Obdachlosenzeitung veröffentlicht Interview mit Papst Franziskus

Staatnieuws
Staat­nieuws: „Unser Freund in Rom“

(Rom) Die nie­der­län­di­sche Obdach­lo­sen­zeit­schrift Straat­nieuws setz­te Papst Fran­zis­kus auf die Titel­sei­te und ver­öf­fent­lich­te unter dem Titel „Unser Freund in Rom“ ein Inter­view mit dem katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt. Die Ita­lie­ni­sche Sek­ti­on von Radio Vati­kan über­nahm das Inter­view voll­stän­dig.

Bis vor kur­zem waren Inter­views mit einem Papst unbe­kannt. Obwohl sich die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel rapi­de änder­ten, hiel­ten Päp­ste Inter­views nicht für ein lehr­amts­taug­li­ches Mit­tel. Johan­nes Paul II. gewähr­te weni­ge regle­men­tier­te Aus­nah­men. Papst Bene­dikt XVI. das Gespräch mit dem Jour­na­li­sten Peter See­wald, aus dem ein Gesprächs­buch ent­stand. Ganz anders Papst Fran­zis­kus. Die Zahl der Inter­views, die er den unter­schied­lich­sten Medi­en gewährt, sind zahl­reich und kaum mehr zu über­blicken. Sie fin­den meist vor­bei an den zustän­di­gen Stel­len des Hei­li­gen Stuh­les statt. Auch das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt erfährt meist erst davon, wenn ein Inter­view irgend­wo ver­öf­fent­licht wur­de.

Die wich­tig­sten Medi­en, denen Papst Fran­zis­kus bis­her Inter­views gewähr­te sind: La Repub­bli­ca (die umstrit­te­nen Inter­views von Euge­nio Scal­fa­ri); La Civil­tà  Cat­to­li­ca (römi­sche Jesui­ten­zeit­schrift) und La Naci­on (Argen­tien). Vie­le der Inter­views fan­den inter­na­tio­na­le Beach­tung wegen umstrit­te­ner Aus­sa­gen, die das Kir­chen­ober­haupt dar­in mach­te oder die­sem zuge­schrie­ben wur­den. Aus die­sem Grund soll­te heu­te der Blick auf ein ruhi­ge­res Fahr­was­ser fal­len. Ein Inter­view, das Papst Fran­zis­kus einer nie­der­län­di­schen Obdach­lo­sen­zei­tung gewähr­te. Das Gespräch wird in deut­scher Über­set­zung doku­men­tiert, um einen Ein­blick in das Wesen und Den­ken des Pap­stes zu ermög­li­chen und den Umgang und die Eig­nung des Inter­views als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form eines Pap­stes zu prü­fen.

„Unser Freund in Rom“

Die Redak­teu­re beschrei­ben zunächst ihre Ein­drücke im Vati­kan und von der Begeg­nung mit Papst Fran­zis­kus: „Der Hei­li­ge Vater ver­mit­telt den Ein­druck eines ruhi­gen und freund­li­chen, doch gleich­zei­tig ener­gi­schen und prä­zi­sen Man­nes. Nach­dem wir Platz genom­men hat­ten, ent­schul­dig­te er sich dafür, nicht Hol­län­disch zu spre­chen. Wir haben es ihm sofort ver­zie­hen.“

Straat­nieuws: Unse­re Gesprä­che begin­nen immer mit einer Fra­ge zur Stra­ße, in der der Gesprächs­part­ner auf­ge­wach­sen ist. Hei­li­ger Vater, an was erin­nern Sie sich von die­ser Stra­ße? Wel­che Bil­der kom­men Ihnen in den Sinn, wenn Sie an die Stra­ßen Ihrer Kind­heit den­ken?

Fran­zis­kus: Von der Zeit an, als ich ein Jahr alt war, bis zum Zeit­punkt, als ich in das Semi­nar ein­ge­tre­ten bin, habe ich immer in der­sel­ben Stra­ße gelebt. Es war ein ein­fa­ches Vier­tel von Bue­nos Aires, alles nie­de­re Häu­ser. Es gab einen klei­nen Platz, wo wir Fuß­ball gespielt haben. Ich erin­ne­re mich, von zu Hau­se weg­ge­lau­fen zu sein, um mit den Buben nach der Schu­le Fuß­ball zu spie­len. Mein Vater arbei­te­te in einer Fabrik, die hun­dert Meter ent­fernt war. Er war Buch­hal­ter. Und mei­ne Groß­el­tern leb­ten 50 Meter ent­fernt. Alles lag nur weni­ge Schrit­te von­ein­an­der ent­fernt. Ich erin­ne­re mich auch an die Namen der Leu­te. Als Prie­ster brach­te ich ihnen die Sakra­men­te, vie­len brach­te ich die letz­te Trö­stung, die mich geru­fen haben und ich bin hin­ge­gan­gen, weil ich sie gern hat­te. Das sind mei­ne spon­ta­nen Erin­ne­run­gen.

Straat­nieuws: Sie haben auch Fuß­ball gespielt?

Fran­zis­kus: Ja.

Straat­nieuws: Waren Sie gut?

Fran­zis­kus: Nein. In Bue­nos Aires wur­den jene, die so Fuß­ball­spie­len wie ich „pata dura“ genannt. Das bedeu­tet, daß man zwei lin­ke Bei­ne hat. Aber ich habe gespielt, oft war ich Tor­mann.

Straat­nieuws: Wie ent­stand Ihr per­sön­li­cher Ein­satz für die Armen?

Fran­zis­kus: Da kom­men mir vie­le Erin­ne­run­gen in den Sinn. Sehr berührt hat mich eine Frau, die drei­mal in der Woche zu uns nach Hau­se kam, um mei­ner Mut­ter zu hel­fen. Sie half ihr zum Bei­spiel in der Wasch­kü­che. Sie hat­te zwei Kin­der. Es waren Ita­lie­ner, Sizi­lia­ner, und sie haben den Krieg erlebt. Sie waren sehr arm, aber so gute Leu­te. Von die­ser Frau habe ich mir immer eine Erin­ne­rung bewahrt. Ihre Armut hat mich berührt. Wir waren nicht reich. Wir kamen nor­mal zum Monats­en­de, nichts mehr. Wir hat­ten ein Auto und wir mach­ten kei­nen Urlaub oder sol­che Din­ge. Doch ihr fehl­te es vie­le Male am Nötig­sten. Wir hat­ten genug und mei­ne Mut­ter gab ihr etwas. Dann ist sie nach Ita­li­en zurück­ge­gan­gen und spä­ter nach Argen­ti­ni­en zurück­ge­kehrt. Ich habe sie, als ich Erz­bi­schof von Bue­nos Aires war, wie­der­ge­fun­den. Sie war 90 Jah­re alt. Ich habe sie bis zu ihrem Tod mit 93 Jah­ren beglei­tet. Eines Tages hat sie mir eine Medail­le des Hei­lig­sten Her­zen Jesu gege­ben, die ich jeden Tag bei mir tra­ge. Die­se Medail­le – die auch eine Erin­ne­rung ist – tut mir viel Gutes. Wol­len Sie sie sehen?

