Papst Franziskus in Florenz: „Pelagianische und gnostische Versuchung der Kirche“

Papst Franziskus am 10. November 2015 in der Kathedrale von Florenz
Papst Fran­zis­kus am 10. Novem­ber 2015 in der Kathe­dra­le von Florenz

(Flo­renz) Am Diens­tag, den 10. Novem­ber stat­te­te Papst Fran­zis­kus den Städ­ten Pra­to und Flo­renz in der Tos­ka­na einen Pasto­ral­be­such ab. In der Kathe­dra­le San­ta Maria del Fio­re von Flo­renz traf sich das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt mit den Ver­tre­tern der 5. Natio­nal­ta­gung der ita­lie­ni­schen Kir­che. Vor ihnen hielt Papst Fran­zis­kus eine Anspra­che. Das Kir­chen­ober­haupt sprach dabei über den „neu­en Huma­nis­mus von Jesus Chri­stus“. Die­ser äuße­re sich in meh­re­ren Gefüh­len, von denen der Papst über drei sprach: Demut, Selbst­lo­sig­keit und Selig­keit, um dann auf die „Ver­su­chun­gen“ in der Kir­che überzuleiten. 

Über die pela­gia­ni­sche und gno­sti­sche Ver­su­chung hat­te Papst Fran­zis­kus bereits mehr­fach in der Ver­gan­gen­heit gespro­chen, erst­mals im Juni 2013 vor Ver­tre­tern der Kon­fe­renz latein­ame­ri­ka­ni­scher Ordens­obe­rer und im Juli 2013 vor dem Latein­ame­ri­ka­ni­schen Bischofs­rat CELAM. Seit­her wur­de eben­so­oft die Fra­ge dis­ku­tiert, wen Papst Fran­zis­kus in der Kir­che als Pela­gia­ner und wen als Gno­sti­ker sieht und kritisiert.

Damals, wie auch spä­ter, wur­de päpst­li­che Kri­tik an den „Pela­gia­nern“ meist als Kri­tik an tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen und „kon­ser­va­ti­ven“ Krei­sen in der Kir­che ver­stan­den. Die­se Zuwei­sung drängt sich nach den Papst­schel­ten wäh­rend und nach der Bischofs­syn­ode, und der dabei gebrauch­ten Wort­wahl auf. Der Wie­der­erken­nungs­wert ist hoch. Die Kri­tik an den Gno­sti­kern, als Kri­tik an moder­ni­sti­schen und pro­gres­si­ven Kir­chen­krei­sen ange­nom­men, läßt sich hin­ge­gen nicht so deut­lich erken­nen. Sie war Ende Juli 2013 in der CELAM-Rede deut­li­cher, aller­dings nicht im offi­zi­el­len Rede­text, son­dern durch freie Ein­schü­be des Pap­stes, die in den Medi­en jedoch kaum Nie­der­schlag fan­den, weil sie, im Gegen­satz zu frei­en Ein­schü­ben bei ande­ren Gele­gen­hei­ten, nicht Ein­gang in die ver­öf­fent­lich­te Rede fanden.

Wäh­rend sich die „Kon­ser­va­ti­ven“ durch die Kri­tik des Pap­stes also gemeint und zu Unrecht geschol­ten füh­len, ist Ver­gleich­ba­res auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te bis­her aus­ge­blie­ben. Im deut­schen Sprach­raum bei­spiels­wei­se fühl­ten sich die in kirch­li­chen Gre­mi­en und im Ver­bands­ka­tho­li­zis­mus domi­nan­ten „Struk­tur­re­for­mer“ bis­her jeden­falls nicht davon betroffen.

Wen meint der Papst aber wirk­lich? Stim­men die von ver­schie­de­ner Sei­te genann­ten Zuord­nun­gen? Was bezweckt der Papst mit der häu­fi­gen Wie­der­ho­lung die­ser Kritik?

Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Beob­ach­ter wie jüngst Ris­cos­sa Chri­stia­na, äußern einen grund­sätz­li­chen Zwei­fel, ob das dia­lek­ti­sche Mit­tel, durch Kri­tik an tat­säch­li­chen oder kon­stru­ier­ten „Extre­men“ sich selbst als „gol­de­ne Mit­te“ zu prä­sen­tie­ren, für die Ver­kün­di­gung der Wahr­heit geeig­net sei. Zwei­fel wur­den auch geäu­ßert, ob das vom Papst dar­ge­leg­te Äqui­va­lent tat­säch­lich eines ist, oder ob es in der Pra­xis nur als Vor­wand für eine ein­sei­ti­ge Kri­tik und Benach­tei­li­gung jener Tei­le der Kir­che dient, die sowohl katho­li­sche Leh­re als auch Pra­xis ver­tei­di­gen und daher Struk­tur­re­for­men im Weg ste­hen. Struk­tur­re­for­men, für die zwar das „Wehen des Gei­stes“ in Anspruch genom­men wird, die letzt­lich doch nur Struk­tur­re­for­men sind?

Die Zwi­schen­ti­tel stam­men von der Redaktion.

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Der neue Humanismus von Jesus Christus

„[…] Wir wis­sen aber, daß es die Ver­su­chun­gen gibt. Es gibt vie­le Ver­su­chun­gen, denen man sich gegen­über­sieht. Ich stel­le Euch zumin­dest zwei vor. Erschreckt nicht. Das wird kei­ne Liste der Ver­su­chun­gen, wie jene fünf­zehn, die ich der Kurie genannt habe!

