Keine Barmherzigkeit: Päpstliche Kommissarin für Franziskanerinnen der Immakulata

Profess junger Ordensschwestern vor dem Ordensgründer Pater Manelli
Pro­fess jun­ger Ordens­schwe­stern vor dem Ordens­grün­der Pater Manel­li

(Rom) Nach­dem im Juli 2013 der blü­hen­de Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta von der römi­schen Ordens­kon­gre­ga­ti­on unter kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung gestellt wur­de, erfolg­te nun der­sel­be Schritt auch gegen die Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta, den weib­li­chen Zweig des Ordens.

Mit 12. Okto­ber ist ein Dekret der Ordens­kon­gre­ga­ti­on datiert, mit dem die Ordens­frau Noris A. Cal­zava­ra zur Päpst­li­chen Kom­mis­sa­rin für die Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta ernannt wird.

Die verheimlichten Gründe der kommissarischen Verwaltung

Obwohl der männ­li­che Zweig des von Pater Ste­fa­no Maria Manel­li gegrün­de­ten Ordens seit nun­mehr mehr als zwei Jah­ren unter kom­mis­sa­ri­scher Ver­wal­tung steht, die einen regel­rech­ten Kahl­schlag im Orden ver­ur­sach­te, dar­un­ter die Schlie­ßung des ordens­ei­ge­nen Prie­ster­se­mi­nars und die Auf­las­sung meh­re­rer Klö­ster, wur­den bis­her offi­zi­ell vom Vati­kan kei­ne Grün­de für die­sen schwer­wie­gen­den Ein­griff genannt. Etwas deut­li­cher wird nun­meh­rig das Ernen­nungs­de­kret der Kom­mis­sa­rin.

Bis­her gab es nur zwei inof­fi­zi­el­le Hin­wei­se auf die Grün­de. Im Dezem­ber 2013 ant­wor­te­te der dama­li­ge Apoo­sto­li­sche Kom­mis­sar Pater Fidenzio Volpi auf einen Arti­kel des Vati­ka­ni­sten Mar­co Tosat­ti, der sich kri­tisch über den radi­ka­len Ein­griff des Vati­kans in das Leben des jun­gen Ordens und Beden­ken am regel­rech­ten Wüten des Päpst­li­chen Kom­mis­sars gegen den Orden geäu­ßert hat­te. Kom­mis­sar Volpi behaup­te­te, Rom habe ein­grei­fen müs­sen, weil die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta in eine „kryp­to-lef­eb­vria­ni­sche, jeden­falls tra­di­tio­na­li­sti­sche“ Rich­tung „abge­drif­tet“ sei­en.

Katholisches.info schrieb damals: „Kom­mis­sar Pater Volpi unter­schei­det dabei nicht zwi­schen „lef­eb­vria­nisch“ und „tra­di­tio­na­li­stisch“, und damit nicht ein­mal zwi­schen der kano­nisch nicht aner­kann­ten Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. und den kano­nisch aner­kann­ten Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten. Offen­kun­dig ist Tra­di­ti­ons­ver­bun­den­heit für den Kom­mis­sar grund­sätz­lich ein „Pro­blem“. Eine Rich­tung, die dem Kapu­zi­ner nicht nur miß­fällt, son­dern bekämpft wer­den muß. Und das tut er seit ver­gan­ge­nem August mit gro­ßem Eifer. Offen­sicht­lich war es die­se Abnei­gung, die ihn für die Auf­ga­be des Apo­sto­li­schen Kom­mis­sars qua­li­fi­zier­te.“

Ideologischer Kampf gegen die Tradition

Das Dekret vom 12. Oktober: Kommissarin für Franziskanerinnen der Immakulata
Das Dekret vom 12. Okto­ber: Kom­mis­sa­rin für Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta

