusch­ten Femi­nis­mus Raum geben, ohne dass dabei das infra­ge gestellt wer­den darf, was das moder­ne Den­ken grund­le­gend prägt, Die­se Denk­hal­tung erin­nert mich an stram­me Sozia­li­sten, die ger­ne ein­ge­ste­hen, dass der real exi­stie­ren­de Sozia­lis­mus geschei­tert sei, dar­um aber das grund­le­gen­de Schei­tern wei­ter­hin hef­tig bestrei­ten, weil die Idee ja wei­ter lebe und in der Zukunft schon noch zum rich­ti­gen Wirk­lich­keit kom­men werde.

        Wenn ich Ihre letz­ten Sät­ze ernst neh­me, kon­sta­tie­ren Sie selbst das Schei­tern der Aufklärung!

      • @zeitschnur
        Könn­te man in die­sen Zusam­men­hang, den Sie sehr ein­leuch­tend beschrie­ben haben, die Aus­sa­ge Jesu Chri­sti „Mein Reich ist nicht von die­ser Welt“ (Joh 18, 36) ?
        Auch ich sehe die ver­gan­ge­nen und gegen­wär­ti­gen Gesell­schafts­mo­del­le so wie Sie als geschei­tert an. Nur der Mes­si­as kann uns eine neue Lebens- und Gesell­schafts­grund­la­ge geben.

      • Kor­rek­tur — es muss hei­ßen: Könn­te man in die­sen Zusam­men­hang, den Sie sehr ein­leuch­tend beschrie­ben haben, die Aus­sa­ge Jesu Chri­sti „Mein Reich ist nicht von die­ser Welt“ (Joh 18, 36) sehen ? —- Sorry !

      • @ Sua­rez

        Sie strei­ten um des Kai­sers Bart, wider­spre­chen mir, um anschlie­ßend Tei­le des­sen zu wie­der­ho­len, was ich bereits gesagt hatte.

        Was soll das?

      • @zeitschnur

        Darf ich ein­fach mei­ne Fra­ge wie­der­ho­len: Hat die Auf­klä­rung etwa kein Programm(Konzept) und wie steht es mit die­sem hin­sicht­lich des Scheiterns?

      • @ Sua­rez

        Nein — Sie lesen jetzt mei­nen Text ein­fach mal ordent­lich und dann wis­sen Sie sehr genau, was ich dazu geschrie­ben hat­te. Okay?

        Wenn Sie es dann immer noch nicht wis­sen soll­ten, kann ich Ihnen lei­der auch nicht hel­fen. Ich mag mich nicht stän­dig wiederholen.

      • Ich hat­te schon erwar­tet, ver­ehr­te @ zeit­schnur, dass Sie eine Ant­wort auf mei­ne kon­kre­te Fra­ge kon­se­quent verweigern.

    • „Wir wis­sen schlicht nicht wei­ter – alle­samt wis­sen wir es nicht.“

      Wie­so soll­ten „wir“ nicht wei­ter wis­sen @zeitschnur?
      Jetzt kommt doch die Advents­zeit wie­der und da soll­te man ver­su­chen, gegen den Strom schwim­men- und sich Zeit neh­men, Abstand gewin­nen, mal abschal­ten, ruhi­ger wer­den, falls es kei­ne beschwer­li­chen unan­ge­neh­men Din­ge gibt, die einen direkt betreffen. 

      Man kann sich einen Advents­kranz basteln oder kau­fen, die Ker­zen nach und nach ent­zün­den, Advents­lie­der sin­gen, den Rosen­kranz noch lie­ber beten, ein­fach froh und frei werden.
      Man kann sich doch (mit Maria und Josef) auf die Ankunft des Erlö­sers vor­be­rei­ten. Dar­auf kommts doch an. Ein­fach auf den Herrn und Erlö­ser und auf Maria hören und so leben trotz aller mög­li­chen Erschwernisse.

      In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ihnen von Her­zen eine geseg­ne­te Adventszeit.