Die erste, die pelagianische Versuchung der Kirche

Florenz 2Die erste von ihnen ist die pela­gia­ni­sche. Sie drängt die Kir­che, nicht demü­tig, nicht selbst­los und nicht selig zu sein. Sie tut es mit dem Anschein eines Wohls. Der Pela­gia­nis­mus bringt uns dazu, Ver­trau­en in die Struk­tu­ren, in die Orga­ni­sa­tio­nen, in die per­fek­ten, weil abstrak­ten Pla­nun­gen zu haben. Oft bringt er uns sogar dazu, einen Stil der Kon­trol­le, der Här­te, der Nor­men anzu­neh­men. Die Norm gibt dem Pela­gia­ner die Sicher­heit, sich über­le­gen zu füh­len, eine kla­re Ori­en­tie­rung zu haben. Dar­in fin­det er sei­ne Kraft, nicht in der Leich­tig­keit des Wehens des Gei­stes. Vor den Übeln der Pro­ble­me der Kir­che ist es sinn­los, Lösun­gen in Kon­ser­va­ti­vis­men und Fun­da­men­ta­lis­men, in der Restau­ra­ti­on von Ver­hal­tens­wei­sen und über­hol­ten For­men zu suchen, die nicht ein­mal kul­tu­rell die Fähig­keit haben, von Bedeu­tung zu sein. Die christ­li­che Dok­trin ist kein geschlos­se­nes System, das unfä­hig ist, Fra­gen und Zwei­fel her­vor­zu­brin­gen. Sie ist viel­mehr leben­dig, weiß zu beun­ru­hi­gen, weiß zu ani­mie­ren. Sie hat kein stren­ges Gesicht, son­dern einen Kör­per, der sich bewegt und sich ent­wickelt, hat ein zar­tes Fleisch: die christ­li­che Leh­re heißt Jesus Christus.

Die Reform der Kir­che – und die Kir­che ist sem­per refor­man­da – ist dem Pela­gia­nis­mus abge­neigt. Sie erschöpft sich nicht im x‑ten Plan zu Struk­tur­re­for­men. Sie bedeu­tet hin­ge­gen in Chri­stus ein­zu­mün­den, sich in Ihm zu ver­wur­zeln, indem man sich vom Geist lei­ten läßt. Dann wir alles mit Genie und Krea­ti­vi­tät mög­lich sein.

Die ita­lie­ni­sche Kir­che las­se sich tra­gen von Sei­nem mäch­ti­gen und des­halb manch­mal besorg­nis­er­re­gen­den Wehen. Sie neh­me immer den Geist ihrer gro­ßen Ent­decker an, die auf den Schif­fen von der Lei­den­schaft der See­fahrt auf offe­nem Meer ergrif­fen und nicht von den Gren­zen und den Stür­men ver­äng­stigt waren. Sie soll eine für die Her­aus­for­de­run­gen der Gegen­wart offe­ne und freie Kir­che sein, nie in der Defen­si­ve aus Angst, irgend etwas zu ver­lie­ren. Nie in der Defen­si­ve aus Furcht irgend etwas zu ver­lie­ren. Und indem sie die Leu­te ent­lang der Stra­ßen trifft, soll sie den Vor­satz des hei­li­gen Pau­lus anneh­men: ‚Den Schwa­chen wur­de ich ein Schwa­cher, um die Schwa­chen zu gewin­nen. Allen bin ich alles gewor­den, um auf jeden Fall eini­ge zu ret­ten‘ (1 Kor 9,22).

Die zweite, die gnostische Versuchung der Kirche

Kathedrale von Florenz
Kathe­dra­le von Florenz

Eine zwei­te zu besie­gen­de Ver­su­chung ist der Gno­sti­zis­mus. Sie führt dazu, auf die logi­sche und kla­re Über­le­gung zu ver­trau­en, die jedoch die Zart­heit des Flei­sches des Bru­ders ver­liert. ‚Die eine ist die Fas­zi­na­ti­on des Gno­sti­zis­mus, eines im Sub­jek­ti­vis­mus ein­ge­schlos­se­nen Glau­bens, bei dem ein­zig eine bestimm­te Erfah­rung oder eine Rei­he von Argu­men­ta­tio­nen und Kennt­nis­sen inter­es­siert, von denen man meint, sie könn­ten Trost und Licht brin­gen, wo aber das Sub­jekt letzt­lich in der Imma­nenz sei­ner eige­nen Ver­nunft oder sei­ner Gefüh­le ein­ge­schlos­sen bleibt‘ (Evan­ge­lii gau­di­um, 94).

Der Unter­schied zwi­schen der christ­li­chen Tran­szen­denz und jeder Form von gno­sti­schem Spi­ri­tua­lis­mus liegt im Geheim­nis der Flei­sch­wer­dung. Das Wort nicht in die Pra­xis umzu­set­zen, nicht zur Wirk­lich­keit zu machen, heißt, auf Sand zu bau­en, in der blo­ßen Idee zu ver­har­ren und in Inti­mis­men zu dege­ne­rie­ren, die kei­ne Frucht brin­gen, sei­ne Dyna­mik frucht­los machen.