Kom­mis­sar Volpi ist im Juni 2015 nach kur­zer, schwe­rer Krank­heit gestor­ben. Unter dem neu­en Kom­mis­sar, dem Kir­chen­recht­ler und Sale­sia­ner Sabi­no Ardi­to schien es etwas ruhi­ger gewor­den. Die Ordens­kon­gre­ga­ti­on ließ mit einem Dekret vom 19. Okto­ber erken­nen, daß sie wei­ter­hin ent­schlos­sen ist, den jun­gen Orden und des­sen Cha­ris­ma zu bre­chen. Der gro­ße Makel? Ein neu­ri­tu­el­ler Orden, der – und sei es unter Bene­dikt XVI. und gemäß sei­nem Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum – den über­lie­fer­ten Ritus wie­der­ent­deckt und sich zu eigen macht, das darf es nicht geben. Damit wür­de die Tra­di­ti­on, die man wohl oder übel dul­det, aus ihrem rand­stän­di­gen Gehe­ge der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei aus­bre­chen und mit­ten in die Kir­che hin­ein­wir­ken. Das aber, dar­in waren sich ein­fluß­rei­che Krei­se in der Kir­che einig, kön­ne man nicht dul­den. Mit dem Amts­ver­zicht von Bene­dikt XVI. war der Weg frei, gegen den Orden vor­ge­hen zu kön­nen.

2014 deu­te­te Kuri­en­erz­bi­schof Car­bal­lo, ein Fran­zis­ka­ner, auf einer Ver­an­stal­tung der Ordens­obe­ren von Kata­lo­ni­en an, daß Rom „über vor­kon­zi­lia­re Abwei­chun­gen besorgt“ gewe­sen sei. Denn, so der Sekre­tär der Ordens­kon­gre­ga­ti­on, „Treue zum Kon­zil“ sei „für Orden nicht ver­han­del­bar“.

Papst Fran­zis­kus hat­te mehr­fach inof­fi­zi­ell ver­ste­hen las­sen, daß er in Tra­di­tio­na­li­sten nur „Ideo­lo­gen“ und im über­lie­fer­ten Ritus nur „eine Mode“ sehe. Kri­ti­ker wer­fen dem regie­ren­den Papst vor, nicht mit offe­nen Kar­ten zu spie­len. Sei­ne Kri­tik habe er nie offi­zi­ell geäu­ßert, aber gleich­zei­tig im Fall der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta offi­zi­el­le Maß­nah­men gegen die Tra­di­ti­on und den über­lie­fer­ten Ritus ergrei­fen las­sen. Zudem habe er durch die Bil­li­gung die­ses Vor­ge­hens und durch sei­ne inof­fi­zi­el­len Äuße­run­gen gegen­über Ordens­ver­tre­tern und Bischö­fen der Tra­di­ti­on und dem über­lie­fer­ten Ritus gescha­det. Er habe infor­mell die Welt­kir­che wis­sen las­sen, daß „der Papst“ die Tra­di­ti­on und den über­lie­fer­ten Ritus eigent­lich nicht wün­sche.