(Mit eini­ger Mühe gelingt es dem Papst die Medail­le her­vor­zu­ho­len, die völ­lig ver­blaßt ist, da sie seit Jah­ren getra­gen wird.)

So den­ke ich jeden Tag an sie und wie sehr sie wegen ihrer Armut gelit­ten hat. Und ich den­ke an alle ande­ren, die gelit­ten haben. Ich tra­ge ich und bete …

Straat­nieuws: Wel­che Bot­schaft hat die Kir­che für die Obdach­lo­sen? Was bedeu­tet christ­li­che Soli­da­ri­tät für sie kon­kret?

Fran­zis­kus: Mir kom­men zwei Din­ge in den Sinn. Jesus ist obdach­los in die Welt gekom­men und hat sich arm gemacht. Die Kir­che will alle umar­men und sagen, daß es ein Recht ist, ein Dach über dem Kopf zu haben. In den Volks­be­we­gung arbei­tet man mit drei spa­ni­schen T: tra­ba­jo (Arbeit), techo (Haus) und tier­ra (Land). Die Kir­che pre­digt, daß jede Per­son das Recht auf die­se drei T hat.

Straat­nieuws: Sie rufen oft zur Auf­merk­sam­keit für die Armen und die Flücht­lin­ge auf. Fürch­ten Sie nicht, daß auf die­se Wei­se eine Form von Über­sät­ti­gung in den Mas­sen­me­di­en und in der Gesell­schaft all­ge­mein ent­ste­hen könn­te?

Fran­zis­kus: Uns allen kommt die Ver­su­chung, wenn man ein The­ma anspricht, das nicht schön ist, weil man nicht ger­ne dar­über spricht, zu sagen: „Hören wir doch auf, Schluß mit die­ser Sache, die nervt.“ Ich spü­re, daß es die­se Ermü­dung gibt, aber sie macht mir nicht Angst. Ich muß fort­fah­ren, Wahr­hei­ten aus­zu­spre­chen und zu sagen, so wie die Din­ge sind.

Straat­nieuws: Ist das Ihre Pflicht?

Fran­zis­kus: Ja, das ist mei­ne Pflicht. Das spü­re ich in mir. Es ist kein Gebot, aber als Per­so­nen müs­sen wir alle es tun.

Straat­nieuws: Befürch­ten Sie nicht, daß Ihre Ver­tei­di­gung der Soli­da­ri­tät und der Hil­fe mit den Obdach­lo­sen und ande­ren Armen poli­tisch aus­ge­nützt wer­den könn­te? Wie muß die Kir­che spre­chen, um Ein­fluß zu neh­men, aber gleich­zei­tig nicht von den poli­ti­schen Grup­pen ver­ein­nahmt zu wer­den?

Fran­zis­kus: Es gibt Wege, die füh­ren in die­sem Punkt zu Feh­lern. Ich möch­te zwei Ver­su­chun­gen beto­nen. Die Kir­che muß mit der Wahr­heit und auch mit dem Zeug­nis spre­chen: dem Zeug­nis der Armut. Wenn ein Gläu­bi­ger von der Armut oder den Obdach­lo­sen spricht und selbst das Leben eines Pha­ra­os führt, dann geht das nicht. Das ist die erste Ver­su­chung. Die ande­re Ver­su­chung ist die, Abkom­men mit den Regie­run­gen zu schlie­ßen. Man kann Abkom­men schlie­ßen, aber es müs­sen kla­re, trans­pa­ren­te Abkom­men sein. Zum Bei­spiel: Wir ver­wal­ten ein Gebäu­de, aber alle Kon­ten sind kon­trol­liert, um Kor­rup­ti­on zu ver­mei­den, denn es gibt immer die Ver­su­chung der Kor­rup­ti­on im öffent­li­chen Leben, sowohl im poli­ti­schen wie im kirch­li­chen. Ich erin­ne­re mich, ein­mal mit gro­ßem Schmerz beob­ach­tet zu haben, als Argen­ti­ni­en unter dem Mili­tär­re­gime wegen der Mal­vi­nen (Falk­land-Inseln) im Krieg mit Groß­bri­tan­ni­en war, daß vie­le Men­schen Din­ge gaben und vie­le Men­schen, auch Katho­li­ken, die den Auf­trag hat­ten, sie zu ver­tei­len, sie nach Hau­se nah­men. Es gibt immer die Gefahr der Kor­rup­ti­on. Ein­mal habe ich eine Fra­ge an einen argen­ti­ni­schen Mini­ster, einen ehr­li­chen Mann gerich­tet. Einer, der sein Amt auf­gab, weil er nicht mit eini­gen etwas obsku­ren Din­gen klar­kam. Ich habe ihn gefragt: Wenn ihr Hil­fe an die Armen und Bedürf­ti­gen schickt, sei es Nah­rung, sei es Klei­dung, sei es Geld: von dem, was ihr schickt, wie­viel kommt davon an? Er hat mir gesagt: 35 Pro­zent. Das heißt, daß 65 Pro­zent ver­lo­ren­ge­hen. Das ist Kor­rup­ti­on: Ein Stück für mich, ein ande­res Stück für mich.

Straat­nieuws: Glau­ben Sie, daß Sie bis­her in Ihrem Pon­ti­fi­kat einen Men­ta­li­täts­wan­del errei­chen konn­ten, zum Bei­spiel in der Poli­tik?

Fran­zis­kus: Ich wüß­te das nicht zu sagen. Ich weiß es nicht. Ich weiß, daß eini­ge gesagt haben, ich sei Kom­mu­nist. Das ist aber eine etwas ver­al­te­te Kate­go­rie [lacht]. Viel­leicht ver­wen­det man heu­te ande­re Wor­te, um das zu sagen …

Straat­nieuws: Mar­xist, Sozia­list …

Fran­zis­kus: Das alles haben sie gesagt.