Die ita­lie­ni­sche Kir­che hat gro­ße Hei­li­ge, deren Vor­bild ihr hel­fen kön­nen, den Glau­ben mit Demut, Selbs­lo­sig­keit und Freu­de zu leben, von Franz von Assi­si bis Phil­ipp Neri. Den­ken wir aber auch die Ein­fach­heit erfun­de­ner Gestal­ten wie Don Camil­lo zusam­men mit Pep­po­ne. Es beein­druckt, wie sich in den Geschich­ten von Gua­re­schi das Gebet eines guten Pfar­rers mit der offen­sicht­li­chen Nähe zu den Men­schen vereint. […]“

Dann setz­te der Papst in sei­ner Anspra­che mit Wor­ten über die Selig­prei­sun­gen fort.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Vatican.va (Screen­shots)

25 Kommentare

  1. Die­se ein­schmei­cheln­den, seli­gen Wor­te und Gesten hat man zur genü­ge in die­sem Pontifikat
    gehört und erfah­ren. Was genau so oft und immer wie­der zu hören ist, die Schel­te an diejenigen
    die nicht mit der neu­en Leh­re ein­her gehen. Dazu wird immer wie­der der Hl.Geist ins Spiel ge-
    bracht, wohl wis­send, das der Hl.Geist weht wo er will und nie­mand kann des­halb sein Wehen
    für sein Tun in Anspruch neh­men. Die Taten von Fran­zis­kus an sei­nen Mit­ar­bei­tern, die Verset-
    zun­gen und Regle­men­tie­rung, zum Bei­spiel der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, zei­gen ein ande-
    res Bild der Barm­her­zig­keit und Nach­sicht gegen­über den Schwa­chen. Die­se ewi­gen Unklarhei-
    ten und Zwei­deu­tig­kei­ten, run­den das Bild einer ori­en­tie­rungs­lo­sen Lei­tung der Kir­che ab. Was
    deut­lich zu erken­nen ist : die tota­le Ableh­nung der Tra­di­ti­on und was damit zusam­men hängt.

  2. ich dach­te, Pela­gia­ner leug­nen die Erb­sün­de? Inso­fern wären ja Kas­per und Kon­sor­ten die Pelagianer?

  3. „Pela­gia­nis­mus“ ist eines der Fremd­wor­te, wel­che der unge­bil­de­te Ber­go­glio irgend­wann ein­mal gehört. sich gemerkt hat und daher sehr oft benützt. Sein Wort­schatz ist nicht „ein­fach“ son­dern pri­mi­tiv und albern.

    • Dan­ke lie­ber @Ratkaj Sie spre­chen mir aus der Seele.
      Ich koenn­te explo­die­ren vor Wut, wenn ich die­sen dum­men Unsinn hoe­re, die­ser „Miet­ling“ hat von der Kir­che Chri­sti kei­ner­lei Ahnung und plap­pert alles nach, was ihm die Kas­per­le soufflieren.
      Sein Gere­de ist wirk­lich gefa­ehr­lich, weil er es nicht unter­laesst das „die Welt“ kon­ser­va­ti­ve Krei­se der Kir­che mit isla­mi­schen Wirr­ko­e­p­fen gleichsetzt.
      Das hat fuerch­ter­li­che Folgen !
      Lie­ber Herr Ber­go­glio das mues­sen Sie ein­mal vor Chri­stus ver­ant­wor­ten, dann gna­de Ihnen Gott !
      Ein­fach man die Klap­pe hal­ten und viel­leicht den Rosen­kranz beten !!!!!!!!!!!!

  4. „Vor den Übeln der Pro­ble­me der Kir­che ist es sinn­los, Lösun­gen in Kon­ser­va­ti­vis­men und Fun­da­men­ta­lis­men, in der Restau­ra­ti­on von Ver­hal­tens­wei­sen und über­hol­ten For­men zu suchen, die nicht ein­mal kul­tu­rell die Fähig­keit haben, von Bedeu­tung zu sein.“
    Über­hol­te Formen?
    Gut nun wis­sen wir das es übel­ste Pro­ble­me in der Kir­che gibt. Von allei­ne wären wir nie drauf­ge­kom­men. Wenn er uns nun noch klar und deut­lich sagen wür­de was genau die­se “ Über­hol­ten For­men“ sind dann wären wir ein biß­chen schlau­er. Bischof von Rom tue der Kir­che einen gro­ßen Gefal­len und schweig mal ein gan­zes Jahr.
    Per Mari­am ad Christum.

  5. Eine Ver­su­chung ist vor allem die Lager­bil­dung. In mei­nem Bru­der nicht mehr mei­nen Bru­der zu sehen, son­dern zum Bei­spiel einen „Pela­gia­ni­sten“ oder „Gno­sti­zi­sten“. Das wirkt spal­tend. Vgl. 1. Kor 3,4

  6. Wenn F. die Kon­ser­va­ti­ven „Pela­gia­ner“ nennt, dann meint er ver­mut­lich die Mei­nung auf­sei­ten der histo­ri­schen pela­gia­ner, man kön­ne sich gewis­ser­ma­ßen „am eige­nen Schopf aus dem Sumpf zie­hen“ durch strik­ten Mora­lis­mus und Gesetzlichkeit.
    Dass man das kön­ne ergibt sich aus der Behaup­tung, es gäbe kei­ne Erbsünde.
    Auch wenn post­mo­der­ne Tra­dis nicht behaup­ten, es gebe kei­ne Erb­sün­de, lei­tet F. deren men­ta­le Ver­fas­sung den­noch aus der Hal­tung des Pela­gius her.