Wo die Ordenskongregation wegschaut

Das Dekret
Das Dekret

Im katho­li­schen Ordens­we­sen liegt eini­ges im Argen, doch die römi­sche Ordens­kon­gre­ga­ti­on drückt bei­de Augen zu. Tei­le der Ordens­lei­tung der Kamil­lia­ner haben fal­sche Finanz­kon­trol­len vor­ge­täuscht, um die Wah­len zur Ordens­lei­tung zu mani­pu­lie­ren. Ange­hö­ri­ge der Gene­ral­lei­tung der Unbe­schuh­ten Kar­me­li­ten haben die Stri­cher- und Dro­gen­dea­ler­sze­ne Roms fre­quen­tiert. Von nie­der­län­di­schen Sale­sia­nern, für die es angeb­lich ganz „nor­mal“ schien, Zwölf­jäh­ri­ge zu ver­ge­wal­ti­gen, erst gar nicht zu spre­chen. Doch kei­ne die­ser an sich wert­vol­len Ordens­ge­mein­schaf­ten wur­de unter kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung gestellt. Erst recht kein Orden, des­sen Ver­tre­ter „ideo­lo­gisch“, um bei einem Aus­druck von Papst Fran­zis­kus zu blei­ben, in ein pro­gres­si­ves, ja moder­ni­sti­sches Fahr­was­ser „abge­drif­tet“ sind und mehr oder weni­ger alles leug­nen, was die katho­li­sche Kir­che lehrt. Als Bei­spiel muß nicht ein­mal der Jesui­ten­or­den bemüht wer­den. Die Bei­spie­le in den ver­schie­de­nen Orden sind Legi­on. Es genügt im deut­schen Sprach­raum irgend­ei­ne offi­zi­el­le Kir­chen­zei­tung auf­zu­schla­gen, um rasch fün­dig zu wer­den.

Der Vor­wurf der „Ideo­lo­gie“ ist ein­sei­tig und deu­tet auf eine „ideo­lo­gi­sche Blind­heit“ des­sen hin, der den Vor­wurf erhebt. Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta haben sich weder sexu­el­le Ver­ge­hen gegen das Keusch­heits­ge­lüb­de und schon gar nicht sexu­el­len Miß­brauch zuschul­den kom­men las­sen, sie haben kei­ne finan­zi­el­le Miß­wirt­schaft betrie­ben und die­se noch durch kri­mi­nel­le Aktio­nen zu ver­tu­schen ver­sucht. Ihr „Makel“ bestand dar­in, unge­wollt und unbe­wußt, den ande­ren Orden einen Spie­gel vor­zu­hal­ten. Bekannt­lich erträgt dies kaum jemand.

Auf Visitatorin folgt Päpstliche Kommissarin

P#pstliche Kommissarin Calzavara
Päpst­li­che Kom­mis­sa­rin Noris Cal­zava­ra

Im Mai 2014 ernann­te die Ordens­kon­gre­ga­ti­on für den weib­li­chen Zweig des Ordens, für die Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta, eine Apo­sto­li­sche Visi­ta­to­rin. Die Doro­thee­rin Fer­nan­da Bar­bie­ro erhielt den Auf­trag, mit Mit­ar­bei­te­rin­nen den Orden über­prü­fen. Die Stoß­rich­tung ließ wenig Gutes erwar­ten. Ein stren­ger Orden, der das Ordens­le­ben und die katho­li­sche Leh­re ernst nimmt, wur­de von Frau­en über­prüft, die aus dem kul­tu­rel­len Milieu der Gen­der-Theo­lo­gin­nen stamm­ten (Die Gen­der-Theo­lo­gin­nen und die Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta).

Die gute Nach­richt nach einem Jahr der Visi­ta­tio­nen: gegen den jun­gen Frau­en­or­den der Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta liegt nichts vor.

Die schlech­te Nach­richt: er wird den­noch unter kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung gestellt.

Der Vorwurf? „Reichtümer des Konzils nicht ausreichend assimiliert“

Denn, „nach akku­ra­ten apo­sto­li­schen Visi­ta­tio­nen“, heißt es im Dekret der Ordens­kon­gre­ga­ti­on, sei die Ordens­kon­gre­ga­ti­on zum Schluß gekom­men, daß es den Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta „nicht gelun­gen ist, die Reich­tü­mer der Kon­zils­leh­re und des fol­gen­den päpst­li­chen Lehr­am­tes in ihrem geweih­ten Leben auf ange­mes­se­ne Wei­se zu assi­mi­lie­ren und im Kon­text ihres apo­sto­li­schen Leben und Auf­trags anzu­wen­den“.

