Heulen und Wehklagen im Vatikan

Manfred Ferrari
Den Vati­kan im Blick

Gast­bei­trag von Man­fred Ferrari*

In die­sen Tagen ist im Vati­kan eine Zeit­bom­be explo­diert, deren Exi­stenz Insi­dern längst bekannt war. Der Papst aus Argen­ti­ni­en hat­te ver­sucht, das bestehen­de Gefü­ge in eine „Kir­che der Armen“ zu füh­ren. Er tat dies in wohl­mei­nen­der Absicht. Dabei ver­kennt er, dass der Vati­kan ein Kon­strukt ist, das sich in Jahr­hun­der­ten geformt hat. Fran­zis­kus konn­te oder woll­te nicht ein­se­hen, dass die Kurie ein macht­vol­ler Appa­rat ist, des­sen mitt­le­re Füh­rungs­ebe­ne bedeu­ten­der ist als die hono­ri­ge Füh­rungs­spit­ze aus Kar­di­nä­len und Bischö­fen. Der Papst aus dem fer­nen Argen­ti­ni­en, dem ein auto­ri­tä­rer Füh­rungs­stiel atte­stiert wird, glaub­te, ver­schlei­ert durch ein popu­li­sti­sches Geha­be, sein neu­es Den­ken durch­set­zen zu kön­nen, gegen den Wil­len der Macher des Vatikans.

Nun ist eine „Palast­re­vo­lu­ti­on“ ent­flammt. Die anony­men Prä­la­ten der zwei­ten Ebe­ne mel­de­ten sich bei Jour­na­li­sten zu Wort. Vie­le Ken­ner der Situa­ti­on hat­ten die­sen Aus­bruch schon seit Lan­gem erwar­tet. Je mehr die Akzep­tanz beim katho­li­schen Fuss­volk stieg, desto mehr mach­te sich der inter­ne Ärger über den unkon­ven­tio­nel­len Füh­rungs­stil breit. Dut­zen­de von Fehl­ent­schei­den kamen nie an die Öffent­lich­keit, da sie für die Medi­en kaum inter­es­sant waren. Sie betra­fen theo­lo­gi­sche Rand­fra­gen, die aber bis­her in den Kom­pe­tenz­be­reich der mitt­le­ren Füh­rungs­ebe­ne fie­len. Kuri­en­erz­bi­schö­fe und –Kar­di­nä­le sind leicht aus­wech­sel­bar. Das „Midd­le­ma­nage­ment“ des Vati­kans ändert sich kaum so rasch. Vie­le der päpst­li­chen Ent­schei­de waren und sind aber von erschrecken­der Nai­vi­tät geprägt. Rasch war allen bewusst,  dass Fran­zis­kus Ände­run­gen plan­te, die die Struk­tur der Kir­che in ihrer Grund­fe­ste ver­än­dern sollten.

Ein klei­nes Bei­spiel. Seit Jahr­zehn­ten war es üblich, dass die Bischofs­sit­ze gro­sser Diö­ze­sen durch Bischö­fe klei­ne­rer Amts­sit­ze besetzt wer­den. So konn­te die Erfah­rung der Aspi­ran­ten geprüft und auch Kar­rie­re­pool geschaf­fen wer­den. Fran­zis­kus setz­te sich dar­über hin­weg und besetz­te die bedeu­ten­den Erz­bis­tü­mer von Bolo­gna und Paler­mo mit ein­fa­chen Prie­stern. Man stel­le sich vor, wie die abge­blitz­ten, bischöf­li­chen Bewer­ber erschra­ken und dem Pon­ti­fex grollten.

Am Beginn sei­nes Pon­ti­fi­kats mach­te der Papst den Geschäfts­füh­rer sei­ner Prie­ster­pen­si­on spon­tan zum Chef­seel­sor­ger des IOR, ein wich­ti­ger Posten im Vati­kan. Bald stell­te sich her­aus, dass Mons. Ric­ci vor Jah­ren aus dem diplo­ma­ti­schen Dienst ent­las­sen wur­de, wegen wie­der­hol­ten, homo­se­xu­el­ler Bezie­hun­gen. Im Per­so­nal­dos­sier von Ric­ci fehl­ten just die­se bela­sten­den Blät­ter. Fran­zis­kus wei­ger­te sich, den Ent­scheid rück­gän­gig zu machen. Wie soll die Kurie einen sol­chen Pon­ti­fex ernst neh­men? Fast jeder im Vati­kan wuss­te doch von den Ver­feh­lun­gen des Priesters.