    Inso­fern knüpft das an sei­ne Rede von den „Pha­ri­sä­ern“ am Ende des Syn­ode an.
    F.s „Pela­gia­ner“ sind auch F.s „Pha­ri­sä­er“-

    Die Zeich­nung der Gno­sti­ker fin­de ich sehr schwer zuzu­ord­nen. Offen­bar meint er die­je­ni­gen, deren Glau­be ein Abstrak­tum bleibt, Geist ohne Fleisch. Das trifft auf alle zu, in denen Chri­stus kei­nen Raum nimmt trotz from­mer Sprü­che. das dürf­te jedoch quer durch alle „Lager“ gehen.
    Das mit der „Zart­heit des Flei­sches des Bru­ders“ fin­de ich daneben.
    Das „zar­te Fleisch“ des Glau­bens ist immer Jesus Chri­stus im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment — und genau das wird z.Zt. durch „Theo­lo­gie auf Knien“ u.ä. mit Füßen getreten. 

    Der Satz, dass es unmög­lich ist, die deso­la­te der Kir­che durch Fun­da­men­ta­lis­men und Restau­ra­ti­on zu ret­ten, ist dem­ge­gen­über richtig.
    Nur bleibt es bei die­ser Kon­sta­tie­rung lei­der auch.
    Man erhält kei­ne Ahnung, wie es denn dann gehen soll…

    Sehr ver­wir­rend fin­de ich, dass es ja die histo­ri­schen Pela­gia­ner waren, die den Wert von Gebet und Sakra­men­ten abge­wer­tet haben zugun­sten mora­li­schem Handeln.
    Eigent­lich trä­fe die­ses Phä­no­men dann eher auf die pro­gres­si­ven Kräf­te zu und weni­ger auf die Tradis.
    Die Tra­dis wer­ten dage­gen ins­ge­samt „Lei­stun­gen“ gegen­über der Gna­de hoch, sind also inso­fern den Pela­gia­nern nah.

    Puh — ins­ge­samt kann man nur sagen: F. will hier zwei Ver­su­chun­gen erklä­ren, kann sie aber weder klar beschrei­ben, noch hat er Mit­tel dagegen.

  7. Habe im Lexi­kon unter „Pela­gia­nis­mus“ und „Gno­sti­zis­mus“ nach­ge­schaut. Mit dem was Papst Fran­zis­kus sagt hat das wenig zu tun. Ande­rer­seits: Wer soll das denn wis­sen wenn nicht der Papst? Ist das Lexi­kon viel­leicht nicht katho­lisch genug?

  8. Ach Du lie­be Plau­der­ta­sche Bergoglio.Gehe doch lie­ber in Rom eine Piza essen aber lass uns gefäl­ligst in Ruhe mit Dei­nen Jesui­ti­schen Albernheiten.Amen

    • @leone
      Gute Idee, viel­leicht moech­te er in Deutsch­land im Fern­se­hen auf­tre­ten und „Wet­ten das“ wiederbeleben.
      Aber bit­te vor­her sei­nen jet­zi­gen Job schnell noch auf­ge­ben, damit wae­re vie­len geholfen.

  9. Es scheint wirk­lich, dass der Papst die Bedeu­tung die­ser bei­den Fremd­wor­te nicht kennt, sonst wür­de er sie rich­tig verwenden.

    Bei Ber­go­glio muss man aber nicht nur den zwei­ten, son­dern auch den drit­ten Boden sehen.

    Hier ein Erklärungsversuch-

    Erste Ebe­ne:
    — Der Papst Ber­go­glio erzählt mal wie­der wider­sprüch­li­chen Unsinn. Ver­lei­tet Gebil­de­ten zum Schmun­zenln, die Welt zum Lachen und die ein­fa­chen Gemü­ter zur Verwirrung.

    Zwei­te Ebene:
    — Der Teu­fel, der ihn lei­der inspi­riert, lügt, „auch wenn er die Wahr­heit sagt“, wie die Exor­zi­sten sagen.

    Drit­te Ebene:
    — Gott, der über allem herrscht, zwingt den Ber­go­glio inspi­rie­ren­den Teu­fel die Wahr­heit zu sagen.

    Bei­spiel „Pela­gia­nis­mus“

    Erste Ebe­ne:
    — Belei­di­gung der tra­di­tio­nel­len oder der übehaupt prak­ti­zie­ren­den Katho­li­ken, wegen der angeb­li­cher „Werk­ge­rech­tig­keit“. Alter Hut des Pro­te­stan­tis­mus, der Auf­klä­rung, des Anti­kle­ri­ka­lis­mus. Gehen wir weiter.

    Zwei­te Ebene:
    — Das Rosen­kranz­be­ten und die Erfül­lung der Wer­ke der Gerech­tig­keit und Fröm­mig­keit ist etwas wert­vol­les, sonst wür­de der Teu­fel nicht dage­gen angehen.

