Lombardi dementiert Scalfari — „Es wird aber kein offizielles Dementi geben“

Vatikansprecher Lombardi
Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di: Demen­ti, die kei­ne sind

(Rom) Unschwer vor­her­seh­bar folg­te ein Demen­ti vom Pres­se­amt des Hei­li­gen Stuhls zum Leit­ar­ti­kel von Euge­nio Scal­fa­ri (sieh Papst-Tele­fo­nat mit Euge­nio Scal­fa­ri: „Alle Geschie­de­nen, die wol­len, wer­den zur Kom­mu­ni­on zuge­las­sen“. War es aber ein Demen­ti oder viel­leicht doch kei­nes?

Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di SJ erklär­te, daß die von Scal­fa­ri dem Papst zuge­schrie­be­nen Aus­sa­gen nicht „zuver­läs­sig“ sei­en.

Das Demen­ti erfolg­te auf drän­gen­de Nach­fra­ge des Vati­ka­ni­sten Edward Pen­tin, der es auf sei­nem Blog ver­öf­fent­lich­te.

Der Vati­kan­spre­cher erklär­te gegen­über Pen­tin: „Wie bereits in der Ver­gan­gen­heit gesche­hen, berich­tet Scal­fa­ri in wört­li­cher Rede, was der Papst angeb­lich gesagt habe, doch oft ent­spricht das nicht der Wirk­lich­keit, weil er nicht die exak­ten Wor­te des Pap­stes wie­der­gibt“.

Lombardi: „Es wird kein offizielles Dementi geben“

Aller­dings teil­te der Vati­kan­spre­cher auch mit, daß es dazu kei­ne offi­zi­el­le Erklä­rung geben wer­de. Es wird also kein offi­zi­el­les Demen­ti geben, weil jene, die bereits die frü­he­ren Vor­komm­nis­se beob­ach­tet hät­ten, ohne­hin wüß­ten, wie Scal­fa­ri schrei­be.

Womit das promp­te (inof­fi­zi­el­le) vati­ka­ni­schen Demen­ti letzt­lich nichts demen­tiert. Wie bei den „frü­he­ren Vor­komm­nis­sen“, also den frü­he­ren Gesprä­chen zwi­schen Scal­fa­ri und dem Papst, wie­der­holt sich das­sel­be Spiel. In abseh­ba­rer Zeit könn­te Scal­fa­ris Leit­ar­ti­kel vom gest­ri­gen Aller­hei­li­gen­tag viel­leicht vom Vati­kan­ver­lag in einem Sam­mel­band erschei­nen oder auf der offi­zi­el­len Inter­net­sei­te des Hei­li­gen Stuhls ver­öf­fent­licht wer­den.

Das Ver­hält­nis zwi­schen Euge­nio Scal­fa­ri und Papst Fran­zis­kus ist erklä­rungs­be­dürf­tig, beson­ders der päpst­li­che Drang zu die­sem Gesprächs­part­ner. Dies umso mehr als der Papst in einem frü­he­ren Gespräch erklärt hat­te, Scal­fa­ri „nicht bekeh­ren“ zu wol­len. Doch bis­her war weder vom Papst noch vom Pres­se­amt ein plau­si­ble Erklä­rung für die­se fort­dau­ern­de Gesprächs­be­reit­schaft zu hören.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

22 Kommentare

  1. Es kommt über­haupt nicht dar­auf an, ob die Wor­te des Pap­stes von Scal­fa­ri zutref­fend wie­der­ge­ge­ben sind oder nicht. Allein der Umstand, dass der Papst die­sem Mann so eine Wert­schät­zung zuteil wer­den läßt, ist ein Skan­dal. Wür­de er ihn nicht anru­fen und ihm damit völ­lig ohne Not Wich­tig­keit ver­lei­hen, könn­te die­ser sich nicht so auf­bla­sen. Wann hat es das je gege­ben, dass ein Papst mit einem Feind der Kir­che in die­ser Wei­se umge­gan­gen ist? Haben wir einen Papst, der die Kir­che rui­nie­ren möch­te? Wann hat die­ser Alb­traum ein Ende?

  2. Der Geist des Nihi­lis­mus, wie er durch die The­sen von Kar­di­nal Kas­per mit­ten in die Kir­che getra­gen wur­de, trägt böse Früch­te. Papst Fran­zis­kus scheint eben­so die­sem Nihi­lis­mus ver­fal­len, wie die Mehr­zahl der deutsch­spra­chi­gen Bischö­fe.