Straat­nieuws: Die Obdach­lo­sen haben finan­zi­el­le Pro­ble­me, aber pfle­gen ihre Frei­heit. Der Papst hat kei­ne mate­ri­el­len Bedürf­nis­se, doch man­che sehen ihn als Gefan­ge­nen im Vati­kan. Ver­spü­ren Sie nie den Wunsch, sich in die Lage eines Obdach­lo­sen zu ver­set­zen?

Fran­zis­kus: Ich erin­ne­re mich an das Buch von Mark Twain „Der Prinz und der Bet­tel­kna­be“, wenn einer alle Tage zu Essen hat, Klei­der hat, ein Bett zum Schla­fen hat, einen Schreib­tisch zum Arbei­ten hat und es ihm an nichts fehlt. Und er auch Freun­de hat. Doch die­ser Prinz von Mark Twain lebt in einem gol­de­nen Käfig.

Straat­nieuws: Füh­len Sie sich frei hier im Vati­kan?

Fran­zis­kus: Zwei Tage, nach­dem ich zum Papst gewählt wur­de, habe ich, wie man offi­zi­ell sagt, Besitz von der päpst­li­chen Woh­nung im Apo­sto­li­schen Palast ergrif­fen. Das ist kei­ne Luxus­woh­nung. Aber sie ist groß, sehr groß … Nach­dem ich mir die­se Woh­nung ange­schaut hat­te, kam sie mir vor wie ein umge­kehr­ter Trich­ter, das heißt, groß, aber mit einer klei­nen Tür. Das heißt, iso­liert sein. Ich habe mir gedacht: Hier kann ich nicht leben, allein schon aus men­ta­len Grün­den nicht. Das wür­de mir nicht gut tun. Anfangs schien das eine selt­sa­me Sache, aber ich habe dar­um gebe­ten, hier in San­ta Mar­ta blei­ben zu wol­len. Und das tut mir gut, weil ich mich frei füh­le. Ich esse im Spei­se­saal, wo alle essen. Und wenn ich früh dran bin, esse ich mit den Ange­stell­ten. Ich tref­fe Leu­te, grü­ße sie und das macht es mög­lich, daß der gol­de­ne Käfig weni­ger Käfig ist. Mir fehlt aber die Stra­ße.

Straat­nieuws: Hei­li­ger Vater, Marc [ein Stra­ßen­ver­käu­fer von Straat­nieuws] möch­te Sie ein­la­den, mit uns eine Piz­za essen zu gehen. Was sagen Sie dazu?

Fran­zis­kus: Das wür­de ich ger­ne, aber es wür­de uns nicht gelin­gen. Denn sobald ich hier raus­ge­he, wer­den die Men­schen zu mir kom­men. Als ich die Glä­ser mei­ner Bril­len in der Stadt gewech­selt habe, war es sie­ben Uhr abends. Es waren nicht vie­le Men­schen auf der Stra­ße. Sie haben mich zum Opti­ker gebracht, ich bin aus dem Auto gestie­gen und da war eine Frau, die mich gese­hen hat und rief: „Der Papst!“ Ich war dann drin­nen und drau­ßen war alles vol­ler Men­schen …

Straat­nieuws: Fehlt Ihnen der Kon­takt mit den Leu­ten?

Fran­zis­kus: Er fehlt mir nicht, weil die Men­schen her­kom­men. Jeden Mitt­woch gehe ich zur Gene­ral­au­di­enz auf den Platz, manch­mal gehe ich in eine Pfar­rei. Ich bin mit den Men­schen in Kon­takt. Zum Bei­spiel gestern [26. Okto­ber] sind mehr als 5.000 Zigeu­ner in die Aula Pao­lo VI gekom­men.

Straat­nieuws: Man sieht, daß Sie die­se Run­de auf dem Platz bei der Gene­ral­au­di­enz genie­ßen …

Fran­zis­kus: Das stimmt. Ja, das stimmt.

Straat­nieuws: Ihr Namens­vet­ter, der hei­li­ge Fran­zis­kus, wähl­te die radi­ka­le Armut und ver­kauf­te auch sein Evan­ge­li­ar. Füh­len Sie sich als Papst und Bischof von Rom nie unter Druck, die Schät­ze der Kir­che zu ver­kau­fen?

Fran­zis­kus: Das ist eine leich­te Fra­ge. Es sind nicht die Schät­ze der Kir­che, son­dern die Schät­ze der Mensch­heit. Zum Bei­spiel: wenn ich mor­gen sage, daß die Pie­tà  von Michel­an­ge­lo ver­stei­gert wird, dann geht das nicht, weil sie nicht der Kir­che gehört. Sie befin­det sich in einer Kir­che, aber sie gehört der Mensch­heit. Das gilt für alle Schät­ze der Kir­che. Wir müs­sen aber damit begin­nen, die Geschen­ke und ande­re Din­ge zu ver­kau­fen, die man mir gibt. Und der Erlös des Ver­kaufs geht an Mon­si­gno­re Kra­jew­ski, der ein Almo­se­ni­er ist. Dann gibt es noch die Lot­te­rie. Es gab Maschi­nen, die ver­kauft wur­den oder mit einer Lot­te­rie weg­ge­ge­ben wur­den und der Erlös wird für die Armen ver­wen­det. Aber es gibt Din­ge, die man ver­kau­fen kann und die wer­den ver­kauft.

Straat­nieuws: Kön­nen Sie sich vor­stel­len, daß der Reich­tum der Kir­che eine sol­che Art von Erwar­tun­gen wecken kann?

Fran­zis­kus: Ja, wenn wir ein Ver­zeich­nis der Güter der Kir­che erstel­len, dann denkt man: die Kir­che ist sehr reich. Als aber 1929 das Kon­kor­dat mit Ita­li­en über die Römi­sche Fra­ge geschlos­sen wur­de, hat die dama­li­ge ita­lie­ni­sche Regie­rung der Kir­che einen gro­ßen Park in Rom ange­bo­ten. Der dama­li­ge Papst, Pius XI., sag­te: Nein, ich möch­te nur einen hal­ben Qua­drat­ki­lo­me­ter, um die Unab­hän­gig­keit der Kir­che sicher­zu­stel­len. Die­ser Grund­satz gilt immer noch. Ja, die Kir­che hat vie­le Immo­bi­li­en, aber wir nüt­zen sie, um die Struk­tu­ren der Kir­che zu erhal­ten und um vie­le Wer­ke zu erhal­ten in den bedürf­ti­ge­ren Län­dern. Die Aus­bil­dung ist eine wich­ti­ge Sache für die Kin­der. Ich bin zur zustän­di­gen Ver­wal­tung gegan­gen und habe eine ent­spre­chen­de Anwei­sung gege­ben, und die Gel­der wur­den über­wie­sen.

