Papst-Telefonat mit Eugenio Scalfari: „Alle Geschiedenen, die wollen, werden zur Kommunion zugelassen“

(Rom) Euge­nio Scal­fa­ri, beken­nen­der Athe­ist aus alter Frei­mau­rer­fa­mi­lie, ist trotz sei­ner 91 Jah­re zurück und dies erneut als bevor­zug­ter Gesprächs­part­ner von Papst Fran­zis­kus. Gestern, in der La Repub­bli­ca-Aus­ga­be zu Aller­hei­li­gen, berich­te­te Scal­fa­ri von einem Tele­fon­an­ruf des Pap­stes, der ihm exklu­siv mit­ge­teilt habe, daß „alle Geschie­de­nen, die es wol­len“ zu den Sakra­men­ten „zuge­las­sen wer­den“.

Eine „Revo­lu­ti­on“, so Scal­fa­ri, die Papst Fran­zis­kus der Welt ver­kün­det, indem er aus­ge­rech­net Euge­nio Scal­fa­ri anruft? Ein Tele­fon­ge­spräch, das, so der Doy­en der lin­ken Pres­se, „etwa eine Vier­tel­stun­de“ gedau­ert habe. Liest man die wei­te­ren Umstän­de des Anrufs, möch­te man, auf­grund eini­ger Erfah­rung, eine Erfin­dung Scal­fa­ris ver­mu­ten. Unter den Vor­gän­ger­päp­sten hät­te man einen sol­chen Leit­ar­ti­kel ohne Zögern als „Scal­fa­ria­ta“ abge­tan. Doch unter dem amtie­ren­den Papst ist alles anders gewor­den, so wie es der Groß­mei­ster des frei­mau­re­ri­schen Groß­ori­ents von Ita­li­en, bereits am Tag nach der Wahl von Fran­zis­kus ankün­dig­te. Nie­mand kann mehr mit Sicher­heit sagen, was ist und was nicht, was wahr ist und was erfun­den. Eine erschüt­tern­de Bilanz eines Papst­tums nach knapp zwei­ein­halb Jah­ren.

Zuverlässiger Chronist? Fehlende Dementi des Vatikans

Eugenio Scalfari und Papst Franziskus
Euge­nio Scal­fa­ri und Papst Fran­zis­kus

Zu den Fak­ten: Scal­fa­ri wird wei­ter­hin vom Papst gesucht, obwohl er sich nicht als zuver­läs­si­ger Gesprächs­part­ner her­aus­stell­te. Jeden­falls nicht ganz zuver­läs­sig, was Scal­fa­ris Mit­tei­lung an die Öffent­lich­keit dar­über betrifft, was der Papst tat­säch­lich zu ihm gesagt, oder was Scal­fa­ri selbst hin­ein­in­ter­pre­tiert oder hin­zu­ge­fügt hat. Aller­dings kann Scal­fa­ri bis­her sich zugu­te hal­ten, vom Vati­kan in kei­nem kon­kre­ten Punkt demen­tiert wor­den zu sein. Demen­ti gab es zwar durch Vati­kan­spre­cher Fede­r­i­co Lom­bar­di. Sie blie­ben aber all­ge­mei­ner Art und wur­den ad absur­dum geführt, als der Vati­kan­ver­lag Scal­fa­ris umstrit­te­ne Papst-Inter­views zusam­men mit ande­ren Inter­views des Pap­stes in einem Buch ver­öf­fent­lich­te.

Scal­fa­ri ver­faß­te einen Leit­ar­ti­kel, der bereits im Titel Blu­men streut: „Vom poli­ti­schen Elend zu den hohen Visio­nen von Fran­zis­kus“. Der Inhalt dreht sich zunächst um die im poli­ti­schen Cha­os ver­sin­ken­de Stadt Rom. Ober­bür­ger­mei­ster Igna­zio Mari­no, ein Links­ka­tho­lik, der für die in Ita­li­en regie­ren­de, lin­ke Demo­kra­ti­sche Par­tei (PD) im Juni 2013 die Kom­mu­nal­wah­len gewann, trat zurück und wur­de inzwi­schen von der eige­nen Par­tei abser­viert. Die Stadt steu­ert auf Neu­wah­len zu. Bis dahin wird sie von einem Kom­mis­sar gelei­tet. Scal­fa­ri bekennt, wenig spek­ta­ku­lär, 2013 den Links­kan­di­da­ten gewählt zu haben. Erst in der zwei­ten Hälf­te des lan­gen Leit­ar­ti­kels steigt Scal­fa­ri von den „Nie­de­run­gen der Poli­tik“ zu den „Höhen von Papst Fran­zis­kus“ auf, wie er selbst bekun­det („soweit mir mög­lich“).