  3. Welch ein uner­träg­li­ches Hin und Her ohne jeg­li­che Klar­heit. . Lei­der auch ein „Mar­ken­zei­chen“ des Pon­ti­fi­ka­tes von Papst Fran­zis­kus. Scal­fa­ri ist ein Frei­mau­rer. Eini­ge Hin­ter­grün­de zur Frei­mau­re­rei, die offen­bar die ihnen durch die­ses Pon­ti­fi­kat gebo­te­ne Gunst der Stun­de nut­zen wol­len. In einer Abhand­lung über den „Alten Schot­ti­schen Ritus“ ist Fol­gen­des über die Gra­de der Frei­mau­re­rei zu lesen:
    -
    „Die erste Serie von 11 Gra­den der 33 Gra­de der Frei­mau­re­rei des Alten und Ange­nom­me­nen Schot­ti­schen Ritus 
    dient dazu, die „abscheu­li­che Katho­li­sche Tugend“ durch den „Mensch-Gott“ zu bekämp­fen.
    [.…]
    Die zwei­te Serie von 11 Gra­den der 33 Gra­de der Frei­mau­re­rei des Alten und Ange­nom­me­nen Schot­ti­schen Ritus dient dazu, die „schmut­zi­ge Katho­li­sche Moral“ durch den „Mensch-Hohen­prie­ster“ zu bekämp­fen.
    [.…]
    Die drit­te Serie von 11 Gra­den der 33 Gra­de der Frei­mau­re­rei des Alten und Ange­nom­me­nen Schot­ti­schen Ritus dient dazu, die „schuld­be­la­de­ne Katho­li­sche Auto­ri­tät“ durch den „Mensch-König“ zu bekämp­fen.“
    [.…]
    30°
    Ver­nunft – Rit­ter Kadosch:
    Offe­ner Krieg gegen Gott. 
    Der Kan­di­dat bringt Luzi­fer duf­ten­den Weih­rauch dar und wird Hei­li­ger Kadosch der 
    sei­nen Hass gegen Gott aus­schreit: “Rache, Adonai“
    -

    Und was „gelobt“ nun ein sol­cher „30° FM-Rit­ter“ ?
    Aus Alec Mellor: „Logen, Ritua­le, Hoch­gra­de.“:

    -
    „(Auf den Toten­schä­del zei­gend:)

    ‚Unter kei­nem wie immer gear­te­ten Vor­wand wer­de ich jemals einen Kom­pro­miss irgend­wel­cher Art mit einer Regie­rung ein­ge­hen, wel­che der Des­po­tis­mus die Rech­te des Indi­vi­du­ums miss­ach­ten lässt.“

    (Auf den Toten­schä­del zei­gend, der eine Tia­ra trägt (!))

    „Unter kei­nem wie auch immer gear­te­ten Vor­wand wer­de ich jemals einen Kom­pro­miss irgend­wel­cher Art mit einer geist­li­chen Gewalt ein­ge­hen, wel­che das Gewis­sen und die Frei­heit des Den­kens in Fes­seln legt und wel­che den auf­rich­ti­gen Zwei­fel und den ehr­li­chen Glau­ben als Ver­bre­chen brand­markt .. .… 
    Ich gelo­be, nie­mals einer zivi­len oder reli­giö­sen Gesell­schaft anzu­ge­hö­ren, wel­che die Frei­mau­re­rei bekämpft“
    -

    Und die­se „Gesprächs­part­ner“ haben nun in Per­son von Scal­fa­ri „einen guten Draht“ zu Papst Fran­zis­kus !?.

  4. Wir wis­sen längst, dass es F. sehr recht ist, dass ihn Scal­fa­ri glas­klar und inhalt­lich authen­tisch wie­der­gibt. Das macht ihn zu einem guten Freund F.s., der unschätz­ba­re Arbeit für F. lei­stet. Er gehört zum Team…

    Zur sehr genau aus­ge­klü­gel­ten Vor­ge­hens­me­tho­de und zur Instru­men­ta­li­sie­rung Scal­fa­ris gehört:offenbar fol­gen­de Tak­tik:

    Wäh­rend der Ungläu­bi­ge ‚die Wahr­heit‘ spricht (Ver­wir­rung und Undurch­schau­bar­keit wer­den so erzeugt), kann sich der Zer­stör­ergeist (F. und Anhang) hin­ter dem Vor­wurf der Para­phra­se ver­stecken.