Und die Ver­schwen­dung im Vati­kan hat unter Papst Fran­zis­kus eher zu- denn abge­nom­men. Wäh­rend der Pon­ti­fex sym­bol­träch­tig im Klein­wa­gen vor dem Wei­ssen Haus vor­fährt, flie­gen sei­ne Kar­di­nä­le im Pri­vat­jet der Schwei­zer MAX AIR nach Asta­na in Kasach­stan, um der Ein­wei­hung der neu­en, grie­chisch-katho­li­schen Kir­che bei­zu­woh­nen, eine Bequem­lich­keit die rund 20.000 Schwei­zer­fran­ken geko­stet haben soll.

Für vie­le Mit­glie­der der Kurie ist die­ser Papst schlicht nicht mehr trag­bar, da nie­mand wirk­lich weiss, wo er mora­lisch steht. Fran­zis­kus ist berühmt gewor­den für sei­ne wider­sprüch­li­chen State­ments. Sag­te er nicht selbst auf dem Flug von Mani­la nach Rom: „Wer bin ich, dass ich urtei­len kann?“ Und so fra­gen sich immer mehr Prä­la­ten, wer anders denn urtei­len kann, wenn nicht der Papst?

Der Papst „suhlt“ sich wei­ter­hin in der Begei­ste­rung der Mas­sen. Das Dum­me ist, dass die Aus­trit­te aus der katho­li­schen Kir­che Deutsch­land stark ange­stie­gen sind. Wo ist der sehn­lichst erhoff­te „Fran­zis­kus­ef­fekt“? Die (lin­ken) Medi­en Ita­li­ens jubeln ihm zu und der athe­isti­sche Scal­fa­ri, Her­aus­ge­ber der LA REPUBBLICA, brü­stet sich, ein Freund von Fran­zis­kus zu sein. Es ver­blei­ben aber noch eini­ge Hun­dert Heuch­ler im Vati­kan, die vor dem Papst Bück­lin­ge voll­füh­ren und ihm die Illu­si­on ver­schaf­fen, ein „Papst
für alle“ zu sein. Der Papst aus Argen­ti­ni­en läuft aber Gefahr, noch vor sei­nem Able­ben, in sei­ner Hei­mat eine neue Blei­be zu fin­den. Im Vati­kan selbst wird kaum Platz sein für einen zwei­ten Papstpensionär .

*Man­fred Fer­ra­ri, Vati­ka­nist, kathmedia.org, fotoferrari.com

Bild: fotoferrari.com

 

33 Kommentare

  1. Ach, ja, „alles durch die Neue Mes­se“, wür­de der Tra­di­tio­na­list sagen.Und recht hat er.

    - Neue Mes­se gleich Neue Ekklesiologie
    — Neue Ekkle­sio­lo­gie gleich Neue Theologie
    — Neue Theo­lo­gie gleich neue Geistliche
    — Neue Geist­li­che gleich neu­er Papst und Fran­zis­kus ist wirk­lich „neu“

    Den­noch ist die Neue Mes­se gül­tig. Ein biß­chen pro domo mea, da die­se The­ma­tik immer ger­ne gele­sen wird:

    https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/11/18/die-novus-ordo-sakramente-sind-gultig-der-novus-ordo-ritus-ist-mangelhaft-eine-skizze/

  2. Unser Hei­li­ger Vater steht unter dem Schtz der Got­tes­mut­ter von Fatima.
    Ihr hat er sein Pon­ti­fi­kat geweiht.
    Am 13. Okto­ber 2013 liess er ihre Sta­tue von Fati­ma ein­flie­gen und hul­tig­te ihr öffent­lich durch Knie­fall und Weih­rauch — ganz in der Tra­di­ti­on des Pon­ti­fex Maximus.
    Alles wir daher gut gehen!