Blumen für den Papst der „revolutionären Wahrheiten“

Gustavo Raffi. Großmeister des Großorients von Italien: "Mit Papst Franziskus wird nichts mehr wie vorher sein", 14. März 2013

Der Athe­ist bringt die abge­schlos­se­ne Fami­li­en­syn­ode und das bevor­ste­hen­de Jahr der Barm­her­zig­keit in einen Zusam­men­hang: „Die Syn­ode und die Fami­lie gehö­ren in den Rah­men von Barm­her­zig­keit und Ver­ge­bung.“

Am 28. Okto­ber, dem Tag der umstrit­te­nen inter­re­li­giö­sen Gene­ral­au­di­enz, „hat­te Papst Fran­zis­kus die Güte, mich um 18 Uhr am Tele­fon anzu­ru­fen, und wir haben etwa eine Vier­tel­stun­de mit­ein­an­der gespro­chen. Ihr könnt Euch mei­ne gro­ße Freu­de als Ungläu­bi­ger vor­stel­len, durch die Freund­schaft von Fran­zis­kus pri­vi­le­giert zu sein.“ Dann spielt Scal­fa­ri auf einen Satz an, den der Papst bereits Stun­den vor dem Tele­fon­an­ruf öffent­lich bei der Gene­ral­au­di­enz gesagt hat­te: „Gott will, daß alle Men­schen geret­tet wer­den.“

Scal­fa­ri geht auf „eini­ge rich­tungs­wei­sen­de Vor­ga­ben des Kon­zils“ ein, auf die der Papst in jüng­ster Zeit ver­wie­sen habe, beson­ders in sei­nen Reden zum Abschluß der Syn­ode und der inter­re­li­giö­sen Gene­ral­au­di­enz. Scal­fa­ri zitiert die zuneh­men­de „wech­sel­sei­ti­ge Abhän­gig­keit der Völ­ker“, den „gemein­sa­men Ursprung und das gemein­sa­me Schick­sal der Mensch­heit“, den „wohl­wol­len­den und auf­merk­sa­men Blick der Kir­che auf die ande­ren Reli­gio­nen: die Kir­che weist nichts von dem zurück, was in ihnen an Schö­nem und Wah­rem ist; die Kir­che schaut mit Wert­schät­zung auf die Gläu­bi­gen aller ande­ren Reli­gio­nen, und schätzt ihre spi­ri­tu­el­len und mora­li­schen Bemü­hun­gen“.

„Bestätigung des einzigen Gottes, den keine Religion allein besitzt“

Man müs­se sich, so Scal­fa­ri, nicht lan­ge den Kopf zer­bre­chen, um zu ver­ste­hen, was der Papst mit die­sen Aus­sa­gen mei­ne: „Es ist die erneu­te Bestä­ti­gung des ein­zi­gen Got­tes, den kei­ne Reli­gi­on zur Gän­ze besitzt und zu dem jede auf unter­schied­li­che Wege, unter­schied­li­che Lit­ur­gien und unter­schied­li­che Schrif­ten gelangt, auch durch die ver­schie­de­nen Kon­fes­sio­nen der christ­li­chen Reli­gi­on und sogar [auf unter­schied­li­che Wege] inner­halb der katho­li­schen Kir­che.“