      • Ver­ehr­ter @ Franzel,

        @zeitschnur liebt eben das Theatralische.Wenn sie nicht wei­ter weiß, dann dür­fen es eben alle ande­ren auch nicht. Die­se Pirou­et­ten auf­klä­re­ri­schen Den­kens füh­ren sich schlicht selbst ad absurdum.

  17. Das ist über­haupt kein „Quatsch“@J.G. Rat­kaj. Wir wis­sen gar nicht, wel­che Unglücke schon durch recht­zei­ti­ges Han­deln abge­wen­det wurden.
    Sie glau­ben wohl auch nicht den Bot­schaf­ten der Mut­ter­got­tes wie etwa in Fati­ma, aber auch an vie­len ande­ren Erschei­nungs­or­ten. Die hl. Ber­na­det­te Sou­bi­rous bspw. hat­te ohne zu fra­gen geglaubt, was ihr die Mut­ter­got­tes mit­teil­te: „Gehen Sie zu dort zur Quel­le und waschen sich“- wo über­haupt noch kei­ne war. Dann hat sie mit blo­ßen Hän­den die Erde auf­ge­gra­ben usw.
    Eine Wei­he an das Hei­lig­ste Herz Jesu ist jedem Chri­sten zu emp­feh­len. Machen Sie das nicht oder mei­nen Sie, so etwas nicht nötig zu haben?

    Der Son­nen­kö­nig hat­te nicht auf die hl. M. M. Ala­co­que gehört. Dann hat­te es aber sein Nach­fol­ger König Lud­wig XVI. getan. Er erin­ner­te sich dar­an, was sein Vor­gän­ger unter­ließ (und er selbst auch bis­lang) und zwar als er im Gefäng­nis war. Nur, da wars zu spät und er wur­de enthauptet.
    Die sog. frz. Revo­lu­ti­on ist nicht ganz aus den Wol­ken gefal­len. Wenn der Herr Jesus die­se Wei­he an Sein Herz woll­te- und es so der Hei­li­gen mit­teil­te- dann wird es sicher sei­ne guten Grün­de gehabt haben. Und was die Unter­las­sung bewirk­te, das sieht man ja bis heu­te. Es kommt immer auch auf die Obe­ren an- in jedem Staat und zu jeder Zeit.

    Dan­ke @zeitschnur.

  18. Die Hl. Ber­na­det­te Sou­bi­rou hin­ter­ließ einen Brief, dar­in sei­en fünf Bot­schaf­ten der Got­tes­mut­ter für die­ses Jahr­hun­dert auf­ge­zeich­net, wovon sich vier Pro­phe­ti­en bereits erfüllt haben. 

    Der 120 Jah­re ver­miss­te Brief sei im Dezem­ber 1997 vom fran­zö­si­schen Pater Antoi­ne LaGran­de beim Suchen nach Mate­ri­al über Lour­des-Wun­der in einem Blech­ka­sten im Kel­ler der Vati­kan­bi­blio­thek gefun­den worden. 

    In der letz­ten, län­ge­ren Offen­ba­rung steht: >Es wird zum end­gül­ti­gen Zusam­men­prall der Anhän­ger Moham­meds mit den christ­li­chen Natio­nen kom­men. Eine fürch­ter­li­che Schlacht wird aus­ge­tra­gen, bei der 5‚650‚451 Sol­da­ten ihr Leben ver­lie­ren. Eine Bom­be mit gro­sser Wir­kung wird auf eine Stadt in Per­si­en abge­wor­fen. Am Ende aber wird das Zei­chen des Kreu­zes sie­gen und alle Mos­lems wer­den sich zum christ­li­chen Glau­ben bekehren.<

    Der Hl Don Bos­co hat kon­kret das Ver­schwin­den des Islams nach Ablauf von 150 Jah­ren vor­her­ge­sagt, also im Höchst­fall noch 20–30 Jahre.