Damit ist auch der Revol­ver­ar­ti­kel des Cor­rie­re del­la Sera vom 4. Novem­ber wider­legt, der jüng­ste Maß­nah­men der Ordens­kon­gre­ga­ti­on gegen den Orden mit schä­bi­gen Unter­stel­lun­gen vom Hören­sa­gen begrün­den woll­te. Schmut­zi­ger media­ler Aktio­nis­mus, der eine Art üble Begleit­mu­sik zu den schwer­wie­gen­den Ein­grif­fen Roms in den jun­gen Orden bil­det.

„Die Moral der Geschich­te? Die neue Bot­schaft Roms an die Orden scheint zu lau­ten: ob ihr Unzucht treibt, lügt, stehlt, betrügt, Glau­bens­wahr­hei­ten und Dog­men leug­net, die kirch­li­che Ord­nung zer­rüt­tet und lit­ur­gi­schen Miß­brauch för­der­te, ist egal, Haupt­sa­che ihr rührt das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil und die ‚Errun­gen­schaf­ten‘ der Nach­kon­zils­zeit nicht an“, so Mes­sa in Lati­no.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL/Youtube (Screen­shot)

18 Kommentare

  1. Das Jahr der Barm­her­zig­keit wirft sei­ne Schat­ten vor­aus. Denn nach dem Orden der “ Fran­zis­ka-
    ner der Immm­a­ku­la­ta “ sind jetzt auch die “ Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta “ an der Rei­he. Es
    wur­de gehofft, dass nach der Zer­schla­gung des Män­ner­or­dens, wenig­stens der Frau­en­or­den in
    Ruhe gelas­sen wird. Lei­der ist dem nicht so. Die umstrit­te­ne Noris Cal­zava­ra wur­de als Kom­mi-
    ssa­rin bestellt, um jetzt den Orden zu über­wa­chen. Als Grund wird genannt, nicht genü­gend im
    Sin­ne des II.Vatikanums gehan­delt zu haben und der Tra­di­ti­on anzu­han­gen. Damit ist vor­ge­zeich-
    net, dass dem Orden schwe­re Zei­ten bevor­ste­hen. Wenn man bedenkt wel­che Ver­feh­lun­gen und
    Sakra­le­gi­en bekann­te Orden bege­hen und des­we­gen nicht belangt wer­den, muss man an den Ent-
    schei­dun­gen der Ordens­kon­gre­ga­ti­on ver­zwei­feln. Auf der ande­ren Sei­te ist das ohne Rück­spra-
    che und Zustim­mung von Fran­zis­kus nicht denk­bar und so trägt der Papst die Haupt­schuld. Dem
    Beob­ach­ter ste­hen die Haa­re zu Ber­ge, wenn man davon erfährt. Wie­der zeigt sich dass an der
    Hl.Kuh Kon­zil nicht gerüt­telt wer­den darf, im Gegen­teil wer­den lau­fend die Errun­gen­schaf­ten und
    angeb­li­chen neu­en Wege belo­bigt und belügt sich damit sel­ber, weil man die Wahr­heit nicht er-
    ken­nen und sehen will. Die Kon­zils­kir­che hat regel­recht Angst, dass die Tra­di­ti­on zu sehr erstar-
    ken könn­te und somit die Sün­den der Unter­las­sung bei der Leh­re und Dis­zi­plin, zuta­ge tre­ten
    könn­ten.

    • was im End­ef­fekt ja schon fast das Ein­ge­ständ­nis des eige­nen Schei­terns ist bei der Kon­zils­kir­che… die hat Angst, schlicht und ergrei­fend Angst vor die­sen Orden

    • Die „Kon­zils­kir­che“ ist die wah­re Kir­che, die­je­ni­ge vom hl. Papst Johan­nes Paul II. und die­je­ni­ge von Papst Bene­dikt XVI. Dar­an soll­ten Sie sich ori­en­tie­ren.
      War­um aber ori­en­tie­ren Sie sich an ande­ren, an den­je­ni­gen, die mit oder ohne Absicht alles anders ver­ste­hen? — Ich ver­ste­he Ihren Kom­men­tar zu die­sem Bericht des­we­gen auch gar nicht.
      Was wol­len Sie mit Ihrem Komm­ne­tar denn sagen?
      Sie ver­wech­seln die Din­ge- dss ist es.