Genau davon habe Fran­zis­kus auch am Ende der Bischofs­syn­ode gespro­chen: „Die erste Pflicht der Kir­che ist nicht die, Ver­ur­tei­lun­gen und Bann­flü­che aus­zu­tei­len, son­dern jene, die Barm­her­zig­keit Got­tes zu ver­kün­den. In die­ser Syn­ode haben wir gese­hen, haben wir auch gese­hen, daß das, was einem Bischof eines Kon­ti­nen­tes als nor­mal erscheint, sich für den Bischof eines ande­ren Kon­ti­nents als selt­sam, bei­na­he wie ein Skan­dal her­aus­stel­len kann – bei­na­he! –; was in einer Gesell­schaft als Ver­let­zung eines Rech­tes ange­se­hen wird, kann in einer ande­ren eine selbst­ver­ständ­li­che und unan­tast­ba­re Vor­schrift sein; was für eini­ge Gewis­sens­frei­heit ist, kann für ande­re nur Ver­wir­rung bedeu­ten.“ Soweit Scal­fa­ris Zitat.

„Hat es je einen Papst gegeben, der so prophetisch über das wirkliche Leben gesprochen hat“

Eugenio Scalfari: "Nicht-Gläubigen wie mir gefällt Franziskus sehr, sogar ganz außerordentlich...", 7. August 2013Nun sein Kom­men­tar dazu: „Ich fra­ge mich, ob es je einen Papst gege­ben hat, der so aus­drück­lich und gleich­zei­tig so pro­phe­tisch über das wirk­li­che Leben gespro­chen hat, mit der Viel­zahl von Eth­ni­en, Orten, Zei­ten, in denen die Mensch­heit gebo­ren wird, lebt, stirbt, in einer sich stän­dig ver­än­dern­den Gesell­schaft und doch ein­zig­ar­ti­ge Spe­zi­es in der Viel­zahl der geschaf­fe­nen Din­ge.“ Eini­ge Päp­ste hät­ten es zumin­dest erahnt. Fran­zis­kus habe in sei­ner Syn­oden­schluß­re­de die jüng­sten genannt, die zen­tral mit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil, gewis­ser­ma­ßen dem Schlüs­sel­er­eig­nis der Wen­de, zu tun hät­ten: allen vor­an Johan­nes XXIII. und Paul VI., wäh­rend die bei­den fol­gen­den Päp­ste nur mehr als „Woj­ty­la und Ratz­in­ger“ benannt wer­den. Dann kommt der Athe­ist Scal­fa­ri ex cathe­dra sogar auf den Hei­li­gen Geist zu spre­chen.

„Fran­zis­kus hat einen sehr wach­sa­men poli­ti­schen Sinn; er erklärt revo­lu­tio­nä­re Wahr­hei­ten, aber mit der nöti­gen Diplo­ma­tie, um die Viel­falt in der Har­mo­nie einer gemein­sa­men Arbeit zu ver­wan­deln. Wobei der Glau­ben der Zement aller ist und zusam­men mit dem Glau­ben der Hei­li­ge Geist, der ihn ver­brei­tet. Laut Fran­zis­kus auch unter den Nicht-Gläu­bi­gen, die den­noch Teil der Mensch­heits­fa­mi­lie sind.“

„Die von Ihnen gewollte offene Kirche steht einer ebenso offenen Familie gegenüber“

Im sel­ben Tele­fon­ge­spräch, so Scal­fa­ri, habe sich Papst Fran­zis­kus auch sehr inter­es­siert gezeigt am Arti­kel, „den ich zwei Sonn­ta­ge zuvor über ihn geschrie­ben hat­te. Er frag­te mich, was ich vom Syn­oden­aus­gang über die Fami­lie hal­te. Ich habe geant­wor­tet, so wie ich es bereits geschrie­ben hat­te, daß der bei der Syn­ode gefun­de­ne Kom­pro­miß nicht den Ver­än­de­run­gen Rech­nung trägt, die die Fami­lie in den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren erlebt hat, anders aus­ge­drückt: Der Ver­such, die tra­di­tio­nel­le Fami­lie zurück­zu­ho­len war ein völ­lig undenk­ba­res Ziel. Ich habe hin­zu­ge­fügt, daß die von ihm gewoll­te offe­ne Kir­che einer eben­so offe­nen Fami­lie gegen­über­steht, im Guten wie im Bösen.“