    • „Unser Hei­li­ger Vater steht unter dem Schtz der Got­tes­mut­ter von Fatima.
      Ihr hat er sein Pon­ti­fi­kat geweiht.“
      Und damit sie auch immer bei guter Lau­ne bleibt ver­folgt er die Fran­zis­ka­ner der Immaculata.
      Per Mari­am ad Christum.

    • @ Basel­bie­ter

      Papst Fran­zis­kus hat sich die Sta­tue aus Fati­ma ein­flie­gen las­sen, weil er es nicht für nötig hielt, der Got­tes­mut­ter dort, einen Besuch abzu­stat­ten (haben die letz­ten Päp­ste bis­her alle getan). Er wird sei­ne Grün­de dafür haben.
      Was er dann aber in der Öffent­lich­keit vor die­ser Sta­tue genu­schelt hat, war alles nur kein Wei­he­ge­bet: Wor­te wie „Hin­ga­be“, „Unbe­fleck­tes Herz“, „schen­ken“ und der­glei­chen, kom­men in die­ser „pro­gram­ma­ti­schen Rede“, die man nicht mal als Gebet bezeich­nen kann, über­haupt nicht vor!
      Machen Sie sich ein­mal die Mühe, die Wei­he­ge­be­te an das Makel­lo­se Herz Mari­ens eines Joh. Pauls II. und Bene­dikt XVI. mit die­sen Phra­sen zu ver­glei­chen, damit Ihnen die Augen wie dem blin­den Bar­ti­mä­us geöff­net werden!

      • Sehr zutref­fend. Das ist wirk­lich haar­scharf for­mu­liert. Ich kann es nicht fas­sen, dass immer wie­der der ver­zwei­fel­te Ver­such von Leu­ten unter­nom­men wird, die­sem Unglück­s­pon­ti­fi­kat posi­ti­ve Sei­ten abzugewinnen.

    • @Baselbieter:Alles wird daher gut gehen..Ach nee.Echt? .Die­ser Spruch kommt uns doch sehr bekannt vor.Gerhard Schröder,der Mann der Sozi­al­lei­stun­gen kürz­te und Mil­lio­nen Deut­sche mit Harz IV „Beglück­te“ ‚ect,ectt.Alles wird gut.Angeblich.

      • „Alles wird daher gut gehen.“
        „Wir schaf­fen das.“

        Wird alles gut gehen?
        Schaf­fen wir das?

        ‚Was‘ wird gut gehen?
        ‚Was‘ schaf­fen wir?

        ‚Alles‘ das?

        So spricht Herr LXXXXXX aus HXXXX auch seit Bestehen der Welt.
        „Wir“ schaf­fen das. Reich­lich viel Pas­si­vi­tät, oder nicht?
        Es geht dar­um, die­sen klei­nen Platz­hal­ter der Agi­ta­ti­on zu besetzen.
        Bis­her sah’s danach aus, als beset­ze ihn eher die­ser L samt sei­nem Anhang. Das hat uns reich­lich beruhigt.
        Je mehr Ruhe wir geben, umso mehr Lärm kann der Teu­fel machen.

        Also @Baselbieter, wel­chen Opti­mis­mus tei­len sie eigentlich?

      • Solan­ge wir das rei­ne Evan­ge­li­um nicht mehr ver­kün­den, ’schaf­fen‘ wir eben genau das Gegen­teil von dem, was Jesus woll­te und uns abverangt.
        Der Seher Bern­hard Rem­bort (Spielb­ähn), 1689.1783, u.a.:
        „Also sehe ich den Hohn der Gottesschänder.“
        „Die mit frev­lem Mute sich an Gott wagten.“
        „Und da glaub­ten, ihr win­zi­ger Ver­stand kön­ne die Rat­schlüs­se des höch­sten Got­tes ergründen.“
        „Denn wäh­rend se Gott auf ihren Lip­pen tru­gen, bar­gen sie den Teu­fel im Herzen.“
        „Obwohl die Men­schen sie Engel nann­ten, kam doch gar bald der Teu­fel von oben.“
        „Sie woll­ten ihr neu­es Reich Chri­sti grün­den, und aller Glau­be soll­te ver­bannt wer­den. Es ist den Leu­ten einer­lei, ob sie in die Kir­che gehen oder nicht.“
        „Sie nann­ten sich Got­tes­die­ner und waren Bauchdiener.“
        „Sie dien­ten der Wol­lust und mach­ten eine Reli­gi­on für ihre böse Fleischeslust.“

    • Er hat der Got­tes­mut­ter damals nicht gehul­digt, son­dern ihr etwas abver­langt und sie auf sein Niveau herabgezogen.
      Es fehl­te jede Ehrbezeugung!