Straat­nieuws: Spre­chen wir über die Nie­der­lan­de. Waren Sie schon ein­mal in unse­rem Land?

Fran­zis­kus: Ja, ein­mal, als ich Pro­vinz­obe­rer der Jesui­ten in Argen­ti­ni­en war. Es war auf der Durch­rei­se wäh­rend einer Rei­se. Ich war in Wijchen, weil wir dort das Novi­zi­at hat­ten. Und ich war für andert­halb Tage in Amster­dam, wo ich das Haus der Jesui­ten besuch­te. Vom kul­tu­rel­len Leben habe ich nichts gese­hen, weil ich nicht die Zeit hat­te.

Straat­nieuws: Des­halb könn­te es eine gute Idee sein, wenn die Obdach­lo­sen der Nie­der­lan­de Sie zu einem Besuch in unse­rem Land ein­la­den. Was sagen Sie dazu, Hei­li­ger Vater?

Fran­zis­kus: Die Türen zu die­ser Mög­lich­keit sind nicht geschlos­sen.

Straat­nieuws: Wenn es also eine Ein­la­dung dazu gäbe, wür­den Sie sie in Betracht zie­hen?

Fran­zis­kus: Ich wer­de sie in Betracht zie­hen. Und jetzt, wo die Nie­der­lan­de eine argen­ti­ni­sche Köni­gin haben [lacht], wer weiß.

Straat­nieuws: Haben Sie viel­leicht eine beson­de­re Bot­schaft für die Obdach­lo­sen unse­res Lan­des?

Fran­zis­kus: Ich ken­ne nicht die beson­de­re Situa­ti­on der Obdach­lo­sen in den Nie­der­lan­den. Ich möch­te sagen, daß die Nie­der­lan­de ein ent­wickel­tes Land sind, mit vie­len Mög­lich­kei­ten. Ich möch­te die nie­der­län­di­schen Obdach­lo­sen auf­for­dern, wei­ter für die drei T zu kämp­fen.

Schließ­lich möch­te Marc wis­sen, ob der Papst bereits als er noch klein war, davon geträumt hat, ein­mal Papst zu wer­den. Der Papst ant­wor­tet mit einem ener­gi­schen „Nein“.

Fran­zis­kus: Ich wer­de Euch aber etwas anver­trau­en. Als ich klein war, gab es noch nicht die Geschäf­te, in denen die Din­ge ver­kauft wur­den. Statt des­sen gab es den Markt, wo es den Metz­ger, den Obst- und Gemü­se­händ­ler usw. gab. Ich ging mit Mut­ter und Groß­mutter hin, um den Ein­kauf zu machen. Ich war sehr klein, gera­de ein­mal vier Jah­re alt. Und ein­mal haben sie mich gefragt: „Was möch­test Du ger­ne machen, wenn Du groß bist?“ Und ich habe gesagt: „Metz­ger!“

Straat­nieuws: Für vie­le waren Sie bis zum 13. März 2013 ein Unbe­kann­ter. Dann wur­den Sie von einem Moment auf den ande­ren auf der gan­zen Welt berühmt. Wie haben Sie die­se Erfah­rung erlebt?

Fran­zis­kus: Es ist gekom­men und ich habe es nicht erwar­tet. Ich habe nicht den Frie­den ver­lo­ren. Das ist eine Gna­de Got­tes. Ich den­ke nicht so sehr an den Umstand, daß ich berühmt bin. Ich sage mir: Jetzt habe ich einen wich­ti­gen Platz, aber in zehn Jah­ren wird dich nie­mand mehr ken­nen [lacht]. Wißt Ihr, es gibt zwei Arten von Ruhm: den Ruhm der „Gro­ßen“, die gro­ße Din­ge getan haben, wie Madame Curie, und den Ruhm der Eit­len. Aber letz­te­re Art von Ruhm ist wie eine Sei­fen­bla­se.

Straat­nieuws: Sie sagen also: „Jetzt bin ich da und muß das Beste tun“ und wer­den die­se Arbeit fort­set­zen, so lan­ge Sie kön­nen?

Fran­zis­kus: Ja.

Straat­nieuws: Hei­li­ger Vater, darf man sich eine Welt ohne Arme vor­stel­len?

Fran­zis­kus: Ich möch­te eine Welt ohne Arme. Wir müs­sen dafür kämp­fen. Aber ich bin gläu­big und weiß, daß die Sün­de immer in uns drin­nen ist. Und es gibt immer die mensch­li­che Gier, den Man­gel an Soli­da­ri­tät, den Ego­is­mus, der die Armen schafft. Des­halb scheint es mir etwas schwie­rig, sich eine Welt ohne Arme vor­zu­stel­len. Wenn Sie an die für Skla­ven­ar­beit aus­ge­beu­te­ten Kin­der den­ken, oder an die durch sexu­el­len Miß­brauch aus­ge­beu­te­ten Kin­der. Und an eine ande­re Form der Aus­beu­tung: Kin­der wegen der Orga­ne zu töten, der Organ­han­del. Kin­der zu töten, um ihnen Orga­ne zu ent­neh­men, ist Hab­gier. Des­halb weiß ich nicht, ob wir die­se Welt ohne Arme schaf­fen wer­den, weil es immer die Sün­de gibt, die uns zum Ego­is­mus führt. Aber wir müs­sen kämp­fen, immer, … immer.