      • okay, ich hab mich unsau­ber aus­ge­drückt

        Hät­te Kon­zils­geist­kir­che schrei­ben kön­nen – Sie schrei­ben ja sel­ber von einer Spal­tung. Die Leu­te, die jetzt die­se Orden drang­sa­lie­ren haben Angst… Ein­ver­stan­den?

      • Fran­zel @ Die wah­re Kir­che ist die, wel­che bis zum Kon­zil bestand. Die soge-
        nann­te Kon­zils­kir­che ist nur noch ein Schat­ten dessen,was ein­mal war. Die
        Kon­zils­kir­che mit ihrer neu­en Theo­lo­gie und Aller­lö­sungs-Theo­rie, ist eine am
        Schreib­tisch gemach­te Kir­che, der Mensch im Mit­tel­punkt und mit pro­fa­nen
        Ele­men­ten durch­setzt. Was wich­ti­ger ist, die besag­te Kon­zils­kir­che hat kei­ne
        guten Früch­te gezei­tigt, wie man heu­te leicht sehen kann. Das bedeu­tet, die Neue Mes­se ist natür­lich gül­tig, vom Papst bestä­tigt, von den Bischö­fen an-
        geord­net und von den Prie­stern voll­zo­gen, das steht außer Fra­ge. Trotz­dem
        ist von neu­em Auf­bruch, Abbruch gewor­den. Die feh­len­de gei­sti­ge Kom­po-
        nen­te, die Sakra­le Domi­nanz und kei­ner­lei Chri­sten­leh­re und Unter­wei­sung
        feh­len voll­stän­dig. In die­ser Fort­set­zung gibt es dann sol­che Ergeb­nis­se wie
        die letz­te Syn­ode zeigt.

    • Und mit die­sem moder­nen Rom ver­han­delt die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X., um ein Abkom­men zu schlie­ßen.
      Bis­her war sie durch ihre Abseits-Posi­ti­on vor aller Welt das gro­ße Zei­chen, dass Rom auf dem Kon­zil von sei­ner Tra­di­ti­on abge­wi­chen ist. Wenn es aber zu einem Abkom­men kommt, dann spielt die­se Bru­der­schaft nur noch die Rol­le einer nost­al­gi­schen Vari­an­te des Katho­lisch­seins.
      Dann gibt es neben dem Main­stream, des moder­nen, vom Kon­zil gepräg­ten Katho­li­zis­mus auch noch eine nost­al­gi­sche Vari­an­te, die jetzt schon die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten reprä­sen­tie­ren.
      Inso­fern wird die Pius­bru­der­schaft im Fal­le eines Abkom­mens ihren Ein­satz für die katho­li­sche Kir­che ent­wer­ten. Ent­setz­lich!

  2. Es geht alles nur noch drun­ter und drü­ber in der Kir­che. Die Kir­che ist gespal­ten.
    Man hat wohl zwar auf der Syn­ode ver­sucht, das Schis­ma nicht nach außen vor­drin­gen zu las­sen, aber es ist effek­tiv da, wie nicht zuletzt auch die Scal­fa­ri-Wor­te bewie­sen.
    Papst Bene­dikt konn­te trotz aller Demut und allen Scharf­sinns offen­kun­dig die Abspal­ter nicht mehr hal­ten, und das beweist m.Er. der Blitz­ein­schlag zu sei­ner Rück­tritts­er­klä­rung vom akti­ven Dienst am sel­ben Abend noch. Seit dem Abend des 11.02.2013 ist die Kir­che, auch für jeder­mann sicht­bar, gespal­ten.