      Hier der dama­li­ge Text:

      „Seli­ge Jung­frau Maria von Fatima,
      Stets dank­bar für dei­ne müt­ter­li­che Gegenwart
      Ver­ei­nen sich unse­re Stim­men mit denen aller Generationen,
      Die dich selig preisen.

      Wir fei­ern in dir die gro­ßen Wer­ke Gottes,
      Der nicht müde wird, sich barm­her­zig der Mensch­heit zuzuneigen,
      Die vom Bösen bedrängt und von der Sün­de ver­wun­det ist,
      Um sie zu hei­len und zu retten.

      Nimm in müt­ter­li­cher Güte
      Den Wei­he­akt an, den wir heu­te vol­ler Ver­trau­en vollziehen,
      Im Ange­sicht Dei­nes Bil­des, das uns so teu­er ist.

      Wir sind sicher, dass ein jeder von uns in dei­nen Augen wert­voll ist
      Und dass dir nichts von dem fremd ist, was in unse­ren Her­zen ist.
      Wir las­sen uns von dei­nem lie­be­vol­len Blick berühren
      Und wir emp­fan­gen die trö­sten­de Zärt­lich­keit Dei­nes Lächelns.

      Ber­ge unser Leben in dei­nen Armen:
      Seg­ne und stär­ke jedes Ver­lan­gen nach Gutem;
      Stär­ke und näh­re den Glauben;
      Erhal­te und erleuch­te die Hoffnung,
      Erwecke und bele­be die Liebe
      Füh­re uns alle auf dem Weg der Heiligkeit.

      Leh­re uns die beson­de­re Liebe
      Für die Klei­nen und Armen,
      Für die Aus­ge­schlos­se­nen und die Leidenden,
      Für die Sün­der und die im Her­zen Verwirrten:
      Samm­le alle unter dei­nem Schutz
      Und ver­trau sie dei­nem gelieb­ten Sohn an, unserm Herrn Jesus.

      Amen.“

      http://de.radiovaticana.va/storico/2013/10/13/weihegebet_des_papstes_an_die_muttergottes_von_fatima_%2813._oktober/ted-736940

      Und eben des­halb wird nicht alles gut wer­den — es sei denn F. und die gan­ze Kir­che kehrt um.

    • @Baselbieter,
      Sie ver­schwei­gen die wich­tig­ste Sachen:
      Ganz am Anfang sei­nes Pon­ti­fi­kats nach der zer­reg­ne­ten Rei­se nach Bra­si­li­en (und damit zusam­men­hang­end: die Ver­schie­bung des Mes­se­orts in Rio de Janei­ro und die Rui­nie­rung und Ver­schul­dung von zehn­tau­sen­den Fave­la­be­woh­nern, die so blöd waren an dem ursprüng­li­chen Hokus­po­kus v. Jor­ge zu glau­ben) leg­te Fran­zis­kus einen Fuß­ball auf dem Altar v. San­ta Maria Maggiore.
      Man legt ausser weni­ge lit­ur­gi­sche Gegen­stän­de nichts auf einem Altar, sicher kei­nen welt­li­chen Unsinn.
      Noch schlim­mer war sei­ne unsäg­li­che Pre­digt im domus San­ta Mar­ta Mit­te Dezem­ber 2013 betr. der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis der Hl. Jung­frau Maria, wo der Mut­te­got­tes unter dem Kreuz blas­phe­mi­sche Unsinn in den Mund gelegt wur­de-nefast: ne (nicht) und ‑fari (um aus zu sprechen).
      Es war so ätzend , daß Franz. beim öffent­lich Wer­den die­ser Blas­phe­mie in „theo­lo­gi­scher Restruk­tu­rie­rung“ in den Tagen nach weih­nach­ten eine kor­ri­gie­ren­de und mit No 1 total kon­tra­dik­to­ri­sche Pre­digt hield/halten müßte.
      (Das vati­ka­nisch Boden­per­so­nal hat­te enorm viel Arbeit mit peni­bler Vertuschungsarbeit)(auch wie­der nichtseues).