Wir sind fer­tig. Wir dan­ken dem Papst für das Inter­view. Auch er bedankt sich und sagt, daß ihm das Gespräch sehr gefal­len hat. Dann nimmt er einen wei­ßen Umschlag, der die gan­ze Zeit neben ihm auf dem Sofa lag und nimmt für jeden von uns einen Rosen­kranz her­aus. Es wer­den Fotos gemacht, dann ver­ab­schie­det sich Papst Fran­zis­kus. So ruhig und gelas­sen, wie er gekom­men ist, geht er nun zur Tür hin­aus.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Straat­nieuws (Screen­shot)

30 Kommentare

  1. Dazu faellt mir ein Zitat von Hei­rich Hei­ne ein:
    „Nim­mer­mals ver­stan­den wir uns, nim­mer­mals ver­stand ich euch, doch als wir im Dreck uns fan­den, da ver­stan­den wir uns gleich “
    Pro­le­ten­chri­sten­tum vom Fein­sten !

  2. Das Nie­der­la­en­di­sche Fern­se­hen hat gestern viel ueber die­se Sache berich­tet. Und auch dass die Nie­der­la­en­di­sche Biss­choe­fe den Papst nicht so ger­ne emp­fan­gen wollen.Die Hol­la­en­di­sche Medi­en lie­ben Papst Fran­zis­kus sehr und spre­chen nur gutes von ihm.So wie sie von Papst Bene­dikt nur schlech­tes gespro­chen haben.

  3. Der lachen­de Papst. Ein Papst der gern spricht und Inter­views gibt und sich gern ent­schul­digt.
    Fran­zis­kus ist nach eige­nen Anga­ben gern unter Men­schen und plau­dert dabei zwang­los über
    sei­ne Kind­heit und sei­nen Wer­de­gang. Viel spricht er über Armut, Not, über Aus­beu­tung der Men-
    schen und Barm­her­zig­keit. Was so gut wie nie aus sei­nem Mund kommt, sind die Glau­bens­leh­re,
    Glau­bens­wahr­heit und Glau­bens­kri­se. Er pro­vo­ziert ger­ne, auch wenn er dazu Kir­chen­fein­de be-
    nut­zen muss. Sel­ten seg­net er die Men­schen bei sei­nen Auf­trit­ten, er ver­teilt lie­ber Küss­chen.
    Ein lachen­der Papst, wer weiß wie lan­ge er noch lachen kann !?

    • @fredius
      Sehr tref­fend for­mu­liert lie­ber Vor-Poster.
      Man hat bei ihm so den Ein­druck der Amtsi­gno­ranz nach dem Mot­to:
      „Hal­lo Leu­te, sor­ry die haben mich da zum Papst gemacht, es war grad kein ande­rer da, ich machs halt so gut ich kann, aber ich bin ja einer von euch, sor­ry sor­ry sor­ry und noch­mals sor­ry “
      Was bei die­sem Selbst­dar­stel­ler nie feh­len darf, ist ein Foto­graf, der sei­ne gan­ze Gut­mensch­lich­keit mit Bild und Wort insze­nie­ren darf.
      Sie lie­ber @fredius ver­mis­sen Glau­bens­wahr­hei­ten und Glau­bens­leh­re bei ihm, sehr gut beob­ach­tet.
      Sei­nen Unwil­len sich damit zu befas­sen, hat er ja knapp nach sei­nem Amts­an­tritt kund­ge­tan mit dem Satz (sinn­ge­maess) “ Was muss ich so etwas sagen, oder wie­der­ho­len, es steht ja eh seit immer schon fest “
      Ein Armuts­zeug­nis in des Wor­tes schlecht­hin­nig­ster Bedeu­tung !

  4. Also das ist schon inter­es­sant. Der Papst muss sich also immer fra­gen, ob das, was er öffent­lich tut, als „lehr­amts­taug­li­ches Mit­tel“ gilt. Wie ich aus dem Arti­kel erfah­ren muss, ist also ein Inter­view kein „lehr­amts­taug­li­ches Mit­tel“.

    • @Galilei,
      Sie irren erneut.
      Sie müs­sen nur auf­merk­sam lesen:
      der Arti­kel sagt aus­drück­lich, daß „frü­he­re Päp­ste (ein) Inter­view nicht für ein lehr­amts­taug­li­ches Mit­tel hiel­ten“ (und nur ) „weni­ge Aus­nah­men mach­ten“.
      Die Gefähr­lich­keit eines Inter­views, beson­ders eines unvor­be­rei­te­ten Inter­views, ist daß durch Intem­pe­r­an­tia, Man­gel an Selbst­be­herr­schung, und auch durch Man­gel an theo­lo­gi­scher Eigen­struk­tu­rie­rung Din­ge gesagt wer­den, die bes­ser nicht gesagt wor­den wären.
      Es geht also dar­um, ob die spon­ta­ne Form des Inter­views immer fähig ist, das Lehr­amt ein­deu­tig und kor­rekt wie­der­zu­ge­ben, und wohl unab­hän­gig von den Qua­li­tä­ten ode­re Man­gel an Qua­li­tä­ten des Inter­view­ge­bers.
      Das muß sich der Papst tat­säch­lich immer fra­gen: er ist kei­ne Pri­vat­per­son, son­dern sit­zend auf dem Stuhl Petri hat er für das Lehr­amt ein­zu­tre­ten.
      Man ist übri­gens nicht gezwun­gen, Papst zu wer­den.

    • Nein. Dar­um geht es auch nicht. Er stellt sich hier auf die rich­ti­ge Sei­te. Und das tut gut.
      Allein das kann schon See­len ret­ten.

      „Wehe denen, die Haus an Haus rei­hen und Acker zu Acker fügen, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein seß­haft seid im Lan­de.“
      Jes 5,8

  5. Das hört sich alles sehr schön an: „Ich möch­te eine Welt ohne Arme. Wir müs­sen dafür kämp­fen. Aber ich bin gläu­big und weiß, dass die Sün­de immer in uns drin­nen ist. Und es gibt immer die mensch­li­che Gier, den Man­gel an Soli­da­ri­tät, den Ego­is­mus, der die Armen schafft.“

    Da wür­de wohl auch ein stram­mer Sozia­list wie Scal­fa­ri applau­die­ren.

    Ist es aber allein die Gier, der Man­gel an Soli­da­ri­tät und der Ego­is­mus, der die Sün­de schafft?

    Was ist mit dem Sexu­al­trieb, der Begier­de, der Lust?

    Die Wur­zel der Sünd­haf­tig­keit des Men­schen reicht eben tie­fer, sie ent­springt dem Hang, sich von Gott abzu­wen­den, sich aut­ark zu set­zen, also im Hoch­mut. Aus die­sem ent­sprin­gen unzäh­li­ge ande­re Übel, wie eben die Gier und der Ego­is­mus. Mir scheint, der Papst sieht zu wenig, dass die Sün­de in der Selbst­er­mäch­ti­gung, in der Abkehr von Got­tes Gebo­ten grün­det und bleibt statt des­sen dem mar­xi­sti­schen Kli­schee ver­haf­tet, das das Heil in mate­ri­el­ler Umver­tei­lung sieht.