    Drit­te Ebene:
    — Nach dem Kon­zil herrscht tat­säch­lich eine Art des Pela­gia­nis­mus, obwohl nicht direkt in der alt­kirch­li­chen Lese­wei­sen, denn:
    a. Es wir seit Rah­ner, de Lub­ac et con­sor­tes kaum von der Erb­sün­de gere­det und daher
    b. Gibt es prak­ti­sche kei­ne Gna­den­leh­re mehr.
    c. Der Mensch, da ontisch gut und sogar ontisch gött­lich, braucht kei­ne Gna­den­hil­fen mehr. Sie­he dazu die her­vor­ra­gen­de Ana­ly­se in „Geth­se­ma­ni“ von Kard. Siri.

    Ergo: Es gibt tat­säch­lich in der Kir­che eine Bedro­hung des Pela­gia­nis­mus. Heil­mit­tel: Zurück zur Erb­sün­den- und Gna­den­leh­re. Je scho­la­sti­scher desto besser.

    (Fort­set­zung folgt)

  10. (Die Fort­set­zung)

    Bei­spiel „Gno­sti­zis­mus“

    Erste Ebe­ne:
    — Eine Falsch­de­fi­ni­ti­on der Gno­sis, die gera­de sehr irra­tio­nal war und durch­aus am „Fleisch des Bru­ders“ (aha.. hört sich recht homo­phil an) inter­es­siert war.

    Zwei­te Ebene:
    — Der Hun­ger nach Spi­ri­tua­li­tät ist an sich etwas Gutes, weil es eine Suche nach Gott ist. Eben­so das Stre­ben nach einer ratio­na­len, im katho­li­schen Sin­ne von ratio und fides, Erkennt­nis. Wären sie nicht gut, so wür­de der Teu­fel sie nicht bekämp­fen und verzerren.

    Drit­te Ebene:
    — Wir haben es seit dem Kon­zil tat­säch­lich mit einem Auf­le­ben des Gno­sti­zis­mus zu tun. Fast alle nach­kon­zi­lia­ren „Erneue­rungs­be­we­gun­gen“ sind gno­stisch, insbesondere:

    a. Neokatechumenat
    b. Opus Dei
    c. Cha­ris­ma­ti­sche Bewegung,
    d. St, Egidio und andere

    Natür­lich sind alle Geheim­ge­sell­schaf­ten und in der letz­ten Zeit vie­le Orden, wie die Jesui­ten, extrem gnostisch.

    Der jet­zi­ge Katho­li­zis­mus zer­fällt zur Gno­sis und Papst Fran­zis­kus treibt es voran.

    Die Gno­sis konn­te es nicht wahr haben, dass Gott tatäch­lich Fleisch ange­nom­men hat. Heu­te äußert es sich in der prak­ti­schen Leug­nung der Gött­lich­keit Chri­sti per „unser Bru­der“, „der gute Mann aus Nazareth“.

    Da Gott Fleisch gewor­den ist, daher müs­sen wir das Fleisch, spirch unse­re Kör­per­lich­keit als Tem­pel des Hei­li­gen Gei­stes hoch­ach­ten. Durch hei­lig­ge­mä­ßes Leben und Askese.

    Gno­stisch ist all das vege­ta­risch-öko­lo­gi­sche-Vega­ne. Gno­stisch ist die­se gan­ze Sexua­li­sie­rung, wie sie in der Kir­che stattfindet.

    Wir wer­den auch dazu etwas auf unse­rem Blog veröffentlichen.

    Sum­ma sum­ma­rum: Papst Fran­zis­kus sagt auch manch­mal was Wahres.

    Soweit kurz dazu.

    • Ich weiß, was Sie sagen wol­len, aber mir geht das teil­wei­se zu weit. Wir kön­nen nicht argu­men­ta­tiv durch­spie­len, dass der Teu­fel F. regel­recht „inspi­riert“.
      Das ist eine schwie­ri­ge Aus­sa­ge, die man nicht in einem logi­schen Spiel anwen­den sollte.
      Das ist aus der Posi­ti­on her­aus, die wir haben, nicht in Ordnung.

      Ich fra­ge mich nach wie vor, was mit all den Seil­tän­ze­rei­en auf einer Linie am Boden gewon­nen sein soll.
      Es ist pseu­do­scho­la­stisch, pseu­do­lo­gisch und bringt gar nichts. 

      Im letz­ten Ende sind die­se Rund­um­schlä­ge, die seit Pius X. in der Kir­che Mode gewor­den sind, eine Kata­stro­phe. Mit „Pas­cen­di“ wur­de m.W. erst­ma­lig ein pau­scha­ler Rund­um­schlag gegen angeb­li­che und wirk­li­che Häre­ti­ker geführt, aller­dings ohne Prä­zi­sie­rung und folg­lich brach eine hem­mungs­lo­se „Moder­ni­sten­hatz“ aus, die im Prin­zip nicht wuss­te, was Ross und was Rei­ter ist.
      Der näch­ste Rund­um­schlag war das Vati­ca­num II und das Geschwätz Ron­cal­lis: Genau­so unscharf und pau­schal laber­te er etwas von „Unglücks­pro­phe­ten“, die man nun nicht mehr brau­che. Und das Kon­zil selbst parier­te Pius X. und warf ihm das Echo sei­ner Unschär­fe und Unsach­lich­keit zurück. Bis heu­te würgt die Kir­che an die­sen bei­den total unkla­ren Ent­wür­fen, der vom jewei­li­gen Fan­club für DAS Super­kon­zil bzw. DEN Super­papst sti­li­siert wird, aber bis heu­te weiß kei­ne Sei­te, wovon sie eigent­lich redet und ergibt sich Gei­stern, deren Rich­tung nicht klar ist.