Papst: „Unterschiedliche Meinungen in der Kirche ein Zeichen der Modernität“

Der Papst habe geant­wor­tet: „Das stimmt, das ist eine Wahr­heit und im übri­gen, ver­än­dert sich die Fami­lie, die die Grund­la­ge einer jeden Gesell­schaft bil­det, stän­dig, wie sich auch alles um uns her­um ver­än­dert. Wir dür­fen nicht den­ken, daß es die Fami­lie nicht mehr gibt, es wird sie immer geben, weil unse­re Spe­zi­es kon­takt­freu­dig ver­an­lagt ist und die Fami­lie ist die Spit­ze die­ser Kon­takt­freu­dig­keit, doch es ent­geht uns nicht, daß die aktu­el­le offe­ne Fami­lie, wie Sie sagen, eini­ge posi­ti­ve Aspek­te und ande­re nega­ti­ve ent­hält. Und wie zei­gen sich die­se Unter­schie­de? Die nega­ti­ven Aspek­te sind die Anti­pa­thie oder sogar der Haß unter den neu­en Ehe­leu­ten und jenen vor­her, wenn es eine Schei­dung gab; eine ver­än­der­te Vater­schaft, die zwi­schen gegen­sei­ti­ger Gleich­gül­tig­keit oder gegen­sei­ti­ger Freund­schaft schwankt. Die Kir­che muß dafür arbei­ten, daß die posi­ti­ven Ele­men­te gegen die nega­ti­ven über­wie­gen. Das ist mög­lich und das wer­den wir tun. Die unter­schied­li­che Mei­nung der Bischö­fe ist Teil der Moder­ni­tät der Kir­che und der ver­schie­de­nen Gesell­schaf­ten, in denen sie wirkt, aber die Absicht ist eine gemein­sa­me und was die Zulas­sung der Geschie­de­nen zu den Sakra­men­ten betrifft, bestä­tigt es, daß die­ses Prin­zip von der Syn­ode ange­nom­men wur­de. Das ist das wesent­li­che Ergeb­nis, die eigent­li­chen Abwä­gun­gen sind den Beicht­vä­tern anver­traut, doch am Ende der schnel­ler oder lang­sa­mer von­stat­ten gehen­den Wege, wer­den alle Geschie­de­nen, die es wün­schen, zuge­las­sen wer­den.“

Scalfari: Neue „revolutionäre Wahrheiten“ des Papstes

„Das“, so Scal­fa­ri, „war der Inhalt des Tele­fon­ge­sprächs“. Papst Fran­zis­kus habe ihm aber noch „eine ande­re Infor­ma­ti­on“ anver­traut, mit der Scal­fa­ri im März 2016 ein Buch über die „mis­sio­na­ri­sche Kir­che und ihre Zie­le“ schrei­ben wer­de. „Dann haben wir uns tele­fo­nisch umarmt.“ Scal­fa­ri kün­digt damit wei­te­re „revo­lu­tio­nä­re Wahr­hei­ten“ des Pap­stes an, die die­ser aber vor­erst nur ihm anver­traut. So jeden­falls der Ein­druck, den der Athe­ist frei­mau­re­ri­scher Tra­di­ti­on ver­mit­teln will.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicomons/unavox.it/Montagen

23 Kommentare

  1. Wozu noch „ex cathe­dra“?
    Die­se offi­zi­el­le Auf­ga­be über­nimmt nun Euge­nio Scal­fa­ri.
    Vor­aus­ge­setzt, obi­ges Tele­fo­nat-Geplau­der stimmt inhalt­lich.
    Kann Papst Fran­zis­kus noch tie­fer sin­ken?

  2. Das war zu erwar­ten : Es wird wei­ter an der Leh­re vor­bei han­tiert. Die Kar­di­nä­le und Bischö­fe wer-
    den hin­ter der vor­ge­hal­te­nen Hand die destruk­ti­ve Linie fort­set­zen. Wahr­schein­lich gibt es da heim-
    liche, inof­fi­zi­el­le Abma­chun­gen, die man dann nach und nach dem Kir­chen­volk über­stülpt. Dar­um
    war Kar­di­nal Kas­per so wohl gestimmt über den Ver­lauf der Syn­ode. Das wür­de aber auch bedeu-
    ten, dass der Mann der für die Wahr­heit ein­tre­ten soll­te, die Wahr­heit ver­dreht und sich so schul-
    dig macht und Gott zu fürch­ten hät­te.