    Wäre eine Welt ohne Armut schon die erlö­ste Welt? Ist ein Leben ohne Armut dar­um sinn­voll? Hier bleibt der Papst jede Ant­wort schul­dig.

    Man merkt sehr deut­lich, dass Ber­go­lio der Ideo­lo­gie der Befrei­ungs­theo­lo­gie tief ver­haf­tet ist. Er merkt nicht ein­mal, dass er sich per­ma­nent in theo­lo­gi­sche Wider­sprü­che ver­wickelt, was für einen Papst nur ver­hee­rend ist.

    Er mag eine gewin­nen­de Art haben, aber das trägt für die Kir­che und das Gedei­hen des Glau­bens wenig bei. Bei sol­chen Inter­views domi­niert irgend­wann der Kitsch, die Pose, die mit Ehr­lich­keit und Wahr­heit nicht mehr über­ein­stimmt.

    Wenn es Ber­go­lio mit der Armut der Kir­che ernst mein­te, dann müss­te er in den deutsch­spra­chi­gen Län­dern sofort das Kon­kor­dat auf­kün­di­gen und die sat­ten Pfrün­de der hie­si­gen Kir­chen­für­sten auf ein erträg­li­ches Maß redu­zie­ren. Aber da schweigt Ber­go­lio und ver­liert sich im Unver­bind­li­chen.

    Ach, unse­re Hir­ten sind heu­te schwer erträg­lich!

    • Ihre Ana­ly­se ist sehr effi­zi­ent auf den Punkt gebracht, gera­de in dem Punkt immer die The­ma­tik der Sün­de unter den Tep­pisch zu keh­ren, genau­so wie man erwäh­nen könn­te ein Ver­bot von Abtrei­bung und Ver­hü­tung wür­de eine Gesell­schaft gei­stig schlag­ar­tig ver­än­dern, was aber dring­lich not­wen­dig ist.

      Der Punkt mit der Auf­lö­sung des Kon­kor­dats ist aller­dings so ein­fach nicht wie Sie sich das vor­stel­len. Ich spre­che aus Erfah­rung auf­grund mei­ner Bemü­hun­gen bezüg­lich einer Auf­lö­sung bzw. Neu­re­ge­lung des Kon­kor­dats. Ich beschrei­be Ihnen mal zwei Reak­tio­nen auf mei­ne Bemü­hun­gen. Die erste war das ein BRD Abwehr­dienst wie Rum­pel­stilz­chen tanz­te da ein ent­spre­chen­des Schrei­ben an den Abwehr­dien­sten vor­bei in den Vati­kan drang, was der BRD Abwehr­dienst ver­hin­dern woll­te aber nicht gelang. War­um Rum­pel­stilz­chen? Es ist das Sägen an der Exi­stenz der BRD. Reak­ti­on num­me­ro dos auf mei­ne Aktio­nen hin war, ein ehe­ma­li­ger Diplo­mat eines Nach­bar­lan­des sag­te mir, gewis­se Din­ge füh­ren dazu zu Frei­wild auf einer Treib­jagd zu wer­den, einer Treib­jagd sämt­li­cher Nach­rich­ten­dien­ste von den USA, über europ. Dien­ste bis hin zu den Rus­sen, da zie­hen alle auf ein­mal an einem Strang. Kennt man die Hin­ter­grün­de ist es sehr ver­ständ­lich, es bedroht aller Exi­stenz. Snow­den und Assan­ge sind nichts im Ver­gleich dazu in punc­to Bri­sanz. Jetzt zum Kon­kor­dat, wie soll bit­te eine Auf­lö­sung statt­fin­den? Eine ein­sei­ti­ge Auf­lö­sung gin­ge nur wenn nur noch ein Ver­trags­part­ner exi­stent wäre, was nicht der Realät ent­spricht, obwohl 99% der Men­schen das glau­ben oder um der Bequem­lich­keit glau­ben wol­len. Ausser­dem hat Rom mit der Kar­te noch einen Joker als letz­tes Blatt, damit Rom nicht selbst zum Frei­wild wird! Das Papst­tum gibt nie­mals eine Schutz­macht auf, erst recht nicht die mäch­tig­ste der Welt, nicht mal wenn die­se Schutz­macht nicht getauft ist, Ber­go­glio deu­te­te dies ja schon an mit den „Nicht­ge­tauf­ten“. Das mit der Tau­fe ist aber nur durch die Bun­des­la­de lös­bar, aber es ist immer­hin lös­bar, das ist eine ande­re Schach­fi­gur die zum Matt des Geg­ners füh­ren kann, und die ein­zi­ge rea­li­sti­sche! Sie haben Fami­lie wie Sie ange­deu­tet haben, las­sen Sie das Leu­te machen die nichts ver­lie­ren son­dern nur gewin­nen kön­nen, es gibt sol­che Leu­te. Wenn Sie so ein guter Vater und Gat­te sind wie Ihre Bei­trä­ge hier dann sind Sie unver­zicht­bar an ande­rer Front. Es ist alles nur noch eine Fra­ge von 1‑max.3 Jah­ren, dann isch over, dann endet die syn­the­ti­sche Schein­welt in der die Men­schen leben, dann kommt es zum offe­nen Kon­flikt, der Streit wird vor Got­tes Gericht gebracht. Übri­gens die Archi­tek­tur des salo­mo­ni­schen Tem­pels ist kunst­hi­sto­risch nor­di­sche Ske­lett­bau­wei­se, nichts semi­ti­sches, die Kiste ist in Euro­pa, und fra­gen­Sie mal einen Prie­ster Ihres Ver­trau­ens war­um das Labar­um der C/43K1 Komet ist, es gibt Katho­li­ken selbst hier im Forum die machen auf Vogel Strauss bei dem The­ma, aber Kopf in den Sand stecken macht Zäh­ne­knir­chen bekannt­lich. Die Welt ist ein melo­dra­ma­ti­sches Lügen­ka­bi­nett.
      QUIS UT DEUS

  6. Auch für die­ses Inter­view gilt: Papst Fran­zis­kus‘ „Mar­ken­zei­chen“ ist die Sym­bol- und Bild­spra­che mit dem­entspre­chen­den Irri­ta­tio­nen. Auf „Tages­an­zei­ger-online“ war zu Beginn die­ses Jah­res in einem Arti­kel über die „Reform­tä­tig­keit“ von Papst Fran­zis­kus fol­gen­de Ana­ly­se über sei­ne Sym­bol- und Bild­spra­che zu lesen:

    -
    „Gegen­über sei­nen intel­lek­tu­el­len Vor­gän­gern ist es Fran­zis­kus’ Sym­bol- und Bild­spra­che, die ihm den Sym­pa­thie­bo­nus ein­bringt.