    • Sehr geehr­ter @IMEK: könn­ten Sie die­se Aus­sa­ge des hl. Don Bos­co genau­er zitie­ren. Nicht daß ich sie bezwei­feln wür­de. Ganz im Gegenteil.
      Und was die Hl. Ber­na­det­te Sou­bi­rous auf­ge­schrie­ben hat­te, hal­te ich eben­falls für wahr.
      Die Mut­ter­got­tes hat auch der Amster­da­mer Sehe­rin mit­ge­teilt, daß der Halb­mond wie auch die Zei­chen der Frei­mau­re­rei ver­schwin­den würden.

      Also spä­te­stens seit die­sen mos­le­mi­schen Anschlä­gen in Paris sind wir im Krieg mit dem Islam. Es ist klar, daß der Islam nichts zu bie­ten hat. Man sieht das ja auch den Gesich­tern der vie­len Mos­lems an, die hier­her kom­men. Da ist nichts. Die sind auch bar jeder nor­ma­len Bil­dung: der rein­ste Islam.

      • „Man sieht das ja auch den Gesich­tern der vie­len Mos­lems an, die hier­her kom­men. Da ist nichts. Die sind auch bar jeder nor­ma­len Bil­dung: der rein­ste Islam.“ — Sehr wahr­schein­lich ist die­ser Aus­spruch etwas über­trie­ben. Aber was die alle hier sol­len, wür­de ich ger­ne mal von Herrn Gauck und Frau Mer­kel wis­sen wollen.

      • Die Aus­sa­ge zum Hl. Don Bos­co habe ich von Hoch­wür­den Rell­stab Pro­gramm­di­rek­tor von Radio Maria Schweiz gehört, lei­der konn­te ich kei­ne schrift­li­che Quel­le finden.

    • Dass die wahn­wit­zi­ge Her­um­spren­ge­rei und Schlach­te­rei der radi­ka­len Mus­li­me ein Zei­chen end­gül­ti­gen Nie­der­gangs sei behaup­ten auch ande­re — das war schon die The­se des Sozio­lo­gen Gil­les Kepel („Schwarz­buch des Islam“) und ist aktu­ell die Hamed Abdel-Samads.
      Es ist ja nicht von Unge­fähr, dass Leo XIII. aus­drück­lich um die Befrei­ung aus die­sem Wahn betete.
      Die­se Men­schen sind — von den Gewalt­tä­tern abge­se­hen, die nicht weni­ge sind — bes­ser als ihre Reli­gi­on. Sie wol­len und erseh­nen das Rich­ti­ge, aber sie fin­den es nicht. Vie­le, vie­le bete­ten immer zu Maria, wenn sie Hil­fe erfleh­ten, wall­fahr­te­ten mit den ori­en­ta­li­schen Chri­sten an maria­ni­sche Orte. Ich habe es viel­fach bemerkt. Auch Mali­ka Ouf­kir beschreibt in ihrem Buch über die Gefan­gen­schaft im Atlas­ge­bir­ge, wie außer der Mut­ter die gan­ze Fami­lie auf Maria hoff­te und eben doch irgend­wie, viel­leicht schepp und schief aus katho­li­scher Sicht, aber den­noch auf den wah­ren Herrn „irgend­wie“ ver­trau­te, indem sie des­sen Mut­ter ansprachen.

      Hin­ter all dem Ter­ro­ris­mus und Geschrei ver­brigt sich auch eine enor­me Kon­ver­si­ons­wel­le, häu­fig in pro­te­stan­ti­sche Kir­chen, aber sei’s drum. Sie begeh­ren jeden­falls die Tau­fe und begeh­ren den Glau­ben an Jesus. Und dar­auf kommt es an. Alles ande­re wird sich ord­nen. Ich ken­ne meh­re­re sol­cher Men­schen in mei­nem näch­sten Umkreis. Ja, sie sind bes­ser als das, wor­aus sie stam­men. Sie seh­nen sich nach dem wah­ren Gott und nach sei­ner unend­li­chen und gro­ßen Liebe.
      Ich habe immer noch nicht auf­ge­hört, um sie zu bit­ten. Und die Zahl der Kon­ver­ti­ten ist groß.
      Und ich bin mir gewiss, dass die­ses Gebet erhört wird. Wir soll­ten es so sehen, dass wir nicht ohne die­se Geschwi­ster, die uns noch gebo­ren wer­den sol­len, sein wol­len. Sie ver­die­nen unse­re Lie­be im Gebet um ihre Bekeh­rung zu dem ein­zi­gen und wah­ren Herrn, der aus Stei­nen ech­te flei­scher­ne Her­zen in die Brust set­zen wird.
      Schau­en wir nicht auf das Feu­er­werk, das der Satan zün­det. Schau­en wir auf das sanf­te Wehen des Hl. Gei­stes, der weht wie und wo er will und nicht leer zurück­kommt, wie die Schrift sagt.