    Jeder muß sich nun selbst ent­schei­den wohin er gehö­ren will.
    Es wer­den noch man­cher­lei nega­ti­ve Nach­rich­ten aus der „Papst“ Ber­go­glio- Ecke kom­men, aber das ist inzwi­schen auch nichts mehr Über­ra­schen­des oder Schockie­ren­des.

  3. Fre­di­us, ich stim­me Ihnen zu, und möch­te noch ergän­zen: es ist ein­fach unfass­bar, wie man ‑obwohl die Kir­che in den euro­päi­schen Län­dern offen­sicht­lich immer mehr den Bach her­un­ter­geht, spe­zi­ell im deut­schen Sprach­raum- wei­ter ideo­lo­gisch an allem fest­hält, was „das Kon­zil“ her­vor­ge­bracht hat. Man fragt sich, was das sein soll, denn gute Früch­te sind jeden­falls nicht zu erken­nen, statt­des­sen immer weni­ger Kir­chen­be­su­cher und immer weni­ger Prie­ster- und Ordens­nach­wuchs.

  4. Voll­kom­men unbe­greif­lich ist doch, dass man sich in die­sem Orden über­haupt von Ungläu­bi­gen die Sup­pe ver­sal­zen lässt. Schließ­lich ist, wer ein die Leh­re der Kir­che leug­nen­des „Kon­zil“ annimmt, ein Ungläu­bi­ger.

  5. Alle Ordens­ge­mein­schaf­ten, wel­che die „Reich­tü­mer des Kon­zils“, was immer das auch sein soll, in unkri­ti­scher Begei­ste­rung über­nom­men haben und das Alt­her­ge­brach­te über Bord war­fen, sind bin­nen Kür­ze inhalt­lich ver­kom­men und lei­den bis heu­te unter Nach­wuchs­man­gel. Die Jesui­ten, denen bekannt­lich Ber­go­glio ange­hört, sind das beste Bei­spiel dafür.
    PS: Gehört der Gen­der — Unfug auch zu den „Reich­tü­mern des Kon­zils“?

  6. Das trau­ri­ge Schick­sal der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta dürf­te für alle ste­hen die der Kir­che treu blei­ben.
    Eine wahr­haft schmerz­haf­te Zukunft für die­sen Orden. Ich bin sicher sie wer­den durch die Kraft des Gebets die Last die­ser und kom­men­der Prü­fun­gen tra­gen kön­nen.
    Papst Pius XII. sag­te eine Zeit vor­aus in der den allein Gelas­se­nen, nur noch der Bei­stand der Engel ver­blie­be.

    Heh­re Köni­gin des Him­mels, höch­ste Her­rin der Engel, die Du von Anbe­ginn von Gott die Macht und die Sen­dung erhal­ten hast, den Kopf des Satans zu zer­tre­ten, wir bit­ten Dich demü­tig: Sen­de Dei­ne hei­li­gen Legio­nen, damit sie unter Dei­nem Befeh­le und durch Dei­ne Macht, die höl­li­schen Gei­ster ver­fol­gen, über­all bekämp­fen, ihre Ver­we­gen­heit zu Schan­de machen, und sie in den Abgrund zurück­sto­ßen. Wer ist wie Gott!
    Hei­li­ge Engel und Erz­engel ver­tei­digt uns, beschützt uns! O gute und zärt­li­che Mut­ter, Du wirst immer unse­re Lie­be und unse­re Hoff­nung blei­ben! Amen.

    Segens­spruch: Der Segen des Vaters, die Lie­be des Soh­nes, die Kraft des Hei­li­gen Gei­stes, der müt­ter­li­che Schutz der Him­mel­kö­ni­gin, die Vater­macht des hei­li­gen Josef, der Bei­stand der hei­li­gen Engel, die Für­bit­te aller Hei­li­gen sei und blei­be alle­zeit bei uns und an allen Orten unse­rer Lie­ben. Amen.