  3. Tat­sa­che ist, Scal­fa­ris Infor­ma­tio­nen haben sich bis­her stets als zuver­läs­si­ger erwie­sen als die Infor­ma­tio­nen von Pater Lom­bar­di. Dass Papst Fran­zis­kus Ehe­bre­cher zum Emp­fang der hl. Kom­mu­ni­on anstif­tet, wis­sen wir spä­te­stens seit Oster­mon­tag, 1. April 2013, also seit Beginn sei­ner Herr­schaft. Anzu­neh­men ist, dass schon als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires die­se Ein­stel­lung hat­te und ent­spre­chend zu han­deln pfleg­te. Wenn die tra­di­tio­nel­le Leh­re der katho­li­schen Kir­che wahr ist, dann folgt aus den genann­ten Tat­sa­chen, dass Papst Fran­zis­kus ein hart­näcki­ger Häre­ti­ker ist und sich im Dau­er­zu­stand schwe­rer Sün­de befin­det… Ist an mei­ner Dar­le­gung irgend­et­was falsch? Dann bit­te ich um Berich­ti­gung.

  4. A.K. Emme­rick: „Unter dem fal­schen Papst wer­den 1000 Göt­zen ange­be­tet, aber dem Herrn kein Platz ein­ge­räumt. “

  5. Man stel­le sich vor: die Kom­mu­ni­on für sog. wvh. Geschie­de­ne wird flä­chen­deckend ein­ge­führt, aber kaum einer macht mit. Das wird so sein, daß das so wer­den wird wie etwa mit der Teil­nah­me bei den Wah­len zu den Pfarr­ge­mein­de­rä­ten. Die Weni­gen blei­ben weit­ge­hend unter sich.

    • Ergän­zung: es gibt sicher­lich über­all auch gute Pfarr­ge­mein­de­rä­te, von wirk­lich gläu­bi­gen Chri­sten, deren Mühen aber lei­der oft zu wenig Reso­nanz fin­det.

      • Lie­ber Fran­zel,
        ich war von 2010 bis 2015 im Pfarr­ge­mein­de­rat und hof­fe, dass ich auch eine eini­ger­ma­ßen gute war.
        Im klei­nen Team von 5 Leu­ten waren der Pfar­rer und ich kon­ser­va­tiv, zwei libe­ral und einer ultra-libe­ral. Es war eine schwe­re Zeit für den Pfar­rer und mich und des­halb bin ich unglaub­lich erleich­tert, dass die­se Peri­ode zu Ende ist, denn so man­che Trä­ne habe ich zu Hau­se ver­gos­sen.
        Ich hat­te den Ein­druck, dass die drei mehr zu sagen hat­ten als er. Da der Pfar­rer gesund­heit­lich sehr ange­schla­gen war, fehl­te ihm wohl die Kraft und der Wil­le, sich genü­gend Gel­tung zu ver­schaf­fen. Ich habe mich bemüht, das Katho­li­sche bestehen zu las­sen, doch die ange­streb­te Öku­me­ne saug­te vie­les davon ab.

        Inzwi­schen ist er in einer ande­ren Pfar­rei und es geht ihm wie­der bes­ser.
        Heu­te in einem PGR lehr­amts­treu zu sein, erfor­dert über­wie­gend gro­ße Lei­dens­fä­hig­keit.

    • .…aber kaum einer macht mit…?
      Sie soll­ten mal Ihre rosa­ro­te Bril­le abset­zen lie­ber Fran­zel — es machen doch längst schon fast alle mit!