      „Alles wir daher gut gehen!“:
      Sei­nen sie sicher, alles wird gut gehen- ich bin in die­ser Hin­sicht christlich-optimist.
      Ob es jedoch für Jor­ge-Rab­bit gut gehen wird: da habe ich nicht-unbe­rech­tig­te Zweifel.

  3. Das war vor­aus zu sehen, dass es frü­her oder spä­ter zu einem Knall kom­men wür­de. Es hat lan­ge gedau­ert, aber nun regt sich Wider­stand in der Kurie. Der Papst der bei den Medi­en und der brei- ten Mas­se des Fuß­vol­kes schein­bar beliebt ist, spürt auf ein­mal Gegen­wind. Das Pon­ti­fi­kat ist von
    Anfang an unglück­lich und ohne sicht­ba­ren Segen gelau­fen. Das hat auch damit zu tun, dass pro-
    gres­si­ve Kar­di­nä­le durch Abspra­chen, einen Mann gewählt haben, der offen­sicht­lich für dieses
    Amt nicht geeig­net ist. Den Kar­di­nä­len ging es ein­fach dar­um, die Rich­tung von Bene­dikt XVI. zu
    been­den und ihre eige­ne Theo­lo­gie und Vor­stel­lung von Kir­che durch­zu­set­zen. Durch die­se un-
    seli­ge Machen­schaft, kann kein Segen kom­men, nur Unru­he und Streit. Die­se bei­den Eigenschaf-
    ten kom­men nicht von Gott, son­dern sind dia­bo­li­sche Erken­nungs­zei­chen und haben der Kirche
    schon sehr geschadet.

    • Der obi­ge Arti­kel scheint mir doch recht ten­den­zi­ös. Wie vie­le die­ser Arti­kel haben wir nicht schon alle gele­sen. Ich kann den Opti­mis­mus des Herrn Fer­ra­ri lei­der nicht teilen…

  4. Die Kurie in Rom wird aber nie­man­den mehr inter­es­sie­ren, wenn auf ein­mal Krie­ge „ein­ge­lei­tet“ wer­den (von den übli­chen, fei­gen „Machern“); damit kann F. spe­ku­lie­ren, denn dass bald (Bür­ger-) Krieg sein wird (auch in Euro­pa), das leug­nen wohl nur noch die Kopf-in-den-Sand-Stecker.

    Dann, im all­ge­mei­nen Kriegs-Durch­ein­an­der, kann man ganz see­len­ru­hig jede Revo­lu­ti­on umset­zen, denn die gro­ße Mas­se hat alle Hän­de (und Köp­fe) voll zu tun, nur um über­le­ben zu können.

    • In Flan­dern heißt er jetzt schon „Jor­ge-Rab­bit“.
      Die Kreu­zung wäre dann wohl „Judge-Rab­bit“: für­wahr eine inter­es­san­te Kom­bi­na­ti­on und pas­send in dem Kurio­si­tä­ten­mu­se­um neben dem Fle­der­maus­chri­sten (Dan­neels wäre übri­gens eine sehr schwe­re Fle­der­maus) und dem kirch­li­chen Nage­kä­fer (7.11.2015/ kath.net).

      Quod reges deli­rant, plect­un­tur Achi­vi (Horaz)

  5. Wir wün­schen dem „Papst“ dass er doch end­lich eine knacki­ge Piz­za genie­ssen kann,am besten in Argen­ti­ni­en bei den Mohi­ka­nern und dort auch bleibt.Das wäre doch wirk­lich süss.

    • Geehr­te @zeitschnur,
      Die Hl. Kir­che natür­lich nicht aber die mor­sche Hül­le einer „Schein­kir­che“ im jeden Fall;
      genau­so han­delt es sich um „Schein­per­so­nal“ (übri­gens sehr gefähr­lich- Ver­wir­rung ist das Merk­mal des Bösen).