    Anm: Das obi­ge Gebet wur­de von der Got­tes­mut­ter dem Ordens­grün­der Pater L. Cestac, Gest. 1868 in Süd­frank­reich, dik­tiert. Auf sei­ne Ein­wen­dun­gen, Maria sei doch selbst mäch­tig genug auch ohne mensch­li­che Bit­ten, die hl. Engel aus­zu­sen­den, kam Ihre Ant­wort, daß das Gebet eine gott­ge­woll­te Bedin­gung sei, und je instän­di­ger und häu­fi­ger die­se Bit­ten sein wer­den, umso mäch­ti­ger wer­de sie dann mit den hl. Engeln kom­men. Auf­fal­lend war, daß beim erst­ma­li­gen Drucken die­ses Gebe­tes die Druck­ma­schi­ne drei­mal zer­sprang. Der hl. Pius X. hat die­ses Gebet 1908 mit kirch­li­che. Abläs­sen ver­se­hen.

    HEILIGER ERZENGEL MICHAEL,

    ver­tei­di­ge uns im Kamp­fe
    gegen die Bos­heit und die Nach­stel­lun­gen
    des Teu­fels!
    Sei unse­re Schutz­wehr;
    ihm befeh­le Gott, so bit­ten wir fle­hent­lich;
    Du aber, Fürst der himm­li­schen Heer­scha­ren,
    schleu­de­re den Satan
    und die ande­ren bösen Gei­ster;
    die zum Ver­der­ben der See­len
    in der Welt umher­schlei­chen,
    mit gött­li­cher Kraft hin­ab in den Abgrund.
    Amen.
    (Leo XIII.)

  7. Bru­tal gesagt, das sind die schwe­ren Prue­fun­gen denen die wahr­haft Glae­u­bi­gen aus­ge­setzt sind.
    Aber genau wie bei dem Maen­ner­or­den der Imma­ku­la­ta, wird sich doch eine Per­son fin­den las­sen, mit Rueck­grat und Wil­len die den Hae­re­ti­kern kla­re Posi­tio­nen ent­ge­gen­stellt.
    Der Grund­te­nor muss bei bei­den lau­ten: “ Wenn wir nicht so blei­ben duer­fen wie wir sind, wech­seln wir geschlos­sen zur FSSPX, Punkt und aus.“
    Hoert sich radi­kal an, ist es aber nicht.
    Ich sehe die Eigen­dar­stel­lung der Orden mit gemisch­ten Gefueh­len, es dra­engt sich mir der Ein­druck auf: „Seht her wie wir alle lei­den“ , das ist gut und schoen, aber es muss end­lich auch mal eine Kon­se­quenz erfol­gen.
    Auch dort gibt es bestimmt cha­ris­ma­ti­sche Per­so­en­lich­kei­ten a la Bischof Leb­fe­v­re, die die Din­ge in die Hand neh­men.
    Es wird end­lich Zeit gegen die Kon­zils­idio­ten Posi­ti­on zu bezie­hen un wer koenn­te das bes­ser als in sich eini­ge Ordens­ge­mein­schaf­ten.
    Wir bewe­gen uns mit eini­gem Tem­po auf die Fra­ge aller Fra­gen zu naem­lich, wie lan­ge kann man die Kon­zils Irr­leh­ren noch tra­gen ?
    Gott laesst sich nicht ewig zum Nar­ren hal­ten und sei­ne Reak­ti­on wird hef­tig sein.