  19. Ich bete schon lan­ge für die Bekeh­rung der Moham­me­da­ner. Vor vie­len Jah­ren habe ich eine sehr leid­vol­le Geschich­te von arme­ni­schen Chri­sten aus der Tür­kei gehört. Die­se haben mir zum Schluß gesagt, dass sie die tür­ki­schen Men­schen lie­ben kön­nen aber kei­nes­falls den Islam.
    Bekeh­rungs­ge­schich­ten von Mos­lems berüh­ren mich ganz besonders.
    Bei Gesprä­chen mit mos­le­mi­schen Tür­kin­nen habe ich erfah­ren wie sehr sie sich einen lie­ben­den Gott wün­schen und ver­su­chen vor­zu­stel­len. Auf mei­ne Fra­ge wo sie die­sen denn im Koran und Hadi­the etc. fin­den, konn­ten sie nichts antworten.
    Mei­ne Got­tes­vor­stel­lung eines Got­tes, der die Lie­be ist, traf auf freu­di­ge Zustim­mung. Die Hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit leh­nen sie aber rund­weg ab. Wel­che Ver­blen­dung. Nur Jesus Chri­stus kann hier eingreifen.

  20. @Zeitschnur

    „Eine Wei­ge­rung zu sehen, dass auch die christ­li­chen Gesell­schafts­mo­del­le alle­samt geschei­tert sind…“

    Die christ­li­chen Gesell­schafts­mo­del­le sind geschei­tert, weil sie nie voll­stän­dig christ­lich waren.
    Das Schei­tern hing damit zusam­men, dass man nicht zwei Her­ren, Gott und dem Mam­mon gleich­zei­tig die­nen kann. Jedoch haben die christ­li­chen Ele­men­te in die­sen Gesell­schafts­mo­del­le, auch im Schei­tern immer wie­der einen Neu­an­fang durch Rück­be­sin­nung auf Gott ermög­licht und Euro­pa vor dem Abgrund gerettet. 

    „Wir wis­sen schlicht nicht wei­ter – alle­samt wis­sen wir es nicht.“

    Das ist der Moment, wo der Christ auf Gott schaut, Hoff­nung und Kraft schöpft und der Athe­ist in die Röh­re guckt.

    „auch Mar­xi­sten haben Gewiss­hei­ten, aber sie sind in tie­fer Feh­de zu denen der Tra­dis und der Pro­te­stan­ten. Ein über­zeug­ter Auf­klä­rer, wobei zu fra­gen wäre, in wel­cher Tra­di­ti­on er genau steht – in der Kants, oder etwa Fich­tes?, oder Her­ders?, oder… denn die­se Rich­tun­gen ste­hen auch wie­der in teil­weis eer­bit­ter­tem Kotrast zueinander“

    Abso­lu­te Einig­keit besteht unter den Mar­xi­sten, Säku­la­ri­sten und Auf­klä­rern in der Ableh­nung Got­tes, in der Stel­lung des Men­schen im Zen­trum und in der Selbstvergottung. 