      • Ich habe jetzt in 1. Linie auch die Prie­ster gemeint, die fast aus­nahms­los kei­ne Hem­mun­gen mehr haben, wirk­lich alle ohne Aus­nah­me zur Kom­mu­ni­on ein­zu­la­den. Die „Gläu­bi­gen“, die gehen wol­len, fra­gen auch schon längst nicht mehr danach ob sie die nöti­gen Vor­aus­set­zun­gen mit­brin­gen, frei nach dem Mot­to: Wer dumm fragt.….
        Ist doch eh nur ein Kom­mu­ni­on-Keks! (Ent­schul­di­gung !)

  6. Inter­es­sant zu wis­sen ist auch, dass der Vati­kan-Ver­lag sel­ber ein Buch mit den Scal­fa­ri-Inter­views her­aus­ge­ge­ben hat! Ganz offi­zi­ell!! (Quel­le: Blog von Anto­nio Soc­ci, einer der wohl zuver­läs­sig­sten, echt katho­li­schen Jour­na­li­sten.) Pater Lom­bar­di ist, wie es scheint, nur ein armer, opfer­ba­rer „Bau­er“ im gro­ßen Schach­spiel der macht­hung­ri­gen, eigent­li­chen Figu­ren.

  7. An die Schrei­ber hier im Forum:Ehrlicher und wirk­lich mutig wäre es,endlich zuzugeben,dass Ber­go­glio ein fal­se Pope ist-ein fal­scher Papst ist,und dar­um der STUHL PETRI sedis­va­kant ist!Aber dazu braucht es eben Entschlossseheit.Darüberhinaus ist festzustellen,dass Scal­fa­ri und Bergoglio,Kaseper & tut­ti quanti,Jesus Wor­te in den Mund legen,die Er so nie­mals gesagt hat! Oder soll ich hier Prof.Gerd Lüde­mann zitiereren,na? Nein, doch,lkieber nicht,gell.…

    • Leo­ne @ An die Schrei­ber im Forum… Wer bis jetzt nicht fest­ge­stellt hat, dass im Staa­te
      Vati­kan es nicht mit rech­ten Din­gen zugeht, dem ist nicht zu hel­fen. Die Zei­chen unter
      dem Pon­ti­fi­kat Fran­zis­kus ste­hen nicht nur auf Sturm, son­dern auf Welt-Ein­heits-Reli­gi-
      on ohne Gott, der Mensch als Ersatz-Gott ( Frei­mau­rer ). Wie alles ange­kün­digt wor­den
      ist, ist die­se Bewe­gung nicht auf­zu­hal­ten, denn Gott wird es zulas­sen, wegen der Gott-
      losig­keit der Welt und der Schwach­heit der kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten !

    • Es gibt hier nichts „end­lich zuzu­ge­ben“, denn die abso­lu­te Gewiss­heit k a n n es in Glau­bens­fra­gen n i e geben (sonst wäre ja kein Glau­be mehr nötig!).

      Die katho­li­sche Welt ist gespal­ten im Glau­ben dar­über, wer F. nun wirk­lich ist.

      Wenn man den (recht weni­gen) ver­trau­ens­wür­di­gen Pro­phe­ten der Neu­zeit folgt, hat man wohl kei­ne Zwei­fel mehr — aber um Pro­phe­ten zu glau­ben, braucht es Mut, und es bedeu­tet auch Ver­ant­wor­tung. Denn Pro­phe­ten zu fol­gen ist kei­ne Befrie­di­gung der mensch­li­chen Neu­gier, son­dern Mit­tra­gen des Kreu­zes Chri­sti, für die Ret­tung der See­len. Es bedeu­tet also per­sön­li­chen Ein­satz (vor allem viel Gebet), und für man­che ist es sicher­lich bes­ser, igno­rant zu blei­ben, anstatt die gefor­der­te Ver­ant­wor­tung dann nicht zu tra­gen…