  8. War­um die Kir­che lügen muss, das will hei­ssen, die Kon­zils­se­ke — genannt Kon­zils­kir­che. Sie lügt wei­ter bis zu dem Tag sie sich von selbst auf­löst wie ein Stück fau­les Fleisch in einem Säu­rebad. Das an dem gan­zen Ber­go­glia­ni­schen Zau­ber nichts dran ist — weil ja gar nichts dran sein kann von Anfang an! Und wie ist das zu defi­nie­ren? Weil Moses Gott nicht erschie­nen ist, die Bibel von Theo­lo­gen umge­fälscht und dann Jesus in den Mund gelegt wur­de, die Jesus so gesagt hat, sodaß es kei­ne Auf­er­ste­hung von den Toten gege­ben habe und Jesus kei­ne Kir­che grün­den woll­te. Er erwar­te­te das unmit­tel­ba­re Her­ein­bre­chen des Got­tes­rei­ches. Gekom­men ist die Kir­che (laut Prof. Gerd Lüde­mann). War­um also wei­ter­hin das Kir­chen­volk belü­gen? Weil es viel beque­mer ist!

  9. Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta ste­hen in ihrer Treue und Demut dem 2. Vat. Kon­zil viel näher als ihre vom jet­zi­gen Papst gesand­ten Auf­pas­ser. Sogar näher, als Papst Fran­zis­kus selbst!

  10. Papst Fran­zis­kus lehnt den über­lie­fer­ten Ritus ab. Die Eccle­sia Die Gemein­schaf­ten wer­den solan­ge in ihrer jet­zi­gen Spi­ri­tua­li­tät exi­stie­ren dür­fen bis Papst Bene­dikt Eme­ri­tus von uns schei­det und dann wird’s übel , das kann ich euch garan­tie­ren. Für die­sen Papst gibt es eigent­lich nur den novus. Alles ande­re soll­te längst ver­schwun­den sein. Kein Latein , kein Gre­go­ria­nik kei­ne alten Tra­di­tio­nen bele­ben . Nicht den from­men Prie­ster nicht die eucha­ri­sti­sche Kir­che nicht die Mari­en­ver­eh­rung und vor allen Din­gen nicht eine katho­lisch Uni­ver­sal­kir­che son­dern eine evan­ge­li­ka­le Kir­che. Die­ser Mann neigt sehr dazu alles zu bana­li­sie­ren . Und die­ser Mann ist nicht beschei­den. Das ist auf­ge­setzt. Sei­ne Spra­che ist eine mitt­le­re Kata­stro­phe. Sein Auf­tre­ten . Der kann die­ses Amt nicht aus­fül­len . Der ist nicht böse aber blickt über­haupt nicht war­um inner­halb der katho­li­schen Kir­che ein Wide­r­erstar­ken der Tra­di­ti­on statt­fin­det. Für Ihn ist Tra­di­ti­on nega­tiv, ergo bekämp­fen. Der will eine Klamp­fen und Street­wor­ker Kir­che. Er wird nie kon­tem­pla­ti­ve Orden ver­bie­ten , ver­ste­hen tut er so etwas aber auch nicht. Er ist kein Schön­geist. Paul VI. war recht kunst­sin­nig und sehr intel­lek­tu­ell. Zwi­schen die­sen bei­den lie­gen Licht­jah­re. Mich hat an Papst Bene­dikt die Schön­heit sei­nes Gei­stes und sein über­aus stil­ler und beschei­de­ner Stil begei­stert. Ich mer­ke so was. Wenn es zu einem Pro­blem ver­schie­de­ne Lösun­gen gibt , soll­ten wir uns stets für die ele­gan­te­ste ent­schei­den. Schön­heit und Ele­ganz ‚Lie­be ‚Wahr­haf­tig­keit spie­geln unser Mensch­sein und drücken sich auch in der Lit­ur­gie aus in der wir über das hin­aus­wach­sen kön­nen was wir sind. Eine über­aus schö­ne Lit­ur­gie ist mensch­lich und gött­lich zu gleich. Die Teil­ha­be an der Lit­ur­gie ist kei­ne Erfin­dung des Kon­zils. Wird zwar so gesagt ist aber dum­mes Gela­ber. Aber Papst F. wird mit sei­nem Kurs kei­nen Erfolg haben. Demut und Beschei­den­heit funk­tio­nie­ren ganz anders.

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