  6. Was Fati­ma betrifft, so stel­le ich mir doch die Fra­ge, war­um der Papst nicht das dar­auf­fol­gen­de Jahr zum Hei­li­gen Jahr erklärt hat. Denn im Jahr 2017 jährt sich Fati­ma zum 100. mal. Wäre das nicht viel über­zeu­gen­der gewe­sen? Mei­ne Ver­mu­tung ist, dass er genau das nicht woll­te, und vor ent­spre­chen­den For­de­run­gen kann er sich nun mit dem Hin­weis auf das Hei­li­ge Jahr 2016 schüt­zen. Es ist ein ähn­li­ches Agie­ren wie bei der Hei­lig­spre­chung von Johan­nes XXIII.! Es durf­te nicht sein, dass Johan­nes Paul II. hei­lig­ge­spro­chen wird ohne gleich­zei­ti­ge Hei­lig­spre­chung von Johan­nes XXIII.. Denn das hät­te erste­ren vor letz­te­rem empor­ge­ho­ben. Also muss­te auch erste­rer hei­lig­ge­spro­chen wer­den, obwohl die Vor­aus­set­zun­gen nicht in glei­cher Wei­se wie bei letz­te­rem gege­ben waren.

    • „Was Fati­ma betrifft, so stel­le ich mir doch die Fra­ge, war­um der Papst nicht das dar­auf­fol­gen­de Jahr zum Hei­li­gen Jahr erklärt hat. Denn im Jahr 2017 jährt sich Fati­ma zum 100. mal.“
      Für das Jahr 2017 haben sie ande­re Plä­ne. Man kann ruhig davon aus­ge­hen das es ein öku­me­ni­sches Festi­val geben wird was die Welt noch nicht gese­hen hat. Die Mut­ter Got­tes in Fati­ma muß auf­pas­sen das nicht wie­der auf Rei­sen gehen und in Wit­ten­berg an den Festi­va­li­tä­ten teil­neh­men muß. Sie nen­nen das Geden­ken. Aber ich glau­be das sie in die­sem Jahr den Bogen end­gül­tig über­span­nen werden.
      Per Mari­am ad Christum.

      • Ich wer­de den Ver­dacht nicht los, dass eini­ge Zuschrei­ber hier ver­är­gert sind, dass unser Hei­li­ger Vater der Mut­ter­got­tes von Fati­ma gehul­digt hat, und nicht der Mut­ter­got­tes von Lour­des oder Medjugorje.

      • @Baselbieter
        „Ich wer­de den Ver­dacht nicht los, dass eini­ge Zuschrei­ber hier ver­är­gert sind, dass unser Hei­li­ger Vater der Mut­ter­got­tes von Fati­ma gehul­digt hat, und nicht der Mut­ter­got­tes von Lour­des oder Medjugorje.“
        Ich geste­he und muß mich selbst tadeln.
        Ja die­ser Bischof von Rom erscheint mir authen­ti­scher und glaub­wür­di­ger wenn er mit Scal­fa­ri früh­stückt als wenn er die Mut­ter Got­tes von Fati­ma huldigt.
        Aber den Ärger über Lour­des oder Med­jug­or­je ver­ste­he ich nicht. Übri­gens mein Lieb­lings­wall­fahrts­ort ist Turzovka.
        Per Mari­am ad Christum.

  7. Man muß bestän­dig beten und nicht ver­za­gen, denn es ist alles in Got­tes Plan.
    Ich wür­de sagen, daß „Papst“ Ber­go­glio auch lich­te Augen­blicke hat und des­we­gen auch in sich gespal­ten ist. In sei­ner Art trägt er zur Unter­schei­dung der Gei­ster bei, zur Tren­nung von Spreu und Wei­zen. Das sind ja Tat­sa­chen. So vie­le haben sich rich­tig zu erken­nen gege­ben (wie Kar­di­nal Kas­per oder Kar­di­nal Marx) und tun‚s weiterhin.
    Papst Bene­dikts tat die Unter­schei­dung der Gei­ster auf gute Wei­se; er war Leuch­te und Weg­wei­ser zum Heil.

  8. Der Arti­kel hat mir sehr gut gefallen.

    Die von Franzl geäu­ßer­ten Gedan­ken hat­te auch ich schon kurz nach Amts­an­tritt von Gegen­papst Fran­zis­kus. Jetzt, so sag­te ich auf einer Geburts­tags­fei­er eines Prie­sters, dür­fen die Kir­chen­fein­de ihr Gesicht zei­gen, brau­chen sie nicht mehr zu heu­cheln. Jetzt kann jeder sehen, wer wes Gei­stes Kind ist. Ich erhielt nur Zustim­mung. Die Gesprächs­part­ner sahen dies ganz genauso.