    • Lie­be Leo­ne Sedis­va­kanz zu behaup­ten, wären Sie dann nicht wie Luther? Ein­fach so das Gewis­sen über das Lehr­amt set­zen? — Nein! So schlimm die Zei­ten auch sind eine Kir­che ohne Papst kann es nicht geben, der Papst reprä­sen­tiert das Erbe Petris und zwar unge­bro­chen bis zu sei­ner Wie­der­kunft. Aktu­ell ste­hen 3 Päp­ste zur Aus­wahl, legi­tim ist die Fra­ge zu Stel­len wer von den 3en ist es, Tat­waros, Tan­go Fran­ze oder Bene­dikt? Aber zu sagen es gibt kei­nen Papst mehr wäre so als wür­de man eine Lie­be als ver­lo­ren erklä­ren! Jemand der liebt kämpft um alles in der Welt um die Lie­be, das heißt auch von der Welt los­ge­löst not­falls strei­ten. Nicht den ein­fa­chen Weg nahm ER, des­we­gen wol­len wir ihn auch nicht wäh­len, aber den­noch dür­fen wir für ihn und mit ihm strei­ten, für die Kir­che, für den Papst und für die Lie­be, aber Flin­te ins Korn wer­fen ist nicht in die­sem Spiel. Sedis­va­kan­ti­sten sind ver­kapp­te Pro­te­stan­ten, WIR blei­ben katho­lisch mei­ne Gute, so schwer die Zei­ten auch sind. Nur weil eine BILD Zei­tung jeman­den Papst nennt muss er noch nicht Papst sein, prü­fen wir lie­ber wer es wirk­lich ist und die Früch­te des Herrn trägt.

      • Wer revi­dier­te den Irr­glau­ben „Papst Paul VI.’s“ der triden­ti­ni­sche Ritus sei nicht kon­form und über­führ­te Paul VI. der Lüge? Wer ermög­lich­te die öffent­li­che Aner­ken­nung des Hei­li­gen Mess­op­fers? — PAPST BENEDIKT XVI.!!!
        Auch wenn Kar­di­nal Ratz­in­ger in jun­gen Jah­ren theo­lo­gisch in häre­ti­schem Kon­text kon­tro­ver­se Din­ge geäu­ssert hat, wer sagt nicht das er ein U‑Boot des Chri­sten­tums ist, der himm­li­schen Heer­scha­ren, der sol­che Din­ge von sich gab um die­se Schlan­gen­gru­be zu infil­trie­ren, sich auf den Thron zu „fighh­ten“ und dann die Wei­chen kor­rekt ein­zu­ei­chen? Wenn einer U‑Boote bau­en kann dann die Deut­schen — Gott schüt­ze Papst Bene­dikt XVI.

      • @ Freya
        Ups. Ich habe den Namen nicht rich­tig in Erin­ne­rung gehabt, ich mein­te den Kop­ten Papst Tawa­dros II..

  8. Auf den gro­ßen Theo­lo­gen Papst Bene­dikt folg­te der Anti-Theo­lo­ge „Papst“ Ber­go­glio.
    Den Papst Bene­dikt moch­ten die mei­sten nicht. Er war ihnen zu lieb, zu fromm, zu gelehrt und vor allem wahr­haf­tig in sei­ner Lie­be zum Herrn. Das Letz­te­re begrif­fen sie gut, wenig­stens das. Das waren sei­ne Sün­den, für die er ange­klagt wur­de (und wird). Also alles „Sün­den“, die vie­le ande­re meist nicht hat­ten und haben. Sehr sehr sel­ten erwähn­ten die Prie­ster ihn. Nun­mehr aber ver­geht kei­ne Woche in den hl. Mes­sen, wo nicht der Name Fran­zis­kus wert­schät­zend genannt wird
    .
    Papst Bene­dikt erhielt bekannt­lich auch Mord­dro­hun­gen. Und wenn er nicht von sich selbst einen Ver­zicht auf die Amts­füh­rung aus­ge­spro­chen hät­te, hät­ten sie ihn dazu gezwun­gen, wie etwa der Kar­di­nal Kas­per. Das wäre der Kir­che ganz schlecht bekom­men. Mit sei­nem Rück­tritt von der Amts­füh­rung hat­te er gro­ßen Scha­den von der Kir­che Chri­sti, die er liebt, abge­wen­det. Der Scha­den ist zwar mit „Papst“ Ber­go­glio unüber­seh­bar vor­han­den, aber sicher­lich nicht so groß wie es gewe­sen wäre, wenn…