    „Dass Mus­lim­ne dar­auf mit mör­de­ri­schen Selbst­tö­tun­gen reagie­ren, ent­spricht unse­rer Stra­te­gie, die selbst zwar noch zu Ende sext, frisst und säuft, aber die eige­nen Nach­kom­men tötet.
    Bei­des heißt: wir wol­len das Ende der Menschheit.“

    Die Todes­kul­tur des Westens ist jedoch weit­aus mör­de­ri­scher als der isla­mi­sche Ter­ror und ver­nich­tet mehr Men­schen­le­ben. Die Abtrei­bungs­ma­schi­ne­rie hat mehr Men­schen getö­tet als alle Krie­ge der Welt zusam­men. Euro­pa frisst ihre Kin­der und opfert sie dem Moloch, dem sie den Namen Frei­heit, Selbst­be­stim­mung, Selbst­ver­wirk­li­chung, Gleich­be­rech­ti­gung etc. gibt. Euro­pa betreibt hun­dert mil­lio­nen­fa­chen Mas­sen­mord um die­sen Moloch zu befrie­di­gen. Mus­li­me auch wenn sie für ihre Reli­gi­on in den Tod gehen, Ter­ror und Tod ver­brei­ten, ver­ste­hen die Aus­sa­ge Got­tes — „Gehet hin und ver­meh­ret euch“ nicht wie der Westen als Fluch, son­dern wie er gemeint war als Segen. Afri­ka wächst, Asi­en wächst und Euro­pa stirbt, weil sie Nach­wuchs für Fluch und Last erklärt hat und nicht wie Gott es sieht — als Geschenk und Segen versteht. 

    Hol­lan­de ver­tei­digt die Gott — Losig­keit, die Ent­wur­ze­lung durch Ent­christ­li­chung, die Selbst­zer­stö­rung Euro­pas bzw. des Westens und den kul­tu­rel­len Selbst­mord. Das ist die Ver­blen­dung, die Pau­lus mit die­ser Aussage‑,„Da sie sich für Wei­se hiel­ten, sind sie zu Nar­ren gewor­den.“ beschrieb. Daher geht der moder­ne Euro­pä­er an sei­ner nar­ziss­ti­schen Selbst­ver­got­tung, Selbst­herr­lich­keit, Ego­ma­nie, Hybris und an der Wei­ge­rung Gott die Ehre zu geben, zugrunde.

    • Ver­ehr­te @ Zarah!

      „Daher geht der moder­ne Euro­pä­er an sei­ner nar­ziss­ti­schen Selbst­ver­got­tung, Selbst­herr­lich­keit, Ego­ma­nie, Hybris und an der Wei­ge­rung Gott die Ehre zu geben, zugrunde.“

      Was Sie da auf­zäh­len ist exakt das Pro­gramm (Selbst­ver­ständ­nis) der Auf­klä­rung. Die Auf­klä­rungs­ideo­lo­gie lebt von der Nega­ti­on Got­tes, allein dar­in fin­det sie ihre Recht­fer­ti­gung und tie­fe­re Antriebs­fe­der. Ver­ab­so­lu­tier­te Kri­tik als Grund­la­ge des Den­kens führt not­wen­dig irgend­wann in den Nihi­lis­mus. Wir wol­len dies nicht wahr­ha­ben, weil wir mit der Auf­klä­rung auch enor­me tech­ni­sche Errun­gen­schaf­ten und Lei­stun­gen ver­bin­den. Man kann aber dar­um nicht den Mythos der Auf­klä­rung ein­fach aus­blen­den, wie es z.B. @ zeit­schnur immer wie­der in durch­aus gekonn­ter Wei­se versucht. 

      Um wie­der zu Gott zu fin­den, sich dem Glau­ben zu öff­nen, muss der Abso­lut­heits­an­spruch der Auf­klä­rung in sei­ner gan­zen Frag­wür­dig­keit auf­ge­deckt und klar benannt wer­den. Solan­ge das nicht geschieht, ver­fängt sich der „moder­ne Euro­pä­er“ oder bes­ser der vom auf­klä­re­ri­schen Den­ken in den Bann geschla­ge­ne Mensch immer aufs Neue in Selbst­ver­got­tung, die ihn blind für die Wahr­heit macht.