      F. ist eine spä­te und ulti­ma­ti­ve Frucht die­ser unse­li­gen Stil-Tra­di­ti­on. Sei­en wir etwa gnä­di­ger mit ihm — er hat eine lan­ge Rei­he von Vor­gän­gern und toppt sie allesamt!

      Die Kir­che fuhr erheb­lich wahr­haf­ti­ger, solan­ge sie ein­fa­che Sät­ze defi­niert oder aber ver­wor­fen hat­te. Damit konn­te man halb­wegs umge­hen und auch der Ein­zel­ne Gläu­bi­ge war eher geschützt vor dem Vor­wurf, ein Häre­ti­ker zu sein.
      Nur einen ver­gleich­ba­ren — auf gei­sti­ger Ebe­ne ver­gleich­ba­ren Exzess — gab es zuvor, auch wenn das Lehr­mat ihn nicht wirk­lich fun­die­ren woll­te: den früh­neu­zeit­li­chen Hexenwahn. 

      Eins muss uns klar sein: F. beschul­digt damit wei­te Tei­le der Kir­che, häre­tisch zu sein.

      • @ zeit­schnur

        Natür­lich wir­ken Dämo­nen inspi­rie­rend, daher auch die dis­cre­tio spi­ri­tu­um, d.h. die Unter­schei­dung der Gei­ster in Plural.

        Sie­he das Werk von Kar­di­nal Bona zu die­sem The­ma. https://traditionundglauben.wordpress.com/category/geistliches-leben/aszetik/kardinal-bona/

        Katho­li­zis­mus ist nicht nur ratio. Die letz­ten Grün­de der Wirk­lich­keit sind geist­lich und wie alle gro­ßen See­len­füh­rer sagen, Kard. Bona auch, man erkennt den Geist an sei­nen Fol­gen ex effec­ti­bus cognoscitur.

        Bit­te nicht „pseu­do­scho­la­stisch“, son­dern scholastisch.

        Es bringt uns die Ein­sicht, wozu die­se Rede gut sind.
        Der Hl. Igna­ti­us von Loyo­la, der Ber­go­glio sicher­lich nicht ver­dient hat, sag­te ja, dass man wis­sen soll­te, wohin der böse Geist und füh­ren will und das Gegen­teil tun. Aber der böse Geist ist sel­ten ein­deu­tig und des­halb muss man vie­les ent­wir­ren. Die Wahr­heit ist ein­fach, die Lüge nicht und je mehr Schlan­gen­li­ni­en, desto mehr Schlange.

      • Geehr­te @ zeitschnur,

        „Teuf­li­sche Inspi­ra­ti­on“: rich­tig verwortet.
        Man muß sich nur ein­mal ein­den­ken, was in den Köp­fen der Hir­ten und Mit­ar­bei­ter in näch­ster Umge­bung von Ber­go­glio vorgeht.
        Dum mun­dus volvi­tur, Crux stat.
        Ste­mus iux­ta Crucem.

      • Wer­te Frau @ Zeitschnur!
        Sie sagen über Papst Pius X. in der Ihnen eige­nen her­ab­las­sen­den Sprech­wei­se: „Mit „Pas­cen­di“ wur­de m.W. erst­ma­lig ein pau­scha­ler Rund­um­schlag gegen angeb­li­che und wirk­li­che Häre­ti­ker geführt, aller­dings ohne Prä­zi­sie­rung und folg­lich brach eine hem­mungs­lo­se „Moder­ni­sten­hatz“ aus, die im Prin­zip nicht wuss­te, was Ross und was Rei­ter ist.“
        Ihr Nach­satz über die feh­len­de Prä­zi­sie­rung usw. ist falsch, denn das Gegen­teil ist richtig!

        Das Dekret von Pius X. „Lamen­ta­bi­li sane exitu“ vom 3. Juli 1907 ent­hält zu fol­gen­den 7 Berei­chen 65 kon­kre­te, moder­ni­sti­sche Ansich­ten, die alle­samt ver­ur­teilt wor­den sind. Die 65 ver­ur­teil­ten Sät­ze sind im Inter­net nachlesbar.

        2.1 Die Eman­zi­pa­ti­on der Exege­se vom Lehr­amt der Kirche
        2.2 Die Inspria­ti­on und Irr­tums­lo­sig­keit der Hei­li­gen Schrift
        2.3 Der Begriff der Offen­ba­rung und des Dogmas
        2.4 Christus
        2.5 Die Sakramente
        2.6 Die Ver­fas­sung der Kirche
        2.7 Die Unver­än­der­lich­keit der reli­giö­sen Wahrheit

        Ein­lei­tend sagt der Papst:

        „Es ist eine trau­ri­ge Tat­sa­che, daß unse­re Zeit jeder Lei­tung über­drüs­sig, bei der Erfor­schung der höch­sten Fra­gen nicht sel­ten dem Neu­en so nach­jagt, dass sie das Erb­gut der Mensch­heit preis­gibt und den schwer­sten Irr­tü­mern anheim­fällt. Die­se Irr­tü­mer wer­den umso gefähr­li­cher sein, wenn es sich um die hei­li­gen Wis­sen­schaf­ten han­delt, um die Erklä­rung der Hei­li­gen Schrift, um die vor­züg­lich­sten Glaubensgeheimnisse.