    Indem er lie­ber Zei­chen als Tat­sa­chen setzt und Bil­der spre­chen lässt, statt in Begrif­fen zu reden, gewinnt er die Mas­sen und Medi­en für sich. Doch der Papst der Bil­der wird häu­fig miss­ver­stan­den. Die Sug­ge­stiv­kraft der Bil­der ver­lei­tet zu fal­schen Inter­pre­ta­tio­nen. Mehr als Begrif­fe sind Bil­der Pro­jek­ti­ons­flä­chen – sie sind aus­le­gungs­be­dürf­tig, mehr­deu­tig, wider­sprüch­lich.“

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  7. „Jetzt habe ich einen wich­ti­gen Platz, aber in zehn Jah­ren wird dich nie­mand mehr ken­nen [lacht]. Wißt Ihr, es gibt zwei Arten von Ruhm: den Ruhm der „Gro­ßen“, die gro­ße Din­ge getan haben, wie Madame Curie, und den Ruhm der Eit­len. Aber letz­te­re Art von Ruhm ist wie eine Sei­fen­bla­se.“

    Genau dahin platz­ie­re ich ihn auch: In 10 Jah­ren wird ihn nie­mand mehr ken­nen, weil sein Ruhm eine Sei­fen­bla­se ist. Den Grund nennt er selbst, ob bewußt oder unbe­wußt: Sei­ne Eitel­keit.

  8. die­ses Pon­ti­fi­kat ist wahr­haft intel­lek­tu­ell bril­lant. Pius Xll. ein Schwach­kopf der den Prunk lieb­te. Papst Bene­dikt hat die grau­en­vol­len vor­kon­zi­lia­re Lit­ur­gie wie­der erlaubt. Ich has­se Wür­de , Schön­heit und Ele­ganz. Latein muss ver­bo­ten wer­den über­all. Gre­go­ria­ni­scher Cho­ral war gestern . Wir brau­chen kei­ne klas­si­sche Musik , kei­nen intel­lek­tu­el­len Dis­kurs, kei­nen stren­gen Gedan­ke, kei­nen Glau­ben der zuwei­len auch sehr schmerz­lich sein kann . Wir brau­chen nur unse­ren lächeln­den Paaaaapst . We are hap­py. Die­ser Papst ist lieb.

  9. Das Kin­der zu töten und Orga­ne entnehmen…ist Habgier.Die Armen sind (undif­fe­ren­ziert alle)Opfer der Aus­beu­tung. Und das Lachen des Papstes.Angeordnete Solidarität,mit den Armen.Sehr direkt gesagt,Herr „Papst“.Die Hab­gier abschaffen.Umverteilen.Die Armen…werden jetzt gebraucht..Geist wird nicht mehr erwähnt,…die Zeit scheint zu drängen.Die Wor­te der Inter­na­tio­na­le höre ich,..auch die sind ja passe,da lacht der „Papst“.Das Heil für Alle,macht der Gro­sser Bruder,oder Schwester,eben irgend­ein Geschlechts­ori­en­tier­tes …

  10. Das Lächeln die­ses Man­nes ist dia­bo­lisch. Sen Auf­tritt nicht „beschei­den“ son­dern tum­ber Pro­le­ta­ris­mus.

  11. Ich habe es schon gesagt, ich lie­be ihn nicht, ABER ES IST DER PAPST. Bis zum Beweis des Gegen­teils! Und den Beweis hat noch kei­ner von euch gebracht; es ist also der Stell­ver­tre­ter Chri­sti, der hier Tag für Tag geschmäht, ver­höhnt, lächer­lich gemacht und belei­digt wird! Am 21. Nov. hat X… ihn sogar als „fleisch­ge­wor­de­nen Teu.“ bezeich­net. Seht jenem Tag wur­den min­de­stens 25 belei­di­gen­de oder ehr­ver­let­zen­de Aus­drücke gegen ihn ver­wen­det! — Ich lie­be ihn nicht, aber sol­ches Reden ist INAKZEPTABEL. HÖRT ENDLICH AUF DAMIT!

    • Das Pro­blem das Sie anspre­chen hat einen wah­ren Kern. Ohne Lehr­amt kann mein sein Papst­amt nicht in Fra­ge stel­len, man wäre nicht anders wie Luther und setzt Gewis­sen über das Lehr­amt. Fluch oder Segen?

      • Wenn ich die Erfah­rung gemacht habe, dass die Instanz, der ich –weil sie von Amts wegen ver­pflich­tet ist, mich Wahr­heit zu leh­ren und mir Recht­lei­tung zu geben– mein Ver­trau­en geschenkt und mei­nen Gehor­sam gelobt habe, jedoch mein Ver­trau­en täuscht und mei­nen Gehor­sam miss­braucht, dass also kein Ver­lass ist auf sie, dann zwingt mich die­se Insti­tu­ti­on, mein Gewis­sen über sie zu stel­len. Was auf dem Spiel steht, ist nichts Gerin­ge­res als das ewi­ge See­len­heil.