    Über­rascht war ich aller­dings, dass Kar­di­nal Marx, des­sen Diö­ze­se ich ange­hö­re, zur Moder­ni­sten­sei­te „gewech­selt“ — so emp­fand ich das — zu sein scheint. Er hat näm­lich sehr gute Pre­dig­ten über die hei­li­ge Eucha­ri­stie gehal­ten, sodass — wie mir erzählt wur­de — Kon­ser­va­ti­ve, die ihn vor­her kri­ti­sier­ten, mein­ten, nun Abbit­te lei­sten zu müssen.

    • „Jetzt kann jeder sehen, wer wes Gei­stes Kind ist.“ Stimmt genau.
      Gera­de habe ich das Buch „Wei­che Satan“ von Geor­ges Huber gele­sen. Ein kla­res Buch mit kla­ren Aus­sa­gen über das Wiken des Teufels.
      Ich hät­te nie gedacht, wer das Vor­wort dazu geschrie­ben hat. Wäre auch nach drei­ma­li­gem Raten wohl auf Hinz, Kunz und Bal­tha­sar gekom­men; aber nicht auf den dami­li­en (1996) Erz­bi­schof und heu­ti­gen Kar­di­nal Chri­stopf Schönborn.

    • Marx scheint mir ein klas­si­scher Kar­rie­rist und Wen­de­hals zu sein. Als Sozial­en­zy­kli­ken unter JPII hipp waren, hat er gegen Gewin­ne mit Akti­en gewet­tert. Dann dreh­te der Wind und als Bischof von Trier hat er den Hasen­hüttl gemaß­re­gelt, dann hat er noch unter BXVI in Mün­chen einen auf Barock gemacht und jetzt ver­sucht er eben, die Grü­nen links zu über­ho­len bzw. schnel­ler am HB Mün­chen zu sein als sie. Zum Kaputt­la­chen (oder Heu­len) ist nur, dass Ber­go­glio immer auf Kar­rie­ri­sten rum­hackt, aber dann Leu­te wie Marx för­dert (Schön­born fällt wohl auch in die Kategorie)

  9. Ich fin­de es ein gutes Zei­chen, dass sich die Kurie regt, in der es noch ein paar from­me Katho­li­ken geben wird. Die Kurie hat auch ihre Mit­tel und Wege. Das Aus­sit­zen ist eines davon, viel­leicht gibt es noch ande­re, in Jahr­hun­der­ten erprobte.

  10. Vom gro­ßen Knall ist nichts zu merken,
    die­ser fleisch­ge­wor­de­ne Teu­fel wütet weiterhin!
    Außer dass kei­ner mehr sagen kann er hät­te nicht gewusst, wer die­ser heuch­le­ri­sche Teu­fel (jeden der mich nicht kennt, wei­se ich dar­auf hin, dass schon die hei­li­ge Katha­ri­na von Sie­na in Betracht gezo­gen hat, dass der Päp­ste fleisch­ge­wor­de­ne Teu­fel sein kön­nen), auf den sämt­li­che Fluchpsal­men Davids und Straf­ere­den Jesu zutref­fen, ist, ändert sich doch nichts, außer eben, dass er sei­ne Mas­ke noch deut­li­cher abneh­men wird!
    Herr Jesus Christus,
    Mara­natha, bitte!

  11. Ein ita­lie­ni­scher Prie­ster erzähl­te mir vor kur­zem, dass die Stim­mung im ita­lie­ni­schen Epi­sko­pat all­ge­mein sehr ange­spannt sein soll­te, vor die­sem Des­po­ten Ber­go­glio. Ein Groß­teil der Bischö­fe sind ein­ge­schüch­tert, man kann schon vor Angst­zu­stän­den sprechen.

    im Ita­lie­ni­schen gibt es ein Sprichtwort:
    „Ave­te volu­to un bici, ades­so peda­la­te!“ Sinn­ge­mä­ße über­setzt: Ihr woll­tet es so, jetzt müßt ihr es ausbaden.

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