        Es ist aber sehr zu bedau­ern, daß sich auch unter den Katho­li­ken nicht gera­de weni­ge Schrift­stel­ler fin­den, wel­che die von den Vätern und von der Hei­li­gen Kir­che selbst­ge­setz­ten Gren­zen über­schrei­ten und unter dem Schein einer höhern Ein­sicht und im Namen der geschicht­li­chen Auf­fas­sung einen Fort­schritt der Dog­men anstre­ben, der in Wahr­heit ihre Zer­set­zung ist.

        Damit aber der­ar­ti­ge Irr­tü­mer, die täg­lich unter den Gläu­bi­gen ver­brei­tet wer­den, in ihrem Her­zen kei­ne Wur­zel fas­sen und die Glau­bens­rein­heit beein­träch­ti­gen, hat es dem Hei­li­gen Vater Pius X. gefal­len, dass die Hei­li­ge römi­sche und all­ge­mei­ne Inqui­si­ti­on die vor­züg­lich­sten der­sel­ben kenn­zeich­ne und verurteile.

        Dar­um haben die erlauch­ten Her­ren Kar­di­nä­le, die in Sachen der Glau­bens- und Sit­ten­leh­re Gene­ral­inqui­si­to­ren sind, nach vor­he­ri­ger sorg­fäl­ti­ger Unter­su­chung und nach Ein­ho­lung des Gut­ach­tens der Kon­sul­to­ren ihr Urteil dahin abge­ge­ben, dass fol­gen­de Sät­ze zu ver­ur­tei­len und zu ver­fol­gen sind, wie es durch fol­gen­des Gene­ral­de­kret geschieht“

        Neh­men Sie dies bit­te zur Kennt­nis, bevor Sie sel­ber Rund­um­schlä­ge verteilen!

      • @ Tra­di­ti­on und Glauben

        Ich sag­te ja, dass ich ver­ste­he, was Sie mei­nen. Aber es ist mir so zu kurz gegrif­fen. Ich ver­such­te Ihnen doch zu beschrei­ben, dass ich F. bereits für eine Frucht lan­ge vor ihm wir­ken­der Gei­ster halte.

        Er ist wahr­schein­lich vor allem inspi­riert von den Gei­stern, die ande­re Päp­ste vor ihm riefen.

        Noch ein Wort zur „Dis­cre­tio“:

        Sie ist ein Cha­ris­ma, das nicht jeder hat.
        Wie oft haben Katho­li­ken gemeint, sie hät­ten die­ses Cha­ris­ma und in einem zelo­ti­schen Eifer genau übers Ziel hinausgeschossen!
        Die­ser Zelo­tis­mus ist das Grund­pro­blem der konservativen/reaktionären Katholizismus.
        Man kann auch die­se fau­len Früch­te inzwi­schen doch sogar beschä­mend reich­lich erken­nen nach fast 200 Jahren!

        Eine scho­la­sti­sche Deduk­ti­on ist im übri­gen ja noch kei­ne Garan­tie dafür, dass man damit ein Cha­ris­ma an sich rei­ßen konnte.

        Mit Scho­la­stik kann man genau­so dem Bösen die­nen wie ohne sie — es kommt immer auf die Anwen­dung und die Inspi­ra­tio­nen an.

      • @ Adri­en Antoine

        Ja, das kann sein, was Sie sagen, und ich ver­tei­di­ge den Geist die­ser Leu­te ja nicht.
        Aber die Gemenge­la­ge ist kom­pli­zier­ter, wie ich @Tradition und Glau­ben gegen­über darlegte!

      • und noch ein Nach­trag an @ TuT

        Immer wie­der wird die Fra­ge gestellt, ob nicht das gro­ße Pro­blem der gesam­ten SJ durch­aus dem Geist des Igna­ti­us ent­sprun­gen ist.

        Ich beant­wrr­te die­se Fra­ge hier­mit NICHT, weil ich mich damit zu wenig befasst habe. — nota bene.

        Aber sie steht eben auch im Raum der Fra­gen zur Krise.

        Sie neh­men dage­gen eine Klas­si­fi­zie­rung vor im Hin­blick auf den Ordens­grün­der, ohne viel­leicht auch hier vor­sich­tig zu sein.

        All das, was heu­te wie eine Eiter­bla­se auf­bricht, hat sich lan­ge ent­zün­det. F. ist nur die End­kon­se­qu­n­ez aus vie­lem, was teil­wei­se Jahr­hun­der­te, aj viel­leicht sogar Jahr­tau­sen­de alt ist.

    • Hoch­ge­ehr­te® @Tradition und Glauben,
      Sie haben es ein­drucks­voll ana­ly­siert und die Essenz getroffen.