    Per­fi­der geht es nicht. Man spürt echt Ekel…

  5. @ Defen­dor
    Lang­sam, lang­sam! F. M. und Lüge sind eins. Viel­leicht ist von Scal­fa­ri alles erlo­gen. Abwar­ten…

  6. Hat Jesus Chri­stus jemals ein Gespräch auf Erden wäh­rend sei­ner Wir­kungs­zeit geführt, ohne dass er jeman­den sei­ne Bot­schaft wei­ter­ge­ben woll­te? Wie also kann sein sog. „Stell­ver­tre­ter“ so rela­ti­vi­stisch Gesprä­che mit Athe­isten füh­ren, die er noch zu sei­nen Ver­trau­ten zählt, ohne Ihnen Jesus Chri­stus und sei­ner Bot­schaft des Evan­ge­li­ums nahe­brin­gen zu wol­len? Was zählt dann bit­te­schön noch eine Bekeh­rung? Oder ist eine sol­che selbst im Vati­kan mitt­ler­wei­le als poli­tisch inkor­rekt gebrand­markt? Heißt das jetzt, alle katho­li­schen Mis­sio­na­re welt­weit „Geht heim!“ ??

    • Auf Ihren letz­ten Satz zurück­zu­kom­men: da kann man bzgl. der Gebets­mei­nung von „Papst“ Ber­go­glio für den jet­zi­gen Monat Novem­ber lesen: „Der Dia­log mit Anders­den­ken­den. Für das per­sön­li­che Gespräch mit Men­schen ande­rer Welt­an­schau­un­gen.“ Wie schmei­chel­haft erfri­schend! Und das soll man nun am Gra­be der Ver­stor­be­nen beten für einen Ablaß!

      Also, „Papst Ber­go­glio“ läßt kei­ne Fra­gen offen.

      • ich hab auf ner Hoch­zeit mal die Für­bit­te gehört, dass sich fair gehan­del­ter Kaf­fee durch­set­zen möge, inso­fern hat Ber­go­glio noch Spiel­raum 😉

  7. Der „Papst“ ‚das ist also der Mann der immer in einem Out­fit auf­tritt-oft bei sei­nem Wort­schwall und immer öfter bei den „Mes­sen“-, der hier­bei eher an einen Zir­kus­clown erin­nert als an einen Papst.Nun ist es lei­der so,dass die­ser „Papst“ nach Aus­sa­gen und Zeu­gen wirk­lich gewis­sehn­haf­ter Jour­na­li­sten und Theologen,nur das eine ZIEL HAT UND HATTE:Nämlich Tra­di­ti­ons­treu Bischö­fe ‚Prie­ster und Laien,zu Iso­lie­ren und denunzieren.Das wur­de auf die­ser Ver­ma­le­dei­ten Syn­ode doch sehr offen­bar und deut­lich! Und hier­mit beweist Ber­go­glio ali­as „Papst F“,was für eine Rol­le er spielt.Die Rol­le eines Destroy­ers der RKK.Und dies tut er Täglich,stündlich und jeden Augen­blick!!

  8. KORREKTUR eines Tipp­feh­lers der Tastatur.Es muss natür­lich rich­tig hei­ssen: Näm­lich Tra­di­ti­ti­ons­treue Bischöfe,Priester und Lai­en zu Iso­lie­ren und zu denun­zie­ren.

  9. Hal­lo Pater Lom­bar­di, war­um tust du dir das noch an?

    Merkst du denn immer noch nicht, wel­ches böse Spiel sie mit dir trei­ben?

    Weißt du denn nicht, dass du einen frei­en Wil­len hast?

    Du kannst jeder­zeit von dei­nem Amt zurück­tre­ten, und das weißt du auch.

    Ich kann mir abso­lut nicht vor­stel­len, dass du dich momen­tan sehr wohl in dei­ner Haut fühlst.

    Wie scha­de, dass (wohl) dein Alter und (wohl auch) dei­ne Bequem­lich­keit sich nicht beu­gen wol­len vor der Stim­me des (hof­fent­lich noch vor­han­de­nen) Gewis­sens…

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