    „Papst“ Ber­go­glio muß­te auf der von ihm sorg­sam aus­ge­tüf­tel­ten Syn­ode eine deut­li­che Nie­der­la­ge ein­stecken. Das ist bit­ter und da brauchts halt einen guten Freund, bei dem er aus sei­nem Her­zen kei­ne Mör­der­gru­be machen muß. Und der Scal­fa­ri plap­pert auch ger­ne die neue­sten Neu­ig­kei­ten lang und breit aus.
    Das ist scha­de für Pater Lom­bar­di, der sich immer erst aus der Pres­se infor­mie­ren muß.

  9. Na und?
    Das wis­sen wir doch auch ohne Scal­fa­ri, dass Ber­go­glio so denkt!
    ich habe schon vor 2 Jah­ren dar­auf hin­ge­wie­sen, dass er bereits in sei­nem Inter­view­buch mit A. Skorka den Ehe­bruch rela­ti­viert hat, genau­so wie homo­se­xu­el­le Part­ner­schaft. Er fand sie solan­ge okay, solan­ge sie nicht im Sin­ne einer Ehe ver­recht­licht wer­den. Ein wG ist für ihn einer, der „am Ran­de des gebots“ lebt.
    Am rand des Gebots — also immer noch „drin“, nicht „drau­ßen“.
    „Drau­ßen“ bedeu­te­te aber „Exkom­mu­ni­ka­ti­on“.
    „Drin“, wenn auch am Rand, bedeu­tet, Kom­mu­ni­on­zu­las­sung.

    Mir haben x Leu­te dar­auf­hin vor­ge­wor­fen, ich wür­de den armen F. falshc ver­ste­hen etc. oder gar ihm Böses anhän­gen wol­len.
    Er hat von Anfang gut sicht­bar und kei­nes­wegs unehr­lich Kas­per als sei­nen Hof­theo­lo­gen erko­ren.
    man konn­te also mit ein biss­chen Ver­nunft im Gepäck völ­lig klar sehen, was er will. Er ist sich treu geblie­ben und hat nichts ver­ne­belt. Ver­ne­belt sind nur die Gehir­ne der papa­li­stisch-sen­ti­men­ta­len Gläu­bi­gen.

    Anders wird ein Schuh draus: Ich hab ihn damals bloß ernst­ge­nom­men, wie ich es heu­te tue. Ich unter­stel­le ihm nichts, aber ich rede auch nichts schön. (Das ist zumin­dest mei­ne Absicht.)

    Dass also die­ser Hafen­käs von Scal­fa­ri wie die Top-News ver­bra­ten wird, ist albern — man wuss­te dies schon, als Ber­go­glio noch Erz­bi­schof von B.-A. war.
    Um die­ses wei­che Ziel zu errei­chen, reicht die Schluss­ab­stim­mung der Syn­ode per­fekt aus — mehr braucht F. doch auch gar nicht.

  10. Lie­be Mari­en­zweig,
    ich ver­mu­te, daß vie­le, die sich da zur Wahl stel­len, gar nicht wirk­lich wis­sen, was sie da tun. Ich wür­de sagen, es fehlt an Ver­ant­wor­tungs­be­wußt­sein und es ist auch ein fal­scher Geist, der vie­le lei­tet.
    Daß die Kir­che hei­lig ist, ihre Leh­ren sorg­sam bewahrt und geschützt wer­den müs­sen, das fällt so vie­len doch nicht mal im Traum ein. Dann kom­men auch noch Pfarr­ge­mein­de­re­fe­ren­ten oder so von den theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten und spie­len sich, amt­lich geneh­migt, mit ihrem häu­fig fal­schen Wis­sen und Glau­ben dann in den Vor­der­grund und drücken Gut­gläu­bi­ge an die Wand.

    @Roman: ja, die Prie­ster geben so gut wie aus­nahms­los allen die hl. Kom­mu­ni­on. Sie sind auch dazu ange­hal­ten, das zu tun und kön­nen sich kaum dage­gen weh­ren. Wo könn­ten sie sich auch hin­wen­den?

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