      • @Leo Laemm­lein
        Der von Ihnen erwähn­te Ver­trau­ens­miß­brauch dem ich voll zustim­me soll­te nicht zu einem „Ehe­bruch“ füh­ren, eine Tren­nung wie es die FSSPX prak­ti­ziert ist glau­be ich die auf­rich­tig­ste Vari­an­te, und beinhal­tet die Mög­lich­keit der Reue und Umkehr für die „ehe­bre­che­ri­sche Dame“. Es stürmt, das Schiff schwankt aber es geht nicht unter, und ein Kurs, selbst der vom Kon­zil kann jeder­zeit kor­ri­giert wer­den, es hängt nicht vom Papst­tum ab son­dern der Schlüs­sel ist die Bun­des­la­de und das damit ver­bun­de­ne König­tum, sobald bei­des da ist wird Rom auf Kurs sein, wie ich oben in einem Kom­men­tar erwähn­te ist es nur noch eine Fra­ge der Zeit. Es ist wie auf einem Gewalt­marsch, der Ruck­sack ist schwer, die Füße blu­ten, jemand wirft die Flin­te ins Korn, alles schön und gut aber das Ziel erreicht man so nicht. So lan­ge man sagt es geht nicht mehr, so lan­ge kann man noch wei­ter, und kippt man mal um ist immer jemand da der einen wie­der auf­stellt. Wil­le und Glau­be sind gefragt und eine ganz gewal­ti­ge Por­ti­on Hoff­nung aber Flin­te ins Korn wer­fen ist nicht, ER tat es schließ­lich auch nicht. Hoff­nung stirbt erst mit dem letz­ten Atem­zug oder man ist leben­dig begra­ben.

    • @Elias

      „ABER ES IST DER PAPST. Bis zum Beweis des Gegen­teils! Und den Beweis hat noch kei­ner von euch gebracht; es ist also der Stell­ver­tre­ter Chri­sti, der hier Tag für Tag geschmäht, ver­höhnt, lächer­lich gemacht und belei­digt wird! es ist also der Stell­ver­tre­ter Chri­sti, der hier Tag für Tag geschmäht, ver­höhnt, lächer­lich gemacht und belei­digt wird!“

      Im Gegen­teil Fran­zis­kus ist der­je­ni­ge, der Tag für Tag Chri­stus und sei­ne Kir­che schmäht, ver­höhnt, lächer­lich macht, belei­digt und Chri­stus vor der Welt, Gott­lo­se und Ungläu­bi­ge ver­leug­net und ver­rät. Chri­stus hat so einen unwür­di­gen Stell­ver­tre­ter, Papst hin oder her, nicht ver­dient. Fran­zis­kus ist der Papst aber CHRISTUS ist der HERR und HAUPT der Kir­che.

  12. „Papst“ Ber­go­glio instru­men­ta­li­siert die Schwe­ster Armut für sei­ne Zwecke: ganz unfran­zis­ka­nisch übri­gens.
    Gera­de der hl. Franz von Assi­si hat in der Nach­fol­ge des Herrn und Erlö­sers Jesus Chri­stus die Armut gerühmt und danach gelebt und nicht er allein. Aber die­ser Papst ist ein fleisch­li­cher Mensch und kein gei­sti­ger. Er spricht wie das Fleisch redet.
    Unser Herr und Erlö­ser preist die Armen im Gei­ste selig — und gibt selbst auch ein Bei­spiel für mate­ri­el­le Armut. Nur mit dem Nötig­sten hat er gelebt und alles den Armen gege­ben.
    Und er gibt „uns Armen“ sein Fleisch und Blut als Spei­se zur Hei­li­gung und zum ewi­gen Leben.

    Die­ser sog. Papst Fran­zis­kus hat vom hl. Franz von Assi­si nichts begrif­fen oder begrei­fen wol­len.
    Komm Herr Jesus, komm. Befreie uns.

  13. @Elias:Ich möch­te Ihnen miteilen,dass eine Lüge nicht wah­rer ist, wenn man sie immer wie­der wiederholt.Das ist ein­fach falsch.Es ist fas­lch wenn Sie bahaup­ten:“ es ist also der Stell­ver­tre­ter Chri­sti, der hier Tag für Tag geschmäht , ver­höhnt, lächer­lich gemacht und belei­digt wird“. Son­dern viel­mehr ist es die­ser („Papst“) , der sei­ne Unter­ge­be­nen im Kle­rus und ande­re , lächer­lich macht, sie ver­höhnt und schmäht. Und dies auf pro­le­ten­haf­te Art. „Kar­di­nä­le soll­ten nicht wie Pha­rao­nen leben“, so jüngst Ber­go­gli­os Aus­fäl­le. Oder darf’s ein biss­chen mehr sein? Wie war das noch mit sei­nen alber­nen und despek­tier­li­chen Bemer­kun­gen wie „Katho­li­ken soll­ten sich nicht wie Kanin­chen ver­meh­ren“, sein auto­kra­ti­scher Aktionismus,s ein intri­gan­ti­sches Getue gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, usw,ect.ect.. Das ist in der Tat inak­zep­ta­bel .

  14. Ein Witz­bold auf einem katho­li­schen Blog titel­te: „Fran­zis­kus lebt sei­nen Kind­heits­traum vom Metz­ger­be­ruf: er macht Hack­fleisch aus der Tra­di­ti­on der Kir­che“. ttp://callmejorgebergoglio.blogspot.de/2015/11/francis-is-living-his-childhood-dream.html
    Metz­ger ist ein ehr­ba­rer Beruf, als Kind­heits­wunsch eines zukünf­ti­gen Pap­stes aber doch denk­wür­dig.

  15. @ ZARAH, LEONE …
    Vor sol­chem Gebrüll muss ich mich in mei­nen Bau zurück­zie­hen — aber nur vor­läu­fig!

    • @Elias,
      Ich habe noch nie Fran­zis­kus geschmäht, belei­digt, ver­höhnt oder lächer­lich gemacht.
      Im Gegen­teil, ich habe sehr viel von ihm gele­sen, sorg­fäl­tig auf­be­wahrt (wie gesagt in einem gro­ßen Kar­tonn) und ssehr häu­fig sehr vie­les von ihm zitiert und wei­ter ver­brei­tet.
      Übri­gens sehr akri­bisch in der Ori­gi­nal­ver­si­on.
      Das soll­te von Ihnen doch gewür­digt wer­den müs­sen.

      Übri­gens: Löwen ver­krie­chen sich nor­ma­ler­wei­se nicht in einem Bau (im Gegen­satz zu Hyä­nen oder dem afri­ka­ni­schen Honig­dachs);
      und wenn, wür­den zwei oder drei Pron­krug­ge (rho­de­si­sche Löwenhunde/ridgebacks) ihn dann schon her­aus­ho­len.
      (Ein sol­cher Hund bewach­te ein­mal die Bau­stel­le des Bischofs­hau­ses in Lim­burg und intimi­dier­te selbst de Repor­ter Der Frankf. Allg. Zei­tung) (hat übri­gens län­ge­re Bei­ne als die mei­ste Wadenbeißer)(@Zeitschnur 🙂 )

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