      Die­ser Vor­trag ist tota­ler Unsinn, wie auch der Kom­men­tar von A. S. auf einer ande­ren Home­page, und wie Ber­go­gli­os Pre­digt heut 13.November 2015 ver­öf­fent­licht über die Beichte.
      Das Wort „Pela­gia­nis­mus“ ist eine Wort­hül­se, schon vor 1600 Jah­ren benutzt, um sehr unter­schied­li­che Begrif­fe und Gedan­ken als „Cock­tail“ unter einem Hut zu bringen.
      Pela­gius wur­de übri­gens von Päp­sten sowohl ver­ur­teilt als auch wie­der in sei­ne Ehre wiederhergestellt.
      Von Pela­gius und sei­nen Nach­fol­gern haben wir kaum direk­te schrift­li­che Über­lie­fe­run­gen; eini­ges aber natür­lich vor­ein­ge­nom­men in den Schrif­ten der Gegner.
      Kom­pli­ziert wird das Gan­ze dadurch, daß Augu­stin schon des Grie­chi­schen kaum mäch­tig war und eine wich­ti­ge Res­sour­ce ihm nicht zur Ver­fü­gung stand.
      Der Anti­pe­la­gia­nis­mus wur­de übri­gens auch von der Kir­che als ein­sei­tig angesehen.
      Der Hl. Augu­sti­nus kon­fron­tiert den Pela­gia­nis­mus übri­gens meist mit dem Manichäis­mus (wobei die Gno­sis doch ca. 6 Jahr­hun­der­te beschlägt, v. ca. 200 v.C. bis ca. 400 n.C.).
      Die Gno­sis hat übri­gens auch ihre Spu­ren in der Hl. Schrift und in den Apo­kry­phen zurückgelassen.
      Es ist sehr pro­ble­ma­tisch einen zwei­po­li­gen Kon­trast auf­zu­bau­en zwi­schen 2 Denk­ge­bäu­den die bis zu 600 Jah­ren aus­ein­an­der­lie­gen und die dann noch­mals durch gro­ße zeit­li­che Distanz von uns ver­zerrt gese­hen werden.
      Wenn es Latein gewe­sen wäre, hät­te ich gesagt:
      „Est lati­na de coquina“.
      „Senk­recht klas­sie­ren“ (über dem „Reiß­wolf“)
      Der Kontrast

    • Hoch­ge­ehr­ter @Tradition und Glauben,

      „…zärt­lich auf das Fleisch des Bruders…“:
      die­se Pas­sa­ge ist mir auch aufgefallen.
      Doku­men­tie­ren, ana­ly­sie­ren, kommentieren -
      Was sagt eigent­lich @Elias dazu?

  11. Es ist sehr schlimm:
    wer sich an den Kate­chis­mus hält und sonn­tags trotz Müdig­keit und alter­na­ti­ver Unter­hal­tungs­mög­lich­kei­ten ger­ne zur Hl. Mes­se geht und die sei­nen mit­nimmt, den Kin­dern lehrt, dies zukünf­tig auch immer zu tun, weil es eben die Sonn­tags­pflicht gibt — böser Pelegianer
    wer beim Ehe­part­ner bleibt, obwohl es manch­mal sehr schwer und zum Davon­lau­fen ist, weil die Ehe halt unauf­lös­lich ist — stu­rer Pelegianer
    wer sagt, gegen die Leh­re der Kir­che zu ver­sto­ßen, ist Sün­de — unbarm­her­zi­ger Pelegianer

    Also, das sich Abar­bei­ten an den Gebo­ten des Her­ren ist nicht nötig, son­dern blö­de und auch noch schlecht?
    Ja dann, Freun­de, lasst es krachen !.….…..?

    • Rich­tig erkannt! Ber­go­glio ver­kün­det das alt­be­kann­te luthe­ri­sche „esto pec­ca­tor et pec­ca for­ti­ter“, was in der „pasto­ra­len Pra­xis“ nichts ande­res heisst als, unser Gott ist der Bauch (und das, was sich dar­un­ter befin­det). Des­halb gefällt Ber­go­glio der hedo­ni­sti­schen Welt so sehr, weil er ihrem unge­zü­gel­ten Trei­ben die Abso­lu­ti­on erteilt. Eine sol­che After­re­li­gi­on hat in den Augen der deka­den­ten Welt durch­aus Zukunft. Sie wer­den durch Allahs Jün­ger noch eines bes­se­ren belehrt werden.

      • Eben nicht!
        Genau das tut er eben nicht — er ergreift eben nicht wie Luther eine kla­re, wenn auch häre­ti­sche Posi­ti­on, die man fas­sen könnte.

        Er redet so, dass man nicht weiß, was er genau eigent­lich aus­drücken will.
        In sei­nen Reden irr­lich­tert die gesam­te Spra­che sämt­li­cher theo­lo­gi­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen der 2000-jäh­ri­gen Geschich­te der Kirche.
        Ein wil­des Flackern mit flüch­ti­gen Konturen.

        Denn im Zwei­fels­fall spricht er auch von „Sün­den, die schlim­mer sind als eine Sün­de“, was dann eher an „him­mel­schrei­en­de Sün­den“ gemahnt oder end­gül­ti­ge Ver­wer­fun­gen der Täter.

  12. Mal Pele­gia­ner, mal Pha­ri­sä­er, P. Fran­zis­kus schimpft, wo er nur kann auf die Treue­sten im Glau­ben. Das sind die­je­ni­gen, die an das glau­ben, was sei­ne Vor­gän­ger und die Kon­zi­le gelehrt haben.
    Was bedeu­tet dies??

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