    • @ Zarah

      Ich fin­de es ehr­lich gesagt nicht sinn­voll, eine „Todes­kul­tur“ gegen die ande­re zu „top­pen“. Mot­to: die eine hat mehr Tote als die andere.
      Eine Todes­kul­tur ist eine Todes­kul­tur. Sie ist es nicht weni­ger, wenn sie weni­ger Tote zusam­men­bringt und sie wird es nicht mehr, wenn sie mehr Tote erzeugt.
      Sie ist es dehalb, weil sie mordet.
      Wie­viel Men­schen genau auf das Kon­to des Islam gehen, wis­sen wir nicht.

      Im übri­gen haben auch Päp­ste im Anschluss an die Theo­lo­gie Tho­mas v. Aquins Abtrei­bung nicht als Mord, son­dern als uner­laub­te Tötung eines Dings (etwa wie ein Tier) ange­se­hen. Grund: Nach Tho­mas sei der weib­li­che Fötus erst nach 90 Tagen, der männ­li­che nach 40 Tagen „beseelt“.
      Zwar wider­sprach bereits Alber­tus Magnus die­ser absur­den und wirk­lich men­schen- und frau­en­feind­li­chen Theo­lo­gie, aber das Lehr­amt geruh­te ja mehr auf Tho­mas hören zu wol­len als auf jeden andern.
      Erst mit der Dog­ma­ti­sie­rung der Imma­cu­la­ta (die aber aber vor­her schon geglaubt wur­de, wofür es auch früh­neu­zeit­li­che lehr­amt­li­che Tex­te gibt!) wur­de mit die­sem katho­li­schen Aber­glau­ben auf­ge­räumt — denn es war Aberglauben.

      Man soll­te als Katho­lik also hier den Mund nicht zu weit auf­rei­ßen ange­sichts die­ser erschrecken­den histo­ri­schen Bilanz der „Recht­gläu­big­keit“. Jeder kann einem zei­gen, dass die­se „Todes­kul­tur“ im Kern unse­re größ­ten Theo­lo­gen mit­be­för­dert haben. Denn dar­an knüp­fen alle Fri­sten­lö­sun­gen und die modern-evo­lu­tio­nä­re Leh­re von der Onto­ge­ne­se an — las­sen Sie es sich auf der Zun­ge zergehen.

      Was Sie eben­falls nicht im Blick haben: Auch frü­her wur­de abge­trie­ben nach Her­zens­lust. Kein Dorf ohne „Engel­ma­che­rin“. Nie­mand weiß, wie­vie­le Men­schen da gestor­ben sind — Müt­ter wie Kin­der. Auch die Tötung bereits gebo­re­ner Kin­der, die „KInds­tö­tung“ ist ein alter Hor­ror aus unse­rer eige­nen Kul­tur, durch­zieht Mär­chen, Sagen und die gesam­te Lite­ra­tur. und belegt wird die­se Pra­xis durch Säug­lings­grä­ber in Non­nen­klö­stern (hier bei uns fand man so ein Mas­sen­grab in den Mau­ern eines Klo­sters und den Geheim­gang zum männ­li­chen Zweig noch dazu). Ich wäre da sehr vor­sich­tig mit zah­len­mä­ßi­ger Aufrechnerei.
      Wis­sen Sie, wie es zu dem The­ma im Islam steht? Eeben — man muss es offenlassen.

      Also, bevor wir dazu nichts Genau­es wis­sen, soll­te es bei der Fest­stel­lung blei­ben, dass zwei Todes­kul­tu­ren auf­ein­an­der prallen.

      Und die Fra­ge, war­um es kein christ­li­ches Gesell­schafts­kon­zept geben kann, das nicht per­ver­tiert, haben Sie selbst beant­wor­tet — Jesus hat schließ­lich sehen­den Auges ein sol­ches regel­recht ver­wei­gert und damit damals schon die Juden brüskiert.

      Erneue­rung haben wir nie aus gesell­schaft­li­chen Kon­zep­ten, son­dern aus dem Glau­ben geschöpft — trotz der „christ­li­chen“ Konzepte.

      Ich den­ke, so trau­rig es ist, aber so ist es.

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